Archiv der Kategorie: Nährstoffe

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Fit ins Frühjahr – “Goodbye Cellulite”

Die effektivsten Übungen, Ernährungstipps und Rezepte gegen Cellulite

Die besten Strategien für straffe Haut: Nur wer effektiv trainiert und sich richtig ernährt, kann die Dellen auf Dauer loswerden. In ihrem Anti-Cellulite-Programm entlarven die Dermatologin Prof. Axt-Gadermann und  Fitness-Trainerin Stefanie Burmeister die größten Cellulite-Mythen und klären umfassend darüber auf, wie man Cellulite wirklich und dauerhaft loswerden kann.

Im ersten Teil verrät Bestseller-Autorin Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann das Geheimnis schöner, glatter Haut und zeigt die 6 Strategien im Kampf gegen Cellulite:

  • Bindegewebe straffen
  • Fettgewebe abbauen
  • Hormone in Balance bringen
  • Gestaute Flüssigkeit mobilisieren
  • Ausgewogene Ernährung
  • Muskeln aufbauen

Im zweiten Teil zeigt die Fitness-Trainerin Stefanie Burmeister, wie man sein Bindegewebe durch gezieltes Krafttraining und unterstützendes Faszientraining dauerhaft stärken kann. Die 50 abwechslungsreichen Übungen können alle zuhause durchgeführt werden. Praktische Trainingspläne (4-Wochen-Programm, 30 Min. oder 60 Min. Trainingsplan) helfen dabei, die Workouts regelmäßig in den Alltag zu integrieren. Abgerundet wird das Anti-Cellulite-Programm im dritten Teil durch 25 gesunde Rezepte (u.a. Lammfilet mit Kichererbsen-Auberginen-Gemüse“ oder „Spinatsalat mit Granatapfel und Walnuss“), die den Trainingseffekt noch verstärken.

Das Buch:

Südwest, 978-3-517-09853-1, 18,00 € (D), 18,50 € (A), CHF 25,90, PB, Klappenbrosch., 208 Seiten

Hier das Buch auf Amazon ansehen: Goodbye Cellulite. Das Erfolgsprogramm für straffes Bindegewebe. Expertenwissen, Work-outs und Rezepte

Die Autorinnen:

Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann ist Ärztin und Professorin für Gesundheitsförderung an der Hochschule Coburg. Dort erforscht sie unter anderem die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Darmbakterien und Gesundheit. 2016 hat sie das lizensierte Ernährungsprogramm „Schlank mit Darm“ entwickelt, das von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst wird. Weitere Themen, über die die Medizinerin regelmäßig schreibt, sind Ernährung, Hauterkrankungen und Better Aging. Michaela Axt-Gadermann lebt mit Mann und Kindern in der Nähe von Fulda.

Stefanie Burmeister arbeitet als Radiomoderatorin und Fitness-Trainerin in Frankfurt am Main. Sie hat sich auf Mobility, Functional und Bodyweighttraining spezialisiert und gibt seit mehreren Jahren Kurse in Fitness-Studios. Als Personal Trainerin steckt sie die unterschiedlichsten Menschen mit ihrer Leidenschaft für einen fitten, aktiven Lebensstil an und entwickelt individuelle Lösungen für mehr Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit im Alltag.

Pressekontakt:

Christiane Kochseder, Presseabteilung Südwest / Bassermann / Irisiana

Verlagsgruppe Random House GmbH | Neumarkter Straße 28| 81673 München
Phone +49 (0) 89/ 4136-3934| Fax +49 (0) 89/ 4136-3507
christiane.kochseder@randomhouse.de

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Im Alter geistig fit bleiben

Verzehr von Walnüssen kann Risikogruppen helfen

Wer regelmäßig Walnüsse in seinen Speiseplan einbaut, bleibt im Alter eventuell länger geistig fit. Vor allem Risikogruppen wie Raucher können davon profitieren. Das lässt eine Studie vermuten, an der knapp 640 geistig gesunde Probanden im Alter von 63 bis 79 Jahren beteiligt waren. Die Teilnehmer stammten aus Barcelona (Spanien) und Loma Linda (Kalifornien, USA).

Die Testgruppe nahm für einen Zeitraum von zwei Jahren jeden Tag 30 bis 60 Gramm Walnüsse zu sich. Das entspricht ungefähr 15 Prozent der täglich aufgenommenen Energie. Die Kontrollgruppe verzichtete auf Walnüsse, die wertvolle Omega-3-Fettsäuren, darunter die alpha-Linolensäure und Polyphenole enthalten. Diese Inhaltsstoffe wirken oxidativem Stress und Entzündungen entgegen, die den geistigen Abbau im Alter fördern. Des Weiteren nahmen die Probanden zu Beginn und am Ende der Studie an neuropsychologischen Tests teil. Bei über 100 Probanden aus Barcelona untersuchten die Wissenschaftler zusätzlich Struktur und Funktion des Gehirns. Dazu nutzten sie funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT), die häufig in der Hirnforschung eingesetzt wird.

Bei gesunden älteren Erwachsenen hatte der Walnusskonsum nur geringe Auswirkungen auf kognitive Leistungen wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Merkfähigkeit. Allerdings entwickelte kein Teilnehmer im Laufe des Studienzeitraumes von zwei Jahren eine klinisch relevante Beeinträchtigung des Gehirns. Bei Risikogruppen scheint der Nussverzehr den altersbedingten geistigen Abbau zu verzögern. Es profitierten in erster Linie Menschen, die mehr geraucht und zu Studienbeginn schlechtere neuropsychologische Testergebnisse hatten. Zudem war diese Gruppe geringer mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren wie alpha-Linolensäure versorgt.

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Die Wissenschaftler geben im Fachjournal „American Journal of Clinical Nutrition“ zu bedenken, dass die Resultate noch in weiteren Studien bestätigt werden müssen. Denn zwei Jahre sind eine relativ kurze Zeitspanne, um kognitive Veränderungen nach einer Ernährungsumstellung zu erkennen. Der Fokus sollte insbesondere auf benachteiligten Bevölkerungsgruppen liegen, die vermutlich den größten Nutzen aus dem Verzehr von Walnüssen und anderen Nüssen ziehen können.

Übrigens: Auch die Planetary Health Diet sieht in ihrem allgemeingültigen Referenzrahmen für eine gesunde und umweltgerechte Ernährungsweise eine tägliche Aufnahme von 50 Gramm Nüssen vor.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

The American Journal of Clinical Nutrition, nqz328, Online-Veröffentlichung vom 7. Januar 2020; Loma Linda University – Adventist Health Sciences Center

https://news.llu.edu/

http://dx.doi.org/10.1093/ajcn/nqz328

Planetary Health Diet – Speiseplan für eine gesunde und nachhaltige Ernährung:
http://www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

http://www.bzfe.de/inhalt/nuesse-31684.html

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Wie Verbraucher echten Manuka Honig erkennen

Manuka Hersteller Comvita etabliert Dreifach-Test Garantie

Der neuseeländische Manuka Honig ist in Deutschland in aller Munde. Gerade in der Winterzeit kaufen ihn viele Verbraucher, um sich gegen Erkältungen zu wappnen. Die Auswahl an Manuka Honig in den Regalen von Bioläden, Apotheken und Drogerien ist schier unendlich. Doch ist auch in jedem Glas, auf dem Manuka Honig steht, auch wirklich Manuka Honig drin? Um das zu beweisen, hat der neuseeländische Manuka Honig Hersteller Comvita die Dreifach-Test Garantie für Verbraucher eingeführt.

Nur die Hälfte des Manuka Honigs ist echt

Nach Angaben eines führenden neuseeländischen Exporteurs werden jährlich 10.000 Tonnen als Manuka Honig verkauft, aber nur gut die Häfte davon – 5.300 Tonnen – ist wirklich echter Manuka Honig. Echter Manuka Honig enthält natürliches MGO. Dieser wichtige Bestandteil besitzt antibakterielle, entzündungshemmende Eigenschaften. Unechter Manuka-Honig wird mit normalem Honig gestreckt oder mit synthetischem MGO angereichert. Nicht umsonst sind nach einer Studie des Meinungsforschungsinstituts One Poll vier von fünf Verbrauchern hinsichtlich der Qualität besorgt. Zwei Drittel der Konsumenten sind verunsichert, welche Klassifizierung die beste Auskunft über die Konzentration und Echtheit des Manuka Honigs gibt.

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Dreifach-Test Garantie für echten Manuka Honig

Comvita ist seit zehn Jahren der größte Produzent von UMF Manuka Honig in Neuseeland. Die Firma ist als einziger Manuka Honig Produzent für natürliche Gesundheit in Neuseeland gelistet. Das qualitätsorientierte Unternehmen betreibt eine intensive, wissenschaftliche Forschung zu Manuka Honig in den hauseigenen Laboren. Die Comvita Wissenschaftler haben auch die Dreifach -Test Garantie entwickelt. Mit ihrer Hilfe sollen Verbraucher die Echtheit und Qualität des Manuka Honigs sicher beurteilen.

Die Dreifach-Test Garantie versichert dem Verbraucher erstens, ob ausschließlich natürliches MGO im Honig enthalten ist. Zweitens verifiziert er den aktuellen MGO-Gehalt. Und drittens stellt die Garantie sicher, dass die auf der Packung angegebene MGO-Konzentration über die gesamte Haltbarkeitsdauer des Honigs beständig bleibt.

UMF(TM) Klassifizierung für mehr Verbrauchersicherheit

Als weiteres Qualitätskriterium gilt die UMF(TM) Klassifizierung. Diese dürfen nur Produzenten ausweisen, die der Unique Manuka Factor Honey Association (UMFHA) angehören. Hier haben sich qualitätsbewusste Manuka Honig Hersteller zusammen geschlossen. Das Zertifikat bescheinigt den MGO-Gehalt und damit die antibakterielle Aktivität und wird von unabhängigen, staatlichen Stellen in Neuseeland geprüft. Mehr Informationen unter: www.comvita.de
Original Comvita UMFTM Manuka Honig und andere Produkte sind in Deutschland exklusiv im Online-Shop von DM erhältlich über www.dm.de

HBI Health & Beauty International GmbH betreibt den Vertrieb von Comvita Produkten in Deutschland. Comvita ist ein international agierendes Unternehmen im Bereich der natürlichen Gesundheit mit starken neuseeländischen Wurzeln. Comvita engagiert sich auf der Basis wissenschaftlicher Forschung für die Entwicklung von innovativen Produkten für die Gesundheit und das Wohlbefinden.

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After Diet

Dauerhaft schlank bleiben. Orientierung im Ernährungsdschungel.

Mit diesem Ratgeber setzt Anne Hild auf Aufklärung: Wie schaffen wir es dauerhaft unser Gewicht zu halten? Sei es nach einer Diät oder während der Wechseljahre. Wie lässt sich der Jo-Jo-Effekt erklären und wie können wir ihm Einhalt gebieten? In kurzer und prägnanter Form veranschaulicht die Autorin einschlägige Prozesse unseres Stoffwechsels, erläutert die Wirkungsweise bestimmter Nährstoffe und bedient sich dabei neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Sie erläutert, wie etwa Diabetes oder Fettleibigkeit entstehen und stellt heraus, inwiefern ein nicht ausbalanciertes Hormonsystem ein schwerwiegender Grund für Übergewicht sein kann. Oder, warum wir laut moderner Ernährungspyramide den Konsum der geliebten Kohlehydrate besser einschränken sollten. Außerdem zeigt sie auf, wie u.a. das Unterbewusstsein unser Verhalten, Denken und unsere Gewohnheiten sowie unsere gefühls- und körperlichen Reaktionen steuert und somit auch großen Einfluss auf unsere Ernährung hat.

Darüber hinaus lässt uns die Autorin an ihren eigenen Erfahrungen mit Diäten teilhaben und verrät, wie sie es inzwischen schafft, dauerhaft schlank zu bleiben. Sie nimmt uns mit auf eine Reise zu diversen Spitzenköchen, die im Interview über ihren Werdegang berichten und sich ganz praktisch im ausführlichen Rezeptteil einbringen. Dieses Buch ist informativ und macht Lust, die zahlreichen Tipps und Tricks gleich auszuprobieren. Dass es so undogmatisch daherkommt und die Leserinnen und Leser zu keiner bestimmten Ernährungsweise missionieren will, macht es umso wertvoller.

Auch als reines Rezeptbuch ein Knüller! After Diet bietet DAS Konzept, um das Wunschgewicht zu halten – unabhängig davon, welche Diät zuvor gemacht wurde.

Über die Autorin:
Anne Hild ist ausgebildete Heilpraktikerin und klassische Homöopathin. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit der Bedeutung und Wirkung der Hormone auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Ihre Bücher zur “hCG Diät” sind innerhalb weniger Monate zu Bestsellern geworden und haben sich über 400.000 Mal verkauft. Anne Hild betreibt unter www.hormony.de ein Internetportal zum Thema natürliche Gesundheit.

Über das Buch:
Anne Hild
After Diet
Dauerhaft schlank bleiben
328 Seiten, 18,00€
ISBN: 978-3-95883-446-0

Das Buch genauer ansehen: After Diet: Dauerhaft schlank bleiben

Wie das Gold (lat. Aurum) der Alchemisten, das dem Verlag seinen Namen gab, steht das Aurum-Programm für bleibende Werte und Veränderung. Unser Anliegen ist, verschiedene Weisheitstraditionen, wie christliche Mystik, Buddhismus und alte fernöstliche sowie westlichen Lehren, zu interpretieren und in frischer, undogmatischer Art zugänglich zu machen, um Ihnen Inspiration für Ihre ganz persönliche Suche und Ihren individuellen Weg zu sein. Neben spirituellen Büchern finden Sie eine Reihe zum Thema Hormontherapie (Anne Hild) sowie Titel zum Thema ganzheitlichen Gesundheit – Schwerpunkte sind chinesische Medizin, indisches Ayurveda, Yoga und alternative, europäische Entwicklungen. Bücher über Kreativität zeigen außerdem, wie wir unsere Schöpferkraft freisetzen, in den Alltag integrieren und als ganz natürlichen Teil unserer Spiritualität erleben.

* Die Kamphausen Media GmbH mit den Verlagen J.Kamphausen, Aurum, Fischer & Gann, Theseus, Lüchow, LebensBaum und der Tao Cinemathek wurde 1983 in Bielefeld gegründet. Das Lieferprogramm umfasst mehr als 1.000 Titel aus den Themenbereichen ganzheitliche Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung und Wirtschaft. Einzelne Titel erreichen Auflagen in Millionenhöhe.

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Beim Essen Salz sparen

Was man selber tun kann

Wir essen zu viel Salz – jedenfalls häufig mehr als die 6 g, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung als Orientierungswert für die tägliche Speisesalzzufuhr empfiehlt. Ein Grund dafür ist, dass wir neben dem in Lebensmitteln natürlicherweise vorkommenden Salz noch verarbeitete Lebensmittel essen und fertige Speisen am Tisch nachsalzen.

Genau hier liegt das Einsparpotenzial. Darauf macht die Fachzeitschrift Ernährung im Fokus vom Bundeszentrum für Ernährung aufmerksam. Salz kann einsparen, wer möglichst wenig Fertiggerichte – und wenn, dann solche mit wenigen Zutaten – und mehr naturbelassene Lebensmittel einkauft und isst. Naturbelassene Lebensmittel von guter Qualität brauchen nicht mehr viel, um gut zu schmecken, schreibt Melanie Kirk-Mechtel in ihrem Beitrag.

In der passenden Saison vollreif geerntetes, frisches Gemüse ist besonders aromatisch. Wer es schonend in wenig Wasser oder Brühe dünstet, kann den Eigengeschmack der Lebensmittel erhalten und so Fett und Salz einsparen. Vor allem das Nachsalzen ist eine Stellschraube, an der wir drehen können, wenn es um Salzsparen geht. Lassen Sie einfach den Salzstreuer vom Tisch – häufig wird aus Gewohnheit nachgesalzen, ohne das Gericht überhaupt probiert zu haben.

Zum Würzen ohne Salz eignen sich frische Kräuter und Wildkräuter sehr gut. Sie liefern neben besonderen Aromen zusätzlich sekundäre Pflanzenstoffe. Auch scharfe Gewürze wie Chili oder Pfeffer machen zusätzliches Salz überflüssig.

Es ist also leichter als gedacht, Salz zu ersetzen. Einfach anfangen, möglichst selber kochen und wenn möglich auf Fertigprodukte verzichten. Am besten auf die Zutatenliste schauen und die Nährwertangaben vergleichen. Da gibt es durchaus große Unterschiede.

Renate Kessen, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.bzfe.de/inhalt/salz-31688.html

Ernährung im Fokus, Ausgabe 4/2019

https://www.ble-medienservice.de/5984/ernaehrung-im-fokus-04-2019?number=5984

http://www.bzfe.de/inhalt/ernaehrung-im-fokus-93.html

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Vereinfachung ist kein guter Ernährungsratgeber

Nutri-Score-Kennzeichnung verhindert Ausgewogenheit

Grün hält gesund und fit, rot macht krank und dick. So lässt sich, etwas plakativ formuliert, die Botschaft des neuen Nährwertkennzeichnungssystems Nutri-Score beschreiben. Mit den Ampelfarben Grün bis Rot auf der Vorderseite von Lebensmittelverpackungen sollen Verbraucher sofort erkennen, was sie guten Gewissens kaufen dürfen. Die jeweilige Bewertung ergibt sich aus einer Punktetabelle, mit der die “guten” und “schlechten” Nährwertelemente eines Produkts gegeneinander verrechnet werden.

Diese grobe Vereinfachung des komplexen Themas Ernährung durch ein fünfstufiges Kennzeichnungsmodell ist durchaus gewollt: “Es kann helfen, die gesunde Wahl zur einfachen Wahl zu machen”, begründet Verbraucherschutzministerin Julia Klöckner die geplante Einführung. An diesem Argument wird von wissenschaftlicher Seite allerdings massiver Zweifel angemeldet.

Es müsse immer um die Gesamtheit der Ernährung gehen, so die Kritik, nicht um den Inhalt einzelner Lebensmittel. Außerdem würden Mineralstoffe, Vitamine oder z. B. der Vollkornanteil bei der Nutri-Score-Verrechnung gar nicht berücksichtigt. Und frische Artikel wie Obst oder Gemüse bekommen überhaupt keine Kennzeichnung, weil das System nur verarbeitete und verpackte Produkte erfasst. Dass die Frage, was jemand essen darf oder sollte, natürlich auch von dessen Lebensstil abhängt, spielt beim Nutri-Score erst recht keine Rolle.

“Mehr Verwirrung als Orientierung” bescheinigen deshalb die Ernährungsexperten Eva-Maria Endres und Daniel Kofahl vom Büro für Agrarpolitik und Ernährungskultur (APEK) dem umstrittenen Kennzeichnungssystem: “Durch die komplexitätsreduzierte Einteilung des Nutri-Scores, jedem Lebensmittel eine vermeintlich eindeutige Ampelfarbe von “grün” bis “tiefrot” zuzuordnen, entsteht der Eindruck, dass man sich durchaus gesund ernähren würde, wenn man jeden Tag zwei Kilo Weißbrot, ein Pfund Pommes und drei Liter Cola light zu sich nimmt.” Solch eine eher fragwürdige Zusammenstellung ließe sich nämlich nach den Nutri-Score-Kriterien ausschließlich aus grün bewerteten Produkten komponieren. Ein Vorbild in Sachen gesunder und ausgewogener Ernährung wäre man mit diesen Mahlzeiten aber wohl nicht.

In der isolierten Betrachtung einzelner Speisen sieht auch der Publizist Detlef Brendel einen der wesentlichen Schwachpunkte der neuen Nährwertkennzeichnung. Der Autor des Buchs “Schluss mit Essverboten” (Plassen-Verlag) warnt davor, dass alle bisherigen Bemühungen, seriös über abwechslungsreiche, vielseitige und damit ausgewogene Ernährung zu informieren, unterlaufen werden könnten: “Der Nutri-Score kann zu einer Ernährung, die diesen Grundsätzen entspricht, nicht beitragen. Er gefährdet sie sogar, weil aus der Summe vieler grün gekennzeichneter Produkte keine Ernährung resultiert, die insgesamt eine grüne Bewertung verdienen würde.”

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Chilipfeffer gut für Herz und Gefäße?

Capsaicin mit positiven Eigenschaften

Chilipfeffer ist ein üblicher Bestandteil einer traditionellen mediterranen Ernährung. Das scharfe Gewürz soll möglicherweise das Risiko für kardio- und zerebrovaskuläre Erkrankungen (Störungen der Blutversorgung des Gehirns) verringern. Das jedenfalls legen Ergebnisse einer Studie aus Italien nahe, kürzlich veröffentlicht im Journal of the American College of Cardiology.

Die italienische Autorengruppe hatte für ihre Studie 22.811 erwachsene Personen nach den Essensgewohnheiten befragt. In einer Nachbeobachtungszeit von rund acht Jahren wurden insgesamt 1.236 Todesfälle festgestellt. Die kardiovaskuläre und die zerebrovaskuläre Sterblichkeit lag bei den Teilnehmenden, die ihr Essen regelmäßig mit Chilipfeffer würzten, deutlich niedriger als bei Personen, die niemals oder selten Chilipfeffer verwendeten.

Allerdings: Es handelt sich um eine retrospektive Assoziationsstudie. Diese kann mögliche Kausalzusammenhänge zwar nahelegen, jedoch nicht endgültig nachweisen. „Die Frage ist, ob man tatsächlich mit so einer simplen Maßnahme wie dem scharfen Würzen das kardiovaskuläre Risiko in einem relevanten Ausmaß reduzieren kann“, so der Neurologe Professor J. David Spence vom Stroke Prevention and Atherosklerosis Research Center, London, Ontario.

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Biologisch scheint der protektive Effekt scharfer Gewürze aber zumindest teilweise plausibel. Denn für den wesentlichen Wirkstoff der Chilischote Capsaicin wurden in experimentellen wie klinischen Studien günstige Effekte auf Funktionen des Herzkreislaufsystems und auf metabolische Vorgänge sowie antientzündliche Wirkungen nachgewiesen. Entscheidend scheine aber das komplette Ernährungsmuster und weniger eine einzelne Nahrungskomponente zu sein, so Spence. Besonders günstig sei eine mediterrane Kost, reich an Früchten, Obst, Fisch und Vollkorn. „Mit einer Prise Tabasco wird man aus Fastfood kein gesundes Essen zaubern können.“

Ganz allgemein ist das Nutzen von Kräutern und Gewürzen in der Küche aus ernährungsphysiologischer Sicht positiv zu beurteilen. Neben der geschmacklichen Aufwertung bieten sie Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe und helfen Salz einzusparen, von dem wir meist zu viel verwenden.

Rüdiger Lobitz www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0735109719382063

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Gesund und fit durch den Herbst und Winter

Kalte Herbstwinde, Regenschauer und bald schon der erste Schnee: Jetzt ist es höchste Zeit, Immunsystem und Abwehrkräfte zu stärken

Viel Bewegung in frischer Luft, vitaminreiche Kost und geeignete Kleidung sind Grundvoraussetzung. Da diese erprobten Hausmittel jedoch nicht immer ausreichen, wurden von der Firma Lipp’s e.K. Imkerei- und Naturprodukte in Bad Saulgau zwei wertvolle Helfer entwickelt. Vitalixir(R) Royale und Sundorn(R)Forte sind Nahrungsergänzungsprodukte auf der Basis natürlicher Inhaltsstoffe. Sie sind geeignet, die körpereigenen Abwehrkräfte zu unterstützen. Damit langfristig von einem positiven Effekt profitiert wird, lohnt sich die Anwendung beider Präparate als Kur.

Im Online-Shop www.lipps-welt.de sind beide Präparate ausführlich vorgestellt und in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu kaufen. Anwendungsgebiete und Inhaltsstoffe sind klar definiert, denn Transparenz und verantwortliches Handeln sind für den Firmeninhaber Sven Lipp eine Selbstverständlichkeit. Für gesundheitsbewusste Interessenten ist aufgelistet, wie die Inhaltsstoffe der Präparate in Relation zu den von den Gesundheitsbehörden empfohlenen Tagesmengen stehen. Dadurch hat jeder Käufer vorab die Gelegenheit, sich vom möglichen Nutzen der Nahrungsergänzung ein Bild zu machen. Zusätzlich bietet die Firma Lipp eine ausführliche telefonische Beratung an, um alle auftauchenden Fragen zu klären.

Vitalixir(R) Royale enthält als wichtigste Zutaten Blütenpollen und Gelee Royale. Die gesundheitsfördernde Wirkung beider Inhaltsstoffe ist in zahlreichen Untersuchungen belegt. Das Naturprodukt ist geeignet, unterstützend auf die gesamte Leistungsfähigkeit und das Immunsystem einzuwirken. Eine Wechselwirkung mit anderen Präparaten ist nicht bekannt. Das Elixier eignet sich für alle, die anfällig für Erkältungen sind. Es kann bei Verdauungsproblemen und anderen Störungen des Magen-Darm-Traktes eingesetzt werden. Auch bei Konzentrationsproblemen wurden gute Erfolge beobachtet. Blütenpollen und Gelee Royale werden bei Vitalixir(R) Royale durch zahlreiche andere Inhaltsstoffe, deren Wirksamkeit medizinisch bestätigt ist, ergänzt. Unter anderem sind dies Hagebutte und Brennnessel, die seit dem Altertum als Naturmedizin bekannt sind.

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In Sundorn(R)Forte sind es ebenfalls natürliche Zutaten, auf die die Firma Lipp setzt. Sanddorn ist in der Volksheilkunde seit langem geschätzt. Die orangenen Beeren sind überaus reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Ihr Gehalt an Vitamin C ist bis zu zehnmal so hoch wie der von Zitrusfrüchten. Dieser hohe Vitamin-C-Wert prädestiniert den Sanddorn um aus ihm Mittel zur Stärkung der Abwehrkräfte zubereiteten. Zahlreiche weitere positive Wirkungen werden den Beeren ebenfalls zugeschrieben. Sanddorn gilt als leistungssteigernd, hilfreich bei Verdauungs- und Gewichtsproblemen und soll ausgleichend bei Kreislaufschwächen wirken. Unterstützend dienen zwei weitere Mittel aus der Naturheilkunde: Schwarzer Holunder und Echinacea, die bei Erkältungen erprobte Hausmittel sind.

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Angereichert sind die praktischen Ampullen mit Vitaminen, die ebenfalls wichtig für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen und des Immunsystems sind. Beide Präparate sind für die kurmäßige Anwendung entwickelt. Täglich wird über einen Zeitraum von vier Monaten eine Ampulle eingenommen. Auch auf Reisen müssen Anwender nicht auf die nützlichen Mittel verzichten. Sie sind handlich und klein und dürfen mit in den Flieger genommen werden. Wasser zur Einnahme oder ein umständliches Lösen des Ampulleninhalts ist nicht nötig. Kurzes Schütteln reicht, nie war Abwehrkräfte stärken einfacher. Der Verschluss ist leicht aufschraubbar und kann nach Entleeren des Fläschchens wieder aufgesetzt werden, so dass die Aufbewahrung bis zur Entsorgung eine saubere Sache ist.

Seit der Gründung in den 70er Jahren ist höchste Qualität und feinster Geschmack das Credo der Familie Lipp. In der Tradition unserer Familie wurde das Wissen über Honig und das Beste aus dem Bienenstock weitergegeben und die Erzeugnisse der Apikultur als wichtigstes Gut auserkoren.

Seit frühester Kindheit war der Honig der Mittelpunkt im Leben von Herrn Lipp. Das Schleudern, Abfüllen und natürlich auch Probieren der Honige war schon für den kleinen Bub ein Muss im Lippschen Honigbetrieb. So entwickelte sich schnell eine Leidenschaft für das flüssige Gold und die Bienenprodukte wurden zu einem ständigen Begleiter von Kindesbeinen an. Schließlich hielt Herr Lipp an der Tradition seiner Familie fest und realisierte seinen Traum mit Lipp’s Imkerei- und Naturprodukten.

Zu Beginn noch mit dem goldenen Honigeimer von Tür zu Tür unterwegs wurde bald der Wunsch nach mehr geweckt. Das Studium der Bienenerzeugnisse und deren Wirkung führte Herrn Lipp zu Nahrungsergänzungsmitteln rund um den Bienenkorb. Das Ziel ein Naturprodukt zu entwickeln welches diesem auch tatsächlich entspricht – ohne Alkohol, Zucker, etc. – wurde durch eigene Erfahrungen und Austausch mit Fachleuten genährt was zu eigenen Rezepturen und der ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung unseres Sortiments führte. Unsere Nahrungsergänzungsmittel sind der ganze Stolz unserer Firma, hinter welcher die Familie Lipp voller Tatkraft und Innovationsfreude steht.

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Lipp’s e.K. Imkerei- und Naturprodukte
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Die gesunde Kraft adaptogener Pflanzen

Als Adaptogen bezeichnet man pflanzliche Extrakte, die anregend, kräftigend oder beruhigend wirken können.

Petra Hirscher und Richard Kirchmair geben in dem neuen TRIAS Ratgeber „Die wunderbare Kraft der adaptogenen Pflanzen“ einen Überblick und liefern zahlreiche Informationen.

Petra Hirscher, Richard Kirchmair, Die wunderbare Kraft der adaptogenen Pflanzen. Die besten Rezepte gegen Stress, Müdigkeit und innere Unruhe. TRIAS Verlag, Stuttgart. 2019, Buch EUR [D] 17,99 EUR [A] 18,50, EPUB EUR [D] 13,99 EUR [A] 13,99, Buch ISBN: 9783432110004, EPUB ISBN: 9783432110011

Das Buch auf Amazon ansehen: Die wunderbare Kraft der adaptogenen Pflanzen: Die besten Rezepte gegen Stress, Müdigkeit und innere Unruhe

„Die Natur schenkt uns Pflanzen mit dem Potenzial, uns unbeschadet durch Stresssituationen zu führen“, erklären die Autoren die harmonisierende Wirkung adaptogener Pflanzen auf den Menschen. Adaptogen bedeutet die Fähigkeit der Pflanze, sich an Gegebenheiten anzupassen. „Die Wirkstoffe dieser Pflanzen können auch unsere Anpassungsfähigkeit verbessern und so die Reaktion auf verschiedene Stressoren normalisieren“, beschreibt das Autorenduo.

Bekannte Adaptogene sind beispielsweise Ginseng, Taigawurzel und Rosenwurz. Sie helfen nicht nur bei Stress, sondern wirken auch bei Müdigkeit oder gegen innere Unruhe. Die Autoren bieten einen Überblick über die wichtigsten adaptogenen Pflanzen, liefern Tipps für den Anbau zu Hause und erklären, wie sie der Gesundheit helfen.

Pressekontakt:

Bettina Ziegler, Thieme Communications, TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG ein Unternehmen der Thieme Gruppe, Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Fon: +49 (0)711 8931-319, Fax: +49 (0)711/8931-167, Bettina.ziegler@thieme.de , www.thieme.de | www.facebook.de/georgthiemeverlag | www.twitter.com/ThiemeMed

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Die Kraft der unlöslichen Ballaststoffe

Unlösliche Ballaststoffe wirken! Sie wirken aber nicht bei jedem Patienten gleich.

Wie ein internationales Team um den DIfE-Wissenschaftler Dr. Stefan Kabisch in der Fachzeitschrift Nutrients zeigt, ist es wichtig, den Stoffwechselzustand eines Patienten genauer zu kennen, um optimale Ernährungsempfehlungen geben zu können. Insbesondere für die Prävention des Typ-2-Diabetes, aber auch für andere Erkrankungen, könnte die individuell angepasste Ernährung sinnvoll sein.

In Deutschland leben mehr als 6 Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes – Tendenz steigend. Langzeitkomplikationen können die Lebensqualität senken und zu einem vorzeitigen Tod führen. Essverhalten, körperliche Aktivität und andere Lebensstilfaktoren gelten als ein Schlüssel, um den Ausbruch und die Entwicklung der Stoffwechselerkrankung zu beeinflussen. Besonders eine Ernährung mit vielen unlöslichen Ballaststoffen – vornehmlich aus Vollkornprodukten – soll schützen. Zu diesem Schluss kommt eine Reihe großer epidemiologischer Beobachtungsstudien. Doch Menschen, die sehr viele Vollkornprodukte essen, leben oft auch insgesamt gesünder. Somit war bisher unklar, ob die positiven Effekte tatsächlich von den unverdaulichen Pflanzenfasern kommen.

Der Wirkung von Ballaststoffen auf der Spur

Kabisch und sein Team wollten genau verstehen, ob und wie unlösliche Ballaststoffe vor Typ-2-Diabetes schützen können. Dafür führten sie eine randomisierte Studie, die Optimal Fibre Trial for Diabetes Prevention, kurz OptiFiT-Studie, durch. „Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass unlösliche Ballaststoffe tatsächlich wirken: auf den Blutzucker und möglicherweise auch auf andere Stoffwechsel-Baustellen”, sagt Dr. Stefan Kabisch, Studienleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Klinische Ernährung/DZD am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE). Bereits über vorherige Analysen der OptiFiT-Studie fanden die Forschenden heraus, dass sich unlösliche Ballaststoffe u.a. positiv auf den Langzeitblutzuckerwert auswirken. „Die Daten aus den aktuellen Untersuchungen zeigen nun, dass es Subgruppen von Patienten gibt, die besonders stark von den Ballaststoffen profitieren. So verbesserte sich insbesondere bei Probandinnen und Probanden mit einem zusätzlich erhöhten Nüchternzucker die Glukosetoleranz und bei Adipösen die Entzündungswerte, wenn sie sich in der Ballaststoffgruppe befanden“, erklärt Kabisch.

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Ablauf der OptiFiT-Studie

Zwischen März 2010 und Oktober 2012 nahmen insgesamt 180 Probandinnen und Probanden mit einer Vorstufe des Typ-2-Diabetes an der Studie teil. Die Teilnehmenden bekamen eine identische Ernährungsberatung und wurden zusätzlich in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe bekam über zwei Jahre täglich zweimal unlösliche, auf Hafer basierende Ballaststoffe in Form eines Trinkpulvers. Die zweite Gruppe erhielt währenddessen nur ein Placebo, also ein Trinksupplement ohne Ballaststoffe. Um einschätzen zu können, ob sich wirklich eine Verbesserung des Stoffwechsels abzeichnete, führte das Forschungsteam Blutzuckerbelastungstests durch. Als verblindete Studie wussten weder Probandinnen und Probanden noch Forschende, wer welches Supplement bekam. „Rein methodisch handelt es sich somit um eine sehr hochwertige Studie, die ziemlich genau sagen kann, ob es wirklich die unlöslichen Ballaststoffe waren, von denen die positive Wirkung ausging“, sagt der Studienarzt.

Besonderer Nutzen für Patienten mit erhöhtem Nüchternzucker

Der verstärkte Nutzen der unlöslichen Ballaststoffe für Personen mit auffälligem Nüchternzucker deutet möglicherweise darauf hin, dass insbesondere Patienten mit einer Fettleber von der Behandlung profitieren könnten. „Prädiabetiker mit erhöhtem Nüchternzucker haben nämlich oft auch eine Fettleber. Patienten ohne Fettleber haben möglicherweise keinen so großen Nutzen von einer ballaststoffreichen Ernährung“, so Dr. Stefan Kabisch. Da in der OptiFiT-Studie jedoch nicht bei allen Patienten eine Fettlebermessung erfolgte, bleibe nur die Interpretation über diesen Umweg. Prädiabetiker mit erhöhtem Nüchternzucker sind zudem übergewichtiger als solche mit normalem Nüchternzucker. Das Übergewicht erklärt nach der neuen Auswertung der OptiFiT-Studie aber nicht den besonderen Vorteil der Prädiabetiker mit erhöhtem Nüchternzucker. „Der Zusatznutzen hinsichtlich der Entzündungsprozesse bei Adipösen ist aber ein eigenständiger Vorteil. Die neuen Analysen liefern daher einen wichtigen Impuls in Richtung individualisierte Ernährungstherapie“, so Kabisch.

Mit Biomarkern zur individualisierten Ernährungstherapie

Im nächsten Schritt möchten die Forschenden die Daten der OptiFiT-Studie für Analysen zu bestimmten Biomarkern nutzen, die mit der Fettleber und der beobachteten Stoffwechselverbesserung in Zusammenhang stehen. Ziel ist, zukünftig voraussagen zu können, wer auf welche Nahrungskomponenten wie anspricht. Außerdem soll es Folgestudien mit neuen Probandinnen und Probanden geben, die die aktuellen Ergebnisse bestätigen.

Literatur:

Original-Publikation

Kabisch, S., Meyer, N. M. T., Honsek, C., Gerbracht, C., Dambeck, U., Kemper, M., Osterhoff, M. A., Birkenfeld, A. L., Arafat, A.M., Weickert, M. O., Pfeiffer, A. F. H.: Obesity Does Not Modulate the Glycometabolic Benefit of Insoluble Cereal Fibre in Subjects with Prediabetes—A Stratified Post Hoc Analysis of the Optimal Fibre Trial (OptiFiT). Nutrients 11, E2726 (2019) Open Access [https://doi.org/10.3390/nu11112726]

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Honsek, C., Kabisch, S., Kemper, M., Gerbracht, C., Arafat, A. M., Birkenfeld, A. L., Dambeck, U., Osterhoff, M. A., Weickert, M. O., Pfeiffer, A. F. H.: Fibre supplementation for the prevention of type 2 diabetes and improvement of glucose metabolism: the randomised controlled Optimal Fibre Trial (OptiFiT). Diabetologia 61, 1295-1305 (2018) Open Access [https://doi.org/10.1007/s00125-018-4582-6]

Kabisch, S., Meyer, N. M. T., Honsek, C., Gerbracht, C., Dambeck, U., Kemper, M., Osterhoff, M. A., Birkenfeld, A. L., Arafat, A. M., Hjorth, M. F., Weickert, M. O., Pfeiffer, A. F. H.: Fasting glucose state determines metabolic response to supplementation with insoluble cereal fibre: a secondary analysis of the Optimal Fibre Trial (OptiFiT). Nutrients 11: e2385 (2019) Open Access [https://doi.org/10.3390/nu11102385]

Hintergrundinformationen:

Zur Meldung auf der DIfE-Website: www.dife.de/presse/pressemitteilungen/?id=1438

Ballaststoffe bilden eine Gruppe von vielen verschiedenen langkettigen Kohlenhydraten, die unsere eigenen Darmenzyme nicht verdauen können. Man unterscheidet zwischen Ballaststoffen, die in Wasser löslich oder unlöslich sind. Lösliche Ballaststoffe sind vorwiegend in Obst und Gemüse zu finden, unlösliche Ballaststoffe eher in Getreide und Hülsenfrüchten.

Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

Das DIfE ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es erforscht die Ursachen ernährungsassoziierter Erkrankungen, um neue Strategien für Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Ursachen und Folgen des metabolischen Syndroms, einer Kombination aus Adipositas (Fettsucht), Hypertonie (Bluthochdruck), Insulinresistenz und Fettstoffwechselstörung, die Rolle der Ernährung für ein gesundes Altern sowie die biologischen Grundlagen von Nahrungsauswahl und Ernährungsverhalten. Das DIfE ist zudem ein Partner des 2009 vom BMBF geförderten Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD).

-> www.dife.dewww.leibniz-gemeinschaft.de, www.dzd-ev.de 

Pressekontakte:

Dr. Stefan Kabisch, Studienarzt und Ernährungsforscher in der Arbeitsgruppe Klinische Ernährung/DZD, Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), Tel.: +49 (0)30 450 514 429, E-Mail: stefan.kabisch@dife.de

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