Schlagwort-Archive: BZfE

Schlecht gelaunt mit leerem Magen

Weckt Hunger die Diva in uns?

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWerden wir zur Diva, wenn wir hungrig sind? Das jedenfalls vermittelt ein bekannter Werbespot. Ein Biss in den Schokoriegel soll den emotionalen Frieden wiederherstellen. Aber so einfach ist das leider nicht. Hunger allein führt nicht automatisch zu einer gereizten Stimmung, hat eine aktuelle Studie aus den USA gezeigt. Es ist vielmehr ein Zusammenspiel zwischen Biologie, Persönlichkeit und bestimmten Umwelteinflüssen, das einem Hungrigen auch die Laune verderben kann.

Die Wissenschaftler der Universität von North Carolina führten zwei Online-Experimente mit mehr als 400 Teilnehmern durch. Zunächst machten die Probanden Angaben, wie hungrig sie sich fühlten. Anschließend wurde ihnen ein Bild gezeigt, das positive, negative oder neutrale Gefühle auslösen sollte.

Danach hatten die Versuchspersonen die Aufgabe, ein Piktogramm anhand einer 7-stufigen Skala von angenehm bis unangenehm einzuordnen. Das Ergebnis: Hungrige Menschen, die zuvor ein eindeutig negatives Bild gesehen hatten, bewerteten im Anschluss das Piktogramm im Vergleich zur „gesättigten“ Gruppe eher negativ. Bei einem neutralen oder positiven Bild gab es keine Unterschiede. Offenbar liefert erst das negative Bild den Kontext für die negative Bewertung, kommentieren die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Emotion“. Das bedeutet im realen Leben: Es kommt auch auf die jeweilige Situation und das Umfeld an, ob uns der Hunger auf die Palme bringt.

 Psychische Probleme – Ansatz der Bioresonanz

Ein weiterer Faktor ist das Bewusstsein über die eigenen Gefühle, wie ein weiteres Experiment mit mehr als 200 Teilnehmern vermuten lässt. Vor dem Versuch sollte sich ein Teil der Probanden in einer Schreibübung mit seinen Emotionen beschäftigen. Anschließend erwartete die gesamte Gruppe ein inszeniertes, negatives Erlebnis. Hungrige Personen reagierten in der belastenden Situation gestresster und wurden häufiger von ihren negativen Emotionen überwältigt, wenn sie sich vor dem Experiment nicht mit ihrem gegenwärtigen Gefühlszustand auseinandergesetzt hatten. Eine erhöhte Achtsamkeit führte dazu, dass Menschen trotz Hunger gelassener reagieren konnten. Weitere Studien sollen folgen, um von Hunger ausgelöste emotionale Zustände noch besser verstehen zu können. Vermutlich gibt es neben dem Kontext und dem „Selbstbewusstsein“ noch weitere Faktoren, die uns bei leerem Magen zur Diva werden lassen – oder auch nicht.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://dx.doi.org/10.1037/emo0000422

https://www.youtube.com/watch?v=DFgnzqVXA0c

Broschüre „Der Kopf isst mit – Zusammenspiel zwischen Essen und Psyche“
Bestell-Nr. 3440, Preis: 6,00 Euro

www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

 

Sauer und scharf stimulieren das Immunsystem

Antibakterielle Wirkung beginnt im Mund

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenUnser Speichel spielt bekanntlich eine elementare Rolle bei der Nahrungsaufnahme. Er ist zudem die erste Sperranlage gegen eindringende Krankheitserreger von außen. Daher sind im Speichel verschiedene, antimikrobiell wirkende Stoffe enthalten. Die Zusammensetzung des Speichels wird beeinflusst durch Alter, Gesundheitszustand aber auch dadurch, was jemand isst und trinkt.

Über die Effekte einzelner Lebensmittelinhaltsstoffe ist jedoch noch wenig bekannt. Nun hat ein Wissenschaftlerteam des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (TUM) in einer Humanstudie herausgefunden, dass Zitronensäure und scharf schmeckendes 6-Gingerol aus Ingwer die molekularen Abwehrkräfte im menschlichen Speichel stimulieren. Untersucht wurde der Einfluss auf die Speichelzusammensetzung von:

  • Zitronensäure (sauer),
  • Aspartam (süß),
  • Iso-alpha-Säuren (bitter),
  • Natriumglutamat (umami),
  • Kochsalz (salzig),
  • 6-Gingerol (scharf) sowie
  • die im Szechuanpfeffer enthaltenen Substanzen Hydroxy-alpha-Sanshool (kribbelnd) und Hydroxy-beta-Sanshool (betäubend)

Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass alle untersuchten Substanzen die Proteinzusammensetzung des Speichels in mehr oder weniger großem Umfang „modulieren“. Die durch Zitronensäure ausgelösten Veränderungen ließen den Lysozym-Spiegel im Speichel um das bis zu Zehnfache ansteigen. Lysozym ist ein Enzym, das die Zellwände von Bakterien zerstört. 6-Gingerol steigerte die Aktivität eines Enzyms, wodurch sich die Menge des antimikrobiell und fungizid wirkenden Hypothiocyanats im Speichel in etwa verdreifachte.

 Vom Schmerz zur Heilung

„Unsere Erkenntnisse zeigen, dass geschmacksgebende Stoffe bereits im Mundraum biologische Wirkungen besitzen, die weit über ihre bekannten sensorischen Eigenschaften hinausgehen“, so Professor Thomas Hofmann von der TUM. Diese Erkenntnisse könnten doch dazu geeignet sein, das eigene Rezept-Repertoire zu erweitern – etwa durch Gerichte der chinesischen Küche, in der sowohl Zitronen als auch Ingwer eine große Rolle spielen.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:
https://www.tum.de/nc/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/detail/article/34714/

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Was bedeuten die 10 Regeln der DGE?

Hintergrundinfos und in Leichter Sprache

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenVollwertig essen und trinken hält gesund, fördert Leistung und Wohlbefinden. Wie sich das umsetzen lässt, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in 10 Regeln formuliert. Sie lauten beispielsweise: Lebensmittelvielfalt genießen, Gemüse und Obst – nimm „5 am Tag“, Vollkorn wählen oder Gesundheitsfördernde Fette nutzen. Doch welche Empfehlungen verbergen sich hinter diesen Regeln genau? Die DGE hat die 10 Regeln nun in einer ausführlicheren Version ansprechend gestaltet auf ihrer Internetseite veröffentlicht.

Die ausführlichere Version enthält Hintergrundinformationen zu den empfohlenen Lebensmittelmengen und wie sie erreicht werden können. Sie ergänzen die aktualisierten 10 Regeln, die überwiegend auf die Lebensmittelqualität fokussierten und kurze alltagstaugliche Tipps für Verbraucher formulierten. Auch präventive Aspekte werden ausführlicher dargestellt und durch Tipps zur Nachhaltigkeit, praktische Tipps sowie weiterführende Links zu DGE- und externen Inhalten ergänzt.

Zum ersten Mal veröffentlicht die DGE die 10 Regeln auch in Leichter Sprache. Gemeinsam mit Special Olympics Deutschland, der vom Internationalen Olympischen Komitee offiziell anerkannten Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, will die DGE Menschen mit geistiger Behinderung stärker an der eigenen Gesundheitsfürsorge beteiligen. Dadurch können sie selbstbestimmter leben und sich gesundheitsfördernd ernähren und bewegen.

Sie finden die 10 Regeln unter:
https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/?

Und die 10 Regeln in Leichter Sprache hier:
https://www.dge.de/uploads/media/LS-10-Regeln-der-Ernaehrung.pdf

www.bzfe.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Nahrungsergänzungsmittel belastet

Von Borretsch- bis Wasserdost-Präparaten

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenBestimmte Pflanzen wie Borretsch und Wasserdost haben eine besondere Strategie entwickelt, um sich gegen Fressfeinde zu wehren. Sie bilden sogenannte Pyrrolizidinalkaloide, die Insekten den Appetit verderben, jedoch auch für den Menschen nicht gesund sind. Nahrungsergänzungsmittel, die aus solchen Pflanzen hergestellt werden, können mit diesen Schadstoffen belastet sein.

Daher rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) von dem Verzehr dieser Produkte ab.

Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind sekundäre Pflanzenstoffe, die im menschlichen Körper die Leber schädigen können und im Tierversuch erbgutverändernd und krebsauslösend wirken. Sie gelangen unter Umständen über PA-bildende Wildkräuter auf den Anbauflächen von Nutzpflanzen in die Lebensmittelkette. Betroffen sind unter anderem Kräutertee, Rooibostee, Schwarzer und Grüner Tee sowie Honig. Wer die Vielfalt der Lebensmittel nutzt und abwechslungsreich isst, kann das gesundheitliche Risiko aber deutlich verringern. So sollten Kinder zum Beispiel nicht nur Kräutertee, sondern auch andere Getränke wie Wasser und Saftschorlen trinken.

 Naehrstoffe_Spirulina

Besonders hoch belastet sind Nahrungsergänzungsmittel, die aus PA-bildenden Pflanzen hergestellt werden. In Einzelfällen kann der Gehalt so hoch sein, dass bereits nach kurzfristigem Verzehr toxische Wirkungen möglich sind. Auch geringe Mengen führen, insbesondere bei regelmäßigem Verzehr, zu einem erhöhten gesundheitlichen Risiko. Das hat eine aktuelle Analyse von 191 Nahrungsergänzungsmitteln der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt. Mehr als die Hälfte war mit den Schadstoffen belastet, wobei die Gehalte unterschiedlich hoch waren. Der maximal gemessene Wert wurde bei einer Kapsel mit Wasserdost festgestellt. Wasserdost gehört zu den Korbblütlern und ist eine Pflanze, die PA bildet. Weitere Beispiele für PA-Bildner in Nahrungsergänzungsmitteln sind Huflattich, Beinwell, Borretsch, Lungenkraut, Steinsamen und Pestwurz. Auch Johanniskrauthaltige Präparate wurden bemängelt, was vermutlich auf Verunreinigungen mit PA-bildenden Wildkräutern zurückzuführen war. Johanniskraut selbt ist nicht als PA-bildende Pflanze bekannt. In ölbasierten Extrakten von PA-bildenden Pflanzen waren die Schadstoffe nicht nachweisbar.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.bfr.bund.de

Fragen und Antworten zu Pyrrolizidinalkaloiden in Lebensmitteln des BfR:
http://www.bfr.bund.de/pyrrolizidinalkaloiden_in_lebensmitteln

https://www.bzfe.de/inhalt/nahrungsergaenzung-31791.html

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Kalte Limonade oder warmer Tee

Was erfrischt in der Sommerhitze?

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenAn heißen Sommertagen ist die Lust auf eiskalte Getränke besonders groß. Eine Limonade mit Eiswürfeln soll für Abkühlung sorgen. Allerdings erfrischt der kühle Drink nur für den ersten Augenblick. Dann produziert der Körper zusätzlich Wärme, um den Temperatursturz auszugleichen.

Auch ein heißer Kaffee ist bei sommerlichen Temperaturen keine gute Idee. Da der Körper die Wärme abgeben möchte, erweitern sich die Gefäße, und wir schwitzen noch mehr. Ideal sind lauwarme Getränke, da sie der Körpertemperatur am ehesten entsprechen und den Kreislauf schonen. Nicht ohne Grund wird in arabischen und nordafrikanischen Ländern gerne ein warmer Pfefferminztee getrunken.

Viel wichtiger als die Trinktemperatur ist allerdings die Trinkmenge. Mehr als die Hälfte des menschlichen Körpers besteht aus Wasser. Er braucht Flüssigkeit, um zu funktionieren. Daher sollte ein Erwachsener am Tag im Durchschnitt mindestens 1,5 Liter trinken. Bei hohen Temperaturen ist der Bedarf deutlich höher, da wir schwitzen und auch über den Schweiß Flüssigkeit verlieren. Dieser Verlust muss ausgeglichen werden. „Nehmen Sie auch unterwegs, auf Autofahrten und Spaziergängen immer eine Flasche Wasser mit“, rät Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Mit einem Spritzer Zitronensaft, wenigen Blättern frischer Minze oder ein paar Gurkenscheiben kommt etwas Geschmack in das Leitungs- oder Mineralwasser. Gute Durstlöscher sind auch ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees oder Saftschorlen im Verhältnis von einem Teil Fruchtsaft und drei Teilen Wasser.

 Naehrstoffe_Spirulina

Bereits zwei Prozent Flüssigkeitsverlust bezogen auf das Körpergewicht verringern die geistige Leistungsfähigkeit, was sich vor allem am Arbeitsplatz bemerkbar macht. „Wer eine Flasche Wasser oder eine Karaffe auf den Schreibtisch stellt, kann das Trinken gar nicht mehr vergessen“, meint Seitz. „Auch zu jeder Mahlzeit gehört ein Getränk – nicht nur im Sommer.“ Der ideale Snack für zwischendurch ist wasserhaltiges Obst und Gemüse, da der Körper auch über die Nahrung Flüssigkeit aufnimmt. Dazu gehören zum Beispiel Melone, Gurke und Beerenfrüchte.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bzfe.de/inhalt/wasser-651.html

Broschüre „Wasser – Trinkwasser, Natürliches Mineralwasser, Quell- und Tafelwasser“
Bestell-Nr. 1598, Preis: 4,00 Euro

www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Fruktosezufuhr und Insulinempfindlichkeit

Einfluss von Menge und Herkunft?

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenFruktose wird eine Rolle bei der Entstehung von Adipositas, Diabetes und anderen Stoffwechselerkrankungen zugeschrieben. Die Bedeutung der Menge und Quelle der verzehrten Fruktose – zum Beispiel ob aus Früchten oder mit Fruktose gesüßten Getränken – für die Insulinempfindlichkeit ist unklar.

So berichtete Dr. Katharina Weber vom Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ) auf dem Diabetes-Kongress in Berlin über die Ergebnisse einer Studie, die untersuchte, ob sich die übliche Zufuhr freier Fruktose auf die Insulinempfindlichkeit und den Fettleberindex von Menschen mit und ohne Typ-2-Diabetes auswirkt. Der Fettleberindex wurde aus Body-Mass-Index, Taillenumfang, Serumblutfetten und einem Leberwert (Gamma-GT) berechnet.

In der Querschnittstudie lieferte freie Fruktose 3,5 Prozent der täglichen Gesamtenergiezufuhr. Eine Verdopplung der Zufuhr freier Fruktose aus Getränken setzte in der Studie die Insulinempfindlichkeit deutlich herab und förderte eine Fettleber unabhängig davon, ob ein Diabetes vorlag oder nicht. Das Risiko für eine Fettleber stieg bei Diabetikern-Typ 2 um 20 Prozent. Hingegen hatte die Verdopplung der freien Fruktose aus Früchten keine nachteilige Wirkung auf den Glukosestoffwechsel. Im Gegenteil, sie schützte die Leber vor einer Verfettung.

 Diabetes mellitus, erhöhter Blutzucker – was ist mit Bioresonanz möglich

Dass die Fruktoseaufnahme aus Früchten keine nachteiligen Stoffwechseleffekte hatte, könnte möglicherweise auf Antioxidantien und Ballaststoffe in den Früchten zurückzuführen sein.

Dr. Lioba Hofmann, www.bzfe.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Pro und Contra Intervallfasten

Wenn, dann nur langfristig

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenIntervallfasten, das heißt der Wechsel zwischen Essen nach Wahl und Fastenperioden, ist zurzeit sehr beliebt. Drei Trends sind besonders populär: Das 5:2-Fasten mit fünf Essenstagen und zwei Fastentagen pro Woche; das alternierende Fasten mit Fasten- und Essenstagen im Wechsel sowie das Fasten in einem Zeitfenster von 16 bis 20 Stunden innerhalb eines Tages. („meal skipping“).

Das Ausmaß der Kalorieneinsparung geht von 75 Prozent bis hin zum totalen Fasten. Ziel ist nicht nur der Abbau von Übergewicht und damit assoziierten Erkrankungen wie Diabetes Typ 2 oder Bluthochdruck, sondern auch das leichtere Durchhalten einer Diät im Vergleich zu herkömmlichen, kontinuierlichen Gewichtsreduktionsmaßnahmen.

Allerdings existieren wenig valide Humanstudien zum Vergleich von Intervallfasten und kontinuierlicher Gewichtsreduktion. Bisherige Daten zum 5:2-Fasten oder alternierendem Fasten belegen keinen stärkeren Gewichtsverlust oder Vorteile für den Stoffwechsel im Vergleich zur kontinuierlichen Gewichtsreduktion, erläuterte Professorin Anja Bosy-Westphal, Universität Kiel, auf dem Diabetes-Kongress 2018 in Berlin. Auch ist es nicht leichter durchzuhalten als eine kontinuierliche Maßnahme. Intervallfasten hat vermutlich keine Auswirkungen auf den Muskelmasseverlust und die metabolische Anpassung bei Gewichtsabnahme. Das Risiko einer neuerlichen Gewichtszunahme (Jo-Jo-Effekt) ist vergleichbar mit der bei der kontinuierlichen Gewichtsreduktion.

 Wegweiser Abnehmen

Beim Fasten stellt sich allerdings der Stoffwechsel um, es werden vermehrt Fettsäuren freigesetzt, was sich beim Fastenbrechen ungünstig auswirkt. Nach einem Tag Fasten steigen kurzfristig Gesamtcholesterin, Leberfett und Insulinresistenz an, die Stoffwechselflexibilität nimmt ab. Bei einer Gewichtsabnahme wird dieser Effekt jedoch langfristig kompensiert. Fasten sollte also immer mit einer Gewichtsabnahme einhergehen.

Dr. Lioba Hofmann, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.bzfe.de/_data/files/online_spezial_7_2017_intervallfasten.pdf

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Low-Carb

Für Diabetiker geeignet

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenViele Menschen mit einer Diabetesvorstufe oder einem bereits bestehenden Diabetes Typ 2 haben Übergewicht. Sie können ihre Stoffwechseleinstellung durch eine Gewichtsabnahme häufig deutlich verbessern. Lange Zeit galt eine fettreduzierte Ernährungsweise als der bevorzugte Weg, auch für normalgewichtige Typ-2-Diabetiker. „Low Fat“ bedeutet weniger als 30 Prozent Fett, davon unter 10 Prozent gesättigte Fettsäuren in der täglichen Zusammensetzung der Hauptnährstoffe.

Inzwischen sehen viele Ernährungsexperten in einer kohlenhydratarmen Ernährungsform Vorteile. Was eine Low-Carb-Ernährung überhaupt ist, erklärte Professorin Annette Buyken, Universität Paderborn auf dem Diabetes-Kongress 2018 in Berlin. „Low-Carb“ beinhaltet weniger als 26 Prozent (maximal 130 g) Kohlenhydrate pro Tag. Zum Vergleich: Die DGE empfiehlt über 50 Prozent Kohlenhydrate in der Kost. Eine moderate Low-Carb-Ernährungsweise fängt bei 45 Prozent Kohlenhydraten an, während eine „Very-Low-Carb-Ernährung“ unter 10 Prozent (50 g) Kohlenhydrate pro Tag vorsieht.

Vor allem kurzfristig ist unter einer Low-Carb-Kostform eine stärkere Gewichtsreduktion möglich als unter Low Fat, der Blutzuckerstoffwechsel verbessert sich. Menschen mit Typ-2-Diabetes oder mit erhöhtem Nüchternblutzucker profitieren davon. Low-Carb verbessert auch die Körperfettzusammensetzung und reduziert das metabolisch ungünstige Fett zum Beispiel in der Leber.

 Diabetes mellitus, erhöhter Blutzucker – was ist mit Bioresonanz möglich

Entscheidend ist die praktische Umsetzung, die Lebensmittelauswahl, die letztendlich die Nährstoffdichte bestimmt. Gut geeignet ist eine mediterran orientierte und pflanzenbetonte Auswahl. Mehr Vollkorn, Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse lassen die Menge an Mikronährstoffen und Ballaststoffen in der Kost ansteigen. Nüsse verbessern die Fettsäurenzusammensetzung der Kost. Eine Low-Carb-Ernährungsweise ist so auch langfristig umsetzbar.

Dr. Lioba Hofmann, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

„Mahlzeiten gestalten – Beratung mit der Tellerebene“, Bestell-Nr. 3416, Preis: 4,00 Euro
“Genussvoll Kalorien sparen”, Bestell-Nr. 1637, Preis: 2,00 Euro
www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Das beste Essen für Kinder

Empfehlungen für die Ernährung von Kindern

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenMein Sohn isst kein Gemüse. Was soll ich tun? Ist mein Kind zu dick? Das vom Bundeszentrum für Ernährung neu aufgelegte Heft „Das beste Essen für Kinder“ beantwortet viele Fragen rund um die Ernährung von Kindern und gibt Anregungen für einen bewegten und entspannten Alltag. Die Zauberformel lautet: Spaß und Teilhabe! Neben praktischen Tipps und verständlichen Hintergrundinformationen über Kinderernährung erfahren Eltern, wie sie ihr Kind unterstützen können, ein Profi zu werden und selbst Verantwortung zu übernehmen, auch fürs Einkaufen, Vor- und Zubereiten. Nicht nur die richtigen Nährstoffe, sondern auch Bewegung und Entspannung tragen zum Wohlfühlen bei. Praktische Anregungen zeigen, wie das im Familienalltag aussehen kann. Auch wer sich weitergehend informieren oder beraten lassen möchte, wird fündig.

Weitere Informationen:

Heft „Das beste Essen für Kinder“

A5, 52 Seiten, 4. Auflage 2018, Bestell-Nr. 1447, ISBN 978-3-8308-1314-9, Preis:2,50 Euro (ab 20 Stück 30 % Mengennachlass), zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 Euro gegen Rechnung

E-Mail: bestellung@ble-medienservice.de, Internet: www.ble-medienservice.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Herzgesund leben – cholesterinbewusst essen

Das Bundeszentrum für Ernährung informiert

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenHat Ihr Arzt bei Ihnen einen erhöhten Cholesterin- und/oder Blutfettspiegel festgestellt? Wissen Sie, was die Werte genau bedeuten und wie sie sich auf Ihr Herz auswirken? Das Heft „Herzgesund leben – cholesterinbewusst essen“ vom Bundeszentrum für Ernährung liefert Antworten auf die Fragen.

So erfahren Sie mit dem Risiko-Check, ob Ihr Herz durch die Cholesterinwerte oder andere Faktoren gefährdet ist. Ausführlich und praxisnah erhalten Sie leicht umsetzbare Informationen und Tipps, wie Sie Ihren Lebensstil verändern können, damit aus dem Risiko keine Krankheit wird.

www.bzfe.de

Heft “Herzgesund leben – cholesterinbewusst essen“ – 32 Seiten, 6. Auflage 2018
Bestell-Nr.: 1301, ISBN/EAN: 978-3-8308-1302-6
Preis: 1,50 Euro (ab 20 Stück 30 % Mengennachlass)
zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 Euro gegen Rechnung

E-Mail: bestellung@ble-medienservice.de
Internet: www.ble-medienservice.de

Artikel auf Facebook teilen

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

 Bluthochdruck Gefahr muss nicht sein