Schlagwortarchiv: BZfE

Bio-Lebensmittel

Fragen und Antworten

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenDie Nachfrage nach Bio-Produkten steigt. Aber warum? Lesen Sie nach, welche Ideen hinter dem biologischen Landbau und der Verarbeitung seiner Produkte stehen. Dann wissen Sie, wann und warum Bio-Lebensmittel bei Ihrem Einkauf Sinn machen. Dass Bio-Landbau viel mehr ist als die Produktion „ungespritzter“ Lebensmittel, ist vielen bereits klar. Doch was genau ist eigentlich anders? Sind ökologische Lebensmittel gesünder? Schmecken sie besser? Und was hat die Umwelt davon?

Die kostenfreie Kompaktinformation des Bundeszentrums für Ernährung geht den wichtigsten Fragen zu „Bio“ klar und verständlich nach und zeigt, woran Bio-Produkte zu erkennen sind. Eine praktische Hilfe für Ihre persönliche Kaufentscheidungen.

www.bzfe.de

Kompaktinfo “Bio-Lebensmittel – Fragen und Antworten“, 20 Seiten, 8. Auflage 2018

Bestell-Nr.: 0392, Preis: 0,00 Euro, zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR

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Typ-2-Diabetes

Längeres Stillen kann die Mutter schützen

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenStillen ist nicht nur das Beste für das Baby, sondern bringt auch der Mutter viele gesundheitliche Vorteile. Das hat eine aktuelle Langzeitstudie erneut bestätigt. Frauen, die ihr Kind mindestens sechs Monate mit Muttermilch ernährten, erkrankten im späteren Leben deutlich seltener an Typ-2-Diabetes. Das Risiko war nur halb so groß, ist im Fachblatt „JAMA Internal Medicine“ zu lesen.

Für die Untersuchung hatten die US-amerikanischen Wissenschaftler mehr als 1.200 Mütter über einen Zeitraum von 30 Jahren begleitet. Zu Beginn waren die Probandinnen 18 bis 30 Jahre alt und nicht an Typ-2-Diabetes erkrankt. Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, bei welcher der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist.

Beim Typ-2-Diabetes spricht der Körper nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin an. Die Frauen nahmen alle fünf Jahre an Stoffwechseluntersuchungen teil und machten zusätzlich Angaben zur Stillzeit, ihrer Gewichtsentwicklung und Ernährungs- sowie Lebensgewohnheiten.

Bei Stillzeiten von bis zu sechs Monaten war das Diabetesrisiko im Vergleich zu nicht stillenden Frauen um 25 Prozent reduziert – bei über sechs Monaten sogar um 47 Prozent. Dabei konnten sich die „Stillmonate“ auf mehrere Kinder verteilen.

 Diabetes mellitus, erhöhter Blutzucker – was ist mit Bioresonanz möglich

Offenbar hat längeres Stillen in Bezug auf Typ-2-Diabetes einen schützenden Effekt. Das galt laut Studie auch für Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes. Nach der Entbindung normalisiert sich der Blutzuckerspiegel in der Regel wieder, aber das Risiko für Typ-2-Diabetes ist erhöht. Der positive Effekt des Stillens war nach den Untersuchungsergebnissen unabhängig von Herkunft und Hautfarbe, Lebensgewohnheiten und Körpergewicht. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keinen Beweis für ursächliche Zusammenhänge liefern kann, geben die Autoren zu bedenken. Es ist auch nicht abschließend geklärt, welche biologischen Mechanismen hinter dem Phänomen stecken. In der Stillzeit werden Hormone wie Prolaktin vermehrt ausgeschüttet. Es wäre möglich, dass sie auf die Zellen der Bauchspeicheldrüse und damit über das Hormon Insulin auf den Blutzuckerspiegel einwirken.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/article-abstract/

Netzwerk Gesund ins Leben: www.gesund-ins-leben.de

https://www.bzfe.de/inhalt/was-frauen-uebers-stillen-wissen-wollen-5072.html

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Vollwertig essen nicht vergessen

Die Ernährungspyramide als Tischaufsteller

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenHeute schon genug getrunken? Sind die fünf Portion Gemüse und Obst gegessen oder zu viel Süßes genascht? Schnellen Aufschluss darüber, wie ein ausgewogener Speiseplan aussieht, gibt die Ernährungspyramide des Bundeszentrums für Ernährung.

Als praktischer Tischaufsteller erinnert sie zum Beispiel Kantinen-Gäste daran, welche Bausteine ihnen für eine vollwertige Ernährung noch fehlen. Damit das Ganze nicht belehrend „rüberkommt“, sind Sprüche wie „Bei Stress essen, stresst beim Essen“ oder „Tanken nicht vergessen!“ ergänzt. Sie sollen zum Schmunzeln anregen und gleichzeitig im Gedächtnis bleiben.

Die Ernährungspyramide ist ein alltagstaugliches Modell, mit dem jeder sein Ernährungsverhalten prüfen und optimieren kann – ganz ohne Kalorienzählen. Mit ihren anschaulichen Symbolen, selbsterklärenden Ampelfarben den Portionsbausteinen bietet sie eine klare Orientierung für eine ausgewogene Ernährung. Dabei gibt die Pyramide den äußeren Rahmen vor, den jeder nach eigenem Geschmack gestalten kann. Damit Essen keine Wissenschaft wird, sondern eine genussvolle Angelegenheit ist.

Die Tischaufsteller eignen sich für Caterer oder Firmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung, machen sich aber auch gut in der Ernährungsberatungspraxis. Ein Paket besteht aus sechs Aufstellern mit unterschiedlichen Sprüchen. Außerdem gibt es Platz zum Anbringen eines Firmenaufklebers.

 Naehrstoffe_Spirulina

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Die Ernährungspyramide – Tischaufsteller, Sechs Aufsteller im Paket, Bestell-Nr.: 1688
Preis: 5,00 Euro, zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 Euro gegen Rechnung

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Vegan, biodynamisch oder künstlich?

Schöne neue Ernährungswelt

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenVeggieburger, Algensphagetti und Fleisch aus dem Labor – Wie ernähren wir uns in Zukunft? So lautete die Frage einer Podiumsdiskussion auf der Nürnberger Messe Biofach. Noch nicht im Trend, aber im Kommen ist künstliches Fleisch. Dabei entnehmen die Forscher einer lebenden Kuh Stammzellen.

Diese wachsen auf einer Nährlösung mit Kohlehydraten, Aminosäuren und Vitaminen im Labor zu Muskelfleisch heran. Dieses „cultured beef“ oder Kunstfleisch erspart Tieren Leid und dient dem Klimaschutz. „Dann brauchen wir statt 1,5 Milliarden Kühe nur noch 500“, lautet die Vision von Professor Mark Post von der Universität Maastricht. Außerdem benötige die Herstellung von In-vitro-Fleisch 90 Prozent weniger Fläche und Wasser wie die von echtem Fleisch.

Der Verein für biozyklisch-vegane Landwirtschaft setzt sich gleich für eine viehlose Landwirtschaft und vegane Ernährung ein. „Fast 30 Prozent der Biobetriebe arbeiten schon jetzt ohne Nutztiere. Mit viel Kompostierung und weiten Fruchtfolgen bleibt der Boden fruchtbar“, erläutert Daniel Mettke. Dem widerspricht Antje Kölling vom Öko-Anbauverband demeter. „Unsere Betriebe arbeiten in geschlossenen Kreisläufen. Kühe können Gras in hochwertiges Protein umwandeln und ihr Mist düngt die Felder. Damit lassen sich Boden und Bodenfruchtbarkeit am besten bewahren.“ Außerdem hielten Kühe und Co. die Landschaft offen und sorgten für Artenvielfalt. Diese Biodiversität gelte es gerade in Zeiten des Klimawandels zu erhalten.

 Naehrstoffe_Spirulina

Einig waren sich alle darin, dass wir zukünftig viel weniger tierische Lebensmittel essen können. Die Ressourcen der Erde reichen auf keinen Fall, um zehn Milliarden Menschen mit einem hohen Fleischkonsum zu ernähren. „Aber wenn 95 Prozent der Menschen Fleisch möchten, können wir die nicht alle zu Veganern bekehren, sondern müssen einen Weg finden, dies zu ermöglichen“, so Post. Neben Fleisch könnten künftig auch Milch und Eier aus dem Labor auf den Tisch kommen. Bis die ersten Produkte in unseren Supermärkten landen, dürften noch vier bis fünf Jahre vergehen, schätzt der niederländische Wissenschaftler. Dass es geht und schmeckt, hat er bereits vor einigen Jahren mit einem künstlichen Beefburger bewiesen. Nur ist der noch unbezahlbar.

Jutta Schneider-Rapp, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4648904/

http://biozyklisch-vegan.de/biozyklischvegan/

https://www.demeter.de/

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Fit und aktiv ins Alter

BZfE-Heft mit Tipps zu Ernährung und Bewegung

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenDas Bundeszentrum für Ernährung hat das Heft „Fit und aktiv ins Alter“ aktualisiert und neu aufgelegt. Darin wird anschaulich erläutert, was jeder Einzelne dafür tun kann, fit und gesund zu bleiben. Es wird erklärt, was sich im Alter körperlich verändert und wie man mit gesunder Ernährung und Bewegung gegensteuern kann.

Ein Überblick über die Lebensmittelgruppen und deren Vertreter ergänzt die Informationen. Checklisten helfen bei der Zusammenstellung des Ernährungsplans. Der Genuss darf dabei natürlich nicht zu kurz kommen. Außerdem werden einige altersassoziierte Erkrankungen beschrieben und erste Ernährungstipps dazu gegeben.

BZfE-Heft „Fit und aktiv ins Alter“, 7. Auflage 2018, A4, 36 Seiten
Bestell-Nr. 1510,
ISBN 978-3-8308-1298-2
Preis: 3,00 Euro (ab 20 Stück 30 % Mengennachlass)
zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 Euro gegen Rechnung
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Kennzeichnung von Obst und Gemüse

Begriffe wie „Finest“ oder „Premium“ können irreführend sein

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenFür die Kennzeichnung von Obst und Gemüse gelten strenge Vorschriften. Verbraucher müssen sich auf die Auszeichnung mit den jeweiligen Klassen und den damit verbundenen Qualitätskriterien verlassen können. Auf Anfrage Spaniens hat die EU-Kommission mitgeteilt, dass Auslobungen mit Begriffen wie „Finest“ oder „Premium“ in unmittelbarem Zusammenhang mit der Klassenangabe für den Verbraucher irreführend sein können.

Bei Angaben wie „Finest“ oder „Premium“ in Zusammenhang mit der Klasse I werde der Anschein erweckt, es handele sich um die höchstmögliche Qualität. Dafür sieht die entsprechende EU-Verordnung (DVO (EU) Nr. 543/2011) jedoch die Klasse Extra vor.

Die genannten Begriffe dürfen jedoch an anderer Stelle auf der Verpackung außerhalb des Kennzeichnungsfeldes verwendet werden. Die Klassenangabe ist grundsätzlich in einer nicht irreführenden Art anzuzeigen, teilt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung mit.

Renate Kessen, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Broschüre „Achten Sie aufs Etikett! – Kennzeichnung von Lebensmitteln“
Bestell-Nr. 1140, 4,00 Euro
www.ble-medienservice.de

https://www.ble.de/DE/Themen/Ernaehrung-Lebensmittel/Vermarktungsnormen/Obst-Gemuese/obst-gemuese_node.html

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Erfolgreich abnehmen

Veranlagung für Übergewicht ist kein Hindernis

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenDie Fastenzeit hat begonnen. Viele nutzen die Wochen vor dem Osterfest, um sich gesünder zu ernähren und ein paar winterliche Pfunde zu verlieren. Häufig wird vermutet, dass Menschen mit einer Veranlagung für Übergewicht schwieriger abnehmen können.

Nach einer US-amerikanischen Studie ist das Gegenteil der Fall: Betroffene profitieren sogar in besonderem Maße von einer Ernährungsumstellung.

Die Wissenschaftler der Tulane University in New Orleans hatten zwei Langzeitstudien mit insgesamt mehr als 14.000 Teilnehmern ausgewertet. Mithilfe von Blutproben bestimmten sie die Zahl der Risikogenvarianten. Über zwei Jahrzehnte wurden im Abstand von vier Jahren Ernährungsgewohnheiten und Körpermassenindex (BMI) protokolliert. Der BMI gibt das Verhältnis des Gewichts (in kg) zur Körpergröße (in m zum Quadrat) an und ist ein Maß zur Beurteilung des Körpergewichts.

 Wegweiser Abnehmen

Bei der Entstehung von Übergewicht spielen viele Faktoren eine Rolle. Neben Umwelteinflüssen gibt es bestimmte Gene, die das Risiko für eine Gewichtszunahme erhöhen. Die Auswertung der Daten hat gezeigt, dass eine genetische Vorbelastung kein Hindernis für eine Ernährungsumstellung ist. Je mehr Risikogene die Probanden hatten, desto höher war der Gewichtsverlust infolge der veränderten Kost. Eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse, Nüssen und Vollkornprodukten, aber wenig Salz und zuckerhaltigen Getränken wirkte sich positiv aus.

Offenbar kann eine gesündere Ernährung nicht nur die genetische Disposition für Übergewicht ausgleichen, sondern ist für Betroffene sogar besonders vorteilhaft. Bislang ist nicht bekannt, welche biologischen Mechanismen hinter diesem Phänomen stecken könnten. Die Wissenschaftler geben zu bedenken, dass reine Beobachtungsstudien keine ursächlichen Zusammenhänge nachweisen können. Es wäre auch möglich, dass bestimmte Lebensstilfaktoren wie sportliche Aktivitäten für die erfolgreiche Gewichtsabnahme verantwortlich waren. Ferner könnte es sein, dass Menschen, die bereits ihr ganzes Leben mit Übergewicht kämpfen, bei einer Ernährungsumstellung konsequenter sind. Diese Fragen sollen in weiteren Forschungen geklärt werden, ist im British Medical Journal (BMJ) zu lesen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://doi.org/10.1136/bmj.j5644

https://www.bzfe.de/inhalt/wohlfuehlgewicht-31763.html

BMI-Rechner: Bin ich übergewichtig?

https://www.bzfe.de/inhalt/bmi-rechner-5423.php

Heft „Mein Weg zum Wohlfühlgewicht“
Bestell-Nr. 1389, Preis: 2,50 Euro

Heft „Genussvoll Kalorien sparen“
Bestell-Nr. 1637, Preis: 2,00 Euro
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Multiple Sklerose

Hat Ernährung Einfluss auf den Verlauf?

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenEine gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkorn kann den Verlauf einer Multiplen Sklerose möglicherweise günstig beeinflussen. Offenbar entwickeln die Betroffenen weniger Beschwerden und sind in ihrem Alltag nicht so stark beeinträchtigt. So lautet das Fazit einer Studie der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore, an der knapp 7.000 Menschen mit Multiple Sklerose (MS) beteiligt waren.

Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, die meist bei jungen Menschen zwischen dem  20. und 40. Lebensjahr erstmals auftritt. Die Entzündungen werden durch den Angriff körpereigener Abwehrzellen auf die Myelinscheiden der Nerven verursacht. Die Folgen reichen von Sehstörungen bis hin zu allgemeiner Schwäche, Müdigkeit, Depression und Lähmungen.

Für die Untersuchung machten die MS-Patienten in Fragebögen Angaben zu ihrer Ernährung. Per Definition lag eine gesunde Kost vor, wenn die Probanden viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte, aber wenig zuckerhaltige Süßspeisen und Erfrischungsgetränke, rotes und verarbeitetes Fleisch konsumierten. Außerdem beurteilten die US-amerikanischen Wissenschaftler, ob der Lebensstil insgesamt gesund war. Dafür wurden neben der Ernährung weitere Umstände wie ein gesundes Körpergewicht, regelmäßige körperliche Aktivität und Nichtrauchen berücksichtigt. Zudem gaben die Probanden zu Protokoll, ob im vergangenen halben Jahr MS-Symptome erneut aufgetreten oder kontinuierlich schlechter geworden waren. Sie sollten einschätzen, wie schwer sie sich dadurch beeinträchtigt gefühlt hatten.

 Vom Schmerz zur Heilung

Bei Patienten mit einer besonders gesunden Ernährungsweise kam es mit einer um 20 Prozent geringeren Wahrscheinlichkeit durch die Krankheit zu starken Beeinträchtigungen als bei Probanden mit einer ungesunden Kost. Das Ergebnis war unabhängig von Alter und Krankheitsdauer.

Das Risiko für eine Depression ließ sich mit einer gesunden Ernährung ähnlich stark verringern. MS-Patienten mit einem allgemein gesunden Lebensstil litten seltener an starker Müdigkeit (minus 31 %), Schmerzen (minus 44 %) und Depression (minus 47 %). Allerdings lässt sich mit diesem Studiendesign kein kausaler Zusammenhang nachweisen, geben die Autoren im Fachblatt „Neurology“ zu bedenken. Es wäre möglich, dass die gesunde Ernährung über Darmflora und Immunsystem den Krankheitsverlauf lindert. Allerdings können weitere Faktoren wie Rauchen und die Genetik eine Rolle spielen. Daher sind Langzeitstudien notwendig, um die Resultate zu untermauern und die Hintergründe zu erforschen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.aan.com

https://doi.org/10.1212/WNL.0000000000004768

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Nachhaltige Ernährungsinitiativen

Kleine Systematik für eine große Bewegung

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenAuf allen Stufen der Lebensmittelkette entstehen nachhaltige Ernährungsinitiativen. In Urban Gardening Projekten und Selbsterntegärten, Food Coops und Erzeuger-Verbrauchergemeinschaften aber auch in regionalen Netzwerken ist Tatendrang spürbar, sich an der Lösung gesellschaftlicher Probleme zu beteiligen.

Etwas Positives bewirken – das steht für viele im Vordergrund ihrer Motivation. Im neuen BZfE-Internetschwerpunkt zur Nachhaltigen Ernährung beschreibt Dr. Irene Antoni Komar, Universität Oldenburg, Motive, Praktiken und Ansätze von Ernährungsinitiativen und -unternehmen, die sich für einen nachhaltigen Gesellschaftswandel – eine Transformation – einsetzen. Sie unterscheidet drei Ebenen, abhängig von ihrer räumlichen Reichweite und organisatorischen Ausdehnung:

Auf der Mikroebene sind dies Beziehungen zwischen Bürgern oder Haushalten und befähigungsorientierten Initiativen zur Unterstützung von Selbstversorgung mit Lebensmitteln. Zum Beispiel Gemeinschaftsgärten, Selbsternteprojekte oder auch komplexe Aquaponic-Technik.

Die Ebene der lokalen Gemeinschaften umfasst Beziehungen zwischen städtischen oder dörflichen Gemeinschaften bzw. lokalen Konsumentengruppen und landwirtschaftlichen Betrieben. Hier finden sich Geschäftsmodelle wie Food Coops und Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften. Sie tragen zur langfristigen Verbindung regionaler landwirtschaftlicher Produktion mit definierten Konsumentenkreisen bei.

Auf der dritten Ebene schließlich sind es die regionalen Netzwerke, wie Regionalmarken, Solidargemeinschaften, Ökodörfer, Ernährungsräte etc. Sie knüpfen Beziehungen zwischen (Groß-)Verbrauchern und Anbieternetzwerken über verschiedene Wertschöpfungsstufen hinweg.

Zum Treiber für Veränderung wird Selbstermächtigung, das gemeinschaftliche Experimentieren und Üben. Das Prinzip des Do-It-Together transformiert die herkömmliche Ernährungspraxis grundlegend, aber auch die Machtverhältnisse. Dieser Prozess bedarf einer Vielzahl hoch motivierter und engagierter Menschen. Sie schöpfen ihre Motivation aus einem hohen Grad an Experimentierfreude und Sinnstiftung im Eintreten für gemeinsame Ziele.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bzfe.de/inhalt/nachhaltige-ernaehrungsinitiativen-31324.html

Forschungsprojekt nascent – Neue Chancen für eine nachhaltige Ernährungswirtschaft durch transformative Wirtschaftsformen:
www.nascent-transformativ.de

http://www.nascent-transformativ.de/nascent-der-film/

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Diabetes und Übergewicht

Ursache für Krebserkrankungen?

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWer übergewichtig ist und an Diabetes leidet, hat ein höheres Risiko für bestimmte Krebserkrankungen. Offenbar sind sechs Prozent der Krebsfälle weltweit auf diese beiden Faktoren zurückzuführen, hat eine britische Studie ergeben. Wissenschaftler des Imperial College London hatten Daten aus dem Jahr 2002 zum Auftreten von Diabetes und Übergewicht in der Bevölkerung aufgenommen. Anschließend hatten sie unter Annahme einer Latenzzeit von zehn Jahren den Anteil der beiden Risiken an neu aufgetretenen Krebserkrankungen im Jahr 2012 berechnet.

Insgesamt wurden 12 Tumortypen in 175 Ländern ausgewertet, die mit Übergewicht und Diabetes in Zusammenhang stehen. So gehen Experten davon aus, dass ein hoher Körpermassenindex (BMI) ein Risikofaktor für Krebserkrankungen in Darm, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Niere, Leber, Gebärmutter, Brustkrebs (nach der Menopause), Eierstöcken, Magen, Schilddrüse und Speiseröhre ist. Diabetes wird mit Tumoren in Darm, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase, Brust und Gebärmutter in Verbindung gebracht. Direkte Ursache-Wirkungsaussagen kann diese Beobachtungsstudie allerdings nicht nachweisen.

Nach Schätzungen der Autoren waren über 792.000 der 14,1 Millionen relevanten Krebserkrankungen im Jahr 2012 auf Übergewicht und Diabetes zurückzuführen. Das entspricht einem Anteil von knapp sechs Prozent. Es standen doppelt so viele Fälle mit Übergewicht als mit Diabetes in Zusammenhang. Vor allem westliche Länder mit hohem Einkommen sind betroffen, während der Anteil in Ländern mit einem mittleren und niedrigen Einkommen meist gering ist.

 Diabetes mellitus, erhöhter Blutzucker – was ist mit Bioresonanz möglich

Nicht nur von Land zu Land, sondern auch zwischen den Geschlechtern gab es Unterschiede. Bei Frauen werden laut Studie doppelt so viele Krebserkrankungen – meist Brust- oder Gebärmutterkrebs – durch Übergewicht und Diabetes begünstigt. Bei Männern gibt es vor allem zu Leberkrebs einen Zusammenhang. Die Ursachen sind allerdings noch nicht geklärt, ist im Fachblatt „Lancet Diabetes & Endocrinology“ zu lesen. Ein hoher Insulinspiegel im Blut, chronische Entzündungsprozesse und eine veränderte Aktivität der Sexualhormone werden diskutiert. Die Wissenschaftler wünschen sich, dass die Resultate mehr Bewusstsein schaffen und geeignete Präventionsmaßnahmen entwickelt werden. Allerdings müssen noch weitere Studien folgen, um die Resultate zu stützen und die Hintergründe zu beleuchten.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://dx.doi.org/10.1016/S2213-8587(17)30366-2

https://www.bzfe.de/inhalt/adipositas-3173.html

Heft „Mein Weg zum Wohlfühlgewicht“
Bestell-Nr. 1389, Preis: 2,50 Euro
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 Vom Schmerz zur Heilung

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