Kategoriearchiv: Altern

Neue Studie hinterfragt: Verliert der Darm im Alter nicht die Balance, sondern das Immunsystem die Kontrolle

Neue Studie hinterfragt: Verliert der Darm im Alter nicht die Balance, sondern das Immunsystem die Kontrolle?

Forschende präsentieren überraschende Erklärung für altersbedingte Veränderungen des Darmmikrobioms. Die Bioresonanz-Redaktion erläutert die Erkenntnisse und ihre Bedeutung.

Warum gerät das Darmmikrobiom im Alter aus dem Gleichgewicht? Diese Frage beschäftigt die Alternsforschung seit Jahren. Nun präsentieren Wissenschaftler aus Jena eine neue, überraschende Erklärung: Nicht die Mikroorganismen selbst könnten der Auslöser sein – sondern ein alterndes Immunsystem, das seine Kontrollfunktion zunehmend verliert.

In einer aktuellen Studie stellen Forschende aus Jena ein Modell vor, das das bisherige Verständnis der altersbedingten Veränderungen im Darm grundlegend erweitern könnte.

Der Darm als sensibles Ökosystem

Milliarden von Mikroorganismen leben im menschlichen Darm und bilden dort ein hochkomplexes Ökosystem. Über viele Jahrzehnte hinweg bleibt dieses erstaunlich stabil. Mit zunehmendem Alter jedoch verändert sich das Bild: Die Vielfalt der Mikroben nimmt ab, einzelne Arten breiten sich stärker aus und entzündliche Prozesse treten häufiger auf.

Bislang wurde häufig angenommen, dass diese Veränderungen vor allem durch Verschiebungen innerhalb der mikrobiellen Gemeinschaft selbst entstehen. Die Jenaer Forschenden schlagen nun eine andere Perspektive vor.

Das Immunsystem als unsichtbarer Dirigent

Nach ihrer Hypothese sorgt das Immunsystem während des gesamten Lebens dafür, dass keine einzelne Mikrobenart die Kontrolle übernimmt. Statt zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien zu unterscheiden, überwacht es kontinuierlich die Balance innerhalb der Gemeinschaft.

Lässt diese Überwachungsfunktion im Alter nach, könnten einzelne Mikroorganismen zunehmend die Oberhand gewinnen. Die Folge wäre eine schrittweise Destabilisierung des gesamten Darmökosystems.

Computermodell liefert spannende Hinweise

Um ihre Theorie zu veranschaulichen, entwickelten die Forschenden ein Computermodell, in dem verschiedene Mikrobenarten um begrenzte Ressourcen konkurrieren. Das Ergebnis: Solange dominante Organismen gezielt begrenzt werden, bleibt die Vielfalt stabil. Fällt diese Kontrolle weg, brechen Gleichgewicht und Artenvielfalt zusammen.

Die Wissenschaftler sehen darin einen möglichen Schlüssel zum Verständnis der sogenannten Dysbiose – jener altersbedingten Störung des Darmmikrobioms, die zunehmend mit chronischen Erkrankungen und Entzündungsprozessen in Verbindung gebracht wird.

Neue Perspektiven für gesundes Altern

Besonders spannend sind die möglichen Folgen für zukünftige Therapien. Die Studie deutet darauf hin, dass es nicht ausreichen könnte, das Mikrobiom allein durch Probiotika oder andere mikrobiombasierte Ansätze zu verändern. Ebenso wichtig könnte die gezielte Unterstützung jener Immunfunktionen sein, die das ökologische Gleichgewicht im Darm aufrechterhalten.

Noch eine Hypothese – aber mit großem Potenzial

Die Forschenden weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich bislang um ein theoretisches Modell handelt, das nun experimentell überprüft werden muss. Geplant sind unter anderem Studien mit kurzlebigen Modellorganismen sowie langfristige Untersuchungen am Menschen.

Sollte sich die Hypothese bestätigen, könnte dies das Verständnis des Alterns und der Rolle des Darmmikrobioms nachhaltig verändern. Die Stabilität des Mikrobioms wäre dann nicht länger allein eine Eigenschaft der Mikroben selbst, sondern das Ergebnis einer lebenslangen Zusammenarbeit zwischen Darmflora und Immunsystem – einer Partnerschaft, die mit zunehmendem Alter zunehmend aus dem Gleichgewicht geraten kann.

(Das alternde Immunsystem verliert die Kontrolle über das Mikrobiom, Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI), Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Sichtweise der Ganzheitsmedizin und der Bioresonanz – Experten

Die neuen Erkenntnisse bestätigen die traditionelle Erfahrung aus der Ganzheitsmedizin, die schon lange einen Zusammenhang zwischen Immunsystem und Darmmilieu annimmt. Die Bioresonanz-Redaktion erläutert es in dem Beitrag: Bioresonanz zu den Wechselwirkungen von Darm und Immunsystem.

Dieses Informationsangebot berichtet umfassend zur Bioresonanz

Auf dem Blog www.bioresonanz-zukunft.de werden regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz präsentiert. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Longevity-Coaching erlernen und gezielt anwenden

Neuer Ratgeber bei TRIAS

Die Wissenschaft hinter dem Trendthema Well-Aging beziehungsweise Longevity entwickelt sich rasant.

„Die vergangenen drei Jahrzehnte haben eine Explosion des Wissens über das Altern gebracht. Wir kennen die Gene, die die Lebensdauer begrenzen, und die molekularen Mechanismen, die sie erhöhen: der Beweis, dass der allgemeine körperliche Niedergang ein präzise regulierter Prozess ist, kein zufälliger Verfall“, erklärt Deutschlands führender Anti-Aging-Experte, Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk, diese Entwicklung.

In dem Ratgeber „Longevity-Coaching erlernen und gezielt anwenden“ (Partner-Link*) (TRIAS Verlag, Stuttgart 2026) bietet Kleine-Gunk fundiertes Wissen und praktische Strategien, um die neuesten Erkenntnisse der Longevity-Forschung gezielt anzuwenden. Damit richtet er sich an Therapeuten, Coaches und alle Interessierten, die ihre Gesundheit dauerhaft selbst in die Hand nehmen möchten.

„Longevity Coaching hat sich zum Ziel gesetzt, die Interventionen, mit denen wir den Alterungsprozess beeinflussen können, nicht nur theoretisch vorzustellen. Wichtig ist die praktische Umsetzung. Konkret bedeutet das: Messen, was messbar ist, um die Ausgangslage zu ermitteln. Dann gezielt Longevity-Therapien einsetzen und anschließend erneut messen, um zu sehen, ob diese erfolgreich waren“, erklärt Kleine-Gunk. „Und weil Altern eben keine monokausale Veränderung ist, sind auch die Longevity-Interventionen vielfältig. Ernährung, Bewegung, Stressreduktion, Fasten, Supplemente, Hormone, Medikamente – all das gehört dazu, wenn man Longevity zu einem Erfolgsprogramm machen will.“

Das Buch: Bernd Kleine-Gunk. Longevity-Coaching erlernen und gezielt anwenden. Die besten Strategien zur Zellverjüngung. Wissenschaftliche Erkenntnisse verstehen. Praktische Anwendungen für den Alltag. Für Therapeuten und Interessierte. (Partner-Link*) TRIAS Verlag, Stuttgart. 2026. Buch EUR [D] 34,00. EPUB EUR [D] 33,99. ISBN Buch: 9783432121437. ISBN EPUB: 9783432121444

Buchinhalte:

  • Die Wissenschaft verstehen: Von den Grundlagen der Zellalterung bis hin zu innovativen und praktischen Ansätzen der Zellverjüngung – verständlich erklärt und praxisnah aufbereitet.
  • Ganzheitlich gedacht: Wie Ernährung und Fasten, Mikronährstoffe und Hormone, Schlaf, Bewegung, Stressmanagement und mentale Haltung die Zellgesundheit beeinflussen und wie man diese Faktoren gezielt steuern kann.
  • Strategisch und anwendbar: Mit konkreten Coaching-Tools, Biohacks und Anwendungsbeispielen für die therapeutische Praxis und den persönlichen Alltag.

Weitere Informationen wie das Vorwort, Stichwortverzeichnis und Musterseiten finden Sie unter „Mehr zum Produkt“ hier.

Über den Autor:

Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk ist Deutschlands führender Anti-Aging-Experte. Der Gynäkologe beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Einfluss von Lebensstil und Medikamenten auf die Alterungsprozesse des Menschen und zählt zu den deutschen Pionieren der Longevity-Bewegung. Wie kaum ein anderer überblickt er die vielen Entwicklungen auf diesem Gebiet und kann diese durch seine langjährige wissenschaftliche als auch praktische Arbeit einordnen. Er ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging-Medizin (GSAAM) und hat zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Bücher, davon einige Spiegel-Bestseller, und Artikel publiziert. Er gehört zu den Top 100 Speakern in Deutschland.

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Gut beraten für ein aktives und gesundes Altern

Kostenfreies Infomaterial für Seniorinnen und Senioren

Im Alter ändern sich natürlicherweise Appetit, Geschmack, Durstempfinden und Verdauung. Gute Informationen zu Nährstoffversorgung und Bewegung helfen dann dabei, weiter gesund und aktiv zu bleiben. Mitarbeitende von Senioreneinrichtungen können dazu jetzt kostenfrei Infomaterial von IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung bestellen.

Das Magazin „Gutes Essen“ bietet anhand von Schwerpunktthemen verlässliche und verständliche Informationen, viele konkrete alltagsnahe Tipps für gesundes Essen und Trinken und passende Rezeptideen dazu.

Die Broschüren „Alltag in Bewegung“, „Aktiv im Alltag, aktiv im Leben“, „Wandern – Bewegung, die gut tut“ und „Gleichgewicht und Kraft“ bieten Tipps, wie man aktiv und beweglich bleibt.

Ob für den nächsten Gesundheitstag, im Rahmen von Fortbildungen oder zum Auslegen in Gemeinschaftsräumen oder dem Eingangsbereich, die Einsatzmöglichkeiten in Einrichtungen für Senioren und Seniorinnen sind vielfältig. Einfach eine E-Mail mit der Lieferadresse und der gewünschten Stückzahl schreiben an: info@in-form.de. Das Angebot gilt solange der Vorrat reicht.

bzfe.de

Weitere Informationen:

IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung

IN FORM: Gutes Essen

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IN FORM: Wandern – Bewegung, die gut tut

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Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
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Dr. Margareta Büning-Fesel
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Telefon: 0228 / 68 45 – 0
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Chefredaktion:
Harald Seitz, BLE

Redaktion:
Julia Seeher, BLE
Petra Daniels, BLE

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Keto-Power fürs Gehirn

Neuer Ratgeber bei TRIAS

Die ketogene Ernährung, also das starke Reduzieren von Kohlenhydraten, regt den Gehirnstoffwechsel an, fördert die Produktion von Botenstoffen und unterstützt die Bildung neuer Synapsen, davon ist Georgia Ede überzeugt. Sie ist Pionierin und international anerkannte Expertin auf dem neuen Gebiet der Ernährungspsychiatrie.

„Wer bei vollwertigen Lebensmitteln die richtige Wahl trifft, die Kohlenhydratzufuhr an die Bedürfnisse des individuellen Stoffwechsels anpasst und um die üblichen Verdächtigen für Lebensmittelüberempfindlichkeiten einen Bogen macht, kann nicht nur die Psyche, sondern auch die körperliche Gesundheit deutlich verbessern“, so Ede.

Edes Ernährungsansatz ist so einfach wie radikal: Wenn man zumindest phasenweise ketogen, paleo oder karnivor isst, hält man sein Gehirn dauerhaft gesund – vorbeugend wie therapeutisch. Ihr ungewöhnliches Ernährungskonzept stellt sie in dem Ratgeber „Keto-Power fürs Gehirn“ (Partner-Link*) (TRIAS Verlag, Stuttgart 2026) vor.

Sie erklärt packend und verständlich die wissenschaftlichen Hintergründe, unter anderem wie Ernährung die Gehirnchemie optimiert und warum viele gängige Ernährungsempfehlungen überholt sind. Mit Ernährungsplänen für unterschiedliche Essgewohnheiten und Gesundheitsziele, Lebensmittellisten und über 50 leckeren Rezepten gelingt der Einstieg in diese etwas andere Art der Ernährung.

Das Buch: Georgia Ede, Keto-Power fürs Gehirn, Lebenslang geistig gesund bleiben: Das revolutionäre Ernährungskonzept gegen Demenz, Depressionen und Ängste, (Partner-Link*) TRIAS Verlag, Stuttgart. 2026. Buch EUR [D] 39,00, EPUB EUR [D] 38,99, ISBN Buch: 9783432121376, ISBN EPUB: 9783432121383

Weitere Informationen wie das Vorwort, Stichwortverzeichnis und Musterseiten finden Sie unter „Mehr zum Produkt“ hier.

Über die Autorin:

Dr. Georgia Ede absolvierte nach dem Medizinstudium ihre Facharztausbildung an der renommierten Harvard University und war dort mehrere Jahre im klinischen Dienst tätig.  In über zwei Jahrzehnten psychiatrischer Tätigkeit verlagerte sie ihren Schwerpunkt zunehmend von der klassischen Psychopharmakologie hin zu ernährungs- und stoffwechselbasierten Ansätzen. Damit gehört sie zu den Pionierinnen der sogenannten

metabolischen Psychiatrie. Heute führt sie eine Praxis in Massachusetts (USA), in der sie Patienten mit psychischen Erkrankungen mit Hilfe ketogener Ernährung behandelt. Sie ist international als Referentin und Dozentin tätig und forscht mit klinischen Studien zu

ketogener Diät bei psychiatrischen Störungen, darunter Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), ADHS bei Erwachsenen und bipolare Störungen bei Kindern. Sie publiziert zu den Zusammenhängen von Ernährung, Stoffwechsel und psychischer Gesundheit. 2022 entwickelte sie das erste medizinisch akkreditierte Fortbildungsprogramm für Fachleute zum Einsatz ketogener Ernährung bei psychischen Erkrankungen (»Ketogenic Diets for Mental Health Clinician Training Program«).

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Der Thymus: vom unterschätzten "Kinderorgan“ zum Schlüssel für Immunkraft und gesundes Altern

Der Thymus: vom unterschätzten „Kinderorgan“ zum Schlüssel für Immunkraft und gesundes Altern

Bioresonanz-Redaktion erläutert neue Studien, die zeigen: Der Thymus ist kein überholtes Organ aus der Kindheit, sondern ein unterschätzter Taktgeber des Immunsystems während des ganzen Lebens

Er ist klein, sitzt unscheinbar im oberen Brustraum – und könnte doch zu einem der wichtigsten Bausteine der modernen Medizin werden: der Thymus. Lange Zeit galt das Organ als biologisches Relikt der Kindheit, das sich im Erwachsenenalter weitgehend zurückbildet und an Bedeutung verliert. Neue Forschungsergebnisse erzählen nun eine völlig andere Geschichte – eine, die das Verständnis von Immunabwehr, Krankheitsrisiken und sogar Krebsbehandlungen grundlegend verschiebt.

Thymus – ein Organ, das mehr kann, als lange gedacht

Der Thymus ist die „Ausbildungsstätte“ unseres Immunsystems: Hier reifen T-Zellen heran – spezialisierte Abwehrzellen, die Krankheitserreger erkennen und bekämpfen. Dass diese Funktion auch im Erwachsenenalter relevant bleibt, rückt nun zunehmend in den Fokus der Wissenschaft.

„Wenn es gelingt, die Thymusgesundheit rechtzeitig und zuverlässig zu analysieren, lassen sich individuelle Krankheitsrisiken deutlich früher erkennen und gezielt gegensteuern – lange bevor klinische Symptome auftreten.“, heißt es dazu in einer Pressemeldung der Universität Frankfurt am Main.

KI wirft einen neuen Blick in den Körper

Möglich wurde dieser Perspektivwechsel durch moderne Bildgebung und künstliche Intelligenz. Forschende entwickelten ein Deep-Learning-System, das CT-Aufnahmen auswertet und dabei die sogenannte Thymusgesundheit bestimmt – insbesondere anhand des Verfettungsgrads des Organs. Weniger Fett deutet dabei auf eine potenziell bessere Immunfunktion hin.

Die Analyse basiert auf mehr als 27.000 CT-Scans aus großen Langzeitstudien, darunter die National Lung Screening Trial sowie die Framingham Heart Study. Die Ergebnisse sind deutlich: Eine gute Thymusgesundheit war in den untersuchten Kohorten mit einer niedrigeren Gesamtsterblichkeit, weniger Krebserkrankungen und deutlich reduzierten kardiovaskulären Risiken verbunden.

Thymus ist mehr als ein Biomarker: ein Fenster in das Immunsystem

Der Thymus spiegelt direkt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems wider. Die Forschenden konnten zudem zeigen, dass eine gute Thymusgesundheit mit einer höheren Vielfalt an T-Zell-Rezeptoren verbunden ist – ein entscheidender Faktor für eine robuste Immunabwehr.

Gesund altern – beginnt vielleicht im Brustraum

Die Studien deuten zudem darauf hin, dass der Thymus weit mehr ist als ein Immunorgan. Er könnte ein zentraler Regulator des immunologischen Alterns sein. Ein gut funktionierender Thymus scheint Entzündungsprozesse besser zu kontrollieren und altersbedingten Erkrankungen entgegenzuwirken.

Dabei spielt auch der Lebensstil eine Rolle: Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und chronischer Stress stehen in Zusammenhang mit einer schlechteren Thymusgesundheit. Umgekehrt könnte ein gesunder Lebensstil das Organ positiv beeinflussen – mit potenziellen Effekten auf Lebensqualität und Lebenserwartung.

(Quelle: Der unterschätzte Thymus: Neue Studien zeigen Relevanz für gesundes Altern, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Beeindruckendes Fallbeispiel aus der Bioresonanz-Praxis

Welche Bedeutung der Thymus für die Immunabwehr hat, veranschaulicht die Bioresonanz-Redaktion in einem Fallbeispiel, in dem Beitrag: Bioresonanz-Fallbeispiel: Thymus und Immunabwehr.

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.

Die Redaktion von www.bioresonanz-zukunft.de veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.

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Wie der Stoffwechsel die Gesundheit und das Altern beeinflusst

Wie der Stoffwechsel die Gesundheit und das Altern beeinflusst

Die Bioresonanz-Redaktion erläutert wie der Stoffwechsel die Gene dirigiert.

In der Ganzheitsmedizin hat der Stoffwechsel traditionell eine große Bedeutung, wenn es um die Gesundheit und um Alterungsprozesse geht. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen es. Die Bioresonanz-Redaktion erläutert sie und die große Bedeutung eines gesunden Stoffwechsels im Alter.

Neue Forschungsergebnisse zeigen: Der Stoffwechsel selbst greift tief in die Schaltzentralen unserer Zellen ein – und entscheidet darüber, wie Gene gelesen werden, wie Zellen altern und wie gesund Herz und Gefäße bleiben.

Ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg hat einen bislang unterschätzten Mechanismus entschlüsselt. Die Wissenschaftler zeigen, dass Stoffwechselprodukte weit mehr sind als bloße Energielieferanten: Sie wirken als präzise Regulatoren epigenetischer Programme – jener molekularen Steuerungsebenen, die festlegen, welche Gene aktiv sind und welche stumm bleiben.

Im Mittelpunkt der Entdeckung steht Lamin A/C – ein Strukturprotein der Zellkernhülle, das vom LMNA-Gen kodiert wird.

Lamin A/C hält nicht nur den Zellkern in Form, sondern organisiert auch das Chromatin und spielt eine Schlüsselrolle bei der Reparatur von DNA. Ist dieses Protein defekt, wie bei sogenannten Laminopathien, können schwere Muskel- und Herzerkrankungen entstehen oder sogar ein dramatisch beschleunigter Alterungsprozess einsetzen.

Die überraschende Erkenntnis: Lamin A/C fungiert als molekulare Brücke zwischen dem Cystein-Stoffwechsel und der dreidimensionalen Architektur des Genoms. Geht Lamin A/C verloren, gerät der Cystein-Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht. Die Folge ist ein Anstieg von Acetyl-CoA, einem zentralen Stoffwechselzwischenprodukt, das eine übermäßige Histonacetylierung auslöst. Dadurch werden epigenetische Programme fehlgesteuert – die normale Entwicklung von Herz-Kreislauf-Zellen wird gestört, die Herzfunktion leidet.

Doch die Studie liefert nicht nur eine Erklärung, sondern auch Hoffnung.

Der schädliche Effekt lässt sich umkehren: Wird der Cystein-Stoffwechsel gebremst normalisieren sich Histonacetylierung, Zelldifferenzierung und Herzfunktion. Umgekehrt zeigen bestimmte Lamin-A/C-Mutationen, dass ein zu stark gedrosselter Cystein-Stoffwechsel die Genomstabilität schwächt und die Zellalterung beschleunigt. Wird der Stoffwechsel jedoch wieder ins Gleichgewicht gebracht, verbessert sich die DNA-Reparatur, und Alterungsprozesse werden gebremst.

Die Arbeit aus Mannheim zeigt eindrucksvoll: Wer den Stoffwechsel versteht, hält womöglich den Schlüssel in der Hand, um Herzkrankheiten, vorzeitiges Altern und epigenetische Fehlsteuerungen neu zu denken – und künftig gezielt zu unterstützen.

(Stoffwechsel zentrale Schaltstelle für ein gesundes Leben und natürliches Altern, Universitätsmedizin Mannheim, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Die Bioresonanz-Redaktion erläutert Erkenntnisse, warum die gesunde Regulation des Stoffwechsels gerade im Alter so wichtig ist, in diesem Beitrag: Gesunder Stoffwechsel im Alter von großer Bedeutung.

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Bewegung schützt das Gehirn: Wie ein aktiver Alltag das Risiko für Demenz und Schlaganfall deutlich senken kann

Bewegung schützt das Gehirn: Wie ein aktiver Alltag das Risiko für Demenz und Schlaganfall deutlich senken kann

Schon moderate Bewegung und guter Schlaf können das Risiko für Demenz und Schlaganfall deutlich senken

Alzheimer und Schlaganfall gehören zu den Krankheiten, die vielen Menschen große Angst machen. Umso ermutigender ist eine aktuelle wissenschaftliche Erkenntnis: Jeder Einzelne kann aktiv etwas tun, um sein persönliches Risiko spürbar zu senken – selbst dann, wenn eine genetische Vorbelastung besteht. Bewegung, ausreichend Schlaf und ein insgesamt aktiver Lebensstil spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Eine neue Studie zeigt eindrucksvoll, wie stark unser Alltag unsere Gehirngesundheit beeinflusst. Die Forschenden werteten Daten von fast einer halben Million Menschen aus Großbritannien aus, die über mehr als zehn Jahre begleitet wurden. Das Ergebnis: Wer sich regelmäßig bewegt, ausreichend schläft, wenig sitzt und eine gute Muskelkraft hat, kann sein Risiko für Demenz und Schlaganfall deutlich reduzieren.

Das ist besonders relevant, denn die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. In Deutschland leben derzeit rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzdiagnose. Experten rechnen damit, dass diese Zahl in den kommenden Jahrzehnten stark ansteigen wird. Auch beim Schlaganfall erwarten Fachleute mehr Betroffene: Schon heute sind es etwa 270.000 Neuerkrankungen pro Jahr – mit steigender Tendenz.

Die Studie zeigt jedoch, dass dieser Entwicklung nicht tatenlos zugesehen werden muss. Schon zwei gesunde Lebensstilfaktoren – etwa regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf – senkten das Schlaganfallrisiko messbar. Wer drei oder sogar alle vier untersuchten Kriterien erfüllte, konnte sein Risiko um bis zu 35 Prozent senken. Noch beeindruckender sind die Zahlen bei der Demenz: Hier sank das Risiko bei einem konsequent gesunden Lebensstil um mehr als die Hälfte.

Besonders ermutigend sei, dass der Schutzeffekt auch bei Menschen mit genetischer Vorbelastung nachgewiesen wurde. Selbst Risiko-Gene änderten nichts daran: Ein aktiver Lebensstil wirkte auch hier schützend. Mit anderen Worten: Gene sind kein Schicksal.

Im Zentrum steht dabei vor allem die Bewegung. Regelmäßige körperliche Aktivität – etwa 150 Minuten moderates Training pro Woche oder schon 5.000 bis 7.500 Schritte am Tag – zeigt laut mehreren Studien einen erstaunlich starken Effekt auf die geistige Fitness. In einer weiteren Untersuchung war der geistige Abbau bei aktiven Menschen um bis zu 51 Prozent geringer als bei Inaktiven.

Die Botschaft ist einfach und motivierend: Ein gesunder Lebensstil ist keine Hochleistungssport-Disziplin. Schon kleine, aber konsequente Veränderungen im Alltag können viel bewirken – für das Gehirn und für die Lebensqualität insgesamt. Bewegung, Schlaf, soziale Aktivität und eine gesunde Ernährung sind Stellschrauben, die allen offenstehen.

(Hirngesund durchs neue Jahr: „Ausreichend Bewegung ist bereits die halbe Miete“, Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V., Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Mit welchen Maßnahmen Bioresonanz-Therapeuten unterstützen wollen

Schon in einer früheren Studie wurde belegt, dass bereits eine leichte körperliche Aktivität dem Gehirn hilft. Darüber und welche Maßnahmen noch unterstützen könnten, berichtete die Bioresonanz-Redaktion in diesem Beitrag: Bewegung für das Nervensystem.

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Wie das Gehirn altert - und warum eine kurze Diät überraschend viel bewirken kann

Wie das Gehirn altert – und warum eine kurze Diät überraschend viel bewirken kann

Die Bioresonanz-Redaktion informiert: Neue Studie enthüllt tiefgreifende Veränderungen im Proteinhaushalt des alternden Gehirns

Was geschieht eigentlich im Gehirn, wenn wir älter werden? Eine Studie des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena gibt darauf eine überraschend detaillierte Antwort. Dem internationalen Forschungsteam ist es gelungen, zu zeigen, dass Alterungsprozesse das fein abgestimmte chemische Markierungssystem der Proteine im Gehirn deutlich aus dem Takt bringen kann. Und: Bereits eine kurzzeitige Ernährungsumstellung kann Teile dieses molekularen „Driftens“ sogar wieder zurücklenken.

Ein Blick hinter die Kulissen des alternden Gehirns

Proteine sind die Arbeitstiere der Zellen – sie sorgen dafür, dass Stoffwechsel, Signalweiterleitung und Energieversorgung reibungslos laufen. Damit dieses System stabil bleibt, werden Proteine fortlaufend erneuert, modifiziert oder abgebaut. Eine zentrale Rolle spielt dabei die sogenannte Ubiquitylierung: ein winziges Molekül-Etikett, das an Proteine angehängt wird und darüber entscheidet, ob sie aktiv bleiben oder entsorgt werden. Die Analysen zeigen, dass dieses Etikettierungssystem mit dem Alter seine Präzision verliert.

Wenn das zelluläre Recycling stottert

Einer der Gründe dafür: Das Proteasom, eine Art molekulare Reinigungsmaschine, verliert im Alter an Kraft. Es kann beschädigte oder überflüssige Proteine nicht mehr in gewohntem Tempo beseitigen. Die Folge: Ubiquitylierte Proteine häufen sich an – ein klares Zeichen, dass das Recycling der Zelle aus dem Rhythmus geraten ist.

Rund ein Drittel der beobachteten Veränderungen in der Ubiquitylierung lassen sich direkt auf diese nachlassende Proteasomaktivität zurückführen. Das Gleichgewicht zwischen neu gebildeten und abgebauten Proteinen verschiebt sich, und das wirkt sich langfristig auch auf die Funktion der Nervenzellen aus.

Erstaunlicher Einfluss: Eine kurze Diät verändert molekulare Alterungsspuren

Der vielleicht spannendste Teil der Studie betrifft die Frage, ob sich diese Veränderungen beeinflussen lassen. Die Forschenden wagten den Versuch: Ältere Mäuse erhielten vier Wochen lang eine kalorienreduzierte Ernährung – kein radikaler Einschnitt, sondern eine moderate Anpassung.

Das Ergebnis hat selbst das Forschungsteam überrascht. Bei zahlreichen Proteinen verschoben sich die Ubiquitylierungsmuster wieder in Richtung eines jüngeren Zustands. Einige molekulare Altersmerkmale ließen sich offenbar zumindest teilweise zurückdrehen.

Allerdings sei der Effekt differenziert: Manche Alterungsprozesse verlangsamten sich, andere blieben unbeeinflusst – wieder andere beschleunigten sich sogar leicht.

(Quelle: Altern verändert die Proteinlandschaft im Gehirn – Ernährung kann dem Entgegenwirken, Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI), Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Wichtig für das Gelingen

Damit eine solche Diät auch ihre gewünschte Wirkung hat, ist es erforderlich, dass die Regulationsmechanismen im Organismus reibungslos funktionieren, wie beispielsweise der Stoffwechsel, was im Alter oft nicht der Fall ist. Die Bioresonanz-Experten empfehlen deshalb, diesen ganzheitlichen Zusammenhang zu berücksichtigen und die Regulationssysteme energetisch zu unterstützen. Die Bioresonanz-Redaktion berichtet dazu in dem Beitrag: Gesunder Stoffwechsel im Alter von großer Bedeutung.

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Vitamin D und Omega-3: Studie zeigt überraschende Gesundheitsvorteile für ältere Erwachsene

Vitamin D und Omega-3: Studie zeigt überraschende Gesundheitsvorteile für ältere Erwachsene

Mehr Schutz vor Infekten und niedrigere Blutdruckwerte

Ein Plus für die Abwehrkräfte und den Blutdruck: Eine frühere europaweite große Altersstudie lieferte klare Hinweise darauf, dass Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren bestimmte Gesundheitsrisiken im Alter deutlich senken können.

Über drei Jahre hinweg wurden mehr als 2.150 Erwachsene ab 70 Jahren in fünf Ländern untersucht. Regelmäßige Gesundheitschecks und detaillierte Befragungen dokumentierten Blutdruck, Infektionen, Gedächtnisleistung, Knochen- und Muskeldichte sowie viele weitere Gesundheitsparameter.

Das überraschende Ergebnis

Omega-3-Fettsäuren senkten das Infekt-Risiko insgesamt um 11%, mit besonders deutlichen Effekten bei Infektionen der oberen Atemwege (10%) und Harnwege (62%). Vitamin D reduzierte das Infektionsrisiko bei jüngeren Senioren (70-74 Jahre) um 16%.

Außerdem hatte Vitamin D positiven Einfluss auf den systolischen Blutdruck – ein Effekt, der gerade im höheren Alter gesundheitsrelevant ist.

Die Ergebnisse zeigen, dass diese Supplemente im Alter gezielt eingesetzt werden können, um die Abwehrkräfte zu stärken und das Risiko von Bluthochdruck zu senken.

Die Studie lieferte zudem eine einzigartige Datenbasis, die künftig helfen soll, Prävention im Alter noch gezielter zu gestalten. Ziel ist eine frühzeitige, personalisierte Gesundheitsstrategie, die ein aktives, gesundes Altern ermöglicht.

(Quelle: Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren fördern Gesundheit in Untergruppen von aktiven älteren Menschen, Universität Zürich, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Mehr Interesse an solchen Erkenntnissen?

Die Meldung wurde inspiriert durch einen Beitrag in dem Buch „Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?“. Das Buch steckt voller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Wirksamkeit natürlicher Heilmittel und Hilfsmittel.

Buchdaten: Michael Petersen, Reaktion mediportal-online.eu, Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?, ISBN 978-3-384-60436-1, Info-Seite zum Buch beim Verlag.

Eine Buchbeschreibung findet sich im Bücher-Blog.

Das Spezialportal gesundheit-ratgeber-buecher.de bietet regelmäßig Besprechungen zu Gesundheits-, Persönlichkeits- und Ernährungs-Ratgebern, zu Neuerscheinungen und Neuauflagen. Rezensiert werden Bücher, E-Books und Portale.

Die Redaktion mediportal-online veröffentlicht regelmäßig Meldungen zu Themen der Gesundheit und Medizin im Internet. Hintergrundinformationen, Gesundheitstipps, Informationen aus Forschung und Wissenschaft, ergänzt um hilfreiche Links.

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Gesund alt werden mit Nährstoff- und Hormontherapie

Prävention mit System

Ein gesunder Lebensstil reicht nicht aus, wenn wir lange bei bester Gesundheit leben möchten. Nephrologin und Stoffwechselexpertin Dr. Helena Orfanos-Boeckel weiß, welche Rolle Laborwerte für die Prävention haben: richtig gelesen, deuten sie nämlich bereits sehr früh auf altersbedingte Erkrankungen hin. In ihrem neuen Buch „Nährstoff-Hormontherapie – Der Präventions-Leitfaden“ (Partner-Link*)(TRIAS Verlag, Stuttgart. 2025) zeigt die Bestseller-Autorin, wie Nährstoffe und körpereigene Hormone gezielt eingesetzt werden können, um Stoffwechselprozesse zu optimieren, alterungsbedingten Zivilisationskrankheiten vorzubeugen und die eigene Widerstandskraft zu verbessern.

Prävention statt Reparaturmedizin

Die klassische universitäre Medizin behandle vor allem in der Inneren Medizin erst dann, wenn bereits eine Erkrankung vorliegt, so Orfanos-Boeckel. „Das ist viel zu spät. Diese Vorgehensweise im System muss geändert werden – weg von spät kurativ reparierend, hin zu früher präventiv schützend.“

Im Blut lasse sich bereits Jahrzehnte vorher ablesen, ob im Verlauf der normalen Alterung ein Erkrankungsrisiko bestehe oder nicht, erklärt die Autorin. Nährstoffe und Hormone könnten schon früh therapeutisch zur inneren Prävention genutzt werden. „Der Trick ist, die Zahlen der Labordiagnostik aus dem Blut, die sich im Rahmen von Alterung und Krankheit ‚normal‘ verschlechtern, nicht ‚schlecht‘ werden zu lassen. Wenn wir unser Gesundheitskonto schuldenfrei, also funktionell gesund mit positiven aufgebauten biochemischen Ressourcen ins Alter mitnehmen, sind wir besser geschützt“, so Orfanos-Boeckel.

Den Zeit-Gap überbrücken

Die Ärztin kritisiert, dass die klassische Medizin in der entscheidenden Phase der Lebensmitte zu passiv bleibt: In dem Zeit-Gap, in dem erhöhte ‚Krankwerte‘, wie die Autorin sie nennt, bereits messbar sind, aber noch keine gravierenden Organschäden beziehungsweise Krankheiten vorliegen. Genau hier setzt die individuelle Nährstoff- und Hormontherapie an. Sie ermöglicht es, funktionelle Störungen im Stoffwechsel rechtzeitig zu erkennen und aktiv mit körpereigener Biochemie gegenzusteuern.

Der Labor-Trick: Das Blut gibt die Therapie vor

„Wir können in der Labordiagnostik vieles herauslesen beziehungsweise suchen: neben Störungen oder Schwächen unseres Stoffwechsels deren mögliche genetische und epigenetische Ursachen, unser Krankheitsrisiko für die Zukunft sowie auch das, was wir an Nährstoffen und Hormonen in welcher Dosis für die funktionelle Therapie des Stoffwechsels brauchen“, erklärt die Autorin und Ärztin.

Eine laborkontrollierte individuelle und präventive Nährstoff- und Hormontherapie könne im Blut erhöhte Krank- und Schlüsselwerte senken, indem sie niedrige Gesundmachwerte, wie die Autorin sie nennt, anhebe. Damit sinkt auch das Risiko für die Entstehung einer Krankheit. Zeigt die Labordiagnostik beispielsweise einen erhöhten Wert für Homocystein, LDL, HbA1c und CRP, weise das auf ein erhöhtes Arteriosklerose-Risiko hin. Betroffene können dann früh die ungünstig erhöhten Laborwerte senken, indem sie die niedrigen Gesundmachwerten wie B-Vitamine, Selen oder den Omega-3-Index anheben. So lasse sich das Risiko, in den nächsten 20 Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden oder an einer Niereninsuffizienz oder Demenz zu erkranken, verringern.

Ultra-Prävention statt Abwarten

„Die Idee ist, mit individuell dosierter Nährstoff- und Hormontherapie ergänzt durch ein gesundes Verhalten und gegebenenfalls auch Medikamente, gar nicht mehr an den Folgen von vor allem Osteoporose und Arteriosklerose zu erkranken“, erklärt Orfanos-Boeckel. Dafür müssen – im Sinne einer Ultra-Prävention – aber lebenslang die entsprechenden Knochen- und Gefäßkrankwerte im Blut niedrig bleiben; sie dürfen eben nicht altersgemäß steigen. „Wenn wir früher wissen, wo wir innerlich bezüglich unseres ‚Krankwerde-Risikos‘ stehen, können wir gezielt etwas tun, um diese Prozesse zu stoppen.“ So lasse sich verhindern, dass Knochen und Organe wie Herz, Nieren oder Gehirn langfristig Schaden nehmen.In ihrem Buch gibt Orfanos-Boeckel Patient*innen das Wissen an die Hand, Labordiagnostik zu verstehen und ihre Ergebnisse einzuordnen. Sie erklärt, welche medizinischen Diagnosen man aus erhöhten ‚Krankwerten‘ im Blut formulieren kann und wo und wie sie sich damit Hilfe im Gesundheitssystem holen können.

Das Buch: Helena Orfanos-Boeckel
Nährstoff-Hormontherapie – Der Präventions-Leitfaden(Partner-Link*)
Orthomolekulare Medizin und bioidentische Hormone gezielt einsetzen
TRIAS Verlag, Stuttgart. 2025
Buch: € [D] 24,99 / € [A] 25,70
E-Book (EPUB): € 24,99
ISBN Buch: 9783432120669

Buch-Inhalte

  • Laborwerte richtig nutzen: Welche Laborwerte sind als Frühwarnsystem im Stoffwechsel wichtig, wie deutet man diese und handelt richtig? Was schützt uns, was macht uns krank?
  • Was wichtig ist: Langfristige Gesundheit gelingt nur auf dem Boden von starken Knochen und gesunden Gefäßen. Denn Osteoporose und Arteriosklerose sind die Grundlage für viele Erkrankungen im Alter wie Schenkelhalsfraktur, Herz- und Niereninsuffizienz mit Herzinfarkt und Dialyse, Schlaganfall und Demenz und letztlich Pflegebedürftigkeit.
  • Selbst Expertin werden: Leser*innen lernen Ihre Befunde zu lesen und zu verstehen, was schon krank oder noch gesund ist, und wie sie auf Basis der Laborwerte mit Nährstoffen, Hormonen und ggf. auch Medikamenten Ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen. Besonders wichtig ist dieses Wissen für Frauen vor, in und nach den Wechseljahren.

Die Autorin

Dr. med. Helena Orfanos-Boeckel ist Ärztin für Innere Medizin mit Schwerpunkt Nephrologie und Expertin für orthomolekulare Medizin sowie bioidentische Hormone. In ihrer Praxis in Berlin-Charlottenburg verbindet sie klassische Medizin mit modernen Ansätzen aus Hormon- und Stoffwechselforschung. Ihre Ratgeber „Nährstoff-Therapie“ (2022) und „Nährstoff-Therapie – der Praxisleitfaden“ (2023) wurden Bestseller. Mit dem neuen Präventions-Leitfaden legt sie nun ein kompaktes Werk für die tägliche Gesundheitsvorsorge vor.

Pressekontakt:

Bettina Ziegler

Thieme Communications, TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG, ein Unternehmen der Thieme Gruppe, Oswald-Hesse-Straße 50 | 70469 Stuttgart, Fon: +49 (0)711 8931-319, Fax: +49 (0)711/8931-167, bettina.ziegler@thieme.de, www.thieme.com