Archiv der Kategorie: Ernährung

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Für mehr Ernährungsgesundheit

Faire Ernährungsumgebungen gestalten – Krankheiten eindämmen

Richtige Ernährung ist der Schlüssel für ein längeres, gesundes Leben. Bei 17 Prozent der Bevölkerung in Europa sind Ernährungsrisiken verantwortlich für verlorene Lebensjahre. Und weltweit kann jede fünfte Todesursache mit ungesunder Ernährung in Verbindung gebracht werden. Diese beunruhigenden Zahlen nannte João Breda vom Europabüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Mitte November 2020 bei einer gemeinsamen Dreiländertagung der Ernährungsgesellschaften für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

„Unser Hauptproblem sind die sogenannten nichtübertragbaren Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen, Krebs, Diabetes und chronische Atemwegsleiden, die europaweit für 89 Prozent aller vorzeitigen Todesfälle verantwortlich sind“, sagte Breda, der bei der Onlinetagung. „Bis 2030 wollen wir diese Art vorzeitiger Todesursachen um ein Drittel reduzieren.“ Zwar gebe es in Europa erste Fortschritte, aber noch viel Luft nach oben. Maßnahmen zur Reduktion von Salz, Zucker und Transfettsäuren in Lebensmitteln und Verbesserungen bei der Kinderernährung zeigten Wirkung. Jedoch fehle es in vielen europäischen Ländern an einer noch ambitionierteren ganzheitlichen Ernährungspolitik, um das von der WHO gesteckte Ziel zu erreichen. Dazu seien Strategien notwendig, die gleichermaßen die Ernährungsgesundheit der Menschen wie eine umweltbezogene Nachhaltigkeit in den Blick nehmen. Dafür bietet das WHO-Regionalbüro den Regierungen praktische Unterstützung an, wie z.B. das „CLICK“-Tool zur Überwachung und Einschränkung der digitalen Vermarktung ungesunder Produkte an Kinder und Jugendliche. Für Breda sind Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit Eckpfeiler der Ernährung – und eine gute Ernährung zudem der Schlüssel, um eins der weltweit zentralen Ziele zur nachhaltigen Entwicklung umzusetzen: Gute Gesundheit und Wohlergehen.

Aus deutscher Sicht unterstützte Gesundheitspsychologin Britta Renner von der Universität Konstanz diese ernährungspolitischen Zielvorgaben, denn für die Erreichung von globalen und deutschen Nachhaltigkeitszielen wird zunehmend auch der Ernährung eine wichtige Rolle zugesprochen. Dabei hob sie die Bedeutung der Ernährungsumgebung hervor: „Jeden Tag treffen wir rund 200 Entscheidungen – was, wie viel, wann, wo und mit wem wir essen. Aber viele dieser Entscheidungen werden im Auto-Pilot-Modus getroffen, das heißt habituell und unbewusst.“ Deshalb hat der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in einem Gutachten zur nachhaltigeren Ernährung den zentralen Fokus auf diese Ernährungsumgebung gelegt, die das Konsum- und Essverhalten entscheidend prägt. „Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, beeinflusst unsere Gesundheit, Lebensqualität und unser Wohlbefinden. Verschiedene Lebensmittel tragen dabei einen nicht unerheblichen sozialen, klima- und tierbezogenen Fußabdruck“, so Professorin Renner. „Diese weitreichenden Einflüsse sind Verbrauchern und Verbraucherinnen, aber auch politischen Entscheidungsträgern und Entscheidungsträgerinnen häufig nicht bewusst.“ Renners zentrale Forderung lautete daher, faire Ernährungsumgebungen aktiv zu gestalten, die erstens auf die Menschen abgestimmt sind, und uns zweitens „mehr und leichtere Wahlmöglichkeiten für eine nachhaltigere Ernährung bieten“.

Heiko Zentgraf, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.euro.who.int/de/health-topics/disease-prevention/nutrition/publications/2019/monitoring-and-restricting-digital-marketing-of-unhealthy-products-to-children-and-adolescents-2019

WBAE-Gutachten: www.nachhaltigere-ernaehrung-gutachten.de

BZfE-Nachhaltigkeits-Webseite www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/grundlagen/

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Low FODMAP

Low-FODMAP-Ernährung – einfach und praktisch erklärt

Wer liebt nicht Brote, Pizza, Pasta oder Süßigkeiten! Doch ausgerechnet diese Lieblingsgerichte können die Freude am Genuss trüben – mit Blähungen oder Durchfall bis hin zu krampfartigen Schmerzen. Schuld daran sind in vielen Fällen FODMAPs. Karina Haufe erklärt in ihrem Ratgeber „Low FODMAP“, was es mit diesen Kohlenhydraten auf sich hat und warum sie manchen von uns Probleme machen. Ganz praktisch zeigt sie, wie die Umstellung zu einer Low-FODMAP-armen Ernährung in drei Phasen gelingen kann.

Low-FODMAP-Rezepte für Genießer

Low-FODMAP-Ernährung bedeutet, auszulassen, was viele FODMAPs enthält und deswegen Beschwerden verursachen kann. Sie bedeutet auch, so naturbelassen wie möglich zu essen, also künstliche Zusatzstoffe und ähnliches zu meiden. Die Low-FODMAP-Rezepte im Buch wirken sich positiv auf Verdauungsbeschwerden aus und lassen den gereizten Darm zur Ruhe kommen.

Die Autorin

Karina Haufe ist ganzheitliche Ernährungstherapeutin, Heilpraktikerin und Fachberaterin für vegane, vegetarische und Sporternährung. Zudem ist sie in der Erwachsenenbildung und in der Ausbildung von Ernährungsberatern tätig. Seit 2012 ist Karina Haufe Inhaberin der ernährungstherapeutischen Praxis „Ernährungsberatung und Bewegungscoaching München“. Um ihre Klienten bei der praktischen Umsetzung gesunder Ernährung zu unterstützen gründete sie im Jahr 2016 die vegane Kochschule „green milk®“ in München.

Das Buch auf Amazon ansehen: Low FODMAP: So funktioniert die FODMAP-arme Ernährung bei Reizdarm und Unverträglichkeiten. Rezepte für jeden Tag

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Melanie Asche, Kommunikationsmanagerin humboldt Ratgeber, Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Postanschrift: 30130 Hannover, Adresse: Hans-Böckler-Allee 7, 30173 Hannover, mailto:asche@humboldt.de, Telefon 0511 8550-2562, Telefax 0511 8550-992562, www.humboldt.de, www.schluetersche.de

 

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Gesunde Kraftpakete

Nüsse in Maßen und ungesalzen genießen

Wer Lust auf eine Knabberei hat, greift immer häufiger zu Nüssen und Nuss-Frucht-Mischungen. Die Vielfalt der Produkte ist groß, meldet der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Neben salzigen Snacks und dem klassischen Studentenfutter finden Verbraucher auch Mischungen edler Sorten im Supermarktregal. Dabei ist nicht jede „Nuss“ auch botanisch eine Nuss. Pekannüsse, Kokosnüsse, Mandeln und Pistazien zählen zum Beispiel zu den Steinfrüchten, während die Erdnuss eine Hülsenfrucht ist. Hasel- und Walnüsse sind dagegen „echte“ Nüsse.

Nüsse sind im Rahmen einer vollwertigen und planetarischen Ernährung eine gesunde Ergänzung für den Speiseplan. Sie versorgen den Körper mit vielen Nährstoffen wie Vitaminen der B-Gruppe, Vitamin E und Mineralstoffen wie Kalium, Natrium, Magnesium und Phosphor. Die enthaltenen Polyphenole sind Antioxidantien und helfen gegen oxidativen Stress. Besonders wertvoll sind die einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die das Herz schützen und sich günstig auf die Blutfettwerte auswirken. Aufgrund des hohen Kaloriengehalts sollte aber nicht mehr als zwei Handvoll pro Tag (50 g) geknabbert werden.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind naturbelassene Produkte die beste Wahl. Gesalzene Nüsse erhöhen die Speisesalzzufuhr und sollten daher nur selten genascht werden. Die meisten Deutschen essen ohnehin zu salzreich und überschreiten die empfohlenen Mengen von höchstens 6 Gramm am Tag. Das kann auf Dauer der Gesundheit schaden und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Übergewicht erhöhen.

Achten Sie beim Einkauf auf Qualität. Aufgrund des hohen Fettgehalts werden Nüsse schnell ranzig und sollten daher an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort aufbewahrt werden.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2020/oktober/nussbilanz-2019-fuenf-kilogramm-nuesse-pro-person/

www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/nuesse/

www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/lagern-kochen-essen-teilen/planetary-health-diet/

www.bzfe.de/lebensmittel/zubereitung/weniger-zucker-fette-und-salz/

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Vitamin A in der Ernährung

Neue Referenzwerte festgelegt

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat die Referenzwerte für die Zufuhr von Vitamin A überarbeitet. Sie liegen für Frauen bei 700 Mikrogramm (µg) und für Männer bei 850 µg Retinolaktivitätsäquivalent (RAE) pro Tag. Kinder bis 13 Jahre sollten zwischen 300 und 600 µg RAE täglich aufnehmen. Besonders hoch ist der Tagesbedarf von männlichen Teenagern zwischen 15 und 19 Jahren (950 µg RAE) und Stilllenden (1.300 µg RAE), bei denen der Verlust über die Muttermilch ausgeglichen werden muss. Schwangeren wird eine Zufuhr von 800 µg RAE empfohlen. Die Referenzwerte werden von den Gesellschaften für Ernährung in Deutschland (DGE), Österreich (ÖGE) und der Schweiz (SGE) gemeinsam herausgegeben.

Vitamin A ist ein Sammelbegriff für Retinol und weitere Verbindungen mit der gleichen biologischen Wirkung. Der Körper kann den lebensnotwendigen Nährstoff aus Carotinoiden bilden, die in verschiedenem Obst und Gemüse enthalten sind. Allerdings ist die Verfügbarkeit und die Umwandlungsrate in Retinol je nach Lebensmittel unterschiedlich.

Um die unterschiedliche Verwertung von Vitamin-A-Verbindungen in der Nahrung besser zu berücksichtigen, sind die neuen Referenzwerte in Retinolaktivitätsäquivalent (RAE) statt in der bisher verwendeten Retinoläquivalente (RE) angegeben. Es ist auch kein eigener Wert für Betacarotin mehr erforderlich, da er in der empfohlenen Zufuhrmenge enthalten ist. Bei einer Mischkost rechnet man mit einer Umwandlungsrate von 12:1 (1 µg RAE = 1 µg Retinol = 12 µg Betacarotin). Betacarotin ist ein besonders wirksames Provitamin A und in nennenswerten Mengen zum Beispiel in Möhre, Süßkartoffel und Honigmelone enthalten.

Bisher wurden die Referenzwerte anhand des durchschnittlichen Tagesbedarfs an Vitamin A berechnet. Nun ist für die empfohlene Zufuhr die Aufrechterhaltung angemessener Leberspeicher entscheidend, erklärt die DGE. Es wird angenommen, dass bei einer ausreichenden Versorgung etwa die Hälfte des mit der Nahrung zugeführten Vitamin A in der Leber eingelagert werden kann. Durch die überarbeitete Berechnung sind die empfohlenen Zufuhrmengen in RAE niedriger als in RE. Das ist beim Vergleich mit Lebensmitteltabellen anderer Fachgesellschaften zu beachten.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Referenzwerte Vitamin A:

www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-a-b-carotin/?L=0

Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin A:

www.dge.de/index.php?id=1378

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Risikofaktor nichtalkoholische Fettleber

Lebensstiländerung ist das A & O

Der 20. November ist „Deutscher Lebertag“. Die von mehreren Institutionen ausgerichteten Veranstaltungen an diesem Tag informieren über Risiken, Prävention, Diagnose und Behandlung von Leberkrankheiten. Grund genug, unsere Stoffwechsel- und Entgiftungszentrale einmal näher zu betrachten, respektive da die „Fettleber“ inzwischen die häufigste Lebererkrankung weltweit ist.

Der Fettgehalt von Leberzellen liegt normalerweise unter fünf Prozent. Bei einer Fettleber lagern Leberzellen vermehrt Fett (vor allem Triglyceride) ein. „Bezüglich der Entstehung ist oftmals nur bekannt, dass ein erhöhter Alkoholkonsum nicht gut für die Leber ist. Aber dass die Leber auch krank sein kann, wenn man keinen oder nur wenig Alkohol trinkt, ist vielen Menschen nicht bekannt“, so Professor Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung, Essen. Bei den meisten Menschen beruht eine Fettleber aber genau darauf. In diesen Fällen spricht man von der nichtalkoholischen Fettleber (NAFL), in der medizinischen Literatur auch NAFLD – non alcoholic fatty liver disease. In Deutschland ist jeder vierte Bundesbürger über 40 betroffen – meist ohne es zu wissen – und bereits jedes dritte übergewichtige Kind leidet an dieser Krankheit, Tendenz steigend, so die Deutsche Leberstiftung.

Obwohl die Leber sehr leistungsstark ist und über hervorragende Regenerationskräfte verfügt, kann sie bei einer schweren Schädigung ihre Funktionen nur über einen begrenzten Zeitraum aufrechterhalten. Das Fatale: Die Leber leidet still, zumindest eine lange Zeit. Die Evolution hat sie nämlich im Gegensatz zu anderen Organen nicht mit Schmerzsensoren ausgestattet.

Eine Fettleber schadet nicht nur der Leberfunktion, sondern erhöht auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem: Entzündet sich eine nichtalkoholische Fettleber, kann sich daraus die Leberfibrose entwickeln (Lebergewebe wird zunehmend durch Bindegewebe ersetzt). Im weiteren Verlauf kann diese eine Leberzirrhose auslösen (Zerstörung der Gefäßarchitektur), die sich – im Gegensatz zu einigen anderen Lebererkrankungen – in der Regel nicht zurückbildet. Bei einer Leberzirrhose steigt auch das Risiko für Leberzellkrebs.

Es gibt eine genetische Prädisposition. Hauptursachen für die nichtalkoholische Fettleber sind jedoch zu 70 bis 90 Prozent Übergewicht/Adipositas sowie der Diabetes-mellitus Typ 2. Allerdings können auch Schlanke und Normalgewichtige eine ausgeprägte Fettleber haben, wenn nämlich genetische Veranlagung, wenig Bewegung und ungünstige Ernährung gepaart sind. Vordergründig erscheinen sie gesund; immerhin ist ihr Body Mass Index ja im Lot. Das Englische kennt hierfür das griffige Akronym: TOFI – „Thin Outside Fat Inside“. Entscheidend ist die Fettverteilung: Bei TOFIs lagert sich das Fett innen im Bauchraum zwischen den Organen ab, anstatt auf den Hüften; auch bekannt als „Apfelform“. Fettgewebe ist keine „tote Masse“, die nur als Energiespeicher dient. Es ist auch Produzent von Botenstoffen, so dass die Funktionsfähigkeit des Fettgewebes darüber mitentscheidet, ob jemand stoffwechselgesund bleibt oder krank wird. Fachleute schätzen, dass fast jeder fünfte Normalgewichtige ein TOFI ist.

Es gibt keine pharmakologische Therapie zur Behandlung bei NAFL. Der Grundbaustein der Therapie liegt in der Lebensstiländerung. Diese beinhaltet eine kalorienreduzierte, ausgewogene Ernährung und eine Erhöhung der körperlichen Aktivität. Bezüglich letzterem wirkt sich bereits eine regelmäßige moderate körperliche Aktivität (zum Beispiel Spazierengehen) von 45 Minuten drei- bis fünfmal pro Woche positiv auf die Stoffwechselsituation aus.

Die Effektivität der Lebensstiländerung ist stark vom Ausmaß der erzielten Reduktion des Körpergewichts abhängig, wie die Deutsche Diabetes Gesellschaft in ihrem Gesundheitsbericht 2020 ausführt. Eine Gewichtsabnahme von etwa 5 Prozent geht demnach mit einer Abnahme des Leberfettgehaltes von etwa 30 Prozent einher. Hungern oder radikale Diäten sind keine Option, weil die Leber dadurch oft überfordert wird.

Bezüglich einer ausgewogenen Ernährung hat offensichtlich „low carb“, also eine verminderte Kohlenhydrataufnahme, einen positiven Effekt. Denn in Humanstudien zeigte sich, dass vor allem eine gesteigerte Aufnahme von Fruktose, Glukose und Saccharose mit der Entstehung der NAFL in Zusammenhang steht. Daraus folgt die Empfehlung einer kohlenhydratmoderaten Ernährung – 50 bis 55 Prozent der Energiezufuhr – mit Bevorzugung komplexer Kohlenhydrate wie Vollkorngetreideprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Nüsse.

Eine fettreiche Ernährung enthält in der Regel einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, deren Konsum mit Insulinresistenz und vermehrtem oxidativen Stress in der Leber einhergeht und die Entstehung der NAFL fördert. Deshalb sollte die Fettzufuhr auf circa 30 Prozent der Energiezufuhr gesenkt sowie fettarme Produkte und pflanzliche Öle/Fette bevorzugt werden, mit einem hohen Anteil an einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Bezüglich der empfohlenen Proteinmenge verbleiben rechnerisch 15 bis 20 Prozent der Energiezufuhr. Nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin sollten Patienten mit Leberzirrhose eine Eiweißzufuhr von 1,2 bis 1,5 Gramm Protein/Kilogramm Körpergewicht/Tag erhalten.

Kurz: Eine Lebensstiländerung ist das A & O bei nichtalkoholischer Fettleber.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.deutsche-leberstiftung.de/presse/pressemappe/lebererkrankungen/fettleber/nicht-alkoholische-fettleber/

www.aerztezeitung.de/Medizin/Die-Fettleber-ist-weltweit-auf-dem-Vormarsch-412523.html

www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/user_upload/06_Gesundheitspolitik/03_Veroeffentlichungen/05_Gesundheitsbericht/2020_Gesundheitsbericht_2020.pdf

www.cell.com/cell-metabolism/pdfExtended/S1550-4131(17)30429-1

www.researchgate.net/publication/262695069_Dietary_recommendations_for_patients_with_nonalcoholic_fatty_liver_disease/link/58e91e840f7e9b978f811d7c/download

www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0899900714005188

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Studie zeigt Gesundheitsrisiken im Schulkindalter

Defizite beim Bewegungs- und Ernährungsverhalten

Mädchen schneiden etwas besser beim täglichen Obst- und Gemüsekonsum ab, Jungen sind körperlich ein wenig aktiver. Aber insgesamt haben die deutschen Kinder und Jugendlichen sowohl beim Ernährungsverhalten als auch ganz besonders in Sachen Bewegung so deutliche Defizite, dass Mediziner alarmiert sind. Lediglich zehn Prozent der Mädchen und 16,9 Prozent der Jungen erfüllen die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO von mindestens einer Stunde Bewegung pro Tag. Diese Zahlen beruhen auf aktuellen Ergebnissen der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie „Health Behaviour in School-aged Children“ (HBSC), einem international kooperativen Forschungsprojekt unter der Schirmherrschaft der WHO. Für den deutschen Studienteil wurde an Schulen eine repräsentative Auswahl von Kindern im Alter von 11, 13 und 15 Jahren nach ihrem Bewegungs- und Ernährungsverhalten befragt.

Bedenklich stimmt die Experten unter anderem, dass das Gesundheitsbewusstsein und ein entsprechendes Verhalten innerhalb der Altersspanne, die die Studie erfasst, bereits deutlich abnehmen. Auch im zeitlichen Vergleich mit früheren HBSC-Erhebungen, die in vierjährigem Turnus durchgeführt werden, ist ein allgemeiner Rückgang der körperlichen Aktivitäten erkennbar. Dass die Ergebnisse für deutsche Kinder und Jugendliche sogar unter den Werten vieler anderer westlicher Länder liegen, bestätigt nach Einschätzung der Studienautoren die Notwendigkeit, diesen Entwicklungen etwas entgegenzusetzen: „Insgesamt zeigen die Daten einen Bedarf an Maßnahmen der Bewegungsförderung und der Förderung einer gesunden Ernährung im Kindes- und Jugendalter.“

Dabei sind natürlich auch die Eltern gefordert. Sie sollten mit gutem Beispiel vorangehen und von Anfang an bei ihren Kindern die Weichen für einen bewegungsfreudigen Lebensstil stellen. Hinweise zur spielerischen Integration von körperlicher Aktivität in den Familienalltag gibt es z. B. beim nationalen Aktionsplan www.in-form.de und beim Ratgeberportal www.pebonline.de Diese Tipps und Orientierungshilfen sollten nicht unterschätzt werden, denn „ausreichende Bewegung und eine ausgewogene Ernährung stellen über den gesamten Lebenslauf wichtige Einflussfaktoren für die Gesundheit dar“, heißt es in der Zusammenfassung der Studiendaten. Der nationale Part der HBSC-Erhebung, deren Netzwerk insgesamt 50 Länder angehören, gilt gemeinsam mit der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts als umfassendste Datengrundlage für die Gesundheitsberichterstattung über Kinder und Jugendliche in Deutschland.

Übermittelt durch www.pr-gateway.de.

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Wie verträglich ist Weizengebäck?

Teigführung und Sortenwahl sind entscheidend

Manche Menschen reagieren auf den Verzehr von Backwaren aus Weizenmehl mit schmerzhaften Verdauungsbeschwerden. Nach einer Studie der Universität Hohenheim können Teiggehzeiten von mindestens zwei Stunden Weizengebäck auch für empfindliche Personen bekömmlicher machen.

Patienten mit Reizdarmsyndrom verzichten häufig auf Backwaren aus Weizenmehl, da sie Blähungen und Verdauungsprobleme verursachen können. Dafür sind unter anderem sogenannte FODMAPs (= fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und Polyole) verantwortlich. Wenn der Teig für das Brot lange geht, werden diese Zuckerarten von der Hefe abgebaut.

Die Hohenheimer Wissenschaftler hatten Brote aus 21 Weizensorten mit verschiedenen Backtechniken hergestellt und auf den Anteil an FODMAP-Kohlenhydraten untersucht. Dabei nutzten sie für den Bäckeralltag geeignete Rezepte und verglichen Brote, für die der Teig entweder 25 Stunden oder zwei Stunden geruht hatte.

Bereits nach zwei Stunden hatten sich die FODMAP-Anteile im Brot um bis zu 75 Prozent reduziert. Nach 25 Stunden waren die Werte kaum geringer. Denn bei einer verlängerten Teigführung muss die Aktivität der Hefe reduziert werden, damit das für das Backen wichtige Getreideeiweiß nicht zu sehr geschädigt wird. Dazu wird die Hefemenge reduziert und der Teig gekühlt, erklären die Experten im „Journal of Cereal Science“. Mit einer geringeren Aktivität der Hefe sinkt aber auch der Abbau der FODMAP-Kohlenhydrate.

In den 42 Studienbroten waren im Durchschnitt 0,22 g FODMAP pro 100 g Brot (2 bis 3 Scheiben) nachweisbar. Im Vergleich zu Fruchtsäften und Früchten ist das sehr wenig. „Es ist somit fraglich, ob eine FODMAP-Konzentration in Broten mit diesen niedrigen Werten medizinisch eine Auswirkung auf Patienten hat und wenn doch, wie viele Patienten tatsächlich davon betroffen sind“, ergänzt Prof. Dr. Bischoff vom Institut für Ernährungsmedizin. Für gesunde Menschen haben die Kohlenhydrate sogar einen positiven Effekt. Sie wirken als Ballaststoffe und Fruktan ist wichtig für die Darmflora.

Die Qualität unseres Brotes ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Für die Verträglichkeit ist neben der Herstellungsweise auch die Weizensorte relevant; die FODMAP-Gehalte der 21 Weizensorten schwankten um den Faktor 4. Eine lange Teigführung macht das Brot nicht nur bekömmlicher, sondern hat auch einen positiven Effekt auf Geschmack, Frischhaltung und die Verfügbarkeit von Mineralstoffen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Beitrag „Weizen und Gesundheit“ Journal of Cereal Science, Bd. 95, S. 103021, September 202

doi.org/10.1016/j.jcs.2020.103021

www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/brot/

www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/brot/brot-zubereitung/

www.bzfe.de/gluten-freispruch-fuer-modernen-weizen/

www.uni-hohenheim.de

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Vegan und schwanger

Ohne Nahrungsergänzungsmittel geht es nicht

Mittlerweile verzichten in Deutschland rund 1,13 Millionen Menschen ganz oder weitgehend auf tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier oder Milch. Die Mehrheit davon sind Frauen. Viele von ihnen möchten auch in der Schwangerschaft weiter vegan essen. „Das birgt spezielle Risiken für die Entwicklung des Kindes. Schwangeren Veganerinnen empfehlen wir deshalb, mit Ärzten und Ernährungsberaterinnen abzuklären, wie sie eine ausgewogene Versorgung mithilfe von Nährstoffpräparaten und angereicherten Lebensmitteln sicherstellen können“, sagt Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben, das die nationalen Handlungsempfehlungen zu Ernährung und Lebensstil vor und während der Schwangerschaft herausgibt.

In der Schwangerschaft ist der Bedarf einiger Nährstoffe erheblich erhöht. Und bei einer veganen Ernährung ist ohne Nährstoffpräparate und angereicherte Lebensmittel eine ausreichende Nährstoffzufuhr nicht möglich. Insbesondere kritisch ist die Versorgung mit Vitamin B12, der Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA), Zink, Eiweiß, Eisen, Kalzium und Jod. Beispielsweise kann eine Vitamin-B12-Unterversorgung zu schwerer und dauerhafter Schädigung des kindlichen Nervensystems führen. Deshalb sollen Veganerinnen nicht nur Jod und Folsäure, wie für alle Schwangeren empfohlen, sondern auch zusätzliche Mikronährstoffsupplemente (insbesondere Vitamin B12) einnehmen. Die Versorgung mit kritischen Nährstoffen wie Vitamin B12 und Eisen soll regelmäßig ärztlich geprüft und – mit Hilfe einer qualifizierten Ernährungsberatung – über eine individuell abgestimmte Ernährung und Supplemente umgesetzt werden. Schon bei Kinderwunsch wird Veganerinnen eine qualifizierte Ernährungsberatung empfohlen, um noch vor der Empfängnis eventuelle Nährstoffmängel zu beheben. Eine gut geplante ausgewogene Lebensmittelauswahl sowie die Supplementierung von Vitamin B12 und gegebenenfalls anderen kritischen Nährstoffen können zu einer ausreichenden Nährstoffversorgung und somit zu einer gesundheitsfördernden Ernährung beitragen, bestätigte jüngst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Wichtig sei ebenso, dass das beratende Umfeld die Überzeugung der Schwangeren respektiere, erklärt Flothkötter. Denn die Gründe für eine vegane Ernährung sind unterschiedlich und sehr persönlich. Meist basieren sie auf ethischen und ökologischen Überzeugungen. Das Ziel der Fachkräfte sollte sein, mit der Schwangeren in einen Dialog zu treten. Das gelingt nur, wenn deren Überzeugungen nicht grundsätzlich in Frage gestellt werden. Sonst riskieren Ärztinnen, Ärzte, Hebammen und andere Beratende, im Gespräch nicht gehört zu werden. Diese Gespräche aber haben einen hohen Stellenwert, um über die Bedeutung von Supplementen und die deutlichen Risiken eines Nährstoffmangels informieren zu können.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.gesund-ins-leben.de

Hintergrund Netzwerk Gesund ins Leben

Gesund ins Leben ist ein Netzwerk von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden zur Förderung der frühkindlichen Gesundheit – von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter. Auf www.gesund-ins-leben.de sowie auf dem Instagram-Kanal @gesund.ins.leben finden Fachkreise und Familien praktische Tipps. Das Netzwerk Gesund ins Leben ist angesiedelt im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und Teil des Nationalen Aktionsplans „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“.

Handlungsempfehlungen zu Ernährung und Lebensstil vor und während der Schwangerschaft: www.gesund-ins-leben.de/fuer-fachkreise/familien-vor-und-in-der-schwangerschaft/handlungsempfehlungen

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Essen für ein starkes Immunsystem

Darauf kommt es an

Unsere Abwehrkräfte sind ständig im Einsatz und schützen uns vor Bakterien und Viren. Im Winter mit Beginn der Erkältungszeit sind sie besonders gefordert. Gerade in der Coronapandemie ist ein gut funktionierendes Immunsystem wichtig. Kein Zweifel – das, was wir essen und trinken, beeinflusst die Abwehr unseres Körpers. Ein einzelnes Lebensmittel oder eine gesunde Ernährung insgesamt kann allerdings nicht eine Infektion mit dem Coronavirus verhindern.

Sie kann aber dafür sorgen, dass unser Körper sich in einer guten Ausgangsposition befindet und für eine mögliche Infektion gut gewappnet ist.

Fakten rund ums Immunsystem hat das Bundeszentrum für Ernährung in einem Online-Beitrag zusammengestellt. Unter www.bzfe.de/inhalt/das-immunsystem-staerken-36403.html finden sich Antworten u. a. auf die Frage, wieso Vitamin C, A und D gut für die Abwehr sind oder was passiert, wenn das Immunsystem gestört ist. Und auch kurze und verständliche Informationen wie über den Zusammenhang zwischen Ballaststoffen, der Darmgesundheit und dem Immunsystem und natürlich Tipps zum Essen.

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Gemeinsame Mahlzeiten statt einsame Snacks

Kinder brauchen regelmäßigen Tagesrhythmus

Bewegung, Entspannung, Mahlzeiten und Nachtruhe – das sind wichtige Stationen im Tagesablauf eines Menschen. Keine davon sollte nach Möglichkeit zu kurz kommen, unabhängig vom Wochentag und anderen Verpflichtungen, aber auch unabhängig vom Alter. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen sollte jedoch auf eine tägliche Regelmäßigkeit dieser verschiedenen Aktivitätsphasen geachtet werden. Ein strukturierter Alltag mit klaren Essenszeiten, einem möglichst gleichmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus und ausreichend Spielraum fürs Toben und Erholen ist die beste Voraussetzung für gesundes Aufwachsen. Dabei ist zwar vielen Eltern z. B. der Zusammenhang zwischen Bewegungsmangel und Gewichtsproblemen bewusst. Weniger bekannt ist dagegen die Bedeutung von Schlaf und Entspannung zur Vorbeugung des Übergewichtsrisikos. Denn auch „zu wenig Schlaf kann zu mehr Gewicht führen“, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZfA) betont: „Aktive Entspannung baut Stress ab und fördert erholsamen Schlaf.“

Zu den notwendigen Auszeiten im häufig hektischen Tagesgeschehen zählen auch die Mahlzeiten, die möglichst im gemeinsamen Familienkreis eingenommen werden sollten. Leider sieht die Realität heute oftmals anders aus. „Viele Kinder konsumieren in der Freizeit und beim Fernsehen nur so nebenbei kalorienreiche Snacks“, sagt der Stoffwechsel-Experte Prof. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit: „Der soziale Kontext, die kulturellen Traditionen und der geregelte Rhythmus von Mahlzeiten gehen zunehmend verloren, gleichzeitig wächst die Gefahr, dass mehr gegessen wird, als es einem gut tut.“ Dieses Ernährungsverhalten sowie die vielfach mangelnde körperliche Aktivität im Kindesalter haben Konsequenzen: Bei mittlerweile rund 1,9 Mio. übergewichtigen Kindern und Jugendlichen in Deutschland befürchtet die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) ernsthafte Gesundheitsrisiken für die Zukunft. Eltern, die diesen Risiken entgegenwirken wollen, machen deshalb mit einer Regelmäßigkeit in den Tagesabläufen einen wichtigen ersten Schritt. Ernährungs- und Bewegungstipps, die sich dem individuellen Familienalltag maßgeschneidert anpassen lassen, finden sich auf dem Ratgeber-Portal www.pebonline.de.

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