Birke in der Phytotherapie – Birkenpech als uraltes Heilmittel neu entdeckt
Bioresonanz-Redaktion erläutert eine neue Studie, die zeigt: Das von Neandertalern hergestellte Birkenpech wirkt antibakteriell
Die Birke (Betula spp.) nimmt in der Phytotherapie eine lange Tradition ein und wird vor allem wegen ihrer harntreibenden, entzündungshemmenden und stoffwechselanregenden Eigenschaften geschätzt. Doch jetzt gibt es eine Studie, die uraltes Wissen neu entdeckt. Die Bioresonanz-Redaktion erläutert sie und zeigt eine interessante Ergänzungsmöglichkeit auf.
Wissenschaft entdeckt Wirkstoff der Birke neu
Was jahrzehntelang als einfacher „Steinzeit-Kleber“ galt, entpuppt sich nun als möglicher medizinischer Wirkstoff mit erstaunlicher Relevanz für die Gegenwart: Birkenpech. Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung der Universität zu Köln, der University of Oxford, der Universität Lüttich sowie der Cape Breton University zeigt, dass diese uralte Substanz antibakterielle Eigenschaften besitzt – und möglicherweise bereits von Neandertalern gezielt medizinisch eingesetzt wurde.
Die Studie liefert neue Einblicke in das Wissen und die Fähigkeiten unserer ausgestorbenen Verwandten. Im Zentrum steht Birkenpech – eine zähflüssige Masse, die durch Erhitzen von Birkenrinde entsteht und in zahlreichen archäologischen Fundstellen Europas nachgewiesen wurde.
Birkenpech mehr als nur Klebstoff
Lange ging die Forschung davon aus, dass Birkenpech vor allem als Klebemittel für Werkzeuge diente. Tatsächlich findet es sich häufig an Steinklingen oder Speerspitzen. Doch diese neue Untersuchung rückt eine andere, überraschende Funktion in den Fokus: die medizinische Nutzung.
Die Forschenden stellten Birkenpech mit prähistorischen Methoden her – exakt so, wie es auch Neandertaler getan haben könnten. Dabei verbrannten sie Birkenrinde unter Luftabschluss in Gruben oder ließen das Pech an Steinoberflächen kondensieren. Anschließend testeten sie die Substanz im Labor.
Das Ergebnis ist bemerkenswert: Alle Proben hemmten das Wachstum des Bakteriums Staphylococcus aureus – einem Keim, der auch heute noch zu den häufigsten Auslösern von Wundinfektionen zählt und zunehmend Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt.
Steinzeit trifft moderne Medizin
Die Entdeckung legt nahe, dass Neandertaler nicht nur handwerklich geschickt waren, sondern auch über ein erstaunliches Verständnis für natürliche Heilmittel verfügten. Birkenpech könnte demnach gezielt zur Behandlung von Wunden eingesetzt worden sein – lange bevor es moderne Medizin gab.
Diese Erkenntnis reicht weit über die Archäologie hinaus. In Zeiten wachsender Antibiotikaresistenzen gewinnt die Suche nach neuen, wirksamen Substanzen zunehmend an Bedeutung. Naturstoffe, die bereits in traditionellen oder prähistorischen Kontexten genutzt wurden, könnten dabei eine entscheidende Rolle spielen.
(Quelle: Neandertaler könnten Birkenpech zur Behandlung von Wunden genutzt haben, Universität zu Köln, Informationsdienst Wissenschaft (idw))
Wie Bioresonanz – Experten das nutzen
Diese Erkenntnisse am Beispiel der Birke zeigen, welche große Rolle die Phytotherapie in der Menschheitsentwicklung spielt, und das nun schon weit vor unserer Zeit. Welche Bedeutung die Phytotherapie für uns heute hat und wie sich das ideal ergänzen lässt, erläutert die Bioresonanz-Redaktion in dem Beitrag: Phytotherapie – ihre Bedeutung und Ergänzungsmöglichkeiten mit der Bioresonanz.
Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.
Die Redaktion von www.bioresonanz-zukunft.de veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.
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Pfirsiche und Nektarinen
Saftig-süßes Sommer-Duo
Pfirsich und Nektarine gehören zu den aromatischsten Sommerfrüchten überhaupt. Botanisch zählen sie zum Steinobst und zur Familie der Rosengewächse. Ursprünglich stammt der Pfirsich (Prunus persica) aus China, wo er bereits vor mehreren tausend Jahren angebaut wurde. Die Nektarine ist keine eigene Art, sondern eine natürliche Mutation des samtigen Pfirsichs. Ihre glatte, unbehaarte Schale macht sie unverwechselbar. Die tellerförmigen Plattpfirsiche oder -nektarinen besitzen einen kleinen Kern, schmecken besonders süß und enthalten weniger Säure als runde Sorten. Im Handel tauchen sie manchmal fälschlich als Berg- oder Wildpfirsiche bezeichnet auf, haben aber mit echten Weinbergpfirsichen nichts gemein. Letztere sind eine eigene alte Sorte, die in den Weinbergen traditionell zwischen Reben gepflanzt wird, zum Beispiel im klimatisch günstigen Moseltal. Das Fruchtfleisch dieser meist kleineren, pelzigeren Pfirsiche ist weißlich bis tiefrot – letztere heißen daher auch „Blutpfirsich“.
In Deutschland ist der gewerbliche Pfirsich- oder Nektarinen-Anbau selten und regional auf Gebiete beschränkt, die den Ansprüchen der wärmeliebenden Kultur genügen. Das sind die klassischen Weinbaugebiete wie die Pfalz, rund um den Kaiserstuhl, entlang der Mosel oder im sächsischen Elbtal. Die Früchte, die von Mai bis in den Oktober hinein in den Läden liegen, stammen überwiegend aus Südeuropa, vor allem aus Spanien, Italien und Griechenland. Die Hauptsaison läuft von Juli bis September, auch für Früchte aus dem regionalen Freiland.
Beim Einkauf gilt: Pfirsiche und Nektarinen sollten duften und auf leichten Druck nachgeben. Noch grüne Stellen und sehr harte Früchte zeigen, dass sie zu früh gepflückt wurden. Nach der Ernte reifen sie nur gut nach, wenn sie ihre Mindestpflückreife erreicht haben; nur dann können sie selbstständig Aroma und Geschmack optimal weiterentwickeln. Am besten gelingt das bei Zimmertemperatur neben Äpfeln oder Bananen, die das natürliche Reifegas Ethylen abgeben. Ausgereifte Früchte halten sich wenige Tage lang im Kühlschrank, sollten aber vor dem Verzehr wieder Zimmertemperatur haben, damit sie ihr Aroma entfalten können.
Mit rund 40 Kilokalorien und fast 90 Prozent Wasser pro 100 Gramm bieten Pfirsiche und Nektarinen saftig-süßen Sommergenuss zum Snacken. Sie lassen sich aber auch vielseitig verwenden:
- Die Klassiker: Das Dessert „Pfirsich Melba“ aus pochierten Pfirsichen, Vanilleeis und Himbeersoße oder der venezianische Bellini aus frischem Pfirsichpüree mit Prosecco (geht auch alkoholfrei) sind zeitlos.
- Vom Grill: Halbierte Früchte kurz grillen, bis sich sanfte Röstaromen bilden, und mit Honig, Thymian, Mandelblättchen und Ziegenkäse servieren.
- Peach Cobbler: Der Südstaaten-Klassiker gelingt leicht, indem man Pfirsichscheiben mit einem lockeren Rührteig bedeckt, backt und lauwarm serviert.
- Für heiße Tage: Fruchtpüree in Eiswürfelformen einfrieren, um Mineralwasser natürlich zu aromatisieren oder das Püree mit Joghurt verrührt als schnelles Dessert nutzen.
Die Hauptsaison eignet sich auch, um größere Mengen der Früchte zu kaufen und haltbar zu machen: Eingekocht als Kompott oder Konfitüre bringen Pfirsiche oder Nektarinen Sommergenuss in den Winter hinein.
Verena Dorloff, bzfe.de
Weitere Informationen:
BZfE: Süßes vom Grill – fruchtige Spieße, Stockbrot und Eiscreme
BZfE: Pfirsich und Nektarine – Was ist der Unterschied?
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Endometriose – Das Selbsthilfebuch
Neuer Ratgeber bei TRIAS
Die Krankheit Endometriose ist ein Chamäleon mit vielen verschiedenen Gesichtern: Betroffene Frauen leiden unter heftigen Unterleibsschmerzen im Zyklus und bei der Menstruation, einem unangenehmen Blähbauch, Verdauungsproblemen oder haben Schmerzen beim Sex oder auf der Toilette. Oft werden die Beschwerden nicht ernst genommen und als „normales Frauenleiden“ abgetan; der Weg zur richtigen Diagnose ist lang.
In dem Ratgeber „Endometriose – Das Selbsthilfebuch“ (Partner-Link*)(TRIAS Verlag, Stuttgart 2026) bringen diese Autorinnen ihre Erfahrungen aus vier verschiedenen Fachbereichen ein: Ernährungs- und Gesundheitswissenschaftlerin Nicole R. Heinze, Heilpraktikerin Katharina Kubosch, Physiotherapeutin Annika Cost und Sexual- und Paarberaterin Naila Rediske. Sie erklären die Behandlungsansätze, die sich in ihrer Praxis für die meisten Betroffenen als besonders wirksam erwiesen haben:
- Naturheilkunde: Heilkräuter, die besten Teemischungen, wohltuende Bauchmassagen, Nahrungsergänzungsmittel, Selbstcoaching-Methoden.
- Sexualtherapie: Körperwahrnehmung stärken, Gefühle wahrnehmen, Sex schmerzfrei und lustvoll erleben.
- Ernährungspraxis: individuelle Trigger erkennen, antientzündlich essen, Verdauung und Darmmikrobiom stärken.
- Physiotherapie: schmerzhafte Spannungen lösen durch Beckenbodenentspannung, gezielte Atem-, Dehn- und Yogaübungen, Übungen für mehr Raum im Becken
Das Buch:
Nicole R. Heinze, Annika Cost-Heil, Katharina Kubosch, Naila Rediske. Endometriose – Das Selbsthilfebuch. Selbst aktiv werden mit den besten Methoden aus Physio- und Sexualtherapie, Ernährungsmedizin und Naturheilkunde. (Partner-Link*) TRIAS Verlag, Stuttgart. 2026. Buch EUR [D] 26,00. EPUB EUR [D] 25,99. ISBN Buch: 9783432121611. ISBN EPUB: 9783432121628
Weitere Informationen wie das Vorwort, Stichwortverzeichnis und Musterseiten finden Sie unter „Mehr zum Produkt“ hier.
Über die Autorinnen:
Nicole Heinze arbeitet seit 2016 als studierte Ernährungs- und Gesundheitswissen-schaftlerin zur Frauengesundheit. Sie ist freiberufliche Ernährungsberaterin und Zyklus-Coachin mit eigener Praxis und Onlinepraxis in Hannover und kombiniert dort Ernährungs- und Hormonwissen mit Stressmanagement und Coachingtechniken.
Katharina Kubosch ist Heilpraktikerin und zertifizierte systemische Coachin mit Fokus auf Frauen- und Zyklusgesundheit. Seit 2021 begleitet sie u.a. Endometriose-Betroffene mit Pflanzenheilkunde, Nährstofftherapie und systemischem Coaching für mehr Lebensqualität.
Annika Cost arbeitet seit 2020 als studierte Physiotherapeutin mit dem Schwerpunkt Endometriose und Beckenbodentherapie. Sie kombiniert Physiotherapie, Beckenboden, Ernährung, Stressmanagement, Lympharbeit und Hypnose.
Naila Rediske ist seit 2020 Sexual- und Paarberaterin in eigener Praxis. Sie hat sich unter anderem spezialisiert auf die Begleitung von Menschen mit einer emotional belasteten oder schmerzhaften Sexualität.
Die Stärke der Autorinnen liegt in der Vielfalt: Vier Fachrichtungen – ein gemeinsames Ziel, interdisziplinäre Begleitung für Menschen mit Endometriose/Adenomyose. Kennengelernt haben sie sich durch die Arbeit für die Endo Health GmbH.
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Bettina Ziegler | Alexandra Hofmann
Thieme Communications, TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG, ein Unternehmen der Thieme Gruppe, Oswald-Hesse-Str. 50, 70469 Stuttgart, Tel.: +49 711 8931-319/-318, Fax: +49 711 8931-167, bettina.ziegler@thieme.de, alexandra.hofmann@thieme.de, www.thieme.com
Ist Hafer eine Lösung bei Unverträglichkeiten?
Warum ausgerechnet ein jahrtausendealtes Getreide immer mehr Aufmerksamkeit von Wissenschaft und Ernährungsexperten erhält
Hafer erlebt seit Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung. Ob als Frühstück, Pflanzendrink oder Zutat in modernen Rezepten – das traditionsreiche Getreide gilt längst nicht mehr als Nischenprodukt. Doch was steckt hinter seinem guten Ruf? Wissenschaftliche Erkenntnisse liefern Hinweise darauf, warum Hafer von vielen Menschen besser vertragen wird als andere Getreidearten und welche Rolle seine Gene dabei spielen.
Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung von Helmholtz Munich, der Universität Lund und dem Forschungsverbund ScanOats hat erstmals das vollständige Erbgut des Hafers entschlüsselt und analysiert. Damit konnte auf genetischer Ebene nachvollzogen werden, weshalb Hafer in vielen Fällen weniger Allergien und Unverträglichkeiten auslöst als beispielsweise Weizen oder Roggen.
Weniger problematische Proteine als Weizen
Das Besondere: Die Forschenden stellten fest, dass Hafer deutlich weniger Proteine enthält, die den glutenhaltigen Speicherproteinen anderer Getreide ähneln. Diese Proteine stehen im Zusammenhang mit Zöliakie und verschiedenen Weizenunverträglichkeiten.
Die neuen Erkenntnisse bestätigen damit, warum reiner, nicht mit anderen Getreiden verunreinigter Hafer für viele Menschen im Rahmen einer glutenfreien Ernährung geeignet sein kann. Allerding sollte bei einer Weizenallergie oder anderen individuellen Unverträglichkeiten eine Ernährungsumstellung grundsätzlich ärztlich begleitet werden.
Ballaststoffe mit wissenschaftlich belegtem Nutzen
Neben seiner guten Verträglichkeit besitzt Hafer eine weitere Besonderheit: Er enthält außergewöhnlich hohe Mengen an Beta-Glucanen. Diese löslichen Ballaststoffe gehören zu den am besten untersuchten Inhaltsstoffen des Getreides.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt, dass Beta-Glucane aus Hafer zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels beitragen können. Zudem beeinflussen sie den Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit positiv und fördern ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.
Die entschlüsselte Genomsequenz zeigt erstmals auch, welche Gene für die Bildung dieser gesundheitsfördernden Ballaststoffe verantwortlich sind. Dieses Wissen eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Züchtung besonders nährstoffreicher Hafersorten.
Komplexer als das menschliche Genom
Dass diese Entdeckung überhaupt möglich wurde, ist bemerkenswert. Das Hafer-Genom gehört zu den komplexesten unter den Kulturpflanzen. Hafer besitzt sechs Chromosomensätze mit insgesamt mehr als 80.000 Genen – rund viermal so viele Gene wie der Mensch.
Über sechs Jahre hinweg arbeiteten Wissenschaftler daran, dieses außergewöhnlich komplexe Erbgut vollständig zu entschlüsseln. Die genetische Analyse liefert nun nicht nur Erkenntnisse für die Ernährungsforschung, sondern auch für die Landwirtschaft.
Nachhaltiger Anbau gewinnt an Bedeutung
Hafer überzeugt nicht nur durch seine ernährungsphysiologischen Eigenschaften. Im Vergleich zu vielen anderen Getreidearten benötigt sein Anbau häufig weniger Pflanzenschutzmittel und Dünger. Zudem gedeiht Hafer auch auf weniger ertragreichen Böden und gilt als vergleichsweise ressourcenschonende Kulturpflanze.
Die neuen genetischen Erkenntnisse ermöglichen künftig gezieltere Züchtungen. Ziel sind Hafersorten mit höheren Gehalten an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, besserer Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und Krankheiten sowie stabileren Erträgen – ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Landwirtschaft im Klimawandel.
Fazit
Hafer ist weit mehr als ein Ernährungstrend. Die erstmals vollständige Entschlüsselung seines Genoms liefert wissenschaftliche Erklärungen dafür, weshalb das Getreide häufig besser vertragen wird als andere Getreidearten und welche Inhaltsstoffe seine positiven Eigenschaften ausmachen. Gleichzeitig eröffnet die Forschung neue Perspektiven für gesündere Lebensmittel und eine nachhaltigere Pflanzenzüchtung.
Für Menschen mit Weizenunverträglichkeiten oder dem Wunsch nach einer ballaststoffreichen Ernährung könnte Hafer – je nach individueller Diagnose – künftig noch stärker in den Fokus rücken. Die Wissenschaft hat damit einen wichtigen Schritt gemacht, um die besonderen Eigenschaften dieses traditionsreichen Getreides besser zu verstehen.
Mehr Interesse an solchen Erkenntnissen?
Die Meldung wurde inspiriert durch einen Beitrag in dem Buch „Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?“. Das Buch steckt voller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Wirksamkeit natürlicher Heilmittel und Hilfsmittel.
Buchdaten: Michael Petersen, Reaktion mediportal-online.eu, Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?, ISBN 978-3-384-60436-1, Info-Seite zum Buch beim Verlag.
Eine Buchbeschreibung findet sich im Bücher-Blog.
Quellenverzeichnis:
Kamal, N., Tsardakas Renhuldt, N., Bentzer, J., Gundlach, H., Haberer, G., Juhász, A., Lux, T., Bose, U., Tye-Din, J. A., Lang, D., van Gessel, N., Reski, R., Fu, Y.-B., Spégel, P., Ceplitis, A., Himmelbach, A., Waters, A. J., Bekele, W. A., Colgrave, M. L., Hansson, M., Stein, N., Mayer, K. F. X., Jellen, E. N., Maughan, P. J., Tinker, N. A., Mascher, M., Olsson, O., Spannagl, M. & Sirijovski, N. (2022). The mosaic oat genome gives insights into a uniquely healthy cereal crop. Nature, 606(7912), 113–119. https://doi.org/10.1038/s41586-022-04732-y
Helmholtz Munich. (2022). The Oat Genome Unlocks the Unique Health Benefits of Oats. Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Verfügbar unter: https://www.helmholtz-munich.de/en/newsroom/news-all/artikel/the-oat-genome-unlocks-the-unique-health-benefits-of-oats-2
European Food Safety Authority (EFSA). (2010). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to beta-glucans from oats and barley and maintenance of normal blood cholesterol concentrations. EFSA Journal, 8(12), 1885. https://doi.org/10.2903/j.efsa.2010.1885
European Food Safety Authority (EFSA). (2011). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to beta-glucans and reduction of post-prandial glycaemic responses. EFSA Journal, 9(6), 2207. https://doi.org/10.2903/j.efsa.2011.2207
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). (2024). Vollkornprodukte und Ballaststoffe – Empfehlungen für eine gesundheitsfördernde Ernährung. Bonn: Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Verfügbar unter: https://www.dge.de
Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e. V. (DZG). (2024). Hafer bei Zöliakie – Informationen für Betroffene. Stuttgart: Deutsche Zöliakie-Gesellschaft. Verfügbar unter: https://www.dzg-online.de
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Ist mein Kind gut versorgt?
Infos für Eltern zu Nahrungsergänzungsmitteln
Viele Eltern kennen das: Ihr Kind mag kein Gemüse, verweigert Fisch, verzichtet auf Fleisch oder lebt gefühlt von „Nudeln mit Tomatensoße“. Andere Eltern sorgen sich um die Versorgung mit Vitamin D, weil ihr Kind wenig draußen ist, oder wünschen sich einen Extra-Schub an Nährstoffen für Konzentration und Immunsystem. Manche denken da an Nahrungsergänzungsmittel – schließlich möchte man nur das Beste für sein Kind.
Die Studienlage in Deutschland zeigt: Die Nährstoffzufuhr von Kindern ist insgesamt gut. Für gesunde Kinder sind Nahrungsergänzungsmittel somit in der Regel nicht notwendig. Darauf weisen unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hin.
Außerdem zeigt ein Marktcheck des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv): Viele speziell für Kinder beworbene Nahrungsergänzungsmittel sind willkürlich zusammengesetzt und teilweise deutlich zu hoch dosiert. Ohne medizinische Abklärung sollten diese Produkte daher nicht gegeben werden.
Kinder müssen nicht jedes Gemüse oder Obst mögen und Geschmäcker verändern sich. Häufig braucht es mehrere Anläufe, bis neue Lebensmittel akzeptiert werden. Es ist nicht schlimm, wenn ein Kind vorübergehend bestimmte Lebensmittel nicht oder nur sehr eingeschränkt isst. Wichtig ist, aktuell unbeliebte Lebensmittel und Speisen immer wieder anzubieten und Vielfalt vorzuleben – ohne Zwang. Auch das Umfeld spielt eine Rolle: Manche Kinder probieren in der Kita oder der Schule eher Neues als zu Hause oder umgekehrt.
Praktisch helfen kann es, Lebensmittel in unterschiedlichen Varianten anzubieten – roh, gedünstet, gebraten oder püriert. Beispielsweise kann Gemüse fein püriert als Suppe oder Soße angeboten werden, zusammen mit Obst in Smoothies oder „versteckt“ in Aufläufen. Mundgerecht geschnittene Rohkost, fantasievolle Namen wie „Piratensuppe“ oder „Zaubertopf“ sowie lustige Formen können zusätzlich motivieren. Auch wenn Kinder in die Speisenauswahl und Zubereitung einbezogen werden, steigt oft die Bereitschaft zu probieren.
Isst ein Kind wenig oder kein Fleisch, sollte besonders auf eine ausreichende Eisenzufuhr geachtet werden. Gute pflanzliche Eisenquellen sind beispielsweise Hülsenfrüchte, Haferflocken und Hirse. Vitamin C – etwa aus Zitrusfrüchten (z. B. einem Glas Orangensaft zur Mahlzeit) – verbessert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln.
Vitamin B12 ist vor allem in Eiern sowie Milch und Milchprodukten enthalten. Kinder, die keinen Fisch essen, nehmen häufig weniger langkettige Omega-3-Fettsäuren zu sich als empfohlen. Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, wird unterschiedlich bewertet; ein genereller Bedarf an Nahrungsergänzungsmitteln ist bislang nicht nachgewiesen. In jedem Fall ist es empfehlenswert Omega-3-reiche Pflanzenöle wie Raps-, Lein- und Walnusssöl sowie Nüsse und Samen regelmäßig zu verwenden.
Bei einer rein pflanzlichen – also veganen – Ernährung empfiehlt sich eine Begleitung durch eine Ärztin, einen Arzt oder eine qualifizierte Ernährungsfachkraft, um die Nährstoffversorgung sicherzustellen.
Anzeichen für eine mögliche Unterversorgung können sein, wenn ein Kind dauerhaft antriebslos wirkt, wenig spielt, schnell ermüdet oder auffallend blass ist. Solche Beobachtungen sollten Eltern ernst nehmen. Wichtig ist jedoch, nicht willkürlich zu Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen. Eine eigenständige Supplementierung birgt das Risiko einer Überdosierung– insbesondere bei fettlöslichen Vitaminen wie Vitamin D. Besteht der Verdacht auf einen Mangel, sollte eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert werden. Dort kann geklärt werden, ob tatsächlich eine unzureichende Versorgung vorliegt und ob eine gezielte Supplementierung sinnvoll ist.
Caroline Thiesmeier-Dormann, bzfe.de
Weitere Informationen:
BZfE: Nahrungsergänzungsmittel – Antworten auf die wichtigsten Fragen
BZfE: Nur noch Nudeln mit Ketchup? Tipps für Eltern von „Picky Eaters“
BZfE: Kindliche Ess-Typen – typische Verhaltensmuster beim Essen achtsam begleiten
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Michaeleen Doucleffs »Kinder brauchen Dopamin«
Die positive Wirkung von Dopamin verstehen und Kindern helfen, Freude, Fokus und Selbstvertrauen zu gewinnen.
In den vergangenen dreißig Jahren hat sich die Welt rasant verändert – egal ob auf Social Media, im Café nebenan oder am Arbeitsplatz: An jeder Ecke wartet der nächste Dopaminrausch. Und direkt danach wartet unser Gehirn gleich auf den nächsten. Die Bestseller-Autorin und Chemie-Doktorin Michaeleen Doucleff weiß, wie schädlich diese Zustände für uns Menschen, und besonders für unsere Kinder sind.
Denn moderne Technologien und Fast-Food-Snacks beeinflussen das Gehirn. Sie machen süchtig, müde, unruhig und gereizt. Doch wenn wir verstehen, wie Dopamin im Körper tatsächlich wirkt, können wir unseren Kindern mit klaren Regeln und guten Gewohnheiten zu Freude, Fokus und Selbstvertrauen verhelfen. Dafür hat Doucleff ein klares Fünf-Schritte-Programm entwickelt. Dieser konkrete Leitfaden (Partner-Link*) schafft auf Basis neuester Erkenntnisse aus Neurowissenschaft und Psychologie sowie mit vielen praktischen Tipps Platz für Nähe, Fantasie und Harmonie im Familienalltag.
Nach ihrem Weltbestseller »Kindern mehr zutrauen« zeigt Naturwissenschaftlerin und Journalistin Michaeleen Doucleff in ihrem neuen Buch, wie Dopamin unser Leben und den Alltag von Familien beeinflusst.
Dabei räumt sie mit zahlreichen Mythen rund um den als »Glückshormon« bekannten Neurotransmitter auf, denn fast alles, was wir über Dopamin bisher gehört haben, ist falsch. Während wir häufig über seine negativen Auswirkungen diskutieren – von Social Media über Gaming bis hin zu Junk Food –, tritt in den Hintergrund, wie wichtig er für das Lernen und die Konzentration ist: Ohne Dopamin würden wir weder laufen lernen noch uns für längere Zeit in komplexe Inhalte vertiefen können. Debatten um Social-Media-Verbote und »ungesundes« Essen helfen Eltern daher nicht weiter, wenn es darum geht, sich aus Abhängigkeiten zu lösen und Kindern gesunde Gewohnheiten zu vermitteln und selbst ein gutes Vorbild zu sein. Alltagsnah und wissenschaftlich fundiert schildert Michaeleen Doucleff ihren eigenen Weg als Mutter einer neunjährigen Tochter und zeigt uns, wie wir Dopamin zu unserem Vorteil nutzen können.
Die Autorin:
Dr. Michaeleen Doucleff studierte Chemie an der University of California in Berkeley. Sie arbeitete viele Jahre als Redakteurin für Cell, eines der renommiertesten Wissenschaftsmagazine. Als Radio-Korrespondentin gewann sie zahlreiche Preise und ist auf NPR (National Public Radio) eine der bekanntesten Journalistinnen. Zahlreiche ihrer Artikel mit gesundheitlichen und pädagogischen Inhalten entwickelten sich auf NPR zu viralen Hits und erreichen dort ein Millionenpublikum. Ihr erstes Buch »Kindern mehr zutrauen« ist sowohl ein internationaler Erfolg als auch ein Spiegel-Bestseller. Doucleff lebt mit ihrer Familie in Texas.
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Vivienne Kara (she/her)
Presse- und Veranstaltungsreferentin
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Der Thymus: vom unterschätzten „Kinderorgan“ zum Schlüssel für Immunkraft und gesundes Altern
Bioresonanz-Redaktion erläutert neue Studien, die zeigen: Der Thymus ist kein überholtes Organ aus der Kindheit, sondern ein unterschätzter Taktgeber des Immunsystems während des ganzen Lebens
Er ist klein, sitzt unscheinbar im oberen Brustraum – und könnte doch zu einem der wichtigsten Bausteine der modernen Medizin werden: der Thymus. Lange Zeit galt das Organ als biologisches Relikt der Kindheit, das sich im Erwachsenenalter weitgehend zurückbildet und an Bedeutung verliert. Neue Forschungsergebnisse erzählen nun eine völlig andere Geschichte – eine, die das Verständnis von Immunabwehr, Krankheitsrisiken und sogar Krebsbehandlungen grundlegend verschiebt.
Thymus – ein Organ, das mehr kann, als lange gedacht
Der Thymus ist die „Ausbildungsstätte“ unseres Immunsystems: Hier reifen T-Zellen heran – spezialisierte Abwehrzellen, die Krankheitserreger erkennen und bekämpfen. Dass diese Funktion auch im Erwachsenenalter relevant bleibt, rückt nun zunehmend in den Fokus der Wissenschaft.
„Wenn es gelingt, die Thymusgesundheit rechtzeitig und zuverlässig zu analysieren, lassen sich individuelle Krankheitsrisiken deutlich früher erkennen und gezielt gegensteuern – lange bevor klinische Symptome auftreten.“, heißt es dazu in einer Pressemeldung der Universität Frankfurt am Main.
KI wirft einen neuen Blick in den Körper
Möglich wurde dieser Perspektivwechsel durch moderne Bildgebung und künstliche Intelligenz. Forschende entwickelten ein Deep-Learning-System, das CT-Aufnahmen auswertet und dabei die sogenannte Thymusgesundheit bestimmt – insbesondere anhand des Verfettungsgrads des Organs. Weniger Fett deutet dabei auf eine potenziell bessere Immunfunktion hin.
Die Analyse basiert auf mehr als 27.000 CT-Scans aus großen Langzeitstudien, darunter die National Lung Screening Trial sowie die Framingham Heart Study. Die Ergebnisse sind deutlich: Eine gute Thymusgesundheit war in den untersuchten Kohorten mit einer niedrigeren Gesamtsterblichkeit, weniger Krebserkrankungen und deutlich reduzierten kardiovaskulären Risiken verbunden.
Thymus ist mehr als ein Biomarker: ein Fenster in das Immunsystem
Der Thymus spiegelt direkt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems wider. Die Forschenden konnten zudem zeigen, dass eine gute Thymusgesundheit mit einer höheren Vielfalt an T-Zell-Rezeptoren verbunden ist – ein entscheidender Faktor für eine robuste Immunabwehr.
Gesund altern – beginnt vielleicht im Brustraum
Die Studien deuten zudem darauf hin, dass der Thymus weit mehr ist als ein Immunorgan. Er könnte ein zentraler Regulator des immunologischen Alterns sein. Ein gut funktionierender Thymus scheint Entzündungsprozesse besser zu kontrollieren und altersbedingten Erkrankungen entgegenzuwirken.
Dabei spielt auch der Lebensstil eine Rolle: Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und chronischer Stress stehen in Zusammenhang mit einer schlechteren Thymusgesundheit. Umgekehrt könnte ein gesunder Lebensstil das Organ positiv beeinflussen – mit potenziellen Effekten auf Lebensqualität und Lebenserwartung.
(Quelle: Der unterschätzte Thymus: Neue Studien zeigen Relevanz für gesundes Altern, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Informationsdienst Wissenschaft (idw))
Beeindruckendes Fallbeispiel aus der Bioresonanz-Praxis
Welche Bedeutung der Thymus für die Immunabwehr hat, veranschaulicht die Bioresonanz-Redaktion in einem Fallbeispiel, in dem Beitrag: Bioresonanz-Fallbeispiel: Thymus und Immunabwehr.
Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.
Die Redaktion von www.bioresonanz-zukunft.de veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.
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Gute Jodversorgung bei veganer und vegetarischer Ernährung
Tipps für den Essalltag
Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Es ist Hauptbestandteil der Schilddrüsenhormone, die eine wichtige Rolle zum Beispiel für Wachstum, Knochenbildung sowie die Organ- und Gehirnentwicklung von Kindern spielen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass bei vegetarischer und besonders bei veganer Ernährung ein erhöhtes Risiko für eine unzureichende Jodversorgung bestehen kann.
Die deutsche Nutritional-Evaluation-Studie vergleicht die tatsächliche Nährstoffversorgung mit der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen Jodaufnahme von 150 Mikrogramm (µg) am Tag bei verschiedenen Ernährungsweisen. Die Ergebnisse zeigen, dass für die Mehrzahl der Teilnehmenden unabhängig von der Ernährungsform – egal ob omnivor, flexitarisch, vegetarisch oder vegan – das Risiko für eine Unterversorgung bestand. Die Ausprägung war aber bei veganer Ernährung am stärksten. Auch laut Weltgesundheitsorganisation gilt Deutschland (wieder) als Jodmangelgebiet.
2024 wurde in Großbritannien eine Berechnung der Jodaufnahme nach den Empfehlungen der Planetary Health Diet (pflanzenbetonte Ernährung mit einem reduzierten Anteil an tierischen Lebensmitteln) veröffentlicht: Die Jodzufuhr betrug rund 128 µg am Tag, Hauptquellen waren Milch und Milchprodukte, Eier und Fisch. Ein Austausch von Milch und Milchprodukten gegen nicht angereicherte pflanzliche Milchalternativen reduzierte die Jodaufnahme auf weniger als die Hälfte (54 µg Jod/Tag).
Eine langfristige Unterversorgung mit Jod kann Folgen für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit haben. Deshalb erfordert ein Speiseplan, der tierische Lebensmittel wie Seefisch, Milch und Milchprodukte, Fleisch, Wurstwaren und Eier als wichtige Jodquellen teilweise oder vollständig ausschließt, besondere Aufmerksamkeit.
Um eine ausreichende Jodversorgung bei einer veganen Ernährung zu sichern, ist es wichtig,
- grundsätzlich jodiertes Speisesalz oder mit Meeresalgen versetztes Meersalz mit definiertem Jodgehalt zu verwenden. Salzaufnahmen in Höhe der Empfehlung der DGE von 6 Gramm pro Tag können rund 4/5 der empfohlenen Jodzufuhr sicherstellen.
- Lebensmittel zu wählen, die mit Jodsalz hergestellt wurden, wie zum Beispiel Brot, pflanzliche Milch-, Wurst- oder Fleischalternativen.
- Algen oder Produkte mit Algen zur Bedarfsdeckung zu wählen. Da die Jodgehalte in Algen stark schwanken und extrem hoch sein können, sind diese nicht uneingeschränkt empfehlenswert. Nur solche Produkte wählen, bei denen der Jodgehalt und die maximale tägliche Aufnahmemenge angegeben sind.
Wenn bei einer rein pflanzlichen Ernährung über Lebensmittel nicht genug Jod aufgenommen wird, kann laut DGE nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin ein Jodsupplement mit 100 µg am Tag eingenommen werden.
Bei einer vegetarischen Ernährung kann eine gezielte Lebensmittelauswahl ausreichend Jod liefern. Daher am besten regelmäßig Milch, Milchprodukte und Käse konsumieren und auf Wunsch auf angereicherte Milchalternativen zurückgreifen. Außerdem, wie bei der veganen Ernährung, grundsätzlich jodiertes Speisesalz verwenden und Lebensmittel wählen, die mit Jodsalz hergestellt wurden.
Dr. Birgit Jähnig, bzfe.de
Weitere Informationen:
BZfE: Wenn Salz, dann Jodsalz
BfR: Veganismus: Vitamin B12 wird gut ergänzt, Jod ist das Sorgenkind
DGE: Neubewertung der DGE-Position zu veganer Ernährung
DGE: Jod
Studie: Iodine and plant-based diets: a narrative review and calculation of iodine content
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Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
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Dr. Margareta Büning-Fesel
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Kinder im Autismus-Spektrum durch Spielen fördern
Neuer Ratgeber bei TRIAS
Wenn Kinder die Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASS) erhalten, stehen viele Eltern vor der Frage, wie sie ihr Kind bestmöglich in seiner Entwicklung unterstützen können. Gerade im Kleinkind- und Kindergartenalter kommt dem Spiel dabei eine zentrale Bedeutung zu, denn über das Spielen erschließen sich Kinder ihre Umwelt und erwerben wichtige Fähigkeiten.
Kinder im Autismus-Spektrum zeigen jedoch häufig Besonderheiten in verschiedenen Entwicklungsbereichen – auch im Spielverhalten. Sie beschäftigen sich oft lieber allein und bevorzugen bestimmte Abläufe oder Aktivitäten, die sie wiederholt auf ähnliche Weise ausführen.
Ergotherapeutin Irmgard Himmelbauer zeigt in dem Ratgeber „Kinder im Autismus-Spektrum durch Spielen fördern“ (Partner-Link*)(TRIAS Verlag, Stuttgart 2026) wie Eltern, Therapeut*innen oder Pädagog*innen mit einfachen Spielen das Kind gezielt begleiten und Schritt für Schritt fördern können.
Das Buch: Irmgard Himmelbauer. Kinder im Autismus-Spektrum durch Spielen fördern. Schritt für Schritt gemeinsam wachsen und Herausforderungen meistern. Spielideen und Begleitung für Eltern und Fachkräfte. (Partner-Link*) (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2026. Buch EUR [D] 24,00. EPUB EUR [D] 23,99. ISBN Buch: 9783432121192. ISBN EPUB: 9783432121208
Buchinhalte:
- Praktische Spielideen und Anleitungen: Viele praktische Spielideen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die mit Kindern zu Hause, im Kindergarten oder in der Therapie umsetzbar sind.
- Verhalten verstehen und regulieren: Wissen über Wahrnehmungsbesonderheiten autistischer Menschen hilft, die Spielsituation und Interaktion so zu gestalten, dass das Miteinander gelingt.
- Spielend für den Alltag lernen: ein Kind lernt im Spiel genau das, was es für seine Entwicklung braucht.
Weitere Informationen wie das Vorwort, Stichwortverzeichnis und Musterseiten finden Sie unter „Mehr zum Produkt“ hier.
Über die Autorin:
Irmgard Himmelbauer, MSc. ist seit 1993 als Kinder-Ergotherapeutin und Lehrende an Fachhochschulen in Wien und Niederösterreich tätig. Sie hat im Lauf ihrer 30-jährigen Berufstätigkeit zahlreiche Kinder mit ASS-Diagnose und deren Eltern begleitet und hält Fortbildungen für Fach-Kolleg*innen im „Spielend lernen mit Kindern aus dem Autismus-Spektrum“. Sie hat zahlreiche Zusatzausbildungen absolviert u.a. in Sensorischer Integrationstherapie, Bobath-Therapie, Marte-Meo, Sprachentwicklung (Zollinger), DIR-Floor-Time®, AD/HS Therapie, Cognitive Science.
Pressekontakt:
Bettina Ziegler | Alexandra Hofmann
Thieme Communications, TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG, ein Unternehmen der Thieme Gruppe. Oswald-Hesse-Str. 50, 70469 Stuttgart. Tel.: +49 711 8931-319/-318. Fax: +49 711 8931-167
bettina.ziegler@thieme.de, alexandra.hofmann@thieme.de, www.thieme.com
Sollen Babys und Kleinkinder bei Sommerhitze mehr trinken?
Tipps für Eltern
An heißen Tagen sind Babys und Kleinkinder im Schatten und an kühleren Orten gut aufgehoben. Und wie sieht es mit dem Flüssigkeitshaushalt aus? Wenn es heiß ist und die Kinder mehr schwitzen, sollen sie dann mehr trinken? „Auch bei großer Hitze brauchen gesunde Babys, ob gestillt oder mit Säuglingsanfangsnahrung ernährt, kein zusätzliches Wasser oder andere Getränke. Häufiges Stillen oder Füttern nach Bedarf reicht völlig aus und ist für den empfindlichen Mineralhaushalt sicherer“, sagt Kathrin Herold, Beauftragte für Stillen und Ernährung des Deutschen Hebammenverbandes. Erst ab Einführung des dritten Breis benötigen Babys tendenziell zusätzliche Flüssigkeit.
Sitzen Kleinkinder beim Essen zunehmend am Familientisch und bekommen nach und nach weniger Mutter- bzw. Flaschenmilch, lernen sie das Trinken. Tatsächlich trinken Kleinkinder laut einer Studie durchschnittlich nur etwa die Hälfte der empfohlenen Menge von rund sechs kleinen Bechern. Umso wichtiger ist es, besonders bei hohen Temperaturen Kleinkindern öfter Wasser anzubieten – sowohl zum Essen als auch zwischendurch.
Fakten und Tipps zum Thema Trinken und Hitze für Babys und Kleinkinder:
- Nach Bedarf stillen: Bei großer Hitze möchten Babys vielleicht häufiger gestillt werden und sollten nach Bedarf angelegt werden. Extra Wasser benötigen sie nicht.
- Ausreichend trinken: Kleinkindern, die bereits feste Nahrung zu sich nehmen, ausreichend Wasser anbieten. Als Regel gilt: Ein- bis vierjährige Kinder sollten 820 Milliliter am Tag trinken. Bei hohen Temperaturen oder stärkerer körperlicher Aktivität steigt der Flüssigkeitsbedarf.
- Am besten Wasser: Kleinkinder bekommen am besten Wasser zu trinken – egal ob Leitungs- oder Mineralwasser. Ungesüßte, zuckerfreie Getränke wie Kräuter- oder Früchtetee können zusätzlich angeboten werden. Bei Kräutertees möglichst variieren.
- Diese Getränke vermeiden: Getränke mit Koffein wie Cola, Kaffee, Grün- und Schwarztee sowie Eistee und Energydrinks sind tabu. Limo und Fruchtsäfte enthalten viel Zucker und können das Risiko für Übergewicht und Karies steigern.
Weitere Informationen:
Netzwerk Gesund ins Leben: Ab wann brauchen Säuglinge zusätzlich Flüssigkeit?
Netzwerk Gesund ins Leben: Was und wie viel sollen Kleinkinder trinken?
Netzwerk Gesund ins Leben: Handlungsempfehlungen –Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen
Netzwerk Gesund ins Leben: Handlungsempfehlungen –Ernährung und Bewegung im Kleinkindalter
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