Archiv der Kategorie: Ernährung

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Schlaganfall

Wie die Ernährung das Risiko beeinflusst

Wer sich ballaststoffreich mit viel Obst und Gemüse ernährt, hat vermutlich ein geringeres Risiko für einen Schlaganfall. Allerdings trifft das nicht auf jede Form der Erkrankung zu, erklären Wissenschaftler der University of Oxford. Sie hatten Daten der „European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition“ (EPIC)-Studie ausgewertet, an der Menschen in Deutschland und acht weiteren europäischen Ländern teilgenommen hatten.

Schlaganfall ist die weltweit zweithäufigste Todesursache. Es werden zwei Formen unterschieden – der ischämische und der hämorrhagische Schlaganfall. Bei einem ischämischen Schlaganfall bildet sich ein Blutgerinnsel und blockiert eine Arterie, die das Gehirn mit Blut versorgt. Ein hämorrhagischer Schlaganfall ist deutlich seltener (15 % der Fälle). Er entsteht, wenn Blutungen im Gehirn benachbarte Zellen schädigen.

Für die Studie werteten die Wissenschaftler Daten von mehr als 418.000 Männern und Frauen mittleren Alters aus. Die Probanden machten zu Beginn der Studie ausführliche Angaben zur medizinischen Vorgeschichte und ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten im vergangenen Jahr. Während des Beobachtungszeitraums von knapp 13 Jahren wurde bei 4.281 Teilnehmenden ein ischämischer Schlaganfall und bei 1.430 Teilnehmenden ein hämorrhagischer Schlaganfall festgestellt.

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Eine Ernährung mit reichlich Ballaststoffen, Obst und Gemüse, aber auch Milch, Käse und Joghurt war mit einem geringeren Risiko für einen ischämischen, nicht aber hämorrhagischen Schlaganfall verbunden. Konkret sank das Risiko pro 10 g zusätzliche Ballaststoffe in der täglichen Nahrung um 23 Prozent. Für die Berechnung wurden Ballaststoffe aus verschiedenen Quellen wie Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen berücksichtigt. Allein durch den Obst- und Gemüseverzehr verringerte sich die Wahrscheinlichkeit pro 200 g täglich um 13 Prozent. Ein höherer Konsum von Eiern stand dagegen mit einem hämorrhagischen Schlaganfall in Zusammenhang. Pro 20 g Eier täglich stieg das Risiko um ein Viertel, wobei ein großes Ei etwa 60 g wiegt.

Noch ist nicht klar, wie die Ernährung das Schlaganfallrisiko im Detail beeinflusst. Vermutlich wirken sich Ballaststoffe positiv auf Blutdruck und Cholesterinspiegel aus, erklären die Wissenschaftler im „European Heart Journal“. Bei Obst und Gemüse könnte zusätzlich der Gehalt an Kalium und Folsäure eine Rolle spielen. Allerdings handelt es sich um eine reine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Beziehungen nachweisen kann. Daher müssen die Ergebnisse noch durch weitere Studien bestätigt werden.

Ernährungsexperten empfehlen, täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse zu essen. Das entspricht rund 400 g Gemüse und etwa 250 Gramm Obst. Der Richtwert für Ballaststoffe liegt bei 30 Gramm am Tag. Dieser Wert lässt sich zum Beispiel mit drei Scheiben Vollkornbrot, einer Portion Früchtemüsli, zwei mittelgroßen Möhren oder einem Apfel erreichen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://doi.org/10.1093/eurheartj

www.escardio.org

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Bestell-Nr. 1301, zum Download, Preis: 1,50 Euro

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Leben mit Diabetes

Neues Informationsportal

Etwa 7 Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes erkrankt. Wird die Diagnose Diabetes gestellt, geht es bei rund 95 Prozent der Erkrankten um Typ-2-Diabetes.

Die Diagnose Typ-1-Diabetes ist wesentlich seltener und spielt nur bei rund 5 Prozent aller Menschen mit Diabetes eine Rolle. Dies ergab eine Auswertung von Daten der bundesweiten Befragungs- und Untersuchungssurveys des Robert Koch-Instituts. Laut Schätzungen leben davon etwa 1,3 Millionen Menschen mit unerkanntem Diabetes. Aktuelle, neutrale und wissenschaftlich geprüfte Informationen rund um alle Formen des Diabetes mellitus bietet das neue Informationsportal www.diabinfo.de an. Erkenntnisse aus der Medizin und der Diabetes-Forschung werden allgemeinverständlich aufbereitet. Darüber hinaus beteiligt sich diabinfo.de als Organisator und Aussteller an öffentlichen Informationsveranstaltungen.

Das Diabetesinformationsportal mit seinen Unterportalen „Diabetes vorbeugen“ und „Leben mit Diabetes“ ist ein gemeinsames Angebot des Helmholtz Zentrums München, des Deutschen Diabetes-Zentrums in Düsseldorf und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung. Initiiert wurde das Portal von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die Förderung erfolgt durch die BZgA, das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Für die Ernährungsberatung von an Diabetes melllitus Typ 2 Erkrankte hat das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung den Ringordner „Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus“ herausgegeben. Er eignet sich auch zur Prävention. www.bzfe.de/inhalt/essen-und-trinken-bei-diabetes-typ-2-33977.html

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Lebensstil und chronische Krankheiten

Studie bestätigt Zusammenhang

Wer im mittleren Alter auf einen gesunden Lebensstil achtet, bleibt offenbar bis zu zehn Jahre länger fit und frei von chronischen Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Leiden. Das ist das Resultat einer Studie unter Leitung der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston, USA. Zu einem „gesunden“ Lebensstil zählten die amerikanischen Wissenschaftler fünf Faktoren: eine ausgewogene Ernährung, ein gesundes Körpergewicht, ausreichend Bewegung, ein moderater Alkoholkonsum und der Verzicht auf das Rauchen.

Für die Untersuchung wurden über 100.000 Frauen und Männer für rund drei Jahrzehnte begleitet. In Fragebögen machten die Probanden unter anderem Angaben zu ihren Ess- und Lebensgewohnheiten. Die Wissenschaftler berechneten den Körpermassenindex (BMI) als Verhältnis von Gewicht (in kg) zur Körpergröße (in m zum Quadrat). Bei einem normalen Körpergewicht liegt der BMI zwischen 18,5 und 24,9 kg/m2. Die Ernährung wurde anhand des sogenannten „Alternate Healthy Eating Index“ beurteilt. Die Probanden bewegten sich regelmäßig, wenn sie mindestens 30 Minuten pro Tag mäßig bis kräftig aktiv waren. Ein moderater Alkoholkonsum lag per Definition bei einer Tagesportion (5-15 g) für Frauen und zwei Portionen (5-30 g) für Männer. Zur Anschauung: ¼ Liter Wein enthält etwa 20 g Alkohol.

Frauen, die im Alter von 50 Jahren vier oder fünf der gesunden Gewohnheiten befolgten, lebten durchschnittlich 10 Jahre länger frei von Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs (34,4 Jahre statt 23,7 Jahre). Als Vergleichsgruppe dienten Frauen, die keinen Faktor eines gesunden Lebensstils erfüllten. Männer konnten durch einen gesunden Lebensstil im mittleren Alter immerhin 7,6 krankheitsfreie Jahre gewinnen (31,1 Jahre statt 23,5 Jahre).

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Je mehr dieser fünf Faktoren des gesunden Lebensstils erfüllt wurden, desto höher war in der Studie die Gesamtlebenserwartung. Außerdem verbesserten sich auch die Überlebenschancen nach der Diagnose von chronischen Krankheiten. Allerdings geben die Wissenschaftler im British Medical Journal (BMJ) zu bedenken, dass weitere chronische Erkrankungen wie Nieren– und Atemwegsleiden nicht beachtet wurden.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.hsph.harvard.edu

http://dx.doi.org/10.1136/bmj.l6669

https://www.bzfe.de/inhalt/wohlfuehlgewicht-31763.html

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Bewegungsmangel als Gesundheitsrisiko

Zahl der übergewichtigen Kinder nimmt zu

“Das reißt mich nicht vom Hocker!” Um Kinder aus einer überwiegend unbeweglichen Sitzhaltung zu körperlichen Aktivitäten zu motivieren, ist schon lange mehr als nur gutes Wetter erforderlich. Während frühere Generationen den größten Teil ihrer Freizeit mit Vorliebe an der frischen Luft verbrachten, wirken heute starke “Indoor-Magneten” in entgegengesetzter Richtung: Im Computer oder der Spielkonsole mit Online-Games sehen viele Kids ein attraktiveres Tor zur Außenwelt als in der eigenen Haustür. Die daraus resultierende mangelnde Bewegung hat jedoch ihren Preis, der sich längst an den Behandlungsstatistiken der Kinderärzte ablesen lässt.

So zeigt eine aktuelle Datenerhebung der Krankenkasse KKH, die den Zeitraum 2008 bis 2018 erfasst, eine Steigerung der Adipositas-Fälle in Deutschland um 30 Prozent bei Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahre. Die Diagnosen dieses krankhaften Übergewichts nahmen mit einem Plus von 36 Prozent besonders deutlich bei den Acht- bis Elfjährigen zu.

In vielen Fällen ist das Übergewicht in jungen Jahren nur der Beginn eines langen Leidensweges. Gesundheitliche Probleme wie Fettstoffwechselstörungen, Arteriosklerose oder Rücken- und Gelenkerkrankungen bis hin zu Herzinfarkt und Schlaganfall stehen nicht selten im Zusammenhang mit frühen Gewichtsproblemen. Als maßgebliche Ursachen für diese Risiken gelten nicht zuletzt der Lebensstil der Kinder und der prägende Einfluss des familiären Umfelds. “Kommen mangelnde Bewegung der Generation Online und fettreiche Ernährung hinzu, ist Fettleibigkeit geradezu vorprogrammiert”, wird in der Auswertung der Studienergebnisse gewarnt.

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Natürlich sind soziale Medien, Online-Spiele sowie andere digitale Aktivitäten heute Bestandteil der Jugendkultur und lassen sich nicht mehr aus dem Alltag verbannen. Aber ein selbstverständlicher Bestandteil dieses Alltags sollten von klein auf auch ausreichend Bewegung und sportliche Aktivitäten sein. Eltern erweisen deshalb ihren Kindern keinen Gefallen, wenn sie deren Gewichtsprobleme auf die leichte Schulter nehmen und darauf bauen, dass sich das Problem mit zunehmendem Alter von selbst löst. Leider ist oft das Gegenteil der Fall. Detaillierte Informationen und praktische Tipps zur Bewegungsförderung liefern Ratgeber-Portale im Internet wie z. B. www.pebonline.de, das mit IN FORM, dem Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung eng zusammenarbeitet.

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Supress
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Frühjahrskur für den Darm

Fastenzeit nutzen fürs innere Putzen

Die Fastenzeit ist ein guter Anlass, seinem Körper besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Viele nutzen die Wochen zwischen Karneval und Ostern zum Entschleunigen, aber auch zur Darmpflege. Es gibt eine ganze Reihe Möglichkeiten, dem Darm etwas Gutes zu tun und ihm eine Frühjahrskur zu gönnen.

Dazu können auch sogenannte Flohsamen gehören – das sind die getrockneten Samen bestimmter Wegerichgewächse. Sie enthalten jede Menge quellfähige Ballaststoffe, sei es als ganze Saat oder als Flohsamenschalen. Die Schleimstoffe von Flohsamen können viel Wasser binden. So wirken sie als Quellmittel und vergrößern dadurch das Stuhlvolumen, wodurch mehr Druck auf die Innenwand des Darms ausgeübt wird. Das regt die Bewegung des Darms an. Flohsamen haben außerdem die Eigenschaft, Stoffe wie Cholesterin zu binden. Empfohlen wird eine tägliche Dosierung von maximal 20 bis 40 Gramm Flohsamen oder 10 bis 20 Gramm Flohsamenschalen, aufgeteilt in drei Einzeldosen. Die Samen können eingerührt in ein Glas Wasser oder Brühe getrunken werden. Im Anschluss daran muss man viel trinken, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Sauerkrautsaft ist ebenfalls ein beliebtes Mittel, um den Darm zu putzen. Für eine Sauerkrautsaftkur werden ein bis eineinhalb Liter über den Tag verteilt für zehn Tage empfohlen. Wem das zu viel ist – auch mit ein bis zwei Gläsern am Tag erreicht man schon eine gute Wirkung. Der Saft ist kalorienarm, ballaststoffreich, gut bekömmlich und gleichzeitig verdauungsfördernd. In dem Saft finden sich sowohl positiv wirkende Säuren als auch Milchsäurebakterien, die auch im gesunden Darm vorkommen. Sie sorgen für eine blähungsfreie, gut funktionierende Verdauung.  Außerdem enthält der Saft Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Zink sowie die Vitamine C, K und B-Vitamine.

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Heilerde ist ein Tausendsassa. Sie ist zum Beispiel auch für die Anwendung auf der Haut geeignet. Bei der Einnahme mit Flüssigkeit oder unter das Müsli gemischt, hilft sie dem Darm bei der Regeneration. Heilerde ist fein zermahlene, tonhaltige Erde, die sich durch eine ideale natürliche Mischung von Mineralien und Spurenelementen auszeichnet. Die kleinen Erdteilchen von einem Tausendstel Millimeter sind meist aus eiszeitlicher Lösserde. Diese Erde enthält Stoffe wie Kalzium, Kalium und Magnesium sowie Spurenelemente wie Selen und Zink. Durch den feinen Mahlgrad und aufgrund ihrer Zusammensetzung kann die Heilerde schnell und effektiv überschüssige Säuren binden. Heilerde gibt es als Pulver, Granulat und Kapseln zu kaufen. Die Präparate unterscheiden sich in ihrer Dosierung. In jedem Fall sollte man bei der Einnahme von Heilerde parallel viel trinken. Empfohlen werden mindestens zwei bis drei Liter am Tag.

Ganz einfach in den Ernährungsplan aufzunehmen sind Kräutertees. Besonders zu empfehlen sind Anis-Fenchel-Kümmel-Tees. Hier gibt es viele Mischungen mit unterschiedlichen Anteilen, je nach Geschmacksvorliebe. Diese Teemischung hilft mit ihren ätherischen Ölen Blähungen zu vermeiden und Verkrampfungen zu lösen und ist ein idealer Begleiter für jede Fastenkur.

Dr. Marion Morgner, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.in-form.de/wissen/darm-gesundheit/

http://www.bzfe.de/inhalt/best-of-34737.html

http://www.bzfe.de/inhalt/fasten-moderne-aspekte-eines-klassischen-naturheilverfahrens-4675.html

https://www.in-form.de/wissen/fasten-tee-gesundheit/

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Gesunde Ernährung nach traditioneller Ernährungslehre – Typgerecht, einfach anwendbar und alltagskonform

Traditionelle Chinesische Medizin: Fünf-Elemente-Ernährung

Immer mehr Menschen achten heutzutage auf ihre Ernährung. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Unverträglichkeiten und Krankheiten über Gewichtsprobleme, ethisch-moralische Gründe, Ernährungstrends bis hin zu dem vordringlichen Wunsch, sich gesund zu ernähren. So zeigte eine Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2017, dass für die Mehrheit der Befragten Ernährung in erster Linie gesund sein soll. Ein konkretes Konzept der Gesundheitsprävention bietet die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) mit ihrer traditionsreichen Ernährungslehre. Diese umfasst eine typgerechte individuell angepasste Ernährung, die leicht in den Alltag integriert werden kann und den Menschen unkompliziert gesund erhält.

Schon im alten China wurde eine auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Ernährung als Grundlage für ein gesundes Leben gesehen. Ernährung soll – so die TCM – für gute Gesundheit und Wohlbefinden sorgen, den Körper mit spürbar mehr Energie versorgen, Erkrankungen vorbeugen und damit körperliches und geistiges Altern verzögern. Die Chinesische Ernährungstherapie bietet aber auch Ansätze zur Behandlung bestehender Krankheiten. “Aus der Nahrung extrahiert der Körper nach der Lehre der TCM ihre Lebensenergie, das Qi”, erklärt Dr. Martina Bögel-Witt, 1. Vorsitzende des Fachverbandes für Chinesische Medizin, AGTCM. “Die richtige und kontinuierliche Menge an Qi sorgt dafür, dass alle lebensnotwendigen Prozesse funktionieren, es ist also die zentrale Grundlage für unsere Gesundheit.”

Auch für den Hausgebrauch zur Gesunderhaltung

Gerät demzufolge das Qi aus dem Gleichgewicht, entstehen gesundheitliche Störungen und Krankheiten. Jeder Mensch benötigt mit seinen individuellen Voraussetzungen, Bedürfnissen und gesundheitlichen Umständen unterschiedliche Herangehensweisen, um sein Qi wieder ins Gleichgewicht zu bringen und Krankheiten oder Störungen zu behandeln. “Wenn es um die Behandlung von Krankheiten mit TCM geht, sollte unbedingt ein erfahrener TCM-Therapeut aufgesucht werden”, erklärt Martina Bögel-Witt. “Wenn es aber um das Erhalten von Gesundheit und Wohlbefinden oder um Gewichtsreduktion geht, sind die jahrtausendealten Empfehlungen der chinesischen Ernährungslehre durchaus für den Hausgebrauch geeignet.”

Fünf-Elemente-Ernährung – Ideal auch zur Gewichtsreduktion

Die TCM teilt Nahrungsmittel u. a. nach ihrem Temperaturverhalten ein und unterscheidet zwischen kalten, kühlenden, neutralen, warmen und heißen Lebensmitteln, die jeweils unterschiedliche physiologische Wirkungen haben. So gehören z. B. scharfe Gewürze, Zimt oder Knoblauch zu den heißen Lebensmitteln, die nur in kleinen Mengen genossen werden sollen, da sie “innere Hitze” auslösen. Zusätzlich werden Lebensmittel nach ihrem Geschmack und ihrer “Wirkrichtung” kategorisiert. Dabei entsprechen die Geschmacksrichtungen den fünf Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser, denen jeweils eine Wirkung auf bestimmte Organe zugeschrieben wird. Das Element Erde beispielsweise gilt als süß und wirkt auf Milz und Magen. Lebensmittel mit süßlichem Geschmack wie Kartoffeln, Kürbis, Karotten oder Hirse gehören zu dieser Gruppe, Zucker jedoch nicht. Der süßliche Geschmack stärkt den Verdauungstrakt und wirkt entspannend. Lebensmittel, die zu diesem Element gehören, dürfen nach der chinesischen Ernährungslehre häufiger gegessen werden. “Wer abnehmen möchte, findet in der Fünf-Elemente-Ernährung eine Methode, die schnell zur Gewichtsabnahme führt”, berichtet Martina Bögel-Witt. “Denn die auf den jeweiligen Typ abgestimmte Ernährung kurbelt den Stoffwechsel an und ist gleichzeitig ausgewogen und gesund.”

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7 Tipps für gesunde Ernährung nach der chinesischen Ernährungslehre

– Jede Mahlzeit sollte aus einer warmen Suppe, einem Hauptgang mit viel frischem Gemüse (gedünstet oder gekocht) sowie wenig Fisch oder Fleisch bestehen. Außerdem gehören Reis oder andere Getreidesorten wie Buchweizen, Dinkel und Hirse dazu. Weißmehl aus Weizen sollte vermieden werden.
– Bereiten Sie ihre Mahlzeiten selbst aus frischen saisonalen und regionalen Zutaten zu. Die Ernährung nach der TCM wird den jeweiligen regionalen Gegebenheiten angepasst, eine Umstellung auf die asiatische Küche ist nicht notwendig.
– Meiden Sie Fast Food, Fertiggerichte und Convenience-Produkte.
– Essen Sie jeden Tag mehrmals frisches Obst und Gemüse – am besten gekocht oder gedünstet. Gekochte warme Mahlzeiten entlasten den Verdauungsapparat, der Magen hat weniger Arbeit. Insbesondere größere Mengen roher Nahrungsmittel führen bei vielen Menschen zu Blähungen, Völlegefühl und Müdigkeit.
– Nehmen Sie sich Zeit fürs Essen und essen Sie regelmäßig. Unregelmäßigkeit verursacht gemäß TCM Verdauungsstörungen und führt zu schleichender Gewichtszunahme. Insbesondere das – am besten warme – Frühstück bewahrt vor ungesunden Heißhungerattacken.
– Kauen Sie langsam und gründlich. Das gründliche Zerkleinern und Einspeicheln der Nahrung erleichtert die Verdauung. So lassen sich Magenbeschwerden wie Sodbrennen reduzieren
– Essen Sie nicht zu viel. Im Magen sollte immer noch ein wenig Platz bleiben, er kann dann besser verdauen. Das gilt insbesondere für das Abendessen, das möglichst nicht nach 19 Uhr eingenommen werden sollte. Auch eine Ruhepause von 12 Stunden zwischen Abendessen und Frühstück entlastet die Verdauung.

Weitere Informationen zur chinesischen Ernährungslehre sowie eine Therapeuten-Suche finden Sie auf der AGTCM-Website:
Grundlegende Informationen
Therapeuten-Suche

TCM Kongress mit Themenschwerpunkt “Die Schule der Mitte”

Auch der 51. TCM Kongress Rothenburg, der größte TCM-Kongress der westlichen Welt, befasst sich in Vorträgen, Workshops und Kursen mit der Chinesischen Ernährungslehre. Hier geht es z. B. um Themen wie “Essen als Medizin – auf die klassische Art”, “Bauch und Kopf im Fokus der Integrativen Ernährungstherapie” oder “Kitchen Medicine – natürliche Entzündungshemmer aus dem Pool der integrativen Ernährungslehre und TCM”. Der Kongress findet vom 19. bis 23. Mai 2020 in Rothenburg o.d.T. statt, es werden über 1000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet.

Weitere Informationen: https://www.tcm-kongress.de/de/index.htm

Die AGTCM ist ein berufsübergreifender Fachverband für Chinesische Medizin, der sich für höchste Qualität in Lehre und Anwendung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) einsetzt und dabei auch modernere Aspekte der Chinesischen Medizin mit berücksichtigt. Sie wurde 1954 gegründet und zählt heute etwa 1.700 Mitglieder, von denen die meisten als Heilpraktiker oder als Ärzte TCM praktizieren. Außerdem gehören u. a. spezialisierte Physiotherapeuten, Hebammen und Sinologen dem Fachverband an. Die AGTCM gehört zu den wichtigsten Verbänden für Chinesische Medizin in Deutschland und sichert mit ihren fünf Kooperationsschulen einen der höchsten Ausbildungsstandards für Akupunktur, chinesische Arzneimitteltherapie, Tuina, Diätetik und Qigong in Deutschland ( www.bildungsnetzwerk-tcm.de). Patienten unterstützt die AGTCM unter anderem bei der Suche nach passenden TCM-Therapeuten in ihrer Nähe ( www.agtcm.de/patienten/therapeuten-suche.php) und gibt ihnen Kriterien für die Qualität von TCM-Behandlungen an die Hand. Die AGTCM veranstaltet in jedem Jahr den internationalen TCM Kongress Rothenburg (o.d.T.), der inzwischen als größter und renommiertester TCM-Kongress der westlichen Welt etabliert ist. Die AGTCM ist Gründungsmitglied der European TCM Association (ETCMA) ( www.etcma.org), in der Organisationen aus 31 europäischen Ländern zusammenarbeiten.

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Kontakt
AGTCM e. V. – Fachverband Chinesische Medizin
Juliane Papendorf
Breite Str. 16
13187 Berlin
+49 176 10 30 51 87
papendorf@agtcm.de
http://www.agtcm.de

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Fit ins Frühjahr – “Goodbye Cellulite”

Die effektivsten Übungen, Ernährungstipps und Rezepte gegen Cellulite

Die besten Strategien für straffe Haut: Nur wer effektiv trainiert und sich richtig ernährt, kann die Dellen auf Dauer loswerden. In ihrem Anti-Cellulite-Programm entlarven die Dermatologin Prof. Axt-Gadermann und  Fitness-Trainerin Stefanie Burmeister die größten Cellulite-Mythen und klären umfassend darüber auf, wie man Cellulite wirklich und dauerhaft loswerden kann.

Im ersten Teil verrät Bestseller-Autorin Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann das Geheimnis schöner, glatter Haut und zeigt die 6 Strategien im Kampf gegen Cellulite:

  • Bindegewebe straffen
  • Fettgewebe abbauen
  • Hormone in Balance bringen
  • Gestaute Flüssigkeit mobilisieren
  • Ausgewogene Ernährung
  • Muskeln aufbauen

Im zweiten Teil zeigt die Fitness-Trainerin Stefanie Burmeister, wie man sein Bindegewebe durch gezieltes Krafttraining und unterstützendes Faszientraining dauerhaft stärken kann. Die 50 abwechslungsreichen Übungen können alle zuhause durchgeführt werden. Praktische Trainingspläne (4-Wochen-Programm, 30 Min. oder 60 Min. Trainingsplan) helfen dabei, die Workouts regelmäßig in den Alltag zu integrieren. Abgerundet wird das Anti-Cellulite-Programm im dritten Teil durch 25 gesunde Rezepte (u.a. Lammfilet mit Kichererbsen-Auberginen-Gemüse“ oder „Spinatsalat mit Granatapfel und Walnuss“), die den Trainingseffekt noch verstärken.

Das Buch:

Südwest, 978-3-517-09853-1, 18,00 € (D), 18,50 € (A), CHF 25,90, PB, Klappenbrosch., 208 Seiten

Hier das Buch auf Amazon ansehen: Goodbye Cellulite. Das Erfolgsprogramm für straffes Bindegewebe. Expertenwissen, Work-outs und Rezepte

Die Autorinnen:

Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann ist Ärztin und Professorin für Gesundheitsförderung an der Hochschule Coburg. Dort erforscht sie unter anderem die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Darmbakterien und Gesundheit. 2016 hat sie das lizensierte Ernährungsprogramm „Schlank mit Darm“ entwickelt, das von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst wird. Weitere Themen, über die die Medizinerin regelmäßig schreibt, sind Ernährung, Hauterkrankungen und Better Aging. Michaela Axt-Gadermann lebt mit Mann und Kindern in der Nähe von Fulda.

Stefanie Burmeister arbeitet als Radiomoderatorin und Fitness-Trainerin in Frankfurt am Main. Sie hat sich auf Mobility, Functional und Bodyweighttraining spezialisiert und gibt seit mehreren Jahren Kurse in Fitness-Studios. Als Personal Trainerin steckt sie die unterschiedlichsten Menschen mit ihrer Leidenschaft für einen fitten, aktiven Lebensstil an und entwickelt individuelle Lösungen für mehr Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit im Alltag.

Pressekontakt:

Christiane Kochseder, Presseabteilung Südwest / Bassermann / Irisiana

Verlagsgruppe Random House GmbH | Neumarkter Straße 28| 81673 München
Phone +49 (0) 89/ 4136-3934| Fax +49 (0) 89/ 4136-3507
christiane.kochseder@randomhouse.de

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Ist Adipositas möglicherweise übertragbar?

Eine gewagte Hypothese

Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert beispielsweise Adipositas, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Diabetes als nicht übertragbar; das heißt, diese Erkrankungen können nicht zwischen Menschen übertragen werden. Die Definition von nichtübertragbaren Krankheiten schließt eine Beteiligung von Mikroben aus und konzentriert sich stattdessen auf genetische Faktoren, Umwelt- und Lebensstilfaktoren.

Nun stellt ein internationales Forschungsteam des „Humans & the Microbiome“-Programms des Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR) unter Beteiligung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) diese Auffassung in Frage. „Möglicherweise findet eine Übertragung des Mikrobioms auch beim menschlichen Zusammenleben statt, zum Beispiel durch intensive soziale Kontakte oder in gemeinsamen Wohnungen“, vermutet der CAU-Professor Thomas Bosch. Das Forschungsteam veröffentlichte die neue Hypothese kürzlich im Wissenschaftsjournal Science.

Die kooperierenden Expertinnen und Experten fanden eine Vielzahl von deutlichen Hinweisen aus verschiedenen Fachgebieten, die die neue Theorie plausibel erscheinen lassen. Die Forschenden betonen selbst, dass ihre Hypothese gewagt sei und viele der beteiligten Mechanismen noch unbekannt seien. Allerdings: „Wenn sich unsere Hypothese als richtig herausstellt, wird sie unsere Auffassung der öffentlichen Gesundheit völlig neu definieren“, so Brett Finlay, Professor für Mikrobiologie an der Universität von British Columbia und Leiter des CIFAR-Forschungsprogramms.

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Mikroorganismen (Bakterien, Pilze und Viren) bevölkern unsere Körperoberflächen, außen wie innen. Gerade unser Darm bietet Lebensraum für Billionen von Bakterien. Dieses Mikrobiom begleitet jeden Menschen von der Geburt bis zu seinem Tod. Es ist so individuell wie der eigene Fingerabdruck, dabei jedoch in Zusammensetzung und Funktion veränderbar, je nach Lebensstil, Ernährung und zahlreichen weiteren Umweltfaktoren. Die menschliche Mikrobiota spielt eine wichtige Rolle bei vielen physiologischen Funktionen, einschließlich der Verdauung, Immunantworten und des Stoffwechsels. Es steht heute außer Frage, dass ein signifikanter Zusammenhang zwischen einem gestörten Mikrobiom und vielen Krankheiten besteht.

Die Fachwelt darf also gespannt sein, was weitere Forschungsarbeit zutage fördert. Jedenfalls müssten Störungen der mikrobiellen Besiedlung des Körpers viel stärker als bisher als Krankheitsursache in Betracht gezogen sowie auch die potenziellen Übertragungswege näher erforscht werden, betont Bosch.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.uni-kiel.de/de/universitaet/detailansicht/news/Adipositas

https://science.sciencemag.org/content/367/6475/250.full

http://www.bzfe.de/inhalt/uebergewicht-3173.html

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Im Alter geistig fit bleiben

Verzehr von Walnüssen kann Risikogruppen helfen

Wer regelmäßig Walnüsse in seinen Speiseplan einbaut, bleibt im Alter eventuell länger geistig fit. Vor allem Risikogruppen wie Raucher können davon profitieren. Das lässt eine Studie vermuten, an der knapp 640 geistig gesunde Probanden im Alter von 63 bis 79 Jahren beteiligt waren. Die Teilnehmer stammten aus Barcelona (Spanien) und Loma Linda (Kalifornien, USA).

Die Testgruppe nahm für einen Zeitraum von zwei Jahren jeden Tag 30 bis 60 Gramm Walnüsse zu sich. Das entspricht ungefähr 15 Prozent der täglich aufgenommenen Energie. Die Kontrollgruppe verzichtete auf Walnüsse, die wertvolle Omega-3-Fettsäuren, darunter die alpha-Linolensäure und Polyphenole enthalten. Diese Inhaltsstoffe wirken oxidativem Stress und Entzündungen entgegen, die den geistigen Abbau im Alter fördern. Des Weiteren nahmen die Probanden zu Beginn und am Ende der Studie an neuropsychologischen Tests teil. Bei über 100 Probanden aus Barcelona untersuchten die Wissenschaftler zusätzlich Struktur und Funktion des Gehirns. Dazu nutzten sie funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT), die häufig in der Hirnforschung eingesetzt wird.

Bei gesunden älteren Erwachsenen hatte der Walnusskonsum nur geringe Auswirkungen auf kognitive Leistungen wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Merkfähigkeit. Allerdings entwickelte kein Teilnehmer im Laufe des Studienzeitraumes von zwei Jahren eine klinisch relevante Beeinträchtigung des Gehirns. Bei Risikogruppen scheint der Nussverzehr den altersbedingten geistigen Abbau zu verzögern. Es profitierten in erster Linie Menschen, die mehr geraucht und zu Studienbeginn schlechtere neuropsychologische Testergebnisse hatten. Zudem war diese Gruppe geringer mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren wie alpha-Linolensäure versorgt.

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Die Wissenschaftler geben im Fachjournal „American Journal of Clinical Nutrition“ zu bedenken, dass die Resultate noch in weiteren Studien bestätigt werden müssen. Denn zwei Jahre sind eine relativ kurze Zeitspanne, um kognitive Veränderungen nach einer Ernährungsumstellung zu erkennen. Der Fokus sollte insbesondere auf benachteiligten Bevölkerungsgruppen liegen, die vermutlich den größten Nutzen aus dem Verzehr von Walnüssen und anderen Nüssen ziehen können.

Übrigens: Auch die Planetary Health Diet sieht in ihrem allgemeingültigen Referenzrahmen für eine gesunde und umweltgerechte Ernährungsweise eine tägliche Aufnahme von 50 Gramm Nüssen vor.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

The American Journal of Clinical Nutrition, nqz328, Online-Veröffentlichung vom 7. Januar 2020; Loma Linda University – Adventist Health Sciences Center

https://news.llu.edu/

http://dx.doi.org/10.1093/ajcn/nqz328

Planetary Health Diet – Speiseplan für eine gesunde und nachhaltige Ernährung:
http://www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

http://www.bzfe.de/inhalt/nuesse-31684.html

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Übergewicht am Wochenende

Unregelmäßige Mahlzeiten beeinflussen den Körper

Wer am Wochenende zu anderen Zeiten als an Wochentagen isst, hat möglicherweise ein höheres Risiko für Übergewicht. Das ist das Resultat einer Studie der Universität Barcelona, an der rund 1.100 junge Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren aus Spanien und Mexiko teilnahmen.

Die Wissenschaftler bestimmten den Körpermassenindex (BMI) und setzten ihn mit den Essenszeiten unter der Woche und an Wochenenden in Bezug. Der BMI ist ein gängiges Maß zur Einschätzung des Körpergewichts und gibt das Verhältnis von Gewicht (in kg) zur Körpergröße (in m zum Quadrat) an.

Probanden, die am Wochenende die drei Hauptmahlzeiten – vor allem das Frühstück – zu anderen Zeiten als unter der Woche aßen, hatten einen höheren BMI und damit ein höheres Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit. Die größten Auswirkungen wurden beobachtet, wenn sich die Mahlzeiten um mehr als 3,5 Stunden verschoben (plus 1,34 kg/m2). Dieser Effekt war unabhängig von Faktoren wie der Qualität der Ernährung, körperlicher Aktivität, dem Unterschied in den Schlafzeiten am Wochenende und unter der Woche und der natürlichen Veranlagung zum Langschläfer oder Frühaufsteher.

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Nach Ansicht der Wissenschaftler können unregelmäßige Mahlzeiten die innere Uhr aus dem Takt bringen. Jeder Mensch hat seinen individuellen Rhythmus, nach dem der Körper organisiert ist. Tagsüber werden die aufgenommenen Kalorien verwertet, während sich der Körper in der Nacht auf die Fastenperiode im Schlaf einstellt. So entsteht ein energetisches Gleichgewicht. Wird zu ungewöhnlichen Zeiten gegessen, kann der biologische Rhythmus und der Stoffwechsel beeinträchtigt werden, folgern die Wissenschaftler. Sie vergleichen das mit einem „Jetlag“, der sich nach einer weiten Flugreise einstellt.

Feste Essens- und Schlafenszeiten erhalten die Gesundheit und das Wohlbefinden, betonen die Autoren in der Fachzeitschrift „Nutrients“. Das braucht aber nicht dazu führen, dass man sich das gemütliche Sonntagsfrühstück zu späterer Stunde verbietet. Menschen, die zu Übergewicht neigen, kann ein fester Essensplan dagegen bei der Gewichtskontrolle helfen. In weiteren Studien soll untersucht werden, welche Langzeitauswirkungen unregelmäßige Essenszeiten haben. Es sei noch nicht klar, welche physiologischen Mechanismen und Stoffwechseländerungen zugrunde liegen und ob die Resultate auch auf andere Altersgruppen übertragen werden können.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.ub.edu/web/ub/en/index.html

https://doi.org/10.3390/nu11122980

https://www.bzfe.de/inhalt/uebergewicht-3173.html

https://www.bzfe.de/inhalt/bmi-rechner-5423.php

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