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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

WHO-Bericht zu Übergewicht und Adipositas

Gesundheitliche Folgen werden unterschätzt

Immer mehr Europäer sind zu dick. Das hat ein aktueller Bericht des Regionalbüros für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt. Inzwischen leiden knapp 60 Prozent der Erwachsenen und fast jedes dritte Kind (29 % der Jungen, 27 % der Mädchen) an Übergewicht oder Adipositas. In keinem anderen Teil der Welt, außer in Amerika, ist Fettleibigkeit unter Erwachsenen so weit verbreitet wie in Europa.

Adipositas ist eine vielschichtige Erkrankung, die nicht allein auf eine ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung zurückgeführt werden kann. So spielt offenbar auch die Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft und vor der Empfängnis für die Entstehung eine wichtige Rolle. Kritische Lebensphasen sind die frühe Kindheit und die Jugend.

Viele unterschätzen die gesundheitlichen Folgen von Übergewicht und Adipositas. Ein zu hohes Körpergewicht erhöht das Risiko für verschiedene Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Typ-2-Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen. Für einige europäische Länder wird prognostiziert, dass die Adipositas in den kommenden Jahrzehnten das Rauchen als Hauptrisikofaktor für vermeidbare Krebserkrankungen ablösen wird. Die Coronapandemie hat das Problem verschärft, da sich der Lebensmittelkonsum und das Bewegungsverhalten verändert haben. Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden an Übergewicht und Adipositas. Auch das „moderne“ Leben begünstige die Epidemie – zum Beispiel durch die digitale Vermarktung ungesunder Lebensmittel an Kinder und die Verbreitung von Online-Spielen. Allerdings können digitale Plattformen auch genutzt werden, um Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern.

Die wachsende Adipositas-Epidemie ist eine große Herausforderung. Die Gegenmaßnahmen sollten auf vielen Ebenen ansetzen und den Einzelnen über seinen gesamten Lebensverlauf erreichen, rät die WHO. Statt individueller Ansätze sei es wichtig, die strukturellen Ursachen der Adipositas anzugehen. Mögliche politische Maßnahmen wären zum Beispiel die Besteuerung von zuckergesüßten Getränken, Subventionen für gesunde Lebensmittel und eine eingeschränkte Vermarktung von ungesunden Produkten für Kinder, heißt es in dem Bericht. Außerdem sollte der Zugang zu Therapien bei Fettleibigkeit und Übergewicht erleichtert werden. Zukünftige Untersuchungen sollen zeigen, wie Adipositas zu Ungleichheiten in der Gesellschaft beiträgt und wie gefährdete Gruppen besser unterstützt werden können.

Das Bundeszentrum für Ernährung gibt ein Trainermanual Adipositas-Schulung für Kinder und Jugendliche heraus, das sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Behandlung einsetzbar ist. Es basiert auf den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- & Jugendalter (AGA). Die Broschüren enthalten Vorschläge für die Durchführung von Schulungseinheiten, Übungen und Arbeitsmaterialien sowie Material für die begleitende Elternschulung.

Heike Kreutz,
www.bzfe.de

Weitere Informationen:

WHO European Regional Obesity Report 2022

https://www.euro.who.int/en/publications/abstracts/who-european-regional-obesity-report-2022


WHO European Regional Obesity Report 2022 (ISBN: 978-92-890-5773-8)


Podcast “Launch of the 2022 European Obesity Report”

BMI-Rechner: Bin ich übergewichtig?

www.bzfe.de/bmi-rechner/


www.bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/bauchumfang-entscheidend-fuer-das-gesundheitliche-risiko/


www.bzfe.de/extreme-adipositas-ein-zunehmendes-problem/


www.ble-medienservice.de/1657/trainermanual-adipositas-schulung-fuer-kinder-und-jugendliche-grundlagen?number=1657


www.ble-medienservice.de/1653/trainermanual-adipositas-schulung-fuer-kinder-und-jugendliche-ernaehrung?number=1653


www.ble-medienservice.de/1654/trainermanual-adipositasprogramm-fuer-kinder-und-jugendliche-bewegung?number=1654

Pressekontakt:

Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
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Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
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Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Adipositas: Immer mehr Hochbetagte übergewichtig

Gesundheitsprobleme und eingeschränkte Lebensqualität

Immer mehr Deutsche leiden an Adipositas. Vor allem im höheren Alter steigt die Zahl der Betroffenen an, hat eine aktuelle Versorgungsatlas-Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung aufgedeckt. Die Untersuchung basiert auf Daten gesetzlich Krankenversicherter, die im Untersuchungszeitraum 2009 bis 2018 mindestens einen Arztkontakt hatten.

In Deutschland ist knapp ein Viertel der Erwachsenen stark übergewichtig, was zahlreiche Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Leiden zur Folge haben kann. Im Jahr 2009 erhielten 9,2 Prozent aller gesetzlich Krankenversicherten (Männer 7,3 %, Frauen: 10,8 %) die Diagnose Adipositas, während es im Jahr 2018 bereits 11,2 Prozent waren (Männer 9,5 %, Frauen 12,7 %). Das entspricht einem Plus von 22 Prozent (Männer 30 %, Frauen 19 %). Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Betroffenen. Besonders deutlich war die Entwicklung bei Hochbetagten. Bei den 85- bis 89-Jährigen lag der Anstieg sogar bei 80 Prozent: Bei Frauen erhöhte sich der Anteil von 8,3 auf 14,8 Prozent, bei Männern von 6,4 auf 12,9 Prozent.

Dagegen stieg die Diagnosehäufigkeit bei Kindern und Jugendlichen weniger stark an. Im Jahr 2018 wurde bei 4,6 Prozent der Mädchen und 4,7 Prozent der Jungen im Alter von 3 bis 17 Jahren ein starkes Übergewicht festgestellt. Das entspricht einem Plus von 8 Prozent bei Mädchen (2009: 4,3 %) und 15 Prozent bei Jungen (2009: 4,1 %). In einigen Altersgruppen haben sich seit Anfang des Jahrtausends die Werte sogar stabilisiert oder sind leicht zurückgegangen – etwa im Vorschulalter.

Übergewicht und Adipositas sind ein wachsendes Gesundheitsproblem. Offenbar gewinnt es in den letzten Lebensjahren an Bedeutung und kann neben anderen Faktoren für eine eingeschränkte Lebensqualität im hohen Alter verantwortlich sein. Die Autoren geben zu bedenken, dass bei Analysen mit Routinedaten die tatsächliche Häufigkeit oft noch unterschätzt wird. Die Zukunft wird zeigen, ob pandemiebedingt noch mehr Menschen eine Adipositas entwickeln.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.versorgungsatlas.de

Versorgungsatlas-Bericht Nr. 21/10: https://doi.org/10.20364/VA-21.10

BMI-Rechner: Bin ich übergewichtig?

www.bzfe.de/bmi-rechner/

www.bzfe.de/extreme-adipositas-ein-zunehmendes-problem/

Heft „Genussvoll Kalorien sparen“, Bestell-Nr. 1637, Preis: 2,00 Euro, www.ble-medienservice.de/1637/genussvoll-kalorien-sparen

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Lebensstilinterventionen bei älteren Menschen mit Adipositas

Barrieren und Motive sind komplex

Das sogenannte „Obesity Paradox“ hat die Grundannahme, dass ein höheres Gewicht im Alter protektiv (schützend) sei und mit einem geringeren Sterberisiko verbunden ist – eine höchst umstrittene medizinische Hypothese. Auch im Alter ist Übergewicht mit weitreichenden gesundheitlichen Folgen verbunden.

Zudem gewinnt der Umgang mit Adipositas im Alter aufgrund steigender Prävalenzzahlen zunehmend an Bedeutung. Etwa ein Drittel der über 60-jährigen Menschen in Deutschland ist von Adipositas betroffen. Therapeutische Ansätze zur Gewichtsreduktion basieren vorwiegend auf Lebensstilinterventionen – Ernährung, Bewegung und Verhalten.

Allerdings mangele es an konkreten Empfehlungen zu Art, Modalität und Dosis entsprechender Programme, so Dr. Daniel Schöne vom Institut für Innere Medizin der Universität Erlangen anlässlich eines kürzlich stattgefundenen Online-Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG).

Der Wissenschaftler machte deutlich, dass im Alter dem Nutzen einer Gewichtsabnahme auch mögliche Risiken gegenüberstehen.

Vorteile: weniger Gelenkprobleme und kardiometabolische Erkrankungen (d. h. Herz und Stoffwechsel betreffend) und die Atmungsfunktion verbessern sich, chronische Entzündungen nehmen ab, die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität steigen, funktionelle Einschränkungen werden weniger.

Risiken: ein möglicher Verlust von Muskelmasse und -kraft, die Knochendichte sinkt, das Frakturrisiko steigt, das Risiko einer Gebrechlichkeit nimmt zu und Mangelernährung droht.

Die potenziellen Probleme einer Gewichtsreduktion seien immer mit zu berücksichtigen. Nach derzeitiger Datenlage sollte eine nachhaltige Adipositas-Therapie immer Ernährung und Bewegung kombinieren, so Schöne und verwies auf die Ergebnisse einer Studie mit 107 adipösen Patienten im Alter von 70 Jahren. Verglichen wurden drei Interventionen: eine reine Gewichtsreduktion über Kalorienrestriktion (Verringerung um 500 bis 750 kcal/Tag) und Bewegungstherapie (3mal pro Woche) mit der Kombination beider Methoden. Über eine Kalorienrestriktion gelang es zwar abzunehmen und das Gewicht zu halten. Die Kombination mit Bewegung war aber notwendig, um den Abbau von Muskelmasse in Grenzen zu halten und um die körperliche Funktionalität deutlich zu verbessern. Die Studie zeigte auch, dass bei der Bewegung eine Kombination von Ausdauer- und Krafttraining am besten geeignet ist.

„Gewichtsreduktion ist für ältere Menschen mit Adipositas ein ambivalentes Thema und die Barrieren und Motive sind komplex“, fasst Dr. Eva Kiesswetter von der Universität Erlangen und Kollegen die ersten Projektergebnisse einer interdisziplinären systematischen Übersichtsarbeit zusammen – Effective SLOPE (EffectS of Lifestyle interventions in Older PEople with obesity = Effekte von Lebensstilinterventionen bei älteren Menschen mit Adipositas). Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt zeigt, dass ältere Menschen mit Adipositas andere Motive und Barrieren für eine Gewichtsabnahme haben als jüngere Erwachsene.

Kiesswetter und Kollegen identifizierten folgende Pro-Positionen zur Gewichtsabnahme:

Sozialer Einfluss: Kritik/Lob nahestehender Personen, gemeinsame Ziele, Stigmatisierung, ärztliche Empfehlungen.

Gesundheitsprobleme: funktionelle Gesundheit, Erhalt der Selbständigkeit, orthopädische und kardiovaskuläre Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen.

Ästhetik: Frustration über Kleidergrößen, Unzufriedenheit mit dem eigenen Körperbild.

Innerer Druck: Wille zur Veränderung, Streben nach mehr Selbstbestimmung.

Partizipation: durch Abnehmen Kontakte knüpfen, das soziale Umfeld erweitern.

Deutlich wurde aber auch, wo die Barrieren für eine Gewichtsabnahme liegen:

Sozialer Einfluss: Kritik an der Gewichtsreduktion durch nahestehende Personen, Partner, aber auch ärztliche Empfehlungen gegen das Abnehmen.

Gesundheitsprobleme: Angst vor Nährstoffmangel und Muskelschwund, fehlende körperliche Reserven.

Geringere Lebensqualität: Zu viele Einschränkungen und Anstrengungen durch Gewichtsreduktion, Essen ist Genuss.

Zufriedenheit mit Gewichtssituation: Übergewicht wird nicht als Belastung empfunden oder die Einsicht fehlt, übergewichtig zu sein.

Alter: Veränderung der Motivation, gesellschaftliche Akzeptanz steigt.

Resignation/Frustration durch gescheiterte Versuche, abzunehmen.

Therapie-Empfehlungen für alte Menschen mit Adipositas unterschieden sich hinsichtlich ihrer inhaltlichen Komponenten – Ernährung, Bewegung, Verhalten – nicht grundsätzlich von etablierten Programmen für jüngere Erwachsene. Sie müssten aber altersspezifisch ausgestaltet werden, so Kiesswetter. So könnten beispielsweise folgende Aspekte eine Gewichtsreduktion unterstützen:

verhaltenstherapeutische Unterstützung, Stärkung der intrinsischen Motivation,

Gruppenangebote, einfache Maßnahmen zur Gewichtsreduktion, die eine Tagesstrukturierung unterstützen,

Unterstützung durch Fachkräfte (Coaching, Anleitung und individuelle Beratung, medizinische Betreuung).

Schlussfolgerungen: Die Berücksichtigung der identifizierten komplexen Gründe, Barrieren und Unterstützungsbedarfe sind Schlüsselkomponenten für Motivation und Therapieerfolg. Sie können zur Effektivität von Interventionen bei älteren Menschen mit Adipositas beitragen sowie die Auswahl patientenzentrierter Zielgrößen unterstützen.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Internetseite von IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung www.in-form.de

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21449785/

https://www.iba.med.fau.de/forschung/effective-slope/

https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4910343?uac=392547SN&faf=1&sso=true&impID=3651711&src=WNL_mdplsfeat_210920_mscpedit_de#vp_3

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Adipositas wie das Gehirn den Stoffwechsel beeinflusst

Adipositas: wie das Gehirn den Stoffwechsel beeinflusst

Die Bioresonanz-Redaktion berichtet über einen Zusammenhang zwischen Gehirn und Stoffwechsel, der zum Übergewicht führen kann.

Wer zu viel isst, wird dick, heißt es in der Regel. So einfach ist es jedoch nicht, sowieso bei Adipositas. Vielmehr steckt häufig ein Zusammenhang zwischen dem Stoffwechsel und dem Gehirn dahinter.

Wie das Gehirn den Stoffwechsel steuert

In der zurückliegenden Zeit haben Übergewicht, Fettleibigkeit und Diabetes mellitus massiv zugenommen. In der Regel wird ein veränderter Stoffwechsel dafür verantwortlich gemacht, dass es zu Adipositas kommt. Dazu gibt es einen Zusammenhang, den wir im Gehirn vermuten müssen. Ein dafür ausgezeichneter Forscher hat entdeckt, wie das zentrale Nervensystem sowohl die Nahrungsaufnahme reguliert als auch die Verfügbarkeit von Energie im Organismus beeinflusst. Er konnte nachweisen, dass bereits eine fehlende Insulinwirkung im Gehirn dazu führt, dass der Zuckerhaushalt fehlgesteuert wird. Dazu entdeckte er bestimmte hochspezialisierte Nervenzellen im Hypothalamus. Sie vermitteln die Bildung eines Bodenstoffes, der “…essenziell sowohl für die Steuerung der Nahrungsaufnahme als auch für die insulinvermittelte Regulation des Zuckerhaushaltes ist.” (Quelle: Schering Stiftung, Informationsdienst Wissenschaft (idw)).

Die Schlussfolgerung der Bioresonanz-Experten

Diese Erkenntnisse zeigen, wie vielseitig die Prozesse sind, die darüber mitentscheiden, wie gesund wir sind. Es ist nicht die Ernährung alleine, die zu Adipositas beiträgt. Es kommt auch darauf an, dass die komplexen Regulationssysteme in einem natürlichen Gleichgewicht sind. Genau darauf will die Bioresonanztherapie, wie beispielsweise die Bioresonanz nach Paul Schmidt, positiv einwirken. Dennoch kann uns die Ernährung hilfreich sein, vor allem, wenn sie ausgewogen ist und die richtigen Zutaten berücksichtigt. So kann beispielsweise das Calcium dem Metabolischen Syndrom entgegenwirken, und damit auch Adipositas, wie die Bioresonanz-Redaktion unter Berufung auf eine chinesische Studie berichtete. (Zum Beitrag: Mit Calcium dem Metabolischen Syndrom begegnen).

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.

Die Redaktion von www.bioresonanz-zukunft.de veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.

Übermittelt durch www.pr-gateway.de.

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bioresonanz-zukunft, M+V Medien- und Verlagsservice Germany UG (haftungsbeschränkt)
Michael Petersen
Ried 1e
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https://www.bioresonanz-zukunft.de/

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Ist Adipositas möglicherweise übertragbar?

Eine gewagte Hypothese

Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert beispielsweise Adipositas, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Diabetes als nicht übertragbar; das heißt, diese Erkrankungen können nicht zwischen Menschen übertragen werden. Die Definition von nichtübertragbaren Krankheiten schließt eine Beteiligung von Mikroben aus und konzentriert sich stattdessen auf genetische Faktoren, Umwelt- und Lebensstilfaktoren.

Nun stellt ein internationales Forschungsteam des „Humans & the Microbiome“-Programms des Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR) unter Beteiligung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) diese Auffassung in Frage. „Möglicherweise findet eine Übertragung des Mikrobioms auch beim menschlichen Zusammenleben statt, zum Beispiel durch intensive soziale Kontakte oder in gemeinsamen Wohnungen“, vermutet der CAU-Professor Thomas Bosch. Das Forschungsteam veröffentlichte die neue Hypothese kürzlich im Wissenschaftsjournal Science.

Die kooperierenden Expertinnen und Experten fanden eine Vielzahl von deutlichen Hinweisen aus verschiedenen Fachgebieten, die die neue Theorie plausibel erscheinen lassen. Die Forschenden betonen selbst, dass ihre Hypothese gewagt sei und viele der beteiligten Mechanismen noch unbekannt seien. Allerdings: „Wenn sich unsere Hypothese als richtig herausstellt, wird sie unsere Auffassung der öffentlichen Gesundheit völlig neu definieren“, so Brett Finlay, Professor für Mikrobiologie an der Universität von British Columbia und Leiter des CIFAR-Forschungsprogramms.

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Mikroorganismen (Bakterien, Pilze und Viren) bevölkern unsere Körperoberflächen, außen wie innen. Gerade unser Darm bietet Lebensraum für Billionen von Bakterien. Dieses Mikrobiom begleitet jeden Menschen von der Geburt bis zu seinem Tod. Es ist so individuell wie der eigene Fingerabdruck, dabei jedoch in Zusammensetzung und Funktion veränderbar, je nach Lebensstil, Ernährung und zahlreichen weiteren Umweltfaktoren. Die menschliche Mikrobiota spielt eine wichtige Rolle bei vielen physiologischen Funktionen, einschließlich der Verdauung, Immunantworten und des Stoffwechsels. Es steht heute außer Frage, dass ein signifikanter Zusammenhang zwischen einem gestörten Mikrobiom und vielen Krankheiten besteht.

Die Fachwelt darf also gespannt sein, was weitere Forschungsarbeit zutage fördert. Jedenfalls müssten Störungen der mikrobiellen Besiedlung des Körpers viel stärker als bisher als Krankheitsursache in Betracht gezogen sowie auch die potenziellen Übertragungswege näher erforscht werden, betont Bosch.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.uni-kiel.de/de/universitaet/detailansicht/news/Adipositas

https://science.sciencemag.org/content/367/6475/250.full

http://www.bzfe.de/inhalt/uebergewicht-3173.html

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Adipositas – nicht heilbar, aber behandelbar

Diäten wenig erfolgreich

Von Adipositas (lateinisch adeps = das Fett) spricht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30. Gemäß der WHO-Klassifikation gilt ein BMI-Wert von 25 bis 30 als Übergewicht. Demzufolge ist über die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland übergewichtig: Laut Statistischem Bundesamt hatten im Jahr 2017 hierzulande 53 Prozent der Menschen im Alter von über 18 Jahren einen Body-Mass-Index von mindestens 25. Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI, 2018) sind 15,4 Prozent der Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig. Fast sechs Prozent davon haben Adipositas.

Auch wenn der BMI nur ein Richtwert ist, so sehen die Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e.V. ab einem BMI von 30 und darüber eine Adipositas-Behandlung für angebracht. Beträgt der BMI 25 bis 30 sollte ebenfalls eine Behandlung erfolgen, bei gleichzeitigem Vorliegen von

  • einer übergewichtsbedingen Gesundheitsstörung (zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes Typ 2),
  • einer vermehrten Ansammlung von Fett in der Gürtelregion (abdominale Adipositas),
  • Erkrankungen, die durch Übergewicht verschlimmert werden (zum Beispiel Gelenk- und Rückenleiden oder
  • einem hohen psychosozialen Leidensdruck.

Was sind die gesundheitlichen Folgen? Welche Rolle spielt das Mikrobiom und welche Behandlungsoptionen stehen zur Verfügung? – Das sind nur einige von vielen Fragen und Themen, die kürzlich auf den „Forschungstagen Bariatrie und Adipositas“ am Universitätsklinikum Leipzig diskutiert wurden.

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Adipositas wird mit einer Vielzahl von Folgeerkrankungen in Verbindung gebracht: Insulinresistenz, Diabetes mellitus Typ 2, Nierenkomplikationen, erhöhte Blutfettwerte, Leberverfettung, Bluthochdruck, ferner Auswirkungen auf die Lungenfunktion, auf Herz und Gefäße sowie auf das Hirn (Gedächtnisleistung, Verminderung der grauen Substanz) und die Psyche (erhöhtes Depressionsrisiko), um nur einige zu nennen.

Wie entsteht Übergewicht und Adipositas? Gewiss ist es vordergründig eine Frage der Energiebilanz: wer mehr isst, als sein Körper verbraucht, nimmt zu. Die spannende Frage ist, warum isst die betreffende Person zu viel? Hier lediglich Willensschwäche zu unterstellen, ist zu kurz gegriffen. Es kann ein ganzes Ursachenbündel in Frage kommen. Genetische Disposition, pharmakologische Ursachen, Veränderungen im neuronalen Belohnungsnetzwerk. Hier hat der Botenstoff Dopamin eine entscheidende Funktion bei der Assoziation zwischen Reiz und Belohnung. In jüngster Zeit ist auch die Rolle des Mikrobioms (älterer Begriff = Darmflora) stärker in den Fokus der Wissenschaft getreten. Deren Zusammensetzung wird von vielen Faktoren beeinflusst, Alter, Ernährung, Gewicht, Medikamente, Immunsystem u.v.a. Das Mikrobiom hat Einfluss auf Gesundheit und Krankheit des Menschen. Da liegt der Gedanke eines Fäkalen Mikrobiom Transfers (FMT) nahe: die Übertragung von Stuhl von gesunden Spendern an Empfänger zu therapeutischen Zwecken. FMT ist bei Adipositas denkbar und vielleicht auch erfolgreich. Aber es gibt zurzeit noch zu viele Unbekannte in dieser Gleichung, sodass sie aktuell nicht als eine Therapieoption angesehen wird, resümiert Doktor Jürgen Feisthammel, Gastroenterologe am Universitätsklinikum Leipzig.

Zum Basisprogramm einer jeden Adipositas-Behandlung gehören:

  • Ernährungstherapie – Nahrungsumstellung, Kalorienreduktion,
  • Bewegungstherapie – Steigerung der körperlichen Aktivitäten,
  • Verhaltenstherapie – Änderung des Verhaltens, „lifestyle“.

Leider haben Ernährungstherapien nur eine sehr geringe Erfolgsquote, so Professor Martina de Zwaan, von der Medizinischen Hochschule Hannover. Zum einen ist der Gewichtsverlust gering und zum anderen kann das Gewicht nicht gehalten werden: Sobald eine hypokalorische Diät gelockert wird, steigt das Gewicht wieder an; oft über das Ausgangsgewicht (Jojo-Effekt). Die Energiezufuhr müsste dauerhaft reduziert und mit abnehmendem Gewicht immer stärker reduziert werden. Wichtig ist hierbei, die eigenen Ziele nicht zu hoch zu stecken. Bei einem BMI von 25 bis 35 sollte eine Gewichtsreduktion von 5 Prozent angestrebt werden, bei einem BMI von über 35 sollten es 10 Prozent sein, so de Zwaan. Und weiter: „Um das Gewicht langfristig zu stabilisieren, bedarf es einer andauernden kognitiven Kontrolle der Nahrungsaufnahme. Eine adipogene Umwelt und die Biologie sind dabei mächtige Widersacher.“ Der Lohn: selbst eine moderate Gewichtsreduktion verbessert eigentlich alle Werte, metabolisch, hormonell und neuronal.

„Adipositas ist nicht heilbar – aber behandelbar“, so Professor Arne Dietrich, Leiter des Bereichs Adipositas- und metabolische Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig. Während konservative Therapien und auch pharmakologische Therapien oft nicht den erwünschten Gewichtsverlust bringen, zeigen operative Behandlungen nachhaltige Erfolge. Ab einem BMI von 40 und darüber, ohne Begleiterkrankungen und Kontraindikationen und nach Erschöpfung konservativer Therapien sowie nach umfassender Aufklärung über eine adipositaschirurgische Operation ist diese, gemäß der oben genannten Leitlinie, angezeigt. Das gleiche gilt für Patienten mit einem BMI von 35 und darüber, wenn Adipositas assoziierte Begleiterkrankungen vorhanden sind.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der chirurgischen Therapie. Bei einigen wird der Magen verkleinert oder es werden „Umgehungsstraßen“ (Bypässe) angelegt. Je nach Verfahren wird erreicht, dass nicht mehr so viel Nahrung aufgenommen werden kann, dass sich das Sättigungsgefühl eher einstellt oder dass die Nahrung nicht mehr vollständig vom Körper verwertet werden kann. Auf diese Weise verlieren Operierte 60 bis 80 Prozent ihres Übergewichts. Allerdings – und darüber muss man sich im Klaren sein – bedeutet dies, dass eine lebenslange prophylaktische Supplementation mit Vitaminen und Mineralstoffen notwendig ist, weil diese nicht mehr in ausreichendem Maße resorbiert werden können. Zur Stabilisierung des Gewichtsverlustes sollten ferner Diätvorgaben eingehalten sowie eine entsprechende körperliche Aktivität angestrebt werden.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.adipositas-gesellschaft.de/index.php?id=9

https://de.wikipedia.org/wiki/Bariatrie

https://www.bzfe.de/inhalt/bmi-rechner-5423.php

https://www.in-form.de/

http://www.bzfe.de/inhalt/trainermanual-adipositas

Trainermanual Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche – Grundlagen
Broschüre, A4, Bestell-Nr. 1657, Preis: 12,00 Euro

Besser essen. Mehr bewegen. Prävention von Übergewicht bei Kindern – Hilfestellung für Planende und Entscheidungsträger – das bringt Maßnahmen voran
Broschüre, A4, nur zum Download, Bestell-Nr. 6999, kostenlos

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Trainermanual Adipositas

Mit alltagstauglichen Übungen dauerhaft Essverhalten ändern

Etwa 1,9 Millionen der 3- bis 17-jährigen Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind laut Ergebnissen der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (KIGGS-Studie Welle 2, 2014 bis 2017) übergewichtig, davon 800.000 adipös. Therapie- oder Präventionsangebote für übergewichtige Kinder und Jugendliche gibt es jedoch kaum. Hier setzt das Trainermanual der Konsensgruppe Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche (KgAS) an, das alltagstaugliche Übungen vorstellt, mit denen Betroffene dauerhaft ihr Ess- und Ernährungsverhalten ändern können. Das Trainermanual liefert ein interdisziplinäres Schulungskonzept und ist sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Behandlung einsetzbar. Es basiert auf den Leitlinien der AGA (Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter) und beinhaltet die praktischen Erfahrungen von über 50 Adipositastrainern.

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Das vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) herausgegebene Trainermanual besteht aus einem Grundlagenteil und vier Schulungsbereichen: Ernährung, Bewegung, Psychosoziales und Medizin. Die Broschüren enthalten wichtige Vorschläge für die Durchführung aller Schulungseinheiten, einen großen Fundus an Übungen und Arbeitsmaterialien, Material für die begleitende Elternschulung sowie für das Qualitätsmanagement und die Evaluation. Das Konzept wurde komplett überarbeitet und die Inhalte auf den aktuellen wissenschaftlichen Stand gebracht. So untergliedern sich die Schulungsbereiche in verschiedene Themen und Bausteine. In den Bausteinen werden Teilaspekte eines Themas behandelt. Zur Vertiefung der Inhalte gibt es Übungen und Material, die jeweils auf die Kinder, Jugendlichen oder Eltern ausgerichtet sind.

Die beiden ersten Bausteine „Trainermanual Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche – Grundlagen“ und das „Trainermanual Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche – Ernährung“ sind ab sofort im Onlineshop des BZfE erhältlich unter: www.ble-medienservice.de.

www.bzfe.de

„Trainermanual Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche – Grundlagen“, A4, 144 Seiten, 3. Auflage 2019, Bestell-Nr. 1657, Preis: 12,00 Euro

„Trainermanual Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche – Ernährung“, A4, 148 Seiten, 3. Auflage 2019, Bestell-Nr. 1653, Preis: 17,50 Euro.

www.ble-medienservice.de

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Bei Kleinkindern aufs Gewicht achten

Grundstein für Adipositas wird früh gelegt

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenOb ein Kind später einmal zu Übergewicht oder Adipositas neigen wird, das entscheidet sich oft schon in den ersten Lebensjahren. Der Grundstein für Adipositas, also ein krankhaftes Übergewicht, wird in vielen Fällen bereits vor der Einschulung gelegt. Dies haben Forscher der Leipziger Universitätsmedizin jetzt in einer Studie festgestellt.

Bei mehr als 51.000 Kindern wurde dafür der Gewichtsverlauf von der Geburt bis zum Alter von 18 Jahren analysiert. 90 Prozent aller Dreijährigen mit Übergewicht, so eines der Auswertungsergebnisse, kehren auch als Jugendliche nicht wieder zu einem Normalgewicht zurück.

Selbstverständlich war nicht jeder übergewichtige Erwachsene auch ein übergewichtiges Kind, wie die Leipziger Wissenschaftler betonen. “Wenn jedoch Übergewicht bereits im (frühen) Kindesalter einsetzt, bleibt es zuallermeist bestehen – mit allen Konsequenzen beispielsweise für die Entwicklung von Folgeerkrankungen bereits im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter”, sagt die Studienleiterin Prof. Antje Körner vom Center for Pediatric Research Leipzig (CPL).

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Die Erwartung vieler Eltern, die überzähligen Pfunde ihres pausbäckigen Nachwuchses würden sich im Laufe der Jahre schon von alleine verflüchtigen, erweisen sich nach diesen Erkenntnissen meist als Trugschluss. Es ist vielmehr ein wichtiger Bestandteil der elterlichen Verantwortung, diese Gesundheitsgefährdung nicht zu ignorieren. “Wachstum und Gewicht müssen von Kinderärzten, Erziehern und Eltern schon früh genau beobachtet werden, um Kinder mit erhöhtem Risiko zu erkennen”, erklärt Prof. Körner. Als maßgebliche Vorsorgemaßnahmen gegen Übergewicht bei Kindern gelten eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Denn der vorwiegend sitzende Lebensstil vieler Kids, die mehr Zeit vor Bildschirmmedien als an der frischen Luft verbringen, sorgt zunehmend für eine negative Beeinflussung der Gewichtsentwicklung. Eltern, die ihre Kinder zu mehr körperlichen Aktivitäten motivieren möchten, finden dazu beispielsweise praktische Anregungen auf Internet-Portalen wie www.pebonline.de oder www.komm-in-schwung.de.

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Adipositas bei Kindern

Gesunder Lebensstil der Mutter senkt offenbar das Risiko

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWenn die Mutter ein normales Körpergewicht und gesunde Lebensgewohnheiten hat, haben Kinder und Jugendliche ein bis zu 75 Prozent geringeres Risiko für Adipositas. Das lassen die Ergebnisse einer Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health in den USA vermuten. An der Untersuchung nahmen knapp 17.000 Mütter und ihre 24.000 Kinder im Alter von 9 bis 18 Jahren teil.

Die US-amerikanischen Wissenschaftler bestimmten unter anderem den Körpermassenindex (BMI) der Probanden. Der BMI gibt das Verhältnis von Gewicht (in kg) zur Körpergröße (in m zum Quadrat) an. Des Weiteren machten die Teilnehmer in Fragebögen Angaben zu ihrer Gesundheit und der Ernährungs- und Lebensweise. In den folgenden fünf Jahren entwickelten 1.282 Heranwachsende eine Fettleibigkeit (Adipositas), bei der der BMI mindestens bei einem Wert von 30 liegt. Das ist bedenklich, da eine zu hohe Körpermasse die Entstehung weiterer Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Beschwerden begünstigt.

Offenbar führt ein gesunder Lebensstil der Mutter dazu, dass der Nachwuchs seltener eine Adipositas entwickelt. Am geringsten war das Risiko, wenn alle fünf von den Wissenschaftlern festgelegte Faktoren erfüllt waren: ein normales Körpergewicht, regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen, ein maßvoller Alkoholkonsum und eine „gesunde“ Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkorn, aber wenig rotem Fleisch und gesüßten Getränken. Allein ein Körpergewicht im „Normalbereich“ der Mutter senkte das kindliche Adipositasrisiko um 56 Prozent – unabhängig von Alter, Herkunft, Krankheitsgeschichte und sozialem Hintergrund. Die Ernährungsweise der Mutter hatte dagegen keinen nachweisbaren Einfluss, ist im British Medical Journal (BMJ) zu lesen. Das liege vermutlich daran, dass die Ernährung der Mädchen und Jungen auch von anderen Faktoren wie dem Schulessen und dem Nahrungsangebot in der Wohnumgebung abhängt.

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Da es sich um eine reine Beobachtungsstudie handelt, können zwar keine ursächlichen Beziehungen nachgewiesen werden. Die Ergebnisse legen jedoch nahe, dass der Lebensstil der Mutter die Gewohnheiten der Kinder prägt und auf verschiedenen Ebenen deren Gesundheit und Körpergewicht beeinflusst. Daher sollten sich Eltern ihrer Vorbildfunktion bewusst sein.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://dx.doi.org/10.1136/bmj.k2486

BMI-Rechner: https://www.bzfe.de/inhalt/bmi-rechner-5423.php

https://www.bzfe.de/inhalt/ernaehrung-und-bewegung-3665.html

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Redaktion:
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Renate Kessen, BLE

Übergewicht und Adipositas

Bei Kindern weiterhin auf hohem Niveau

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenIn den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Übergewicht und Adipositas offenbar auf einem hohen Niveau eingependelt. Unter den 3- bis 17-Jährigen sind rund 15 Prozent übergewichtig und 6 Prozent fettleibig.

Zwischen Mädchen und Jungen gab es nach neuen Auswertungen der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) keine nachweisbaren Unterschiede. Die Wissenschaftler bestimmten den Körpermassenindex, kurz BMI. Der BMI beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße und gilt als Orientierung für ein optimales Gewicht.

Bei Heranwachsenden verändert sich der normale Körperfettanteil ständig. Daher wird das Gewicht anhand von Normwertkurven je nach Alter und Geschlecht eingeordnet. Die aktuellen Messwerte aus den Jahren 2014 bis 2017 basieren auf Daten von knapp 3.600 Probanden, informiert das Robert Koch-Institut.

 Wegweiser Abnehmen

Seit Mitte der 1970er Jahre war die Zahl der Heranwachsenden mit einem zu hohen Körpergewicht kontinuierlich gestiegen. Nun scheint die Entwicklung gestoppt. Ein Vergleich mit der Basiserhebung (2003 bis 2006) hat gezeigt, dass sich der Anteil der übergewichtigen und adipösen Kinder und Jugendlichen insgesamt und in allen Altersgruppen kaum verändert hat.

Vielen Kindern fällt es schwer, überschüssige Pfunde wieder loszuwerden. So ist mehr als die Hälfte der 2- bis 6-Jährigen mit Übergewicht oder Adipositas auch als Jugendlicher ein Schwergewicht. Daher sind eine frühe Vorbeugung und Maßnahmen zur Reduktion des Körpergewichts besonders wichtig.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Robert Koch Institut (RKI): www.rki.de

Journal of Health Monitoring – Online-Zeitschrift des RKI: www.rki.de/johm_kiggs

https://www.bzfe.de/inhalt/mehr-kinder-mit-adipositas-31111.html

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