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Gewicht verlieren mit einem Ernährungstagebuch

Weniger aufwändig als gedacht

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWelche Lebensmittel landen auf dem Teller? Wie groß sind die Portionen? Und wie viel Fett und Kalorien nehme ich jeden Tag auf? Wer langfristig abnehmen möchte, muss sein Essverhalten unter die Lupe nehmen. Das gelingt mit einem Ernährungstagebuch. Nach einer US-amerikanischen Studie sind Nahrungsprotokolle weniger mühsam und aufwändig als viele befürchten. Mit etwas Übung reichen 15 Minuten am Tag aus, um eine Gewichtsabnahme auf diese Weise erfolgreich zu unterstützen.

Wissenschaftler der University of Vermont und der University of South Carolina hatten 142 übergewichtige und adipöse Personen ab 18 Jahren angewiesen, für sechs Monate ihre Ernährung online mit einer App zu protokollieren. Die Teilnehmer notierten alle verzehrten Lebensmittel und Getränke, beschrieben Portionsgröße und Zubereitungsmethode. Die pro Tag aufgenommenen Kalorien und das Fett wurden berechnet und mit den individuellen Zielen im Rahmen eines geleiteten Online-Abnehmprogramms verglichen. Die Probanden waren in professioneller Betreuung und nahmen an wöchentlichen Gruppentreffen teil.

Einige Teilnehmer waren besonders erfolgreich und konnten in einem halben Jahr mindestens zehn Prozent ihres Körpergewichts abnehmen. Dafür investierten sie im ersten Monat durchschnittlich 23,2 Minuten pro Tag in das Ernährungstagebuch. Im sechsten Monat reichten 14,6 Minuten aus, da sie vermutlich routinierter in der Aufgabe waren. Offenbar ist für den Abnehmerfolg nicht die aufgewendete Zeit ausschlaggebend, sondern vielmehr die Frequenz. Wer mindestens dreimal täglich seine Mahlzeiten protokollierte und diese Routine beständig verfolgte, konnte leichter abnehmen. Das entspricht der Regel „Write it, when you bite“ – „Schreib es direkt auf, wenn du isst“.

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Die Ergebnisse können helfen, Abnehmwillige zu einem Ernährungstagebuch zu ermutigen und ihnen Verhaltensziele zu setzen. Die Wissenschaftler empfehlen im Fachmagazin „Obesity“ Online-Ernährungsapps, mit denen es besonders einfach und schnell geht. Allerdings ist es mit Nahrungsprotokollen allein nicht getan. Wer langfristig sein Gewicht reduzieren möchte, kann das mit viel Bewegung und der Umstellung auf eine ausgewogene Ernährung erreichen.

Wer sein tägliches Essverhalten überprüfen möchte, für den ist die App „Was ich esse“ vom Bundeszentrum für Ernährung das Richtige. Die kostenlose und werbefreie App beruht auf der Ernährungspyramide und enthält eine Erinnerungsfunktion, Wochenübersicht und individuelle Zielvorgaben.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.uvm.edu

https://doi.org/10.1002/oby.22382

Ernährungspyramide als App: Was ich esse

https://www.bzfe.de/inhalt/app-was-ich-esse-987.html

https://www.bzfe.de/_data/files/eif_2015_05_06_ernaehrungsprotokoll_als_app.pdf

BMI-Rechner: Bin ich übergewichtig?

https://www.bzfe.de/inhalt/bmi-rechner-5423.php

Heft „Genussvoll Kalorien sparen“
Bestell-Nr. 1637, Preis: 2,00 Euro

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Macht Gemüse happy?

Studie versucht Zusammenhänge nachzuweisen

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenEin hoher Verzehr von Obst und Gemüse unterstützt die körperliche Fitness und steigert offenbar auch das seelische Wohlbefinden. Das lassen die Resultate einer britischen Langzeitstudie der University of Leeds vermuten. Die Wissenschaftler begleiteten mehr als 45.000 Probanden ab einem Alter von 15 Jahren über einen Zeitraum von sieben Jahren.

Die Teilnehmenden machten regelmäßig Angaben zu ihren Essgewohnheiten. Zur Beurteilung der psychischen Verfassung füllten sie einen Standardtest aus, in dem sie ihre Gefühle und Sorgen auf einer Skala von 0 bis 3 einschätzen sollten. Verschiedene Einflussfaktoren auf die Psyche wie Alter, Bildung, Einkommen, Familienstand, Gesundheit und körperliche Aktivität wurden ebenfalls in die Auswertung einbezogen.

Je häufiger die Probanden Obst und Gemüse aßen und je größer die verzehrten Mengen pro Tag waren, desto höher war ihr Wohlbefinden und ihre allgemeine Lebenszufriedenheit. Dabei wirkten sich bereits geringe Veränderungen positiv auf die Seele aus: Schon eine zusätzliche Portion Obst und Gemüse täglich hatte einen ähnlich positiven Effekt wie ein Spaziergang an der frischen Luft an acht Tagen im Monat, ziehen die Wissenschaftler einen Vergleich.

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Allerdings ist zu bedenken, dass reine Beobachtungsstudien keine ursächlichen Beziehungen nachweisen können. Weitere Untersuchungen sollen folgen, um die Resultate zu untermauern und auch die Hintergründe zu erforschen. Vermutlich haben bestimmte Inhaltsstoffe der pflanzlichen Lebensmittel einen positiven Effekt auf die Seele, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal „Social Science and Medicine”. So könnten Antioxidantien und Abbauprodukte komplexer Kohlenhydrate auf das Gehirn einwirken und die Stimmung heben. Es wäre auch möglich, dass durch den hohen Obst- und Gemüseverzehr ungesunde Lebensmittel seltener verzehrt werden.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.leeds.ac.uk

https://doi.org/10.1016/j.socscimed.2018.12.017

https://www.bzfe.de/inhalt/mehr-gemuese-und-obst-6700.html

Heft „5 am Tag – Gesund mit Obst und Gemüse”,
Bestell-Nr. 1542, Preis: 1,25 Euro

Broschüre „Der Kopf isst mit – Zusammenspiel zwischen Essen und Psyche“,
Bestell-Nr. 3440, Preis: 6,00 Euro

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Schlaflosigkeit im Alter

Kann mediterrane Ernährung helfen

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWenn sich ältere Menschen mediterran ernähren, schlafen sie offenbar besser als Senioren mit einer weniger gesunden Kost. Das lässt eine Untersuchung der Harokopio Universität in Athen vermuten, an der über 1.600 Griechen im Alter von mindestens 65 Jahren beteiligt waren.

Die Mittelmeerkost ist traditionell durch einen hohen Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen gekennzeichnet. Olivenöl wird als Hauptquelle für Fett genutzt. Hinzu kommen in Maßen Milchprodukte, Fisch und Geflügel, aber nur wenig rotes Fleisch wie Rind und Schwein.

Mit Hilfe des sogenannten „MedDietScore“ schätzten die Wissenschaftler anhand einer Punkteskala ein, wie stark sich die Probanden an diese Form des Essens hielten. Zusätzlich machten die Teilnehmer in Fragebögen Angaben zu ihren Lebensgewohnheiten wie Qualität und Dauer des Schlafes.

Senioren, die sich überwiegend mediterran ernährten, schliefen nicht länger als ihre Altersgenossen, aber hatten eine bessere Schlafqualität. Sie fanden beispielsweise abends leichter in den Schlaf, schnarchten weniger und erwachten seltener aus Atemnot oder mit Kopfschmerzen. Morgens fühlten sie sich erholter und brauchten am Tag seltener ein Nickerchen zur Erholung. Zwischen Frauen und Männern gab es keine Unterschiede. Ab 75 Jahren ließ der positive Effekt der Mittelmeerkost nach. Möglicherweise wird der Schlaf mit zunehmendem Alter stärker von Medikamenten und Krankheiten wie Bluthochdruck beeinträchtigt.

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Allerdings geben die Wissenschaftler zu bedenken, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Mit diesem Studiendesign können keine ursächlichen Beziehungen nachgewiesen werden. Es wäre denkbar, dass weitere Faktoren für den guten Schlaf verantwortlich sind. Auf der anderen Seite könnte Schlafmangel dazu führen, dass Betroffene sich „ungesünder“ ernähren.

Viele ältere Menschen leiden unter Schlafschwierigkeiten. In Zukunft sollen die Zusammenhänge zwischen einer gesunden Ernährung und einem guten Schlaf näher erforscht werden, um die Lebensqualität im Alter zu erhöhen. Vermutlich sind antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften der Mittelmeerkost für die positive Wirkung verantwortlich, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „Geriatrics and Gerontology International“. Manche Nahrungsmittel wie Oliven, einige Fischarten und saisonale Früchte sind zudem gute Quellen für das Hormon Melatonin, das einen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus fördert.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/ggi.13521

https://www.bzfe.de/inhalt/ue60-das-beste-alter-32671.html

Heft „Herzgesund leben – cholesterinbewusst essen“
Bestell-Nr. 1301, Preis: 1,50 Euro

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Essbare Blüten

So kommt der Frühling auf den Teller

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWenn der Frühling erwacht, zeigt die Natur ihre Farben. Viele Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern bringen auch Abwechslung in die Alltagsküche. So werden Butterbrote zum bunten Hingucker, wenn sie mit Blüten von Löwenzahn, Gänseblümchen, Wiesenschaumkraut oder Gundermann belegt werden. Auch Salate, Suppen und Soßen lassen sich auf diese Weise dekorieren und mit wertvollen Mineralstoffen und Vitaminen bereichern.

Kapuzinerkresse hat einen würzig-pfeffrigen Geschmack, der in Quark und Frischkäse gut zur Geltung kommt. Für eine Blütenbutter werden Blüten und Blätter fein gehackt, mit geschmolzener Butter vermischt und in einer Form im Kühlschrank abgekühlt. Die Blütenknospen vom Löwenzahn sind gedünstet eine rosenkohlartige Delikatesse. Für „falsche Kapern“ gibt man die Köpfchen mit Essig, Estragon, Petersilie, Knoblauch und Zwiebelringen in ein verschließbares Glas. Nach acht bis zehn Wochen sind sie fertig.

Wer es süß mag, genießt ein Blütengelee zum Frühstück. Für den Brotaufstrich mischt man verschiedene Blüten, auch von Holunder, Stiefmütterchen und Veilchen. Sie werden mit Zitronenscheiben in Apfelsaft kurz aufgekocht und durch ein Sieb gegossen. Anschließend die Flüssigkeit mit Gelierzucker zu Gelee aufkochen und in saubere Schraubgläser füllen.

Eine edle Dekoration für Eis und Quarkspeisen sind kandierte Blüten von Veilchen, Rosen und Wiesensalbei. Dazu wird Eiweiß mit wenig Puderzucker halbsteif geschlagen. Die Blütenblätter mit einer Pinzette durch die Eischneemasse ziehen und die Blüten rundum mit Zucker bestreuen, auf Backpapier legen und im lauwarmen Backofen trocknen lassen. Alternativ können Sie die Blüten auch mit geschmolzener Schokolade überziehen. In Eiswürfel eingefrorene Blüten von Borretsch und Rosenblätter schmücken Bowle und Cocktails.

Am besten pflückt man die Blüten selbst – im eigenen Garten, am Waldrand und auf ungedüngten Wiesen. Sie dürfen nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sein, sodass Zierpflanzen aus dem Handel in der Regel nicht geeignet sind. Greifen Sie nur zu genießbaren Blüten, die Sie ohne Zweifel bestimmen können. Auch der Zeitpunkt der Ernte ist wichtig. Für die meisten Arten ist der Vormittag ideal, wenn sich die Blüten gerade erst geöffnet haben. In einer Schale mit kaltem Wasser bleiben sie für einige Stunden frisch.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

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Ernährungskompetenz von Anfang an

Infos, Tipps und Tools für Eltern, Ernährungsberater, Erzieher und Lehrer

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenDie perfekte werdende Mutter ist schlank und sportlich, trinkt keinen Alkohol und raucht nicht. Ist das Baby auf der Welt, stillt sie mit Hingabe und kocht später den Babybrei mit frischem Gemüse. Nach und nach gewöhnt sie das Kleinkind an ausgewogene Mahlzeiten am Familientisch – natürlich unterstützt durch Vater, Geschwister, Oma und Opa. Und kommt das Kind in die Kita und in die Schule, genießt es dort leckeres Essen nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

So wäre es ideal, denn das Fundament für ein gutes Essverhalten und lebenslange Gesundheit wird sehr früh gelegt. Trotzdem läuft in der Realität nicht immer alles nach Plan, selbst bei den besten Vorsätzen. Das ist völlig normal und auch kein Problem, solange die grobe Richtung stimmt. Und bei der Richtung helfen das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und andere Organisationen.

Denn besonders beim ersten Kind sind Eltern oft unsicher und dankbar für jegliche Hilfe. Brauche ich in der Schwangerschaft Nahrungsergänzungsmittel? Was tun, wenn es mit dem Stillen nicht klappt? Darf ich mein Kind vegan ernähren? Antworten auf solche und weitere wichtige Fragen sowie praktische Tipps für den Alltag gibt das zum BZfE gehörende Netzwerk „Gesund ins Leben“ im Internet, in kostenlosen Printmaterialien oder über die App „Baby & Essen“.

Für Fachleute wie Hebammen, Kinderärzte und Ernährungsberater gibt es Fortbildungsangebote und Handlungsempfehlungen zur Ernährung und Bewegung für Schwangerschaft, Stillzeit und Kleinkindphase. Danach sind Erzieher und Lehrer gefragt. Sie können sich mit passenden Materialien Unterstützung in Sachen Ernährungsbildung holen. Und Best-Practice-Beispiele zeigen Kitas und Schulen wie sich eine ausgewogene und schmackhafte Mittagsverpflegung umsetzen lässt.

So lassen sich die Weichen von Anfang an richtig stellen und Kinder erhalten so von allen Seiten die besten Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung.

Gabriela Freitag-Ziegler, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bzfe.de/inhalt/ernaehrungskompetenz-foerdern-1013.html

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Diabetes mellitus Typ 2

Vorsorge ist besser als Krankheit

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenEtwa jeder zehnte Deutsche ist von Diabetes mellitus Typ 2 betroffen. Leitsymptom dieser Stoffwechselkrankheit ist eine erhöhte Blutglucosekonzentration. Ab etwa 180 mg/dl passiert die Glucose die Nierenschwelle und ist im Urin nachweisbar.

Bei der Entstehung des Diabetes mellitus Typ 2 spielen Übergewicht und Adipositas sowie mangelnde Bewegung eine wichtige Rolle. Auch Nikotin, Schlafmangel und bestimmte Medikamente können diese Form des Diabetes begünstigen. Ein gesunder Lebensstil ist ausschlaggebend für den Verlauf der Krankheit.

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen daher: Essen Sie mehr Gemüse, Salat und Rohkost. Diese liefern wenig Energie und helfen so, das Gewicht zu halten oder abzunehmen.

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Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und versorgen den Körper mit gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffen. Außerdem enthalten sie kaum Zucker und gleichzeitig viele Ballaststoffe – dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Beratungsmaterial „Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus – Beratung bei nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ 2“, Ringordner, Bestell-Nr. 1631, 79,00 Euro

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Herausforderung Diabetes mellitus Typ 2

BZfE-Leitfaden für die Ernährungsberatung

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenIn Deutschland gibt es ca. 8,5 Millionen Menschen, die an Diabetes mellitus erkrankt sind, 95 Prozent davon am nicht-insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ 2. Etwa 6 Millionen Menschen sind in Behandlung. Die Krankheit verursacht anfangs kaum Beschwerden, daher geht man von einer großen Dunkelziffer aus.

Eine Veränderung des Lebensstils durch eine gesundheitsfördernde Ernährung und mehr körperliche Aktivität kann das Risiko für Komplikationen infolge von Folgekrankheiten erheblich verringern und die Lebenserwartung erhöhen.

Für die Ernährungsberatung von Typ 2-Diabetikern hat das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ein Modul für die Therapie erarbeitet. Ein Beraterleitfaden führt Schritt für Schritt durch acht mögliche Beratungstermine – angefangen von der Anamnese bis zum Schlussgespräch. Dabei können einzelne Einheiten individuell an die Wünsche, Interessen und Ziele der Patienten zugeschnitten werden. Eine Begleitbroschüre informiert über das Krankheitsbild Diabetes mellitus Typ 2 sowie aktuelle Ernährungsempfehlungen und alternative Kostformen. Die wichtigsten Informationen gibt es zusammengefasst für die Patienten zum Nachlesen.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.bzfe.de/ernaehrungstherapie-bei-diabetes-mellitus-typ-2.html

Beratungsmaterial „Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus –
Beratung bei nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ 2“
Ringordner, Bestell-Nr. 1631, 79,00 Euro

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Chronische Krankheiten

Ballaststoffreiche Ernährung beugt vor

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWer reichlich Ballaststoffe und Vollkornprodukte mit der Nahrung aufnimmt, kann chronischen Krankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2, Schlaganfall und Herzinfarkt entgegenwirken. Zu diesem Resultat kommt eine große Übersichts-Studie aus Neuseeland. Die Wissenschaftler der University of Otago hatten 185 Beobachtungsstudien und die Ergebnisse von 58 klinischen Untersuchungen mit über 4.600 Teilnehmern ausgewertet. Die zu Beginn gesunden Probanden machten detaillierte Angaben zu ihren Ernährungsgewohnheiten und wurden für den Studienzeitraum medizinisch begleitet. In den klinischen Untersuchungen analysierten die Wissenschaftler, wie sich eine ballaststoffreiche Ernährung auf verschiedene Parameter wie Blutdruck, Blutzucker und Blutfette auswirkt.

Ein hoher Ballaststoffverzehr (mindestens 25 bis 29 g täglich) verringerte die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Leiden im Vergleich zu einem geringen Verzehr (weniger als 15 g täglich) um 15 bis 30 Prozent. Das Auftreten von Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes mellitus Typ 2 und Darmkrebs war um 16 bis 24 Prozent reduziert.

Eine weitere Auswertung der klinischen Studien zeigte, dass sich durch eine ballaststoffreiche Kost Körpergewicht, Cholesterin- und Blutdruckwerte senken lassen. Für manche Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 und Darmkrebs konnten die positiven Effekte durch einen höheren Ballaststoffverzehr als 30 g täglich noch gesteigert werden. Generell gaben die Autoren allerdings zu bedenken, dass Beobachtungsstudien keine ursächlichen Beziehungen nachweisen können. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann mit einer insgesamt gesünderen Lebensweise verbunden sein. Daher sind noch weitere Untersuchungen notwendig, um die Hintergründe besser zu verstehen.

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Laut Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten Erwachsene mindestens 30 g Ballaststoffe pro Tag verzehren. Vielen Menschen fällt es schwer, diesen Richtwert zu erreichen. „Mit viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten lässt sich der Ballaststoffverzehr ganz einfach steigern“, erklärt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). „Greifen Sie bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln und Reis öfter mal zur Vollkornvariante“, so Seitz. „Der etwas herbere Geschmack von zum Beispiel Vollkornpasta ist nur zu Beginn etwas ungewohnt.“ Ballaststoffe haben auch andere positive Wirkungen auf die Gesundheit. Sie erhöhen zum Beispiel das Sättigungsgefühl und helfen dadurch bei der Gewichtskontrolle. Zudem fördern sie eine gesunde Darmflora.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(18)31809-9

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0140673618318099?via%3Dihub

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Vitamin B12 in der Ernährung

Neuer Referenzwert festgelegt

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenDie Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat den Referenzwert für die Zufuhr von Vitamin B12 aktualisiert. Die Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Daten und sind altersabhängig. Im Verlauf der Kindheit erhöhen sie sich von 0,5 Mikrogramm für Säuglinge auf 4,0 Mikrogramm pro Tag für Jugendliche und Erwachsene. Schwangere (4,5 µg) und Stillende (5,5 µg) haben einen erhöhten Tagesbedarf. Die Referenzwerte werden von den Gesellschaften für Ernährung in Deutschland (DGE), Österreich (ÖGE) und der Schweiz (SGE) gemeinsam herausgegeben.

Vitamin B12 ist ein Sammelbegriff für verschiedene Verbindungen mit der gleichen biologischen Wirkung und demselben chemischen Grundgerüst mit einem Kobalt-Ion im Zentrum. Daher wird Vitamin B12 auch als Cobalamin bezeichnet. Das Vitamin ist lebensnotwendig und unter anderem an der Zellteilung und Blutbildung beteiligt. Bei einem dauerhaften Mangel kann es zu Blutarmut, neurologischen Störungen und psychischen Auffälligkeiten wie Gedächtnisschwäche kommen.

Für die Aufnahme von Vitamin B12 aus der Nahrung in die Darmzellen ist die Bindung an ein Glykoprotein notwendig, das in den Magenzellen gebildet wird. Daher können auch Magenerkrankungen wie eine chronische Gastritis zu einem Vitamin B12-Mangel führen. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen verringern die Aufnahme von Vitamin B12 in den Körper.

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Vitamin B12 wird ausschließlich von Mikroorganismen hergestellt und gelangt über die Nahrungskette in den tierischen und menschlichen Organismus. Gute Lieferanten sind Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte, Eier, Milch und Milchprodukte. Der Schätzwert für Erwachsene von 4,0 Mikrogramm pro Tag lässt sich zum Beispiel mit einem kleinen Glas Milch, einem Becher Joghurt, einem Ei und 60 g Camembert erreichen. Lebensmittel pflanzlicher Herkunft wie Sauerkraut, Meeresalgen wie Nori und Shiitake-Pilze können Spuren von Vitamin B12 enthalten. Allerdings liegt das Vitamin häufig nicht in einer für den Menschen verfügbaren Form vor. Daher empfiehlt die DGE Veganern, dauerhaft ein Vitamin B12-Präparat einzunehmen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin B12:
www.dge.de/index.php?id=1023

Handlungsempfehlungen zu vegetarischer und veganer Ernährung in der Schwangerschaft:
https://www.gesund-ins-leben.de/vegane-ernaehrung-in-der-schwangerschaft-29550.html
https://www.bzfe.de/was-im-essen-steckt-vitamine-und-mineralstoffe.html

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Übergewicht bei Kleinkindern

Ist Stress der Mutter im ersten Lebensjahr ein Faktor?

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenKleinkinder leiden offenbar häufiger an Übergewicht, wenn ihre Mütter das erste Lebensjahr als sehr stressig empfunden haben. Vor allem Mädchen sind betroffen, lassen die Ergebnisse einer Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) vermuten.

Für die Untersuchung wurden Daten von knapp 500 Müttern mit ihren Kindern ausgewertet. Die Wissenschaftler bestimmten jährlich den Körpermassenindex (BMI) der Jungen und Mädchen. Der BMI gibt das Verhältnis des Gewichts (in kg) zur Körpergröße (in Meter zum Quadrat) an. Bei Kindern und Jugendlichen verändert sich der normale Körperfettanteil ständig, je nach Alter und Geschlecht. Anhand von Normwertkurven lässt sich ablesen, wie das Gewicht einzuordnen ist. Zudem berichteten die Mütter in Fragebögen von ihrem Gefühlsleben. Dazu zählten Sorgen und Ängste, Anspannung, allgemeine Zufriedenheit und Umgang mit täglichen Anforderungen. Mit Hilfe dieser Daten wurde der subjektiv empfundene Stress in der Schwangerschaft und in den ersten zwei Lebensjahren eingeschätzt.

Nach den Studienergebnissen gibt es einen Zusammenhang zwischen dem empfundenen Stress der Mutter und der Gewichtsentwicklung ihres Kindes im Alter von ein bis fünf Jahren. Mütter, die im ersten Lebensjahr überlastet waren, hatten häufiger übergewichtige Kinder als entspanntere Frauen.

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Interessanterweise waren Mädchen besonders „anfällig“ für den mütterlichen Stress. Das könnte daran liegen, dass sie eher mit Heißhungerattacken auf negative Stimmungen reagieren. Jungen nehmen die Belastung der Mütter möglicherweise weniger intensiv wahr oder können sie besser kompensieren. Der Stress in der Schwangerschaft und im zweiten Lebensjahr hatte keinen Einfluss auf das Gewicht des Nachwuchses.

Das erste Lebensjahr scheint eine sensible Phase für die Gewichtsentwicklung des Kindes zu sein, betonen die Wissenschaftler im Fachjournal „BMC Public Health“. Daher ist es wichtig, Mütter vor allem in den ersten Monaten nach der Geburt im Alltag zu unterstützen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.ufz.de

www.bihealth.org

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30376822

https://www.bzfe.de/inhalt/wenn-kinder-kein-gemuese-moegen-30462.html

https://www.bzfe.de/inhalt/17-aid-forum-leichter-aktiver-gesuender-1015.html

Heft „Das beste Essen für Kleinkinder – Empfehlungen
für die Ernährung von 1- bis 3-Jährigen“
Bestell-Nr. 1566, Preis: 2,50 Euro

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