Kategoriearchiv: Magen-Darm-Erkrankungen

Darmmikrobiom neu gedacht

Darmmikrobiom neu gedacht

Die Bioresonanz-Redaktion erläutert eine Studie, die zeigt, warum nicht nur die Bakterienarten, sondern auch ihre Menge über Gesundheit entscheiden könnte

Seit Jahren gilt das Darmmikrobiom als einer der vielversprechendsten Ansätze der modernen Medizin. Ob Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen – immer wieder zeigen Studien enge Zusammenhänge zwischen den Billionen von Mikroorganismen im Darm und unserer Gesundheit. Doch trotz intensiver Forschung blieb der große Durchbruch für die klinische Praxis bislang aus. Eine aktuelle Studie der Universität Hohenheim könnte nun erklären, warum.

Die Forschenden kommen zu einem überraschenden Ergebnis: Entscheidend könnte nicht nur sein, welche Bakterien im Darm leben, sondern wie viele. Dieser Perspektivwechsel könnte die Mikrobiomforschung grundlegend verändern und neue Wege für Diagnostik und Therapie eröffnen.

Ein neuer Blick auf das Darmmikrobiom

Bislang konzentriert sich die Mikrobiomforschung vor allem auf die Zusammensetzung der Darmflora. Wissenschaftler untersuchen, welche Bakterienarten bei bestimmten Krankheiten häufiger oder seltener vorkommen. Doch genau diese Ergebnisse erwiesen sich in der Vergangenheit oft als schwer reproduzierbar.

Das Forschungsteam der Universität Hohenheim schlägt deshalb einen anderen Ansatz vor: Neben der Zusammensetzung könnten quantitative Eigenschaften des Mikrobioms eine entscheidende Rolle spielen – also die tatsächliche Anzahl der Mikroorganismen, ihre Dichte im Darm und ihre Vermehrungsrate.

Ballaststoffe und Intervallfasten zeigen überraschende Gemeinsamkeiten

Für ihre Untersuchung analysierten Wissenschaftler der Fachgebiete Mikrobiom und Angewandte Bioinformatik sowie Ernährungsmedizin und Prävention, wie verschiedene Ernährungsformen das Darmmikrobiom beeinflussen. Verglichen wurden eine ballaststoffreiche Ernährung, Intervallfasten und eine fettreiche Ernährung.

Das Ergebnis überraschte: Obwohl sich die bakterielle Zusammensetzung des Mikrobioms bei ballaststoffreicher Ernährung und Intervallfasten deutlich unterschied, zeigten beide Ernährungsformen nahezu identische quantitative Veränderungen. In beiden Fällen verkürzte sich die Darmpassage, die mikrobielle Dichte im Stuhl nahm ab und es wurden insgesamt weniger Mikroorganismen ausgeschieden. Eine fettreiche Ernährung bewirkte dagegen das Gegenteil: längere Transitzeiten sowie eine höhere mikrobielle Dichte.

Weniger Entzündungen trotz unterschiedlicher Darmflora

Besonders bemerkenswert war, dass sowohl ballaststoffreiche Ernährung als auch Intervallfasten vergleichbare entzündungshemmende Effekte auslösten. Beide Ernährungsformen reduzierten Entzündungsmarker im Darm – obwohl sich die Zusammensetzung der Darmbakterien deutlich voneinander unterschied.

Diese Beobachtung spricht dafür, dass die gesundheitlichen Wirkungen des Mikrobioms möglicherweise weniger von einzelnen Bakterienarten abhängen als bisher angenommen. Stattdessen könnten die Menge und das Wachstum der Mikroorganismen der entscheidende Faktor sein.

Neue Chancen für Diagnostik und Therapie

Sollten sich diese Erkenntnisse in weiteren Studien bestätigen, könnte dies weitreichende Folgen für die Medizin haben. Quantitative Mikrobiomparameter könnten künftig dabei helfen, zuverlässigere Biomarker für zahlreiche Erkrankungen zu entwickeln und neue therapeutische Ansätze zu ermöglichen.

Die Studie liefert damit einen möglichen Schlüssel, um die bislang oft widersprüchlichen Ergebnisse der Mikrobiomforschung besser zu verstehen – und könnte dazu beitragen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse künftig deutlich schneller den Weg in die medizinische Praxis finden.

(Quelle: Mikrobiom im Darm: Gesamtmenge scheint wichtiger als genaue Zusammensetzung, Universität Hohenheim, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Hinweis aus der Bioresonanz – Redaktion

Die Bioresonanz – Redaktion informiert schon lange über die Bedeutung des Darmmikrobiom und wie es sich unterstützen lässt. Mehr dazu in dem Beitrag: Entschlüsselung des Mikrobiom – Darmbakterien beeinflussen Darmbarriere und Gesundheit.

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.

Die Redaktion von www.bioresonanz-zukunft.de veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Stuhlinkontinenz

Neuer Ratgeber bei TRIAS

Betroffene kennen das: Die Angst, es nicht rechtzeitig zur Toilette zu schaffen und die Sorge vor Geruch, Flecken, peinlichen Momenten. „Stuhlinkontinenz gehört zu den häufigsten und zugleich am stärksten tabu­isierten Gesundheitsproblemen unserer Gesellschaft“, so Prof. Dr. med. Werner Kneist, Vorstandsmitglied der Deutschen Kontinenz Gesellschaft, im Vorwort des Ratgebers „Stuhlinkontinenz“ (Partner-Link*)(TRIAS Verlag, Stuttgart 2026) von Proktologin Dr. Caterina Schulte-Eversum. Auf das Leiden macht auch die Welt-Kontinenz-Woche vom 15. bis 21. Juni aufmerksam.

„Stuhlinkontinenz kann jede und jeden treffen – Frauen, Män­ner, Jüngere, Ältere – und die Zahl der Be­troffenen ist viel höher, als man denkt. Da­bei geht es nie nur um die körperlichen Aspekte. Stuhlinkontinenz hat weitrei­chende Folgen für den Alltag, Beziehungen, die Seele und das Selbstwertgefühl“, erklärt die Autorin.

In dem Buch informiert Schulte-Eversum über Ursachen und Zusammenhängen, gibt praktische Alltagstipps, Informationen zu Hilfsmitteln und bewährte Behandlungsansätzen. „Stuhlinkontinenz ist kein unausweichliches Schicksal. Ich möchte Betroffenen Mut machen, die Beschwerden beim Namen zu nennen und Unterstützung zu suchen. Es gibt medizinische Möglichkeiten, konkrete Hilfen und viele kleine Schritte, die man selbst tun kann, um Sicherheit zurückzugewinnen“, ist sie überzeugt.

Das Buch: Caterina Schulte-Eversum. Stuhlinkontinenz. Hilfe bei unkontrolliertem Verlust von Stuhl und Darmwinden. Wissen & Praxis: Ernährung, Beckenbodentraining, Medikamente & OP. (Partner-Link*) TRIAS Verlag, Stuttgart. 2026. Buch EUR [D] 24,00. EPUB EUR [D] 23,99. ISBN Buch: 9783432118758. ISBN EPUB: 9783432118765

Weitere Informationen wie das Vorwort, Stichwortverzeichnis und Musterseiten finden Sie unter „Mehr zum Produkt“ hier.

Über die Autorin:

Dr. med. Caterina Schulte-Eversum ist Proktologin und Fachärztin für Allgemeine Chirurgie. Nach ihrem Medizinstudium in Düsseldorf und in Frankreich sammelte sie umfangreiche Erfahrung in Unfall- und Bauchchirurgie sowie in der Proktologie. Von 2017 bis Mitte 2025 leitete sie die Proktologische Abteilung der Stiftung Bethanien Moers. Ihre Zusatzqualifikationen in Sexualmedizin, Psychoonkologie, Palliativmedizin und Traumatherapie ermöglichen ihr eine ganzheitliche und einfühlsame Patientenbetreuung. Mit Offenheit und Empathie begleitet sie Betroffene von Stuhlinkontinenz und möchte mit ihrem Ratgeber aufklären, Mut machen und Ängste abbauen.

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Neue Studie hinterfragt: Verliert der Darm im Alter nicht die Balance, sondern das Immunsystem die Kontrolle

Neue Studie hinterfragt: Verliert der Darm im Alter nicht die Balance, sondern das Immunsystem die Kontrolle?

Forschende präsentieren überraschende Erklärung für altersbedingte Veränderungen des Darmmikrobioms. Die Bioresonanz-Redaktion erläutert die Erkenntnisse und ihre Bedeutung.

Warum gerät das Darmmikrobiom im Alter aus dem Gleichgewicht? Diese Frage beschäftigt die Alternsforschung seit Jahren. Nun präsentieren Wissenschaftler aus Jena eine neue, überraschende Erklärung: Nicht die Mikroorganismen selbst könnten der Auslöser sein – sondern ein alterndes Immunsystem, das seine Kontrollfunktion zunehmend verliert.

In einer aktuellen Studie stellen Forschende aus Jena ein Modell vor, das das bisherige Verständnis der altersbedingten Veränderungen im Darm grundlegend erweitern könnte.

Der Darm als sensibles Ökosystem

Milliarden von Mikroorganismen leben im menschlichen Darm und bilden dort ein hochkomplexes Ökosystem. Über viele Jahrzehnte hinweg bleibt dieses erstaunlich stabil. Mit zunehmendem Alter jedoch verändert sich das Bild: Die Vielfalt der Mikroben nimmt ab, einzelne Arten breiten sich stärker aus und entzündliche Prozesse treten häufiger auf.

Bislang wurde häufig angenommen, dass diese Veränderungen vor allem durch Verschiebungen innerhalb der mikrobiellen Gemeinschaft selbst entstehen. Die Jenaer Forschenden schlagen nun eine andere Perspektive vor.

Das Immunsystem als unsichtbarer Dirigent

Nach ihrer Hypothese sorgt das Immunsystem während des gesamten Lebens dafür, dass keine einzelne Mikrobenart die Kontrolle übernimmt. Statt zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien zu unterscheiden, überwacht es kontinuierlich die Balance innerhalb der Gemeinschaft.

Lässt diese Überwachungsfunktion im Alter nach, könnten einzelne Mikroorganismen zunehmend die Oberhand gewinnen. Die Folge wäre eine schrittweise Destabilisierung des gesamten Darmökosystems.

Computermodell liefert spannende Hinweise

Um ihre Theorie zu veranschaulichen, entwickelten die Forschenden ein Computermodell, in dem verschiedene Mikrobenarten um begrenzte Ressourcen konkurrieren. Das Ergebnis: Solange dominante Organismen gezielt begrenzt werden, bleibt die Vielfalt stabil. Fällt diese Kontrolle weg, brechen Gleichgewicht und Artenvielfalt zusammen.

Die Wissenschaftler sehen darin einen möglichen Schlüssel zum Verständnis der sogenannten Dysbiose – jener altersbedingten Störung des Darmmikrobioms, die zunehmend mit chronischen Erkrankungen und Entzündungsprozessen in Verbindung gebracht wird.

Neue Perspektiven für gesundes Altern

Besonders spannend sind die möglichen Folgen für zukünftige Therapien. Die Studie deutet darauf hin, dass es nicht ausreichen könnte, das Mikrobiom allein durch Probiotika oder andere mikrobiombasierte Ansätze zu verändern. Ebenso wichtig könnte die gezielte Unterstützung jener Immunfunktionen sein, die das ökologische Gleichgewicht im Darm aufrechterhalten.

Noch eine Hypothese – aber mit großem Potenzial

Die Forschenden weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich bislang um ein theoretisches Modell handelt, das nun experimentell überprüft werden muss. Geplant sind unter anderem Studien mit kurzlebigen Modellorganismen sowie langfristige Untersuchungen am Menschen.

Sollte sich die Hypothese bestätigen, könnte dies das Verständnis des Alterns und der Rolle des Darmmikrobioms nachhaltig verändern. Die Stabilität des Mikrobioms wäre dann nicht länger allein eine Eigenschaft der Mikroben selbst, sondern das Ergebnis einer lebenslangen Zusammenarbeit zwischen Darmflora und Immunsystem – einer Partnerschaft, die mit zunehmendem Alter zunehmend aus dem Gleichgewicht geraten kann.

(Das alternde Immunsystem verliert die Kontrolle über das Mikrobiom, Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI), Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Sichtweise der Ganzheitsmedizin und der Bioresonanz – Experten

Die neuen Erkenntnisse bestätigen die traditionelle Erfahrung aus der Ganzheitsmedizin, die schon lange einen Zusammenhang zwischen Immunsystem und Darmmilieu annimmt. Die Bioresonanz-Redaktion erläutert es in dem Beitrag: Bioresonanz zu den Wechselwirkungen von Darm und Immunsystem.

Dieses Informationsangebot berichtet umfassend zur Bioresonanz

Auf dem Blog www.bioresonanz-zukunft.de werden regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz präsentiert. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Expertenwissen CED

Neuer Ratgeber bei TRIAS

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa stellen das Leben von Betroffenen und deren Angehörigen auf den Kopf. Wiederkehrende Schmerzen und Durchfälle können einem jegliche Lust rauben, überhaupt das Haus zu verlassen.

Betroffene sind häufig verunsichert durch viele, sich auch widersprechende Informationen. Orientierung bietet der Gastroenterologe Dr. Markus Escher, der zu den Experten auf diesem Gebiet in Deutschland zählt, in dem Ratgeber „Expertenwissen: CED“ (Partner-Link*) (TRIAS Verlag, Stuttgart 2026). Er klärt über Ursache, Verlauf und aktuelle Therapien auf und begleitet Betroffene auf ihrem Weg zu weniger Schmerzen und einer besseren Lebensqualität.

Das Buch: Markus Escher. Expertenwissen: CED. Morbus Crohn & Colitis ulcerosa: Die beste Therapie finden. Beschwerden lindern mit Ernährung, Medikamenten, Lebensstil. (Partner-Link*) TRIAS Verlag, Stuttgart. 2026. Buch EUR [D] 26,00. EPUB EUR [D] 25,99. ISBN Buch: 9783432119694. ISBN EPUB: 9783432119700

Buchinhalte:

  • Erkrankung verstehen: Betroffene erfahren alles über die Entstehung, Diagnose und Therapie von CED – von den neuesten Forschungsergebnissen bis hin zu komplementären Methoden.
  • Gesunde Ernährung: Betroffene entdecken, wie ihre Ernährung ihre Darmbeschwerden positiv beeinflussen kann. Mit leckeren Rezepten gegen Entzündung und Schmerzen.
  • Aktiv werden: Praktische Tipps zum Umgang mit akuten Beschwerden, zu Reisen, Sexualität und psychosozialen Aspekten helfen Betroffenen, mit ihrer Erkrankung gut zu leben.
  • Spannende Extras: Was bedeuten Laborwerte, was ist bei Frauen und Männern anders, welche digitalen Helfer gibt es, an welchen Innovationen wird geforscht?

Weitere Informationen wie das Vorwort, Stichwortverzeichnis und Musterseiten finden Sie unter „Mehr zum Produkt“ hier.

Über den Autor:

Dr. med. Markus Escher ist Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie mit einer gastroenterologischen Schwerpunktpraxis in Leonberg bei Stuttgart. Er ist Mitglied in zahlreichen Gesellschaften wie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselstörungen (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) sowie im Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen in Deutschland e.V. (bng).

Mehr erfahren Sie unter: https://www.gastroenterologie-leonberg.de/

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Bitterstoffe: Neue Studie entschlüsselt ihre Wirkung im Magen

Bitterstoffe: Neue Studie entschlüsselt ihre Wirkung im Magen

Bioresonanz-Redaktion erläutert Erkenntnisse zu Bitterstoffen

Bitterstoffe von Kräutern gelten seit Jahrhunderten als bewährtes Hausmittel bei Verdauungsbeschwerden. Doch was genau im Körper passiert, wenn wir zu Enzian, Schafgarbe oder Salbei greifen, war bislang nur teilweise verstanden. Forschende des Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München liefern nun einen entscheidenden Puzzlestein – und zeigen, dass die Kraft der Bitterstoffe tiefer wirkt als gedacht.

Im Zentrum der neuen Studie steht eine überraschende Erkenntnis: Bestimmte Kräuterextrakte können menschliche Magenzellen direkt dazu anregen, mehr Magensäure zu produzieren – und das besonders effektiv, wenn sie kombiniert werden. Damit rückt ein Mechanismus in den Fokus, der bislang eher im Hintergrund stand: sogenannte Bitterrezeptoren im Magen, die nicht nur Geschmack wahrnehmen, sondern aktiv in die Verdauung eingreifen.

Vier Pflanzen stechen heraus

Die Forschenden untersuchten sowohl einzelne Pflanzenextrakte als auch verschiedene Mischungen in einem zellbasierten Modellsystem. Dabei zeigte sich, dass insbesondere Extrakte aus Meisterwurz, Wacholder, Salbei und Schafgarbe die Säureproduktion deutlich steigern konnten. Andere bekannte Bitterpflanzen wie Löwenzahn oder Enzian hingegen blieben in den getesteten Konzentrationen weitgehend ohne diesen Effekt.

Ein entscheidender Faktor scheint dabei der Gehalt an Polyphenolen zu sein – sekundären Pflanzenstoffen, die in vielen Kräutern vorkommen.

Rezeptoren im Magen reagieren auf Bitterstoffe

Besonders spannend: Die Wissenschaftler konnten drei spezifische Bitterrezeptoren identifizieren – TAS2R4, TAS2R5 und TAS2R39 –, die an diesem Prozess beteiligt sind. Werden sie aktiviert, kurbeln sie offenbar die Säureproduktion an – ein zentraler Schritt für eine funktionierende Verdauung.

Die Mischung entscheidet

Ein weiteres Ergebnis dürfte auch für die Entwicklung pflanzlicher Präparate relevant sein: Die Kombination macht den Unterschied. Die vollständige Mischung aus neun Kräuterextrakten zeigte die stärkste Wirkung. Überraschend dagegen: die Kombination der vier effektivsten Einzelstoffe blieb deutlich dahinter zurück.

Das deutet darauf hin, dass die Wirkung nicht einfach additiv ist, sondern durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Inhaltsstoffe entsteht. Mehrere Bitterrezeptoren könnten gleichzeitig aktiviert werden – und sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken.

Neue Ansätze – aber noch offene Fragen

Die Studie liefert damit eine plausible Erklärung dafür, warum Bitterstoffe traditionell als verdauungsfördernd gelten: Sie könnten die Magensäureproduktion direkt über spezifische Rezeptoren stimulieren. Gleichzeitig unterstreichen die Ergebnisse den Vorteil komplexer Pflanzenmischungen gegenüber isolierten Einzelstoffen.

Dennoch mahnen die Forschenden zur Einordnung: Die Ergebnisse stammen aus Zellkultur-Experimenten. Ob sich die Effekte im menschlichen Körper in gleicher Weise zeigen, müssen zukünftige klinische Studien erst noch bestätigen.

Schon jetzt aber eröffnen die Erkenntnisse neue Perspektiven – etwa für die gezieltere Entwicklung pflanzlicher Präparate, die Verdauungsprozesse auf molekularer Ebene unterstützen.

(Quelle: Bittere Kräuterextrakte stimulieren Magenzellen, Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Die alte Weisheit „Bitter ist gut für den Magen“ bekommt damit eine moderne, wissenschaftlich fundierte Erklärung – und vielleicht bald eine neue Generation wirksamer Naturheilmittel.

Lesetipp vom Bioresonanz – Experten

Welche Bedeutung die Phytotherapie für uns heute hat und wie sich das ideal ergänzen lässt, erläutert die Bioresonanz-Redaktion in dem Beitrag: Phytotherapie – ihre Bedeutung und Ergänzungsmöglichkeiten mit der Bioresonanz.

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Ist Hafer eine Lösung bei Unverträglichkeiten?

Ist Hafer eine Lösung bei Unverträglichkeiten?

Warum ausgerechnet ein jahrtausendealtes Getreide immer mehr Aufmerksamkeit von Wissenschaft und Ernährungsexperten erhält

Hafer erlebt seit Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung. Ob als Frühstück, Pflanzendrink oder Zutat in modernen Rezepten – das traditionsreiche Getreide gilt längst nicht mehr als Nischenprodukt. Doch was steckt hinter seinem guten Ruf? Wissenschaftliche Erkenntnisse liefern Hinweise darauf, warum Hafer von vielen Menschen besser vertragen wird als andere Getreidearten und welche Rolle seine Gene dabei spielen.

Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung von Helmholtz Munich, der Universität Lund und dem Forschungsverbund ScanOats hat erstmals das vollständige Erbgut des Hafers entschlüsselt und analysiert. Damit konnte auf genetischer Ebene nachvollzogen werden, weshalb Hafer in vielen Fällen weniger Allergien und Unverträglichkeiten auslöst als beispielsweise Weizen oder Roggen.

Weniger problematische Proteine als Weizen

Das Besondere: Die Forschenden stellten fest, dass Hafer deutlich weniger Proteine enthält, die den glutenhaltigen Speicherproteinen anderer Getreide ähneln. Diese Proteine stehen im Zusammenhang mit Zöliakie und verschiedenen Weizenunverträglichkeiten.

Die neuen Erkenntnisse bestätigen damit, warum reiner, nicht mit anderen Getreiden verunreinigter Hafer für viele Menschen im Rahmen einer glutenfreien Ernährung geeignet sein kann. Allerding sollte bei einer Weizenallergie oder anderen individuellen Unverträglichkeiten eine Ernährungsumstellung grundsätzlich ärztlich begleitet werden.

Ballaststoffe mit wissenschaftlich belegtem Nutzen

Neben seiner guten Verträglichkeit besitzt Hafer eine weitere Besonderheit: Er enthält außergewöhnlich hohe Mengen an Beta-Glucanen. Diese löslichen Ballaststoffe gehören zu den am besten untersuchten Inhaltsstoffen des Getreides.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt, dass Beta-Glucane aus Hafer zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels beitragen können. Zudem beeinflussen sie den Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit positiv und fördern ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.

Die entschlüsselte Genomsequenz zeigt erstmals auch, welche Gene für die Bildung dieser gesundheitsfördernden Ballaststoffe verantwortlich sind. Dieses Wissen eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Züchtung besonders nährstoffreicher Hafersorten.

Komplexer als das menschliche Genom

Dass diese Entdeckung überhaupt möglich wurde, ist bemerkenswert. Das Hafer-Genom gehört zu den komplexesten unter den Kulturpflanzen. Hafer besitzt sechs Chromosomensätze mit insgesamt mehr als 80.000 Genen – rund viermal so viele Gene wie der Mensch.

Über sechs Jahre hinweg arbeiteten Wissenschaftler daran, dieses außergewöhnlich komplexe Erbgut vollständig zu entschlüsseln. Die genetische Analyse liefert nun nicht nur Erkenntnisse für die Ernährungsforschung, sondern auch für die Landwirtschaft.

Nachhaltiger Anbau gewinnt an Bedeutung

Hafer überzeugt nicht nur durch seine ernährungsphysiologischen Eigenschaften. Im Vergleich zu vielen anderen Getreidearten benötigt sein Anbau häufig weniger Pflanzenschutzmittel und Dünger. Zudem gedeiht Hafer auch auf weniger ertragreichen Böden und gilt als vergleichsweise ressourcenschonende Kulturpflanze.

Die neuen genetischen Erkenntnisse ermöglichen künftig gezieltere Züchtungen. Ziel sind Hafersorten mit höheren Gehalten an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, besserer Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und Krankheiten sowie stabileren Erträgen – ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Landwirtschaft im Klimawandel.

Fazit

Hafer ist weit mehr als ein Ernährungstrend. Die erstmals vollständige Entschlüsselung seines Genoms liefert wissenschaftliche Erklärungen dafür, weshalb das Getreide häufig besser vertragen wird als andere Getreidearten und welche Inhaltsstoffe seine positiven Eigenschaften ausmachen. Gleichzeitig eröffnet die Forschung neue Perspektiven für gesündere Lebensmittel und eine nachhaltigere Pflanzenzüchtung.

Für Menschen mit Weizenunverträglichkeiten oder dem Wunsch nach einer ballaststoffreichen Ernährung könnte Hafer – je nach individueller Diagnose – künftig noch stärker in den Fokus rücken. Die Wissenschaft hat damit einen wichtigen Schritt gemacht, um die besonderen Eigenschaften dieses traditionsreichen Getreides besser zu verstehen.

Mehr Interesse an solchen Erkenntnissen?

Die Meldung wurde inspiriert durch einen Beitrag in dem Buch „Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?“. Das Buch steckt voller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Wirksamkeit natürlicher Heilmittel und Hilfsmittel.

Buchdaten: Michael Petersen, Reaktion mediportal-online.eu, Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?, ISBN 978-3-384-60436-1, Info-Seite zum Buch beim Verlag.

Eine Buchbeschreibung findet sich im Bücher-Blog.

Quellenverzeichnis:

Kamal, N., Tsardakas Renhuldt, N., Bentzer, J., Gundlach, H., Haberer, G., Juhász, A., Lux, T., Bose, U., Tye-Din, J. A., Lang, D., van Gessel, N., Reski, R., Fu, Y.-B., Spégel, P., Ceplitis, A., Himmelbach, A., Waters, A. J., Bekele, W. A., Colgrave, M. L., Hansson, M., Stein, N., Mayer, K. F. X., Jellen, E. N., Maughan, P. J., Tinker, N. A., Mascher, M., Olsson, O., Spannagl, M. & Sirijovski, N. (2022). The mosaic oat genome gives insights into a uniquely healthy cereal crop. Nature, 606(7912), 113–119. https://doi.org/10.1038/s41586-022-04732-y

Helmholtz Munich. (2022). The Oat Genome Unlocks the Unique Health Benefits of Oats. Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Verfügbar unter: https://www.helmholtz-munich.de/en/newsroom/news-all/artikel/the-oat-genome-unlocks-the-unique-health-benefits-of-oats-2

European Food Safety Authority (EFSA). (2010). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to beta-glucans from oats and barley and maintenance of normal blood cholesterol concentrations. EFSA Journal, 8(12), 1885. https://doi.org/10.2903/j.efsa.2010.1885

European Food Safety Authority (EFSA). (2011). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to beta-glucans and reduction of post-prandial glycaemic responses. EFSA Journal, 9(6), 2207. https://doi.org/10.2903/j.efsa.2011.2207

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). (2024). Vollkornprodukte und Ballaststoffe – Empfehlungen für eine gesundheitsfördernde Ernährung. Bonn: Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Verfügbar unter: https://www.dge.de

Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e. V. (DZG). (2024). Hafer bei Zöliakie – Informationen für Betroffene. Stuttgart: Deutsche Zöliakie-Gesellschaft. Verfügbar unter: https://www.dzg-online.de

Das Spezialportal gesundheit-ratgeber-buecher.de bietet regelmäßig Besprechungen zu Gesundheits-, Persönlichkeits- und Ernährungs-Ratgebern, zu Neuerscheinungen und Neuauflagen. Rezensiert werden Bücher, E-Books und Portale.

Die Redaktion mediportal-online veröffentlicht regelmäßig Meldungen zu Themen der Gesundheit und Medizin im Internet. Hintergrundinformationen, Gesundheitstipps, Informationen aus Forschung und Wissenschaft, ergänzt um hilfreiche Links.

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Tipps für die „Darmgesundheit“

Und was man darunter versteht

Der Begriff „Darmgesundheit“ taucht in der Werbung, in den Medien und in der Forschung häufig auf. Seine Bedeutung ist jedoch nicht immer eindeutig und kann je nach Kontext unterschiedlich interpretiert werden. Ein internationales Gremium hat daher unter Beteiligung der Universität Hohenheim verbreitete Missverständnisse aufgegriffen und erstmals eine einheitliche Definition des Begriffs erarbeitet: „Zustand normaler Magen-Darm-Funktion ohne aktive Magen-Darm-Erkrankungen oder darmbezogene Symptome, die die Lebensqualität beeinträchtigen“.

Die Definition schafft nach Ansicht der Forschenden künftig einen zuverlässigen Rahmen für Forschung und Medizin sowie für Medien und Werbebranche. Zugleich bestehe weiterhin Forschungsbedarf, erklärt Professor Dr. Stephan C. Bischoff von der Universität Hohenheim – etwa um geeignete Biomarker für die Darmgesundheit zu finden und durch zuverlässige Tests nachzuweisen.

Wer ein paar Tipps befolgt, kann die eigene Darmgesundheit im Alltag gut unterstützen:

  1. Pflanzenbetont und ballaststoffreich essen: Eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung ist die beste Grundlage für die Darmgesundheit. Reichlich Ballaststoffe aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten fördern eine gute Verdauung und ein gesundes Darmmikrobiom.
  2. Fermentierte Lebensmittel wählen: Lebensmittel wie Joghurt, Quark oder Skyr, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi enthalten nützliche Mikroorganismen, die das Gleichgewicht der Darmflora unterstützen und das Immunsystem stärken können.
  3. Ausreichend trinken: Viel Flüssigkeit bringt den Darm in Schwung. Täglich sollten mindestens 1,5 Liter getrunken werden. Ideale Durstlöscher sind Wasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees und stark verdünnte Fruchtsaftschorlen.
  4. Routinen finden und Esspausen einhalten: Jeder hat seinen eigenen Mahlzeiten-Rhythmus. Es kann hilfreich sein, dem Verdauungstrakt zwischen den Mahlzeiten Pausen zwischen 2,5 und 5 Stunden zu gönnen. Vor dem Schlafengehen sollten keine größeren Portionen mehr gegessen werden.
  5. Achtsam und langsam essen: Wer sich Zeit beim Essen lässt und gründlich kaut, nimmt dem Darm Arbeit ab. Zudem hilft ein langsamer Genuss mit allen Sinnen dabei, intensiver zu schmecken und sich nicht zu „überessen“.
  6. Im Alltag mehr bewegen: Mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren, einen Spaziergang in der Mittagspause machen, öfter die Treppe anstatt den Fahrstuhl nehmen – mehr Bewegung im Alltag regt die Darmtätigkeit an und kann ein vielfältiges Mikrobiom fördern.
  7. Stress reduzieren: Zu viel Stress kann sich auf den Darm auswirken. Regelmäßige Pausen im Alltag, Entspannungsübungen oder Yoga können helfen, sich wohler zu fühlen und das Verdauungssystem zu entlasten.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Universität Hohenheim: Darmgesundheit: Wissenschaftliche Klarstellung räumt Begriffs-Wirrwarr auf

Studie: The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics (ISAPP) consensus statement on the definition and scope of gut health

BZfE: Ballaststoffe – gut für den Darm

BZfE: Präbiotika, Probiotika, Postbiotika – was ist der Unterschied?

BZfE-Unterrichtsmaterialien: Verdauung – Der Weg der Nahrung

Pressekontakt:

Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsidentin
Dr. Margareta Büning-Fesel
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Barbara Kaiser, BLE

Chefredaktion:
Harald Seitz, BLE

Redaktion:
Julia Seeher, BLE
Petra Daniels, BLE

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Wie Haferflocken den Cholesterinspiegel senken

Der Schlüssel liegt offenbar im Darmmikrobiom

Wer eine zweitägige Haferkur macht, kann seinen Cholesterinspiegel offenbar deutlich senken. Auch nach sechs Wochen ließ sich noch ein positiver Effekt der Diät nachweisen. Darauf deuten die Ergebnisse einer klinischen Studie der Universität Bonn hin, an der 68 Personen mit Metabolischem Syndrom teilnahmen. Bei diesem Krankheitsbild treten Übergewicht, Bluthochdruck sowie erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte gemeinsam auf.

Hafer wird meist als Haferflocken zum Frühstück im Porridge oder Müsli gegessen. Dass er positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat, ist nicht neu. Um die zugrundeliegenden Mechanismen auf den Stoffwechsel besser zu verstehen, führten die Forschenden eine randomisierte kontrollierte Studie durch. Sie gilt als „Goldstandard“ der klinischen Forschung: Die Versuchspersonen werden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt, von denen nur eine den potenziellen Wirkstoff – also hier den Hafer – erhält.

Im ersten Studienteil bekam eine Gruppe zwei Tage lang eine kalorienarme Diät, die fast ausschließlich aus Haferflocken bestand. Dreimal täglich wurden je 100 Gramm Haferflocken mit Wasser aufgekocht und mit etwas Obst oder Gemüse ergänzt. Die Kontrollgruppe erhielt eine kalorienarme, ballaststoffreiche Kost ohne Haferflocken. Im zweiten Teil der Studie ersetzte eine Teilgruppe sechs Wochen lang täglich eine Mahlzeit durch 80 Gramm Haferflocken.

In der Haferkur-Gruppe sanken nicht nur die Cholesterinwerte, sondern auch Blutdruck und Körpergewicht – im Durchschnitt um zwei Kilogramm. Besonders deutlich war der Rückgang des LDL-Cholesterins (minus 10 %), das als „schlechtes“ Cholesterin gilt und sich in den Blutgefäßen ablagern kann. Die Forschenden vermuten, dass diese positiven Effekte mit Veränderungen im Darmmikrobiom zusammenhängen. So fanden sich nach der Haferkur vermehrt Bakterien im Darm, die den Hafer in wertvolle phenolische Verbindungen wie Ferulasäure umwandeln. Diese Substanzen wirken sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus. Die tägliche Aufnahme einer einzelnen Hafermahlzeit über sechs Wochen hingegen zeigte nur geringe Effekte.

„Eine kurze Haferkur in regelmäßigen Abständen könnte eine gut verträgliche Möglichkeit sein, den Cholesterinspiegel im Normbereich zu halten und einem Diabetes vorzubeugen“, sagt Dr. Marie-Christine Simon von der Universität Bonn. Ob eine solche Maßnahme langfristig tatsächlich präventiv wirken kann, müsse jedoch in weiteren Studien untersucht werden.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Universität Bonn: Zwei Tage Haferflocken senken Cholesterinspiegel

Zur Studie: Cholesterol-lowering effects of oats induced by microbially produced phenolic metabolites in metabolic syndrome: a randomized controlled trial

BZfE: Getreide ABC – Hafer

BZfE: Hafer ist glutenhaltig – oder doch nicht?

BZfE: Warmes Frühstück für kalte Tage – Porridge & Co.

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Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsidentin
Dr. Margareta Büning-Fesel
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Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Barbara Kaiser, BLE

Chefredaktion:
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Redaktion:
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Petra Daniels, BLE

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Die 4-Wochen-Kur gegen Verstopfung

Neuer Ratgeber bei TRIAS

Verstopfung und Darmträgheit – viele Menschen kennen das, doch manche leiden dauerhaft daran. Der Bauch schmerzt, Betroffene fühlen sich aufgebläht, schwer und unbeweglich, der langersehnte Toilettengang wird zur Qual. Doch was tun, wenn Abführmittel und klassische Hausmittel wie Flohsamen und Haferkleie nicht mehr weiterhelfen oder man von den Medikamenten loskommen möchte?

Dr. med. Constanze Storr, Fachärztin für Allgemeinmedizin, und Prof. Dr. Martin Storr, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, haben in dem Ratgeber „Die 4-Wochen-Kur gegen Verstopfung“ (Partner-LInk*) ein Programm zusammengestellt, das hilft, die Darmträgheit zu bekämpfen.

Das Buch: Constanze Storr, Martin Storr. Die 4-Wochen-Kur gegen Verstopfung, Darmträgheit besiegen: Ernährung, Massage, Übungen, Nährstoffe. Mit ballaststoffreichen Rezepten. (Partner-LInk*)TRIAS Verlag, Stuttgart. 2025.  Buch EUR [D] 22,00 EUR [A] 22,70. EPUB EUR [D] 21,99 EUR [A] 21,99. ISBN Buch: 9783432120096. ISBN EPUB: 97834322120102

Buchinhalte:

  • Anders essen: Die besten Lebensmittel gegen Verstopfung wie Haferflocken, Leinsamen, Kefir und Hülsenfrüchte und einfache und schnell zubereitete Gerichte, die köstlich schmecken.
  • Das Mikrobiom stärken: Die Darmflora ist der Dreh- und Angelpunkt für eine gute Verdauung. Es gilt, die guten Darmbakterien mit Ballaststoffen, probiotischen Lebensmitteln und geeigneten Präparaten zu fördern.
  • Den Bauch anregen: Auch von außen kann der Darm bewegt werden: mit Bauch- und Darmmassage, wirkungsvoller Yogatherapie, Bewegung und Entspannung.
  • Wann zum Arzt? In welchen hartnäckigen Fällen ein Arztbesuch ansteht, was die versteckten Ursachen für Darmträgheit sein können und wie untersucht wird. Welche Medikamente im Notfall helfen und wie diese ausgewählt und optimal eingesetzt werden.

Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier auf unserer Website.

Über die Autor*innen:

Dr.med. Constanze Storr ist Fachärztin für Allgemeinmedizin mit den Zusatzbezeichnungen Ernährungsmedizin sowie Psychotherapie. Sie arbeitet als Oberärztin am Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Die ganzheitliche Betreuung der Patient*innen ist ihr besonders wichtig, denn Krankheiten sind meist nicht eindimensional, sondern haben viele Ursachen. Sie ist davon überzeugt, dass eine Besserung oder Heilung vieler Erkrankungen nur durch eine Kombination der evidenzbasierten Medizin mit der Eigeninitiative der Betroffenen erreicht werden können.

Prof. Dr. med. Martin Storr ist Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie am Zentrum für Endoskopie in Starnberg. Sein Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Patient*innen mit funktionellen Magen- und Darmerkrankungen, mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Ernährung- und Lebensstilfragen sowie Fragen zur bestmöglichen Diagnostik und Therapie von Verstopfung nehmen in seiner Sprechstundentätigkeit eine zentrale Rolle ein.

Pressekontakt:

Bettina Ziegler | Alexandra Hofmann

Thieme Communications, TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG, ein Unternehmen der Thieme Gruppe, Oswald-Hesse-Str. 50, 70469 Stuttgart, Tel.: +49 711 8931-319/-318, Fax: +49 711 8931-167

bettina.ziegler@thieme.de, alexandra.hofmann@thieme.de, www.thieme.com

 

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Expertenwissen SIBO & Reizdarm

Neuer Ratgeber bei TRIAS

Ständige Blähungen, Bauchschmerzen oder ein Wechsel von Durchfall und Verstopfung können auf einen Reizdarm hinweisen. Viele Menschen leiden unter einem Reizdarm, ohne eine wirksame Therapie zu finden. Immer häufiger rückt dabei die SIBO (Small Intestinal Bacterial Overgrowth), die bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms, in den Fokus. Sie verursacht ähnliche Beschwerden, erfordert aber eine andere Behandlung.

In dem Ratgeber „Expertenwissen: SIBO & Reizdarm“ (Partner-Link*)(TRIAS Verlag, Stuttgart 2025) bietet der Internist und Darm-Experte Dr. Thomas Fiedler fundierte Orientierung. Er erklärt, wie Betroffene ihre Beschwerden in den Griff bekommen können – mit gezielter Diagnostik, wirksamer Therapie und einem alltagstauglichen Praxisprogramm.

Das Buch: Dr. med. Thomas Fiedler, Expertenwissen: SIBO & Reizdarm. Der Weg zur sicheren Diagnose, die beste Therapie finden. Selbst aktiv werden mit dem Praxis-Programm: Ernährung, Medikamente, Mikrobiomtherapie. (Partner-Link*)TRIAS Verlag, Stuttgart. 2025. Buch EUR [D] 26,00 · EUR [A] 26,80. EPUB EUR [D] 25,99 · EUR [A] 25,99. ISBN Buch: 9783432119618. ISBN EPUB: 9783432119625

Buchinhalte:

  • Gezielte Diagnostik: Atem-, Stuhl-, Blut- und Urintest – was hat die beste Aussagekraft? An wen können Betroffene sich wenden? Und wann hilft Ultraschall, ein CT oder eine Darmspiegelung weiter?
  • Die besten Therapien: Wie eine antibakterielle Behandlung wirkt, wie das Mikrobiom gezielt gestärkt werden kann, wie Prokinetika die Darmbewegung verbessern und welche pflanzlichen Wirkstoffe helfen können.
  • Selbst aktiv werden mit Ernährung: So verbessern Betroffene ihre Verdauungsleistung und kurbeln das Selbstreinigungsprogramm des Darms an. Alles Wichtige über verträgliche Ballaststoffe, Bitterstoffe, Histamin und die sogenannte Elementardiät. Leckere Rezepte nach dem FODMAP-Konzept bringen Ruhe in den Bauch und schmecken der ganzen Familie.

Weitere Informationen wie das Vorwort, Stichwortverzeichnis sowie Musterseiten finden Sie unter dem Reiter „Mehr zum Produkt“ hier

Über den Autor:

Dr. med. Thomas Fiedler ist Facharzt für Innere Medizin. In der Abteilung für Gastroenterologie der Charité hat er viele Jahre Erfahrungen mit Darmerkrankungen gesammelt. Seit über zehn Jahren betreibt er als niedergelassener Facharzt zusammen mit seinem Partner Dr. S. Georgie die größte Praxis mit dem Schwerpunkt Reizdarm-Syndrom und funktionelle Darmstörungen in Berlin (https://georgi-fiedler.de/) sowie das Internetportal https://www.reizdarm-sos.de/.

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