Schlagwort-Archive: BZfE

Fit im Alter

Männern hilft ausgewogene Ernährung

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenGesund altern, bedeutet auch mobil sein und für sich selbst sorgen zu können. Wenn sich ältere Männer ausgewogen ernähren, bleiben sie eher fit und entwickeln seltener körperliche Einschränkungen. Das lässt eine Studie des “Brigham and Women’s Hospital”in Boston, USA vermuten. Die Mediziner hatten die Daten von über 12.000 Männern aus den Jahren 2008 bis 2012 ausgewertet. Zu Beginn der Untersuchung waren sie über 60 Jahre alt und körperlich fit.

Die Probanden protokollierten regelmäßig ihre physischen Fähigkeiten. Der Fokus lag auf alltäglichen Dingen wie sich Baden und Anziehen, um den Block spazieren, mehr als anderthalb Kilometer gehen, Kniebeugen machen, Treppen steigen und Besorgungen im Supermarkt erledigen. Die Nahrungsqualität wurde anhand von elf verschiedenen Kategorien beurteilt. Wenn viel Obst, Gemüse, Vollkorn, Nüsse und Hülsenfrüchte gegessen wurden und der Verzehr von zuckerhaltigen Getränken und Fruchtsaft, rotem und verarbeitetem Fleisch gering war, gab es besonders hohe Werte auf der Punkte-Skala.

Mit einem hohen Punktewert blieben die Probanden eher mobil. Die Wahrscheinlichkeit für altersbedingte, körperliche Beeinträchtigungen war bei einer hohen Nahrungsqualität um 26 Prozent geringer – unabhängig von Alter und Energieaufnahme. Ein insgesamt positives Ernährungsmuster hatte dabei einen größeren Einfluss als einzelne Nahrungskomponenten.

Dieses Buch enthüllt ein Geheimnis: Entdeckungen zu den Selbstheilungskräften nutzen. Mehr dazu hier erfahren…>>>bitte klicken.          Anzeige

Da es sich um eine reine Beobachtungsstudie handelt, können keine ursächlichen Beziehungen nachgewiesen werden. Aus diesem Grund sind die Resultate mit Vorsicht zu interpretieren. Es wäre auch möglich, dass bessere körperliche Fähigkeiten eine gesunde Ernährung begünstigen. Allerdings gibt es gute Gründe für die positive Wirkung einer ausgewogenen Kost. Wer viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch und Vollkorn isst, hat geringere Entzündungswerte im Blut. Antioxidanzien in Obst und Gemüse reduzieren das Risiko für chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden und erhöhen damit die Chancen für körperliche Fitness im Alter, schreiben die Wissenschaftler im „Journal of Nutrition, Health and Aging“.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.brighamandwomens.org

https://doi.org/10.1007/s12603-019-1185-y

https://www.bzfe.de/inhalt/ue60-das-beste-alter-32671.html

Heft „Herzgesund leben – cholesterinbewusst essen“
Bestell-Nr. 1301, Preis: 1,50 Euro

www.ble-medienservice.de

Pressekontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Krankheitskeime in der Küche

Durchfallerreger Campylobacter kaum bekannt

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenNoch nicht einmal jeder Dritte kennt den Küchenkeim Campylobacter, obwohl er der häufigste bakterielle Erreger von Durchfallerkrankungen ist. Salmonellen sind dagegen über 90 Prozent der Deutschen ein Begriff, hat eine Bevölkerungsumfrage gezeigt. Am Verbrauchermonitor des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) nehmen halbjährlich etwa 1.000 Menschen ab 14 Jahren teil.

Rund 77 Prozent der Befragten halten die zum Kauf angebotenen Lebensmittel für sicher. Bei der Frage, welche Themen persönlich als die größten gesundheitlichen Risiken betrachtet werden, liegt eine „ungesunde oder falsche“ Ernährung (16 %) nur knapp hinter dem Rauchen (19 %) auf Platz 2. Besonders beunruhigend finden die Befragten Themen wie Antibiotikaresistenzen (37 %), Mikroplastik in Lebensmitteln (36 %) und Glyphosat in Lebensmittel (29 %). Lebensmittelhygiene in der Gastronomie (19 %) findet sich in der „Beunruhigungsskala“ weit vor der Lebensmittelhygiene zu Hause (9 %).

Menschen unterschätzen Risiken durch Krankheitserreger in der Küche. Häufig ist Campylobacter der Übeltäter, wenn eine bakterielle Lebensmittelinfektion festgestellt wird. Jedes Jahr werden bundesweit etwa 70.000 Fälle gemeldet. Betroffene leiden unter einer Darmentzündung mit starkem Krankheitsgefühl, Bauchschmerzen, Fieber und mitunter blutigen Durchfällen.

Lesetipp: Der Trick mit dem Immunsystem, Tipps für stärkere Abwehrkräfte…>>>hier klicken.    Anzeige

Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Infektionsrisiko deutlich senken. So sollten Geflügelfleisch und Rohmilch nur ausreichend durchgegart verzehrt werden. Rohes Fleisch und rohe Eier werden getrennt von verzehrfertigen Speisen wie Salaten zubereitet. Achten Sie auf Hygiene: Alle Küchengeräte, die mit rohem Geflügel in Kontakt kommen, gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine bei mindestens 60 Grad reinigen. Auch die Hände müssen gründlich gewaschen werden.

Das Bundeszentrum für Ernährung hält eine Reihe von Informationen zu Hygienemaßnahmen in der Küche bereit. 12 Regeln zur Küchenhygiene finden Sie hier: https://www.bzfe.de/lebensmittel-hygienisch-zubereiten-27464.html

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bfr.bund.de/bfr-verbrauchermonitor-02-2019.pdf

Heft „Küchenhygiene“
Bestell-Nr. 1323, Preis: 2,00 Euro

Poster „Saubere Küche“
Bestell-Nr. 3347, Preis: 1,50 Euro

Broschüre „Lebensmittelhygiene” –
Praxishandbuch zur Lebensmittellagerung im Haushalt”
Bestell-Nr. 3922, Preis: 8,00 Euro

www.ble-medienservice.de

Pressekontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Stillen verbessert die Gesundheit der Mütter

Frauen brauchen Unterstützung

Gesundheit_Nachrichten,_Pressemeldungen68 Prozent aller Neugeborenen werden direkt nach ihrer Geburt ausschließlich gestillt. Nach zwei Monaten sind es noch 57 Prozent und mit 4 Monaten werden nur noch 40 Prozent der Babys ausschließlich gestillt. Vor allem Kinder von Müttern mit einfacher Bildung bekommen kürzer und seltener Muttermilch. Das hängt unter anderem auch mit irritierenden Fehlinformationen zum Thema Stillen zusammen: Stillkinder würden verwöhnt und verzogen und schlafen angeblich schlechter. Sport treiben könnten stillende Mütter auch nicht, da werde die Milch sauer.

Gleichzeitig passiert es immer noch, dass stillende Frauen mehr oder weniger höflich aus Restaurants komplimentiert oder aus Bussen verwiesen werden. Stillen in der Öffentlichkeit ist also (noch immer) keine Selbstverständlichkeit. Das alles kann stillende Mütter verunsichern und Frauen dazu bewegen, es gar nicht erst mit der Muttermilch zu versuchen.

Frauen und ihr soziales Umfeld brauchen Unterstützung statt Unverständnis, wenn Stillen gelingen soll. Es ist also an der Zeit, die Bedingungen für ein stillfreundliches Umfeld zu verbessern. Denn Stillen ist nicht nur mit vielen kurz- und langfristigen Vorteilen für die Gesundheit des Kindes verbunden.

Lesetipp: Für eine gesunde Entwicklung, Entdeckungen zu den Selbstheilungskräften erfahren, im Buch “Vom Schmerz zur Heilung”…>>>hier klicken.       Anzeige

Es wirkt sich auch positiv auf die Mutter-Kind-Beziehung aus, indem es die Selbstwirksamkeitserfahrung, Feinfühligkeit und Sicherheit der Mutter im Umgang mit dem Kind stärkt. Wissenschaftlich belegt sind außerdem erhebliche positive Einflüsse auf die Gesundheit der Stillenden. Kurzfristig bildet sich zum Beispiel die Gebärmutter schneller zurück. Langfristig sinkt das Risiko für Krebserkrankungen der Brust, der Eierstöcke oder der Gebärmutterschleimhaut ebenso wie das für Diabetes Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die positiven Effekte des Stillens sind umso ausgeprägter je länger insgesamt gestillt wird.

Britta Klein, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.gesund-ins-leben.de/bedeutung-des-stillens-29739.html

https://www.gesund-ins-leben.de/macht-sport-die-muttermilch-sauer-30495.html

Pressekontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Kalorienreduzierte Diäten bei Mann und Frau

Stoffwechsel reagiert unterschiedlich auf kalorienarme Kost

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenMänner und Frauen ticken in vielen Dingen anders. Offenbar reagieren sie auch unterschiedlich auf Diäten. Eine energiereduzierte Kost hatte in einer dänischen Studie unterschiedliche Auswirkungen auf den Stoffwechsel von Mann und Frau. Männer verloren durch eine geringe Kalorienzufuhr täglich mehr Gewicht und bauten an anderen Stellen Fett ab als Frauen.

An der Untersuchung waren über 2.000 übergewichtige und adipöse Menschen aus acht Ländern in Europa, Australien und Neuseeland beteiligt. Bei allen Probanden lagen erste Anzeichen eines Diabetes mellitus vor. Bei dieser Stoffwechselstörung ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht. Beim Diabetes mellitus Typ 2 spricht der Körper nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin an. Die Reduktionsdiät sollte durch den Gewichtsverlust den Stoffwechsel mobilisieren, um die ersten Anzeichen der Erkrankung zu bekämpfen.

Die Teilnehmer nahmen für acht Wochen nur 810 Kalorien pro Tag zu sich. Mehr als 80 Prozent erreichten das Ziel, in diesem Zeitraum mindestens acht Prozent ihres Körpergewichts zu verlieren. Allerdings schienen Männer mehr von der Intervention zu profitieren als Frauen. Sie nahmen durch die Reduktionsdiät 16 Prozent mehr Gewicht ab (durchschnittlich 11,8 kg zu 10,2 kg). Männliche Versuchspersonen verloren zudem mehr Fett (9,3 kg zu 7,1 kg) und weniger fettfreie Masse (1,9 kg zu 3,2 kg) als weibliche. Sie konnten durch die Diät ihre Insulinproduktion und die Herzfrequenz stärker drosseln, erklären die Wissenschaftler der Universität Kopenhagen im Fachblatt „Diabetes, Obesity and Metabolism“. Auch bestimmte Parameter des Metabolischen Syndroms zeigten eine deutlichere Besserung.

Lesetipp: Dieser Wegweiser will helfen beim Abnehmen…>>>hier klicken.        Anzeige

Bei den Frauen gingen Hüftumfang und Puls zurück, was positiv zu beurteilen ist. Allerdings kam es zu einem starken Abfall des „guten“ HDL-Cholesterins und der Knochenmasse, was gemeinsam mit der Abnahme der fettfreien Masse ein ungünstiges Zeichen ist. Die Gründe für die geschlechtsspezifischen Unterschiede sind bislang nicht abschließend geklärt. Vermutlich mobilisieren Männer bei der Gewichtsabnahme mehr Bauchfett, was sich positiv auf den Stoffwechsel auswirkt. Frauen verlieren dagegen vor allem Unterhautfettgewebe.

Die Blutzuckerwerte hatten sich allerdings bei beiden Geschlechtern deutlich gebessert, sodass jeder dritte Teilnehmer nach acht Wochen keine Anzeichen mehr von Diabetes hatte. Die Frage ist, ob sich die Entwicklung der Zuckerkrankheit durch diese kurzzeitige Diät auch langfristig verhindern lässt. Weitere Studien sollen klären, ob bei einer Ernährungsumstellung geschlechtsspezifische Programme notwendig sind.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://doi.org/10.1111/dom.13466

https://www.bzfe.de/wohlfuehlgewicht.html

BMI-Rechner: Bin ich übergewichtig?
https://www.bzfe.de/bmi-rechner.php

Heft „Genussvoll Kalorien sparen“
Bestell-Nr. 1637, Preis: 2,00 Euro

www.ble-medienservice.de

Pressekontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Gewicht verlieren mit einem Ernährungstagebuch

Weniger aufwändig als gedacht

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWelche Lebensmittel landen auf dem Teller? Wie groß sind die Portionen? Und wie viel Fett und Kalorien nehme ich jeden Tag auf? Wer langfristig abnehmen möchte, muss sein Essverhalten unter die Lupe nehmen. Das gelingt mit einem Ernährungstagebuch. Nach einer US-amerikanischen Studie sind Nahrungsprotokolle weniger mühsam und aufwändig als viele befürchten. Mit etwas Übung reichen 15 Minuten am Tag aus, um eine Gewichtsabnahme auf diese Weise erfolgreich zu unterstützen.

Wissenschaftler der University of Vermont und der University of South Carolina hatten 142 übergewichtige und adipöse Personen ab 18 Jahren angewiesen, für sechs Monate ihre Ernährung online mit einer App zu protokollieren. Die Teilnehmer notierten alle verzehrten Lebensmittel und Getränke, beschrieben Portionsgröße und Zubereitungsmethode. Die pro Tag aufgenommenen Kalorien und das Fett wurden berechnet und mit den individuellen Zielen im Rahmen eines geleiteten Online-Abnehmprogramms verglichen. Die Probanden waren in professioneller Betreuung und nahmen an wöchentlichen Gruppentreffen teil.

Einige Teilnehmer waren besonders erfolgreich und konnten in einem halben Jahr mindestens zehn Prozent ihres Körpergewichts abnehmen. Dafür investierten sie im ersten Monat durchschnittlich 23,2 Minuten pro Tag in das Ernährungstagebuch. Im sechsten Monat reichten 14,6 Minuten aus, da sie vermutlich routinierter in der Aufgabe waren. Offenbar ist für den Abnehmerfolg nicht die aufgewendete Zeit ausschlaggebend, sondern vielmehr die Frequenz. Wer mindestens dreimal täglich seine Mahlzeiten protokollierte und diese Routine beständig verfolgte, konnte leichter abnehmen. Das entspricht der Regel „Write it, when you bite“ – „Schreib es direkt auf, wenn du isst“.

Tipp: EIne Hilfe zur Gewichstkontrolle bietet dieser Wegweiser…>>>bitte klicken.       Anzeige

Die Ergebnisse können helfen, Abnehmwillige zu einem Ernährungstagebuch zu ermutigen und ihnen Verhaltensziele zu setzen. Die Wissenschaftler empfehlen im Fachmagazin „Obesity“ Online-Ernährungsapps, mit denen es besonders einfach und schnell geht. Allerdings ist es mit Nahrungsprotokollen allein nicht getan. Wer langfristig sein Gewicht reduzieren möchte, kann das mit viel Bewegung und der Umstellung auf eine ausgewogene Ernährung erreichen.

Wer sein tägliches Essverhalten überprüfen möchte, für den ist die App „Was ich esse“ vom Bundeszentrum für Ernährung das Richtige. Die kostenlose und werbefreie App beruht auf der Ernährungspyramide und enthält eine Erinnerungsfunktion, Wochenübersicht und individuelle Zielvorgaben.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.uvm.edu

https://doi.org/10.1002/oby.22382

Ernährungspyramide als App: Was ich esse

https://www.bzfe.de/inhalt/app-was-ich-esse-987.html

https://www.bzfe.de/_data/files/eif_2015_05_06_ernaehrungsprotokoll_als_app.pdf

BMI-Rechner: Bin ich übergewichtig?

https://www.bzfe.de/inhalt/bmi-rechner-5423.php

Heft „Genussvoll Kalorien sparen“
Bestell-Nr. 1637, Preis: 2,00 Euro

www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Macht Gemüse happy?

Studie versucht Zusammenhänge nachzuweisen

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenEin hoher Verzehr von Obst und Gemüse unterstützt die körperliche Fitness und steigert offenbar auch das seelische Wohlbefinden. Das lassen die Resultate einer britischen Langzeitstudie der University of Leeds vermuten. Die Wissenschaftler begleiteten mehr als 45.000 Probanden ab einem Alter von 15 Jahren über einen Zeitraum von sieben Jahren.

Die Teilnehmenden machten regelmäßig Angaben zu ihren Essgewohnheiten. Zur Beurteilung der psychischen Verfassung füllten sie einen Standardtest aus, in dem sie ihre Gefühle und Sorgen auf einer Skala von 0 bis 3 einschätzen sollten. Verschiedene Einflussfaktoren auf die Psyche wie Alter, Bildung, Einkommen, Familienstand, Gesundheit und körperliche Aktivität wurden ebenfalls in die Auswertung einbezogen.

Je häufiger die Probanden Obst und Gemüse aßen und je größer die verzehrten Mengen pro Tag waren, desto höher war ihr Wohlbefinden und ihre allgemeine Lebenszufriedenheit. Dabei wirkten sich bereits geringe Veränderungen positiv auf die Seele aus: Schon eine zusätzliche Portion Obst und Gemüse täglich hatte einen ähnlich positiven Effekt wie ein Spaziergang an der frischen Luft an acht Tagen im Monat, ziehen die Wissenschaftler einen Vergleich.

Tipp für einen besseren Säure-Basen-Haushalt: Das Buch “Übersäuerung Nein, Danke!”…>>>hier klicken     Anzeige

Allerdings ist zu bedenken, dass reine Beobachtungsstudien keine ursächlichen Beziehungen nachweisen können. Weitere Untersuchungen sollen folgen, um die Resultate zu untermauern und auch die Hintergründe zu erforschen. Vermutlich haben bestimmte Inhaltsstoffe der pflanzlichen Lebensmittel einen positiven Effekt auf die Seele, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal „Social Science and Medicine”. So könnten Antioxidantien und Abbauprodukte komplexer Kohlenhydrate auf das Gehirn einwirken und die Stimmung heben. Es wäre auch möglich, dass durch den hohen Obst- und Gemüseverzehr ungesunde Lebensmittel seltener verzehrt werden.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.leeds.ac.uk

https://doi.org/10.1016/j.socscimed.2018.12.017

https://www.bzfe.de/inhalt/mehr-gemuese-und-obst-6700.html

Heft „5 am Tag – Gesund mit Obst und Gemüse”,
Bestell-Nr. 1542, Preis: 1,25 Euro

Broschüre „Der Kopf isst mit – Zusammenspiel zwischen Essen und Psyche“,
Bestell-Nr. 3440, Preis: 6,00 Euro

www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Schlaflosigkeit im Alter

Kann mediterrane Ernährung helfen

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWenn sich ältere Menschen mediterran ernähren, schlafen sie offenbar besser als Senioren mit einer weniger gesunden Kost. Das lässt eine Untersuchung der Harokopio Universität in Athen vermuten, an der über 1.600 Griechen im Alter von mindestens 65 Jahren beteiligt waren.

Die Mittelmeerkost ist traditionell durch einen hohen Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen gekennzeichnet. Olivenöl wird als Hauptquelle für Fett genutzt. Hinzu kommen in Maßen Milchprodukte, Fisch und Geflügel, aber nur wenig rotes Fleisch wie Rind und Schwein.

Mit Hilfe des sogenannten „MedDietScore“ schätzten die Wissenschaftler anhand einer Punkteskala ein, wie stark sich die Probanden an diese Form des Essens hielten. Zusätzlich machten die Teilnehmer in Fragebögen Angaben zu ihren Lebensgewohnheiten wie Qualität und Dauer des Schlafes.

Senioren, die sich überwiegend mediterran ernährten, schliefen nicht länger als ihre Altersgenossen, aber hatten eine bessere Schlafqualität. Sie fanden beispielsweise abends leichter in den Schlaf, schnarchten weniger und erwachten seltener aus Atemnot oder mit Kopfschmerzen. Morgens fühlten sie sich erholter und brauchten am Tag seltener ein Nickerchen zur Erholung. Zwischen Frauen und Männern gab es keine Unterschiede. Ab 75 Jahren ließ der positive Effekt der Mittelmeerkost nach. Möglicherweise wird der Schlaf mit zunehmendem Alter stärker von Medikamenten und Krankheiten wie Bluthochdruck beeinträchtigt.

Gesund im Alter: Vom Schmerz zur Heilung. Wie uns die Selbstheilungskräfte helfen können…>>>mehr erfahren, bitte klicken      Anzeige

Allerdings geben die Wissenschaftler zu bedenken, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Mit diesem Studiendesign können keine ursächlichen Beziehungen nachgewiesen werden. Es wäre denkbar, dass weitere Faktoren für den guten Schlaf verantwortlich sind. Auf der anderen Seite könnte Schlafmangel dazu führen, dass Betroffene sich „ungesünder“ ernähren.

Viele ältere Menschen leiden unter Schlafschwierigkeiten. In Zukunft sollen die Zusammenhänge zwischen einer gesunden Ernährung und einem guten Schlaf näher erforscht werden, um die Lebensqualität im Alter zu erhöhen. Vermutlich sind antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften der Mittelmeerkost für die positive Wirkung verantwortlich, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „Geriatrics and Gerontology International“. Manche Nahrungsmittel wie Oliven, einige Fischarten und saisonale Früchte sind zudem gute Quellen für das Hormon Melatonin, das einen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus fördert.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/ggi.13521

https://www.bzfe.de/inhalt/ue60-das-beste-alter-32671.html

Heft „Herzgesund leben – cholesterinbewusst essen“
Bestell-Nr. 1301, Preis: 1,50 Euro

www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Essbare Blüten

So kommt der Frühling auf den Teller

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWenn der Frühling erwacht, zeigt die Natur ihre Farben. Viele Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern bringen auch Abwechslung in die Alltagsküche. So werden Butterbrote zum bunten Hingucker, wenn sie mit Blüten von Löwenzahn, Gänseblümchen, Wiesenschaumkraut oder Gundermann belegt werden. Auch Salate, Suppen und Soßen lassen sich auf diese Weise dekorieren und mit wertvollen Mineralstoffen und Vitaminen bereichern.

Kapuzinerkresse hat einen würzig-pfeffrigen Geschmack, der in Quark und Frischkäse gut zur Geltung kommt. Für eine Blütenbutter werden Blüten und Blätter fein gehackt, mit geschmolzener Butter vermischt und in einer Form im Kühlschrank abgekühlt. Die Blütenknospen vom Löwenzahn sind gedünstet eine rosenkohlartige Delikatesse. Für „falsche Kapern“ gibt man die Köpfchen mit Essig, Estragon, Petersilie, Knoblauch und Zwiebelringen in ein verschließbares Glas. Nach acht bis zehn Wochen sind sie fertig.

Wer es süß mag, genießt ein Blütengelee zum Frühstück. Für den Brotaufstrich mischt man verschiedene Blüten, auch von Holunder, Stiefmütterchen und Veilchen. Sie werden mit Zitronenscheiben in Apfelsaft kurz aufgekocht und durch ein Sieb gegossen. Anschließend die Flüssigkeit mit Gelierzucker zu Gelee aufkochen und in saubere Schraubgläser füllen.

Eine edle Dekoration für Eis und Quarkspeisen sind kandierte Blüten von Veilchen, Rosen und Wiesensalbei. Dazu wird Eiweiß mit wenig Puderzucker halbsteif geschlagen. Die Blütenblätter mit einer Pinzette durch die Eischneemasse ziehen und die Blüten rundum mit Zucker bestreuen, auf Backpapier legen und im lauwarmen Backofen trocknen lassen. Alternativ können Sie die Blüten auch mit geschmolzener Schokolade überziehen. In Eiswürfel eingefrorene Blüten von Borretsch und Rosenblätter schmücken Bowle und Cocktails.

Am besten pflückt man die Blüten selbst – im eigenen Garten, am Waldrand und auf ungedüngten Wiesen. Sie dürfen nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sein, sodass Zierpflanzen aus dem Handel in der Regel nicht geeignet sind. Greifen Sie nur zu genießbaren Blüten, die Sie ohne Zweifel bestimmen können. Auch der Zeitpunkt der Ernte ist wichtig. Für die meisten Arten ist der Vormittag ideal, wenn sich die Blüten gerade erst geöffnet haben. In einer Schale mit kaltem Wasser bleiben sie für einige Stunden frisch.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

 

Ernährungskompetenz von Anfang an

Infos, Tipps und Tools für Eltern, Ernährungsberater, Erzieher und Lehrer

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenDie perfekte werdende Mutter ist schlank und sportlich, trinkt keinen Alkohol und raucht nicht. Ist das Baby auf der Welt, stillt sie mit Hingabe und kocht später den Babybrei mit frischem Gemüse. Nach und nach gewöhnt sie das Kleinkind an ausgewogene Mahlzeiten am Familientisch – natürlich unterstützt durch Vater, Geschwister, Oma und Opa. Und kommt das Kind in die Kita und in die Schule, genießt es dort leckeres Essen nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

So wäre es ideal, denn das Fundament für ein gutes Essverhalten und lebenslange Gesundheit wird sehr früh gelegt. Trotzdem läuft in der Realität nicht immer alles nach Plan, selbst bei den besten Vorsätzen. Das ist völlig normal und auch kein Problem, solange die grobe Richtung stimmt. Und bei der Richtung helfen das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und andere Organisationen.

Denn besonders beim ersten Kind sind Eltern oft unsicher und dankbar für jegliche Hilfe. Brauche ich in der Schwangerschaft Nahrungsergänzungsmittel? Was tun, wenn es mit dem Stillen nicht klappt? Darf ich mein Kind vegan ernähren? Antworten auf solche und weitere wichtige Fragen sowie praktische Tipps für den Alltag gibt das zum BZfE gehörende Netzwerk „Gesund ins Leben“ im Internet, in kostenlosen Printmaterialien oder über die App „Baby & Essen“.

Für Fachleute wie Hebammen, Kinderärzte und Ernährungsberater gibt es Fortbildungsangebote und Handlungsempfehlungen zur Ernährung und Bewegung für Schwangerschaft, Stillzeit und Kleinkindphase. Danach sind Erzieher und Lehrer gefragt. Sie können sich mit passenden Materialien Unterstützung in Sachen Ernährungsbildung holen. Und Best-Practice-Beispiele zeigen Kitas und Schulen wie sich eine ausgewogene und schmackhafte Mittagsverpflegung umsetzen lässt.

So lassen sich die Weichen von Anfang an richtig stellen und Kinder erhalten so von allen Seiten die besten Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung.

Gabriela Freitag-Ziegler, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bzfe.de/inhalt/ernaehrungskompetenz-foerdern-1013.html

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Diabetes mellitus Typ 2

Vorsorge ist besser als Krankheit

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenEtwa jeder zehnte Deutsche ist von Diabetes mellitus Typ 2 betroffen. Leitsymptom dieser Stoffwechselkrankheit ist eine erhöhte Blutglucosekonzentration. Ab etwa 180 mg/dl passiert die Glucose die Nierenschwelle und ist im Urin nachweisbar.

Bei der Entstehung des Diabetes mellitus Typ 2 spielen Übergewicht und Adipositas sowie mangelnde Bewegung eine wichtige Rolle. Auch Nikotin, Schlafmangel und bestimmte Medikamente können diese Form des Diabetes begünstigen. Ein gesunder Lebensstil ist ausschlaggebend für den Verlauf der Krankheit.

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen daher: Essen Sie mehr Gemüse, Salat und Rohkost. Diese liefern wenig Energie und helfen so, das Gewicht zu halten oder abzunehmen.

Lesetipp zum Thema: Report Diabets mellitus. Hier mehr erfahren…>>>bitte klicken.     Anzeige

Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und versorgen den Körper mit gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffen. Außerdem enthalten sie kaum Zucker und gleichzeitig viele Ballaststoffe – dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Beratungsmaterial „Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus – Beratung bei nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ 2“, Ringordner, Bestell-Nr. 1631, 79,00 Euro

www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE