Schlagwort-Archive: Ernährung

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Ernährungswandel zum Thema machen

Interviews zur Planetary Health Diet auf Youtube

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) arbeitet derzeit an Lebensmittelempfehlungen, die auch Aspekte der Nachhaltigkeit mit einbeziehen. Professor Dr. Bernhard Watzl erläutert das näher in einem Interview anlässlich der Nachhaltigkeitskonferenz des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Ende 2019 in Berlin.

Watzl arbeitet als Wissenschaftler am Max-Rubner-Institut und ist Leiter der DGE Arbeitsgruppe lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen. Der Bericht zur Planetary Health Diet ist eine wichtige Unterstützung für das, was wir national erarbeiten, so Watzl. Das Thema Nachhaltigkeit wird nun viel breiter wahrgenommen. Wichtig sei, dass die DGE mit anderen Fachgesellschaften in diesem Bereich zusammenarbeite. Denn es brauche gesellschaftliche Veränderungen in der Breite, ein Verständnis, Motivation aber auch Rahmenbedingungen, die ermöglichen, dass Nachhaltigkeit im Alltag umsetzbar sei.

Das Interview ist zu hören auf Youtube unter: https://www.youtube.com/watch?v=Mk5ctcYtZjc&feature=youtu.be

Dort gibt es ein weiteres Interview mit Brent Loken von der EAT-Lancet-Kommission zur Planetry Health Diet: https://youtu.be/rWFi79fe5yE

Dr. Gesa Maschkowski, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Konferenzbericht mit allen Vorträgen:
http://www.bzfe.de/inhalt/nachhaltige-landwirtschaft-und-ernaehrung

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Redaktion:
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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Ernährungskompetenz der Deutschen ist unzureichend

Repräsentative Studie zeigt Handlungsbedarfe

Eine aktuelle Studie des AOK Bundesverbandes bescheinigt über der Hälfte der Bundesbürger (53,7 Prozent) eine problematische oder gar inadäquate Ernährungskompetenz (Food Literacy). Unter Food Literacy (literacy engl., hier: Bildung) werden die Kompetenzen verstanden, den Ess- und Ernährungsalltag selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und genussvoll zu gestalten. Dazu gehören sehr unterschiedliche und komplexe Anforderungen. Sie reichen von einer Mahlzeitenplanung, die zu den zeitlichen und finanziellen Ressourcen passt, über die gesundheitsorientierte Auswahl von Lebensmitteln und deren variantenreiche, schmackhafte Zubereitung bis hin zum Genuss gemeinsamer Mahlzeiten für das persönliche Wohlbefinden.

Mit der Untersuchung liegt die erste bundesweite repräsentative Untersuchung zur Ernährungskompetenz der Deutschen vor. Insgesamt 2.000 Personen wurden zu acht unterschiedlichen Kompetenzfeldern befragt. Der Bereich „gesundes Vergleichen“ bereitete den Befragten dabei die größten Schwierigkeiten. Rund 72 Prozent der Befragten fehlt es nach Selbsteinschätzung beispielsweise an Werkzeugen und Fähigkeiten, aus der Angebotsvielfalt bei Lebensmitteln die richtige Wahl zu treffen. Insgesamt zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während über die Hälfte der Frauen (53 Prozent) eine ausreichende Ernährungskompetenz besitzt, sind es bei den Männern gerade einmal 38 Prozent. Die Ergebnisse von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund unterscheiden sich dagegen nicht. Deutlich sind aber die Unterschiede in den Altersgruppen. In der Altersgruppe der Jungen (zwischen 18 und 24 Jahren) weisen lediglich 37,1 Prozent der Befragten eine ausreichende Kompetenz auf. Bildung und Einkommen hängen eng mit der Ernährungskompetenz zusammen. Je höher der Bildungsabschluss beziehungsweise das Einkommen der Befragten, desto höher auch die Ernährungskompetenz.

Die Ergebnisse sind vor dem Hintergrund großer gesellschaftlichen Herausforderungen wie beispielsweise einer wachsenden sozialen Ungleichheit, der Omnipräsenz ungünstig zu bewertender Lebensmittel und einem hohen Anteil von gering Literalisierten in Deutschland zu bewerten. Um die Ernährungskompetenz in Deutschland zu steigern, bedarf es einer breit angelegten, strukturierten und langfristigen politischen Strategie, so das Fazit der Studie. Das beinhalte ein Handeln auf der individuellen, der gesellschaftlichen und der institutionellen Ebene und umfasse auch die Lebensmittelindustrie und den Einzelhandel.

Ein wichtiges Instrument zur Stärkung der Ernährungskompetenzen sei der konsequente Ausbau der Ernährungsbildung im Sinne eines lebenslangen Lernens. Hierzu einen Beitrag zu leisten und Kitas, Schulen sowie Institutionen der Erwachsenenbildung in ihrem Bildungsauftrag wirksam zu unterstützen, hat sich das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zum Ziel gesetzt. Der „Ernährungsführerschein“ für die Grundschule und die „SchmExperten“ für die weiterführenden Schulen sind nur zwei Beispiele für fertig ausgearbeitete Materialien zur Ernährungsbildung, die das BZfE Pädagoginnen und Pädagogen bundesweit zur Verfügung stellt. Auch für die Erwachsenenbildung kann der Ansatz der Food Literacy ein Schlüssel zum Erfolg sein. Das Kursleitermaterial „Buchstäblich fit“ für die Grundbildung unterstützt Menschen, die Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben haben, den komplexen Essalltag zu bewältigen und fördert gleichzeitig den Schriftspracherwerb. Pädagoginnen und Pädagogen, die sich im Bereich Ernährungsbildung fortbilden möchten, finden beim Bundeszentrum für Ernährung ein aktuelles und zukünftig wachsendes Angebot.

Dr. Barbara Kaiser, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Studie zur Ernährungskompetenz:

https://www.aok-bv.de/presse/pressemitteilungen/2020/index_23667.html

https://www.aok-bv.de/imperia/md/aokbv/presse/pressemitteilungen/archiv/2020/pk_food_literacy_studienbericht_160620.pdf

Links zu Angeboten des BZfE:

https://www.bzfe.de/inhalt/food-literacy-1390.html

https://www.bzfe.de/inhalt/lesen-und-schreiben-lernen-5259.html

https://www.bzfe.de/inhalt/bzfe-fortbildungen-33829.html

BZfE-Medien für Ernährungsbildung:

https://www.ble-medienservice.de/3941/der-ernaehrungsfuehrerschein-medienpaket

https://www.ble-medienservice.de/3979/schmexperten?number=3979

https://www.ble-medienservice.de/3980/schmexperten-in-der-lernkueche-ernaehrungsbildung-in-den-klassen-6-bis-8?number=3980

Tipp der Blog-Redaktion:

Dieser Wegweiser will nicht nur beim Abnehmen helfen, sondern auch zur gesunden Ernährung beitragen… mehr erfahren, >>>hier klicken.     Anzeige

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Zusatzstoffe in Lebensmitteln

VERBRAUCHER INITIATIVE aktualisiert www.zusatzstoffe-online.de

Lebensmittelhersteller können für die Getränke- und Nahrungsmittelproduktion 330 Zusatzstoffe nutzen. Für mehr Überblick bei diesen Zusatzstoffen sorgt die VERBRAUCHER INITIATIVE mit ihrer überarbeiteten Zusatzstoff-Datenbank.

Mit Zusatzstoffen sollen Lebensmittel unter anderem länger haltbar gemacht und eine gleichbleibende Qualität erreicht werden sowie schöner aussehen. Um dies zu gewährleisten setzen Lebensmittelhersteller Farb- und Konservierungsstoffe, Schaum-, Gelier- und Trennmittel, Emulgatoren, Geschmacksverstärker und Stabilisatoren ein.

In der aktualisierten Zusatzstoff-Datenbank der VERBRAUCHER INITIATIVE finden interessierte Verbraucher alle derzeit in der EU zugelassenen Zusatzstoffe für Lebensmittel. Sortiert nach Namen, E-Nummern und Funktionsklassen gibt es zu jedem Zusatzstoff Angaben zu Charakter, Herstellung, Verwendung und Sicherheit. Ergänzend sind die Zusatzstoffe hinsichtlich eines möglichen Einsatzes von Gentechnik sowie ihrer Verwendung für ökologisch erzeugte, vegetarische und vegane Lebensmittel gekennzeichnet. ” www.zusatzstoffe-online.de” beantwortet auch häufige Fragen rund um das Thema Zusatzstoffe, macht die selbstbestimmte Kaufentscheidung leichter und sorgt für Transparenz”, so Georg Abel von der VERBRAUCHER INITIATIVE.

Lesetipp: Für bessere Abwehrkäfte: Der Trick mit dem Immunsystem…>>>hier klicken.    Anzeige

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. ist der 1985 gegründete Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher. Schwerpunkt ist die ökologische, gesundheitliche und soziale Verbraucherarbeit.

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Kontakt
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Essen ist fertig! Mit Kindern kochen und essen

Familienausgabe „Kompass Ernährung“

„Das Corona-Virus COVID-19 hat unser Leben gewaltig durcheinandergewirbelt. Viele von uns sind im Moment mit Kindern zu Hause. Eltern wollen ihren Kindern gerecht werden, während sie gleichzeitig im Homeoffice arbeiten – und nebenbei noch gute, vernünftige Mahlzeiten zubereiten möchten. Dabei kann es sehr wichtig sein, an gemeinsamen Mahlzeiten festzuhalten, gemeinsam zu planen, zu kochen, an einem Tisch zu sitzen“, so Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, im Grußwort der aktuellen Ausgabe „Kompass Ernährung“.

Mit dem Magazin möchte das Bundesernährungsministerium Familien das Leben etwas erleichtern, indem es eine gute Portion Inspiration und viele kreative Tipps und Tricks für den Essalltag liefert – von der Planung des Einkaufs über Zeitspartricks für die Küche bis hin zum Umgang mit kleinen Schleckermäulern und Gemüsemuffeln. Ein Schwerpunkt im Heft sind erprobte Rezepte, welche alle die Kriterien für eine ausgewogene Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erfüllen. Die Rezepte Knusperspaß mit frischem Dip, bunte One-Pot-Pasta und saftige Muffins mit Beeren-Topping sind perfekt geeignet, um sie gemeinsam mit Kindern zuzubereiten. Selbstgemachtes schmeckt meist doppelt gut.

Die Fernsehmoderatorin Nazan Eckes berichtet im Interview vom Essen mit ihren beiden kleinen Söhnen: „Sie mögen natürlich nicht alles, aber sie lieben zum Beispiel Karotten, Gurken, Trauben und Äpfel. Wir versuchen, ihnen auch anderes Gemüse und Obst schmackhaft zu machen. Aber wenn sie es nicht mögen, zwingen wir sie auch nicht. Allerdings gilt die Regel, dass sie immer wenigstens probieren müssen.“ Dazu rät Professorin Dr. Regina Ensenauer, Leiterin des Instituts für Kinderernährung am Max Rubner-Institut: „Gewöhnen Sie Ihre Kinder an eine bunte Vielfalt. Manche Lebensmittel müssen Sie wahrscheinlich mehrfach anbieten, bevor sie schmecken. Essen Sie mit Spaß und Genuss gemeinsam am Tisch!“

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Herausgeber des an Verbraucherinnen und Verbraucher gerichteten Magazins „Kompass Ernährung“ ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Das redaktionell vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) betreute Magazin erscheint dreimal jährlich. Alle Ausgaben finden Sie als barrierefreie PDF-Dateien zum Herunterladen unter in-form.de/kompass-ernaehrung. Die gedruckte Version des Magazins können Sie kostenfrei bestellen: Bitte senden Sie dazu eine E-Mail mit Ihrer Adresse an kompass-ernaehrung@bmel.bund.de und geben Sie an, wie viele Exemplare pro Ausgabe Sie erhalten möchten.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Den aktuellen Kompass Ernährung gibt es hier zum Download:

in-form.de/materialien/kompass-ernaehrung/essen-ist-fertig-mit-kinder-kochen-und-essen/

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Gesunde Ernährung und körperliche Aktivität

Jetzt erst recht

COVID-19 bringt das öffentliche Leben nahezu zum Erliegen. Quarantäne, Selbstisolation, Vermeidung sozialer Kontakte, Homeoffice – im Moment verbringen wir mehr Zeit in den eigenen vier Wänden als je zuvor. Gerade im Homeoffice fehlen die vielen kleinen sozialen Interaktionen, die im Berufsalltag für kleine Pausen sorgen.

Auch die Bewegung kommt als Ausgleich für viele Menschen zu kurz. Das ist schlecht, denn Bewegung und körperliche Aktivität fördern nachweislich das psychische und körperliche Wohlbefinden, meint auch Professor Jens Kleinert vom Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln. „Jetzt ist Einfallsreichtum gefragt“, so Kleinert. Im Homeoffice könne man zum Beispiel alle dreißig Minuten für fünf Minuten Gymnastik oder ein kleines Workout am offenen Fenster machen. Aber auch Bewegung in der freien Natur ist laut Kleinert gerade jetzt wichtig. Dabei sind natürlich die Vernunftregeln des Robert-Koch-Instituts zu beachten, etwa was die Abstandsregel zu anderen Personen betrifft.

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Mehr Zeit zu Hause ist aber auch eine Chance, etwas mehr für seine gesunde Ernährung zu tun. Was in der Hektik des Alltags nicht selten zu kurz kommt ist die Muße und Ruhe, Lebensmittel mit Bedacht auszuwählen, sich Zeit beim Essen zu lassen und die Mahlzeit bewusst zu genießen. Da darf das ein oder andere Rezept auch mal etwas aufwändiger sein. Bei der Auswahl empfehlenswerter Lebensmittel hilft die Ernährungspyramide des Bundeszentrums für Ernährung. Anregungen für mehr Bewegung gibt es von der Initiative IN FORM.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.in-form.de

https://www.bzfe.de/inhalt/die-aid-ernaehrungspyramide-640.html

https://www.dge.de/presse/pm/schnelle-und-ausgewogene-rezepte-fuer-die-ganze-familie/

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Gesunde Ernährung nach traditioneller Ernährungslehre – Typgerecht, einfach anwendbar und alltagskonform

Traditionelle Chinesische Medizin: Fünf-Elemente-Ernährung

Immer mehr Menschen achten heutzutage auf ihre Ernährung. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Unverträglichkeiten und Krankheiten über Gewichtsprobleme, ethisch-moralische Gründe, Ernährungstrends bis hin zu dem vordringlichen Wunsch, sich gesund zu ernähren. So zeigte eine Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2017, dass für die Mehrheit der Befragten Ernährung in erster Linie gesund sein soll. Ein konkretes Konzept der Gesundheitsprävention bietet die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) mit ihrer traditionsreichen Ernährungslehre. Diese umfasst eine typgerechte individuell angepasste Ernährung, die leicht in den Alltag integriert werden kann und den Menschen unkompliziert gesund erhält.

Schon im alten China wurde eine auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Ernährung als Grundlage für ein gesundes Leben gesehen. Ernährung soll – so die TCM – für gute Gesundheit und Wohlbefinden sorgen, den Körper mit spürbar mehr Energie versorgen, Erkrankungen vorbeugen und damit körperliches und geistiges Altern verzögern. Die Chinesische Ernährungstherapie bietet aber auch Ansätze zur Behandlung bestehender Krankheiten. “Aus der Nahrung extrahiert der Körper nach der Lehre der TCM ihre Lebensenergie, das Qi”, erklärt Dr. Martina Bögel-Witt, 1. Vorsitzende des Fachverbandes für Chinesische Medizin, AGTCM. “Die richtige und kontinuierliche Menge an Qi sorgt dafür, dass alle lebensnotwendigen Prozesse funktionieren, es ist also die zentrale Grundlage für unsere Gesundheit.”

Auch für den Hausgebrauch zur Gesunderhaltung

Gerät demzufolge das Qi aus dem Gleichgewicht, entstehen gesundheitliche Störungen und Krankheiten. Jeder Mensch benötigt mit seinen individuellen Voraussetzungen, Bedürfnissen und gesundheitlichen Umständen unterschiedliche Herangehensweisen, um sein Qi wieder ins Gleichgewicht zu bringen und Krankheiten oder Störungen zu behandeln. “Wenn es um die Behandlung von Krankheiten mit TCM geht, sollte unbedingt ein erfahrener TCM-Therapeut aufgesucht werden”, erklärt Martina Bögel-Witt. “Wenn es aber um das Erhalten von Gesundheit und Wohlbefinden oder um Gewichtsreduktion geht, sind die jahrtausendealten Empfehlungen der chinesischen Ernährungslehre durchaus für den Hausgebrauch geeignet.”

Fünf-Elemente-Ernährung – Ideal auch zur Gewichtsreduktion

Die TCM teilt Nahrungsmittel u. a. nach ihrem Temperaturverhalten ein und unterscheidet zwischen kalten, kühlenden, neutralen, warmen und heißen Lebensmitteln, die jeweils unterschiedliche physiologische Wirkungen haben. So gehören z. B. scharfe Gewürze, Zimt oder Knoblauch zu den heißen Lebensmitteln, die nur in kleinen Mengen genossen werden sollen, da sie “innere Hitze” auslösen. Zusätzlich werden Lebensmittel nach ihrem Geschmack und ihrer “Wirkrichtung” kategorisiert. Dabei entsprechen die Geschmacksrichtungen den fünf Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser, denen jeweils eine Wirkung auf bestimmte Organe zugeschrieben wird. Das Element Erde beispielsweise gilt als süß und wirkt auf Milz und Magen. Lebensmittel mit süßlichem Geschmack wie Kartoffeln, Kürbis, Karotten oder Hirse gehören zu dieser Gruppe, Zucker jedoch nicht. Der süßliche Geschmack stärkt den Verdauungstrakt und wirkt entspannend. Lebensmittel, die zu diesem Element gehören, dürfen nach der chinesischen Ernährungslehre häufiger gegessen werden. “Wer abnehmen möchte, findet in der Fünf-Elemente-Ernährung eine Methode, die schnell zur Gewichtsabnahme führt”, berichtet Martina Bögel-Witt. “Denn die auf den jeweiligen Typ abgestimmte Ernährung kurbelt den Stoffwechsel an und ist gleichzeitig ausgewogen und gesund.”

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7 Tipps für gesunde Ernährung nach der chinesischen Ernährungslehre

– Jede Mahlzeit sollte aus einer warmen Suppe, einem Hauptgang mit viel frischem Gemüse (gedünstet oder gekocht) sowie wenig Fisch oder Fleisch bestehen. Außerdem gehören Reis oder andere Getreidesorten wie Buchweizen, Dinkel und Hirse dazu. Weißmehl aus Weizen sollte vermieden werden.
– Bereiten Sie ihre Mahlzeiten selbst aus frischen saisonalen und regionalen Zutaten zu. Die Ernährung nach der TCM wird den jeweiligen regionalen Gegebenheiten angepasst, eine Umstellung auf die asiatische Küche ist nicht notwendig.
– Meiden Sie Fast Food, Fertiggerichte und Convenience-Produkte.
– Essen Sie jeden Tag mehrmals frisches Obst und Gemüse – am besten gekocht oder gedünstet. Gekochte warme Mahlzeiten entlasten den Verdauungsapparat, der Magen hat weniger Arbeit. Insbesondere größere Mengen roher Nahrungsmittel führen bei vielen Menschen zu Blähungen, Völlegefühl und Müdigkeit.
– Nehmen Sie sich Zeit fürs Essen und essen Sie regelmäßig. Unregelmäßigkeit verursacht gemäß TCM Verdauungsstörungen und führt zu schleichender Gewichtszunahme. Insbesondere das – am besten warme – Frühstück bewahrt vor ungesunden Heißhungerattacken.
– Kauen Sie langsam und gründlich. Das gründliche Zerkleinern und Einspeicheln der Nahrung erleichtert die Verdauung. So lassen sich Magenbeschwerden wie Sodbrennen reduzieren
– Essen Sie nicht zu viel. Im Magen sollte immer noch ein wenig Platz bleiben, er kann dann besser verdauen. Das gilt insbesondere für das Abendessen, das möglichst nicht nach 19 Uhr eingenommen werden sollte. Auch eine Ruhepause von 12 Stunden zwischen Abendessen und Frühstück entlastet die Verdauung.

Weitere Informationen zur chinesischen Ernährungslehre sowie eine Therapeuten-Suche finden Sie auf der AGTCM-Website:
Grundlegende Informationen
Therapeuten-Suche

TCM Kongress mit Themenschwerpunkt “Die Schule der Mitte”

Auch der 51. TCM Kongress Rothenburg, der größte TCM-Kongress der westlichen Welt, befasst sich in Vorträgen, Workshops und Kursen mit der Chinesischen Ernährungslehre. Hier geht es z. B. um Themen wie “Essen als Medizin – auf die klassische Art”, “Bauch und Kopf im Fokus der Integrativen Ernährungstherapie” oder “Kitchen Medicine – natürliche Entzündungshemmer aus dem Pool der integrativen Ernährungslehre und TCM”. Der Kongress findet vom 19. bis 23. Mai 2020 in Rothenburg o.d.T. statt, es werden über 1000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet.

Weitere Informationen: https://www.tcm-kongress.de/de/index.htm

Die AGTCM ist ein berufsübergreifender Fachverband für Chinesische Medizin, der sich für höchste Qualität in Lehre und Anwendung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) einsetzt und dabei auch modernere Aspekte der Chinesischen Medizin mit berücksichtigt. Sie wurde 1954 gegründet und zählt heute etwa 1.700 Mitglieder, von denen die meisten als Heilpraktiker oder als Ärzte TCM praktizieren. Außerdem gehören u. a. spezialisierte Physiotherapeuten, Hebammen und Sinologen dem Fachverband an. Die AGTCM gehört zu den wichtigsten Verbänden für Chinesische Medizin in Deutschland und sichert mit ihren fünf Kooperationsschulen einen der höchsten Ausbildungsstandards für Akupunktur, chinesische Arzneimitteltherapie, Tuina, Diätetik und Qigong in Deutschland ( www.bildungsnetzwerk-tcm.de). Patienten unterstützt die AGTCM unter anderem bei der Suche nach passenden TCM-Therapeuten in ihrer Nähe ( www.agtcm.de/patienten/therapeuten-suche.php) und gibt ihnen Kriterien für die Qualität von TCM-Behandlungen an die Hand. Die AGTCM veranstaltet in jedem Jahr den internationalen TCM Kongress Rothenburg (o.d.T.), der inzwischen als größter und renommiertester TCM-Kongress der westlichen Welt etabliert ist. Die AGTCM ist Gründungsmitglied der European TCM Association (ETCMA) ( www.etcma.org), in der Organisationen aus 31 europäischen Ländern zusammenarbeiten.

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Kontakt
AGTCM e. V. – Fachverband Chinesische Medizin
Juliane Papendorf
Breite Str. 16
13187 Berlin
+49 176 10 30 51 87
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http://www.agtcm.de

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Psychische Gesundheit

Welchen Einfluss hat die Ernährung?

Die Ernährung beeinflusst offenbar nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden. Dafür gibt es in der Wissenschaft immer mehr Hinweise. Es ist aber nach wie vor schwierig, die Vorteile bestimmter Ernährungsmuster oder Lebensmittel eindeutig zu beweisen. So lautet das Fazit einer Übersichtsarbeit des „European College of Neuropsychopharmacology“ (ECNP), für die zahlreiche Studien zu diesem Thema ausgewertet wurden.

„Wir haben festgestellt, dass es immer mehr Belege für einen Zusammenhang zwischen einer schlechten Ernährung und der Verschlimmerung von psychischen Störungen wie Angst und Depression gibt,“ erklärt Erstautorin Suzanne Dickson von der Göteborg Universität in Schweden. So kann ein Vitamin-B12-Mangel zu Müdigkeit, Gedächtnisstörungen und einer ausgeprägten Niedergeschlagenheit führen.

Eine mediterrane Ernährung, die reich an Obst, Gemüse und Olivenöl ist, bietet nach jetzigem Stand der Wissenschaft einen gewissen Schutz vor Angst und Depression. Im Gegensatz dazu ist die Datenlage zu einzelnen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungen im Allgemeinen nicht verlässlich genug, meinen die Experten.

Lesetipp zum Thema: Dieser Report zeigt Lösungsansätze bei psychischen Problemen auf…>>>hier klicken.         Anzeige

Wenn Kinder mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) viel raffinierten Zucker aufnehmen, scheint sich die Hyperaktivität zu verstärken, während sich der Verzehr von mehr frischem Obst und Gemüse positiv auswirkt. Die Studien reichen jedoch nicht aus, um Langzeitwirkungen abzuschätzen. Es spricht viel dafür, dass die Ernährung im Mutterleib und im frühen Alter einen deutlichen Effekt auf die Gehirnfunktion im späteren Leben hat. „Bei gesunden Erwachsenen sind die Auswirkungen der Ernährung auf die psychische Gesundheit vergleichsweise gering“, erklärt Dickson. Feine Unterschiede im Stoffwechsel können dazu führen, dass manche Menschen besser oder schlechter auf eine Ernährungsumstellung reagieren.

Aufbau, Struktur und Funktion des Gehirns sind von der Verfügbarkeit geeigneter Nährstoffe abhängig, erklären die Wissenschaftler in dem Beitrag. Daher liegt es nahe, dass die Nahrungsqualität neben vielen weiteren Faktoren zur mentalen Gesundheit beiträgt. Die Forschungen auf diesem Gebiet stehen noch am Anfang. In weiteren Studien sollen die langfristigen Auswirkungen der täglichen Ernährung auf Stimmung und Stressanfälligkeit untersucht werden, um fundierte Ernährungsempfehlungen geben zu können. Bislang ist nicht klar, über welche Mechanismen die Ernährung die Psyche beeinflussen kann.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Quelle: European Neuropsychopharmacology; Bd. 29, Nr. 12, S. 1321-1332, 2019; European College of Neuropsychopharmacology, Pressemeldung vom 3. Januar 2020

Weitere Informationen:

https://doi.org/10.1016/j.euroneuro.2019.10.011

http://www.bzfe.de/inhalt/ernaehrung-und-depression-34759.html

Beitrag „Ernährung und Depressionen“ in der BZfE-Fachzeitschrift
„Ernährung im Fokus“, Ausgabe 1/2019, Bestell-Nr. 5981, Preis: 4,50 Euro
www.ble-medienservice.de

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After Diet

Dauerhaft schlank bleiben. Orientierung im Ernährungsdschungel.

Mit diesem Ratgeber setzt Anne Hild auf Aufklärung: Wie schaffen wir es dauerhaft unser Gewicht zu halten? Sei es nach einer Diät oder während der Wechseljahre. Wie lässt sich der Jo-Jo-Effekt erklären und wie können wir ihm Einhalt gebieten? In kurzer und prägnanter Form veranschaulicht die Autorin einschlägige Prozesse unseres Stoffwechsels, erläutert die Wirkungsweise bestimmter Nährstoffe und bedient sich dabei neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Sie erläutert, wie etwa Diabetes oder Fettleibigkeit entstehen und stellt heraus, inwiefern ein nicht ausbalanciertes Hormonsystem ein schwerwiegender Grund für Übergewicht sein kann. Oder, warum wir laut moderner Ernährungspyramide den Konsum der geliebten Kohlehydrate besser einschränken sollten. Außerdem zeigt sie auf, wie u.a. das Unterbewusstsein unser Verhalten, Denken und unsere Gewohnheiten sowie unsere gefühls- und körperlichen Reaktionen steuert und somit auch großen Einfluss auf unsere Ernährung hat.

Darüber hinaus lässt uns die Autorin an ihren eigenen Erfahrungen mit Diäten teilhaben und verrät, wie sie es inzwischen schafft, dauerhaft schlank zu bleiben. Sie nimmt uns mit auf eine Reise zu diversen Spitzenköchen, die im Interview über ihren Werdegang berichten und sich ganz praktisch im ausführlichen Rezeptteil einbringen. Dieses Buch ist informativ und macht Lust, die zahlreichen Tipps und Tricks gleich auszuprobieren. Dass es so undogmatisch daherkommt und die Leserinnen und Leser zu keiner bestimmten Ernährungsweise missionieren will, macht es umso wertvoller.

Auch als reines Rezeptbuch ein Knüller! After Diet bietet DAS Konzept, um das Wunschgewicht zu halten – unabhängig davon, welche Diät zuvor gemacht wurde.

Über die Autorin:
Anne Hild ist ausgebildete Heilpraktikerin und klassische Homöopathin. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit der Bedeutung und Wirkung der Hormone auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Ihre Bücher zur “hCG Diät” sind innerhalb weniger Monate zu Bestsellern geworden und haben sich über 400.000 Mal verkauft. Anne Hild betreibt unter www.hormony.de ein Internetportal zum Thema natürliche Gesundheit.

Über das Buch:
Anne Hild
After Diet
Dauerhaft schlank bleiben
328 Seiten, 18,00€
ISBN: 978-3-95883-446-0

Das Buch genauer ansehen: After Diet: Dauerhaft schlank bleiben

Wie das Gold (lat. Aurum) der Alchemisten, das dem Verlag seinen Namen gab, steht das Aurum-Programm für bleibende Werte und Veränderung. Unser Anliegen ist, verschiedene Weisheitstraditionen, wie christliche Mystik, Buddhismus und alte fernöstliche sowie westlichen Lehren, zu interpretieren und in frischer, undogmatischer Art zugänglich zu machen, um Ihnen Inspiration für Ihre ganz persönliche Suche und Ihren individuellen Weg zu sein. Neben spirituellen Büchern finden Sie eine Reihe zum Thema Hormontherapie (Anne Hild) sowie Titel zum Thema ganzheitlichen Gesundheit – Schwerpunkte sind chinesische Medizin, indisches Ayurveda, Yoga und alternative, europäische Entwicklungen. Bücher über Kreativität zeigen außerdem, wie wir unsere Schöpferkraft freisetzen, in den Alltag integrieren und als ganz natürlichen Teil unserer Spiritualität erleben.

* Die Kamphausen Media GmbH mit den Verlagen J.Kamphausen, Aurum, Fischer & Gann, Theseus, Lüchow, LebensBaum und der Tao Cinemathek wurde 1983 in Bielefeld gegründet. Das Lieferprogramm umfasst mehr als 1.000 Titel aus den Themenbereichen ganzheitliche Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung und Wirtschaft. Einzelne Titel erreichen Auflagen in Millionenhöhe.

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Schon Schulkinder von Depressionen betroffen

Neue Studie nennt Ausmaß und Risikofaktoren

Depressionen und Angststörungen sind schwerwiegende Erkrankungen, die zunehmend auch schon im schulpflichtigen Alter auftreten. Wie der aktuelle Kinder- und Jugendreport der Krankenkasse DAK zeigt, leidet in Deutschland etwa jedes vierte Schulkind unter psychischen Problemen.

Bei zwei Prozent aller 12- bis 17-Jährigen wird eine Depression diagnostiziert, bei ebenso vielen eine Angststörung. Auch zu den Ursachen bzw. Risikofaktoren liefert die repräsentative Studie Ergebnisse. Neben chronischen körperlichen Erkrankungen oder einer Vorbelastung durch suchtkranke oder ebenfalls seelisch kranke Eltern können auch Gewichtsprobleme wie Adipositas maßgeblich zur Entstehung psychischer Störungen beitragen.

“Unabhängig vom Alter sind Jungen und Mädchen mit krankhaftem Übergewicht 2,5- bis 3-mal häufiger von einer depressiven Störung betroffen als Gleichaltrige mit normalem Körpergewicht”, heißt es in der Zusammenfassung der Studienergebnisse. Damit ist der Zusammenhang von Adipositas und Depressionen statistisch signifikanter als etwa der Einfluss von Diabetes, Asthma oder Schmerzen.

Lesetipp zum Thema: Psychische Probleme – Report zeigt Ansätze, mehr erfahren …>>>hier klicken.               Anzeige

Unter diesen Risikofaktoren ist Übergewicht allerdings auch derjenige, bei dem am ehesten eine Fürsorge- und Vorsorgefunktion des familiären Umfelds möglich ist. Denn vielfach sind die überzähligen Pfunde, die das Selbstwertgefühl und die Sozialkontakte der Jugendlichen beeinträchtigen, auf einen passiven und vorwiegend sitzenden Lebensstil bereits in sehr jungen Jahren zurückzuführen. Deshalb dient es nicht nur der körperlichen Fitness, sondern auch der psychischen Stabilität eines Kindes, wenn die Eltern von Anfang an auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung achten. Tipps, wie sich Sport und körperliche Aktivitäten in jeden Familienalltag integrieren lassen, gibt es beispielsweise auf dem Ratgeberportal www.pebonline.de

Als Basis des DAK-Reports mit dem Schwerpunkt “Ängste und Depressionen bei Schulkindern” dienten die Abrechnungsdaten von rund 800.000 Kindern und Jugendlichen sowie von deren Eltern. Für die Auswertung war der Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement der Universität Bielefeld zuständig. Da viele Depressionen nicht oder erst spät ärztlich diagnostiziert werden, gehen die Experten von einer hohen Dunkelziffer aus. Betroffene Kinder ziehen sich oft stark zurück, sind niedergeschlagen und zeigen kein Interesse mehr an alltäglichen Aktivitäten. Die Studienauswertung enthält deshalb auch den wichtigen Appell, solche Warnsignale nicht zu ignorieren: “Wir müssen alle aufmerksamer werden – ob in der Familie, in der Schule oder im Sportverein.”

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Grünkohl – vielseitiges, heimisches Superfood

Schon länger wird das klassische Wintergemüse als modernes “Superfood” gehandelt

Die Grünkohl-Saison hat begonnen. Schon länger wird das klassische Wintergemüse als modernes “Superfood” gehandelt. Völlig zu Recht, denn es hat wertvolle Inhaltsstoffe, stammt aus heimischem Freilandanbau und lässt sich vielfältig zubereiten. Die VERBRAUCHER INITIATIVE rät, das Potential von Grünkohl und anderen Kohlsorten für die saisonale und regionale Küche zu nutzen.

Grünkohl ist reich an Vitaminen wie Beta-Carotin (Provitamin A), einigen B-Vitaminen, Folsäure und Vitamin C. Bei den Mineralstoffen fallen die Gehalte an Kalzium und Eisen ins Auge. Hinzu kommen sekundäre Pflanzenstoffe wie Glucosinolate, die maßgeblich zum “Superfood”-Status beitragen. Die auch als Senfölglykoside bezeichneten Verbindungen sind für den charakteristischen, scharf-würzigen Geschmack von Kohlgemüse, Senf und anderen Gemüsesorten wie Rettich oder Radieschen verantwortlich. Ihnen werden zellschützende, antibiotische und immunstärkende Wirkungen zugeschrieben.

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Traditionell wird Grünkohl als Schmorgericht mit Mettwurst, Kasseler oder Speck zubereitet. Ebenfalls geschmort ist er eine beliebte Beilage zum Gänse- oder Entenbraten. Aber der Kohl vom heimischen Feld kann noch mehr. Er eignet sich bestens für Aufläufe, Suppen, Nudel- und Fischgerichte. Und er harmoniert mit vielen Gewürzen und Zutaten. Es lohnt sich, die krausen Blätter beispielsweise mediterran mit Olivenöl, Knoblauch und Thymian, exotisch mit Ingwer, Chilis und Sojasoße oder orientalisch mit Kreuzkümmel, Koriander und Minze zu probieren. Um die Vitamine zu schonen, ist Dünsten in Öl oder Wasser und Garen im Dampf für etwa 10 bis 15 Minuten empfehlenswert. Rohkost-Fans kommen mit einem Grünkohl-Salat oder einem Grünkohl-Smoothie auf ihre Kosten.

Frisch gekaufter Grünkohl sollte innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Bis dahin ist er im Gemüsefach des Kühlschranks gut aufgehoben. Für die Zubereitung werden die Stiele entfernt, die Blätter von den Blattrippen gezupft und gründlich gewaschen. Den Kohl kurz in Salzwasser zu blanchieren, verbessert die Bekömmlichkeit und kann den Nitratgehalt vermindern. Anschließend kann er zerkleinert und weiter verarbeitet werden.

Grünkohl ist ebenso wie Rot- und Weißkohl, Wirsing- und Rosenkohl aus deutschem Anbau dem vermeintlichen Superfood aus fernen Ländern vorzuziehen. Ihre Gehalte an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen können problemlos mit den Produkten aus Übersee mithalten. Mehr Informationen dazu bietet das Themenheft “Superfood” der VERBRAUCHER INITIATIVE. Die 16-seitige Broschüre kann für 2,00 Euro (zzgl. Versand) unter www.verbraucher.com bestellt oder heruntergeladen werden.

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. ist der 1985 gegründete Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher. Schwerpunkt ist die ökologische, gesundheitliche und soziale Verbraucherarbeit.

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