Archiv der Kategorie: Nährstoffe

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Intervallfasten

Begünstigt der Ernährungstrend Essstörungen?

Immer mehr Menschen nutzen regelmäßig Intervallfasten, um das Körpergewicht zu kontrollieren oder ein paar Pfunde zu verlieren. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, vor allem Frauen, kann dieses Essverhalten allerdings Essstörungen begünstigen. Das zumindest lässt eine kanadische Studie vermuten, an der über 2.700 Probanden im Alter von 16 bis 30 Jahren beteiligt waren.

Unter Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten, versteht man den Verzicht oder starke Einschränkung von Nahrung in bestimmten Zeitfenstern, die von Perioden mit normaler Nahrungsaufnahme unterbrochen werden. Es gibt verschiedene Formen. Besonders verbreitet ist, dass man innerhalb von acht Stunden am Tag normal isst und die restliche Zeit fastet (16:8). Beim 5:2-Protokoll folgen auf fünf Tage Essen zwei Tage mit reduzierter Kalorienaufnahme. Es gibt auch die Möglichkeit, jeden zweiten Tag zu fasten („alternate-day-fasting“).

Die Forschenden werten Daten aus der „Canadian Study of Adolescent Health Behaviors“ aus, die Informationen über Ess- und Lebensgewohnheiten sowie die soziale Gesundheit von jungen Menschen sammelt. Die Untersuchung fand im November und Dezember 2021 statt. Intervallfasten war in der Stichprobe weit verbreitet: Knapp 48 Prozent der Frauen und 38 Prozent der Männer hatten die Fastenmethode in den vergangenen zwölf Monaten genutzt.

Vor allem bei Frauen stand Intervallfasten mit ungesunden Einstellungen und Verhaltensweisen in Zusammenhang, die auf eine Essstörung hindeuten oder deren Entwicklung begünstigen können. Dazu zählten beispielsweise Überessen, Konsum von Abführmitteln, Essanfälle und bewusst herbeigeführtes Erbrechen. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern war die Wahrscheinlichkeit höher, zwanghaft Sport zu betreiben. Das ist bedenklich, da Fasten in Kombination mit übermäßiger sportlicher Betätigung das Herz-Kreislauf-System belasten kann.

Möglicherweise ist Intervallfasten nicht so unbedenklich, wie es häufig eingestuft wird. Die Forschenden rufen in der Fachzeitschrift „Eating Behaviors“ dazu auf, die Fastenmethode vor allem für Heranwachsende nicht zur Gewichtskontrolle und -abnahme zu empfehlen. „Wir brauchen mehr Aufklärung im Gesundheitswesen und eine stärkere Sensibilisierung der Öffentlichkeit, auch in den sozialen Medien, für mögliche Schäden des Intervallfastens“, erklärt Studienautorin Kyle T. Ganson von der Universität Toronto. Allerdings steht die Wissenschaft noch am Anfang. Weitere Studien müssen folgen, um die Hintergründe zu beleuchten und die Zusammenhänge besser zu verstehen. Der nachhaltigste Weg zur Gewichtsabnahme ist nach wie vor nicht Fasten oder eine Diät, sondern eine langfristige Ernährungsumstellung hin zu einer vollwertigen und ausgewogenen Kost mit reichlich Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:


https://doi.org/10.1016/j.eatbeh.2022.101681

Wie Intervallfasten empfohlen wird, lesen Sie hier:
https://www.bzfe.de/fileadmin/resources/import/pdf/online_spezial_7_2017_intervallfasten.pdf

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Dr. Hanns-Christoph Eiden
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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Mehr Nüsse auf den Teller

So kommt man an den Kern

Unser Speiseplan soll gesund und umweltgerecht sein. Damit unsere Gesundheit und die unseres Planeten gleichermaßen geschützt werden, müsste laut Empfehlungen der „Planetary Health Diet“ unser Konsum an Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen ungefähr verdoppelt werden, der Verzehr von Fleisch und Zucker dagegen halbiert. 50 Gramm Nüsse und Kerne am Tag sieht dieser Speiseplan der Zukunft zum Beispiel vor. Das sollte in der Weihnachtszeit wohl kein Problem sein, denn traditionell gehören Nüsse in vielen Haushalten auf den Nikolaus- und Weihnachtsteller. Auch in vielen Plätzchen, Weihnachtsstollen und -kuchen dürfen sie nicht fehlen.

Auf den Weihnachtsteller kommen in der Regel ganze Nüsse und Mandeln. Auch Erdnüsse sind beliebt. Letztere gehören trotz des Namens botanisch gesehen gar nicht zu den Nüssen, sondern zu den Hülsenfrüchten. Sie sind sehr einfach mit der Hand zu schälen. Bei Walnüssen, Haselnüssen und Mandeln sitzt der essbare Kern – oder genaugenommen der Samen – dagegen in einer harten Schale. Hier bedarf es eines guten Nussknackers, um an ihn heran zu kommen. Ein herkömmlicher Zangennussknacker für unterschiedliche Nussgrößen reicht dafür in der Regel aus.

Der essbare Kern oder Samen ist noch mit einer dünnen Haut überzogen. Diese kann mitgegessen werden. Wer sie nicht mag, kann die Nusskerne oder Mandeln noch kurz in heißes Wasser legen, dann löst sich die Haut durch leichtes Reiben schnell ab. So frisch „blanchierte“ Nuss- und Mandelkerne eignen sich auch sehr gut zum Backen feiner Gebäcke wie z. B. Makronen, Macarons oder Zimtsterne oder auch zum Herstellen von Marzipan und Pralinen.

Einfacher ist es, auf küchenfertige Backzutaten zurückzugreifen. Nuss- und Mandelkerne gibt es in allen möglichen Varianten: ungeschält (also noch mit der feinen Haut), blanchiert, gemahlen, gehackt, als Blättchen und Stifte – da ist für jeden Verwendungszweck etwas dabei.

Bereits geknackt sind Nuss- und Mandelkerne in unterschiedlichsten Nussmischungen erhältlich und können so ganz bequem als Knabberei gegessen oder als Zutat in Salaten, Suppen usw. verwendet werden. So kann auch sonst im Jahr unser Nusskonsum an die 50 g pro Tag herankommen. Wobei die ungewürzten, nicht gesalzenen Varianten immer zu bevorzugen sind und trotz der gesunden Fette der dadurch hohe Kaloriengehalt in die Gesamtenergieaufnahme am Tag mit eingerechnet werden sollte.

Renate Kessen, www.bzfe.de

Weitere Informationen:


https://www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/nuesse/


https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/lagern-kochen-essen-teilen/planetary-health-diet/


https://www.ble-medienservice.de/0289/nuesse-lebensmittel-infoblatt


https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2021/dezemer/nuesse-kuechenfertig-machen/


https://www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/nuesse/nuesse-gesund-essen/


https://www.ble-medienservice.de/0592/kuechengeheimnissen-auf-der-spur-experimente-rund-um-keime-nuesse-speisefette

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Von Möhren und Karotten

Zweitliebstes Gemüse der Deutschen

Im Handel wird bisweilen zwischen Möhren und Karotten unterschieden: Danach sind Möhren die länglichen, walzenförmigen bis spitzen Rüben und Karotten die eher rundlichen, kurzen und dicken Rüben. Um es gleich vorweg zu sagen: Es gibt keinen botanischen Unterschied zwischen Möhren und Karotten. Es sind nur zwei Namen von vielen für das gleiche Gemüse. Weitere verbreitete Bezeichnungen sind etwa Speisemöhren, Mohrrüben, Rübli, Riebli, Gelbrübe oder Gelbe Rübe; im äußersten Nordwesten unserer Republik auch einfach nur Wurzel genannt. Die gehobene Gastronomie verwendet übrigens gerne die Bezeichnung Karotte, weil diese wohl eleganter klingt. Botanisch ist und bleibt das kultivierte primär orangefarbene Wurzelgemüse – das es allerdings auch in Gelb, Weiß, Rot und Violett gibt – immer Daucus carota subsp. sativus.

Nach den jüngsten Angaben des Statistikportals statista konsumierten die Bundesbevölkerung im Berichtszeitraum 2020/21 von diesem Gemüse rund 11,5 Kilogramm. Damit rangieren Möhren auf Platz zwei hinter Tomaten als beliebtestes Gemüse in Deutschland. Fairerweise muss man sagen, dass in dieser Statistik auch der Verzehr von Roten Rüben – alias Rote Bete – enthalten ist. Da deren Anteil am Konsum jedoch (noch) gering ist, schmälert das nicht die Bedeutung von Möhren
.
Möhren kommen zum überwiegenden Teil aus heimischer Produktion. Die Hauptanbaugebiete liegen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Möhrenfelder finden sich aber in ganz Deutschland. Importware kommt hauptsächlich aus den Niederlanden, Italien, Spanien, Dänemark, Belgien und Israel.

Folgende Angebote stehen uns zur Verfügung: Bundmöhren – die frühen Möhrensorten sind sehr zart, es gibt sie von Mai bis in den Sommer. Frisch geerntet werden sie mit Blattwerk verkauft. Meist maschinell, zum Teil aber auch in aufwändiger Handarbeit geerntet. Am Zustand der Blätter lässt sich übrigens gut erkennen, wie frisch die Möhren sind. Nach dem Kauf sollte das Kraut aber umgehend entfernt  und anderweitig verwendet werden (zum Beispiel für ein Pesto), da es sonst Wasser und Nährstoffe aus den Rüben „zieht“, und diese dadurch schneller schrumpeln. Waschmöhren – ab Spätsommer sind dann die sogenannten Waschmöhren erhältlich. Sie werden für den Verkauf gewaschen, das Blattgrün entfernt sowie nach Größe und Optik sortiert. Angeboten werden sie überwiegend in der Schale oder im Beutel, aber zunehmend auch als lose Ware. Die Lagerfähigkeit ist sehr gut. Lagermöhren – späte Möhrensorten dienen als Lagermöhren und benötigen eine besonders lange Kulturzeit. Vor dem ersten Frost werden sie dann geerntet und ohne Kraut aber mitsamt der anhaftenden Erde in Holzkisten gefüllt. Die Erde dient als Verdunstungsschutz. Vor dem Verkauf wandern sie aus den (meist gekühlten) Lagerräumen zunächst in die Waschstraße, ehe sie ihren Weg zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern antreten. Dank der Lagermöhren können in Deutschland fast ganzjährig regional produzierte Möhren angeboten werden.

Möhren sind mit 25 Kilokalorien pro 100 Gramm ein energiearmes Gemüse. Der Kohlenhydratanteil liegt bei etwas über sechs Gramm, wovon rund fünf Gramm auf Zucker entfallen. Der Ballaststoffgehalt ist mit 3,6 Gramm im Vergleich zu anderen Gemüsen relativ hoch. Richtig hoch ist der Gehalt an Carotinoiden: 9.820 Mikrogramm sind es, das ist der höchste Wert, den man unter allen gängigen Gemüsearten finden kann. Carotinoide geben dem Wurzelgemüse auch die typische Färbung. Zu ihnen gehört auch Beta-Carotin (oder Pro-Vitamin A), das der Körper selbst in Vitamin A umwandeln kann. Das Vitamin wird unter anderem zum Hell-Dunkel-Sehen benötigt. Da Carotinoide fettlöslich sind, ist es empfehlenswert, bei der Zubereitung stets etwas hochwertiges  Speiseöl oder Fett hinzu zu geben.

In der Küche sind Möhren „ein Spiel ohne Grenzen“. Ob roh als Snack, in Salaten oder als Saft, in Suppen, in Aufläufen, gedünstet als Beilage und in Mischgemüse oder püriert, Möhren lassen sich außerordentlich vielseitig verwenden und gut kombinieren, sogar herzhaft und süß. In Backwerk wie Rüblikuchen, Muffins und in Brot sorgen Möhren für Aroma und Saftigkeit.

Möhren sind am besten im Gemüsefach des Kühlschranks aufgehoben. Hier halten sie in der Regel mindestens sieben bis zehn Tage. Prinzipiell können Kunststoffverpackungen die Haltbarkeit noch deutlich verlängern. Hat sich innerhalb der Verpackung jedoch Schwitzwasser gebildet, was sehr häufig vorkommt, steigt das Fäulnis- und Schimmelrisiko. In dem Fall sollte die Umverpackungen sogleich entfernt werden. Da Möhren Ethylen-empfindlich sind, sollten sie getrennt von Äpfeln, Birnen oder Tomaten lagern, ansonsten altern sie schneller.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:


www.landwirtschaft.de/landwirtschaftliche-produkte/wie-werden-unsere-lebensmittel-erzeugt/pflanzliche-produkte/moehren

Produktinformation Möhren: www.ble-medienservice.de/0107/moehren-produktinformation

Lebensmittel-Infoblatt: www.ble-medienservice.de/0288/moehren-lebensmittel-infoblatt

www.zugutfuerdietonne.de/blog/schon-gewusst/faktenblatt-moehren


www.bzfe.de/bildung/unterrichtsmaterial/grundschule/wie-kommt-die-moehre-auf-den-teller

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Anti-Aging mit Omega-3-Fettsäuren

Wirken sie dem Alterungsprozess entgegen?

Eine Ernährung mit reichlich Omega-3-Fettsäuren hält gesund und kann offenbar auch den Alterungsprozess verlangsamen. Das lässt eine Übersichtsstudie der Polnischen Akademie der Wissenschaften vermuten, die den Zusammenhang zwischen Omega-3-Fettsäuren und sogenannten Telomeren untersucht hat. Dafür wurden elf Beobachtungs- und Interventionsstudien am Menschen und drei Studien an Nagetieren ausgewertet.

Telomere befinden sich an den Enden der Chromosomen, in denen die genetische Information der Zelle gespeichert ist. Sie wirken als „Schutzkappen“, die den Abbau der Erbinformation verhindern und dadurch die optimale Zellfunktion erhalten.

Telomere gelten als unsere biologische Uhr, da sie mit jeder Zellteilung kürzer werden. Ab einer kritischen Länge können sie ihre Schutzfunktion nicht mehr erfüllen. Das führt dazu, dass die Zelle sich nicht mehr teilt und stirbt. Je mehr Zellen diesen Punkt erreichen, desto höher ist das Risiko für Gewebeverluste und Organversagen. Die Telomerlänge steht demnach in einem direkten Zusammenhang mit dem Alterungsprozess von menschlichen Zellen. Wie stark sich Telomere verkürzen, kann durch Lebens- und Ernährungsgewohnheiten beeinflusst werden. Es ist bekannt, dass sich Entzündungen und oxidativer Stress negativ auf diesen Prozess auswirken.

Auch wenn die Ergebnisse der bislang veröffentlichten Studien nicht einheitlich sind, konnte die Mehrheit einen positiven Einfluss von Omega-3-Fettsäuren auf die Telomerlänge und damit den Alterungsprozess bestätigen. Die Forschenden führen dies in erster Linie auf die Reduktion von oxidativem Stress und Entzündungen zurück.

Allerdings ist Alterung ein komplexer Prozess, der von vielen verschiedenen Faktoren abhängt. Die Resultate müssen noch durch weitere Studien untermauert werden. Es wäre nach Ansicht der Forschenden sinnvoll, Omega-3-Fettsäuren differenzierter zu betrachten und mögliche Unterschiede bezüglich Art, Herkunft und Dosis genauer zu untersuchen. Der Bedarf kann sich je nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand unterscheiden, ist im Journal „Nutrients“ zu lesen.

Omega-3-Fettsäuren erfüllen im Körper viele wichtige Funktionen und müssen über die Nahrung zugeführt werden. Gute Lieferanten sind fettreiche Kaltwasserfische wie Hering, Lachs und Makrele, aber auch bestimmte pflanzliche Öle wie Leinöl und Rapsöl, Leinsamen, Kürbiskerne, Walnüsse und Chiasamen. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist bei einer abwechslungsreichen Ernährung in der Regel nicht notwendig und sollte daher immer mit einem Arzt abgeklärt werden.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Nutrients 2022, Bd. 14, Nr. 18, 3723; https://doi.org/10.3390/nu14183723

https://www.wissenschaft.de/gesundheit-medizin/langsamer-altern-durch-mediterrane-ernaehrung/

BZfE-Fachzeitschrift Ernährung im Fokus, Schwerpunkt Anti-Aging: https://www.ble-medienservice.de/5884/ernaehrung-im-fokus-07-08/2018?number=5884

Weltweite Versorgungslücke bei Omega-3-Fettsäuren https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2020/maerz/weltweite-versorgungsluecke-bei-omega-3-fettsaeuren/

Omega-3-Fettsäuren im Fisch https://www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/fisch/fisch-gesund-essen/

Broschüre „Fisch und Fischerzeugnisse“, Bestell-Nr. 1001, 2,50 Euro, https://www.ble-medienservice.de/1001/fisch-und-fischerzeugnisse

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Schwerpunkt Nahrungsergänzungsmittel

Herbstausgabe „Ernährung im Fokus“ erschienen

Vom Vitamin-C-Präparat bis zur Kurkuma-Kapsel – gerade in der Erkältungszeit glauben viele Menschen, ihrer Gesundheit mit einer Extraportion Vitaminen, Mineralstoffen oder anderen Nahrungsergänzungen Gutes zu tun. Davon zeugt der seit Jahren steigende Absatz. Doch wie notwendig und sinnvoll ist das Angebot? Darüber gehen die Meinungen auseinander.

Nahrungsergänzungsmittel mit allen ihren Facetten sind Schwerpunkt der Herbstausgabe von „Ernährung im Fokus“, der Fachzeitschrift des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE). Es geht um Angebot, Vermarktung und Verwendung, Nahrungsergänzungsmittel im Spannungsfeld von Lebensmittelrecht und Gesundheit oder im Sport.

Für manche sind sie „Heilsbringer“, für andere „Teufelswerk“. Doch „Schwarz-oder-weiß-Denken“ hilft bei Nahrungsergänzungsmitteln nicht weiter – oft sind es gerade die Grautöne, die für Konsumierende und Ratsuchende relevant sind: Einerseits gibt es sinnvolle Produkte für bestimmte Zielgruppen, andererseits viel Unsinn, überzogene Versprechungen und Geschäftemacherei, schreibt zum Beispiel der Glossist Stefan Hackenberg.

Darüber hinaus befasst sich die Ausgabe mit den Themen Nachhaltigkeit, Ernährungsbildung, Diversität in Schule und Beratung, postprandiale Hypotonie sowie Verbesserung der Ernährungssituation in Westafrika mithilfe eines vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziell geförderten Projekts.

Dazu präsentiert die Internet-Seite www.ernaehrung-im-fokus.de verschiedene thematisch passende „Highlights“, zum Beispiel „Calciumpräparate fördern Darmpolypen – Calcium aus Lebensmitteln nicht“ aus Ausgabe 01 2019 oder „Höchstmengen von Vitaminen und Mineralstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln“ aus Ausgabe 02 2020.

Die drei Social-Media-Accounts @ErnaehrungF (Twitter), @ErnaehrungimFokus (Facebook) und @ernaehrungimfokus (Instagram) runden mit regelmäßig erscheinenden „Wissenshäppchen“ das Angebot ab.

Ruth Rösch, www.bzfe.de

Weitere Informationen:
Ein Einzelheft der Ausgabe 03 2022 der Zeitschrift „Ernährung im Fokus“ mit der Bestell-Nr. 5283 erhalten Sie für 4,50 Euro. https://www.ble-medienservice.de/5083/ernaehrung-im-fokus-03/2020?number=5083

Das Jahresabo „Ernährung im Fokus“ hat die Bestell-Nr. 9104. Verschiedene Varianten stehen zur Auswahl: https://www.ble-medienservice.de/9104/ernaehrung-im-fokus-das-abo?number=9104

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Eine Tasse Tee genießen

Noch nie war das Heißgetränk beliebter

Wenn die kalte Jahreszeit beginnt, wird eine gute Tasse Tee besonders geschätzt. Noch nie haben die Deutschen so viel Schwarz- und Grüntee, Kräuter- und Früchtetee getrunken wie im vergangenen Jahr. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag 2021 bei 71,5 Litern – das waren anderthalb Liter mehr als im Vorjahr. Das zeigt der Tee Report 2022, den der Deutsche Tee- und Kräuterteeverband kürzlich veröffentlicht hat.

Tee im eigentlichen Sinne stammt vom Teestrauch Camellia sinensis und schließt Schwarzen sowie Grünen Tee ein. Bei Kräuter- und Früchtetees handelt es sich streng genommen um teeähnliche Erzeugnisse. Sie unterscheiden sich also nicht nur botanisch, sondern letztere enthalten in der Regel auch kein anregendes Koffein.

Vermutlich gab es in Zeiten von Lockdowns und Homeoffice noch mehr Gelegenheiten, zu Hause eine Tasse Tee zu genießen. So wurden im Corona-Jahr 2021 pro Kopf 42,7 Liter Kräuter- und Früchtetee sowie 28,8 Liter Schwarz- und Grüntee getrunken. Beim Schwarz- und Grüntee sind weiterhin die losen Tees beliebter als Beutel (55 zu 45 %), während Kräuter- und Früchtetees zu 90 Prozent als Beutel verkauft werden. Auch wenn der landesweite Verbrauch deutlich gestiegen ist, bleibt Ostfriesland mit 300 Litern pro Kopf und Jahr nach wie vor Spitzenreiter.

Immer häufiger greifen Tee-Fans zu ökologisch erzeugter Ware, informiert der Deutsche Tee- und Kräuterteeverband. Inzwischen liegt der Bio-Anteil mit 15,9 Prozent mehr als doppelt so hoch als der durchschnittliche Bio-Anteil des gesamten Lebensmittelmarktes in Deutschland (Schwarz- und Grüntee: 17,8 %, Kräuter- und Früchtetee: 15 %).

Das Tee-Sortiment ist bunt und vielseitig. Bei Kräuter- und Früchtetees landen vor allem aromatisierte Mischungen im Einkaufskorb (39,1 %). Es folgen nicht-aromatisierte Mischungen (18,8 %) und Klassiker wie Pfefferminze (13,7 %), Kamille (9,8 %) und Fenchel (9,3 %). Auch Rooibos (3,9 %) ist wieder gefragt. Der aromatische Tee mit der typischen rotbraunen Farbe wird ausschließlich in der Kap-Region Südafrikas angebaut. Er ist koffeinfrei und reich an wertvollen Mineralstoffen. Abwechslung bieten neue Teegetränke, die dem Life-Style entsprechen. Dazu gehören Cold Brews, Eistees, Bubble-Teas oder Ready-to-Drink-Varianten für unterwegs, die vor allem bei Jüngeren gefragt sind. Eingekauft wurde pandemiebedingt vor allem im Lebensmitteleinzelhandel (44 %) und Discounter (23 %). Immerhin zehn Prozent der Einkäufe fanden im Tee-Fachgeschäft statt, während Kräuter- und Früchtetees bevorzugt in Drogeriemärkten eingekauft wurden (9 %).

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.teeverband.de

Tee – vom Strauch in die Tasse
https://www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/tee/

Der Bubble Tea ist zurück
https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2022/august/bubble-tea-ist-zurueck/

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Alternative Proteinquellen

Gut für mich – gut für den Planeten?

Können alternative Proteinquellen im Vergleich zu Fleisch, Milch und Eiern wirklich gesünder und nachhaltiger sein? Und welche nutzbaren Alternativen gibt es eigentlich? Mit diesen Fragen hat sich das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) in Bayern gemeinsam mit dem Cluster Ernährung beschäftigt. In der Literaturstudie „Zukunft Ernährung – Alternative Proteinquellen“ werden aktuelle Daten im Bereich Konsumenten- und Marktforschung analysiert.

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher essen nur gelegentlich Fleisch oder ernähren sich vegetarisch und vegan. Das erhöht die Nachfrage nach Alternativen für Fleisch, Milch, Joghurt und Käse. Derzeit sind vor allem pflanzliche Ersatzprodukte auf dem Markt. Die Basis kann Soja und Weizen, aber auch Lupine und Erbse sein. Weitere alternative Proteinquellen sind zum Beispiel Mykoproteine (Eiweiße aus Pilzen), Mikroalgen (z. B. Chlorella), Insekten oder Seetang.

Allerdings stehen viele Menschen solchen Produkten noch skeptisch gegenüber. Da fehlt es dem Fleischersatz aus Weizen an Textur, und der Pflanzendrink ist wenig sämig. Ein weiterer Punkt ist der hohe Verarbeitungsgrad vieler Erzeugnisse, der vom Einkauf abhält. Produkte wie Insekten oder Algen werden kaum nachgefragt, da sie in unserem Kulturkreis ungewohnt sind.

Eine Ernährung mit alternativen Proteinen kann negative und positive Folgen für die Nährstoffversorgung und Gesundheit haben, erklären die Forschenden. So enthalten pflanzliche Ersatzprodukte meist mehr Ballaststoffe, weniger Fett und Energie, aber häufig mehr Salz, Zucker und viele Zusatzstoffe. Auch auf Verunreinigungen mit Bakterien, Pflanzenschutzmitteln oder Schwermetallen, giftige und allergene Substanzen müsse geachtet werden, damit die Lebensmittel sicher für den menschlichen Verzehr sind. Je nach Produkt wäre eine Anreicherung mit Vitaminen und anderen Nährstoffen möglich.

Ein Pluspunkt für alternative Proteinquellen ist die umweltfreundliche Herstellung. Für die Produktion werden in der Regel weniger Land und Wasser benötigt und weniger Treibhausgasemissionen verursacht. Allerdings sind einige Herstellungsprozesse noch sehr energieintensiv und müssen technisch optimiert werden. Die Ökobilanz lässt sich verbessern, wenn für Nährmedien oder Futtermittel Nebenströme der Industrie und Landwirtschaft genutzt werden.

Um alternative Proteinquellen auf dem Markt zu etablieren, müssen viele Herausforderungen überwunden werden, wird in der Literaturstudie resümiert. Dazu zählen hohe Produktions- sowie Energiekosten und zum Teil fehlende Akzeptanz in europäischen Ländern. Als eine große Hürde wird die Novel-Food-Verordnung der EU genannt, da eine Zulassung innovativer Produkte für die Herstellenden zeitintensiv und teuer ist.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.kern.bayern.de/alternativeproteine

www.bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/vegane-lebensmittel/


www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/fleischersatzprodukte/


www.bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/insekten/


www.bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/algen/

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Wieviel Mineralstoffe sind in Pflanzendrinks?

Studie untersuchte 85 Produkte und Marken

Pflanzendrinks sind für Menschen, die allergisch auf Milchinhaltsstoffe reagieren oder eine Unverträglichkeit haben oder auch für solche, die sich vegetarisch oder vegan ernähren möchten, eine Alternative zu Milch. Die Zahl der Produkte auf dem Markt wächst stetig, die Informationen über deren Mineralstoffgehalt sind jedoch begrenzt.

Bei der Analyse und dem Vergleich von 85 verschiedenen Pflanzendrinks fanden amerikanische Forschende eine große Bandbreite zwischen den unterschiedlichen Arten und auch Marken. Von allen untersuchten Milchalternativen wiesen nur Drinks auf Erbsen- und Sojabasis höhere Gehalte an Phosphor, Zink, Selen und Magnesium auf als Kuhmilch. In Erbsendrinks war zum Beispiel der Phosphorgehalt am höchsten und sie waren reich an Selen und Zink, während in Sojadrinks das meiste Magnesium enthalten war.

Magnesium, Phosphor, Zink und Selen sind essenzielle (unentbehrliche) Mineralstoffe, die über die Nahrung zugeführt werden müssen. Sie müssen auch in den Vereinigten Staaten jedoch nicht verpflichtend auf den Etiketten ausgewiesen werden. Die Studie, die im Auftrag der US Food and Drug Administration (FDA) durchgeführt wurde, hatte zum Ziel, über die Mineralstoffgehalte in Pflanzendrinks aufzuklären, damit Verbraucherinnen und Verbraucher wissen, wieviel ihres täglichen Bedarfs an essenziellen Mineralstoffen sie über die jeweilige Pflanzenalternative decken können. Die großen Unterschiede im Gehalt an Mineralstoffen sind auch in Betracht zu ziehen, wenn es um die allgemeine Beurteilung der Nährwerte von Pflanzendrinks und Ernährungsempfehlungen geht. Die Studie wurde auf der Jahrestagung 2022 der amerikanischen Fachgesellschaft für Chemie (ACS) vorgestellt.

Renate Kessen, www.bzfe.de

Weitere Informationen:


www.bzfe.de/service/news/pflanzendrinks-im-trend


www.acs.org/content/acs/en/pressroom/newsreleases/2022/august/completing-the-micronutrient-picture-for-plant-based-milk-alternatives

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Vitamin D-Speicher im Sommer auffüllen

Wer braucht Nahrungsergänzungsmittel?

Nahrungsergänzungsmittel liegen im Trend: Der Verbrauchermonitor von 2021 des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigt: Ein Drittel der Bevölkerung nimmt mindestens einmal pro Woche Vitamine über Nahrungsergänzungsmittel zu sich, jede sechste Person sogar täglich. Dabei nimmt das Vitamin D eine gewisse Sonderstellung ein. In dem zitierten Verbrauchermonitor gaben 45 Prozent der Befragten an, Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel zu konsumieren, was ihm Platz 1 einbringt; bei Vitamin B12 waren es 36 und bei Vitamin C 32 Prozent. Dabei seien Nahrungsergänzungsmittel für die meisten Menschen verzichtbar, so BfR-Präsident Professor Andreas Hensel und weiter: „Wer hoch dosierte Vitamine einnimmt, ohne dass es nötig ist, riskiert eine Überversorgung und damit unerwünschte Auswirkungen auf die Gesundheit“.

Korrekterweise ist Vitamin D der übergeordnete Begriff für eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, die Calciferole. Zu den wichtigsten Formen gehören Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol). Die bekannteste Funktion von Vitamin D ist die Beteiligung am Knochenstoffwechsel. So fördert Vitamin D unter anderem die Aufnahme von Calcium und Phosphat aus dem Darm sowie ihren Einbau in den Knochen. Es nimmt damit eine Schlüsselrolle bei der Knochenmineralisierung ein. Zudem ist Vitamin D an weiteren Stoffwechselvorgängen beteiligt. Ein Vitamin-D-Mangel kann bedeutsame Auswirkungen auf die Knochengesundheit haben. Die gravierendsten Folgen sind die Entkalkung und letztendlich die Erweichung der Knochen (Osteomalazie und Osteoporose).

Der tägliche Bedarf wird für alle Altersgruppen auf 20 Mikrogramm (1 Mikrogramm [µg] = 0,001 Milligramm [mg]) geschätzt, für Säuglinge (unter 12 Monate) sind es 10 µg. Eine ebenfalls übliche Mengeneinheit für Vitamin D ist die sogenannte „Internationale Einheit“ (I.E.). 1 µg entspricht 40 I.E. beziehungsweise 1 I.E. entspricht 0,025 µg.

Die geschätzten Bedarfswerte gelten jedoch nur bei fehlender Eigensynthese; denn – und das ist eine echte Sonderstellung dieses Vitamins – es kann sowohl über die Nahrung aufgenommen als auch vom Menschen selbst durch UVB-Lichtexposition (Sonnenbestrahlung) gebildet werden. Bei letzterem wird das Vitamin aus einer in der Haut vorkommenden Vorstufe (7-Dehydrocholesterol) gebildet. Dieser Weg ist auch der wesentlich effizientere, denn nur wenige Lebensmittel enthalten das Vitamin in größeren Mengen. Hauptsächlich fettreiche Seefische wie Makrele, Lachs oder Hering sind hier zu nennen. So enthalten etwa Hering 25 µg, Lachs 16 µg, Avocados bringen es immerhin auf 6 µg, jeweils pro 100 Gramm. Mit unserer täglichen Nahrung nehmen wir durchschnittlich nur etwa 2 bis 4 µg zu uns.

Gemäß einer abgestimmten Empfehlung von wissenschaftlichen Institutionen, Fachgesellschaften und Fachverbände reichen für eine ausreichende Vitamin-D-Synthese in der warmen Jahreszeit bereits fünf bis 25 Minuten Aufenthalt in der Sonne aus, wenn etwa ein Viertel der Körperoberfläche (Gesicht, Hände und Teile von Armen und Beinen) unbedeckt sind. Eine Faustregel sagt: Ist unser Schatten draußen kürzer als wir groß sind, produzieren wir ausreichend Vitamin D. Das ist in unseren Breiten zwischen April und Oktober der Fall. Das Gute: wie andere fettlösliche Vitamine auch, speichert unser Körper das Vitamin und zwar hauptsächlich im Fett- und Muskelgewebe, geringere Mengen auch in der Leber. Die Speicherkapazität ist insgesamt relativ groß, so dass auch in Wintermonaten in der Regel eine ausreichende Versorgung sichergestellt ist.

Für wen ist eine Vitamin-D-Supplementierung gegebenenfalls sinnvoll? Hier sind als erstes Säuglinge zu nennen, da zum einen der Vitamin D-Gehalt von Frauenmilch sehr gering ist (durchschnittlich 0,073 µg pro 100 Milliliter) und zum anderen Säuglinge grundsätzlich nicht einer direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden sollen; zumal sich ihr hauteigener Schutzmechanismus erst noch entwickeln muss. Zu den Risikogruppen für eine Unterversorgung gehören ferner Menschen, die sich kaum oder gar nicht im Freien aufhalten (können). Ferner ältere Menschen, da die körpereigene Vitamin D-Bildung im Alter deutlich abnimmt und es in der älteren Bevölkerung durchschnittlich zusätzlich mehr mobilitätseingeschränkte, chronisch kranke und pflegebedürftige Menschen gibt. Im Alter von 70 Jahren hat sich die Kapazität der Haut zur Vitamin D-Synthese um etwa 75 Prozent reduziert. Der Grund ist die Hautbeschaffenheit selbst, aber auch die Tatsache, dass sich die Menge des Ausgangsstoffs 7-Dehydrocholesterol in den oberen Hautschichten im Alter drastisch vermindert. Freilich sollte die Einnahme von Supplementen unbedingt in Absprache mit einer Ärztin/einem Arzt erfolgen, wobei es empfehlenswert ist, vor einer Supplementierung den Vitamin D-Status überprüfen zu lassen.

Übrigens: Eine Vitamin D-Überdosierung und damit verbundene unerwünschte Wirkungen sind nur durch eine überhöhte orale Zufuhr (dauerhaft mehr als 100 µg = 4.000 I.E. pro Tag), nicht jedoch durch eine exzessive Sonnenbestrahlung der Haut möglich.

Rüdiger Lobitz,
www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bfr.bund.de/cm/350/bfr-verbrauchermonitor-2021-spezial-vitamine-als-nahrungsergaenzungsmittel.pdf

https://www.bfr.bund.de/de/ausgewaehlte_fragen_und_antworten_zu_vitamin_d-131898.html


https://www.dge.de/wissenschaft/faqs/vitamin-d/


https://www.gesund-ins-leben.de/fuer-fachkreise/bestens-unterstuetzt-durchs-1-lebensjahr/nachgefragt/warum-brauchen-saeuglinge-zusaetzlich-vitamin-d/#:~:text=Säuglinge%20erhalten%20zur%20Rachitisprophylaxe%20400,D%20im%20gesamten%20ersten%20Lebensjahr
.

https://www.bzfe.de/fileadmin/resources/import/pdf/eifonline_vitamin_d_unterschaetzter_mikronaehrstoff.pdf


https://www.bzfe.de/ernaehrung-im-fokus/aus-der-aktuellen-ausgabe/vitamin-d-in-lebensmitteln/


https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/01_lebensmittel/2016/2016_01_21_PI_VitaminD.html


https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/wirkung/akut/empfehlung-vitamin-d.html

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Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Kräutersalz selbst gemacht

Mediterran, mit Blüten oder Wildkräutern

Kräutersalze verleihen vielen Gerichten wie Salaten, Suppen und Gemüsepfannen mehr Aroma. Wer sie selbst zubereitet, kann seine Lieblingskräuter auswählen und sie nach eigenem Geschmack kombinieren. Und hübsch verpackt ist ein Kräutersalz ein nettes Mitbringsel für Freunde und Familie.

Die Zubereitung ist einfach: Meist nimmt man für 100 Gramm Kräutersalz 80 g Salz und 20 g Kräuter. Jedes Salz ist geeignet. Statt teurer Spezial-Sorten wie Himalayasalz oder Fleur de Sel darf es auch herkömmliches Speisesalz sein.

Bei den Kräutern entscheiden die eigenen Vorlieben. Der Klassiker ist ein mediterranes Kräutersalz mit Thymian, Rosmarin, Oregano oder Salbei. Damit lassen sich Pastasoßen, Suppen und Ofenkartoffeln verfeinern. Auch aus Wildkräutern wie Giersch, Gundermann und Taubnessel lässt sich ein aromatisches Salz zubereiten. Oder wie wäre es mit einem Blüten-Salz, das durch Kornblume, Wegwarte und Ehrenpreis blau gefärbt ist? Zu Fisch passt ein Salz mit Dill, Kerbel und Zitronenzesten, während sich für Pizza Oregano, Basilikum und Knoblauch anbieten. Für mehr Schärfe gibt man etwas Chili oder Pfefferkörner hinzu. Allerdings ist weniger mehr: Wenn zu viele Kräuter verwendet werden, kommen die einzelnen Aromen nicht mehr zur Geltung.

Wer sich für eine Variante entschieden hat, wäscht das frische Grün und trocknet es schonend. Das gelingt im Backofen (20 bis 25 Minuten bei 40 Grad) oder ausgebreitet auf einem Tuch an einem schattigen Ort. Die Stiele werden nicht verwendet. In einem Mörser, einer Mühle oder in einer Küchenmaschine mit dem Salz zerkleinern und vermengen. Man kann auch frische Kräuter nehmen, aber das verringert die Haltbarkeit und durch die Feuchtigkeit kann das Salz leicht verklumpen.

Zum Schluss wird das fertige Kräutersalz in ein Schraubglas gefüllt und gut verschlossen. Mit getrockneten Kräutern hält es sich an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort mehrere Monate bis zu einem Jahr. So kann man auch in der kalten Jahreszeit die Aromen des Sommers genießen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen zu Salz, Kräutern und Gewürzen:
www.bzfe.de/lebensmittel/lebensmittelkunde/speisesalz/

www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/kraeuter/

www.bzfe.de/lebensmittel/lebensmittelkunde/gewuerze-und-kraeuter/

Poster „Küchenkräuter“, Bestell-Nr. 3757, 1,50 Euro, www.ble-medienservice.de/3757/kuechenkraeuter

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