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Rotkohl mal als Rohkost

Superfood aus heimischem Anbau

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWeich gekochter Rotkohl als Beilage zum deftigen Braten und zu Klößen – das hat seine Berechtigung. Schade nur, dass dieses Image ein wenig den Blick darauf verstellt, dass das gesunde Wintergemüse noch viel mehr kann. Immerhin: Nicht zuletzt dank der Veggie-Welle finden Rohkost-Gerichte immer mehr Anhänger. Mit Salz und Pfeffer, Essig und Öl ist der Basis-Salat fertig. Mit Obst und Nüssen wird er immer neu variiert.

In der Küche wirkt der frische Kohlkopf mit seinem Gewicht von bis zu zwei Kilogramm zunächst reichlich unhandlich. Dabei macht er nicht wirklich viel Arbeit. Waschen ist nicht nötig, es reicht, die äußeren Blätter zu entfernen. Zum Zerkleinern eignet sich ein großes Messer mit Wellenschliff am besten. Und ist der Kopf erstmal halbiert, dann liegt er stabil auf der Schnittfläche und kann gut in beliebig feine Streifen geschnitten oder gehobelt werden. Noch schneller geht es mit der Küchenmaschine.

Der rot-blaue Saft hinterlässt bei der Küchenarbeit unerwünschte Spuren. Verwenden Sie deshalb am besten ein älteres Brett und vielleicht auch Gummihandschuhe. Bei der anschließenden Reinigung ist Zitronensaft ein bewährter Helfer.

Alles über den Anbau und die Verwertung von Rotkohl erfahren Sie im Pageflow „Ein Rotkohl packt aus“ – einer Multimediadarstellung darüber, wie der Rotkohl vom Feld bis ins Glas kommt: www.bzfe.de/inhalt/rotkohl-1842.html

Eva Neumann, www.bzfe.de

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Ernährungsrisiko Klimawandel – Klimarisiko Ernährung

Nichtstun wird teuer

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenUnser Ernährungsstil trägt maßgeblich zum Klimawandel bei und umgekehrt: Der Klimawandel gefährdet die Ernährungssicherheit. Neue Modellrechnungen zeigen, welche Folgen steigende Temperaturen für die Versorgung mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln haben können. Mit jedem Grad mehr stehen der Weltbevölkerung 6 Prozent weniger Weizen zur Verfügung, 7 Prozent weniger Mais sowie jeweils 3 Prozent weniger Reis und Soja. In manchen Ländern lässt sich dieser Negativtrend jetzt schon beobachten. Die Modellierungen wurden Ende August 2017 von einem 30köpfigen Wissenschaftlerteam um Zhao Chuang von der Peking Universität publiziert. An der Arbeit beteiligten sich auch Wissenschaftler vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der Universität Bonn.

Unser heutiges Ernährungssystem gilt gleichzeitig als Mitverursacher des Klimawandels. In Deutschland entstehen gut 25 Prozent aller klimawirksamen Emissionen bei der Herstellung, Vermarktung und Zubereitung von Lebensmitteln, schätzt der wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz des Bundesernährungsministeriums.

Zu den Maßnahmen mit dem größten Einsparungspotenzial gehört die Reduktion des Fleischverzehrs. Wenn alle Bundesbürger theoretisch nur die Fleischmenge essen würden, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen wird, dann sänken unsere ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen bereits um rund 9 Prozent. Das Einsparungspotenzial durch gezielte Auswahl von klimafreundlichen Lebensmitteln ist noch viel größer. Mittlerweile beschäftigen sich zahlreiche nationale und internationale Behörden und Forschungsteams mit der Frage, wie eine gesunde und zugleich klimafreundliche Ernährungsweise wohl aussehen könnte. Bislang gilt eine vielfältige mediterrane Ernährungsweise als beste  Schnittmenge zwischen Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Doch mit einer Ernährungsumstellung allein ist es noch nicht getan, erfährt man im Gutachten des verbraucherpolitischen Beirates. Er enthält ein umfangreiches Maßnahmenpaket aus dem Bereich Land- und Forstwirtschaft. Ein großes Gewicht haben aus Sicht des Beirates internationale Klimaschutzabkommen. Die Bundesregierung müsse deutlich mehr Ressourcen in die Entwicklung und Durchsetzung einer globalen Klimaschutzstrategie investieren und dabei gleichzeitig ambitionierte nationale und europäische Klimaschutzziele  verwirklichen. Sie soll sich u.a. dafür einsetzen Treibhausgasemissionen zu verteuern und den Verbrauch von fossilen Energieträgern zu besteuern, auch für internationale Transporte per Schiff oder Flugzeug.

 Vom Schmerz zur Heilung

Auch die monetären Kosten für eine Klimastabilisierung lassen sich mittlerweile abschätzen. Dafür trafen sich im Oktober 2017 auf der Impact World Conference über 500 Wissenschaftler in Potsdam. Eine aktive Begrenzung der globalen Erwärmung sei viel günstiger, als einfach nichts zu tun, so Professor Hermann Lotze-Campen, Leiter des Forschungsbereichs Klimawirkung und Vulnerabilität am PIK. „Nichtstun würde uns am Ende ein Vielfaches der rund zwei Prozent der globalen Wirtschaftsleistung kosten, die wir für die Klimastabilisierung aufbringen müssten“.

Gesa Maschkowski, www.bzfe.de

Weitere Informationen

https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/die-wahren-kosten-des-klimawandels-impacts-world-konferenz-in-potsdam

Klimagutachten des wissenschaftlichen Beirates für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz des Bundesernährungsminsterium: http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ministerium/Beiraete/Agrarpolitik/Klimaschutzgutachten_2016.pdf?__blob=publicationFile

Veröffentlichung: Temperature increase reduces global yields
http://www.pnas.org/content/114/35/9326.abstract

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Diabetesprävention in Deutschland

Helfen Sie mit

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) rufen alle Erwachsenen dazu auf, beim Deutschen Diabetes-Risiko-Test mitzumachen. Ziel ist es, die Diabetes-Risikokommunikation und damit die Diabetesprävention in der Bevölkerung zu verbessern.

In Deutschland sind schätzungsweise sechs Millionen Menschen von Diabetes betroffen. Von 100 Menschen mit Diabetes sind etwa 90 bis 95 an einem Typ-2-Diabetes erkrankt, der in der Allgemeinbevölkerung auch als Alterszucker bekannt ist.

Aufgrund der veränderten Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sowie der hohen Zahl übergewichtiger Menschen sind heute aber nicht nur ältere, sondern zunehmend auch jüngere Menschen von dieser Krankheit betroffen. Typ-2-Diabetes ist mit einem erhöhten Risiko für schwerwiegende Folgeerkrankungen verbunden. Hierzu zählen u.a. Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblinden und Nierenversagen. „Das Gute ist, dass jeder Einzelne durch einen gesunden Lebensstil viel dazu beitragen kann, der Erkrankung vorzubeugen“, weiß Matthias Schulze, Leiter der Abteilung Molekulare Epidemiologie am DIfE.

 Diabetes mellitus, erhöhter Blutzucker – was ist mit Bioresonanz möglich

Mit Hilfe des Diabetes-Risiko-Tests kann jeder Erwachsene schnell und einfach ermitteln, wie hoch sein persönliches Risiko ist, innerhalb der nächsten fünf Jahre an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken. Der Test ist sowohl als Fragebogen als auch als Online-Version unter http://drs.dife.de verfügbar. Der Online-Test gibt am Ende individuell zugeschnittene Empfehlungen, wie man das Erkrankungsrisiko senken kann.

www.bzfe.de

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Vegan ist Trend

Die Produktvielfalt nimmt zu

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenImmer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegane Ernährung. Das heißt, sie ernähren sich rein pflanzlich und verzichten auf alle Lebensmittel tierischen Ursprungs. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat im Rahmen eines Forschungsprojekts Veganer zu ihren Einstellungen befragt, um Risiken einer veganen Kost angemessen kommunizieren zu können.

Anhand der Ergebnisse sollen laut BfR konkrete Empfehlungen entwickelt werden, die an die spezielle Ernährungsweise anknüpfen und gut umgesetzt werden können. Denn eine vegane Ernährung hat neben gesundheitlichen Vorteilen auch Risiken. So erschwert eine rein pflanzliche Kost die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen wie Vitamin B12 und Eisen, bestimmten Aminosäuren und langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Das betrifft vor allem Schwangere und Kinder.

Vegane Ernährung ist Trend. Inzwischen bieten nicht nur Bio- und Naturkostläden, sondern auch klassische Supermärkte und Discounter immer mehr vegane Lebensmittel an. Häufig sind die speziellen Produkte in Bio-Qualität erhältlich. Klassische Alternativen zu Kuhmilch sind Soja-, Hafer-, Reis- und Mandeldrinks. Wer weder Wurst noch Käse als Brotbelag essen möchte, greift zu pflanzlichen Brotaufstrichen. Das können Erdnuss-, Mandel- oder Haselnussmus sein, aber auch Aufstriche auf der Basis von Gemüse und pflanzlichem Öl. Mandelmus wird aus ganzen gemahlenen Mandeln zubereitet und ist auch eine hervorragende Grundlage für Salatdressing und Nudelsoßen. Im Handel werden Imitate für Schnittkäse angeboten, die meist pflanzliches Öl, Kartoffelstärke und Salz enthalten. Ohne Zusatzstoffe kommen solche Produkte jedoch nicht aus.

Von Tofu bis Tempeh – Fleischalternativen werden meist auf Sojabasis hergestellt. Inzwischen stehen Veganern aber auch tofuähnliche Produkte aus den eiweißreichen Samen der Süßlupine zur Verfügung, die unter dem Namen „Lupino“ im Regal zu finden sind. Der Vorteil: Diese Hülsenfrüchte werden auf heimischen Feldern angebaut und sind auch für Sojaallergiker verträglich. Seitan ist ein Fleischersatz aus Weizenprotein. Er lässt sich wie ein Schnitzel anbraten oder wird klein geschnitten als Gulasch oder Gyros serviert.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Pressemeldung Nr. 42/2017 und BfR-Wissenschaft 05/2017 vom 17. Oktober 2017

Weitere Informationen:

http://www.bzfe.de/inhalt/vegane-lebensmittel-559.html

http://www.bzfe.de/inhalt/vegane-lebensmittel-1445.html

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Lebensmittel wertschätzen

Neue Internet-Plattform von Bund und Ländern

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenElf Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jedes Jahr in der Industrie, bei Großverbrauchern, im Handel und in Privathaushalten weggeworfen. Deutschland hat sich dem Ziel der Vereinten Nationen verpflichtet, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernteverluste zu verringern. Das kann nur gelingen, wenn sich alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette beteiligen und das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel steigt. Dazu ist die neue Internetplattform www.lebensmittelwertschätzen.de unter Federführung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft entstanden. Die Seite ist der erste Online-Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen Strategie von Bund und Ländern zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen und -verlusten.

Die neue Website zeigt bereits 80 konkrete Aktivitäten für die gesamte Wertschöpfungskette. Die Beiträge verteilen sich auf die vier Hauptbereiche Produktion, Handel, Außer-Haus-Verpflegung und Gesellschaft. Die Aktivitäten demonstrieren, wie unterschiedlich man sich dem Thema Lebensmittelwertschätzung widmen kann. Sie dienen dabei als Best-Practice-Beispiele und zeigen gleichzeitig Kontakt- und Mitmachmöglichkeiten auf. Durch eine Filterfunktion kann der Nutzer auch herausfinden, ob in seiner Nähe Projekte stattfinden, bei denen er mitwirken kann. Neue Aktionen sollen laufend dazu kommen:

Die Seite stellt Checklisten, Kalkulationstabellen oder Schulungsmaterial vor.

Die Inhalte sind zum Teil aus dem Projekt „Lebensmittel Abfall vermeiden“ der FH Münster hervorgegangen sowie im Rahmen der Initiative Zu gut für die Tonne  entstanden. Zudem gibt die Seite www.lebensmittelwertschätzen.de auch einen Einblick in internationale Aktivitäten gegen Lebensmittelverschwendung.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bzfe.de/inhalt/zu-gut-fuer-die-tonne-30081.html

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Keime in der Küche

Campylobacter kaum bekannt

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenNur jeder fünfte Verbraucher kennt den Krankheitserreger Campylobacter. Dabei ist er inzwischen in Deutschland noch vor den Salmonellen der häufigste bakterielle Erreger von Darminfektionen, informiert das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im aktuellen Verbrauchermonitor. Für diese regelmäßige Befragung werden rund 1.000 Personen ab 14 Jahren interviewt.

Der BfR-Verbrauchermonitor soll zeigen, wie die Deutschen gesundheitliche Risiken beurteilen. Es ist vor allem interessant, ob die öffentliche Wahrnehmung von der wissenschaftlichen Einschätzung abweicht und man eventuell mehr und besser über Risiken kommunizieren muss.

Mehr als jeder zweite Deutsche vertraut den staatlichen Stellen beim Schutz der Gesundheit. Ein Großteil ist weiterhin von der Sicherheit der angebotenen Lebensmittel überzeugt. Werden Verbraucher gezielt nach möglichen Gesundheitsrisiken gefragt, nennen diese in erster Linie Salmonellen (95 %), gentechnisch veränderte Lebensmittel (92 %), Antibiotikaresistenzen (89 %) und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in der Nahrung (87 %). 82 Prozent der Befragten wissen von Schimmelpilzgiften und je 69 Prozent von Mineralölen und Mikroplastik in Lebensmitteln. Immerhin 67 Prozent ist bewusst, dass Aluminium aus Menüschalen freigesetzt werden kann. Andere Risiken, die relevant für die Gesundheit sind, werden dagegen häufig unterschätzt. Das sind zum Beispiel Pyrrolizidinalkaloide in Tees und Honig, von denen nur 26 Prozent der Befragten gehört haben. Nur wenige Menschen sind über Risiken wie Lebensmittelhygiene im Haushalt (17 %) und Campylobacter in Lebensmitteln (11 %) besorgt.

 Vom Schmerz zur Heilung

Gerade beim Thema Campylobacter ist aber ein höherer Aufmerksamkeitswert angebracht. Denn da kann der Verbraucher selbst das gesundheitliche Risiko minimieren. Dieser Erreger kann nämlich zum Beispiel in nicht ausreichend erhitztem Geflügelfleisch und Rohmilch vorkommen. Bei der Verarbeitung von Geflügelfleisch im Haushalt ist dabei besonders auf Hygiene zu achten: Geflügel immer durchgaren. Alle Küchengeräte, die mit rohem Geflügel in Kontakt kommen, gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine bei mindestens 60 Grad reinigen. Und immer Hände gründlich waschen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.bfr.bund.de/cm/350/bfr-verbrauchermonitor-08-2017.pdf

http://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zu-pyrrolizidinalkaloiden-in-lebensmitteln.pdf

https://www.bzfe.de/inhalt/hygiene-1855.html

Heft „Küchenhygiene“
Bestell-Nr. 1323, Preis: 2,00 Euro

Poster „Saubere Küche“
Bestell-Nr. 3347, Preis: 1,50 Euro

Broschüre „Lebensmittelhygiene“ – Praxishandbuch zur Lebensmittellagerung im Haushalt“
Bestell-Nr. 3922, Preis: 8,00 Euro

www.ble-medienservice.de

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Zöliakie bei Kindern

Diagnose auch ohne Magenspiegelung möglich

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenBei Kindern kann eine Glutenunverträglichkeit auch ohne eine Magenspiegelung diagnostiziert werden. Das hat eine große internationale Studie bestätigt, die das Dr. von Haunersche Kinderspital am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) initiiert hat. In über 50 Prozent der Fälle konnte die Diagnose ohne den belastenden Eingriff zuverlässig gestellt werden.

Etwa 1 von 100 Kindern und Jugendlichen in Europa leidet an einer Glutenunverträglichkeit, auch Zöliakie genannt. Häufig beginnt die Erkrankung im Kleinkindalter. Bei Betroffenen löst das Klebereiweiß Gluten eine abnorme Reaktion des Immunsystems aus. Bereits kleinste Mengen können die Dünndarmschleimhaut schädigen und Entzündungen hervorrufen. Das führt dazu, dass der Körper nicht mehr genügend Nährstoffe aufnehmen kann. Betroffene müssen sich ihr Leben lang glutenfrei ernähren. Gluten ist natürlicherweise in verschiedenen Getreidearten wie Weizen, Roggen und Gerste enthalten.

Zur Diagnosestellung wird eine Blutuntersuchung auf Auto-Antikörper gegen das Enzym Gewebs-Transglutaminase (tTGA-IgA) durchgeführt. Das sind Eiweißstoffe, die Immunzellen gegen körpereigenes Gewebe im Darm bilden. Wenn die Werte erhöht sind, handelt es sich wahrscheinlich um Zöliakie. Bislang musste eine Magenspiegelung gemacht werden, um den Verdacht zu bestätigen. Dabei werden kleine Gewebeproben aus dem oberen Dünndarm entnommen, um die Darmschädigung nachzuweisen. Bei Kindern ist für den Eingriff eine Narkose notwendig.

Anmerkung der Redaktion: Beachten Sie auch den Beitrag: Darmbeschwerden effektiv lösen.

Lösung für Darmbeschwerden

 

 

 

 

 

 

Im Jahr 2012 hat die Europäische Gesellschaft für Kindergastroenterologie bestimmte Kriterien für eine Zöliakie-Diagnose ohne Magenspiegelung vorgeschlagen. Dazu gehören sehr hohe tTGA-IgA-Werte im Blut (über dem Zehnfachen des Normwerts), für Zöliakie typische Beschwerden (z.B. chronische Durchfälle, Gewichtsverlust), der Nachweis weiterer Auto-Antikörper (EMA-IgA) und bestimmte genetische Risikomarker. In der aktuellen Studie sollte geprüft werden, ob diese Empfehlung wissenschaftlich untermauert werden kann. Dazu nahmen 33 Kliniken aus 21 Ländern Daten von mehr als 700 Kindern und Jugendlichen auf, bei denen der Test auf Zöliakie-Antikörper positiv war. Es zeigte sich, dass ein sehr hoher tTGA-Iga-Wert kombiniert mit dem Nachweis von EMA-IgA in einer zweiten Blutprobe bei Kindern mit Symptomen eine sichere Diagnose ermöglicht. Auf die Bestimmung des genetischen Risikomarkers kann verzichtet werden, schreiben die Mediziner im Fachblatt „Gastroenterology“. Wenn der tTGA-IgA-Wert unterhalb des Zehnfachen des Grenzwerts liegt, wird weiterhin eine Gewebeentnahme empfohlen.

„Die Ergebnisse schaffen endlich Klarheit und bestätigen das von der europäischen Fachgesellschaft vorgeschlagene Vorgehen“, resümiert Prof. Dr. Sibylle Koletzko vom Dr. von Haunerschen Kinderspital. „Das erspart vielen Kindern die belastende Magenspiegelung mit Narkose“. Sie rät Eltern, für die Diagnosestellung einen Kinder-Gastroenterologen oder einen Kinderarzt mit zusätzlichem Fachwissen für Glutenunverträglichkeit aufzusuchen. In weiteren Studien soll geklärt werden, ob und bei welchen Kriterien auch ohne offensichtliche Symptome auf eine Magenspiegelung verzichtet werden kann.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.klinikum.uni-muenchen.de

http://dx.doi.org/10.1053/j.gastro.2017.06.002

https://www.bzfe.de/inhalt/zoeliakie-29172.html

Kompaktinfo „frei von Gluten – 10er Pack“
Bestell-Nr. 0393, Preis: 2,50 Euro, zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 Euro gegen Rechnung

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Regelmäßig Hülsenfrüchte essen

Lässt sich so Typ-2-Diabetes vorbeugen?

Pressemeldungen Gesundheit

Wer regelmäßig Hülsenfrüchte isst, kann offenbar das Risiko für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes senken. Das zumindest lassen die Ergebnisse einer spanischen Untersuchung vermuten, die im Rahmen der Prevención con Dieta Mediterránea-Studie (Prävention mit Mittelmeerkost) durchgeführt wurde.

Die Wissenschaftler der Universität Rovira i Virgili hatten über 3.300 Probanden ab 55 Jahren mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen begleitet. Die Teilnehmer machten einmal im Jahr Angaben zu ihren Ernährungsgewohnheiten, wobei der Fokus auf den Hülsenfrüchten Linsen, Kichererbsen, Trockenbohnen und frischen Erbsen lag. Außerdem nahmen die Mediziner nüchtern Blutproben, um den Blutzuckerspiegel zu bestimmen. Im Laufe von vier Jahren wurden 266 Fälle von Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, bei welcher der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist. Beim Typ-2-Diabetes spricht der Körper nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin an.

Wer täglich 29 g Hülsenfrüchte (bzw. über drei Portionen pro Woche) verzehrte, hatte ein um 35 Prozent geringeres Typ-2-Diabetes-Risiko als Menschen mit einem geringen Konsum von 13 g pro Tag (bzw. höchstens 1,5 Portionen pro Woche). Dieser Zusammenhang war unabhängig vom Körpermassenindex (BMI), ist in der Fachzeitschrift „Clinical Nutrition“ zu lesen. Insbesondere Linsen scheinen einen positiven Effekt zu haben. Kamen sie einmal pro Woche auf den Tisch, war das Risiko um 33 Prozent geringer als bei einem Verzehr von weniger als einer halben wöchentlichen Portion.

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 Diabetes mellitus, erhöhter Blutzucker – was ist mit Bioresonanz möglich

Die Wissenschaftler empfehlen, im Rahmen einer Mittelmeerkost regelmäßig Hülsenfrüchte zu essen. Wer täglich eine halbe Portion eiweiß- und kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Eier, Brot, Reis und Kartoffeln durch Hülsenfrüchte ersetzte, konnte ebenfalls der Entstehung eines Typ-2-Diabetes vorbeugen. Allerdings sind die Zusammenhänge zwischen Ernährung, bestimmten Lebensmittelgruppen und Stoffwechselstörungen wie Diabetes vielschichtig. Das macht es schwierig, gesicherte Zusammenhänge einzelner Faktoren zu beweisen. Eine mögliche Erklärung wäre, dass Hülsenfrüchte einen niedrigen glykämischen Index haben. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Essen langsamer ansteigt. Zudem sind Hülsenfrüchte reich an Ballaststoffen, B-Vitaminen und wertvollen Mineralien wie Kalzium, Kalium und Magnesium. 2016 hatten die Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte erklärt, um auf die Ernährungsvorteile dieser Lebensmittelgruppe hinzuweisen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.clinicalnutritionjournal.com/article/S0261-5614(17)30106-1/abstract

http://www.aid.de/inhalt/huelsenfruechte-6261.html

http://www.aid.de/inhalt/huelsenfruechte-4129.html

Broschüre „Gemüse“
Bestell-Nr. 1024, Preis: 4,00 Euro

www.ble-medienservice.de

Orthorexie

Wenn gesund essen zum Zwang wird

Pressemeldungen Gesundheit

Wir essen, um satt zu werden. Wir essen bestimmte Lebensmittel, weil wir sie gerne mögen. Doch was ist, wenn das Essen unser Leben bestimmt und allein unser Körper für das eigene Glück oder Unglück verantwortlich ist? Bei einem sogenannten orthorektischen Ernährungsverhalten zwingen sich die Betroffenen zu gesunder Ernährung und haben Angst, durch ungesunde Ernährung krank zu werden. Orthorexie bedeutet übersetzt so viel wie „richtiger Appetit“. Wer sich orthorektisch ernährt, definiert dabei selbst, was als gesund gilt. Während einige auf einzelne Lebensmittel verzichten (z. B. kein Haushaltszucker), streichen andere ganze Lebensmittelgruppen und essen nur noch Rohkost. Ebenso können bestimmte Zubereitungsarten oder fixe Zeitpläne (z. B. nach 18 Uhr nichts mehr essen) zur Mahlzeiteneinnahme das zwanghafte Verhalten prägen.

Als Ess-Störungen gelten bisher Magersucht (Anorexia nervosa), Bulimie (Bulimia nervosa) und Binge-Eating-Störung (Binge Eating Disorder). Diese drei klassischen Ess-Störungen sind nicht immer klar voneinander abzugrenzen. Zum Teil existieren auch Mischformen. Ob es sich beim orthorektischen Ernährungsverhalten um eine weitere Ess-Störung handelt, wird derzeit noch diskutiert. Ausführliche Informationen zur Orthorexie mit einem Selbsttest gibt es auf der Internetseite von IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung www.in-form.de.

www.bzfe.de, www.in-form.de

Weitere Informationen:

https://www.in-form.de/buergerportal/service/bewusste-ernaehrung/ernaehrung-und-gesundheit/orthorexie-wenn-gesund-essen-zum-zwang-wird.html

Beeinflusst die Ernährung das Darmkrebsrisiko?

Darmflora ist offenbar ein Faktor

Pressemeldungen Gesundheit

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Eine vollwertige Ernährung kann Tumoren im Darm vorbeugen, die mit bestimmten Dickdarmbakterien in Zusammenhang stehen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Dana-Farber Cancer Institute in Boston, für die Daten von zwei Studien mit insgesamt mehr als 137.000 Teilnehmern ausgewertet wurden.

Die Männer und Frauen waren zu Beginn durchschnittlich 54 bzw. 46 Jahre alt und arbeiteten im gesundheitlichen Bereich. Alle zwei Jahre machten sie Angaben zu ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Es wurde zwischen einer ballaststoffreichen Kost mit viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten und einer westlichen Diät mit Weißmehlprodukten, süßen Desserts, rotem und verarbeitetem Fleisch unterschieden. Im Laufe von bis zu drei Jahrzehnten diagnostizierten die Mediziner in 1.019 Fällen Darmkrebs. Bei jedem achten Tumor ließen sich Gene des Fusobacterium nucleatum im Gewebe nachweisen. Dieses Bakterium ist eines von Hunderten, das natürlicherweise den Dickdarm des Menschen besiedelt.

Es ist allgemein bekannt, dass eine ballaststoffreiche und vollwertige Kost das Risiko für Darmkrebs senken kann. Allerdings ist dieser Zusammenhang komplizierter als gedacht. Der entscheidende Punkt ist die individuelle Darmflora, erklären die Wissenschaftler. Probanden mit einer vollwertigen Kost hatten ein um 57 Prozent geringeres Risiko für Darmkrebs, bei dem F. nucleatum nachweisbar war. Auf andere Tumorerkrankungen im Darm hatte die Ernährung keinen Einfluss.

 Darmbeschwerden und Verdauungsstoerungen – was ist mit Bioresonanz moeglich

Vermutlich verändert die gesunde Kost über einen längeren Zeitraum das Milieu und die Besiedelung des Dickdarms mit Mikroorganismen, schreiben die Autoren im Fachjournal „JAMA Oncology“. Die Darmflora wird vielfältiger und unerwünschte Bakterien wie F. nucleatum werden zurück gedrängt. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass das Bakterium mit Darmkrebs in Zusammenhang steht und sein Vorkommen durch eine westliche Kost begünstigt wird. Vermutlich senkt es die Immunantwort des Körpers auf die Tumorzellen und fördert deren Wachstum.

Allerdings sind die Zusammenhänge zwischen der Ernährung, bestimmten Lebensmittelgruppen, Mikroorganismen im Darm und der Entwicklung von Krebs so vielschichtig, dass es schwer sein wird, gesicherte Zusammenhänge einzelner Faktoren zu beweisen. Erst durch die Kombination vieler Ergebnisse können die neuen Erkenntnisse in der Praxis helfen, individuelle Ernährungsempfehlungen zu geben.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.dana-farber.org

http://jamanetwork.com/journals/jamaoncology/article-abstract/2598745

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Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäβ § 27 a Umsatzsteuergesetz lautet
DE 114 110 249.