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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel

Was ist der Unterschied?

Vitamin D, Eisen oder Calcium – diese Nährstoffe beispielsweise gibt es als Nahrungsergänzungsmittel (NEM) und als Arzneimittel zu kaufen. Auf den ersten Blick ist es schwierig, beides auseinanderzuhalten. Worin unterscheiden sie sich also? Zunächst einmal gehören NEM rechtlich gesehen zu den Lebensmitteln und sollen die „normale“ Ernährung ergänzen. Arzneimittel unterliegen dem Arzneimittelrecht und sollen Krankheiten heilen oder dagegen vorbeugen. Mit einer gesundheitlichen Wirkung dürfen NEM nicht werben.

Ein weiterer wichtiger Unterschied: Im Gegensatz zu Arzneimitteln müssen NEM nicht geprüft werden, bevor sie auf den Markt kommen, etwa bezüglich Inhaltsstoffen, Wirkung oder Sicherheit. Sie dürfen ohne Zulassung verkauft werden und benötigen lediglich eine Anmeldung.

Ebenso gibt es für NEM (noch) keine Höchstmengenvorgaben. Die Herstellerfirmen dürfen selbst entscheiden, wie hoch die Dosierung in den Tabletten, Kapseln und ähnlichem ist. Die Europäische Union plant schon seit längerem, das zu ändern. Dieses Jahr sollen nun für einige Vitamine und Mineralstoffe zulässige Höchstmengen veröffentlicht werden; dazu gehören Vitamin D und E, Eisen und Selen. Übrigens: In NEM dürfen bis zu 50 Prozent mehr (oder weniger) des Nährstoffs enthalten sein, als auf der Verpackung stehen. Bei Arzneimitteln darf der Wirkstoffgehalt um höchstens 5 Prozent von der Deklaration abweichen.

Merle Schonvogel, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Was sind Nahrungsergänzungsmittel? Lebensmittel, keine Arzneimittel

BZfE: Wie informiere ich mich über Nahrungsergänzungsmittel? Verschiedene Quellen nutzen

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Tipps für die „Darmgesundheit“

Und was man darunter versteht

Der Begriff „Darmgesundheit“ taucht in der Werbung, in den Medien und in der Forschung häufig auf. Seine Bedeutung ist jedoch nicht immer eindeutig und kann je nach Kontext unterschiedlich interpretiert werden. Ein internationales Gremium hat daher unter Beteiligung der Universität Hohenheim verbreitete Missverständnisse aufgegriffen und erstmals eine einheitliche Definition des Begriffs erarbeitet: „Zustand normaler Magen-Darm-Funktion ohne aktive Magen-Darm-Erkrankungen oder darmbezogene Symptome, die die Lebensqualität beeinträchtigen“.

Die Definition schafft nach Ansicht der Forschenden künftig einen zuverlässigen Rahmen für Forschung und Medizin sowie für Medien und Werbebranche. Zugleich bestehe weiterhin Forschungsbedarf, erklärt Professor Dr. Stephan C. Bischoff von der Universität Hohenheim – etwa um geeignete Biomarker für die Darmgesundheit zu finden und durch zuverlässige Tests nachzuweisen.

Wer ein paar Tipps befolgt, kann die eigene Darmgesundheit im Alltag gut unterstützen:

  1. Pflanzenbetont und ballaststoffreich essen: Eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung ist die beste Grundlage für die Darmgesundheit. Reichlich Ballaststoffe aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten fördern eine gute Verdauung und ein gesundes Darmmikrobiom.
  2. Fermentierte Lebensmittel wählen: Lebensmittel wie Joghurt, Quark oder Skyr, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi enthalten nützliche Mikroorganismen, die das Gleichgewicht der Darmflora unterstützen und das Immunsystem stärken können.
  3. Ausreichend trinken: Viel Flüssigkeit bringt den Darm in Schwung. Täglich sollten mindestens 1,5 Liter getrunken werden. Ideale Durstlöscher sind Wasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees und stark verdünnte Fruchtsaftschorlen.
  4. Routinen finden und Esspausen einhalten: Jeder hat seinen eigenen Mahlzeiten-Rhythmus. Es kann hilfreich sein, dem Verdauungstrakt zwischen den Mahlzeiten Pausen zwischen 2,5 und 5 Stunden zu gönnen. Vor dem Schlafengehen sollten keine größeren Portionen mehr gegessen werden.
  5. Achtsam und langsam essen: Wer sich Zeit beim Essen lässt und gründlich kaut, nimmt dem Darm Arbeit ab. Zudem hilft ein langsamer Genuss mit allen Sinnen dabei, intensiver zu schmecken und sich nicht zu „überessen“.
  6. Im Alltag mehr bewegen: Mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren, einen Spaziergang in der Mittagspause machen, öfter die Treppe anstatt den Fahrstuhl nehmen – mehr Bewegung im Alltag regt die Darmtätigkeit an und kann ein vielfältiges Mikrobiom fördern.
  7. Stress reduzieren: Zu viel Stress kann sich auf den Darm auswirken. Regelmäßige Pausen im Alltag, Entspannungsübungen oder Yoga können helfen, sich wohler zu fühlen und das Verdauungssystem zu entlasten.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Universität Hohenheim: Darmgesundheit: Wissenschaftliche Klarstellung räumt Begriffs-Wirrwarr auf

Studie: The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics (ISAPP) consensus statement on the definition and scope of gut health

BZfE: Ballaststoffe – gut für den Darm

BZfE: Präbiotika, Probiotika, Postbiotika – was ist der Unterschied?

BZfE-Unterrichtsmaterialien: Verdauung – Der Weg der Nahrung

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Vitamin C – der Superstar unter den Vitaminen?

Neues Kurzvideo zu Nahrungsergänzungsmitteln

Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin C gehören zu den Verkaufsschlagern in Apotheken, Drogerien, Supermärkten und Co. Gerade in den Sozialen Medien wird oft der Eindruck erweckt, man bräuchte mehr Vitamin C als man regulär aufnimmt, um beispielsweise gegen Erkältungen geschützt zu sein. Aber brauchen wir die Extra-Portion wirklich?

Die kurze Antwort lautet: Nein, sie ist überflüssig. Gesunde Menschen, die sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren, sind normalerweise ausreichend mit Vitamin C versorgt. Das zeigt auch die aktuelle Studienlage. Zudem enthalten Nahrungsergänzungsmittel oft das zehnfache der empfohlenen Zufuhr – so hohe Mengen sind überflüssig, da der Körper sie nicht speichern kann. Die ausführliche Antwort gibt es anschaulich im neuen, kurzen Video des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE).

Weitere Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Nahrungsergänzungsmittel beantwortet das BZfE auf seiner Webseite und Youtube. Beispielsweise: Für wen sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll? Und wo kann man Nahrungsergänzungsmittel kaufen?

bzfe.de

Weitere Informationen:

Youtube: Vitamin C – der Superstar unter den Vitaminen?

BZfE: Nahrungsergänzungsmittel – Antworten auf die wichtigsten Fragen

Verbraucherzentrale: Klartext Nahrungsergänzungsmittel

Bundesinstitut für Risikobewertung: Mikronährstoffe und Co.

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Gesunder Dreiklang: Ernährung, Schlaf, Bewegung

Kleine Schritte für ein langes, gesundes Leben

Wer ausreichend schläft, sich ausgewogen ernährt und regelmäßig bewegt, lebt nicht nur länger – sondern bleibt auch länger gesund. Schon kleine Veränderungen in diesen drei Bereichen können kombiniert einen deutlichen Unterschied machen. Das lässt eine Studie einer australischen Forschungsgruppe vermuten, die Daten von rund 60.000 Teilnehmenden der UK Biobank ausgewertet hatte.

Schlaf, körperliche Aktivität und Ernährung stehen in engem Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen und gelten daher als zentrale Einflussfaktoren für ein langes und möglichst gesundes Leben. Für die Untersuchung begleiteten die Forschenden Männer und Frauen mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren über einen Zeitraum von etwa acht Jahren. Bei einer Teilgruppe wurden Schlaf und körperliche Aktivität mithilfe eines Messgerätes am Handgelenk über sieben Tage erfasst. Zur Einschätzung der Ernährungsqualität diente ein Index, der den Verzehr von Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Ölen sowie zuckerhaltigen Getränken berücksichtigte. Auf Basis dieser Daten wurden die voraussichtliche Lebenserwartung und die krankheitsfreien Lebensjahre berechnet.

Das Ergebnis: Wer täglich sieben bis acht Stunden lang schläft, sich mehr als 40 Minuten moderat bis intensiv bewegt (beispielweise Treppensteigen, zügiges Gehen) und abwechslungsreich und ausgewogen isst, lebt den Berechnungen zufolge über neun Jahre länger als Personen mit schlechten Gewohnheiten – und bleibt etwa ebenso lange auch gesund.

Bemerkenswert ist, dass bereits kleine, kombinierte Veränderungen einen nachweisbar positiven Effekt zeigten. Rein rechnerisch verlängerten fünf Minuten mehr Schlaf, zwei zusätzliche Minuten körperliche Aktivität und eine weitere halbe Portion Gemüse (bzw. 1,5 Portionen Vollkorn) pro Tag die Lebenserwartung um etwa ein Jahr. Wer nur beim Schlaf ansetzt, müsste dafür die Dauer um rund 25 Minuten verlängern.

Die Forschenden sehen in kleinen, alltagstauglichen Anpassungen von Ernährung, Schlaf und Bewegung einen praktikablen und nachhaltigen Ansatz, um die Chancen für ein langes, gesundes Leben zu erhöhen. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Zusammenhänge nachweisen kann. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen und weitere Einflussfaktoren wie Rauchen oder Alkoholkonsum einzubeziehen.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Studie: Minimum combined sleep, physical activity, and nutrition variations associated with lifeSPAN and healthSPAN improvements: a population cohort study

BZfE: Die Ernährungspyramide – ausgewogen, abwechslungsreich, nachhaltig

BZfE: Der Weg zum Wohlfühlgewicht – so klappt es Schritt für Schritt

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Gemeinsam essen mit Kleinkindern

Tipps für Eltern

Rückt der erste Geburtstag näher, wächst ein Kind langsam aus dem Babyalter hinaus. Mit nur wenigen Ausnahmen kann es jetzt das Gleiche essen wie die Großen. Gemeinsam Essen ist nicht nur zum Sattwerden gut, sondern ein wichtiger Teil des Zusammenlebens. Dabei muss sich nicht immer die ganze Familie am Tisch versammeln: Studien zufolge wirkt es sich schon positiv aus, wenn das Kind mit einer Bezugsperson zusammen isst. Darauf können Eltern achten:

  • Vorbildfunktion: Bezugspersonen wie Eltern oder Geschwister sind Vorbilder für Kleinkinder – sowohl bezogen auf das Verhalten am Esstisch als auch auf die Lebensmittelauswahl. Essen diese Personen zum Beispiel mit Genuss Gemüse, schauen sich die Kinder dieses Verhalten ab.
  • Klare Strukturen: Gewohnte Abläufe und klare Regeln schaffen bei Kleinkindern Sicherheit und tragen zu einem entspannteren Essen bei. Am besten sind drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten täglich. Aber auch das gemeinsame Decken des Tisches oder Tischsprüche am Anfang einer Mahlzeit tragen dazu bei.
  • Essen und andere Aktivitäten getrennt halten: Wenn ein Kind spielt, sollte es nicht nebenher essen; wenn es isst, sollte es nicht nebenher spielen. Kinder lernen so, dass es bestimmte Zeiten für bestimmte Aktivitäten gibt. Das gleiche gilt für Bezugspersonen: Handys und andere Bildschirmmedien sollten beim Essen beiseitegelegt oder ausgeschaltet werden.
  • Mit Zeit und Ruhe essen: Für das gemeinsame Essen planen Eltern am besten bewusst Zeit ein. So ergibt sich eine zugewandte Atmosphäre mit Raum für Gespräche, Lachen und Genuss. Kinder lernen außerdem, sich Zeit zum Essen und Sattwerden zu nehmen.
  • Selbstständigkeit fördern: Essenlernen braucht Übung, besonders der Umgang mit Besteck. Ab welchem Alter ein Kind „unfallfrei“ essen kann, ist sehr unterschiedlich. Erstmal wird aber jedes Kleinkind beim Essen kleckern. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf, können Eltern Kleckse oder umgefallene Gläser vielleicht gelassener hinnehmen. Lob für Dinge, die das Kind schon kann, trägt zu einer guten Stimmung bei und macht es stolz und selbstbewusst.

bzfe.de

Weitere Informationen:

Netzwerk Gesund ins Leben: So lernen Kleinkinder essen – Abenteuer Esstisch

Netzwerk Gesund ins Leben: Was kommt auf den Teller? Ideen für kindgerechte Mahlzeiten

BLE-Medienservice: Was Kleinkinder brauchen – Abreißblock mit 25 Blättern

Netzwerk Gesund ins Leben: Was tun, wenn Kleinkinder sehr wählerisch beim Essen sind? Nachgefragt beim Netzwerk Gesund ins Leben

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Kresse von der Fensterbank

Würzig, vielseitig und frisch

Die scharf-würzige Kresse ist genau richtig, wenn man sich frisches Grün auf dem Teller wünscht. Sie keimt rasch, wächst schnell und benötigt kaum Pflege. Bereits nach wenigen Tagen ist das aromatische Kraut erntereif und lässt sich in der Küche vielseitig verwenden.

Die Gartenkresse (Lepidium sativum) ist die am häufigsten verwendete Kresseart und zugleich der bekannteste Vertreter der sogenannten Microgreens. Darunter versteht man junge Pflänzchen, die neben den beiden Keimblättern bereits mindestens zwei grüne Blättchen entwickelt haben. Für besonders Eilige gibt es im Handel vorgezogene Gartenkresse, meist in kleinen Kartons mit Nährboden, auch in Bio-Qualität. Im Kühlschrank hält sie sich etwa drei bis vier Tage lang.

Mehr Spaß bringt jedoch die eigene Anzucht. Die Samen sind in vielen Supermärkten, Bio-Läden, in Gartencentern und online erhältlich. Kresse liebt einen hellen, warmen Platz – ideal ist eine Fensterbank zum Beispiel in der Küche. Ein Teller oder eine flache Schale wird mit Küchenpapier oder Watte aus Bio-Baumwolle ausgelegt, gründlich befeuchtet und anschließend locker mit Samen bestreut. Erde ist nicht nötig, denn die im Samen enthaltenen Nährstoffe reichen für das Wachstum aus.

Generell gilt: Sauberkeit ist das A und O. Die Samen werden regelmäßig mit einer Sprühflasche befeuchtet, sodass sie stets feucht, aber keinesfalls nass sind – sonst kann sich leicht Schimmel bilden und die Anzucht ist nicht mehr nutzbar. Bereits nach etwa vier Tagen zeigen sich die ersten Sprossen, und nach acht bis zehn Tagen ist die Kresse erntereif. Die zarten Pflänzchen werden vorsichtig mit einer sauberen Schere abgeschnitten und möglichst sofort verwendet, da sie rasch an Aroma verlieren. Wer regelmäßig ernten möchte, sät am besten in kurzen Abständen nach. Von Mitte Mai bis September ist die Anzucht auch im Freien möglich.

Klassisch landet Kresse auf dem Butterbrot, doch ihr intensiv-würziges, leicht pfeffriges Aroma peppt viele weitere Gerichte auf: Smoothies und Salate, Eierspeisen, Sandwiches, Kartoffelgerichte und Gemüsepfannen. Auch für eine cremige Kressesuppe, grünes Pesto, Kräuterquark oder eine aromatische Kressebutter eignen sich die feinen Blättchen hervorragend.

Frische Kresse liefert wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Provitamin A, Eisen, Calcium und Kalium. Ihre charakteristische Würze verdankt sie vor allem den enthaltenen ätherischen Senfölen. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antimikrobiell und regen die Verdauung an.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZL: Kunstwerke mit Kresse – eine Aktionsidee für drinnen

BZfE: Sprossen und Microgreens – aus Kresse, Radieschen, Rettich & Co.

BZfE: Die scharf-würzige Kapuzinerkresse – im Kräuterquark oder als Salatzutat

BZfE: Brunnenkresse sammeln – Wildkraut mit pfeffriger Schärfe

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Wie Haferflocken den Cholesterinspiegel senken

Der Schlüssel liegt offenbar im Darmmikrobiom

Wer eine zweitägige Haferkur macht, kann seinen Cholesterinspiegel offenbar deutlich senken. Auch nach sechs Wochen ließ sich noch ein positiver Effekt der Diät nachweisen. Darauf deuten die Ergebnisse einer klinischen Studie der Universität Bonn hin, an der 68 Personen mit Metabolischem Syndrom teilnahmen. Bei diesem Krankheitsbild treten Übergewicht, Bluthochdruck sowie erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte gemeinsam auf.

Hafer wird meist als Haferflocken zum Frühstück im Porridge oder Müsli gegessen. Dass er positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat, ist nicht neu. Um die zugrundeliegenden Mechanismen auf den Stoffwechsel besser zu verstehen, führten die Forschenden eine randomisierte kontrollierte Studie durch. Sie gilt als „Goldstandard“ der klinischen Forschung: Die Versuchspersonen werden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt, von denen nur eine den potenziellen Wirkstoff – also hier den Hafer – erhält.

Im ersten Studienteil bekam eine Gruppe zwei Tage lang eine kalorienarme Diät, die fast ausschließlich aus Haferflocken bestand. Dreimal täglich wurden je 100 Gramm Haferflocken mit Wasser aufgekocht und mit etwas Obst oder Gemüse ergänzt. Die Kontrollgruppe erhielt eine kalorienarme, ballaststoffreiche Kost ohne Haferflocken. Im zweiten Teil der Studie ersetzte eine Teilgruppe sechs Wochen lang täglich eine Mahlzeit durch 80 Gramm Haferflocken.

In der Haferkur-Gruppe sanken nicht nur die Cholesterinwerte, sondern auch Blutdruck und Körpergewicht – im Durchschnitt um zwei Kilogramm. Besonders deutlich war der Rückgang des LDL-Cholesterins (minus 10 %), das als „schlechtes“ Cholesterin gilt und sich in den Blutgefäßen ablagern kann. Die Forschenden vermuten, dass diese positiven Effekte mit Veränderungen im Darmmikrobiom zusammenhängen. So fanden sich nach der Haferkur vermehrt Bakterien im Darm, die den Hafer in wertvolle phenolische Verbindungen wie Ferulasäure umwandeln. Diese Substanzen wirken sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus. Die tägliche Aufnahme einer einzelnen Hafermahlzeit über sechs Wochen hingegen zeigte nur geringe Effekte.

„Eine kurze Haferkur in regelmäßigen Abständen könnte eine gut verträgliche Möglichkeit sein, den Cholesterinspiegel im Normbereich zu halten und einem Diabetes vorzubeugen“, sagt Dr. Marie-Christine Simon von der Universität Bonn. Ob eine solche Maßnahme langfristig tatsächlich präventiv wirken kann, müsse jedoch in weiteren Studien untersucht werden.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Universität Bonn: Zwei Tage Haferflocken senken Cholesterinspiegel

Zur Studie: Cholesterol-lowering effects of oats induced by microbially produced phenolic metabolites in metabolic syndrome: a randomized controlled trial

BZfE: Getreide ABC – Hafer

BZfE: Hafer ist glutenhaltig – oder doch nicht?

BZfE: Warmes Frühstück für kalte Tage – Porridge & Co.

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Sauberkeit und Hygiene in der Küche

So lassen sich lebensmittelbedingte Krankheiten vorbeugen

Im Jahr 2024 waren deutlich mehr Menschen von lebensmittelbedingten Erkrankungen betroffen. Das geht aus einem gemeinsamen Bericht des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und dem Robert-Koch-Institut (RKI) hervor.

Lebensmittelbedingte Erkrankungen entstehen durch Bakterien, Viren, Parasiten oder Toxine, die über verunreinigte Nahrung aufgenommen werden. Typische Symptome sind Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Von einem „lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch“ spricht man, wenn mindestens zwei Personen nach dem Verzehr desselben Lebensmittels erkranken.

Im Jahr 2024 wurden bundesweit 271 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche gemeldet, die zu mindestens 2.400 Erkrankungen führten. Zum Vergleich: In den vergangenen vier Jahren waren es jährlich im Durchschnitt etwa 190 Krankheitsausbrüche und 1.500 Erkrankungen. Wie bereits in den Vorjahren waren meist Bakterien wie Salmonellen (33 %) oder Campylobacter (26 %) die Übeltäter. Und das sind nur die gemeldeten Fälle, nicht die tatsächlichen.

Durch sorgfältige Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln lässt sich das Infektionsrisiko deutlich reduzieren. Bei einigen Lebensmitteln ist besondere Sorgfalt nötig, da sich Mikroorganismen sehr schnell ausbreiten. Hier ein paar wichtige Grundregeln:

  • Ausreichend erhitzen: Geflügel, Fleisch, Hackfleisch, Fisch, Rohmilch und Speisen mit Ei müssen bis ins Innere richtig erhitzt werden. Sie sollten mindestens zwei Minuten lang eine Temperatur von mindestens 72 Grad Celsius erreichen. Das kann mit einem Fleisch-Thermometer geprüft werden. Beim Erhitzen in der Mikrowelle öfter umrühren, damit sich die Hitze gleichmäßig verteilt.
  • Getrennt zubereiten: Besonders empfindliche oder auch unsaubere Lebensmittel nicht in Kontakt mit anderen Lebensmitteln bringen. Für die Zubereitung nicht die gleichen Küchengeräte verwenden. Oder die Küchengeräte dazwischen gründlich und heiß abwaschen.
  • Gründlich waschen: Rohe pflanzliche Produkte wie Obst, Gemüse, frische Kräuter, Blattsalate und Sprossen gründlich waschen und nach dem Schneiden bald verzehren oder kühl aufbewahren. Wer rohe Sprossen und tiefgekühlte Beeren vor dem Verzehr erhitzt, kann sich vor einer möglichen Infektion schützen.
  • Gut reinigen: Alle Oberflächen in der Küche und alle Geräte, die mit rohen Lebensmitteln in Kontakt kommen, regelmäßig und gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen. Mit klarem Wasser nachspülen. Viele Arbeitsgeräte und Schneidebretter aus Kunststoff können auch bei 60 Grad Celsius in der Spülmaschine gereinigt werden.

Weitere Regeln zur Küchen-Hygiene sind auf der Webseite des Bundeszentrums für Ernährung in Einfacher Sprache zusammengestellt, damit fällt Sauberkeit und Hygiene in der Küche leicht.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BVL: Jahresbericht 2024

BZfE: Einfache Sprache: Wie sorge ich zu Hause für Sauberkeit und Hygiene in der Küche?

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Grüntee: Hojicha und Matcha

Was ist der Unterschied?

Nach Matcha ist Hojicha der neue Trend unter den Grüntees; zumindest auf vielen Social-Media-Plattformen. Aber was ist das genau? Die japanische Spezialität hat einen milden, leicht nussigen bis schokoladigen Geschmack und enthält deutlich weniger Koffein als Matcha.

Bei beiden Sorten handelt es sich um japanischen Grüntee, der wie Schwarztee von der Teepflanze Camellia sinensis stammt. Nach dem Welken werden durch Dämpfen oder Rösten pflanzeneigene Enzyme inaktiviert, damit keine Fermentation – wie beim Schwarztee – stattfindet. Dennoch unterscheiden sich die beiden grünen Teesorten in Herstellung, Geschmack und Inhaltsstoffen.

Hojicha (japanisch für „Rösttee“) wird überwiegend aus älteren, gröberen Blättern und Stängeln der Teepflanze hergestellt. Nach dem Dämpfen wird das Pflanzengrün in rotierenden Trommeln bei Temperaturen von bis zu 200 Grad Celsius geröstet. Je länger die Röstung, desto dunkler der Farbton. Dadurch erhält der Tee seine bräunliche Farbe sowie seine leicht süßliche, karamellartige Schokoladennote.

Dagegen wird Matcha (japanisch für „gemahlener Tee“) aus den jüngeren, zarten und sehr hochwertigen Blättern gewonnen, die einige Wochen vor der Ernte beschattet werden. Die Blätter (ohne Stängel und Rippen) werden gedämpft, getrocknet und zu einem feinen Pulver vermahlen. Es ist intensiv grün gefärbt und hat ein herb-bitteres bis fruchtig-frisches Aroma.

Hoijcha wird meist als loser Blatt-Tee mit etwa 90 Grad heißem Wasser aufgegossen und ist nach kurzer Ziehzeit fertig. Es gibt ihn aber auch in Pulverform. Dagegen übergießt man Matcha-Pulver mit maximal 80 Grad heißem Wasser und schlägt es mit einem Bambusbesen schaumig. Als besonders edle Teesorte ist Matcha auch Teil der japanischen Teezeremonie, während Hojicha eher ein Alltagstee ist.

Auch im Nährstoffgehalt gibt es Unterschiede: Da Matcha ein Pulver aus jüngeren Teeblättern ist, sind mehr gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthalten. Polyphenole wie Catechine und Gerbstoffe sind in beiden Tees reichlich vorhanden. Hojicha ist dagegen koffeinarm und besser bekömmlich als Matcha.

Beide Teesorten können mit aufgeschäumter Milch oder einer pflanzlichen Alternative auch als Latte serviert werden. In der Küche können sie als Pulver Akzente setzen – etwa in Desserts, Konfekt, Smoothies, Pancakes und süßem Gebäck.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Mate-Tee richtig zubereiten

BZfE: Früchtetee – mit Obstresten und Kräutern selbst zubereiten

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Wenn der große Hunger kommt

So hat Heißhunger keine Chance

Ganz plötzlich kommt ein starkes Verlangen nach Schokolade, Chips oder anderen Leckereien auf – besonders in stressigen Situationen. Das kennt wohl jeder. Aber woher kommt dieser Heißhunger und wie lässt er sich verhindern? Für vier häufige Ursachen gibt es geeignete Gegenmaßnahmen:

  1. Zu süß gegessen: Gummibärchen, Schokolade oder gezuckerte Getränke – je süßer ein Snack oder eine Mahlzeit ist, desto schneller steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Essen an und fällt dann rasant wieder ab. Und desto schneller werden wir wieder hungrig. Ein Stück Kuchen verursacht eher Hunger auf den nächsten Happen als Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Co.
  2. Zu viel verboten: Wer sich etwas strikt verbietet, erhöht automatisch das Verlangen danach. Gelegentlich kann man sich ein kleines „Extra“ gönnen. Als Faustregel gilt: Eine Portion Süßes und Knabbereien sollte nicht mehr als eine Hand voll sein.
  3. Zu wenig getrunken: Hunger wird häufig mit Durst verwechselt. Das lässt sich leicht überprüfen, indem man beim ersten Hungergefühl ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee trinkt. Manchmal ist der Hunger dadurch schon nach wenigen Minuten verflogen.
  4. Zu unregelmäßig gegessen: Zu große Abstände zwischen den Mahlzeiten begünstigen Heißhungerattacken. Am besten regelmäßig essen und keine der drei Hauptmahlzeiten ausfallen lassen.

Die meisten Erwachsenen kommen mit drei ausgewogenen Hauptmahlzeiten ohne zu „heißhungern“ gut über den Tag. Falls zwischendurch doch mal der Magen knurrt, sollte man zu Hause, unterwegs oder auf der Arbeit gut darauf vorbereitet sein. Hier drei Vorschläge für gesunde Snacks:

  • Cremiger, fettarmer Naturjoghurt mit frischem Obst ist schnell gemacht und schmeckt köstlich. Besonders der süße Heißhunger lässt sich damit gut bekämpfen.
  • Knackige Rohkost mit einem würzigen Magerquark-Kräuterdip. Gurke, Radieschen, Paprika und Co. – da ist für jeden Geschmack das Passende dabei.
  • Nüsse sind vollgepackt mit Nährstoffen. Eine Hand voll reicht schon aus, um den Heißhunger zu stillen. Mehr schlägt kalorientechnisch schnell ins Gewicht. Am besten ungesalzene Varianten wählen.

Julia Seeher, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Der Weg zum Wohlfühlgewicht – so klappt es Schritt für Schritt

BZfE: Die Ernährungspyramide – ausgewogen, abwechslungsreich, nachhaltig

BLE-Medienshop: Genussvoll Kalorien sparen

Deutsche Gesellschaft für Ernährung: ICH-nehme-ab. Training für einen gesundheitsfördernden Lebensstil

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