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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Obst und Gemüse gegen Altersgebrechlichkeit?

Potenzielle Biomarker geben Aufschluss

Hat Vitaminmangel etwas mit Altersgebrechlichkeit zu tun? Es scheint so: „Vitamin D, Vitamin E und Carotinoide könnten bei der Entstehung der Altersgebrechlichkeit (der englische Fachbegriff: Frailty) von Bedeutung sein“, meldet das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE). Denn Menschen mit Frailty-Syndrom hätten zu wenig dieser Mikronährstoffe im Blut. Im Rahmen einer aktuellen Studie untersuchte ein Wissenschaftlerteam der Forschungsinitiative FRAILOMIC die Blutproben von 1450 Menschen zwischen 65 und 104 Jahren. FRAILOMIC ist ein umfangreiches, internationales Forschungsprojekt mit dem Ziel, die Vorhersagbarkeit und Therapie des Frailty-Syndroms zu verbessern.

Die Probanden aus Frankreich, Italien und Spanien wurden je nach Symptomen in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe bestand aus Menschen ohne Frailty-Syndrom, die zweite Gruppe aus Menschen mit einer Vorstufe und die dritte Gruppe aus Menschen mit Frailty-Syndrom, heißt es in der Mitteilung des DIfE.

Bei Altersgebrechlichkeit sind die Betroffenen kraftlos und schwach. Als Folge drohen Stürze und eine eingeschränkte Lebenserwartung. „Das Syndrom kann unter anderem anhand von fünf Symptomen diagnostiziert werden: verlangsamte Bewegungen, niedriger Energieumsatz, ungewollter Gewichtsverlust, Schwäche und Erschöpfung“, so das DIfE.

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„Wir konnten zeigen, dass die Gruppe mit Frailty-Syndrom im Vergleich zu der Gruppe ohne Frailty-Syndrom eindeutig weniger Vitamin D, Vitamin E und weniger Carotinoide, dafür aber erhöhte Werte von oxidierten Proteinen aufwiesen“, berichtet Bastian Kochlik, Erstautor der Studie und Doktorand am DIfE. Proteinoxidationen können die Funktion von Proteinen, etwa als Enzym oder Botenstoff, enorm beeinträchtigen. In einer funktionierenden Zelle würden oxidativ veränderte Proteine repariert oder abgebaut. Diese Schutzfunktion lasse jedoch im fortgeschrittenen Alter nach.

Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse. Der Status ernährungsrelevanter Mikronährstoffe und oxidativ veränderter Proteine sind potenzielle Biomarker für die Entstehung des Frailty-Syndroms. „Wir hoffen, dass unsere Biomarker irgendwann Einzug in den klinischen Alltag finden. Sie könnten dann genutzt werden, um das Risiko für das Frailty-Syndrom zu ermitteln und um vorbeugende und therapeutische Ernährungsempfehlungen zu geben“, so die Projektleiterin Dr. Daniela Weber vom DIfE.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.dife.de/presse/pressemitteilungen/?id=1434

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/jcsm.12479

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Wird mein Baby beim Stillen satt?

Fakten, um Müttern mehr Sicherheit beim Stillen zu geben

Habe ich genug Milch? Wird mein Baby an der Brust wirklich satt? Viele Mütter bewegt diese Sorge dazu, mit dem Stillen früher als gewollt aufzuhören. Oder sie fangen gar nicht erst an, obwohl sie es eigentlich fest vorhatten. Auch wenn es sich nicht so anfühlt, hier die gute Nachricht: Die Milch reicht in der Regel. Manchmal helfen kleine Anpassungen beim Anlegen und Stillen dabei, die Milchbildung noch besser auf den Bedarf des Säuglings abzustimmen. Und das Baby zeigt auch, dass es genug Milch bekommt.

Mutter und Baby sind beim Stillen ein Team, das sich immer besser aufeinander einspielt. In den ersten Tagen nach der Geburt läuft die Milchbildung erst einmal an. Auch mit der geringeren Menge an Milch wird das Baby gut und ausreichend versorgt. Richtiges Anlegen ist wichtig, damit das Kind an die verfügbare Milch kommt.

Mit jedem Stillen wird die Milchbildung angeregt. Menge und Zusammensetzung der Muttermilch sind auf den Bedarf des Babys genau abgestimmt und passen sich während einer Stillmahlzeit und über die gesamte Stillzeit immer wieder an. Voraussetzung dafür ist, dass sensibel auf die Hungersignale des Babys reagiert und nach Bedarf gestillt wird. Das Kind kann etwa durch Unruhe, Strampeln oder Such- und Schmatzbewegungen zeigen, dass es gestillt werden möchte. Oder auch durch eine angespannte Körperhaltung, geballte Fäuste oder Saugen am Finger. Schreien ist bereits ein spätes Hungersignal.

Wie oft und wie lange ein Baby trinkt, ist ganz verschieden. Verlangt ein Baby z. B sehr häufig die Brust oder trinkt es besonders kurz oder lange, lässt sich daraus kein „Milch-Mangel“ ableiten. Bei Wachstumsschüben braucht das Baby mehr Nahrung. Dann ist es besonders wichtig, das Kind häufiger anzulegen, damit die Milchbildung über die Stillhormone angepasst wird.

Woran erkenne ich, ob mein Baby ausreichend Muttermilch bekommt?

Nach dem Anlegen an die Brust macht das Baby zunächst kurze, schnelle Saugbewegungen, bis die Milch kommt. Danach saugt und schluckt es rhythmisch und ausdauernd mit gelegentlichen Pausen. Ein hörbares Schlucken jeweils nach ein- oder zweimal Saugen ist ein hilfreiches Zeichen dafür, dass es mit dem Trinken klappt. Wenn das Baby satter wird, entspannen sich seine Hände und Arme immer mehr. Es macht einen zufriedenen Eindruck, lässt die Brustwarze los und schläft vielleicht ein. Wenn ein Baby lebhaft und zufrieden ist, rund sechs bis acht nasse Windeln in 24 Stunden hat und damit generell gut wächst und gedeiht, dann bekommt es genug Muttermilch. Im Umkehrschluss heißt das jedoch nicht, dass ein oft unzufriedenes Baby auf jeden Fall zu wenig bekommt. Die Unzufriedenheit kann viele Gründe haben, wie Bauchweh oder einen Wachstumsschub.

In den ersten Tagen nach der Geburt ist es normal, dass Babys etwas Gewicht verlieren, da sie mehr Flüssigkeit ausscheiden und mehr Energie verbrauchen als sie aufnehmen. Spätestens nach etwa 10 Tagen erreicht ein gesundes und reif geborenes Baby sein Geburtsgewicht wieder. Wenn nicht, hilft der Kinder- und Jugendarzt bzw. -ärztin.

Stillen muss man lernen

Hebammen oder Stillberaterinnen sind gute Partnerinnen bei der Sorge rund um zu wenig Milch. Sie kennen diese Angst von vielen Frauen. Deshalb können sie nicht nur zuhören, sondern ganz praktisch unterstützen. Denn auch wenn Stillen das Natürlichste der Welt ist, ist es ein Mythos, dass es bei jeder Frau ohne Vorbereitung und „einfach so“ klappt.

Aus Anlass der Weltstillwoche fragt die Journalistin Nora Imlau in Kooperation mit dem Netzwerk Gesund ins Leben Eltern, wer oder was ihnen beim Stillen besonders geholfen hat, oder was fehlte, um die eigenen Stillwünsche umzusetzen. Persönliche Erfahrungen können mit dem Hashtag #stärktuns über soziale Medien geteilt werden.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Wer kann mich zum Stillen beraten? Welche Rechte habe ich?
Informationen dazu hat das Netzwerk Gesund ins Leben zusammengestellt:

www.gesund-ins-leben.de/inhalt/meine-rechte-31467.html

Bedeutung des Themas für die Stillförderung

Zu wenig Muttermilch wird von Müttern häufig als Problem genannt, das ihr Stillverhalten beeinflusst. Fast 70% der Mütter in der KiGGS-Studie, die weniger als sechs Monate gestillt haben, nannten zu wenig Milch als Grund fürs Abstillen. Auch Mütter, die eigentlich stillen wollten, damit jedoch nicht begonnen haben, nannten als hauptsächlichen Grund dafür, dass sie zu wenig Milch hatten.

Die bundesweite Empfehlung lautet, dass Säuglinge das erste halbe Jahr, mindestens bis zum Beginn des fünften Monats, ausschließlich gestillt werden sollen. Auch nach Einführung von Beikost sollen sie weitergestillt werden. Wie lange insgesamt gestillt wird, bestimmen Mutter und Kind.

Brettschneider AK, von der Lippe E, Lange C (2018) Stillverhalten in Deutschland – Neues aus KiGGS Welle 2 Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz 61 (8): 920– 925.

Über Gesund ins Leben

Gesund ins Leben ist ein Netzwerk von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden, die sich mit jungen Familien befassen. Das Ziel ist, Eltern einheitliche Botschaften zur Ernährung und Bewegung zu vermitteln, damit sie und ihre Kinder gesund leben und aufwachsen. Das Netzwerk Gesund ins Leben ist angesiedelt im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und Teil des nationalen Aktionsplans „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“. Weitere Informationen unter: www.gesund-ins-leben.de

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Die Deutschen lieben Gesundheit-Apps

Apps müssen verlässliches medizinisches Wissen enthalten

Nach einer repräsentativen Umfrage von 2016 des IT-Branchenverbands Bitkom e.V. nutzen schon damals 31 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren Fitness-Tracker zur Aufzeichnung von Gesundheitswerten. 18 Prozent setzten auf Fitnessarmbänder, 13 Prozent auf Smartphones mit Fitness-Apps und sechs Prozent auf Smartwatches.

Die häufigsten gemessenen Werte, die von Nutzern der Fitnesstracker erhoben wurden, sind Körpertemperatur (99 Prozent der Nutzer), Körpergewicht (75 Prozent), Anzahl der gegangenen Schritte (62 Prozent) sowie die zurückgelegte Strecke (57 Prozent). „Fitnesstracker sind Lifestyle-Geräte, die gern von den Jüngeren und Gesunden genutzt werden“, sagte Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. „Das größte Potenzial von Wearables liegt künftig in der Prävention von Krankheiten und in der medizinischen Versorgung von Patienten.“ So würden 75 Prozent aller Befragten im Krankheitsfall ihre mit einem Fitnesstracker gemessenen Vitalwerte an ihren Arzt übermitteln. Unter chronisch Kranken seien es sogar 93 Prozent.

Die Daten korrespondieren mit einer neueren Studie: European Study on the Digitalisation of the Healthcare Pathways vom August 2019. Befragt wurden 1.200 Bürgerinnen und Bürger sowie 35 Gesundheitsexperten aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen und Spanien. Danach sind Patienten in Deutschland offen für die Unterstützung des Behandlungsverlaufs und Pflege durch digitale Lösungen. 81 Prozent der Bürgerinnen und Bürger glauben, dass vor allem Langzeiterkrankungen wie Diabetes mithilfe vernetzter digitaler Lösungen besser behandelt werden können. 59 Prozent sind der Ansicht, dass sich durch den Einsatz vernetzter Geräte wie Smartwatches und die Auswertung von Bewegungs-, Ernährungs- und Schlafdaten durch Apps die Prävention und Behandlung von Krankheiten deutlich verbessern ließe. 53 Prozent sehen zudem Potenzial für mehr Patientenorientierung und Services, beispielsweise, wenn Ärzte Sprechstunden per Smartphone oder Tablet anbieten.

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Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) weist darauf hin, dass die über 100.000 Gesundheit-Apps, die derzeit verfügbar seien, keinerlei verbindlicher Qualitätskontrolle unterlägen. Damit Patienten und Mediziner mehr Orientierung bei den digitalen Anwendungen bekommen, möchte die AWMF einerseits die evidenzbasierten medizinischen Leitlinien der Fachgesellschaften als App für Smartphone und Tablet verfügbar machen sowie andererseits pragmatische Qualitätsanforderungen für die Gesundheit-Apps entwickeln. „Um die Qualität einer App bewerten zu können, müsste man beispielsweise auf ihre Zweckmäßigkeit, ihr Risikopotenzial, ihre ethische Unbedenklichkeit und auf ihre inhaltliche Validität achten“, so die Arbeitsgemeinschaft.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Gemeinsame-Presseinfo-von-Bitkom-und-BMJV-Fast-ein-Drittel-nutzt-Fitness-Tracker.html

https://www.soprasteria.de/docs/librariesprovider33/studien/studie-healthcare-2019/.pdf?sfvrsn=6a2f1e5b_2

https://www.awmf.org/fileadmin/user_upload/Die_AWMF/Presseinformationen/20190206_PM_1_AWMF_Leitlinien_F.pdf

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https://www.in-form.de/serien/details/apps-6/

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Gesunder Lebensstil für alle

Den Menschen im Blick halten

Wie lassen sich die Deutschen zu einem Lebensstil motivieren, mit dem sie gesund alt werden können? Und wer ist dafür verantwortlich: Politik oder Wirtschaft, Ernährungsfachkräfte, Lehrer und Erzieher oder doch jeder Mensch für sich selbst? Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis des 3. BZfE-Forums anlässlich der Bonner Ernährungstage. Die Botschaft: Wir schaffen es nur gemeinsam und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, um der Zunahme von Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes den Kampf anzusagen.

Eines dieser Mittel ist die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten. „Uns ist wichtig, dass wir einen breiten Konsens haben. Die Strategie wurde deshalb gemeinsam mit Ärzten, Verbraucherschützern, Ernährungswissenschaftlern, dem Handel und Lebensmittelherstellern entwickelt“, betonte Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, in seiner Begrüßungsrede. Ein weiteres Beispiel ist die Entwicklung und Einführung einer Nähwertkennzeichnung, die sich nun auf der Zielgeraden befindet.

Das sind aber nur Steine im Mosaik auf dem Weg zu einem gesellschaftlichen Wandel in Sachen gesunder Lebensstil. Es tut sich etwas in Deutschland und das ist auch dringend notwendig, denn: „Weltweit sterben vorzeitig mehr Menschen an den Folgen einer unausgewogenen Ernährung als an irgendeiner anderen Ursache. In Deutschland ist sie allein für 46 Prozent aller Todesfälle verantwortlich, die durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht wurden“, so Professor Stefan Lorkowski von der Universität Jena. Um hier gegenzusteuern, gebe es kein Allheilmittel. Weder reformulierte Lebensmittel mit weniger Zucker, Fetten und Salz noch eine Nährwertkennzeichnung allein könnten es richten. Sie sind aber wichtige Elemente eines notwendigen Maßnahmen-Mix.

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Nudging: Gesunde Trigger

Ein weiteres Mittel ist das sogenannte Nudging, das Menschen ohne Zwang zu einem allgemein als vorteilhaft anerkannten Verhalten „anstupsen“ kann: „Ein Apfel ist im Vergleich zum Schokoriegel ohne Zweifel das gesündere Lebensmit-tel. Wenn er an der Kasse der Kantine oder im Supermarkt genau vor meiner Nase liegt – und nicht nur der Schokoriegel – erleichtert mir das die gesündere Wahl“, erläuterte Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), das Prinzip.

Niederländisches Beispiel als Vorbild?

Wie Nudging funktionieren kann, wenn alle an einem Strang ziehen, demonstrierte Dr. Kai Purnhagen von der Universität Wageningen mit einem Beispiel aus den Niederlanden: Beim Nationalen Aktionsplan Gemüse und Früchte arbeiten Ministerien, Industrie, Wissenschaft und Medien zusammen und machen Verbrauchern mit kreativen Kampagnen diese Lebensmittel schmackhaft: Beim Hausarzt, in Schulen, im Supermarkt, auf Events und zur besten Sendezeit im Fernsehen. „Hier haben es unsere Nachbarn ganz offensichtlich geschafft, ihre verschiedenen, durchaus legitimen Interessen für ein vorher definiertes und verbindliches Ziel unter einen Hut zu bringen“, sagte Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE). Dieses Beispiel zeige außerdem, dass Nudging nicht als Ersatz, sondern als hilfreiche Ergänzung zur Ernährungsbildung und -information gedacht ist.

Unternehmen als Präventionsorte

Als ideales Setting für solche und alle anderen Maßnahmen rücken zunehmend auch Unternehmen in den Fokus, denn hier lässt sich theoretisch die Hälfte der deutschen Bevölkerung erreichen. Mit dem Präventionsgesetz hat die Betriebliche Gesundheitsförderung neuen Schub erlangt „aber hier geht noch deutlich mehr“, stellte Professorin Annegret Flothow von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg fest. „In den Unternehmen erreichen wir nämlich nicht nur Menschen, die sich sowieso schon für Gesundheit interessieren, sondern auch diejenigen, die sich nur wenig Gedanken darüber machen.“

Am Ende des Tages brachte Dr. Büning-Fesel die Erkenntnisse für Wege zu einem gesünderen Lebensstil auf den Punkt: „Ob betriebliche Gesundheitsförderung, Nudging, Reformulierung oder Verbraucheraufklärung und -beratung: „Bei allem, was wir tun, müssen wir immer die Fragen im Blick behalten: Wie und womit erreichen wir die Menschen in ihrem Alltag? Welche Hilfestellung benötigen sie in Mensa oder Kantine, beim Lebensmitteleinkauf oder der Essenszubereitung zuhause? Und wie können wir neue Medien und digitale Tools so in unsere Arbeit integrieren, dass wir deren Chancen für unsere Ziele nutzen?“

Ohne Veränderungswille keine Entwicklung

BLE-Präsident Eiden appellierte an alle Ernährungsfachleute: „Uns eint das Ziel, den Menschen einen Ernährungs- und Lebensstil nahe zu bringen, mit dem sie gesund bleiben und gesund alt werden können. Das bedeutet in sehr vielen Fällen: Veränderung. Die Dinge werden nicht besser, wenn alles so weitergeht wie bisher“.

Damit auch künftig Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis gebaut werden können, werden die brennenden Fragen bei den 4. Bonner Ernährungstagen eine zentrale Rolle spielen, die für den 2. und 3. September 2020 geplant sind. Dann, wenn es nicht nur um einen gesunden Lebensstil für jeden Einzelnen geht, sondern um den Speiseplan der Zukunft, der zugleich nachhaltig sein und unser Klima schützen soll.

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Artenvielfalt von Darmbakterien hält gesund

Darmmikrobiom bei Übergewicht verändert

Es ist bekannt, dass Übergewichtige ein deutlich erhöhtes Risiko haben, auch an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Tatsächlich sind 86 Prozent aller Patientinnen und Patienten mit diesem Diabetes-Typ übergewichtig.

Genetische Veranlagung, Lebensstil, wie etwa Ernährung und Bewegung, aber auch die Zusammensetzung der Darmbakterien spielen hierbei eine Rolle. Denn die Bakterien im Darm, das sogenannte Darmmikrobiom, helfen dem Menschen bei der Nahrungsverarbeitung und haben damit direkten Einfluss auf den Stoffwechsel.

Bei Menschen mit Übergewicht ist die Vielfalt der Darmbakterien im Vergleich zu normalgewichtigen Menschen deutlich verringert. Insbesondere „gute“ Darmbakterien, die Funktionen für einen gesunden Stoffwechsel erfüllen, sind reduziert.

Wissenschaftler am Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB) der Medizinischen Fakultät an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel haben die Zusammenhänge von Genetik, Ernährung und Mikrobiom erforscht. In einer jüngst erschienenen Arbeit weist das IKMB-Forschungsteam gemeinsam mit internationalen Kollegen Veränderungen des Mikrobioms nach, die mit Übergewicht zusammenhängen, und geringere Veränderungen, die spezifisch mit Typ-2-Diabetes zusammenhängen. „Da Typ-2-Diabetes meistens mit Übergewicht zusammen auftritt, ist es schwierig zu unterscheiden, welche Veränderungen der Darmbakterien spezifisch nur für Typ-2-Diabetes sind und welche für das Übergewicht“, erklärt Professor Andre Franke, Direktor am IKMB. Und weiter: „Wenn wir genauer verstehen, was diese Veränderungen im Mikrobiom konkret bewirken und welche Bakterien hier die wichtigen Akteure sind, dann können wir da in Zukunft gezielt angreifen und so die jeweilige Krankheit oder vielleicht auch ihre Entstehung beeinflussen“, erklärt Franke.

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Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI), Braunschweig, fanden heraus, dass im Durchschnitt pro Person über 20 Bakterienarten in der Darmflora in der Lage sind, Butyrat – die Hauptenergiequelle der Darmzellen – zu bilden. „Unsere Untersuchungen konnten zeigen, dass viele Bakterien die für uns so wichtige Fettsäure produzieren“, sagt Dr. Marius Vital, Teammitglied der Arbeitsgruppe Molekulare Interaktionen und Prozesse. „Diese große Artenvielfalt an Butyrat-bildenden Bakterien hilft, eine funktionelle Stabilität des Darmmikrobioms im Alltag zu erhalten und auch grobe Störungen wie eine Antibiotikabehandlung zu reduzieren.“ Auch die Ernährung zeige einen Einfluss auf das Vorhandensein von Butyrat-bildenden Bakterien, die bei pflanzenhaltiger Ernährung zunehmen – im Vergleich zu einem übermäßigen Verzehr von fleischhaltigen Nahrungsmitteln, so Vital.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.mta-dialog.de/darmmikrobiom-bei-uebergewicht-und-medikamenteneinnahme-veraendert.html

https://www.mta-dialog.de/artenvielfalt-der-guten-darmbakterien-haelt-uns-gesund.html

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Trainermanual Adipositas

Mit alltagstauglichen Übungen dauerhaft Essverhalten ändern

Etwa 1,9 Millionen der 3- bis 17-jährigen Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind laut Ergebnissen der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (KIGGS-Studie Welle 2, 2014 bis 2017) übergewichtig, davon 800.000 adipös. Therapie- oder Präventionsangebote für übergewichtige Kinder und Jugendliche gibt es jedoch kaum. Hier setzt das Trainermanual der Konsensgruppe Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche (KgAS) an, das alltagstaugliche Übungen vorstellt, mit denen Betroffene dauerhaft ihr Ess- und Ernährungsverhalten ändern können. Das Trainermanual liefert ein interdisziplinäres Schulungskonzept und ist sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Behandlung einsetzbar. Es basiert auf den Leitlinien der AGA (Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter) und beinhaltet die praktischen Erfahrungen von über 50 Adipositastrainern.

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Das vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) herausgegebene Trainermanual besteht aus einem Grundlagenteil und vier Schulungsbereichen: Ernährung, Bewegung, Psychosoziales und Medizin. Die Broschüren enthalten wichtige Vorschläge für die Durchführung aller Schulungseinheiten, einen großen Fundus an Übungen und Arbeitsmaterialien, Material für die begleitende Elternschulung sowie für das Qualitätsmanagement und die Evaluation. Das Konzept wurde komplett überarbeitet und die Inhalte auf den aktuellen wissenschaftlichen Stand gebracht. So untergliedern sich die Schulungsbereiche in verschiedene Themen und Bausteine. In den Bausteinen werden Teilaspekte eines Themas behandelt. Zur Vertiefung der Inhalte gibt es Übungen und Material, die jeweils auf die Kinder, Jugendlichen oder Eltern ausgerichtet sind.

Die beiden ersten Bausteine „Trainermanual Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche – Grundlagen“ und das „Trainermanual Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche – Ernährung“ sind ab sofort im Onlineshop des BZfE erhältlich unter: www.ble-medienservice.de.

www.bzfe.de

„Trainermanual Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche – Grundlagen“, A4, 144 Seiten, 3. Auflage 2019, Bestell-Nr. 1657, Preis: 12,00 Euro

„Trainermanual Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche – Ernährung“, A4, 148 Seiten, 3. Auflage 2019, Bestell-Nr. 1653, Preis: 17,50 Euro.

www.ble-medienservice.de

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Thalassämie – eine „neue“ Blutarmut

Ernährung spielt eine wichtige Rolle

Thalassämie ist griechisch und bedeutet „Mittelmeerblutarmut“. Bei dieser Erkrankung, die hierzulande bisher kaum bekannt war, ist die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin teilweise oder vollständig gestört. Mögliche Symptome sind Müdigkeit, Blässe, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, kalte Hände und Füße, Brustschmerzen, geringer Appetit, dunkler Urin und Herzrhythmusstörungen.

Es gibt verschiedene Abstufungen: Verläuft die Erkrankung mild, ist keine Therapie notwendig. Schwerere Formen benötigen mehr oder weniger regelmäßige Bluttransfusionen, um Lebensdauer und -qualität zu erhalten. Thalassämie ist vor allem in Südostasien, Afrika, einigen Mittelmeerländern und im Mittleren Osten verbreitet. Durch Migration, Flucht und Mischehen ist die Erbkrankheit inzwischen aber auch in Mitteleuropa von Bedeutung. Da sich die Erkrankung auf den Eisenhaushalt auswirkt, spielt sie auch für die Ernährungsberatung eine Rolle.

Anders als bei Eisenmangelanämien ist bei Thalassämien zu viel Eisen kritisch. Denn als Folge der Bluttransfusionen reichert es sich in den Organen (v.a. Herz, Leber und bestimmten Hormondrüsen) an, die dadurch nach und nach ihre Funktion verlieren. Komplikationen können zum Beispiel Herzerkrankungen, Wachstumsverzögerungen, Entwicklungsstörungen, Diabetes mellitus und Knochenerkrankungen sein. Der menschliche Körper hat selbst keine Möglichkeit, überschüssiges Eisen abzugeben. Deshalb kommen Eisenbinder, so genannte Chelate, in der Therapie zum Einsatz.

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Wegen der Begleiterkrankungen und einer Tendenz zu Mangelernährung benötigen Betroffene eine individuelle Ernährungsberatung. Patienten, die keine Bluttransfusion erhalten, sollten eine moderat eisenreduzierte Kost einhalten und dabei vor allem mit Eisen angereicherte Lebensmittel (auch Fertigprodukte) und große Mengen an rotem Fleisch meiden. Patienten, die Bluttransfusionen erhalten und Chelate einnehmen, benötigen keine eisenarme Ernährung, sollten aber auf eine insgesamt ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten achten, möglichst wenig Alkohol zu sich nehmen, sich ausreichend bewegen und nicht rauchen. Kritische Phasen sind Wachstum und Schwangerschaft.

Eine Blutarmut aufgrund von Thalassämie ist zwingend von einer Eisenmangelanämie zu unterscheiden – eine genaue ärztliche Diagnose ist also wichtig. Die Zusammenhänge zwischen Thalassämie und Ernährung beschreibt der gleichnamige Artikel in der kürzlich erschienenen Ausgabe 3-2019 der Fachzeitschrift von „Ernährung im Fokus“ ausführlich.

Ruth Rösch, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Ein Einzelheft der Ausgabe 3/2019 der Zeitschrift „Ernährung im Fokus“ mit der Bestell-Nr. 5983 erhalten Sie für 4,50 Euro.  https://www.ble-medienservice.de/5983/ernaehrung-im-fokus-03-2019?number=5983

Das Jahresabo „Ernährung im Fokus“ hat die Bestell-Nr. 9104. Sie können zwischen verschiedenen Varianten wählen. https://www.ble-medienservice.de/9104/ernaehrung-im-fokus-das-abo?number=9104

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Apps rund um Ernährung und Bewegung

IN FORM stellt die besten vor

Das Angebot an Anwendungen für alle Arten von Smartphones ist nahezu grenzenlos. Weit vorn: Apps rund um die Gesundheit.

Der Markt für Gesundheitsapps boomt – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. 2017 hat der Branchenverband Bitcom e.V. Smartphone-Nutzer nach ihrem Interesse an Gesundheitsapps befragt. Fast jeder zweite Befragte nutzte bereits eine solche App. Am beliebtesten waren dabei Apps, die ausschließlich Körper- und Fitnessdaten wie etwa Herzfrequenz, Blutdruck oder gegangene Schritte aufzeichnen. Sie wurden von 27 Prozent der Befragten App-Nutzer eingesetzt. Apps, die über Gesundheits-, Fitness- Gewichts- oder Ernährungsthemen informieren, kamen auf 20 Prozent. Geringer mit damals 11 Prozent war das Interesse an Anwendungen, die auf der Grundlage aufgezeichneter Körper- und Fitnessdaten Motivations- oder Verhaltensvorschläge geben.

Die besten Apps rund um gesunde Ernährung und Bewegung für Smartphone oder Tablet stellt IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung vor und gibt in einem Service-Beitrag Tipps, worauf bei der Nutzung von Apps zu achten ist.

Den Beitrag „Apps im Alltag – das sollten Sie beachten“ und die Liste der von IN FORM vorgestellten Apps finden Sie hier: https://www.in-form.de/serien/details/apps-6/

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Wasserspender

Hygienisch einwandfrei halten

Unser Trinkverhalten hat sich erheblich verändert – zumindest scheint es so zu sein: Junge Menschen gehen kaum noch aus dem Haus, ohne eine Wasserflasche dabei zu haben. Es gibt Schulen, die erlauben ihren Schülern das Trinken während des Unterrichts und nicht selten bestellt Frau/Mann von Welt gleich ein Glas Wasser mit zum Kaffee.

Auch in Praxen, im Einzelhandel oder an Standorten mit Wartebereichen findet man immer häufiger freistehende Wasserspender, sogenannte Botteled Watercooler. Die Branche verzeichnet eine stetig steigende Nachfrage. Meist sind die wieder befüllbaren Polykarbonat- oder PET-Wasserbehälter mit sogenannten Gallonen (circa 19 Liter) bestückt, die in der Regel kopfüber auf den Spender aufgesetzt werden. Die gängigen Wasserarten für Watercooler sind Quellwasser, Umkehrosmose-Wasser oder Tafelwasser. Die Behandlung des Ausgangswassers erfolgt vor der Abfüllung mit verschiedenen Verfahren wie Enteisung, Filterung oder Wasserenthärtung. Auf Knopfdruck spenden Watercooler vorwiegend stilles Wasser, welches je nach Modell gekühlt oder raumtemperiert gezapft werden kann.

Eine willkommene Erfrischung für denjenigen, der ohne Wasserflasche aus dem Haus gegangen ist – aber auch hygienisch unbedenklich? Aus rechtlicher Sicht sind diese Wässer Lebensmittel. Personen/Einrichtungen, die Wasserspender für ihre Kundschaft aufstellen, sind für die Sicherheit des abgegebenen Wassers mitverantwortlich und müssen dafür Sorge tragen, dass die freistehenden Wasserspender so betrieben werden, dass das Wasser nicht nachteilig beeinflusst wird.

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Dazu sagt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Berlin: „Wasser ist nicht keimfrei. Daher kann der Keimgehalt von Wasser in Behältern ansteigen, insbesondere bei erhöhter Umgebungstemperatur (zum Beispiel durch sommerliche Temperaturen oder Sonneneinstrahlung). Darüber hinaus können Krankheitserreger in das abgefüllte Wasser gelangen, wenn die Zapfanlagen nicht ausreichend gereinigt oder gewartet werden und dadurch verunreinigt sind. Deshalb kann der Konsum dieses Wassers für Menschen, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation, ihres noch jungen beziehungsweise schon hohen Alters oder wegen der Einnahme bestimmter Medikamente für Infektionen besonders empfänglich sind, bei falscher Handhabung der Wasserspender zu einem Gesundheitsrisiko werden“.

Der Verband der deutschen Wasserspenderindustrie (German WaterCooler Association e.V.,GWCA) verpflichtet seine Mitgliedsunternehmen zur Einhaltung und Umsetzung der national und international geltenden Qualitätsstandards. Die Einhaltung der von allen Bundesländern anerkannten Hygienekodizes ist Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in der GWCA. Alle auditierungspflichtigen Mitglieder unterliegen der regelmäßigen Qualitätskontrolle durch ein unabhängiges und fachkundiges Institut.

Worauf kann man selbst achten?

  • Die Geräte sollten an einem kühlen, schattigen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung aufgestellt sein.
  • Sauberkeit und Ordnung rund um den Wasserspender können ein Hinweis auf einen hygienebewussten Umgang mit Wasserspendern und eine klar geregelte Verantwortung für die Pflege der Geräte sein.
  • Unbenutzte Trinkbecher müssen vor Verunreinigungen geschützt und ein Zurückstellen benutzter Trinkbecher sollte unmöglich sein.
  • Nach den Leitlinien der GBWA müssen die Geräte regelmäßig gewartet und gereinigt werden (bis zu viermal pro Jahr). Die zuletzt durchgeführte Wartung kann dann an der Wartungsplakette am Gerät abgelesen werden.
  • Am sichersten sind Einweg-Gallonen-Systeme. Bei denen ist der Ausguss direkt in die fertige Gallone installiert. Ist der Wasserspeicher leer, wird das System mitsamt des Ausgusses entsorgt.

Wünschenswert wären natürlich Papp- statt Plastikbecher. Ganz Clevere füllen ihre eigene Trinkflasche auf.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

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Weitere Informationen:

https://www.bfr.bund.de/cm/350/hygienischer-betrieb-von-freistehenden-wasserspendern.pdf

https://ec.europa.eu/food/sites/food/files/safety/docs/biosafety_fh_guidance_guidelines_water_coolers.pdf

https://gwca.eu

DIN 6650-9: Getränkeschankanlagen – Teil 9: Freistehende Wasseranlagen (kostenpflichtig) – https://www.beuth.de/de/norm/din-6650-9/122019677

Pressekontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Stressesser und Stresshungerer

Alternativen bei Gelüsten

Der eine futtert bei Stress hemmungslos Schokolade oder Chips und verschlingt in kurzer Zeit jede Menge Snacks. Dem anderen schlägt Hektik, Ärger oder Kummer auf den Magen, der sich anfühlt wie zugeschnürt.

Hier können flüssige oder weiche Lebensmittel wie Joghurt, ein Glas Saft oder ein Smoothie helfen. Sie können den Appetit steigern und sind leicht zu schlucken. Stressesser beruhigt häufig schon etwas zu kauen, zum Beispiel ein zuckerfreies Kaugummi oder Gemüsesticks zum knabbern.

Auf jeden Fall, gilt es bei beiden Esstypen, nicht in einen Stresskreislauf zu geraten. Dazu gibt es verschiedene Ansätze des Stressmanagements, die das Bundeszentrum für Ernährung auf der Seite https://www.bzfe.de/inhalt/essen-und-psyche-1994.html vorstellt.

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