Archiv der Kategorie: Erholung

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Sollen Babys und Kleinkinder bei Sommerhitze mehr trinken?

Tipps für Eltern

An heißen Tagen sind Babys und Kleinkinder im Schatten und an kühleren Orten gut aufgehoben. Und wie sieht es mit dem Flüssigkeitshaushalt aus? Wenn es heiß ist und die Kinder mehr schwitzen, sollen sie dann mehr trinken? „Auch bei großer Hitze brauchen gesunde Babys, ob gestillt oder mit Säuglingsanfangsnahrung ernährt, kein zusätzliches Wasser oder andere Getränke. Häufiges Stillen oder Füttern nach Bedarf reicht völlig aus und ist für den empfindlichen Mineralhaushalt sicherer“, sagt Kathrin Herold, Beauftragte für Stillen und Ernährung des Deutschen Hebammenverbandes. Erst ab Einführung des dritten Breis benötigen Babys tendenziell zusätzliche Flüssigkeit.

Sitzen Kleinkinder beim Essen zunehmend am Familientisch und bekommen nach und nach weniger Mutter- bzw. Flaschenmilch, lernen sie das Trinken. Tatsächlich trinken Kleinkinder laut einer Studie durchschnittlich nur etwa die Hälfte der empfohlenen Menge von rund sechs kleinen Bechern. Umso wichtiger ist es, besonders bei hohen Temperaturen Kleinkindern öfter Wasser anzubieten – sowohl zum Essen als auch zwischendurch.

Fakten und Tipps zum Thema Trinken und Hitze für Babys und Kleinkinder:

  • Nach Bedarf stillen: Bei großer Hitze möchten Babys vielleicht häufiger gestillt werden und sollten nach Bedarf angelegt werden. Extra Wasser benötigen sie nicht.
  • Ausreichend trinken: Kleinkindern, die bereits feste Nahrung zu sich nehmen, ausreichend Wasser anbieten. Als Regel gilt: Ein- bis vierjährige Kinder sollten 820 Milliliter am Tag trinken. Bei hohen Temperaturen oder stärkerer körperlicher Aktivität steigt der Flüssigkeitsbedarf.
  • Am besten Wasser: Kleinkinder bekommen am besten Wasser zu trinken – egal ob Leitungs- oder Mineralwasser. Ungesüßte, zuckerfreie Getränke wie Kräuter- oder Früchtetee können zusätzlich angeboten werden. Bei Kräutertees möglichst variieren.
  • Diese Getränke vermeiden: Getränke mit Koffein wie Cola, Kaffee, Grün- und Schwarztee sowie Eistee und Energydrinks sind tabu. Limo und Fruchtsäfte enthalten viel Zucker und können das Risiko für Übergewicht und Karies steigern.

bzfe.de

Weitere Informationen:

Netzwerk Gesund ins Leben: Ab wann brauchen Säuglinge zusätzlich Flüssigkeit?

Netzwerk Gesund ins Leben: Was und wie viel sollen Kleinkinder trinken?

Netzwerk Gesund ins Leben: Handlungsempfehlungen –Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen

Netzwerk Gesund ins Leben: Handlungsempfehlungen –Ernährung und Bewegung im Kleinkindalter

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Was hält uns davon ab, gesund zu leben?

Zwischen guten Vorsätzen und Alltag

Viele Menschen wissen, was ihrer Gesundheit gut tut – dennoch fällt die Umsetzung im Alltag oft schwer. Eine aktuelle Studie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie liefert dafür eine neurobiologische Erklärung. Demnach steht unser moderner Lebensstil häufig im Widerspruch zu evolutionär geprägten und erlernten Verhaltensmustern im Gehirn.

Vielen Menschen ist bewusst, dass eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf wichtige Bausteine für ein langes und gesundes Leben sind. Im Alltag ist die Umsetzung aber häufig eine Herausforderung. Weltweit nehmen chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden zu.

Die Studie untersucht diese Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln, die auch als „Lebensstil-Dissonanz“ bezeichnet wird. Dafür wertete das Forschungsteam wissenschaftliche Erkenntnisse aus verschiedenen Bereichen wie Neuro- und Evolutionsbiologie aus. Ziel war es, Ursachen besser zu verstehen und daraus Empfehlungen für den Alltag abzuleiten.

„Die Nichtbefolgung von Präventionsmaßnahmen darf nicht als Mangel an Willenskraft oder Wissen missverstanden werden“, erklärt Prof. Dr. Daniela Berg, Autorin der Studie. Vielmehr entstehe das Verhalten durch das Zusammenspiel von biologisch verankerten Belohnungssystemen, erlernten Verhaltensmustern und äußeren Einflüssen.

Besonders deutlich zeigt sich das bei Ernährung und Bewegung: In der Urzeit sicherte der Mensch sein Überleben, indem er seine Kräfte schonte und kalorienreiche Nahrung bevorzugte. Diese evolutionär verankerten Mechanismen wirkten bis heute und könnten etwa begünstigen, dass wir mehr essen, als notwendig wäre. Zudem spielen individuelle Erfahrungen und die Erziehung eine Rolle. Wenn Kinder etwa für positiv bewertetes Verhalten mit Süßigkeiten belohnt werden, können sich solche Muster dauerhaft im Gehirn verankern.

Auch Schlaf und Stress beeinflussen unser Verhalten. Obwohl ausreichender Schlaf wichtig für die Regeneration ist, blieben insbesondere gestresste Menschen häufig zu lange wach, so die Studie. Dadurch entstehe ein Teufelskreis: Schlafmangel verstärke die Anfälligkeit für kurzfristige Belohnungen und erschwere gesunde Entscheidungen zusätzlich.

Nach Ansicht der Forschenden kann die Aufklärung über solche Prozesse Menschen helfen, biologisch verankerte Verhaltensmuster zu erkennen und Alltagsentscheidungen bewusster zu steuern. Gesunde Gewohnheiten lassen sich dadurch schrittweise aufbauen und positiv verstärken.

Aus den Erkenntnissen ergeben sich drei Empfehlungen der Forschenden für den Alltag:

  1. Geduldig mit sich selbst sein: Verhaltensänderungen brauchen Zeit und Rückschläge gehören dazu.
  2. Ein Verständnis für die dahinterliegenden Mechanismen entwickeln und realistische Ziele setzen: Besonders bei Stress und Müdigkeit fallen viele leicht in alte Routinen zurück.
  3. Im Voraus planen: In ruhigen Momenten lassen sich gesunde Gewohnheiten leichter steuern – etwa indem man Einkaufslisten schreibt oder neue Schlafroutinen festlegt.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Studie: Understanding Lifestyle Dissonance: A Neurobiological Narrative to Strengthen Preventive Health Behavior

Pressemitteilung zur Studie: Lebensstil-Dissonanz: Was uns davon abhält, gesund zu leben

BZfE: Die Ernährungspyramide – Mahlzeiten planen und genießen

BZfE: Gesunder Dreiklang für ein langes Leben – Ernährung, Bewegung, Schlaf

BZfE: Der Weg zum Wohlfühlgewicht – so klappt es Schritt für Schritt

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Immunsystem: Ingwer und Frequenztherapie – ein spannendes Duo

Immunsystem: Ingwer und Frequenztherapie – ein spannendes Duo?

Scharfe Wurzel, starke Abwehr: Warum Ingwer das Immunsystem unterstützen kann. Die Bioresonanz-Redaktion stellt eine spannende Kombination vor.

Seit Jahrhunderten gilt Ingwer als bewährtes Hausmittel gegen Erkältungen und Unwohlsein. Doch was lange als traditionelle Weisheit galt, rückt heute zunehmend in den Fokus der Wissenschaft. Moderne Studien zeigen: Die aromatische Wurzel enthält bioaktive Pflanzenstoffe, die Entzündungsprozesse im Körper beeinflussen und möglicherweise das Immunsystem unterstützen können.

Wissenschaft entdeckt neue Mechanismen

Die Wirkung von Ingwer stammt vor allem von sogenannten Gingerolen und Shogaolen unter anderem – sekundären Pflanzenstoffen, die eine Reihe biologischer Effekte entfalten können. Forschende berichten, dass diese Verbindungen entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Diese Eigenschaften spielen eine wichtige Rolle für die Immunabwehr, denn chronische Entzündungen können das Immunsystem schwächen.

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Studien untersucht, wie Ingwer auf zellulärer Ebene wirkt. Eine Übersichtsarbeit im Fachjournal Frontiers in Immunology beschreibt, dass die bioaktiven Inhaltsstoffe von Ingwer verschiedene Signalwege im Immunsystem beeinflussen können. Dazu gehören Mechanismen, die an der Regulation von Entzündungsreaktionen beteiligt sind. (1)

Auch neuere Laborstudien bestätigen diese Effekte: So konnte gezeigt werden, dass der Ingwer-Wirkstoff 6-Gingerol entzündliche Prozesse in Immunzellen hemmen kann, indem er bestimmte Signalwege hemmt, die normalerweise die Produktion entzündungsfördernder Botenstoffe aktivieren. (2)

Darüber hinaus untersuchen Forschende auch mögliche antivirale Eigenschaften von Ingwer. Eine Studie aus dem Jahr 2025 analysierte mehrere phenolische Inhaltsstoffe der Pflanze und fand Hinweise darauf, dass sie mit Enzymen interagieren können, die für die Vermehrung bestimmter Viren wichtig sind. (3)

Entzündungshemmung als Schlüssel

Viele wissenschaftliche Untersuchungen konzentrieren sich vor allem auf die entzündungshemmende Wirkung von Ingwer – ein zentraler Faktor für die Immunfunktion. In einer klinischen Untersuchung zeigte die Einnahme von Ingwerextrakt messbare Veränderungen bei verschiedenen Entzündungsmarkern wie Interleukin-6 oder C-reaktivem Protein. (4)

Auch andere Studien berichten, dass Ingwer bestimmte entzündungsfördernde Zytokine reduzieren kann. Gleichzeitig wird vermutet, dass die Pflanze antioxidative Schutzsysteme im Körper aktiviert und so dazu beiträgt, oxidativen Stress zu verringern – ein Prozess, der ebenfalls eng mit der Immunabwehr verknüpft ist. (5)

Tradition trifft moderne Forschung

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse passen erstaunlich gut zu dem, was traditionelle Heilmethoden seit Jahrhunderten beschreiben. Ingwer wird in vielen Kulturen als wärmendes Lebensmittel verwendet, etwa als Tee, Gewürz oder Bestandteil von Getränken.

Erfahrung der Bioresonanz-Experten

Eine ganz besondere Erfahrung zu diesem Thema haben die Anwender der Bioresonanz nach Paul Schmidt. Sie kombinieren gerne die Phytotherapie mit der Frequenztherapie. Die Bioresonanz-Redaktion stellt diese interessante Kombination vor. Dort wird auch auf einen Bericht hingewiesen zu einer Phytotherapie-Expertin, die ihre Beobachtungen dazu berichtet, sowie speziell zu Ingwer. Zum Beitrag: Phytotherapie – ihre Bedeutung und Ergänzungsmöglichkeiten mit der Bioresonanz.

Quellen
1. Pázmándi, K. et al. (2024). The “root” causes behind the anti-inflammatory actions of ginger compounds in immune cells. Frontiers in Immunology.
2. Kang, D.Y. et al. (2026). 6-Gingerol alleviates high glucose-induced inflammation via TLR4 signaling. Scientific Reports.
3. Yoosefian, M. et al. (2025). Ginger-derived phenolics and inhibition of viral protease. Scientific Reports.
4. Broeckel, J et al. (2025). Effects of Ginger Supplementation on Markers of Inflammation and Functional Capacity in Individuals with Mild to Moderate Joint Pain. PubMed.
5. Saleh, Z. et al. (2025). A Triple-blind randomized controlled trial on the effects of turmeric versus ginger on inflammatory biomarkers in patients with COVID-19. Scientific Reports.

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.

Die Redaktion von www.bioresonanz-zukunft.de veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.

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Der kleine Coach für Ischias und ISG

Neuer Ratgeber bei TRIAS

Der Schmerz sitzt im unteren Rücken, tief im Becken, manchmal zieht er bis ins Bein: Zu viel Druck und Spannung am Iliosakralgelenk kann den Ischiasnerv reizen und Ischiasschmerzen verursachen. Diese Beschwerden schränken Betroffene ein und machen viele Aktivitäten zu einer Herausforderung.

In dem Ratgeber „Der kleine Coach für Ischias und ISG“ (Partner-Link*) (TRIAS Verlag, Stuttgart 2026) zeigt der Physiotherapeut Kay Bartrow Übungen, die gezielt das ISG lösen und den Ischiasnerv entlasten. Er gibt aktivierende Tipps, die helfen, auch als „Couch-Potato“ in Bewegung zu kommen und erklärt, was genau hinter den Schmerzen steckt und worauf Betroffene beim Üben achten sollen.

Das Buch: Kay Bartrow. Der kleine Coach für Ischias und ISG. Die besten Übungen gegen Schmerzen und Steifigkeit. (Partner-Link*) TRIAS Verlag, Stuttgart. 2026. Buch EUR [D] 20,00. EPUB EUR [D] 15,99. ISBN Buch: 9783432121765. ISBN EPUB: 9783432121772

Weitere Informationen wie das Vorwort, Stichwortverzeichnis und Musterseiten finden Sie unter „Mehr zum Produkt“ hier

Über den Autor:

Kay Bartrow ist Erfolgsautor, renommierter Physiotherapeut in Balingen, Dozent in der medizinischen Fort- und Weiterbildung und Gesundheitsberater. Er hat sich u.a. auf die Behandlung von Ischias- und ISG-Beschwerden spezialisiert. Seine Bücher „Blackroll“, „Lucky Feet“, „Starke Schulter“, „Der schmerzfreie Rücken“ und „Das Arthrose-Selbsthilfe-Buch“ sind alle bei TRIAS erschienen und helfen vielen Menschen, körper- und gesundheitsbewusster zu trainieren.

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Bettina Ziegler | Alexandra Hofmann

Thieme Communications, TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG, ein Unternehmen der Thieme Gruppe. Oswald-Hesse-Str. 50, 70469 Stuttgart. Tel.: +49 711 8931-319/-318. Fax: +49 711 8931-167

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Ist ein gestörter Energiestoffwechsel ursächlich für schlechte Genesung nach Erkrankung

Ist ein gestörter Energiestoffwechsel ursächlich für schlechte Genesung nach Erkrankung?

Neue Studie zeigt Hinweise auf die Ursache am Beispiel von „Brain Fog“ nach COVID-19.

Eine neue Studie am Beispiel des Post-COVID-Syndroms scheint zu bestätigen, dass die Erholung von einer Erkrankung durch einen gestörten Energiestoffwechsel behindert werden kann. Die Bioresonanz-Redaktion erläutert die Erkenntnisse und zeigt weitere Beispiele zur Bedeutung der Mitochondrien auf.

Anwender der Bioresonanz nach Paul Schmidt berücksichtigen regelmäßig die Mitochondrien in der energetischen Behandlung, wenn sie Patienten bei der Genesung von einer Erkrankung unterstützen wollen. Ihre Überlegung: Der Organismus ist in der Rekonvaleszenz auf einen optimalen Energiestoffwechsel angewiesen.

Neuere wissenschaftlichen Erkenntnisse am Beispiel des Post-COVID-Syndroms zeigen, welche Folgen es hat, wenn dieser Energiestoffwechsel gestört ist.

Gestörter Energiestoffwechsel im Gehirn: Neue Hinweise auf die Ursache von „Brain Fog“ nach COVID-19

Konzentrationsprobleme, geistige Erschöpfung, verlangsamtes Denken – viele Menschen mit Post-COVID beschreiben ihre Symptome wie einen dichten Nebel im Kopf. Nun liefert eine Studie neue, messbare Hinweise darauf, was hinter diesem „Brain Fog“ stecken könnte: ein gestörter Energiestoffwechsel im Gehirn.

Forschende des Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) haben mithilfe einer hochspezialisierten bildgebenden Methode Veränderungen in der Energieversorgung des Gehirns von Post-COVID-Betroffenen nachgewiesen. Die Ergebnisse zeigen erstmals einen klaren Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit zellulärer Energie und der kognitiven Leistungsfähigkeit – ein möglicher Schlüssel zum besseren Verständnis der Erkrankung.

Wenn dem Denken die Energie fehlt

Nach Schätzungen entwickeln rund fünf bis zehn Prozent der Menschen nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 ein Post-COVID-Syndrom. Außer
körperlicher Erschöpfung klagen viele Betroffene über anhaltende Denk- und Konzentrationsstörungen, die Alltag und Beruf massiv beeinträchtigen. Eine zentrale Vermutung der Forschung: Die Zellen im Gehirn bekommen nicht mehr genug Energie.

Genau hier setzt die aktuelle Studie an. Im Rahmen der NEULOCO-Studie untersuchte das Forschungsteam 27 Post-COVID- Patienten sowie 23 vollständig genesene Kontrollpersonen. Mithilfe der sogenannten Phosphor-Magnetresonanzspektroskopie konnten sie energiereiche Phosphate im lebenden Gehirn sichtbar machen – darunter Adenosintriphosphat (ATP), den zentralen „Treibstoff“ der Zellen, und Phosphokreatin (PCr), eine Art kurzfristiger Energiespeicher.

Deutliches Signal im Energiestoffwechsel

Das zentrale Ergebnis der Untersuchung: Bei Menschen mit Post-COVID war das Verhältnis von ATP zu PCr deutlich reduziert. Dieses Ungleichgewicht deutet darauf hin, dass die Energieversorgung der Gehirnzellen gestört sein könnte. Besonders auffällig waren die Veränderungen in Hirnregionen, die für Planung, Aufmerksamkeit und kognitive Kontrolle eine Schlüsselrolle spielen.

Besonders brisant: Je niedriger die gemessenen Energiewerte in bestimmten Hirnarealen ausfielen, desto schlechter schnitten die Betroffenen in kognitiven Tests ab.

Parallelen zu ME/CFS

Rund die Hälfte der untersuchten Post-COVID-Betroffenen erfüllte zusätzlich die Kriterien für ME/CFS, eine schwere Erkrankung mit ausgeprägter Erschöpfung und Belastungsintoleranz. Interessant: Auch in dieser Subgruppe zeigten sich vergleichbare Veränderungen im Energiestoffwechsel des Gehirns. Das deutet darauf hin, dass beiden Krankheitsbildern ähnliche biologische Mechanismen zugrunde liegen könnten.

Die Forschenden betonen, dass ihre Ergebnisse Zusammenhänge aufzeigen, jedoch noch keine eindeutige Ursache belegen. Als mögliche Auslöser kommen unter anderem Funktionsstörungen der Mitochondrien, entzündliche Prozesse oder Durchblutungsveränderungen infrage.

(Studie zeigt gestörten Energiestoffwechsel des Gehirns bei Menschen mit Post-COVID, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Schon frühere Studien haben gezeigt, welche große Rolle die Mitochondrien und der Energiestoffwechsel bei einer Reihe von Erkrankungen spielen. Mehr dazu in dem Beitrag der Bioresonanz-Redaktion: Mitochondrien, Bedeutung der Kraftwerke für unser Leben.

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Arzt & Apothekerin erklären 77 Alltagsbeschwerden

77 häufige Alltagsbeschwerden verständlich erklärt – von Kopfschmerzen bis Mückenstich, inklusive Einordnung, Selbsthilfetipps und klarer Grenzen der Selbstbehandlung

Medizinische Orientierung für den Alltag: fundiertes Wissen von Arzt und Apothekerin, alltagstauglich aufbereitet

Gesundheitswissen dort, wo oft Zeit fehlt – ein Nachschlagewerk für Menschen, die Symptome besser verstehen und richtig einschätzen möchten

Medizinisches Wissen für den Alltag – verständlich erklärt
Kopfschmerzen, Übelkeit, Mückenstiche oder ein Hexenschuss aus dem Nichts – kleine gesundheitliche Beschwerden gehören zum Alltag vieler Menschen. Meist sind sie harmlos, sorgen aber für Unsicherheit: Was hilft wirklich? Was kann man selbst tun? Und wann sollte man besser ärztlichen Rat einholen? Genau hier setzt der neue Ratgeber „Bye-bye Beschwerden“ (Partner-Link*) von Jennifer und Felix Aaslepp an.

Mit „Bye-bye Beschwerden“ legen die Apothekerin Jennifer Aaslepp und der Arzt Felix Aaslepp ein medizinisches Nachschlagewerk für den Alltag vor. Das Buch versammelt 77 der häufigsten Alltagsbeschwerden – von Kopfschmerzen über Verdauungsprobleme bis hin zu kleinen Verletzungen – und ordnet sie medizinisch fundiert ein. Ziel ist es, Leserinnen und Lesern Orientierung zu geben: Welche Ursachen stecken hinter typischen Symptomen? Welche Maßnahmen und Hausmittel sind sinnvoll? Und in welchen Fällen ist professionelle Hilfe notwendig?

In Zeiten knapper Arzttermine, wachsender Gesundheitsinformationen im Netz und einer zunehmenden Verunsicherung im Umgang mit Symptomen wächst der Bedarf an verlässlicher, verständlicher Gesundheitsaufklärung. „Bye-bye Beschwerden“ (Partner-Link*) schließt hier eine Lücke zwischen ärztlicher Expertise und alltagstauglicher Selbsthilfe.

Der Ratgeber verbindet medizinisches Fachwissen mit praktischen Tipps für den Alltag. Zu jeder Beschwerde erläutern die Autoren Ursachen, geben Hinweise zu bewährten Hausmitteln und freiverkäuflichen Wirkstoffen und zeigen klare Grenzen der Selbstbehandlung auf. Die Inhalte basieren auf Erfahrungen aus ärztlicher und pharmazeutischer Praxis und sind bewusst niedrigschwellig aufbereitet.

„Bye-bye Beschwerden“ richtet sich an Menschen, die ein fundiertes, aber leicht verständliches medizinisches Nachschlagewerk für typische Alltagsprobleme suchen. Besonders angesprochen sind Leserinnen und Leser, die Symptome besser einordnen möchten, um informierte Entscheidungen zu treffen – ohne medizinisches Vorwissen, aber mit dem Wunsch nach Verlässlichkeit.

Die Autoren
Jennifer und Felix Aaslepp sind Apothekerin und Arzt. Unter dem Namen @arzt_und_apothekerin vermitteln sie auf Instagram und TikTok medizinisches Wissen alltagstauglich und verständlich. Rund 300.000 Follower nutzen ihre Kanäle, um Antworten auf Gesundheitsfragen zu erhalten, für die im Praxis- oder Apothekenalltag oft die Zeit fehlt. Ihre Inhalte verbinden fachliche Kompetenz mit einer klaren, nahbaren Sprache.

Pressekontakt:

Melanie Asche, Kommunikationsmanagerin humboldt Ratgeber

Schlütersche Fachmedien GmbH
Postanschrift: 30130 Hannover
Adresse: Hans-Böckler-Allee 7 | 30173 Hannover

mailto:melanie.asche@humboldt.de
Telefon 0511 8550-2562
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Kurz schlafen, besser lernen: Wie ein Mittagsschlaf das Gehirn neu startet

Kurz schlafen, besser lernen: Wie ein Mittagsschlaf das Gehirn neu startet

Neue Studie zeigt: Schon ein kurzer Mittagsschlaf versetzt das Gehirn wieder in einen lernbereiten Zustand

Ein kurzer Mittagsschlaf ist weit mehr als eine angenehme Pause – er kann das Gehirn messbar leistungsfähiger machen. Eine Studie von Forschenden des Universitätsklinikums Freiburg und der Universität Genf zeigt: Bereits ein Nickerchen von rund 45 Minuten reicht aus, um das Gehirn in einen Zustand zu versetzen, in dem neue Informationen wieder deutlich besser aufgenommen und gespeichert werden können. Die Bioresonanz-Redaktion erläutert die Erkenntnisse und erinnert an eine frühere Studie mit ähnlichen Ergebnissen.

Bislang galt erholsamer Nachtschlaf als entscheidende Voraussetzung dafür, dass das Gehirn seine Lernfähigkeit „zurücksetzt“. Die neue Studie belegt, dass dieser Effekt auch nach einem kurzen Schlaf am Tag eintritt. Das Gehirn wird entlastet, neuronale Überlastungen werden abgebaut – und die Lernfähigkeit steigt wieder an. Gerade in Phasen hoher geistiger Beanspruchung könnte ein Mittagsschlaf damit ein wirkungsvolles Mittel sein, um konzentriert und leistungsfähig zu bleiben.

Warum das Gehirn eine Pause braucht

Im Laufe des Tages verarbeitet das Gehirn ununterbrochen neue Eindrücke. Dabei verstärken sich die Verbindungen zwischen Nervenzellen – eine zentrale Voraussetzung für Lernen und Gedächtnis. Doch diese dauerhafte Aktivierung hat ihren Preis: Die Synapsen geraten in eine Art Sättigungszustand, und die Fähigkeit, Neues zu speichern, nimmt ab. Schlaf hilft, dieses Ungleichgewicht auszugleichen.

Die Studie zeigt nun, dass dieser sogenannte „synaptische Reset“ bereits während eines Mittagsschlafs einsetzt. Übermäßige Aktivität wird herunterreguliert, ohne dass wichtige Informationen verloren gehen. Danach ist das Gehirn wieder aufnahmefähig – wie frisch gestartet.

So wurde geforscht

An der Studie nahmen 20 gesunde junge Erwachsene teil. An zwei Nachmittagen machten sie entweder einen Mittagsschlaf oder blieben wach. Da direkte Messungen an Synapsen beim Menschen nicht möglich sind, nutzte das Forschungsteam nicht-invasive Methoden wie transkranielle Magnetstimulation (TMS) und EEG, um Veränderungen in der synaptischen Aktivität sichtbar zu machen.

Das Ergebnis war eindeutig: Nach dem Mittagsschlaf war die durchschnittliche synaptische Aktivität reduziert – ein Zeichen für Erholung. Gleichzeitig war das Gehirn deutlich besser in der Lage, neue neuronale Verbindungen zu bilden als nach einer gleich langen Wachphase.
(Mittagsschlaf räumt im Gehirn auf und verbessert so die Lernfähigkeit, Universitätsklinikum Freiburg, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

In einer früheren Studie kam die Universität des Saarlandes, Fachbereich Neuropsychologie, zu ähnlichen Erkenntnissen. Die Bioresonanz-Redaktion erläutert die damalige Studie und zeigt Unterstützungsmöglichkeiten auf, in diesem Beitrag: Verbesserung der Gedächtnisleistung mit Bioresonanz?

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Bewegung schützt das Gehirn: Wie ein aktiver Alltag das Risiko für Demenz und Schlaganfall deutlich senken kann

Bewegung schützt das Gehirn: Wie ein aktiver Alltag das Risiko für Demenz und Schlaganfall deutlich senken kann

Schon moderate Bewegung und guter Schlaf können das Risiko für Demenz und Schlaganfall deutlich senken

Alzheimer und Schlaganfall gehören zu den Krankheiten, die vielen Menschen große Angst machen. Umso ermutigender ist eine aktuelle wissenschaftliche Erkenntnis: Jeder Einzelne kann aktiv etwas tun, um sein persönliches Risiko spürbar zu senken – selbst dann, wenn eine genetische Vorbelastung besteht. Bewegung, ausreichend Schlaf und ein insgesamt aktiver Lebensstil spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Eine neue Studie zeigt eindrucksvoll, wie stark unser Alltag unsere Gehirngesundheit beeinflusst. Die Forschenden werteten Daten von fast einer halben Million Menschen aus Großbritannien aus, die über mehr als zehn Jahre begleitet wurden. Das Ergebnis: Wer sich regelmäßig bewegt, ausreichend schläft, wenig sitzt und eine gute Muskelkraft hat, kann sein Risiko für Demenz und Schlaganfall deutlich reduzieren.

Das ist besonders relevant, denn die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. In Deutschland leben derzeit rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzdiagnose. Experten rechnen damit, dass diese Zahl in den kommenden Jahrzehnten stark ansteigen wird. Auch beim Schlaganfall erwarten Fachleute mehr Betroffene: Schon heute sind es etwa 270.000 Neuerkrankungen pro Jahr – mit steigender Tendenz.

Die Studie zeigt jedoch, dass dieser Entwicklung nicht tatenlos zugesehen werden muss. Schon zwei gesunde Lebensstilfaktoren – etwa regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf – senkten das Schlaganfallrisiko messbar. Wer drei oder sogar alle vier untersuchten Kriterien erfüllte, konnte sein Risiko um bis zu 35 Prozent senken. Noch beeindruckender sind die Zahlen bei der Demenz: Hier sank das Risiko bei einem konsequent gesunden Lebensstil um mehr als die Hälfte.

Besonders ermutigend sei, dass der Schutzeffekt auch bei Menschen mit genetischer Vorbelastung nachgewiesen wurde. Selbst Risiko-Gene änderten nichts daran: Ein aktiver Lebensstil wirkte auch hier schützend. Mit anderen Worten: Gene sind kein Schicksal.

Im Zentrum steht dabei vor allem die Bewegung. Regelmäßige körperliche Aktivität – etwa 150 Minuten moderates Training pro Woche oder schon 5.000 bis 7.500 Schritte am Tag – zeigt laut mehreren Studien einen erstaunlich starken Effekt auf die geistige Fitness. In einer weiteren Untersuchung war der geistige Abbau bei aktiven Menschen um bis zu 51 Prozent geringer als bei Inaktiven.

Die Botschaft ist einfach und motivierend: Ein gesunder Lebensstil ist keine Hochleistungssport-Disziplin. Schon kleine, aber konsequente Veränderungen im Alltag können viel bewirken – für das Gehirn und für die Lebensqualität insgesamt. Bewegung, Schlaf, soziale Aktivität und eine gesunde Ernährung sind Stellschrauben, die allen offenstehen.

(Hirngesund durchs neue Jahr: „Ausreichend Bewegung ist bereits die halbe Miete“, Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V., Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Mit welchen Maßnahmen Bioresonanz-Therapeuten unterstützen wollen

Schon in einer früheren Studie wurde belegt, dass bereits eine leichte körperliche Aktivität dem Gehirn hilft. Darüber und welche Maßnahmen noch unterstützen könnten, berichtete die Bioresonanz-Redaktion in diesem Beitrag: Bewegung für das Nervensystem.

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.

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Mitochondrien im Energiestress - wenn die Zellkraftwerke ins Straucheln geraten

Mitochondrien im Energiestress – wenn die Zellkraftwerke ins Straucheln geraten

Die Bioresonanz-Redaktion erläutert Düsseldorfer Studie zu einer Schwachstelle im Ketonstoffwechsel bei Diabetes und Fettleber

In der Ganzheitsmedizin ist die energetische Unterstützung der Mitochondrien, der Energiekraftwerke unserer Zellen, von großer Bedeutung. Wie wichtig das ist, zeigen neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Zustand der Mitochondrien bei Erkrankungen, am Beispiel von Diabetes und Fettleber.

Düsseldorfer Studie entdeckt Schwachstelle im Ketonstoffwechsel bei Diabetes und Fettleber

Wenn dem Körper der Sprit ausgeht, springt die Leber normalerweise ein: Sie produziert Ketonkörper, kleine Moleküle, die Muskeln, Herz oder Nieren zuverlässig mit Energie versorgen – vor allem dann, wenn wenig Glukose zur Verfügung steht. Doch bei Typ-2-Diabetes und Fettlebererkrankungen scheint dieser gut eingespielte Energiemechanismus ins Stocken zu geraten. Ein Forschungsteam des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ), der Heinrich-Heine-Universität und des Universitätsklinikums Düsseldorf hat erstmals detailliert untersucht, wie gut menschliche Mitochondrien – die „Kraftwerke der Zellen“ – Ketonkörper tatsächlich verwerten können. Die Ergebnisse sorgen für Aufhorchen.

Wie gestörte Mitochondrien den Energiestoffwechsel ausbremsen

Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie flexibel ist unser Stoffwechsel wirklich, wenn Insulinresistenz ins Spiel kommt? Um diese Frage zu beantworten, analysierte das Team Gewebeproben von übergewichtigen Menschen – mit und ohne Typ-2-Diabetes sowie mit und ohne MASLD (metabolisch assoziierte Fettlebererkrankung). Dabei kam eine hochauflösende respirometrische Methode zum Einsatz, mit der sich die mitochondriale Energieproduktion aus Ketonkörpern erstmals direkt messen lässt.

Wie ein übersehener Energiestoff wegbrechen kann

Die Antwort fällt deutlich aus: In Herz- und Skelettmuskelzellen von Menschen mit Typ-2-Diabetes sowie in den Leberzellen von Personen mit MASLD war die Nutzung von Ketonkörpern spürbar vermindert. Dieser Funktionsverlust war sogar stärker als der ohnehin erwartbare Rückgang der allgemeinen Mitochondrienaktivität. Das zeigt, wie empfindlich gerade der Ketonstoffwechsel auf Insulinresistenz reagiert.

Damit stellt sich eine wichtige Frage für zukünftige Behandlungen: Reicht es überhaupt, den Ketonspiegel zu erhöhen – etwa durch Ernährung oder Medikamente -, wenn die Mitochondrien ihn nicht effizient nutzen können? Die Forschenden bezweifeln das. Vielmehr könnten Therapien erfolgreich sein, die gezielt die mitochondriale Fähigkeit stärken, Ketonkörper zu verwerten und damit die metabolische Flexibilität wiederherzustellen. Dazu sind weitere Studien geplant.

(Quelle: Menschen mit Diabetes oder Fettlebererkrankung können weniger effektiv Energie aus Ketonkörpern gewinnen, Deutsches Diabetes-Zentrum, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Vor diesem Hintergrund empfehlen Bioresonanz-Experten den Anwendern, regelmäßig die Mitochondrien energetisch zu unterstützen und in jeden Therapieansatz routinemäßig einzubeziehen. Die Bioresonanz nach Paul Schmidt stellt dazu ein umfangreiches Programm mit zahlreichen Frequenzspektren zur Verfügung.

Die Bioresonanz-Redaktion berichtet dazu in dem Beitrag: Der Energie-Stoffwechsel und neue Erkenntnisse zu den Mitochondrien.

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Fitness- und Kalorienzähler-Apps

Motivation oder Frustration?

Die Nutzung von Fitness- und Kalorienzähler-Apps kann sich negativ auf Motivation und psychisches Wohlbefinden auswirken. Das äußerten einer britischen Studie zufolge Nutzerinnen und Nutzer in den sozialen Medien. Demnach seien sie enttäuscht, frustriert oder beschämt, wenn sie die von den Apps vorgegebenen Ziele nicht erreichen.

Fitness-Apps können grundsätzlich dabei helfen, eine gesunde Lebensweise im Alltag umzusetzen. Über mögliche Nachteile ist jedoch bislang wenig bekannt. Um diese Lücke zu schließen, analysierte ein britisches Forschungsteam knapp 59.000 Social-Media-Beiträge zu fünf besonders erfolgreichen Fitness-Apps. Mit Hilfe einer „Machine-Assisted Topic Analysis“ (MATA) – einer Kombination aus Themenanalyse durch Künstliche Intelligenz und qualitativer Auswertung durch Menschen – konnten rund 13.800 Beiträge mit negativer Stimmung identifiziert werden.

Offenbar gibt es viele Herausforderungen, die Menschen in Bezug auf Fitness-Apps beschäftigen. So werden Kalorienverbrauch und körperliche Aktivität oft über stark vereinfachte Algorithmen erfasst, was zu unrealistischen oder sogar „ungesunden“ Zielvorgaben führen kann – etwa bei der täglichen Kalorienzufuhr. Benachrichtigungen der App können Schuldgefühle oder Selbstvorwürfe auslösen, etwa wenn die Nutzenden zu viel oder kalorienreiche Lebensmittel gegessen hatten. Dagegen kann es durch technische Fehler zu Frust kommen, wenn zum Beispiel Daten zu Trainingseinheiten verlorengehen.

„Wenn Gesundheit auf Kalorienzählen und Schrittziele reduziert wird, kann dies dazu führen, dass Menschen sich demotiviert und beschämt fühlen und den Bezug zu dem verlieren, was wirklich zu dauerhaftem Wohlbefinden führt“, fasst Paulina Bondaronek vom University College London zusammen. Das Forschungsteam betont, dass Fitness-Apps sich stärker an individuellen Bedürfnissen orientieren sollten. Eine umfassende Bewertung sei jedoch nur möglich, wenn neben negativen Aspekten auch die Vorteile solcher Apps berücksichtigt würden.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Zur Studie: Living well? The unintended consequences of highly popular commercial fitness apps through social listening using Machine-Assisted Topic Analysis: Evidence from X

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