Archiv der Kategorie: Psyche

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Schon Schulkinder von Depressionen betroffen

Neue Studie nennt Ausmaß und Risikofaktoren

Depressionen und Angststörungen sind schwerwiegende Erkrankungen, die zunehmend auch schon im schulpflichtigen Alter auftreten. Wie der aktuelle Kinder- und Jugendreport der Krankenkasse DAK zeigt, leidet in Deutschland etwa jedes vierte Schulkind unter psychischen Problemen.

Bei zwei Prozent aller 12- bis 17-Jährigen wird eine Depression diagnostiziert, bei ebenso vielen eine Angststörung. Auch zu den Ursachen bzw. Risikofaktoren liefert die repräsentative Studie Ergebnisse. Neben chronischen körperlichen Erkrankungen oder einer Vorbelastung durch suchtkranke oder ebenfalls seelisch kranke Eltern können auch Gewichtsprobleme wie Adipositas maßgeblich zur Entstehung psychischer Störungen beitragen.

“Unabhängig vom Alter sind Jungen und Mädchen mit krankhaftem Übergewicht 2,5- bis 3-mal häufiger von einer depressiven Störung betroffen als Gleichaltrige mit normalem Körpergewicht”, heißt es in der Zusammenfassung der Studienergebnisse. Damit ist der Zusammenhang von Adipositas und Depressionen statistisch signifikanter als etwa der Einfluss von Diabetes, Asthma oder Schmerzen.

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Unter diesen Risikofaktoren ist Übergewicht allerdings auch derjenige, bei dem am ehesten eine Fürsorge- und Vorsorgefunktion des familiären Umfelds möglich ist. Denn vielfach sind die überzähligen Pfunde, die das Selbstwertgefühl und die Sozialkontakte der Jugendlichen beeinträchtigen, auf einen passiven und vorwiegend sitzenden Lebensstil bereits in sehr jungen Jahren zurückzuführen. Deshalb dient es nicht nur der körperlichen Fitness, sondern auch der psychischen Stabilität eines Kindes, wenn die Eltern von Anfang an auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung achten. Tipps, wie sich Sport und körperliche Aktivitäten in jeden Familienalltag integrieren lassen, gibt es beispielsweise auf dem Ratgeberportal www.pebonline.de

Als Basis des DAK-Reports mit dem Schwerpunkt “Ängste und Depressionen bei Schulkindern” dienten die Abrechnungsdaten von rund 800.000 Kindern und Jugendlichen sowie von deren Eltern. Für die Auswertung war der Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement der Universität Bielefeld zuständig. Da viele Depressionen nicht oder erst spät ärztlich diagnostiziert werden, gehen die Experten von einer hohen Dunkelziffer aus. Betroffene Kinder ziehen sich oft stark zurück, sind niedergeschlagen und zeigen kein Interesse mehr an alltäglichen Aktivitäten. Die Studienauswertung enthält deshalb auch den wichtigen Appell, solche Warnsignale nicht zu ignorieren: “Wir müssen alle aufmerksamer werden – ob in der Familie, in der Schule oder im Sportverein.”

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Glücklich und gesund

Neue Ernährungsratgeber bei Südwest

Es gibt kein Rezept für Glück? Von wegen – Im neusten Buch des erfolgreichen schwedischen Autorenduos Niklas Ekstedt und Henrik Ennart „Noch mehr Happy Food“ enthält mehr als 50 glücklich machende Rezepte.

Der Sternekoch Niklas Ekstedt und der prämierte Journalist Henrik Ennart präsentieren in 14 Kapiteln die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um den Zusammenhang von Ernährung, Darmgesundheit und Glück.

Anders als in ihrem ersten Buch konzentrieren sie sich dabei im Hauptteil vor allem auf die sozialen Aspekte des Essens – im Lauf der Menschheitsgeschichte, in unserer heutigen Gesellschaft sowie innerhalb einer Familie. Es geht um Anbau, Ernte und Verarbeitung unserer Nahrung und die Einflüsse auf Qualität und Stellenwert einer Mahlzeit durch unsere veränderten Lebensumstände und Gewohnheiten. Das Ergebnis ist eine perfekte Mischung aus fundierter Information und kulinarischer Inspiration und die klare Erkenntnis: Je bunter, desto besser!

Das Buch:

Südwest, 978-3-517-09869-2

22,00 € (D), 22,70 € (A), CHF 30,90*, HC, Pappband, 256 Seiten

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Die Autoren:

Henrik Ennart ist ein mehrfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist und Autor aus Schweden. Seit 15 Jahren recherchiert und berichtet er über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit für das Svenska Dagbladet, Schwedens größte Zeitung.

Niklas Ekstedt ist ein aus dem Fernsehen bekannter schwedischer Sternekoch, Restaurantbesitzer und Autor. Seine intensive Auseinandersetzung mit den Ursprüngen unserer Ernährung sowie sein Fachwissen über Nährstoffe und Lebensmittel ermöglicht ihm, wissenschaftliche Erkenntnisse in köstliche Rezepte für den Alltag umzuwandeln.

Pressekontakt:

Christiane Kochseder, Presseabteilung, Südwest / Bassermann / Irisiana

Verlagsgruppe Random House GmbH | Neumarkter Straße 28| 81673 München, Phone +49 (0) 89/ 4136-3934| Fax +49 (0) 89/ 4136-3507, christiane.kochseder@randomhouse.de

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Mehr Mut

Wie man mit Ängsten wächst und Selbstvertrauen gewinnt

Angstgefühle gehören zum Leben dazu. Häufig bremsen sie einen aus, aber man kann an ihnen auch wachsen. Wie man mit Ängsten umgeht und mehr Selbstvertrauen gewinnt, zeigt der neue Ratgeber „Mehr Mut“ von Caroline Foran aus dem TRIAS Verlag.

Caroline Foran: Mehr Mut. Wie Sie an Ihren Ängsten wachsen und mehr Selbstvertrauen gewinnen, TRIAS Verlag, Stuttgart. 2019, EPUB EUR [D] 11,99 EUR [A] 11,99, Buch EUR [D] 16,99 EUR [A] 17,50, Buch ISBN: 9783432109343, EPUB ISBN: 9783432109350, Das Buch auf Amazon ansehen: Mehr Mut: Wie Sie an Ihren Ängsten wachsen und mehr Selbstvertrauen gewinnen

„Es geht darum, wie man sich trotz seiner Angst in die Welt hinaustraut, um seine Ziele zu erreichen. Ich hoffe, dass Ihnen dieses Buch dabei helfen wird, Ihre Komfortzone zu verlassen“, erklärt Foran, die selbst lange unter Angst und Panikattacken litt. Sie vermittelt Techniken, Tipps und Strategien, wie man seine subjektiven Ängste ausschaltet und mehr Selbstvertrauen gewinnt. Beim „Angst-Hacking“ malt man sich beispielsweise das schlimmste anzunehmende Ergebnis aus und bereitet sich auf alle negativen Eventualitäten vor. Mit Hilfe der Strategie „Stoizismus ist geil“ lernt man zu akzeptieren, worauf man keinen Einfluss hat, und kann seine Energie in andere Dinge stecken.

Forans Strategien helfen dabei, Mut für neue Herausforderungen zu fassen und mentale Blockaden zu eliminieren. Den richtigen Umgang mit Angst münzt sie in Selbstvertrauen um: „Angst verhindert weder Mut noch Selbstvertrauen. Ganz im Gegenteil. Die Frage lautet: Lassen Sie sich von Ihrer Angst lähmen oder lernen Sie, damit umzugehen, was wiederum ihr Selbstvertrauen immens stärkt“, erklärt Foran.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Pressekontakt:

Bettina Ziegler, Thieme Communications, TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG, ein Unternehmen der Thieme Gruppe, Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Fon: +49 (0)711 8931-319, Fax: +49 (0)711/8931-167, Bettina.ziegler@thieme.de, www.thieme.de | www.facebook.de/georgthiemeverlag | www.twitter.com/ThiemeMed

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Ernährung und Depression

Gibt es Zusammenhänge?

Unsere Ernährung wirkt sich nicht nur auf Körper und Fitness, sondern auch auf die Psyche aus. So erhöht ein geringer Verzehr von Obst und Gemüse möglicherweise das Risiko für Depressionen, melden kanadische Wissenschaftler. An einer Langzeitstudie der Universität von Toronto waren über 27.000 Männer und Frauen im Alter von 45 bis 85 Jahren beteiligt, die rund 20 Jahre begleitet wurden.

Die Probanden nahmen an umfangreichen körperlichen Untersuchungen teil und machten Angaben zu ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Anhand von zehn Fragen wurde mit Hilfe einer Punkteskala eingeschätzt, ob die Teilnehmer an einer Depression litten.

Frauen, die weniger als zwei Portionen Obst und Gemüse täglich aßen, hatten ein höheres Risiko für Depressionen. Des Weiteren wirkte sich der Konsum von salzigen Snacks, Schokolade und purem Fruchtsaft negativ auf die psychische Verfassung aus. Bei Männern war die Wahrscheinlichkeit für depressive Verstimmungen höher, wenn sie öfter Schokolade und wenig Obst und Gemüse verzehrten.

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Der positive Effekt des Obst- und Gemüseverzehrs ist vermutlich auf die wertvollen Inhaltsstoffe zurückzuführen, erklären die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „BMC Psychiatry“. Mineralstoffe wie Magnesium, Zink, Selen und verschiedene Vitamine verringern die Konzentration des sogenannten C-reaktiven Proteins (CRP) im Blutplasma. Dabei handelt es sich um einen Marker für Entzündungen, der mit Depressionen in Zusammenhang steht. Antioxidanzien wie Vitamin C, Vitamin E und Folsäure reduzieren den Effekt von oxidativem Stress auf die mentale Gesundheit.

Auch ein höherer Konsum von Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus Rapsöl) scheint sich positiv auf die Psyche auszuwirken. Omega-3-Fettsäuren könnten die Fließfähigkeit und Zusammensetzung der Zellmembran und dadurch die Freisetzung der Botenstoffe Serotonin und Dopamin im Gehirn positiv beeinflussen.

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Allerdings stehen neben der Ernährung noch viele weitere Faktoren mit der psychischen Gesundheit in Zusammenhang. Die vielschichtigen Wechselwirkungen und biologischen Mechanismen müssen in weiteren Studien noch näher erforscht werden. Daher sollten die Resultate mit Vorsicht interpretiert werden, betonen die Autoren.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Quelle: BMC Psychiatry, Bd. 19, Nr. 329  (doi:10.1186/s12888-019-2309-y) vom 6. November 2019; University of Toronto

Weitere Informationen:

www.utoronto.ca

http://dx.doi.org/10.1186/s12888-019-2309-y

Beitrag „Ernährung und Depressionen“ in der BZfE-Fachzeitschrift „Ernährung im Fokus“, Ausgabe 1/2019, Bestell-Nr. 5981, Preis: 4,50 Euro

Heft „Der Kopf isst mit – Zusammenspiel zwischen Essen und Psyche“, Bestell-Nr. 3440, Preis: 3,00 Euro

Poster „Der Saisonkalender Obst und Gemüse“
Bestell-Nr. 3488, kostenlos

www.ble-medienservice.de

Pressekontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

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Rhythmische Bewegungen helfen dem Gehirn

Lichtblick in der Selbsthilfe bei Autismus, Demenz und anderen Erkrankungen des Gehirns

Eine Mutter schaukelt ihr autistisches Kind mit sanften rhythmischen Bewegungen. Damit will sie dem Gehirn des Kindes bei seiner Entwicklung helfen. Auch bei Alzheimer-Demenz soll es hilfreich sein. Dazu gibt es inzwischen wissenschaftliche Bestätigungen. Die Bioresonanz-Redaktion erläutert die Hintergründe.

Wie dem Gehirn geholfen wird

Rhythmische Bewegungen helfen dem Gehirn bei seiner Entwicklung. Davon ist der Autismus-Experte Dr. Harald Blomberg überzeugt. Immerhin setzt der schwedische Psychiater seit 30 Jahren das von ihm weiterentwickelte rhythmische Bewegungstraining bei seinen Autismus-Patienten erfolgreich ein. Damit werde angestrebt, neue Synapsen zu bilden und Transmittersubstanzen anzuregen. Das Ziel sei es, die nicht richtig entwickelten Areale im Gehirn zu entfalten und diejenigen zu regenerieren, die geschädigt sind.

Neuere wissenschaftliche Studienergebnisse zu rhythmischer Aktivität

Dass dies funktionieren kann, bestätigen neuere wissenschaftliche Studienergebnisse. So haben Neurowissenschaftler am Beispiel von Alzheimer-Demenz herausgefunden, dass eine rhythmische Stimulation der Hirnaktivität die Gedächtnisleistung verbessern könne, berichtete die Bioresonanz-Redaktion in einem Fachbeitrag (Zum Beitrag: Gehirn – rhythmische Aktivität fördert Hirnleistung).

Lesetipp: Mehr zum Thema rhythmische Bewegungen für das Gehirn und weiteren Lösungen in dem Buch “Perspektiven bei Autismus”…>>>hier klicken.     Anzeige

Der Rat der Bioresonanz-Therapeuten

Damit dürften rhythmische Bewegungsaktivitäten eine mögliche Option für Menschen mit Erkrankungen sein, die im Zusammenhang mit dem Gehirn stehen. In vielen Fälle wird das aber nicht ausreichen. Aus ganzheitlicher Sicht empfiehlt es sich darüber hinaus, den vielfältigen Ursachen auf den Grund zu gehen. Die Bioresonanz will dabei auf bioenergetischer Ebene mit bestimmten Frequenzen helfen. Die Bioresonanz nach Paul Schmidt hält dafür umfangreiche Testprotokolle bereit.

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.

Die Redaktion von www.bioresonanz-zukunft.de veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.

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Hitzige Zeiten – Wechseljahre gelassen überstehen

Tipps aus der Apotheke für die Menopause

Das Klimakterium, die sogenannten Wechseljahre, beschreiben die Jahre einer Frau, bei der die hormonelle Umstellungsphase beginnt und vollzogen wird. Meist ab dem 45. Lebensjahr produzieren die Eierstöcke weniger Östrogene und ungefähr mit dem 60. Lebensjahr ist der Prozess vorüber. Die Wechseljahre sind also ein zeitlich begrenzter Teil des natürlichen Alterungsprozesses einer Frau und keine Erkrankung.

Dennoch erleben etwa zwei Drittel aller Frauen die körperlichen und psychischen Symptome als belastend. Was dagegen helfen kann und welche Tipps Apothekerinnen und Apotheker Betroffenen noch geben, erklärt der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV).

“Viele Frauen leiden unter Hitzewallungen, Herzrasen, Schwindel und Harnwegsinfektionen”, sagt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. “Aber auch psychische Symptome wie Nervosität, Reizbarkeit, Erschöpfung und Depressionen belasten sehr und schränken die Patientinnen ein.” Jede Frau reagiert auf die nachlassende Produktion an Hormonen unterschiedlich.

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Kommt es zu starken Hitzewallungen, empfiehlt der Apotheker den Betroffenen als erstes, ihre Ernährung und Trinkgewohnheiten zu überprüfen. Sehr scharfes Essen, das viel Chili oder Curry enthält, Getränke wie Rotwein, Sekt aber auch Kaffee können Hitzewallungen auslösen. “Was bisher gut vertragen wurde, kann nun zu unangenehmen Schwitzattacken führen”, klärt der Apotheker auf. Außerdem sollten Frauen in den Wechseljahren auf eine ausreichende Calciumzufuhr achten, um die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken, zu minimieren. Und einen weiteren Tipp gibt Christoph Gulde seinen Kundinnen in der Apotheke: “Regelmäßige Bewegung hilft gegen Herzrasen, Reizbarkeit und Stress. Schon täglich 20 bis 30 Minuten Laufen, Gehen, Schwimmen oder Yoga verbessern das Wohlbefinden und helfen über Stimmungsschwankungen und Abgeschlagenheit hinweg.”

Halten die Beschwerden trotzdem an, empfiehlt Gulde zunächst ein rein pflanzliches Arzneimittel, das zum Beispiel Traubensilberkerze enthält: “Vielen Frauen ist wichtig, dass sie hormonfrei durch die Wechseljahre kommen und trotzdem die Beschwerden gelindert werden.” Klagt die Betroffene über Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder gar Depressionen, gibt es in Apotheken Produkte mit Johanniskraut. “Die ausgleichende Wirkung hilft vielen Frauen durch die Zeit der Umstellung hindurch”.
Frauen die weiterhin unter starken Beschwerden leiden oder die sehr frühzeitig in die Wechseljahre kommen, rät Christoph Gulde, sich an ihren Gynäkologen zu wenden. Häufig ist in solchen Fällen dann eine Hormonersatztherapie sinnvoll.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.600 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

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Selektiver Mutismus – Sprachlos im Kindergarten

Selektiver Mutismus eine psycho-soziale Angst lässt Kinder schweigen

Im September sind viele Kinder in den Kindergarten gekommen – ein neuer, spannender Lebensabschnitt für die Kleinen und ihre Eltern beginnt. Die meisten Kinder brauchen eine gewisse Eingewöhnungszeit bis sie mit dem neuen Tagesablauf, den Erzieherinnen und den anderen Kindern vertraut sind.

Wenn Kinder nach vier bis sechs Wochen im Kindergarten nicht sprechen, ist das ein Alarmsignal, sagt die WHO (Weltgesundheitsorganisation). Vielleicht leidet das Kind unter selektivem Mutismus, einer psycho-sozialen Störung, die häufig erst im Kindergartenalter zum ersten Mal erkannt wird. In der ICD-11 wird selektiver Mutismus als eine eigenständige Angststörung definiert. Die WHO rät zur Diagnostik, wenn das Kind länger als einen Monat im außerfamiliären Bereicht nicht spricht.

Als selektiven Mutismus bezeichnet man die bei Kindern auftretende Unfähigkeit, in bestimmten Situationen zu sprechen, obwohl sie sprechen können. Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen. “Die Kinder sprechen zuhause ganz normal und fließend, in anderen, außerfamiliären Situationen wenig oder bleiben stumm.”, erklärt Irmgard Emmerling, systemische Familientherapeutin und Leiterin des Mutismus-Beratungs-Zentrum in Starnberg. “Häufig zeigen sich beim selektiven Mutismus gleichzeitig andere Persönlichkeitsmerkmale wie Sozialangst, Rückzug, eine ausgeprägte Empfindsamkeit oder die Neigung zu Widerstand und Trotz.”

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Der Kindergarten ist für viele Kinder seit dem Spracherwerb die erste soziale Außenstation. Deshalb fällt hier eine mutistische Störung meist zum ersten Mal auf. Oft sind es die Erzieherinnen, die die Eltern darauf hinweisen, dass ihr Kind sich im Kindergarten auffällig still und passiv verhält, keinen Kontakt zu anderen Kindern sucht, Spielangebote abwehrt und nicht mit den anderen Kindern, sondern neben ihnen spielt. Viele Kinder essen und trinken im Kindergarten nicht, verweigern den Toilettengang oder weinen nicht, wenn sie sich weh tun – weil all dies mit Lautäußerungen bzw. Geräuschen verbunden wäre.

“Ich erlebe in den Beratungsgesprächen, dass das Problem “Selektiver Mutismus” lange verkannt wird”, bedauert Irmgard Emmerling. Manche Erzieherinnen wollen sich nicht einmischen oder ihre Hinweise werden nicht ernst genommen, der Kinderarzt rät zum Abwarten und auch die Eltern selbst neigen in vielen Fällen zum Beschwichtigen – schließlich spricht ihr Kind zuhause ja ganz normal.

Den Eltern wird zur Logopädie, Ergotherapie oder Heilpädagogik geraten, obwohl eine psychische Störung vorliegt. In vielen Fällen dauert es bis zur Vorsorgeuntersuchung U9 bis die mutistische Störung diagnostiziert wird – bis dahin ist bereits wertvolle Zeit verstrichen. “Denn in den ersten Kindheitsjahren bis etwa zur Schulreife findet die erste Phase der Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation statt”, betont Emmerling. “Erwachsene greifen im späteren Leben oft auf diese ersten Kindheitserfahrungen zurück. Deshalb ist es ungemein wichtig, dass in diesen ersten Jahren ein stabiles soziales und emotionales Fundament gelegt wird.” Eine mutistische Störung bedarf daher unbedingt einer professionellen Behandlung.

Je früher eine Diagnosestellung erfolgt und gegebenenfalls eine Behandlung beginnt, desto besser ist die Prognose. Bei einem Kind, das über viele Jahre schweigt, wird sich die Störung in der Regel verfestigen. Dann lässt sich häufig eine Einengung der intellektuellen und sozialen Entwicklung sowie eine massive Verunsicherung im Kontakt mit Gleichaltrigen beobachten. Umgekehrt reagieren Gleichaltrige auf das mutistische Kind oft mit Hilflosigkeit und Unverständnis, Ablehnung oder Wut. Die Familie zentriert ihr Leben auf das betroffene Kind, das sich zuhause oft entgegengesetzt zum mutistischen Verhalten ungehemmt und dominant zeigt.

Die Folgen einer mutistischen Störung sind nicht nur für das Kind selbst ganz erheblich. Eine frühzeitige Behandlung ist daher dringend angeraten. Der von Hans Emmerling entwickelte multimodale Therapieansatz nach der MUTARI®-Methode setzt auf Empathie, Wertschätzung und ein tiefes Verständnis für die kindliche Not. Emmerlings Ziel ist es, “dem Kind einen Weg zu zeigen, wie es ohne “Gesichtsverlust” aus seinem Schweigen heraustreten kann.” Bei vielen Kinder zeigen sich bereits nach wenigen Tagen erste Erfolge: Sie beginnen, mit den Therapeuten zu sprechen, und finden innerhalb weniger Wochen den Weg zu einer ungestörten Kommunikation.

Frau Emmerling bietet Montag, Mittwoch und Freitag von 10.00 – 12.00 Uhr eine kostenlose Telefonberatung für Eltern von selektiv oder total mutistischen Kindern an.

Emmerling Irmgard und Hans GbR
Wittelsbacher Str. 2a
82319 Starnberg
Telefon 0049 (0)8151-5564155 oder -150
https://www.mutismus.net
https://www.mutismus-therapie.de
https://www.mutismus-blog.org

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Mutismus Beratungs Zentrum GbR
Irmgard Emmerling
Wittelsbacher Str. 2a
82319 Starnberg
081515564150
mutari@posteo.de
http://www.mutismus.net

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Wie entstehen Suizidalität und Depression?

“Steine im Rucksack” liefert einen tiefen Einblick in die Entstehung von Lebensunlust und Depression, die lebenslangen Folgen und deren Überwindung

Wie entsteht eine Depression? Wieso verliert ein Mensch die Lust am Leben? Woran kann man erkennen, dass man prädestiniert ist für seelische Erkrankungen oder dass man schon lange erkrankt ist und es gar nicht bemerkt?

Ferdinand Saalbach widmet sich diesen Fragen in seiner autobiografischen Erzählung “Steine im Rucksack”. Er erzählt davon, wie er jahrelang augenscheinlich erfolgreich durchs Leben tigerte und mit Karriere, Frauen und einer Weltreise seine Umwelt beeindruckte, aber immer irgendwie unzufrieden mit seinem Leben blieb. Seine Ambitionen brachten ihn dennoch nach acht Jahren Karriere auf einen Geschäftsleitungsposten in der Agenturbranche.

Und dann wurde er nach einem Jahr schon wieder gefeuert. Zum dritten Mal in seinem Leben. Daraufhin brach er (endlich!) zusammen und stellte sich im Rahmen einer Psychoanalyse seinen Lebensthemen. Erst im Laufe der Therapie konnte er die Ursachen seines schon jahrzehntelang andauernden Leids erkennen: er war trotz elterlichen Wohlstands verwahrlost aufgewachsen und wurde von seiner eigenen Mutter sexuell missbraucht.

Hier das Buch auf Amazon ansehen: Steine im Rucksack: Eine autobiographische Erzählung über die psychoanalytische Aufarbeitung einer nur scheinbar normalen Kindheit und ihrer über lange Zeit unsichtbaren Folgen

Dass er jahrzehntelang gelitten hat, wusste er allerdings bis zu dieser Therapie nicht. Seine Lebensunlust, seine Getriebenheit, seine Bindungsunfähigkeit, seine Sucht nach Statussymbolen und eine ganze Reihe körperlicher Symptome hielt er immer für normal. Und die Suche nach Ursachen in der Kindheit hielt er für eine Schwäche.

“Steine im Rucksack” ist die wahre und autobiografische Erzählung des Lebens von Ferdinand Saalbach. Er macht dabei durch Detailfülle, schmerzhafte Nähe und beklemmende Intimität das ganze Leid, die Grausamkeit der Täter und seinen eigenen Schmerz spürbar. Das Buch ist damit auch ein Zeugnis über die ungeheure Stärke von Verdrängung und zeigt, wie Täter effektiv dazu beitragen, diese Verdrängung zu erzeugen und zu erhalten. Es ist ein Buch für Menschen, die sich getrieben fühlen – von der Sucht nach dem nächsten Höhepunkt, nach Geld, Erfolg, Statussymbolen oder Sex. Es soll sie ermutigen, in ihren eigenen Rucksack zu blicken. Es ist aber auch ein Buch, das ganz generell die lebenslangen Folgen elterlicher Macht auf das alltägliche Erleben von uns allen aufzeigt. Das aber vor allem zeigt, dass man sich davon auch befreien kann.

Hier das Buch auf Amazon ansehen: Steine im Rucksack: Eine autobiographische Erzählung über die psychoanalytische Aufarbeitung einer nur scheinbar normalen Kindheit und ihrer über lange Zeit unsichtbaren Folgen

Vita Autor:

Ferdinand Saalbach wurde 1982 in einer kleinen Stadt nördlich von Karlsruhe in Baden-Württemberg geboren. Nach seinem Studium zum M.B.A. in Medienmanagement in Hannover und Hamburg begann er eine Karriere im Agenturbereich, die ihn nach schlussendlich nach Dresden und in die Geschäftsleitung einer dort ansässigen Werbeagentur führte.
Nach insgesamt vier Kündigungen und durch die Aufarbeitung seiner Lebensthemen fasste Ferdinand Saalbach den Mut, sich seinen eigenen Wünschen zu stellen und startete 2019 eine Karriere als Moderator, Musiker und Speaker.

Weitere Informationen:
www.ferdinand-saalbach.de | www.vansaalbach.com | www.vansaalbach.de
https://tredition.de/autoren/ferdinand-saalbach-28975/steine-im-rucksack-hardcover-122092/

Ferdinand Saalbach wurde 1982 in einer kleinen Stadt in der Nähe von Karlsruhe in Baden-Württemberg geboren. Nach seinem Studium zum M.B.A. in
Medienmanagement in Hannover und Hamburg begann er eine Karriere im Agenturbereich, die ihn nach schlussendlich nach Dresden und in die
Geschäftsleitung einer dort ansässigen Werbeagentur führte.
Nach insgesamt vier Kündigungen und durch die Aufarbeitung seiner Lebensthemen fasste Ferdinand Saalbach den Mut, sich seinen eigenen
Wünschen zu stellen und startete 2019 eine Karriere als Moderator, Musiker, Autor und Speaker.

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Ferdinand Saalbach
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Erziehen mit Netflix & Co.

Wie Serien uns helfen können, bessere Eltern zu werden

Serien wie „Game of Thrones”, „Brotherhood” oder „Modern Family” boomen. Streaming-Plattformen und TV-Sender nehmen immer mehr Geld in die Hand, um Geschichten zu lancieren, die die Feinheiten des Alltags nachzeichnen – auf sensible, verrückte oder mitreißende Weise. Teil dieses Alltags ist die Gestaltung der innerfamiliären Beziehungen. Was sich in den Serien zwischen Eltern und ihren Kindern abspielt, kann wertvolle Hinweise darauf geben, was pädagogisch sinnvoll oder eher unsinnig ist – davon ist Jochen Till überzeugt. Er ist Kinder- und Jugendbuchautor und bekennender Serienjunkie. In seinem Ratgeber „Warum Seriengucken uns zu besseren Eltern macht: Erziehen mit Netflix & Co.“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2019) erklärt er anhand von Szenen aus den „Simpsons“, „Riverdale“ oder „Breaking Bad“, wie Eltern in kritischen Momenten klügere Entscheidungen treffen können.

„Ich bin angetreten, um die Themen ‚Erziehung‘ und ‚Serien‘ mit möglichst guten Tipps zu verbinden“, formuliert Till seinen Anspruch. Dass er seine Leserinnen und Leser dabei bestmöglich unterhält, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. Dem Thema „Windelentwöhnung“ nähert er sich beispielsweise mit einer Szene aus der Serie „Full House“ an: Um in der kleinen Michelle endlich die Begeisterung zu entfachen, das Töpfchen zu benutzen, kauft ihr Vater ihr ein japanisches Designer-Exemplar mit schillernden Farben und ausgefallenen Mustern. Dazu bastelt er ihr eine „Ich-bin-fertig-Klingel“, um den Spaßfaktor zu erhöhen. Michelle zeigt sich zunächst gänzlich unbeeindruckt, nutzt das ausgefallene Töpfchen nach einigen Tagen schließlich doch.

Ganz so viel handwerklicher Aufwand sei in der Regel nicht nötig, versichert Till. Seine Co-Autorin, die Psychologin Anke Precht, ergänzt: „Das Töpfchen darf ruhig gemeinsam mit dem Kind ausgesucht werden. Dann braucht es ein schönes Vorlesebuch oder ein paar im Kopf gespeicherte Lieder. Die Windel bleibt vorerst über Nacht noch an, tagsüber wird sie aber ausgezogen. Damit etwas im Töpfchen landet, geht man mit dem Kind alle halbe Stunde hin.“ Um zu gewährleisten, dass das Kind dies auch gerne tut, sei das Töpfchen der Ort, an dem ein Buch angeschaut oder zusammen gesungen wird.

Jochen Till

Warum Seriengucken uns zu besseren Eltern macht

Erziehen mit Netflix und Co.

TRIAS Verlag, Stuttgart. 2019, Buch EUR [D] 14,99 EUR [A] 15,50 EUR, EPUB EUR [D] 11,99 EUR [A] 11,99 EUR, ISBN Buch: 9783432108858, ISBN EPUB: 9783432108865

Buch auf Amazon ansehen: Warum Seriengucken uns zu besseren Eltern macht: Erziehen mit Netflix & Co.

Der Autor:

Jochen Till arbeitet seit über 20 Jahren als Kinder- und Jugendbuchautor. Der bekennende Serienjunkie erhielt zweimal den renommierten Leipziger Lesekompass. Eigene Kinder hat er nicht. Mehr Informationen finden Sie unter https://www.jochentill.de/. Anke Precht, Diplom-Psychologin, Autorin und Mutter von drei Kindern, steht Jochen Till als Erziehungsexpertin zur Seite.

Wissenswertes: Wohltuende Distanz gewähren:

„Nur, weil du nicht mehr die Niedliche bist, ist das Leben nicht vorbei“, sagt Samantha Hughes zu ihrer kleinen Schwester Sophia in der Serie „Life in Pieces“. Diese hatte ein paar Minuten zuvor aus Eifersucht auf ihre ein Jahr alte Cousine Lark eine öffentliche Ostereiersuche für Kleinkinder sabotiert. Sophia wollte nicht akzeptieren, dass Lark plötzlich die ganze Aufmerksamkeit geschenkt bekommt – und nicht mehr sie. Wenn jüngere Familienmitglieder sich voneinander abgrenzen wollen, ist das völlig in Ordnung. Unterschiedlichkeiten zu stärken hilft, Rivalitäten vorzubeugen. Außerdem kann es die Familiensituation entspannen, wenn man nicht ständig alles gemeinsam unternimmt.

Pressekontakt:

Bettina Ziegler | Maria Walter, Thieme Kommunikation TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG, ein Unternehmen der Thieme Gruppe, Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Fon: +49 (0)711 8931-319 | -642, Fax: +49 (0)711/8931-167

bettina.ziegler@thieme.de | maria.walter@thieme.de www.thieme.de | www.facebook.de/georgthiemeverlag | www.twitter.com/ThiemeMed

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Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Risikofaktoren für die Mitarbeitergesundheit erkennen und minimieren

TÜV Rheinland: Nicht jede Methode führt zu aussagekräftigen Ergebnissen / Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen bietet Einstieg ins betriebliche Gesundheitsmanagement / Ein gesundheitsförderndes Arbeitsumfeld stärkt die Arbeitgebermarke

Psychische Erkrankungen führen oft zu langen Fehlzeiten der betroffenen Beschäftigten. Die Konsequenzen für die Unternehmen: Sie müssen auf das Fachwissen der Mitarbeitenden verzichten, Projekte verzögern sich und die Belastung für die Belegschaft steigt. “Die seit September 2013 vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ermöglicht es, Risikofaktoren im Unternehmen gezielt zu erkennen. Daraus können wir Maßnahmen ableiten, die dazu beitragen, die Belastungen zu reduzieren und die Gesundheit und Motivation der Mitarbeitenden zu verbessern. Zukunftsorientierte Unternehmen nutzen die Analyse als Einstieg ins betriebliche Gesundheitsmanagement. Andere Betriebe lassen diese Chance ungenutzt: Sie haben mit der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen noch nicht begonnen, wie Berufsgenossenschaften und die Gewerbeaufsicht auf Fachkongressen immer wieder bemängeln”, erklärt Iris Dohmen, die als Psychologin bei TÜV Rheinland Unternehmen und Organisationen verschiedener Branchen zu betriebspsychologischen Fragestellungen berät.

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Die eine Methode für alle Unternehmen gibt es nicht

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen muss nicht in allen Abteilungen oder Filialen zur selben Zeit durchgeführt werden. Im Gegenteil: In der Praxis hat es sich bewährt, mit einem Pilotprojekt zu starten. Ob dafür ein Bereich ausgewählt wird, in dem ein hoher Krankenstand oder eine starke Fluktuation auf eine Belastung der Beschäftigten hindeutet, liegt im Ermessen des Arbeitgebers. Sind Unternehmensleitung und Führungskräfte gegenüber psychologischen Themen sehr kritisch eingestellt, ist es besser, in einer Abteilung mit geringer Belastung zu beginnen. “Für ein aussagekräftiges Ergebnis ist eine gute Beteiligung der Belegschaft wichtig. Daher empfehlen unsere Psychologen eine Methode – beispielsweise eine Befragung oder bestimmte Interviewformen – die zum Unternehmen passt. Rücklaufquoten bei Befragungen von bis zu 80 Prozent bestätigen unsere Methodenauswahl. Auf Wunsch ermöglicht unser neues Online-Befragungstool den Unternehmen inzwischen auch Kennzahlen einzubringen und die Fragen flexibel anzupassen. So erhalten wir noch bessere Ergebnisse, beispielsweise welche Aspekte eines kritisierten Führungsverhaltens als belastend empfunden werden”, so Dohmen.

Veränderungen brauchen Zeit

Durch die interdisziplinäre Auswertung der Ergebnisse im Präventionsteam von TÜV Rheinland lassen sich kurz- und längerfristige Maßnahmen ableiten. Schnell umsetzbar sind Gesundheitstage, Seminare zum Stressmanagement oder zum gesunden Führen sowie individuelle Coachings. Sie zeigen den Mitarbeitenden, dass sich ihr Engagement gelohnt hat und der Arbeitgeber an Verbesserungen interessiert ist. Aspekte der Unternehmenskultur wie der Umgang mit Fehlern, Kritik und Konflikten oder auch das Arbeitszeitmodell lassen sich hingegen nur mit ausreichend Zeit verändern: Bis hier eine Evaluation sinnvoll ist, vergehen zwei bis drei Jahre. “Die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist ein kontinuierlicher Prozess aus Analyse, Maßnahmenableitung, Umsetzung und Wirksamkeitsprüfung. Unternehmen, die dies leben, profitieren mehrfach: Sie minimieren die Risiken für psychische Belastungen bei der Arbeit und motivieren so ihre Beschäftigten. Darüber hinaus wirken sich ein effektives betriebliches Gesundheitsmanagement und der Einsatz für eine gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung positiv auf das Unternehmensimage und die Arbeitgebermarke aus”, betont Dohmen.

Weitere Informationen unter www.tuv.com/gbu-psyche bei TÜV Rheinland.

TÜV Rheinland ist ein weltweit führender unabhängiger Prüfdienstleister mit fast 150 Jahren Tradition. Im Konzern arbeiten über 20.000 Menschen rund um den Globus. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von 2 Milliarden Euro. Die unabhängigen Fachleute stehen für Qualität und Sicherheit von Mensch, Technik und Umwelt in fast allen Wirtschafts- und Lebensbereichen. TÜV Rheinland prüft technische Anlagen, Produkte und Dienstleistungen, begleitet Projekte, Prozesse und Informationssicherheit für Unternehmen. Die Experten trainieren Menschen in zahlreichen Berufen und Branchen. Dazu verfügt TÜV Rheinland über ein globales Netz anerkannter Labore, Prüfstellen und Ausbildungszentren. Seit 2006 ist TÜV Rheinland Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen für mehr Nachhaltigkeit und gegen Korruption. Website: www.tuv.com

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