Archiv der Kategorie: Diabetes

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Wenn die Achillessehne reißt

Wie eine frühfunktionelle Behandlung bei Sportverletzungen helfen kann

Der Schmerz ist stechend und heftig. Oft folgt eine Schwellung, dann ein Bluterguss, “normales” Gehen ist nicht mehr möglich. Die Achillessehnenruptur, der Riss der Achillessehne, tritt oft durch eine plötzliche Überlastung beim Sport auf, dabei kann es Leistungs- und Hobbysportler gleichermaßen treffen. Der Achillessehnenriss ist eine häufig vorkommende Sportverletzung, die auch zu chronischen Schmerzen führen kann. Umso wichtiger die erfolgreiche Behandlung, hier gewinnt der frühfunktionelle Ansatz zunehmend an Bedeutung.

Ein Blick auf die Achillessehne

Sehnen verbinden Muskeln mit den Knochen und helfen bei der aktiven Bewegung der Gelenke. Die Achillessehne ist die größte Sehne des Körpers und schließt die Wadenmuskulatur an das Fersenbein an. Dynamische Sportarten und Bewegungen wie Sprünge setzen die Achillessehne einer hohen Belastung aus. Während bei einer Zerrung Sehnen überdehnt werden, bedeutet der Achillessehnenriss eine vollständige Durchtrennung der Sehne.

Neben einer einzigen Bewegung, die bereits solch verheerende Folgen für die Achillessehne haben kann, ist in vielen Fällen das Gewebe beispielsweise durch Diabetes oder Verschleiß bereits vorgeschädigt. Aber auch Stöße und Schläge können eine Achillessehnenruptur bewirken.

Wie erkennt und behandelt man einen Achillessehnenriss?

Nach dem Unfall ertastet der erfahrene Arzt eine Delle im Verlauf der Achillessehne. Funktionsausfälle sind ein klares Indiz für die Verletzung, der Patient kann beispielsweise keinen Einbein-Zehenstand auf der betroffenen Seite ausführen, weiterhin funktioniert der Achillessehnenreflex nicht mehr. Der Arzt wird ferner den sogenannten Thompson-Test (wenn man in die Wade kneift, bewegt sich der Fuß im Sprunggelenk nicht) und bei Bedarf eine Ultraschalluntersuchung und im Zweifel eine MRT durchführen. Eine Röntgenuntersuchung kann seltene knöcherne Ausrissverletzungen zeigen.

Entsprechend ihrer Anatomie können Verletzungen folgende Bereiche betreffen:

-Übergangsbereich von Muskel und Sehne (proximaler Bereich)
-Freier Verlauf der Sehne (mittlerer Bereich): die häufigste Verletzungsform circa drei bis sechs Zentimeter von der Ansatzstelle entfernt
-Ansatzbereich (distaler Bereich) am Fersenbein (Kalkaneus), meist mit knöchernem Ausriss am Fersenbein.
Mit Ausnahme von Leistungssportlern, bei denen Achillessehnenrisse häufig operiert werden, erfolgt die Behandlung dieser Verletzungen mittlerweile oft konservativ. Dies gilt auch bei chronischen Überlastungs- und Schmerzprobleme der Achillessehne. Dabei haben sich die funktionelle Therapie und die frühfunktionelle postoperative Therapie zunehmend durchgesetzt.

Frühfunktionell? Eine Frage des Schuhs!

Die Zeiten, in denen der Patient bei einer Achillessehnenruptur über einen längeren Zeitraum hinweg einen Gips tragen musste, sind vorbei. Und zwar nicht nur, weil er eine beschwerliche und unangenehme Ruhigstellung allenfalls nur noch über wenige Tage akzeptieren würde, sondern vor allem auch wegen der Gefahr von auftretenden Immobilisationsschäden bei längeren Gipsbehandlungen.

Diverse Studien zeigen eindeutig: Die funktionelle bzw. frühfunktionelle Therapie und Nachbehandlung ist u.a. wegen der früher wieder hergestellten Mobilität der konventionellen Gipsversorgung überlegen.

Grundsätzlich gilt bei der frühfunktionellen Behandlungsmethode, dass die Belastung der Sehne jeweils der momentanen Belastbarkeit angepasst wird. Dabei empfiehlt es sich auf jeden Fall, die jeweiligen Therapiearten zuvor mit dem behandelnden Arzt und Orthopädie-Schuhtechniker zu besprechen, um die Vorteile des Konzeptes, vor allem der erheblich verkürzten Mobilitätseinschränkung, in Anspruch nehmen zu können.

Entscheidend für die Behandlung ist der eigens entwickelte Therapieschuh, der früh kontrollierte Bewegungen und Belastungen ermöglicht, die trotzdem den Heilungsprozess ermöglichen. Kunststoffschienen in den Stiefelschächten verhindern zu viel Bewegung.

Im sogenannten Stabil-Schuh mit Vollbelastung der Extremität wird die funktionelle Beanspruchung für die Sehnenheilung umgesetzt. Eine Voraussetzung für eine erfolgreiche konservativ-funktionelle Therapie ist ein vollständiger Kontakt der Sehnenenden in 20-Grad-Beugung im oberen Sprunggelenk (Spitzfußstellung).

Aber auch der Betroffene selber wirkt maßgeblich am Behandlungserfolg mit, Motivation und Kooperation vorausgesetzt. Die Versuchung ist groß, bei nachlassendem Schmerz und zunehmender Mobilität die Beweglichkeit des Sprunggelenks und damit die vermeintliche Heilung der Achillessehne zu testen. Hier heißt es, geduldig zu sein!

Erst nach sechs Wochen sollte der Therapieschuh nachts abgelegt werden, nun erfolgt auch die erste Absatzreduktion um einen Zentimeter. Intensive Bewegungsübungen für das obere Sprunggelenk beginnen erst nach Ablegen des Schuhs nach acht Wochen und werden mit einer Gangschulung kombiniert. Ungeachtet des vollständigen Behandlungsverlaufs ermöglicht es die frühfunktionelle Therapie, dass die Patienten schnell auf Krücken verzichten zu vielen Alltagsaktivitäten zurückkehren können. Gerade für Freiberufler und Selbstständige ist es wichtig, nach zwei bis drei Wochen wieder ihrem Beruf nachgehen zu können.

Weitere Informationen rund um Therapieschuhe des Gautinger Unternehmens Orthotech gibt es unter https://orthotech-gmbh.de/unsere-produkte/therapieschuhe/

VON KLEINEN ANFÄNGEN ZUM KOMPLETTEN THERAPEUTISCHEN SCHUHPROGRAMM
Die Orthotech GmbH ist eine Beratungs- und Vertriebsfirma für orthopädischen Bedarf.

Aus kleinen Anfängen heraus entwickelte sich ein Unternehmen, das vom bequemen Freizeitschuh für die Prophylaxe über den funktionellen Therapieschuh bis zum innovativen Orthopädischen Arbeitssicherheitsschuh Safety Control ein komplettes Schuhprogramm bietet.

Ergänzt wird das Sortiment durch unser spezielles Einlagenprogramm.

Die entwickelten Produkte sind das Ergebnis einer optimalen Zusammenarbeit der Orthotech GmbH mit Orthopäden, Sportmedizinern, Biomechanikern und Orthopädieschuhtechnikern. Diesen Kontakten und unserer jahrelangen Erfahrung verdanken wir unsere Kompetenz.

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Zucker bewusst genießen

Materialien für die Ernährungsberatung

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hat ein neues, digitales Medienpaket rund um das Thema Zucker herausgegeben. Die Materialien unterstützen Ernährungsfachkräfte bei der Beratung zum Umgang mit dem Süßmacher.

Zucker gehört einfach zu unserem Leben dazu. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung ist das auch völlig in Ordnung. Allerdings konsumieren viele Menschen zu viel Zucker und erhöhen damit ihr Risiko für die Entstehung von Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes. Um ein gesundes Limit nicht zu überschreiten, ist es wichtig, typische Zuckerquellen zu kennen. Das ist jedoch nicht immer leicht. Denn neben Erfrischungsgetränken, Süßigkeiten und Co. können auch herzhafte Lebensmittel viel Zucker enthalten. Diese zu identifizieren und einzuordnen, dabei hilft das Medienpaket „Zucker bewusst genießen“, das ab sofort im BLE-Medienservice kostenlos zum Download bereitsteht.

Das Beratungsmaterial besteht aus Infoblättern, Schaubildern und Arbeitsvorlagen. Diese können unabhängig voneinander oder zusammen genutzt werden. Die Infoblätter richten sich an Klientinnen und Klienten und geben einen kompakten Überblick zu verschiedenen Aspekten des Zuckerkonsums, zum Beispiel zur Kennzeichnung, zu besonders zuckerreichen Lebensmitteln sowie zum Umgang mit Süßigkeiten.

Mithilfe der insgesamt 16 Schaubilder können Beratungsfachkräfte wichtige Inhalte visualisieren und anschaulich vermitteln. So gibt es zum Beispiel Bilder von süßen und herzhaften Lebensmitteln, deren Zuckergehalte in Form von Zuckerwürfeln dargestellt sind, Ideen für Tätigkeiten anstelle von Naschen oder eine Übersicht mit Alternativen für zuckerreiche Produkte. Die Schaubilder können sowohl in gedruckter Form als auch digital eingesetzt werden.

Zur Vertiefung der verschiedenen Aspekte lassen sich schließlich die Arbeitsvorlagen nutzen. Durch Übungen und Selbstreflexion – entweder gemeinsam in der Praxis oder als Hausaufgabe – können sich Klientinnen und Klienten ganz persönlich mit dem Zucker in ihrem täglichen Speiseplan auseinandersetzen. Lösungen und Informationen zur Nutzung des Materials sind im Leitfaden/Beraterflyer zu finden. Einige Vorlagen dienen außerdem zum Nachschauen, zum Beispiel zu Zuckergehalten von häufig fertig gekauften Lebensmitteln, zu Namen für Zucker und süßende Zutaten oder zu typischen Portionsgrößen.

Neben der PDF-Datei werden die Vorlagen auch im Word-Format zur Verfügung gestellt, damit sie individuell angepasst werden können. Damit gibt das BZfE-Beratungsmaterial „Zucker bewusst genießen“ Ernährungsfachkräften fundierte und praktische Unterlagen an die Hand, mit denen sie ihre Beratungstermine weiter ausgestalten können. Ergänzend gibt es ein Video „Zucker – wo, wieviel, warum?“ auf dem BZfE-YouTube-Kanal.

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Weitere Informationen:

Beratungsmaterial „Zucker bewusst genießen – Module für die Ernährungsberatung“, Bestell-Nr. 0195, kostenlos zum Download: www.ble-medienservice.de/0195/zucker-bewusst-geniessen-modul-fuer-die-ernaehrungsberatung?number=0195
www.youtube.com/watch?v=VFsRTWD3n-c
bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungsberatung/zucker-bewusst-geniessen/

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Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden

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Redaktion: Harald Seitz, BLE, Renate Kessen, BLE

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Augenerkrankungen im Alter

Warum eine frühe und regelmäßige Behandlung so wichtig ist

Augenerkrankungen im Alter verlaufen oft schleichend. Daher sind sie häufig schon weit fortgeschritten, wenn der Betroffene merkt, dass mit den Augen etwas nicht in Ordnung ist. Das kann Folgen haben, denn Sehverluste können nicht oder nur teilweise wieder rückgängig gemacht werden. Besonders wachsam sein sollten Menschen ab 60 und Menschen mit Diabetes, egal wie alt sie sind. Ihnen raten Augenärzte zu regelmäßigen Kontrollen. Stellt der Arzt eine Augenerkrankung fest, sollten Patienten bei der Behandlung unbedingt am Ball bleiben. Bei diesen Krankheiten kann es sogar zur Erblindung kommen.

Makuladegeneration: Eine Erkrankung des Alters

Rund 4,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Es gibt zwei Formen: die trockene und feuchte AMD. Letztere betrifft zwar nur fünf Prozent aller Fälle, ist aber hierzulande die häufigste Ursache für Erblindung. Bei der AMD sterben Sinneszellen ab – in einem für das Sehen ganz wichtigen Teil des Auges. Bei der feuchten AMD bildet das Auge aufgrund einer Unterversorung mit Nährstoffen neue Blutgefäße, die jedoch brüchig und durchlässig sind. Das führt zunächst zu Schwellungen und Einblutungen in die Netzhaut, schließlich zu einer Vernarbung. Ein Wachstumsfaktor ist für das Bilden der unerwünschten Blutgefäße verantwortlich. Er wird als vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor – kurz VEGF – bezeichnet.

Ein Symptom der Erkrankung ist das verzerrte Sehen: Gerade Linien erscheinen wellig oder gebogen. Später kann ein grauer Fleck im Sichtfeld erscheinen. Die feuchte AMD kann heutzutage erfolgreich behandelt werden: Mit einer feinen Spritze wird ein Wirkstoff ins Auge eingebracht, der den Wachstumsfaktor VEGF hemmt. Dadurch kann ein Fortschreiten des Sehverlusts gestoppt und die Sehschärfe häufig wieder verbessert werden. Eine regelmäßige und dauerhafte Behandlung ist wichtig, da es sich um eine chronische Erkrankung handelt. Für die trockene Form gibt es noch keine Therapie. Mehr Informationen unter: www.visusvital.de

Diabetisches Makulaödem: Wenn der Zucker ins Auge geht

Ein diabetisches Makulaödem (DMÖ) kann entstehen, wenn die Durchblutung im Auge durch beschädigte Blutgefäße eingeschränkt wird. Zur Reparatur und Neubildung der Gefäße produziert der Körper einen Botenstoff, der bei der Entstehung des DMÖ eine entscheidende Rolle spielt: der “Vaskuläre Endotheliale Wachstumsfaktor”, kurz VEGF. VEGF erhöht die Durchlässigkeit von Blutgefäßen, sodass Flüssigkeit aus den feinen Blutgefäßen der Netzhautmitte austreten und zwischen die einzelnen Zellschichten laufen kann. Vor allem in der Makula als Stelle des schärfsten Sehens hat eine Flüssigkeitsansammlung starke Auswirkungen auf das Sehvermögen. Etwa 30 Prozent aller Menschen, die zehn oder mehr Jahre mit Diabetes leben, können davon betroffen sein. Sie bemerken lange Zeit nicht, was in ihrem Auge passiert. Erst sehr spät sehen sie verzerrt, fleckig, verschwommen oder wellig. Das Bild erscheint ungleichmäßig, teilweise vergrößert und an anderen Stellen verkleinert.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten Diabetiker ihre Augen regelmäßig überprüfen lassen. Der Augenarzt erkennt Veränderungen, indem er z.B. den Augenhintergrund untersucht. Beim DMÖ empfiehlt sich ähnlich wie bei der feuchten AMD in vielen Fällen eine Behandlung mit einem Wirkstoff, der den Wachstumsfaktor VEGF im Auge hemmt. Damit kann das unerwünschte Gefäßwachstum aufgehalten werden. Das Medikament wird direkt in das Auge gespritzt – ein ambulanter Routineeingriff. Die Behandlung muss regelmäßig wiederholt werden, denn sonst kann das DMÖ fortschreiten und bis zum Verlust des Augenlichts führen. Mehr Informationen unter: www.das-diabetische-auge.de

Retinaler Venenverschluss: Thrombose verschließt Blutgefäße im Auge

Eine Thrombose, also der Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel, tritt typischerweise in den Beinen auf. Aber auch die Augen können betroffen sein: Ist eine Vene in der Netzhaut verschlossen, liegt eine Thrombose im Auge vor. Der Verschluss beeinträchtigt die Durchblutung des Auges, sodass es schnell zu Seheinschränkungen kommen kann. Ärzte sprechen dann von einem retinalen Venenverschluss (RVV).

Zudem kann das Blut an der verengten Stelle der betroffenen Vene nicht abfließen, es kommt zu einem Rückstau. Als Folge können Blutungen in der Netzhaut auftreten und Gewebeflüssigkeiten austreten. Sammelt sich die Flüssigkeit in der Makula an, ist ein Makulaödem entstanden – eine Folgeerscheinung des Venenverschlusses.

Die Symptome eines retinalen Venenverschlusses entwickeln sich innerhalb von wenigen Tagen oder Stunden. Betroffene sehen meist nicht mehr scharf und bemerken plötzlich einen dunklen Schleier vor dem Auge oder eine Verzerrung beim Sehen.

Je früher ein retinaler Venenverschluss erkannt wird, desto besser stehen die Chancen, schwerwiegende Sehbeeinträchtigungen zu vermeiden. Es ist also wichtig, Veränderungen im Sehvermögen zu beobachten und bei Auffälligkeiten umgehend den Augenarzt aufzusuchen. Auch sollten Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder ein erhöhter Cholesterinwert konsequent behandelt werden.

Grüner Star: Wenn der Augeninnendruck zu hoch ist

Beim Glaukom, auch Grüner Star genannt, wird der Sehnerv durch einen zu hohen Augeninnendruck geschädigt. Die Ursache: Der Abfluss des Kammerwassers ist behindert. Es staut sich, der Druck erhöht sich, Nervenzellen sterben ab. Erst nach vielen Jahren bemerkt der Patient blinde Flecke am Rande des Gesichtsfeldes, die sich immer weiter ausdehnen. Augenärzte können das Glaukom bei Früherkennungsuntersuchungen diagnostizieren, bevor das Sehen beeinträchtigt wird. Es gilt, den Innendruck möglichst schnell zu behandeln, denn einmal entstandene Schäden können nicht repariert werden. Mit Augentropfen kann der Prozess gestoppt oder verlangsamt werden. Reichen diese nicht aus oder verträgt der Patient sie nicht, kann eine Operation ratsam sein. Augenärzte empfehlen, den Augeninnendruck ab 40 alle zwei Jahre überprüfen zu lassen, ab 60 einmal im Jahr.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen Menschen nützen und die Umwelt schonen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2020 erzielte der Konzern mit rund 100.000 Beschäftigten einen Umsatz von 41,4 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich bereinigt um Sondereinflüsse auf 4,9 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de

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Typ-2-Diabetes und früher Herzinfarkt

Erhöht ein zu hohes Körpergewicht in der Jugend das Risiko?

Wer in der Jugend übergewichtig war, hat offenbar als junger Erwachsener ein etwas erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und einen frühen Herzinfarkt – auch wenn er inzwischen normalgewichtig ist. Das hat eine US-amerikanische Untersuchung ergeben, für die 12.300 Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren für 24 Jahre medizinisch begleitet wurden. In diesem Zeitraum wurden Angaben zum allgemeinen Gesundheitszustand, vorzeitigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes protokolliert. Außerdem bestimmten die Wissenschaftler den Körpermassenindex (BMI) als Verhältnis von Gewicht zur Körpergröße, der als Orientierung für ein optimales Gewicht gilt. Bei Heranwachsenden verändert sich der normale Körperfettanteil ständig. Daher wird das Gewicht anhand von Normwertkurven je nach Alter und Geschlecht eingeordnet.

Wenn Jugendliche übergewichtig oder adipös waren, litten sie als junge Erwachsene im Alter von 33 bis 43 Jahren häufiger an einem allgemein schlechten Gesundheitszustand (plus 2,6 %), an Typ-2-Diabetes (8,8 %) und einem frühen Herzinfarkt (0,8 %). Häufig brachten übergewichtige Jugendliche auch als junge Erwachsene zu viele Pfunde auf die Waage. Allerdings galt der Zusammenhang zwischen dem BMI in der Jugend und den negativen gesundheitlichen Folgen auch, wenn die Probanden als Erwachsene normalgewichtig waren.

„Die Erkenntnis, dass der BMI in der Jugend ein Risikofaktor für gesundheitliche Probleme im Erwachsenenalter ist, unabhängig vom BMI im Erwachsenenalter, hat erhebliche Auswirkungen auf unser Verständnis der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, betont Jason M. Nagata von der University of California, San Francisco und Hauptautor der Studie. Nach seiner Ansicht sollte zukünftig bei der Beurteilung des Risikos für kardiovaskuläre und chronische Erkrankungen auch berücksichtigt werden, ob die Patienten in früheren Jahren ein zu hohes Körpergewicht hatten. Vermutlich tragen sowohl das Alter bei Beginn der Adipositas als auch die Summe der Jahre mit Adipositas zur Entstehung von Insulinresistenz und Atherosklerose bei, schreiben die Wissenschaftler im „Journal of the American College of Cardiology”. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Zusammenhänge nachweisen kann.

„Unsere Studie legt nahe, dass das Teenageralter eine wichtige Zeitspanne ist, um die Gesundheit zu verbessern und frühen Herzinfarkten vorzubeugen. Kinderärzte sollten Teenager ermutigen, gesunde Verhaltensweisen zu entwickeln, einschließlich ausreichend Bewegung und ausgewogene Mahlzeiten“, fasst Nagata zusammen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

doi.org/10.1016/j.jacc.2021.04.071

www.bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/essen-und-trinken-bei-diabetes-typ-2/

www.bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungsberatung/beratungspraxis/ernaehrungstherapie-bei-diabetes-mellitus-typ-2/

Heft „Herzgesund leben – cholesterinbewusst essen“, Bestell-Nr. 1301, Preis: 1,50 Euro, www.ble-medienservice.de/1301/herzgesund-leben-cholesterinbewusst-essen

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Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
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Ernährungsumstellung bei Metabolischem Syndrom

Fasten – positiv für Darmmikrobiom und Immunsystem

Wenn Menschen mit metabolischem Syndrom ihre Ernährung umstellen möchten, sollten sie mit einer Fastenkur beginnen. Das kann den Gesundheitszustand langfristig verbessern, hat eine gemeinsame Studie des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) und des Experimental and Clinical Research Center (ECRC) ergeben.

Jeder vierte Deutsche leidet am metabolischen Syndrom. Das ist eine Sammelbezeichnung für vier verschiedene Krankheiten und Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und Diabetes mellitus. Bei vielen Patienten liegen unbemerkt chronische Entzündungen und eine gestörte Darmflora vor. Die wichtigsten Behandlungsansätze sind viel Bewegung und eine kalorienarme, gesunde Ernährung.

Aber welchen Effekt hat eine Ernährungsumstellung auf Darmmikrobiom und Immunsystem? Um dieser Frage nachzugehen, führten die Wissenschaftler eine Studie an 71 Patienten mit metabolischem Syndrom durch. Die Probanden ernährten sich für drei Monate nach der DASH-Diät (Dietary Approach to Stop Hypertension), die einer mediterranen Vollwertkost entspricht und in erster Linie den Blutdruck senken soll. Die Probanden wurden zufällig in zwei Gruppen unterteilt, von der eine fünf Tage vor der Diät nur 300 bis 350 Kilokalorien täglich als Gemüsesaft und Gemüsebrühe zu sich nahm.

Wenn die Patienten vor der Diät fasteten, blieben Body-Mass-Index, Blutdruck und Bedarf an blutdrucksenkenden Medikamenten auch drei Monate nach der Kur niedriger. Es wurden positive Auswirkungen auf das Immunsystem und das Darmmikrobiom festgestellt, die bei einer Diät ohne Fasten nicht zu beobachten waren. So nahm die Anzahl der entzündungsfördernden T-Zellen ab und der regulatorischen T-Zellen zu. Im Darm vermehrten sich gesundheitsfördernde Bakterien, die Ballaststoffe in entzündungshemmende kurzkettige Fettsäuren umwandeln und sich dadurch positiv auf Immunabwehr und Blutdruck auswirken. Der positive Effekt blieb zum Teil auch nach dem Fasten erhalten, schreiben die Autoren im Fachjournal „Nature Communication“.

Häufig stellen Patienten mit dem metabolischen Syndrom ihre Ernährung um und sind frustriert, wenn sich kaum Erfolge einstellen. Das kann daran liegen, dass im Darmmikrobiom zu wenige gesundheitsfördernde Bakterien vorhanden sind. „Das Fasten wirkt wie ein Katalysator für die schützenden Mikroorganismen im Darm. Die Gesundheit verbessert sich sichtbar sehr schnell, die Patienten können ihre Medikation reduzieren und oftmals ganz auf Tabletten verzichten“, erklärt Dr. Sofia Forslund die Vorteile. Allerdings sind Langzeitstudien mit mehr Probanden notwendig, um die Resultate zu untermauern.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://doi.org/10.1038/s41467-021-22097-0

www.bzfe.de/ernaehrung-im-fokus/online-spezial/fasten-moderne-aspekte-eines-klassischen-naturheilverfahrens/

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Warum Diabetes mellitus nicht nur ein Problem der Bauchspeicheldrüse ist

Warum Diabetes mellitus nicht nur ein Problem der Bauchspeicheldrüse ist

Die Bioresonanz-Redaktion erläutert Ursachen der Zuckerkrankheit

Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus, die sich durch einen erhöhten Zuckeranteil im Blut zu erkennen gibt, ist nicht nur ein Problem der Bauchspeicheldrüse. Es gibt zahlreiche Ursachen, die dazu führen können, unter anderem auch COVID-19. Die Bioresonanz-Redaktion erläutert, was es damit auf sich hat.

Diabetes eine mögliche Folge der COVID-19-Pandemie?

“Erst Corona und dann zuckerkrank?” – so provokativ formulierte es die Universität Ulm. Jedoch, die Provokation scheint Realität zu sein. Mediziner haben beobachtet, dass sich bei Corona kranken Diabetikern der Zuckerstoffwechsel verschlechterte. Auch wurde über Fälle von neu aufgetretenem Diabetes mellitus nach einer durchgemachten Corona-Erkrankung berichtet. Die neue Studie der Ulmer Wissenschaftler bestätigte: COVID-19 kann auch den insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse zusetzen. Darüber hinaus offenbarte die Studie, dass sich das betroffene insulinproduzierende Gewebe in Form und Funktion veränderte. Darüber hinaus kann die gesamte Bauchspeicheldrüse bei COVID-19 entzündlich erkranken und die Produktion der Verdauungsenzyme beeinträchtiget werden. Noch ungeklärt ist die Frage, ob sich die akut beeinträchtigte Insulinproduktion tatsächlich langfristig als Diabetes-Erkrankung manifestiert. (Quelle: Universität Ulm, Informationsdienst Wissenschaft (idw)).

Schlussfolgerung der Bioresonanz-Therapeuten

Es gibt viele Gründe, die dazu führen können, dass sich ein Diabetes mellitus entwickelt. Erst kürzlich berichtete die Bioresonanz-Redaktion davon, dass das Hormon GIP bei Störungen im Verdauungstrakt und damit verbundener gestörter Hormonsekretion zur Zuckerkrankheit beitragen kann (Beitrag: Diabetes mellitus – nicht immer ist die Bauchspeicheldrüse schuld). Nach den Erfahrungen der Ganzheitsmediziner können Regulationsstörungen entlang des gesamten komplexen Prozesses des Zuckerstoffwechsels zum Diabetes mellitus führen. Anwender der Bioresonanz nach Paul Schmidt finden dazu immer wieder Hinweise auf energetischer Ebene.

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.

Die Redaktion von www.bioresonanz-zukunft.de veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.

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Abnehmen bei Typ-2-Diabetes

Blutdruck sinkt – weniger Medikamente

Wenn übergewichtige Menschen mit Typ-2-Diabetes deutlich abnehmen und ihr Gewicht halten können, reduziert sich häufig neben den Blutzuckerwerten auch der Blutdruck. In einer britischen Studie kam knapp jeder Dritte nach der Diät dauerhaft ohne Hochdruckmedikamente aus.

Am „Diabetes Remission Clinical Trial“ (DiRECT) waren übergewichtige Erwachsene beteiligt, die in Hausarztpraxen in Schottland und Tyneside in England betreut wurden. Die Diagnose des Typ-2-Diabetes lag höchstens sechs Jahre zurück. Bei dieser Stoffwechselstörung ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht, da der Körper nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin anspricht. Viele Typ-2-Diabetiker leiden zusätzlich an Übergewicht und Bluthochdruck.

Die Hälfte der Probanden (143 von 298) nahm an einem Abnehmprogramm teil, das Wissenschaftler der Universitäten Glasgow und Newcastle entwickelt hatten. Es umfasste eine zwölfwöchige Formula-Diät, welche die tägliche Kalorienaufnahme auf durchschnittlich 830 Kilokalorien begrenzte. 78 Patienten waren auch wegen Bluthochdruck in Behandlung und setzten zu Beginn größtenteils ihre Medikamente ab. Nach der Diät wurden die Teilnehmenden angeleitet, mit einer ausgewogenen Ernährung ihr Gewicht zu halten.

Die Probanden nahmen durchschnittlich 10 Kilogramm ab, ein Viertel sogar 15 Kilogramm. Die Blutzuckerwerte verbesserten sich und knapp die Hälfte konnte auf Arzneimittel verzichten. Der Blutdruck reduzierte sich parallel zum Gewichtsverlust. Bei Typ-2-Diabetikern, die zu Beginn keine Hochdruckmedikamente einnahmen, ging der durchschnittliche Blutdruck bereits nach einer Woche zurück. Wenn Präparate abgesetzt wurden, sank der Blutdruck langsamer. Die Werte blieben aber nach der Diät und nach 12 beziehungsweise 24 Monaten niedriger. Nur jeder vierte Patient musste während der Diät wieder Medikamente einnehmen. Immerhin 28 Prozent konnten auch zwei Jahre nach der Diät auf Hochdruckmedikamente verzichten, ist im Fachjournal „Diabetologia“ zu lesen.

Die Studienergebnisse zeigen, wie stark Ernährung, Gewicht, Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck zusammenhängen. Eine deutliche Gewichtsabnahme bringt bei adipösen Patienten viele gesundheitliche Vorteile und kann auch den Blutdruck normalisieren. Das Absetzen der Hochdruckmedikamente ist nach Ansicht der Wissenschaftler unbedenklich, wenn die Werte regelmäßig überwacht werden. Allerdings sei für den Erfolg solcher Maßnahmen eine langfristige Unterstützung zur Aufrechterhaltung der Gewichtsabnahme entscheidend.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

doi.org/10.1007/s00125-021-05471-x

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Heft „Herzgesund leben – cholesterinbewusst essen“, Bestell-Nr. 1301, Preis: 1,50 Euro, www.ble-medienservice.de/1301/herzgesund-leben-cholesterinbewusst-essen

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Kohldistel

Kleine „Artischocken“ von der Wiese

Im Frühsommer blüht die Kohldistel auf feuchten Wiesen. Sie hat nur weiche Stacheln und ist gut für die Wildkräuterküche geeignet. Die saftigen Böden der blassgelben Blüten sind eine raffinierte Delikatesse und erinnern im Geschmack ein wenig an Artischocke.

Vor der Blüte werden die jungen Blätter, Stängel und frischen Triebe gesammelt. Sie schmecken angenehm mild und können roh für Salate, Smoothies und Aufstriche verwendet werden. Allerdings sollte man vor der Zubereitung die Stacheln abschneiden und den Stängel schälen. Gegart verfeinern die Blätter Suppen, Pasta, Risotto und Aufläufe. In Italien werden Kohldistelblätter gerne mit Tomaten und Zwiebeln in einer Minestrone gegessen. Sehr lecker schmeckt das Kraut auch als Wildspinat oder in Bierteig ausgebacken. Ab Juni kann man die Böden der Blütenköpfchen ernten, die ähnlich wie Artischocken zubereitet werden. Sie schmecken auch roh im Salat und eingelegt als Kapernersatz.

Auch die Wurzeln der Kohldistel können geschält und gedünstet oder gebraten werden. In früheren Zeiten wurden sie getrocknet und zu Mehl vermahlen, das sich gut zum Andicken von Suppen und Soßen eignet. Der Wurzelstock hat einen hohen Inulingehalt. Dieser Ballaststoff wird im Körper insulinunabhängig verwertet und lässt daher den Blutzuckerspiegel nicht so schnell steigen.

Die Kohldistel (Cirsium oleraceum), im Volksmund auch Gemüsedistel oder Wiesenkohl genannt, gehört zur Familie der Korbblütengewächse. In Osteuropa wird sie als Gemüsepflanze genutzt und in Japan auch kultiviert. Im ersten Jahr bildet die krautige Pflanze eine am Boden bleibende Rosette, im zweiten Jahr wächst der Spross bis zu einer Höhe von anderthalb Metern. Der Stängel ist hohl und die großen Blätter an den Rändern mit zarten, kaum stechenden Stacheln besetzt. Von Juni bis Oktober erscheinen die Blüten. Die hellgelben Köpfchen stehen knäuelig am Stängelende zusammen und werden von Hochblättern umhüllt.

Wer sich einmal mit der Kohldistel vertraut gemacht hat, erkennt sie immer wieder. Das Kraut mag es feucht und ist vor allem auf nassen Wiesen, in Auwäldern, an Bachufern und Gräben zu finden. An besonders nährstoffreichen Standorten kann die Distel sogar massenhaft auftreten.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Poster „Küchenkräuter“

Bestell-Nr. 3757, Preis: 1,50 Euro, https://www.ble-medienservice.de/3757/kuechenkraeuter?number=3757

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Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
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Harald Seitz, BLE
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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Mit neuen Biomarkern Diabetes-Typ-2 frühzeitig erkennen

Zucker und Zuckerverbindungen im Fokus

463 Millionen Erwachsene weltweit leben mit Diabetes mellitus. Rund 90 Prozent davon weisen einen Diabetes Typ 2 auf, der im Gegensatz zum Typ 1 maßgeblich durch den Lebensstil bedingt ist. Etwa die Hälfte der Fälle wird nicht frühzeitig diagnostiziert; aufgrund der schleichenden Entwicklung der Erkrankung bleiben diese Fälle häufig unerkannt. Blutglucosespiegel, Glucose im Urin und glykiertes Hämoglobin (HbA1C) im Blut sind gute Marker für die Diagnose, das Fortschreiten und die Überwachung der Erkrankung. Wünschenswert wären jedoch Marker, die noch vor dem Auftreten von Symptomen eine Diagnose ermöglichen.

Dabei könnte eine neue vom Institut für Sicherheit und Qualität bei Obst und Gemüse des Max Rubner-Instituts (MRI) entwickelte Analytik helfen. In einer Studie mit Gesunden, Prädiabetikern und Diabetikern konnten damit einige bisher im Blut nicht bekannte Zuckerverbindungen gefunden werden, die sich mit der Erkrankung an Diabetes Typ 2 veränderten. Sie könnten als Biomarker für eine frühzeitige und verbesserte Diagnose dienen, so das MRI.

Obwohl es sich bei Diabetes um eine Erkrankung handelt, die vor allem den Zuckerstoffwechsel betrifft, wurden bisher nur wenige Zucker und Zuckerverbindungen im Zusammenhang mit einer Insulinresistenz als verändert identifiziert. Insulin-Resistenz ist eine der wichtigsten Stoffwechselveränderungen zu Beginn einer Diabetes-Erkrankung, bei der der Körper zunehmend unempfindlich auf die Insulinausschüttung infolge einer zuckerreichen Mahlzeit reagiert. Eine Schwierigkeit bei der Suche nach Zuckern als Biomarker sind analytische Probleme, weil diese Stoffklasse viele sehr ähnliche Verbindungen umfasst, die meist nicht separiert werden können. Mit Hilfe einer speziellen Methode hat das Institut für Sicherheit und Qualität bei Obst und Gemüse nun die Möglichkeit, eine Vielzahl von Zuckern und Zuckerverbindungen in biologischen Proben zu erfassen. Dabei werden nicht nur typische Mono- und Disaccharide wie Glucose, Fructose und Saccharose nachgewiesen, sondern auch die davon abgeleiteten Zuckeralkohole, Zuckersäuren und Aminozucker sowie seltene Zucker.

Die Studie ergab, dass sich das Zuckerprofil im Blut von Gesunden, Prädiabetikern und Diabetikern bereits im Nüchternzustand deutlich unterschied: Nicht nur beim klassischen „Blutzucker“ Glucose, sondern auch bei anderen Zuckern wie Mannose, Maltose, Trehalose, Fructose und 1,5-Anhydrosorbitol wurden signifikant unterschiedliche Mengen im Plasma im Vergleich zu gesunden Probanden nachgewiesen. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass es Zuckerverbindungen gibt, die unabhängig vom Diabetes-Status der Probanden nach Gabe des Test-Getränks anstiegen. Andere Verbindungen (u.a. Trehalose, Mannose, Fructose, Threitol) zeigten nach Aufnahme des Test-Getränks ähnliche zeitliche Konzentrationsverläufe wie Glucose. Welche Zusammenhänge hier zum Insulinstoffwechsel bestehen, ist noch unklar. Die Ergebnisse aus Nüchternplasma und den Befunden aus dem oralen Glucosetoleranztest machen jedoch deutlich, wie wenig bisher über den Stoffwechsel der „anderen“, bisher oft nicht erfassten und daher nicht beachteten Zucker bekannt ist.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.mri.bund.de/de/institute/sicherheit-und-qualitaet-bei-obst-und-gemuese/forschungsprojekte/diabmarker/

www.ble-medienservice.de/1631/ernaehrungstherapie-bei-diabetes-mellitus-beratung-bei-nicht-insulinpflichtigem-diabetes-mellitus-typ-2?number=1631

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Typ-2-Diabetes und Übergewicht

Abnehmen kann Spätfolgen vorbeugen

Wenn Typ-2-Diabetiker übergewichtig sind, leiden sie offenbar häufiger an Schäden der kleinen Blutgefäße. Das lassen die Ergebnisse der Potsdamer „European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition“ (EPIC)-Studie vermuten, die das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) kürzlich vorgestellt haben.

Typ-2-Diabetes ist eine Erkrankung des Stoffwechsels, bei der die Zuckerwerte im Blut ohne Behandlung dauerhaft erhöht sind. Wenn Betroffene zunehmen und an Übergewicht leiden, steigt möglicherweise das Risiko für Spätfolgen. Das können Erkrankungen an den kleinen (mikrovaskulär) und großen Gefäßen (makrovaskulär) sein, die die Haupttodesursache für Typ-2-Diabetiker sind. Mikrovaskuläre Komplikationen verursachen Schäden an Nieren, Nerven und Augen, die Dialyse, Amputation und Blindheit nach sich ziehen können. Sind die großen Gefäße betroffen, steigt die Wahrscheinlichkeit für Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Für ihre Untersuchung begleiteten die Wissenschaftler rund 1.000 Probanden mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes, die frei von anderen chronischen Erkrankungen waren. Sie bestimmten den Körpermassenindex (BMI) als Maß zur Einschätzung des Körpergewichts. Es wurde geprüft, ob der BMI vor der Diabetesdiagnose und eine BMI-Änderung in den Monaten danach im Zusammenhang mit dem Auftreten von späteren Gefäßkomplikationen standen. Im Laufe von zehn Jahren wurde in 85 Fällen ein Schlaganfall oder Herzinfarkt (makrovaskulär) und in 347 Fällen eine Schädigung der Nieren, Augen oder Nerven festgestellt (mikrovaskulär).

Bei makrovaskulären Komplikationen ließ sich kein Zusammenhang mit dem Körpergewicht nachweisen. Allerdings scheinen die kleinen Blutgefäße bei Typ-2-Diabetikern unter Übergewicht zu leiden, wird im Fachjournal „Diabetologia“ berichtet. War der BMI zum Zeitpunkt der Diabetesdiagnose um fünf Punkte höher, stieg das Risiko für mikrovaskuläre Komplikationen um 21 Prozent – unabhängig vom Ausgangsgewicht. Sank das Gewicht nach der Diagnose um mehr als ein Prozent, verringerte sich die Wahrscheinlichkeit um bis zu 38 Prozent.

Ärzte empfehlen übergewichtigen und adipösen Typ-2-Diabetikern, mindestens fünf Prozent ihres Körpergewichts zu verlieren. „Unsere Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig die Gewichtsabnahme für die Verhinderung schwerer diabetesassoziierter Komplikationen ist“, erklärt Elli Polemiti vom DIfE. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Zusammenhänge nachweisen kann. Weitere Studien sind erforderlich, um die Resultate zu untermauern.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

doi.org/10.1007/s00125-020-05362-7

www.dzd-ev.de

www.dife.de

www.bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/essen-und-trinken-bei-diabetes-typ-2/

Heft „Einfach besser essen“ Bestell-Nr. 1626, Preis: 2,00 Euro www.ble-medienservice.de/1626/einfach-besser-essen?number=1626

Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus – Beratung bei nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ 2, Beratungsmaterial, Bestell-Nr. 1631, Preis: 79,00 Euro www.ble-medienservice.de/1631/ernaehrungstherapie-bei-diabetes-mellitus-beratung-bei-nicht-insulinpflichtigem-diabetes-mellitus-typ-2

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