Archiv der Kategorie: Forschung und Wissenschaft

Traum-(REM)-Schlafverhaltensstörung: Gewaltträume als Vorboten der Parkinson-Krankheit

Wer nachts im Schlaf spricht oder schreit, um sich schlägt, Tritte verteilt und bisweilen seinen Bettpartner verletzt, ist nicht von Natur aus aggressiv: Vielmehr liegt eine Traum-Schlaf-Verhaltensstörung vor, die ein Frühzeichen für ernste neurodegenerative Erkrankungen sein könnte. „60 bis 70 Prozent der Patienten, die an dieser „REM-Schlaf-Verhaltensstörung“ leiden, entwickeln nach 10 bis 30 Jahren Morbus Parkinson oder die seltenere neurodegenerative Erkrankung Multisystematrophie (MSA)“, sagte Professor Wolfgang Oertel, Direktor der Klinik für Neurologie an der Philipps Universität Marburg, heute auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Hamburg.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news498764

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Autoimmune Pankreatitis könnte durch Signalblockade therapiert werden

Forscher des Helmholtz Zentrums München, der Technischen Universität München (TUM) und der Universität Zürich haben eine Ursache und mögliche Therapie der Autoimmunen Pankreatitits* entdeckt. Die Erkrankung entsteht durch die übermäßige Produktion des Tumornekrosefaktors Lymphotoxin (LTαβ)*in der Bauchspeicheldrüse. Die im renommierten Fachjournal Gastroenterology veröffentliche Studie zeigt auch die daraus resultierenden Therapiemöglichkeiten.

Bisher war Kortison die einzige Therapie für Patienten mit Autoimmuner Pankreatitis (AIP*) – jedoch kontinuierlich abnehmender Effizienz bei längerer Behandlung, bis zum Verlust der Reaktion des Patienten auf die Therapie. Gegen AIP könnten sich nun neue Behandlungsmöglichkeiten ergeben. Denn Prof. Dr. Mathias Heikenwälder und seine Kollegen des Helmholtz Zentrums München, der TUM und der Universität Zürich ist es gelungen, die Mechanismen zu entschlüsseln, die hinter der Erkrankung stecken. Lympohotoxin* und Chemokine* lösen Entzündungsprozesse in der Bauchspeicheldrüse aus bzw. erhalten sie aufrecht. Die chronische Entzündung entsteht im Übermaß vorhandenes Lymphotoxin.

Wird diese Signalkette durch einen Lymphtoxin-Antagonisten unterbrochen, erfährt erkranktes Gewebe im Modell nicht nur eine Besserung der Symptome wie bei Kortison, sondern eine vollständige Heilung. „Erste vor-klinische Studien sollen zeigen, ob unser potentielles Medikament bei Autoimmuner Pancreatitis oder auch bei anderen autoimmun-ausgelösten oder chronischen Entzündungserkrankungen funktioniert,“ so Heikenwälder. Weiterführend werden die Forscher nun den Einfluss der Gene und auch mögliche auslösende Umweltfaktoren unter die Lupe nehmen.

Link zur Fachpublikation: http://dx.doi.org/10.1053/j.gastro.2012.07.112

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg, www.helmholtz-muenchen.de

 

Zunehmend mehr junge Menschen erleiden einen Schlaganfall

Schutz vor Schlaganfall: Risikofaktoren und Prävention

Der Schlaganfall ist in Deutschland die häufigste Ursache für Behinderung im Erwachsenenalter. Pro Jahr gibt es fast 300.000 Fälle, wobei zwei von drei Hirninfarkten erstmalig auftreten und es sich bei einem Drittel um Rezidive, also wiederholte Schlaganfälle, handelt. Konsequente Behandlung von Risikofaktoren könnten diese Zahlen deutlich senken. In den USA erleiden immer mehr junge Menschen einen Schlaganfall, ein Trend, der auch für Deutschland befürchtet wird. Eine Studie dazu erscheint in Kürze.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news498772

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Globuli gegen den Kopfschmerz

Kinder mit Migräne profitieren von homöopathischer Behandlung

In den vergangenen dreißig Jahren ist die Zahl der Kinder mit nachgewiesenen, regelmäßigen Migräneattacken immens gestiegen. Eine Langzeiteinnahme von konventionellen Schmerzmitteln zur Migräneprävention ist grundsätzlich erst einmal nicht indiziert.

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/globuli-gegen-den-kopfschmerz.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Ingwer-Extrakt bei Prostata-Krebs?

Bestandteile aus Ingwer können Prostatakarzinomzellen schädigen

Ingwer wird weltweit vorwiegend als Gewürz gebraucht und ist eine hervorragende Quelle für verschiedene bioaktive Phenolsäuren.

Die antientzündlichen, zellschützenden und antiproliferativen (d.h. gegen eine Gewebevermehrung gerichteten) Eigenschaften von Ingwer sind bekannt – denn schon in früheren Zellkulturexperimenten hatten Substanzen aus Ingwer das Wachstum von Brust- und Darmkrebszellen gehemmt. Zudem wirken Phenolverbindungen aus Ingwer gegen Entzündungen und fördern die Apoptose, d.h. den programmierten Zelltod.

Mehr Infos unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/ingwer-extrakt-bei-prostata-krebs.html

Quelle: Carstens-Stiftung

MS: Umbau im Gehirn

Bei Patienten, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, ist das Gehirn in der Lage, bestimmte Störungen zu einem gewissen Grad zu kompensieren. Wie es das macht, haben Mediziner der Würzburger Uniklinik genauer untersucht.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news498161

Quellen: Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

„Burnout“ und Depression am Arbeitsplatz: Wie können Arbeitgeber damit umgehen?

Depressive Erkrankungen gehören in den europäischen Ländern zu den häufigsten Erkrankungen und gehen mit den meisten mit schweren Beeinträchtigungen gelebten Lebensjahren einher. Die Depression ist die mit Abstand größte Herausforderung im Bereich psychischer Erkrankungen in der Arbeitswelt und etwa 11 Prozent der EU Bürger erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Depression.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news498393

Quellen: Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Grüner Tee gegen Hepatitis C

Bestandteil des grünen Tees wirkt antiviral

Etwa 160 Millionen Menschen sind chronisch mit Hepatitis C infiziert. Der Virus ist eine Hauptursache von Leberzirrhose und Leber-Karzinomen und stellt weltweit die häufigste Indikation für Lebertransplantationen dar. Doch die Krankheit ist durch eine Transplantation nicht unbedingt besiegt: Unter Umständen haben die Empfänger noch Viren im Blut, die das Spenderorgan erneut infizieren können.

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/gruener-tee-gegen-hepatitis-c.html

Quelle: Carstens-Stiftung

MHH-Forscher klären Mechanismus auf, der zu Immunschwäche führt

Molekulare Details einer komplexen Immunschwäche entdeckt/ Veröffentlichung in ‚The EMBO Journal’ der European Molecular Biology Organization

Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) entschlüsselten einen Krankheitsmechanismus, der zu einer Immunschwäche führt. Ihm liegt eine erstmals beobachtete Genmutation zugrunde. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Molekularbiologie-Fachzeitschrift ‚The EMBO Journal’ der European Molecular Biology Organization.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news498130

Quellen:  Medizinische Hochschule Hannover, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

„Faktencheck Gesundheit“ mit neuem Service: Patienten können sich Befunde online übersetzen

Erläuterungen und Hintergründe zu CT, MRT und Röntgen

„Faktencheck Gesundheit“, das Internetportal der Bertelsmann Stiftung zur Gesundheitsversorgung in Deutschland, bietet Patienten jetzt noch mehr Hilfen, um sich im Gesundheitswesen zurechtzufinden. Ab dem 26. September 2012 wartet die Seite unter www.faktencheck-gesundheit.de mit neuen Inhalten und Services auf, so zum Beispiel mit einem interaktiven Befunddolmetscher. Aktuelle Umfragen der Bertelsmann Stiftung zeigen, dass Patienten eine solche Unterstützung gut gebrauchen können: Fast jeder dritte Deutsche sieht sich von seinem Arzt nicht intensiv über seine Erkrankung oder eine geplante Therapie informiert.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news498268

Quellen: Bertelsmann Stiftung, Informationsdienst Wissenschaft (idw)