Schlagwort-Archive: BZfE

Portionsgröße beeinflusst Menge

Größere Portionen Gemüse und Obst anbieten?

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenGroße Teller und XL-Menüs verleiten zu einer höheren Nahrungsaufnahme und erhöhen auf diese Weise das Risiko für Übergewicht. Aber lässt sich dieser Effekt auch positiv nutzen? Französische und australische Wissenschaftler haben untersucht, ob größere Portionen von Obst und Gemüse zu einer gesünderen Ernährung beitragen können. Dazu führten sie zwei Experimente mit jungen Erwachsenen durch.

Im ersten Versuch wurden 153 französische Studenten nacheinander in Einzelkabinen geführt, um angeblich ein Produkt zu verkosten. Dafür hatten sie drei Minuten Zeit. Die Wissenschaftler servierten ihnen eine kleine (20 g) oder große Portion (40 g) „ungesunder“ Kartoffelchips oder „gesunder“ Apfelchips.

Diese Snacks haben eine vergleichbare Form und Textur und wurden von den Teilnehmern als ähnlich schmackhaft bewertet. Nach Ablauf der Zeit wurden die Reste gewogen und die aufgenommene Kalorienmenge bestimmt. Das Fazit: Wenn die Probanden Kartoffelchips verkosteten, war die verzehrte Menge größer als bei Apfelchips. Bei einer größeren Portion erhöhte sich die Menge der verzehrten Chips und auch die Kalorienaufnahme – egal, ob es sich um einen gesunden oder ungesunden Snack handelte.

Gewichtskontrolle: Dieser Wegweiser hilft beim Abnehmen…>>>Bitte klicken.   Anzeige

Das zweite Experiment fand in einem Kino statt, in dem 77 Probanden in Gruppen zwei verschiedene Filme gezeigt wurden. Als Snack für die Filmvorstellung bekamen die Studenten eine kleine (40 g) oder große (80 g) Portion Babykarotten. Nach Ende des Films wurden die Reste gewogen. Die Analyse hat gezeigt, dass die Probanden von einer doppelten Portion mehr Möhren aßen. Offenbar beeinflussen äußere Reize unsere Konsumentscheidung und Anfälligkeit gegenüber bestimmten Faktoren wie der Portionsgröße. So war der Effekt der Portionsgröße geringer, wenn ein Film mit Bezug zu Lebensmitteln, nämlich eine Komödie über ein Restaurant, gezeigt wurde. Dadurch war der Fokus der Studenten auf das Thema Lebensmittel gerichtet, vermuten die Wissenschaftler im Fachjournal „Food Quality and Preference“. Ihrer Ansicht nach kann der Effekt der Portionsgröße durchaus zur Steigerung des Verzehrs gesunder Lebensmittel genutzt werden, auch wenn weitere Studien die Ergebnisse noch untermauern müssen. Es mag daher sinnvoll sein, seinem Kind eine größere Portion Gemüse auf den Teller zu geben, damit es mehr davon isst. Das funktioniert aber nur, wenn ihm das gesunde Grün auch schmeckt.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://doi.org/10.1016/j.foodqual.2018.06.014

https://www.bzfe.de/inhalt/aus-xl-portionen-werden-xl-menschen-31945.html

https://www.bzfe.de/inhalt/wie-gross-ist-eine-portion-985.html

Broschüre „Der Kopf isst mit – Zusammenspiel zwischen Essen und Psyche“
Bestell-Nr. 3440, Preis: 6,00 Euro

Heft „Die Ernährungspyramide – Richtig essen lehren und lernen“
Bestell-Nr. 3899, Preis: 1,50 Euro

www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Apfel- und Birnentyp

Ist Hüftfett besser als Bauchfett?

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenÜbergewicht erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Diabetes. Aber auch die Verteilung des Körperfetts spielt eine Rolle. Während sich viel Bauchfett negativ auswirkt, kann ein höherer Anteil an Hüftfett sogar einen positiven Effekt haben. Das zumindest lässt eine aktuelle Studie der Universität Regensburg vermuten.

Die Wissenschaftler untersuchten die genetischen Effekte auf Körperform und Body-Mass-Index (BMI) und prüften, ob das Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen dadurch beeinflusst wird. Erstmals wurden Körperform und Fettmasse gemeinsam betrachtet. Für die Studie standen Daten von über 320.000 Personen aus mehr als 100 Studien auf dem Prüfstand.

Apfel oder Birne? Diese Frage stellt sich nicht nur am Obststand, sondern auch bei der Körperform. Der Schlüssel ist das Taille-Hüft-Verhältnis. Bei einem hohen Verhältnis liegt relativ viel Bauchfett vor, was als Apfeltyp bezeichnet wird. Beim Birnentyp ist das Taille-Hüft-Verhältnis niedrig, sodass das Hüftfett überwiegt. Ein weiterer Faktor ist die Fettmasse, die durch den Körpermassenindex, kurz BMI, eingeschätzt wird. Der BMI ist das Verhältnis von Gewicht (in kg) zur Körpergröße (in m zum Quadrat).

Wegweiser zum Abnehmen: leicht und gesund abnehmen mit einer besonderen Gesundheitsstrategie…>>>Hier klicken.         Anzeige

Menschen, die genetisch zu Übergewicht und einem apfelförmigen Körper neigen, haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Bei einem Birnentyp ist selbst bei einem hohen BMI die Wahrscheinlichkeit für eine Diabeteserkrankung um bis zu 80 Prozent geringer. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen treten seltener auf. „Wenn die Fettanlagerung an der Hüfte allerdings von einer Fettanlagerung am Bauch und einer damit verbundenen Erhöhung des Taillenumfangs begleitet wird, ist eher die Erhöhung des BMI ausschlaggebend und kann die Entwicklung von Typ-2-Diabetes, koronaren Herzkrankheiten und Herzinfarkt negativ beeinflussen“, fasst Professor Dr. Iris Heid von der Universität Regensburg zusammen.

Die Studienergebnisse tragen dazu bei, die biologischen Mechanismen der Entstehung von Adipositas besser zu verstehen. Das könnte in Zukunft die Behandlung von extremem Übergewicht optimieren, ist im Fachblatt „Nature Communications“ zu lesen. Um das Erkrankungsrisiko einzuschätzen, sei eine gemeinsame Betrachtung von Body-Mass-Index und Verteilung des Körperfetts sinnvoll.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.nature.com/articles/s41467-018-04124-9

https://www.bzfe.de/inhalt/uebergewicht-3173.html

Heft „Genussvoll Kalorien sparen“
Bestell-Nr. 1637, Preis: 2,00 Euro

Heft „Fettbewusst essen – Auf die Qualität kommt es an!“
Bestell-Nr. 1359, Preis: 2,00 Euro

Beratungsmaterial „Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus –
Beratung bei nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ 2″
Bestell-Nr. 1631, Preis: 75,00 Euro

www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Typ-2-Diabetes

Reduziert regelmäßiges Frühstücken das Risiko?

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWer regelmäßig frühstückt, erkrankt seltener an Typ-2-Diabetes. Das lassen die Ergebnisse einer Untersuchung vermuten, an der auch das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) beteiligt war. Die Wissenschaftler hatten die Daten von über 96.000 Teilnehmern aus sechs internationalen Beobachtungsstudien ausgewertet. Die Probanden machten unter anderem Angaben zu ihren Ernährungsgewohnheiten. Als Maß zur Beurteilung des Körpergewichts wurde der Körpermassenindex, kurz BMI, berechnet. Im Laufe der Studienzeit erkrankten 4.935 Menschen an Typ-2-Diabetes. Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, bei welcher der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist. Beim Typ-2-Diabetes spricht der Körper nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin an.

Je mehr Tage nicht gefrühstückt wurde, desto höher war das Diabetesrisiko. Der höchste Wert (plus 55 %) wurde für den Verzicht für vier bis fünf Tage pro Woche festgestellt. Ab dem fünften Tag gab es keinen weiteren Anstieg mehr. „Dieser Zusammenhang ist zum Teil auf den Einfluss des Übergewichts zurückzuführen. Aber auch nach Berücksichtigung des BMIs ging der Frühstücksverzicht mit einem erhöhten Diabetesrisiko einher,“ erklärt Dr. Sabrina Schlesinger vom DDZ.

Verschiedene Mechanismen können dafür verantwortlich sein. So verzichten übergewichtige Menschen häufiger als Normalgewichtige auf das Frühstück, und Adipositas ist ein Risikofaktor für Typ-2-Diabetes. Zudem könnte das längere Fasten entzündliche Prozesse fördern. Die Zusammensetzung der morgendlichen Mahlzeit spielt ebenfalls eine Rolle, die in weiteren Studien berücksichtigt werden soll. Es wäre aber auch möglich, dass der Frühstücksverzicht mit einer insgesamt ungünstigen Lebensweise zusammenhängt.

Diabetes mellitus, Report stellt innovative Lösung bei erhöhtem Blutzucker vor…>>>Hier klicken.             Anzeige

„Ein regelmäßiges und ausgewogenes Frühstück ist der beste Start in den Tag. Denn die erste Mahlzeit liefert Treibstoff fürs Gehirn“, erklärt Ernährungswissenschaftler Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung. „Wer morgens ohne Essen aus dem Haus geht, ist in der Regel unkonzentrierter.“ Brot, klein geschnittenes Obst oder Gemüse und Milchprodukte geben Energie. Eine Alternative zu süßen Cornflakes ist ein Müsli aus verschiedenen Getreideflocken, Nüssen, getrockneten und frischen Früchten mit Joghurt oder Milch. „Wer morgens keinen Bissen runterkriegt, braucht sich auch nicht zwingen“, so Seitz. „Trinken Sie stattdessen ein Glas Fruchtsaft, einen Smoothie oder einen warmen Kakao.“

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ): https://ddz.de/de/

https://doi.org/10.1093/jn/nxy194

BZfE-Beratungsmaterial „Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus – Beratung bei nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ 2“, Ringordner
Bestell-Nr. 1631, Preis: 79 Euro

www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Gesundes Körpergewicht

In der frühen Kindheit werden die Weichen gestellt

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWenn Kinder im Vorschulalter zu viel wiegen, bleiben sie häufig bis in die Jugend übergewichtig. Das lässt eine Studie der Universität Leipzig vermuten. Die Wissenschaftler hatten die Gewichtsentwicklung von mehr als 51.000 Kindern von der Geburt bis zum Teenageralter verfolgt. Das Gewicht wurde anhand des Körpermassenindexes (BMI) eingeschätzt, der das Verhältnis des Gewichts (in kg) zur Körpergröße (in Meter zum Quadrat) angibt.

Bei Kindern und Jugendlichen verändert sich der normale Körperfettanteil ständig, je nach Alter und Geschlecht. Anhand von Normwertkurven lässt sich ablesen, wie das Gewicht einzuordnen ist. Wenn der BMI den Wert 25 überschreitet, spricht man von Übergewicht. Dieser feste Wert ist zwar umstritten, gibt aber eine Tendenz wider. Ab einem BMI von größer 30 spricht man von Fettleibigkeit oder Adipositas.

Fast 90 Prozent der Kinder, die im Alter von drei Jahren übergewichtig waren, brachten auch als Jugendliche zu viele Pfunde auf die Waage. Die meisten normalgewichtigen Teenager hatten in ihrer Kindheit durchweg ein normales Gewicht. Dagegen litt etwa die Hälfte der adipösen Jugendlichen bereits ab einem Alter von fünf Jahren an einem zu hohen Körpergewicht.

Gewichtskontrolle: Dieser Wegweiser hilft beim Abnehmen…>>>Hier klicken.    Anzeige

Offenbar gibt es bei der Gewichtsentwicklung eine sensible Phase. „Wir konnten mit unseren Daten zeigen, dass das Gewicht von Jugendlichen mit Übergewicht und Adipositas am stärksten zwischen zwei und sechs Jahren zugenommen hat“, erläutert Prof. Dr. Antje Körner vom Center for Pediatric Research Leipzig (CPL) des Universitätsklinikums Leipzig. Auch danach stieg der BMI weiter an, sodass das Ausmaß der Adipositas zunahm. Dieser Zusammenhang war unabhängig vom Geschlecht.

Das Körpergewicht wird von vielen Faktoren beeinflusst. Nicht jeder übergewichtige Erwachsene ist schon als Kind ein Schwergewicht, betonen die Wissenschaftler im Fachjournal „New England Journal of Medicine“. Wenn sich Übergewicht aber im Kleinkindalter entwickelt, bleibt es meist auch bestehen. Das erhöht das Risiko für Folgeerkrankungen wie Diabetes. Daher sollten Eltern und Kinderärzte aufmerksam sein, um Übergewicht vorbeugen zu können.

Ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind wichtige Bausteine für ein gesundes Körpergewicht. Auf den Speiseplan gehören reichlich pflanzliche Lebensmittel, mäßig tierische Produkte und sparsam Fettes und Süßes. Mineral- oder Leitungswasser löscht am besten den Durst und auch ein Schuss Saft darf gelegentlich ins Wasser. Instanttee, Eistee, Limonade und purer Saft enthalten viel Zucker und sind daher für Kleinkinder nicht geeignet. Solange das Kind noch keine Süßigkeiten kennt, vermisst es sie auch nicht. Ist es aber auf den Geschmack gekommen, darf es einmal am Tag etwas Süßes sein.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.uni-leipzig.de

https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1803527?query=TOC

Netzwerk Gesund ins Leben: www.gesund-ins-leben.de

https://www.bzfe.de/inhalt/wenn-kinder-kein-gemuese-moegen-30462.html

Heft „Das beste Essen für Kinder – Empfehlungen für die Ernährung von Kindern“
Bestell-Nr. 1447, Preis: 2,50 Euro

www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Honig – Wenn Bienen schreiben könnten…

So steht’s im Deutschen Lebensmittelbuch

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenHaben Sie schon einmal auf die Zutatenliste eines Honigglases geschaut? Die ist ziemlich kurz – denn Honig ist ein genussreifes Lebensmittel aus nur einer Zutat: Honig. In der Tat werden Honig bei der Herstellung weder honigfremde Stoffe zugesetzt noch honigeigene Stoffe entzogen.

Die Arbeitsteilung bei der Honigherstellung zwischen Honigbiene und Mensch beruht auf dem Sammeln durch die Biene und dem Reinigen durch Sieben, Rühren, Mischen oder Abfüllen durch den Menschen.

Auch seine Sortenvielfalt bezieht der Honig direkt aus der Natur: So hat ein Akazien-, Tannen-, Linden- oder Kleehonig jeweils eine ganz charakteristische Farbe, Konsistenz und Geschmacksnote.

Mehr Infos zu den Geheimnissen der Selbstheilungskräfte…>>>Hier klicken.     Anzeige

Wird der Honig unmittelbar vom erzeugenden Imker abgefüllt oder an den Verbraucher abgegeben, sind Angaben wie „vom Imker abgefüllt“ oder „aus eigener Imkerei“ möglich. Ebenso wird der Begriff Auslese für qualitativ besonders hochwertigen Honig verwendet. Dieser zeichnet sich durch einen niedrigen Wasser- und HMF-Gehalt (ein Abbauprodukt von Zucker) sowie eine hohe Aktivität der Invertase (ein Zucker zerlegendes Enzym) aus. Noch anspruchsvoller sind die Erwartungen an diese Werte, wenn Auslobungen wie „feine“, „feinste“ oder „extra feine Auslese“ oder auch „Premium” ins Spiel kommen. Zudem gibt es je nach Sorte typische Pollenanteile und andere mikroskopische und physikalisch-chemische Merkmale.

All das beschreiben die Leitsätze für Honig, auf die sich die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission geeinigt hat und wenn Bienen schreiben könnten, kämen vielleicht genau diese auch heraus.

Übrigens: Jeder Deutsche isst rund ein Kilogramm Honig im Jahr. Honig ist ein natürliches Süßungsmittel und lässt sich vielfältig verwenden.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.bzfe.de/inhalt/honig-31671.html

Die vollständigen Leitsätze und Informationen zur Arbeit der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission finden Sie unter
www.deutsche-lebensmittelbuch-kommission.de

In loser Reihenfolge stellen wir im BZfE-Newsletter einige Leitsätze der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission vor: „So steht’s im Deutschen Lebensmittelbuch“. Die Geschäftsstelle des Sekretariats der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission (DLMBK) ist im Bundeszentrum für Ernährung angesiedelt.

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Die Ernährungspyramide

Richtig essen lehren und lernen

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenGesund, mit Spaß und Genuss essen und trinken – das ist leichter gesagt als getan. Ein einfaches, praxiserprobtes Modell, mit dessen Hilfe jeder sein Essverhalten überprüfen und verbessern kann, ist die Ernährungspyramide. Das Bundeszentrum für Ernährung hat jetzt das Heft „Die Ernährungspyramide – Richtig essen lehren und lernen“ neu herausgegeben. Es richtet sich an alle, die in Kindergärten, Schulen und Beratung tätig sind und die Ernährungspyramide einsetzen. Darin werden das Portionenmodell und die Lebensmittelgruppen erklärt, Tipps zum Einsortieren der Lebensmittel gegeben, Portionen und Portionsgrößen erläutert und Tipps gegeben, wie die Ernährungspyramide und das Material für Kita, Schule und Beratung eingesetzt werden können.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

„Die Ernährungspyramide – Richtig lehren und lernen“, 6. Auflage 2018, A5, 36 Seiten
Bestell-Nr. 3899, ISBN 978-3-8308-1318-7
Preis: 1,50 Euro (ab 20 Stück 30 % Mengennachlass)
zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 Euro gegen Rechnung

E-Mail: bestellung@ble-medienservice.de, Internet: www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Körner statt Mehl

Neue Studie bestätigt Gesundheitswert von Vollkorn

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenSeit Jahren ist die Erkenntnis in aller Munde: Vollkorn ist besser als ausgemahlenes Mehl. Fast jeder hat es schon einmal gehört, und dennoch konnte die Wissenschaft bisher nicht so genau erklären, warum eine vollkornbasierte Ernährung beispielsweise bei der Gewichtskontrolle eine so wichtige Rolle spielt.

Dies jedenfalls nahmen US-amerikanische Wissenschaftler zum Anlass, die gesundheitsfördernde Wirkung einer vollkornbetonten Ernährung und deren Wirkung auf das Gewicht, den Blutzuckerspiegel, die Kalorienverwertung und andere Faktoren zu untersuchen.

Die Wissenschaftler des Agricultural Research Service in Boston haben dazu 81 Teilnehmer über acht Wochen gewogen, vermessen und getestet. Und zwar starteten alle der 40- bis 65-jährigen Teilnehmer mit einer vollkornfreien Zusammensetzung ihrer Ernährung. Nach zwei Wochen wurde bei einigen Probanden die Ernährung grob umrissen auf „Vollkorn statt Weißmehl“ umgestellt. Als Ergebnis setzten diese Personen 100 Kilokalorien pro Tag mehr um, als die Weißmehlvariante. Das heißt, die Vollkorn-Teilnehmer hatten den gleichen „Diäteffekt“ zu verzeichnen, als seien sie 30 Minuten spazieren gegangen.

Wegweiser hilft bei der Gewichtskontrolle. Mehr erfahren…>>>Hier klicken.   Anzeige

Die Wissenschaftler führten das im Wesentlichen auf einen erhöhten metabolischen Umsatz und vermehrte Verluste über die Ausscheidung zurück. Diese Erkenntnis ließ den Forschern aber noch immer keine Ruhe: In einer Tandem-Studie fanden sie zudem heraus, dass die Vollkornernährung einen positiven Einfluss auf die Darmmikroben und damit auf die Immunabwehr der Teilnehmer hatte. Insbesondere wurde die Besiedelung des Darms mit Lachnospira-Bakterien gefördert, die andere, krankmachende Bakterien verdrängen und somit entzündungshemmend wirken können. Solche Darmbakterien sind Bestandteil der Darmflora, die eine große Rolle bei der Verdauung, der Verwertung von Nährstoffen, dem Energiehaushalt und eben dem Schutz vor Infektionen spielt. Deshalb lohne es sich auf jeden Fall, auf Vollkorn umzusteigen, selbst wenn der Abnehm-Effekt nicht nachweisbar eintrete, so die Wissenschaftler.

Friederike Heidenhof, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://agresearchmag.ars.usda.gov/2018/mar/grains/#printdiv

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Mehlwürmer ans Licht

Potenzielle Vitamin-D-Quelle entdeckt

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenDie gute Nachricht ist: Man muss keine Mehlwürmer zu sich nehmen, um seinen Vitamin-D-Haushalt zu verbessern. Aber man kann!

Wissenschaftler der Universität Wageningen haben nämlich herausgefunden, dass sich Mehlwürmer mit Vitamin D anreichern lassen, wenn man sie ultraviolettem Licht aussetzt.

Interessant ist diese Erkenntnis deshalb, weil essbare Insekten – und dazu zählen auch Mehlwürmer – ohnehin in industriell gefertigten Produkten als Beimischung eingesetzt werden könnten, um den Gehalt an tierischem Eiweiß zu steigern; als Alternative zu Fleisch.

Bisherige Studien haben nun gezeigt, dass dies möglich und vor allem in asiatischen Ländern schon Praxis ist. Auf der Liste der positiven Effekte standen bisher lediglich Proteine und auch einige Vitamine und Mineralstoffe, nicht jedoch Vitamin D. Dieses Vitamin ist vor allem für Menschen mit Vitamin-D-Unterversorgung wichtig. Diese kommt häufiger vor, wenn man selbst nicht genug Sonnenlicht ausgesetzt ist, wie beispielsweise im Winter und in Ländern mit kurzen Tagen. Vitamin D kann aber relativ leicht mit der Nahrung aufgenommen werden.

Tipp: Nahrungsergänzungsmittel zu Vitamin D…>>>Hier klicken.    Anzeige

Die der UV-Strahlung ausgesetzten Würmer enthielten im Versuch ähnliche Werte wie Lachs, Makrelen oder Thunfisch. Deshalb lautet der Rat an insektenproduzierende Betriebe, diese Erkenntnisse auch kurzfristig in die Praxis umzusetzen, um den ernährungsphysiologischen Wert dieser Proteinquelle relativ einfach zu steigern.

Friederike Heidenhof, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.wur.nl/en/Research-Results/Themes/Nutrition-Health/Show/UV-exposure-makes-mealworms-a-rich-source-of-vitamin-D.htm

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Listeriose

Vor allem Schwangere und Ältere sind gefährdet

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenListeriose ist eine bakterielle Erkrankung, die durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel verursacht wird. Sie kommt im Vergleich zu einer Infektion mit Salmonellen oder Campylobacter zwar nur selten vor, aber die Tendenz ist steigend. Außerdem kann die Infektion einen schweren Verlauf nehmen.

Daher sollten vor allem Risikogruppen wie Schwangere und Personen, die ein geschwächtes Immunsystem aufweisen, vorsichtig sein und bestimmte Regeln beachten. Für gesunde Menschen ist die Listeriose in der Regel ungefährlich.

Listerien sind in der Umwelt weit verbreitet, meldet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Verbraucher können sich in erster Linie über Lebensmittel infizieren, die mit dem Bakterium Listeria monocytogenes verunreinigt sind. Das können rohe tierische Nahrungsmittel, aber auch bereits erhitzte Erzeugnisse und Fertigprodukte sein. Selbst Obst, Gemüse, Kräuter und Salate kommen unter Umständen bei Anbau und Ernte mit dem Erreger in Kontakt. Da die Mikroorganismen nicht zum Verderb führen, kann man ihr Vorkommen nicht am Aussehen oder Geruch der Lebensmittel erkennen. Durch Erhitzen auf über 70 Grad Celsius werden die Keime aber abgetötet.

Dieses Buch enthüllt ein Geheimnis: Der Trick mit dem Immunsystem. Wie Sie die Abwehrkräfte natürlich stärken. Mehr erfahren…>>>Hier klicken.        Anzeige

Um eine Infektion zu vermeiden, sollten Risikogruppen leicht verderbliche Lebensmittel unter möglichst hygienischen Bedingungen und aus frischen Zutaten zubereiten. Das gilt unter anderem für frisch gepresste Säfte und Smoothies, Sandwiches und belegte Brötchen, aber auch Backwaren mit Pudding- oder Cremefüllungen, die vor dem Verzehr nicht mehr erhitzt werden. Langes Aufbewahren von Lebensmitteln, auch im Kühlschrank, erhöht die Listeriosegefahr. Frisches Obst und Gemüse, Blattsalate und frische Kräuter sollten vor dem Verzehr sorgfältig gewaschen werden. Leicht verderbliche Lebensmittel in Fertigverpackungen wie Wurst- und Käseaufschnitt sollten innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Rohmilchprodukte, rohes Fleisch, Rohwürste wie Mettwurst, Sushi und Räucherlachs, rohe Sprossen und Keimlinge sind für Risikogruppen aus Vorsorgegründen zu meiden.

Eine gute Küchenhygiene schützt vor vielen Lebensmittelinfektionen. Besonders wichtig ist gründliches Händewaschen – vor der Essenszubereitung, nach der Verarbeitung von rohen Lebensmitteln und vor dem Essen. Verarbeiten Sie rohe und ungewaschene Lebensmittel immer getrennt von fertigem Essen zu. Es ist auch wichtig, Arbeitsflächen zu reinigen und Schwämme sowie Lappen regelmäßig zu ersetzen. Regeln für einen hygienischen Umgang mit Lebensmitteln finden Sie u.a. hier: https://www.bzfe.de/inhalt/lebensmittel-hygienisch-zubereiten-27464.html

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bfr.bund.de/cm/350/verbrauchertipps-schutz-vor-lebensmittelinfektionen-mit-listerien.pdf

Netzwerk „Gesund ins Leben“:
https://www.gesund-ins-leben.de/inhalt/essen-und-trinken-in-der-schwangerschaft-29418.html

Tabelle „Listeriose und Toxoplasmose – Sicher essen in der Schwangerschaft“
Abreißblock mit 50 Blättern zum Verteilen
Bestell-Nr. 0346, Preis: 3,50 Euro
oder als kostenfreier Download

www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Atlas des menschlichen Fettgewebes

Leipziger Wissenschaftler sind Lipiden auf der Spur

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWeltweit bringen immer mehr Menschen zu viele Pfunde auf die Waage. Jeder Fünfte ist sogar adipös, also stark übergewichtig. Das kann schwere Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Nieren- und Leberbeschwerden zur Folge haben. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, die Ursachen von Adipositas auch auf molekularer Ebene zu verstehen.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts arbeitet Mike Lange vom Institut für Bioanalytische Chemie der Universität Leipzig an einem Atlas des weißen Fettgewebes.

Dieses spielt eine wichtige Rolle für die Speicherung und Verstoffwechselung von Lipiden. Adipositas wird mit der metabolischen Umgestaltung des weißen Fettgewebes in Verbindung gebracht. Nun sollen die zugehörigen Lipide identifiziert werden. Dazu werden die einzelnen Fette mithilfe der Ultrahochleistungs-Flüssigchromatographie voneinander getrennt, ihre Masse und die molekularen Eigenschaften bestimmt. Die Daten werden digital verknüpft. Auf diese Weise möchten die Wissenschaftler nicht nur eine Übersicht aller Lipide im weißen Fettgewebe erstellen, sondern auch dem Zusammenspiel der beteiligten Biomoleküle auf den Grund gehen.

Gewichtskontrolle: Wegweiser hilft beim Abnehmen…>>>Hier klicken.    Anzeige

Dieses Wissen könnte in Zukunft die Therapie und Prävention von Adipositas verbessern. Mit den gewonnenen Daten wäre es möglich, die Zusammensetzung des Fettgewebes verschiedener Patienten zu vergleichen. So fragen sich die Wissenschaftler, welche Lipide bei Menschen mit Adipositas stärker ausgeprägt sind. „Die Forschung hat gezeigt, dass Patienten mit einem höheren Anteil an viszeralem Fettgewebe, das sich um Organe herum bildet, ein höheres Risiko für Folgeerkrankungen haben. Bislang ist aber nicht im Detail verstanden, warum das so ist“, erläutert Mike Lange. Der aktuelle Stand des Forschungsprojekts wurde Ende September auf dem 7. Europäischen Lipidomics-Treffen in Leipzig vorgestellt.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.uni-leipzig.de

Mehr zum Thema Übergewicht und Adipositas:
https://www.bzfe.de/inhalt/uebergewicht-3173.html
https://www.bzfe.de/inhalt/extreme-adipositas-ein-zunehmendes-problem-28033.html

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE