Archiv der Kategorie: Forschung und Wissenschaft

Erweitertes Forschungsprojekt liefert wichtige Daten zur Leberschädigung durch Medikamente

Unter welchen Umständen schädigt die Einnahme von Medikamenten die Leber? Wie häufig treten Leberschäden auf? Welche Personen sind besonders gefährdet? Zu diesen Fragen gibt es wenig Daten. Daher haben die LINDA Apotheken und die Deutsche Leberstiftung in einem zweiten gemeinsamen wissenschaftlichen Projekt eine Befragung zu Leberschädigungen durch Medikamenteneinnahme durchgeführt. Begleitet wurde die Befragung durch eine Informationskampagne in den Apotheken vor Ort. Im Rahmen der Kundengespräche zeigte sich, dass Apotheken eine wichtige Rolle bei der Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema „Leber und Lebererkrankungen“ spielen können.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news500215

Quellen: Deutsche Leberstiftung, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Können Omega-3-Fettsäuren Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen?

Fischöl zeigt wenig Nutzen

Schwangerschaftsdiabetes ist eine der häufigsten Komplikationen während der Schwangerschaft, die bei ca. 5% der Schwangerschaften weltweit auftritt (mit steigender Tendenz). Die Entstehung wird eventuell durch Veränderungen im Fettsäuremetabolismus mitbeeinflusst. Es gibt Hinweise, dass die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren einem einer Schwangerschaftsdiabetes entgegenwirken könnte. Dies wurde jetzt in einer doppelblinden, randomisierten Studie in Australien untersucht (1, 2).

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/fischoel-kann-die-haeufigkeit-von-schwangerschaftsdiabetes-nicht-verringern.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Forschung zur Homöopathie: Angstlösende Küchenschelle

Experiment bestätigt traditionelles Einsatzgebiet

Obwohl die Wiesen-Küchenschelle (Pulsatilla pratensis) erfolgreich zur Behandlung von Angstzuständen eingesetzt wird (1), gibt es bisher keine Versuche aus der Grundlagenforschung, die diese Erfahrung zusätzlich untermauern. Dies ist jetzt in einer Studie mit Mäusen nachgeholt worden (2).

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/angstloesende-kuechenschelle.html

Quelle: Carstens-Stiftung

DDG: Adipositas paradox: Schlanke Typ-2-Diabetiker stärker gefährdet

Das Sterberisiko normalgewichtiger Menschen mit Diabetes mellitus ist doppelt so hoch wie von übergewichtigen Diabetes-Patienten, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Auf dieses „Adipositas paradox“ weist jetzt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich einer Veröffentlichung amerikanischer Wissenschaftler hin. Auch bei schlanken Menschen sei es deshalb wichtig, einen Diabetes früh zu erkennen und entsprechend therapeutisch gegenzusteuern, so die DDG.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news499663

Quellen: Deutsche Diabetes Gesellschaft, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

(Honig)süße Träume trotz Erkältung

Hausmittel Honig lindert Husten und lässt Kinder nachts durchschlafen

Der goldene Herbst, so schön er auch ist, sorgt für so manche Schniefnase – die Erkältungszeit hat begonnen. Kinder sind besonders anfällig für Erkrankungen der oberen Atemwege. Das lässt auch die Eltern nicht kalt, sorgt die Erkältung des Nachwuchses doch auf beiden Seiten für schlaflose Nächte.

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/suesse-traeume-trotz-erkaeltung.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Sesamöl als Blutdrucksenker?

Kombination aus zwei Speiseölen erweist sich als herzgesund

In der asiatischen Küche werden beide Öle schon länger verwendet. Nun untersuchten  indische Wissenschaftler in einer kontrollierten Studie die gesundheitlichen Effekte der an ungesättigten Fettsäuren reichen Speiseöle auf Bluthochdruck und Cholesterinspiegel.

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/sesamoel-als-blutdrucksenker.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Den Tricks der Tuberkulose-Bakterien auf der Spur

Tuberkulose-Bakterien können über viele Jahre im Körper überleben, weil sie von den Fresszellen des Immunsystems zwar eingeschlossen, aber nicht immer abgetötet werden können. Bisher ist nur ansatzweise erforscht, warum das so ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein spezifisches Protein, das von den Bakterien freigesetzt wird, um deren Überleben in Makrophagen zu sichern. Ein Forscherteam der Goethe-Universität hat die Struktur und Dynamik dieses Proteins jetzt aufgeklärt und herausgefunden, warum es bisher nicht durch spezifische Wirkstoffe ausgeschaltet werden konnte.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news499838

Quellen: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Informaionsdienst Wissenschaft (idw)

 

Schneller Zahnpasta-Check

Im Handel sind unzählige Sorten von Zahnpasta erhältlich. Es gibt sie als Creme oder Gel, einige beugen Karies vor oder schützen den Zahn vor Säureangriffen, wiederum andere eignen sich für empfindliche Zähne. Doch welche Zahnpasta reinigt gut? Welche schont den Zahnschmelz? Aufschluss hierüber gibt ein neues Bewertungsverfahren.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news499112

Quellen: Fraunhofer-Gesellschaft, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Solarien: ein potentiell tödlicher Krebsrisikofaktor

Deutsche Krebshilfe warnt vor Hautkrebs durch künstliche Bräune

Bonn (sts) – Um die Urlaubsbräune zu erhalten, nutzen derzeit viele Menschen Solarien und setzen sich hochdosierter UV-Strahlung aus. Ärzte und Wissenschaftler bewerten dieses Verhalten als extrem gesundheitsschädlich. denn: Das Risiko am besonders aggressiven schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom zu erkranken, verdoppelt sich, wenn Solarien bis zu einem Alter von 35 Jahren regelmäßig genutzt werden. „Etwa 800 Solariennutzer sterben jährlich europaweit an einem Melanom aufgrund zu häufigen Bräunens“, erklärt Hans-Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Daher ist es uns wichtig, insbesondere junge Menschen gezielt über diesen leicht vermeidbaren Krebsrisikofaktor aufzuklären.“

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news499191

Quellen: Deutsche Krebshilfe e. V., Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Erstmals diagnostische Marker für Prädiabetes gefunden

Typ-2-Diabetes schon vor seinem Ausbruch festzustellen und zu verhindern, könnte ein konkreter Nutzen einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München sein: Sie beschreiben in der aktuellen Ausgabe von „Molecular Systems Biology“ erstmalig drei Biomarker, die Prädiabetes anzeigen können.

Die aktuelle Studie von Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung, die in der aktuellen Ausgabe des renommierten Fachjournals Molecular Systems Biology erscheint, berichtet erstmals über neue Biomarker für Prädiabetes. Für die Frühform der Zuckerkrankheit – einer der wichtigsten Volkskrankheiten – standen bisher keine diagnostisch einsetzbaren Marker zur Verfügung. Das interdisziplinäre Team aus Epidemiologen, Genetikern und Metabolomics-Experten um Dr. Rui Wang-Sattler, Arbeitsgruppenleiterin in der Abteilung Molekulare Epidemiologie, identifizierte drei neue Biomarker für die Entwicklung des Prädiabetes, von denen zwei es zudem ermöglichen, den individuellen weiteren Verlauf der Erkrankung vorherzusagen.

„Die Konzentration, in der die Marker im Blut vorliegen, zeigt Prädiabetes auch in frühen Stadien an – Präventiv-Maßnahmen können daher sofort eingeleitet werden“, erklärt die Korrespondenzautorin Wang-Sattler den Vorteil der neuen Marker. Wird Typ-2-Diabetes bereits als Prädiabetes diagnostiziert, kann seine Entwicklung aufgehalten oder sogar verhindert werden. An Typ-2-Diabetes mellitus, einer Störung des Glucose-Stoffwechsels, leiden etwa acht bis zehn Prozent der deutschen Bevölkerung. Neue Ansätze für Diagnose, Therapie und Prävention der Volkskrankheit sind wissenschaftliche Ziele des Helmholtz Zentrums München. Für die Studie arbeitete Wang-Sattler mit mehreren Instituten des Helmholtz Zentrums München und zwei Partnern im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung zusammen, dem Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf und dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke.

Link zur Fachpublikation: http://www.nature.com/msb/index.html

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg, www.helmholtz-muenchen.de