Kategoriearchiv: Nährstoffe

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Wann Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind

Unterschied zwischen Unterversorgung und Mangel

Die Woche war stressig und der Vorsatz, gesund zu essen, ist wieder auf der Strecke geblieben – wer kennt das nicht. Viele Menschen befürchten dann, nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt zu sein. Um vermeintliche Defizite bei Vitaminen und Mineralstoffen auszugleichen, greifen sie zu Nahrungsergänzungsmitteln in Form von Tabletten, Kapseln oder Pulvern. Doch wann ist ein „Eingreifen“ tatsächlich notwendig und wann nicht? Hier kann die Unterscheidung zwischen Unterversorgung und Mangel hilfreich sein.

Einen Überblick darüber, wie viel der menschliche Körper von welchem Nährstoff benötigt, bieten die Referenzwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Werden diese Werte erreicht, sind nach aktuellem Kenntnisstand lebenswichtige physische und psychische Funktionen sichergestellt. Diese empfohlenen Zufuhrmengen sind so festgelegt, dass sie pauschal den Bedarf von nahezu allen gesunden Menschen einer Alters- und Geschlechtsgruppe decken. Wer diese Werte einmal oder an einzelnen Tagen nicht erreicht, ist deshalb nicht automatisch mangelhaft versorgt. Denn die Referenzwerte enthalten einen Sicherheitspuffer. Sie sind so gewählt, dass damit sowohl Mangelerscheinungen als auch eine Überversorgung vermieden und gleichzeitig Körperreserven geschaffen werden können.

Von einer Unterversorgung spricht man, wenn der Körper über längere Zeit weniger von einem Nährstoff oder mehreren Nährstoffen erhält, als der Referenzwert angibt. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Körper bereits unzureichend funktioniert und durch Nahrungsergänzungsmittel eingegriffen werden muss. Eine vorübergehende Unterversorgung kann häufig ausgeglichen werden, wenn der Nährstoff wieder über das Essen zugeführt wird, oder der Körper auf bestehende Reserven zurückgreifen kann. Das ist je nach Person individuell unterschiedlich.

Ein Mangel liegt erst vor, wenn die körpereigenen Reserven eines Nährstoffs erschöpft sind und die Versorgung tatsächlich beeinträchtigt ist. Dann entstehen auch Mangelsymptome, wie beispielsweise Müdigkeit bei einem Eisenmangel. Ob ein Mangel eines Nährstoffs vorliegt, kann ausschließlich durch eine ärztliche Blutuntersuchung festgestellt werden. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, den Mangel gezielt mit einem Nahrungsergänzungsmittel auszugleichen.

Wichtig: Nicht jede Müdigkeit ist ein Mangelsymptom, nicht jede vorübergehende Unterversorgung führt zu einem relevanten Mangel und nicht jedes Defizit muss sofort mit einem Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden.

Nahrungsergänzungsmittel können also in bestimmten Situationen und nach ärztlicher Rücksprache sinnvoll sein, etwa wenn ein konkreter Nährstoffmangel festgestellt wurde oder eine ausreichende Versorgung mit einem Nährstoff über die Ernährung nicht möglich ist. Eine pauschale und vorsorgliche Einnahme ist dagegen nicht notwendig. Entscheidend ist, zunächst zu klären, ob tatsächlich ein erhöhter Bedarf oder eine unzureichende Versorgung besteht.

Philine Lenz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Wie informiere ich mich über Nahrungsergänzungsmittel?

BZfE: Für wen sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

DGE: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr

DGE: FAQ zu Nahrungsergänzungsmitteln

Verbraucherzentrale: Klartext Nahrungsergänzung

Bundesinstitut für Risikobewertung: Mikronährstoffe und Co.

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Paprikapulver – von mild bis scharf

Ein Allroundtalent für viele Gerichte

Paprikapulver – auch Gewürzpaprika genannt – zählt zu den beliebtesten Gewürzen in Deutschland. Je nach Sorte reicht sein Geschmack von mild-fruchtig bis würzig-scharf. Es verleiht Suppen, Pilzgerichten, Eierspeisen und Brotaufstrichen Farbe und Aroma. Auch zu Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten sowie zu Käse, Reis, Kartoffeln und Linsen ist das Gewürz eine gute Wahl.

Gewürzpaprika wird besonders gern für deftige Eintöpfe und Schmorgerichte verwendet. So ist es in der ungarischen Küche eine wichtige Zutat für Klassiker wie „Szegediner Gulasch“ oder „Letscho“ – einen Eintopf mit viel Gemüsepaprika, Tomaten und Zwiebeln. Das Gewürz harmoniert auch sehr gut mit Chili, Ingwer, Knoblauch, Kreuzkümmel und Majoran.

Ein Küchentipp: Paprikapulver entfaltet sein Aroma am besten in etwas Fett. Allerdings sollte es nicht zu stark erhitzt werden, da es sonst bitter werden kann. Daher das Gewürz am besten erst gegen Ende der Garzeit zugeben. Steht die intensive rote Farbe im Vordergrund, kann Paprikapulver auch länger mitgaren.

Gewürzpaprika gehört – ebenso wie Gemüsepaprika und Chili – zur botanischen Art Capsicum annuum aus der Familie der Nachtschattengewächse und ist in Süd- und Mittelamerika beheimatet. Heute werden die Pflanzen in vielen warmen Ländern und in gemäßigten Breiten kultiviert. Die Früchte sind deutlich kleiner und weniger fleischig als Gemüsepaprika und meist weniger scharf als Chilis. Nach der Ernte werden sie traditionell auf langen Schnüren in der Sonne getrocknet.

Im Handel ist Gewürzpaprika als gemahlenes Pulver, aber auch als Granulat oder Flocken erhältlich. Es gibt verschiedene Sorten, die sich in Farbe und Schärfe unterscheiden. Hierzulande stehen in den Gewürzregalen in erster Linie drei verschiedene Paprika-Gewürze: „Delikatess-Paprika“ schmeckt mild-fruchtig. „Paprika edelsüß“ besitzt ein würziges bis süßlich-fruchtiges Aroma mit leichter Schärfe. „Paprika rosenscharf“ oder „Rosenpaprika“ ist die schärfste in Mitteleuropa erhältliche Sorte und hat eine bräunlich-rote Farbe.

Die rote Farbe ist im Wesentlichen auf Carotinoide zurückzuführen, die vor allem im Fruchtfleisch stecken. Für die Schärfe sorgt das Alkaloid Capsaicin, das überwiegend in Samen und Scheidewänden enthalten ist. Fruchtfleisch und Samen sowie Scheidewände werden getrennt voneinander vermahlen und je nach gewünschtem Schärfegrad vermengt.

Gemahlene Gewürze sollten zu Hause luftdicht, trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Nach dem Öffnen empfiehlt es sich, Paprikapulver innerhalb eines Jahres zu verbrauchen, denn Farbe und Aroma lassen mit der Zeit nach.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Chili und Cayennepfeffer – feurige Würze aus aller Welt

BZfE: Bunte Gemüsepaprika – rote Schoten schmecken besonders süß

BZfE: Die Welt der Gewürze und Kräuter – wo ist der Unterschied?

BZfE: Gewürze und Kräuter sicher genießen – Tipps für Einkauf und Lagerung

BZfE: Von A wie Anis bis Z wie Zimt – Leitsätze für Gewürze aktualisiert

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Der Apfel mit der Extraportion Selen

Der Apfel mit der Extraportion Selen

Mehr als zehnmal so viel Selen: Forscher entwickelten Apfel für eine bessere natürliche Versorgung

Ein Apfel, der nicht nur knackig und heimisch ist, sondern auch einen besonderen Beitrag zur Selenversorgung leisten kann: An der Hochschule Osnabrück ist nach mehrjähriger Forschungsarbeit ein selenreicher Apfel entwickelt worden. Die Frucht enthält mehr als zehnmal so viel Selen wie ein herkömmlicher Apfel. Mit nur einem Apfel lässt sich nach Angaben der Forschenden rund die Hälfte des täglichen Selenbedarfs eines Erwachsenen abdecken.

Selen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement und spielt unter anderem für die normale Funktion des Immunsystems und der Schilddrüse eine wichtige Rolle. Doch über die normale Ernährung wird der Bedarf in Deutschland nicht immer ausreichend gedeckt.

Ein langer Forschungsweg für einen besonderen Apfel

Bis der besondere Apfel seinen Weg vom Forschungsgedanken in den kommerziellen Anbau gefunden hat, vergingen mehrere Jahre. Im Rahmen einer Doktorarbeit wurden acht verschiedene Apfelsorten untersucht und dafür tausende Proben ausgewertet. 2016 starteten erste Versuche mit lediglich fünf Bäumen. Drei Jahre später folgte der erste Praxistest in einem Obstbaubetrieb. Inzwischen ist aus dem Forschungsprojekt ein großflächiger Anbau geworden. Als Grundlage dienen besondere Züchtungen der beliebten Sorte „Elstar“.

Der entscheidende Unterschied steckt dabei nicht in einer gentechnischen Veränderung der Frucht. Der hohe Selengehalt wird durch die gezielte Versorgung der Apfelbäume mit einem selenreichen Algendünger erreicht. Auf diese Weise lässt sich der natürliche, häufig sehr geringe Selengehalt der Böden ausgleichen.

Praktischer Nutzen des Apfels

Besonders relevant kann eine ausreichende Selenversorgung für Menschen sein, die über ihre Ernährung vergleichsweise wenig Selen aufnehmen. Dazu können unter anderem Vegetarier und Veganer sowie bestimmte Personengruppen mit erhöhtem Bedarf zählen.

Auch die Rolle von Selen im Zusammenhang mit Infektionen ist Gegenstand aktueller Forschung. Untersuchungen zu COVID-19 deuten darauf hin, dass ein niedriger Selenstatus mit ungünstigeren Krankheitsverläufen verbunden sein kann. Nach Einschätzung der Forschenden spielt dabei insbesondere die Bedeutung des Spurenelements für das Immunsystem eine Rolle.

Mehr Interesse an solchen Erkenntnissen?

Die Meldung wurde inspiriert durch einen Beitrag in dem Buch „Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?“. Das Buch steckt voller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Wirksamkeit natürlicher Heilmittel und Hilfsmittel.

Buchdaten: Michael Petersen, Reaktion mediportal-online.eu, Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?, ISBN 978-3-384-60436-1, Info-Seite zum Buch beim Verlag.

Eine Buchbeschreibung findet sich im Bücher-Blog.

Quelle der Studie:

Natürlicher Kick fürs Immunsystem: Selenreiche Apfel-Neuheit der Hochschule Osnabrück erobert die Obstregale, Hochschule Osnabrück, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

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Algensalz – eine Alternative zu Jodsalz?

Algenprodukte nur bedingt empfehlenswert

Algen und Algenprodukte liegen hierzulande als Lebensmittel im Trend. Zu den Algenprodukten zählt auch Salz mit Algenzusatz, das zur Jodversorgung beitragen kann. Hier ist jedoch Vorsicht geboten. Denn Meeresalgen nehmen während des Wachstums Jod aus dem Meerwasser auf. Sie sind daher von Natur aus jodhaltig. Je nach Algenart, Herkunft und Dauer der Wachstumsphase im Meer können die Jodgehalte aber extrem schwanken.

Analysen des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart (CVUA) an Algen und Algenprodukten zeigten sehr große Schwankungen der Werte. Besonders bei Braunalgen wie Kombu und Wakame ist der Jodgehalt manchmal sehr hoch. Die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) abgeleitete sichere obere Aufnahmemenge von 600 µg Jod täglich kann schon mit kleinen Portionen erreicht oder überschritten werden.

Deshalb empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für verzehrfertige Algen und algenhaltige Produkte die Kennzeichnung des Jodgehalts auf der Verpackung, eine Verzehrempfehlung sowie Warnhinweise zum Schutz von besonders empfindlichen Personengruppen wie Schwangeren oder Kindern. Denn ein Jodüberangebot kann die hierzulande an geringe Mengen Jod angepasste Schilddrüse in ihrer Funktion massiv stören. Laut einem Marktcheck der Verbraucherzentralen mit über 140 essbaren Algen und Algenprodukten war die Mehrzahl der untersuchten Produkte nicht ausreichend gekennzeichnet. Damit steigt das Risiko, zu viel Jod aufzunehmen. Das gilt auch für Algensalz. Das ist häufig Meersalz, das mit getrockneten, gemahlenen Algen versetzt ist. Auch hier ist der Jodgehalt schwankend und daher nicht vorhersehbar.

Anders ist es bei industriell hergestelltem Jodsalz: Es hat einen gesetzlich festgelegten Jodgehalt von durchschnittlich 20 µg Jod je Gramm Salz. Der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zur Vorbeugung von Bluthochdruck höchstens empfohlene Teelöffel Salz (6 g) am Tag – als Zutat in verarbeiteten Lebensmitteln, in der Gastronomie, beim Kochen zuhause und beim Nachsalzen – deckt die empfohlene Zufuhrmenge von 150 µg Jod am Tag für Jugendliche und Erwachsene zu 80 % ab. Weitere jodliefernde Lebensmittel wie Milch, Brot, Wurst und Seefisch sowie mit Jod angereicherte oder mit Jodsalz hergestellte Lebensmittel (z. B. manche Milch- und Wurstalternativen) können außerdem zur Jodversorgung beitragen.

Tipps für Verbrauchende:

  • Wenn Algensalz gewünscht ist, nur solche Salze wählen, die den genauen Jodgehalt und eine Dosierungsempfehlung auf der Verpackung ausweisen.
  • Algenhaltiges Salz bewusst einsetzen, etwa als Prise zum Würzen und nicht im Kochwasser oder zum Backen verwenden.
  • Am besten Jodsalz mit gesetzlich festgelegtem Jodgehalt verwenden, etwa jodiertes Meer- oder Speisesalz.

Dr. Birgit Jähnig, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Wenn Salz, dann Jodsalz

DGE: Jod

BFR: Verbindliche Jod-Höchstgehalte in Algen können helfen, gesundheitlich bedenkliche Aufnahmemengen zu verringern

CVUAS: Algen – eine gute Jodquelle?

Verbraucherzentrale: Marktcheck essbare Algen: Nährstoffquelle mit potenziellem Gesundheitsrisiko

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Vitamine – Viel hilft viel?

Überdosierung kann schädlich sein

„Vitamine sind harmlos, die kann man gar nicht überdosieren“, solche oder ähnliche Aussagen sind, vor allem in Sozialen Medien, weit verbreitet. Aber: Insbesondere bei fettlöslichen Vitaminen sollte man vorsichtig sein. Dazu gehören die Vitamine A, D, E und K. Diese Vitamine werden in der Leber und im Fettgewebe als Reserve gespeichert und können bei einer überhöhten Aufnahme – je nach Menge – zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.

Zu viel Vitamin A beispielsweise kann akut Übelkeit, Erbrechen, starke Kopfschmerzen und Schwindel hervorrufen. Wird chronisch zu viel aufgenommen, können Leberschäden die Folge sein. Die sichere tägliche Aufnahmemenge aus allen Quellen bei Vitamin A beträgt 3 Milligramm (mg). Das bedeutet Vitamin A aus Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensmitteln wie zum Beispiel Obst und Gemüse zusammengerechnet. Ein Ei liefert beispielsweise etwa 0,3 mg, eine mittelgroße Karotte etwa 0,8 mg.

Auch Vitamin D, das der Körper größtenteils durch Sonnenlicht produziert, kann durch Nahrungsergänzungsmittel überdosiert werden. Vor allem mit hochdosierten Tropfen vertut man sich schnell und es werden mehr als geplant. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) berichtet aktuell über schwere Vergiftungen bei Säuglingen durch eine Überdosierung von Vitamin D.

Wer über einen längeren Zeitraum deutlich zu viel Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, riskiert zum Beispiel Nierenschäden. Die tägliche sichere Aufnahmemenge beträgt laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit 4.000 Internationale Einheiten (IE). Dieser Wert bezieht sich auf Nahrungsergänzungsmittel, angereicherte Lebensmittel und die normale Ernährung. In Lebensmitteln wie Fisch, Eiern oder Pilzen ist zwar Vitamin D enthalten, die Mengen sind jedoch so gering, dass sie für die Versorgung kaum eine Rolle spielen. Nahrungsergänzungsmittel sind allerdings häufig so hoch dosiert, dass eine viel höhere Dosis erreicht wird, als die maximal sichere Menge. Gleichzeitig ist Vitamin D ein lebensnotwendiger Stoff und ein Mangel sollte ebenso vermieden werden. Im Zweifel kann bei Verdacht auf einen Mangel nur eine Blutuntersuchung Klarheit schaffen.

Doch nicht nur fettlösliche, sondern auch wasserlösliche Vitamine können negative Folgen bei Überdosierung haben. Ein Überschuss an wasserlöslichen Vitaminen wird zwar mit dem Urin ausgeschieden, allerdings können überdosierte wasserlösliche Vitamine in der Zeit, in der sie im Körper sind, einen gewissen Schaden anrichten. Das gilt vor allem für B-Vitamine wie B6 und B12, die in sehr hohen Mengen etwa zu Nervenschäden oder einem erhöhten Lungenkrebsrisiko führen können. Was „sehr hohe Mengen“ bedeuten kann, zeigt ein Beispiel aus dem Jahr 2023: Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt für den Zusatz von Vitamin B6 in Nahrungsergänzungsmitteln eine Höchstmenge von 0,9 mg pro Tagesverzehrempfehlung für Personen ab 15 Jahren. Über das Warnportal der Bundesländer (lebensmittelwarnung.de) wurde vor dem Verzehr eines Nahrungsergänzungsmittels zur Einnahme bei Migräne gewarnt: Das Produkt enthielt pro Kapsel 60 mg Vitamin B6, mit einer Verzehrempfehlung der Herstellerfirma von bis zu vier Kapseln täglich. Damit wären also 240 mg B6 eingenommen worden und die toxikologisch unbedenkliche Höchstmenge in Nahrungsergänzungsmitteln um das 260-fache überschritten worden.

Mit Lebensmitteln wie Obst und Gemüse können Vitamine übrigens nicht überdosiert werden. Allgemein reicht eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung aus, um Defizite zu vermeiden. Nahrungsergänzungsmittel sollten nur bei einem ärztlich festgestellten Mangel eingenommen werden und nicht nach Gefühl.

Merle Schonvogel, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Wie informiere ich mich über Nahrungsergänzungsmittel?

Deutsches Krebsforschungszentrum: Erhöhen B-Vitamine das Lungenkrebsrisiko? Studie zur Krebsvorbeugung mit hochdosierten B-Vitaminen

Bundesinstitut für Risikobewertung: Höchstmengenvorschläge für Vitamin B6 in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln

Bundesinstitut für Risikobewertung Vitamin D-Vergiftung bei Säuglingen

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Medical Cooking – Gesunde Haut

Neuer Ratgeber bei TRIAS

Rötungen, Juckreiz, Schuppen, Pickel oder Entzündungen – Autorin Dr. med. Julia Lämmerhirt, ganzheitliche Dermatologin mit Schwerpunkt Ernährung und Hautgesundheit, zeigt Betroffenen in dem Ratgeber „Medical Cooking: Gesunde Haut“ (Partner-Link*) (TRIAS Verlag, Stuttgart 2026), wie sie mit gezielter Ernährung chronisch-entzündliche Hautkrankheiten lindern, individuelle Auslöser erkennen und ihre Haut dauerhaft beruhigen. Oecotrophologin Bettina Snowdon hat über 100 passende Gerichte für eine gesunde Haut entwickelt.

Das Buch: Julia Lämmerhirt / Bettina Snowdon. Medical Cooking: Gesunde Haut. Die beste Ernährung bei Rosacea, Psoriasis, Neurodermitis, Akne. Mit über 100 Rezepten. (Partner-Link*) TRIAS Verlag, Stuttgart. 2026. Buch EUR [D] 28,00. EPUB EUR [D] 27,99. ISBN Buch: 9783432120539. ISBN EPUB: 9783432120546

Buchinhalte:

  • Die Grundlagen: Wie Betroffene mit antientzündlicher Ernährung, gezielter Entgiftung und der Stärkung des Mikrobioms ihre Haut ins Gleichgewicht bringen.
  • Die Ernährungsprinzipien: Welche Rolle Tomaten, Säure, Milchprodukte, Zucker und Gluten spielen – und wie grünes Blattgemüse, Äpfel, Haferflocken, Lachs & Co. die Haut stärken und die Selbstheilung aktivieren.
  • Die Rezepte: Über 100 schnelle und köstliche Gerichte von Oecotrophologin Bettina Snowdon, gezielt entwickelt für eine schöne Haut: bunte Frühstückbowls, sättigende Gemüse-, Fisch- und Geflügelgerichte, Snacks und zuckerarme Desserts.

Weitere Informationen wie das Vorwort, Stichwortverzeichnis und Musterseiten finden Sie unter „Mehr zum Produkt“ hier.

Über die Autorinnen:

Dr. med. Julia Lämmerhirt ist Fachärztin für Dermatologie mit Schwerpunkt Ernährung und Hautgesundheit. Geboren in Münster/Westfalen, absolvierte sie in Wien ihr Medizinstudium sowie die Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin und Fachärztin für Dermatologie und Venerologie. Ihr Interesse für ganzheitliche Ansätze führte sie zu Dr. Deepak Chopra, bei dem sie das „Ayurvedic Lifestyle Certificate“ erwarb. Darauf aufbauend entwickelte sie ein Online-Programm, das Prinzipien des Ayurveda mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Ernährung verbindet – für eine ganzheitliche Behandlung von Hautproblemen. Sie führt ihre eigene Praxis in Wien, wo sie mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt. Als Expertin ist sie regelmäßig in Print- und TV-Medien gefragt.

Die Diplom-Oecotrophologin Bettina Snowdon verschrieb sich nach ihrem Studium der Ernährungswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität in Gießen dem Büchermachen. Nach vielen Jahren als Kochbuchredakteurin in Buchverlagen machte sie sich als Autorin, Ghostwriterin, Rezeptentwicklerin, Lektorin und Übersetzerin im Themenbereich Ernährung und Kochen selbstständig.

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Bettina Ziegler | Alexandra Hofmann

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bettina.ziegler@thieme.de, alexandra.hofmann@thieme.de, www.thieme.com

 

Bitterstoffe: Neue Studie entschlüsselt ihre Wirkung im Magen

Bitterstoffe: Neue Studie entschlüsselt ihre Wirkung im Magen

Bioresonanz-Redaktion erläutert Erkenntnisse zu Bitterstoffen

Bitterstoffe von Kräutern gelten seit Jahrhunderten als bewährtes Hausmittel bei Verdauungsbeschwerden. Doch was genau im Körper passiert, wenn wir zu Enzian, Schafgarbe oder Salbei greifen, war bislang nur teilweise verstanden. Forschende des Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München liefern nun einen entscheidenden Puzzlestein – und zeigen, dass die Kraft der Bitterstoffe tiefer wirkt als gedacht.

Im Zentrum der neuen Studie steht eine überraschende Erkenntnis: Bestimmte Kräuterextrakte können menschliche Magenzellen direkt dazu anregen, mehr Magensäure zu produzieren – und das besonders effektiv, wenn sie kombiniert werden. Damit rückt ein Mechanismus in den Fokus, der bislang eher im Hintergrund stand: sogenannte Bitterrezeptoren im Magen, die nicht nur Geschmack wahrnehmen, sondern aktiv in die Verdauung eingreifen.

Vier Pflanzen stechen heraus

Die Forschenden untersuchten sowohl einzelne Pflanzenextrakte als auch verschiedene Mischungen in einem zellbasierten Modellsystem. Dabei zeigte sich, dass insbesondere Extrakte aus Meisterwurz, Wacholder, Salbei und Schafgarbe die Säureproduktion deutlich steigern konnten. Andere bekannte Bitterpflanzen wie Löwenzahn oder Enzian hingegen blieben in den getesteten Konzentrationen weitgehend ohne diesen Effekt.

Ein entscheidender Faktor scheint dabei der Gehalt an Polyphenolen zu sein – sekundären Pflanzenstoffen, die in vielen Kräutern vorkommen.

Rezeptoren im Magen reagieren auf Bitterstoffe

Besonders spannend: Die Wissenschaftler konnten drei spezifische Bitterrezeptoren identifizieren – TAS2R4, TAS2R5 und TAS2R39 –, die an diesem Prozess beteiligt sind. Werden sie aktiviert, kurbeln sie offenbar die Säureproduktion an – ein zentraler Schritt für eine funktionierende Verdauung.

Die Mischung entscheidet

Ein weiteres Ergebnis dürfte auch für die Entwicklung pflanzlicher Präparate relevant sein: Die Kombination macht den Unterschied. Die vollständige Mischung aus neun Kräuterextrakten zeigte die stärkste Wirkung. Überraschend dagegen: die Kombination der vier effektivsten Einzelstoffe blieb deutlich dahinter zurück.

Das deutet darauf hin, dass die Wirkung nicht einfach additiv ist, sondern durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Inhaltsstoffe entsteht. Mehrere Bitterrezeptoren könnten gleichzeitig aktiviert werden – und sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken.

Neue Ansätze – aber noch offene Fragen

Die Studie liefert damit eine plausible Erklärung dafür, warum Bitterstoffe traditionell als verdauungsfördernd gelten: Sie könnten die Magensäureproduktion direkt über spezifische Rezeptoren stimulieren. Gleichzeitig unterstreichen die Ergebnisse den Vorteil komplexer Pflanzenmischungen gegenüber isolierten Einzelstoffen.

Dennoch mahnen die Forschenden zur Einordnung: Die Ergebnisse stammen aus Zellkultur-Experimenten. Ob sich die Effekte im menschlichen Körper in gleicher Weise zeigen, müssen zukünftige klinische Studien erst noch bestätigen.

Schon jetzt aber eröffnen die Erkenntnisse neue Perspektiven – etwa für die gezieltere Entwicklung pflanzlicher Präparate, die Verdauungsprozesse auf molekularer Ebene unterstützen.

(Quelle: Bittere Kräuterextrakte stimulieren Magenzellen, Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Die alte Weisheit „Bitter ist gut für den Magen“ bekommt damit eine moderne, wissenschaftlich fundierte Erklärung – und vielleicht bald eine neue Generation wirksamer Naturheilmittel.

Lesetipp vom Bioresonanz – Experten

Welche Bedeutung die Phytotherapie für uns heute hat und wie sich das ideal ergänzen lässt, erläutert die Bioresonanz-Redaktion in dem Beitrag: Phytotherapie – ihre Bedeutung und Ergänzungsmöglichkeiten mit der Bioresonanz.

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.
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Corona - Forschung: Was grüner Tee, Olivenöl und Rotwein gemeinsam haben

Corona – Forschung: Was grüner Tee, Olivenöl und Rotwein gemeinsam haben

Eine Studie zeigte, dass natürliche Pflanzenstoffe ein wichtiges Enzym des Coronavirus hemmen können

Wissenschaftler identifizierten drei natürliche Pflanzenstoffe, die in Laborversuchen ein zentrales Enzym des Coronavirus deutlich ausbremsen konnten. Die Substanzen kommen unter anderem in grünem Tee, Olivenöl und Rotwein vor.

In einer Studie wurden rund 500 natürliche Verbindungen auf ihre Fähigkeit überprüft, an die sogenannte Papain-like Protease (PLpro) des Coronavirus zu binden – ein Enzym, das für die Vermehrung des Virus eine entscheidende Rolle spielt.

Die Forschenden wurden fündig: Drei sogenannte Phenole zeigten eine vielversprechende Bindung an das Enzym. In anschließenden Laborversuchen konnte die Aktivität der Protease in lebenden Zellen um rund 50 bis 70 Prozent reduziert werden. Damit rückten die natürlichen Moleküle als mögliche Ausgangsstoffe für die Entwicklung neuer antiviraler Medikamente in den wissenschaftlichen Fokus.

Besonders interessant war dabei nicht nur ihre hemmende Wirkung auf die Virusvermehrung. Die Papain-like Protease unterstützt das Coronavirus auch dabei, die Immunabwehr infizierter Zellen zu schwächen. Wird dieses Enzym blockiert, könnte das Immunsystem seine natürliche Abwehrleistung besser entfalten.

Für die Untersuchungen nutzten die Forschenden modernste Strukturbiologie. Mithilfe hochauflösender Röntgenstrahlung konnten sie auf atomarer Ebene sichtbar machen, ob und an welcher Stelle sich die Naturstoffe an das Enzym anlagern. Diese Erkenntnisse lieferten wichtige Hinweise für die Entwicklung potenzieller Wirkstoffe.

Zu den identifizierten Verbindungen gehörten Moleküle, die natürlicherweise in verschiedenen Pflanzen und Lebensmitteln vorkommen. Einige besitzen bereits bekannte antioxidative oder entzündungshemmende Eigenschaften und werden seit Langem wissenschaftlich untersucht. Dennoch betonten die Forschenden ausdrücklich, dass aus den Ergebnissen keine unmittelbare gesundheitliche Empfehlung abgeleitet werden könne. Vielmehr dienten die Naturstoffe als chemische Vorbilder für die Entwicklung neuer Medikamente.

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Quelle der Studie:

Röntgenscreening identifiziert vielversprechende Naturstoffe gegen das Coronavirus, Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Informationsdienst Wissenschaft (idw)
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Trendgemüse Kürbis

Wissenswertes vom Acker bis zum Teller

Sommerzeit ist auch Kürbiszeit, denn Kürbisse gibt es nicht nur im Herbst. Der bekannteste Vertreter der Sommerkürbisse, auch Gartenkürbisse (Cucurbita pepo) genannt, ist wohl die Zucchini. Sommerkürbisse werden im Gegensatz zu anderen Kürbissen bereits in einem jungen „unreifen“ Stadium mit noch weicher Schale und Kernen geerntet. Sie halten sich nur wenige Tage im Kühlschrank.

Wenn allgemein von Kürbissen die Rede ist, sind meist die späteren Winterkürbisse gemeint. Diese sind voll ausgereift, haben eine härtere Schale und lassen sich länger lagern als die Sommerkürbisse. Vier neue Artikelseiten des Bundeszentrums für Ernährung helfen bei der Einordnung der verschiedenen Arten und beantworten viele praktische Fragen rund um Kürbisse.

Auf dem Acker: Die Anbaufläche für Kürbisse in Deutschland hat sich zwischen 2007 und 2024 vervierfacht. Auf rund 40 Prozent der Fläche erzeugen die Betriebe Bio-Kürbisse. Kürbisse zählen zu den wichtigsten Gemüsearten aus Deutschland und stehen heute auf Platz sechs der Anbaufläche hinter Spargel, Zwiebeln, Karotten, Salaten und Weißkohl. Kürbisse sind damit ein gut verfügbares, regionales Gemüse. Hokkaido ist mit Abstand die beliebteste Sorte. Der anhaltende Kürbistrend macht auch den Anbau anderer Vertreter wie Butternut- oder Muskatkürbis lohnend und sorgt für Abwechslung im Kürbisangebot.

Von der Ernte in den Handel: Und warum sind ausgerechnet Hokkaido-Kürbisse so beliebt? Weil sie angenehm nussig schmecken, kalorienarm und gesund sind. Ganz sicher aber auch, weil man ihre Schale problemlos mitessen kann, denn sie wird beim Garen schnell weich. Ein weiteres Plus ist ihre vergleichsweise handliche Größe von bis zu zwei Kilogramm. Die kleineren Exemplare eignen sich perfekt für kleine Haushalte. Solche Größen erzielen die Betriebe, indem sie 15.000 bis 20.000 Kürbispflanzen pro Hektar dicht nebeneinandersetzen.

In der Kürbisernte steckt viel Handarbeit: Erntehelfende schneiden die Kürbisse mit einem Messer kurz oberhalb der Pflanze so ab, dass sie den Stiel nicht verletzten. Das ist wichtig, damit sich die Kürbisse viele Wochen lang lagern lassen. Die Ernte der Steierischen Ölkürbisse zur Erzeugung von Kürbiskernen oder Kürbiskernöl, erledigen heute dagegen meist spezielle Erntemaschinen.

Vom Einkauf in die Küche: Während der Hauptsaison bieten viele Märkte und Geschäfte außer Hokkaido- auch Butternutkürbisse an. Weitere Sorten wie Spaghettikürbis, Muskatkürbis oder Sweet Dumpling gibt es eher in Hofläden, Gemüse- oder Naturkostläden oder Online-Shops. Die Schale kann man bei den meisten Sorten zwar mitessen; sie ist also nicht giftig. Aber sie bleibt bei diesen Sorten auch nach dem Garen eher hart oder braucht sehr lange, um weich zu werden. Es empfiehlt sich deshalb, diese Kürbisse vorher zu schälen. Wirklich ungenießbar im Sinne von gesundheitsgefährdend sind Zierkürbisse, denn die enthalten giftige Bitterstoffe. Da sie im Herbst im Handel oft direkt neben Speisekürbissen liegen, sollte ein Schild mit der Aufschrift „nicht für den Verzehr geeignet“ oder „nur zur Dekoration“ darauf hinweisen. Wer unsicher ist, fragt beim Verkaufspersonal nach.

Gesundheit und Umwelt: Es gibt hierzulande sehr viele Kürbisse aus dem Freilandanbau, daher gehören sie zu den klima- und umweltfreundlichsten Lebensmitteln in Deutschland. Stammen sie aus ökologischer Erzeugung, fördern sie noch mehr die Artenvielfalt und Fruchtbarkeit des Bodens. Förderlich für die menschliche Gesundheit ist der bunte Nährstoffmix bei Kürbissen, in dem der Gehalt an Beta-Carotin hervorsticht. Es steckt besonders in den orange-leuchtenden Hokkaidokürbissen, kann als Antioxidans Körperzellen vor freien Sauerstoff-Radikalen aus der Umwelt schützen und ist eine Vorstufe des fettlöslichen Vitamin A.

Gabriela Freitag-Ziegler, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Kürbisse – vielfältiges Trendgemüse

BZfE: How-to: Kürbis – lange haltbar im Herbst und Winter

BZfE: Bittere Kürbisse und Zucchini nicht essen –Bittertest beim Selbstanbau

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Clever grillen mit Jodsalz

So kommt das lebenswichtige Jod auf den Grillteller

Wenn die Grillsaison läuft, geht es vor allem um den Geschmack. Die Vorbereitung des Grillguts bietet aber eine gute Gelegenheit, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Denn mit der Verwendung von Jodsalz beim Marinieren und Würzen lässt sich ganz nebenbei die tägliche Jodversorgung unterstützen.

Bei der Wahl des Grillsalzes sind kaum Grenzen gesetzt. Das Angebot an Speisesalz ist riesig. Für die Gesundheit ist es am besten, wenn Salz sparsam dosiert wird. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt pro Tag maximal einen gestrichenen Teelöffel Salz (6 g). Das Salz in verarbeiteten Lebensmitteln ist in dieser Menge bereits enthalten. Wichtig ist, dass die Wahl auf ein jodiertes Salz fällt. Denn Jod ist lebensnotwendig und die durchschnittliche Versorgung in Deutschland ist rückläufig. Eine längerfristige Unterversorgung kann zum Beispiel die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit beeinflussen.

Wie das Grillen einen Beitrag zur Jodversorgung leisten kann, erklärt Dr. Alexandra Müller, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max Rubner-Institut (MRI): „Es ist wichtig, die Jodaufnahme in Deutschland zu steigern. Dazu kann die Verwendung von Marinaden mit Jodsalz beitragen. Wie das MRI zeigen konnte, haftet Jodsalz gut an Lebensmitteln an und wird so mitgegessen. Gerade auch bei der Zubereitung von Grillgemüse, Grillfleisch und anderen gegrillten Köstlichkeiten gilt deshalb, wenn Salz, dann Jodsalz.“

Das Würzen des Grillguts mit Jodsalz kann die Jodversorgung ergänzen, während Saftigkeit, Aroma und Geschmack unverändert erhalten bleiben. Auch ursprünglich jodarme pflanzliche Grillbeilagen wie Kartoffeln oder Gemüse können so zur Jodversorgung beitragen.

Dr. Birgit Jähnig, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Wenn Salz, dann Jodsalz – weniger Salz, mehr Kräuter und Gewürze für die Gesundheit

BMLEH: Wenn Salz, dann Jodsalz

BZfE: Grillgenuss ohne Risiko – die 10 Grill-Grundregeln

BZfE: Ruckzuck Grillideen für den Feierabend

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