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Vitamin D und Omega-3: Studie zeigt überraschende Gesundheitsvorteile für ältere Erwachsene

Vitamin D und Omega-3: Studie zeigt überraschende Gesundheitsvorteile für ältere Erwachsene

Mehr Schutz vor Infekten und niedrigere Blutdruckwerte

Ein Plus für die Abwehrkräfte und den Blutdruck: Eine frühere europaweite große Altersstudie lieferte klare Hinweise darauf, dass Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren bestimmte Gesundheitsrisiken im Alter deutlich senken können.

Über drei Jahre hinweg wurden mehr als 2.150 Erwachsene ab 70 Jahren in fünf Ländern untersucht. Regelmäßige Gesundheitschecks und detaillierte Befragungen dokumentierten Blutdruck, Infektionen, Gedächtnisleistung, Knochen- und Muskeldichte sowie viele weitere Gesundheitsparameter.

Das überraschende Ergebnis

Omega-3-Fettsäuren senkten das Infekt-Risiko insgesamt um 11%, mit besonders deutlichen Effekten bei Infektionen der oberen Atemwege (10%) und Harnwege (62%). Vitamin D reduzierte das Infektionsrisiko bei jüngeren Senioren (70-74 Jahre) um 16%.

Außerdem hatte Vitamin D positiven Einfluss auf den systolischen Blutdruck – ein Effekt, der gerade im höheren Alter gesundheitsrelevant ist.

Die Ergebnisse zeigen, dass diese Supplemente im Alter gezielt eingesetzt werden können, um die Abwehrkräfte zu stärken und das Risiko von Bluthochdruck zu senken.

Die Studie lieferte zudem eine einzigartige Datenbasis, die künftig helfen soll, Prävention im Alter noch gezielter zu gestalten. Ziel ist eine frühzeitige, personalisierte Gesundheitsstrategie, die ein aktives, gesundes Altern ermöglicht.

(Quelle: Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren fördern Gesundheit in Untergruppen von aktiven älteren Menschen, Universität Zürich, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

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Die Meldung wurde inspiriert durch einen Beitrag in dem Buch „Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?“. Das Buch steckt voller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Wirksamkeit natürlicher Heilmittel und Hilfsmittel.

Buchdaten: Michael Petersen, Reaktion mediportal-online.eu, Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?, ISBN 978-3-384-60436-1, Info-Seite zum Buch beim Verlag.

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Vitamin D bei Krebs: Unterschätzt, aber lebenswichtig

Vitamin D bei Krebs: Unterschätzt, aber lebenswichtig

Wie Vitamin D die Krebstodesrate in Europa drastisch senken könnte

Vitamin D ist weit mehr als nur ein Knochenstärker. Neue Forschungsergebnisse legen nahe: Es könnte zum entscheidenden Faktor im Kampf gegen den Krebs werden – und Leben retten.

Ein Mangel an Vitamin D wird längst nicht mehr nur mit Rachitis oder Muskelschwäche in Verbindung gebracht. Immer mehr Studien zeigen: Auch das Immunsystem leidet, die Infektanfälligkeit steigt – und das Risiko für eine Vielzahl chronischer Erkrankungen nimmt zu. Besonders brisant: Große Meta-Analysen belegen, dass die regelmäßige Einnahme von Vitamin D-Präparaten die Krebssterblichkeit um durchschnittlich 13 Prozent senken kann.

Doch was wäre, wenn diese Wirkung nicht nur durch Kapseln erzielt würde – sondern direkt über die tägliche Ernährung?

Einige Länder wie die USA, Kanada oder Finnland gehen genau diesen Weg: Dort werden Lebensmittel bereits seit Jahren gezielt mit Vitamin D angereichert. In vielen anderen Teilen der Welt bleibt dieses Potenzial bislang ungenutzt.

Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ haben deshalb nachgerechnet. Sie analysierten Richtlinien zur Vitamin-D-Anreicherung aus 34 europäischen Ländern, sammelten Daten zu Krebssterblichkeit und Lebenserwartung – und verknüpften all dies mit Ergebnissen klinischer Studien zur Auswirkung der Gabe von Vitamin D auf die Sterblichkeit bei Krebs.

Das Ergebnis: Bereits heute verhindert in den beobachteten Ländern die gezielte Anreicherung von Lebensmitteln circa 27.000 Krebstodesfälle pro Jahr. Würden alle europäischen Staaten diesem Beispiel folgen, könnten laut Modellrechnungen jährlich bis zu 130.000 Todesfälle vermieden werden – das sind rund neun Prozent aller krebsbedingten Sterbefälle in Europa.

Auch wenn Vitamin D durch Sonnenlicht im Körper gebildet werden kann – gerade bei älteren Menschen, in den Wintermonaten oder bei wenig Aufenthalt im Freien reicht das oft nicht aus. Der Krebsinformationsdienst des DKFZ empfiehlt deshalb, sich zwei- bis dreimal pro Woche für etwa zwölf Minuten unbedeckt im Sonnenlicht aufzuhalten – zusätzlich zur Zufuhr über Nahrung oder Supplemente.

Die regelmäßige Vitamin D-Gabe für Kinder ist weltweit längst Standard und hat Krankheiten wie Rachitis fast verschwinden lassen. Höchste Zeit, auch die Versorgung Erwachsener neu zu denken – und eine einfache Maßnahme zu nutzen, die Leben retten kann.
(Quelle: Vitamin D-Anreicherung von Lebensmitteln – Potenziale auch für die Krebsprävention, Deutsches Krebsforschungszentrum, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Vitamin D für gesunde Knochen

Viel Bewegung in der Kindheit verstärkt offenbar positiven Effekt

Wenn Kinder und Jugendliche bei ausreichender Vitamin-D-Versorgung mindestens eine Stunde am Tag körperlich aktiv sind, haben sie eine bessere Knochengesundheit. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS). Dafür wurden die Daten von mehr als 2.500 gesunden Heranwachsenden im Alter von 2 bis 15 Jahren aus acht europäischen Ländern ausgewertet.

Vitamin D ist unter anderem wichtig für Wachstum und Entwicklung der Knochen. Gute Lieferanten in der Nahrung sind vor allem fettreiche Seefische wie Makrele, Lachs oder Hering. Allerdings wird der größte Teil des Vitamin D im Körper durch Sonneneinstrahlung in der Haut produziert.

Für die Studie wurde im Blutserum geprüft, ob der Vitamin-D-Spiegel ausreichend ist (mindestens 20 ng/ml 25-Hydroxyvitamin-D). Diese Werte wurden mit Parametern für Knochenaufbau und Knochenabbau sowie dem Index für Knochensteifigkeit in Bezug gesetzt. Dieser ist ein wichtiger Indikator für die Knochenstärke. Zusätzlich machten die Teilnehmenden beziehungsweise ihre Eltern Angaben zu Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.

Wenn die Mädchen und Jungen mindestens 60 Minuten täglich mäßig bis intensiv körperlich aktiv waren, war der Index der Knochensteifigkeit bei einem angemessenen Vitamin-D-Spiegel um zwölf Prozent höher als bei Kindern, die die Bewegungsempfehlungen erfüllten, aber unzureichende Vitamin-D-Werte aufwiesen. Offenbar hängt also körperliche Aktivität mit der Wirkung von Vitamin D auf die Knochengesundheit zusammen.

Auch das Körpergewicht hatte laut der Studie Einfluss: Grundschulkinder mit normalem Gewicht zeigten bei guter Vitamin-D-Versorgung weniger Knochenabbau. Bei Übergewicht und Adipositas war ein gegenteiliger Zusammenhang zu beobachten, was vermutlich auf veränderte Stoffwechselprozesse zurückzuführen ist.

„Unsere Forschung zeigt, dass körperliche Aktivität die positive Wirkung von Vitamin D auf die Knochen verstärkt. Es scheint wichtig zu sein, dass Präventionsprogramme sowohl die Vitamin-D-Zufuhr als auch moderate bis intensive körperliche Aktivität fördern“, erklärt Dr. Antje Hebestreit vom BIPS. Wenn die Kinder draußen spielen oder Fahrrad fahren, ist der Körper zugleich auch der Sonneneinstrahlung für mehr Vitamin-D-Bildung ausgesetzt. Körpergewicht und Alter seien ebenfalls zu beachten, aber die Hintergründe müssen in weiteren Studien noch genauer erforscht werden.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:


https://doi.org/10.1016/j.nutres.2024.10.003

Pressemitteilung: Knochengesundheit von Kindern und Jugendlichen: Vitamin D und körperliche Aktivität wirken zusammen: https://www.bips-institut.de/medien/presse/einzelansicht/knochengesundheit-von-kindern-und-jugendlichen-vitamin-d-und-koerperliche-aktivitaet-wirken-zusammen.html

Vitamin D – ein unterschätzter Mikronährstoff: https://www.bzfe.de/ernaehrung-im-fokus/ernaehrung-und-gesundheit/vitamin-d-ein-unterschaetzter-mikronaehrstoff/

Vitamin D-Speicher im Sommer auffüllen – wer braucht Nahrungsergänzungsmittel? https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2022/august/vitamin-d-speicher-im-sommer-auffuellen/

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Vitamin D: Ratgeber bei TRIAS

Noch vor wenigen Jahren dachte man bei einem Vitamin-D-Mangel ausschließlich an ein Defizit im Knochenaufbau.

Doch heute ist bekannt, dass das Sonnenhormon ein wichtiger Baustein für unsere Gesundheit ist. Mit der Hochdosistherapie nach dem Coimbraprotokoll werden unter anderem bei Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel Multipler Sklerose, Lupus, Rheuma und Psoriasis Erfolge erzielt. In dem Ratgeber „Vitamin D“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2023) (Partner-Link*) berichten Susanne Sander, die selbst unter einer Autoimmunerkrankung leidet, und die zertifizierte Coimbraprotokoll-Ärztin Dr. med. Beatrix Schweiger über ihre Erfahrungen und teilen ihr Wissen.

Susanne Sander/Dr. med. Beatrix Schweiger, Vitamin D. (Partner-Link*) Heilung gezielt unterstützen und gesund bleiben. Die Therapieoption bei Autoimmunerkrankungen. TRIAS Verlag, Stuttgart. 2023, Buch EUR [D] 19,99 EUR [A] 20,60, EPUB EUR [D] 15,99 EUR [A] 15,99, ISBN Buch: 9783432116877, ISBN EPUB: 9783432116884

Inhalte:

  • Coimbraprotokoll: Informationen über die Einsatzgebiete, die ärztliche Begleitung, Chancen und Risiken, Ablauf und Kosten. Leser*innen erfahren, wie sie beispielsweise mit gezielter Ernährung und Ergänzung von Mikronährstoffen selbst zum Erfolg beitragen können.
  • Starkes Immunsystem: Aufgrund von speziellen Vitamin-D-Rezeptoren im Körper wirkt Vitamin D wie ein „Immunbooster“, zum Beispiel bei Infekten sowie bei Muskel- und Gelenkschmerzen. Aber auch bei Covid-19, Krebs und Demenz bestehen nach aktuellen Studien vielversprechende Zusammenhänge und Behandlungsansätze.
  • Gezielte Anwendung: Ermittlung des Vitamin-D-Spiegels und des individuellen Vitamin-D-Bedarfs zur Stärkung des Immunsystems und der Gesundheit.

Weitere Informationen wie das Vorwort, Inhalts- und Sachverzeichnis sowie Musterseiten finden Interessierte unter dem Reiter „Mehr zum Produkt“ hier.

Über die Autor*innen:

Susanne Sander entdeckte im Jahr 2017 die Wirkung von Vitamin D bei der Therapie ihrer Autoimmunerkrankung mit einer Vitamin-D-Hochdosis (Coimbraprotokoll®). Seit dieser Erfahrung ist es ihr ein Anliegen, ihr Wissen weiterzugeben, um auch anderen Autoimmunerkrankten eine Therapieoption aufzuzeigen. Aus diesem Grund bildete sie sich umfassend fort und machte 2019 den Abschluss zur Vitalstoff- und Vitamin-D-Beraterin.

Dr. med. Beatrix Schweiger studierte Humanmedizin in Tübingen, Würzburg und New York. Während ihrer 30-jährigen Berufstätigkeit war sie immer wieder auf der Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten, um ihren Patient*innen noch besser helfen zu können. So stieß sie 2016 auf das Hochdosisprotokoll Vitamin D von Professor Coimbra aus Brasilien und reiste als eine der ersten aus Deutschland zu ihm, um sich im Coimbraprotokoll® ausbilden zu lassen. Mittlerweile behandelte sie über 1000 Patient*innen und baute in Deutschland die Coimbraprotokoll-Ausbildung für Ärztinnen und Ärzte auf.

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Bettina Ziegler | Alexandra Hofmann

Thieme Communications, TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG, ein Unternehmen der Thieme Gruppe, Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Tel.: +49 711 8931-319/-318, Fax: +49 711 8931-167

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Vitamin D: Neuer TRIAS Ratgeber

Noch vor wenigen Jahren dachte man bei einem Vitamin-D-Mangel ausschließlich an ein Defizit im Knochenaufbau. Doch heute ist bekannt, dass das Sonnenhormon ein wichtiger Baustein für unsere Gesundheit ist.

Mit der Hochdosistherapie nach dem Coimbraprotokoll werden unter anderem bei Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel Multipler Sklerose, Lupus, Rheuma und Psoriasis Erfolge erzielt. In dem Ratgeber „Vitamin D“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2023) berichten Susanne Sander, die selbst unter einer Autoimmunerkrankung leidet, und die zertifizierte Coimbraprotokoll-Ärztin Dr. med. Beatrix Schweiger über ihre Erfahrungen und teilen ihr Wissen.

Susanne Sander/Dr. med. Beatrix Schweiger, Vitamin D. Heilung gezielt unterstützen und gesund bleiben. Die Therapieoption bei Autoimmunerkrankungen. TRIAS Verlag, Stuttgart. 2023, Buch EUR [D] 19,99 EUR [A] 20,60, EPUB EUR [D] 15,99 EUR [A] 15,99, ISBN Buch: 9783432116877, ISBN EPUB: 9783432116884

Inhalte:

  • Coimbraprotokoll: Informationen über die Einsatzgebiete, die ärztliche Begleitung, Chancen und Risiken, Ablauf und Kosten. Leser*innen erfahren, wie sie beispielsweise mit gezielter Ernährung und Ergänzung von Mikronährstoffen selbst zum Erfolg beitragen können.
  • Starkes Immunsystem: Aufgrund von speziellen Vitamin-D-Rezeptoren im Körper wirkt Vitamin D wie ein „Immunbooster“, zum Beispiel bei Infekten sowie bei Muskel- und Gelenkschmerzen. Aber auch bei Covid-19, Krebs und Demenz bestehen nach aktuellen Studien vielversprechende Zusammenhänge und Behandlungsansätze.
  • Gezielte Anwendung: Ermittlung des Vitamin-D-Spiegels und des individuellen Vitamin-D-Bedarfs zur Stärkung des Immunsystems und der Gesundheit.

Über die Autor*innen:

Susanne Sander entdeckte im Jahr 2017 die Wirkung von Vitamin D bei der Therapie ihrer Autoimmunerkrankung mit einer Vitamin-D-Hochdosis (Coimbraprotokoll®). Seit dieser Erfahrung ist es ihr ein Anliegen, ihr Wissen weiterzugeben, um auch anderen Autoimmunerkrankten eine Therapieoption aufzuzeigen. Aus diesem Grund bildete sie sich umfassend fort und machte 2019 den Abschluss zur Vitalstoff- und Vitamin-D-Beraterin.

Dr. med. Beatrix Schweiger studierte Humanmedizin in Tübingen, Würzburg und New York. Während ihrer 30-jährigen Berufstätigkeit war sie immer wieder auf der Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten, um ihren Patient*innen noch besser helfen zu können. So stieß sie 2016 auf das Hochdosisprotokoll Vitamin D von Professor Coimbra aus Brasilien und reiste als eine der ersten aus Deutschland zu ihm, um sich im Coimbraprotokoll® ausbilden zu lassen. Mittlerweile behandelte sie über 1000 Patient*innen und baute in Deutschland die Coimbraprotokoll-Ausbildung für Ärztinnen und Ärzte auf.

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Vitamin D-Speicher im Sommer auffüllen

Wer braucht Nahrungsergänzungsmittel?

Nahrungsergänzungsmittel liegen im Trend: Der Verbrauchermonitor von 2021 des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigt: Ein Drittel der Bevölkerung nimmt mindestens einmal pro Woche Vitamine über Nahrungsergänzungsmittel zu sich, jede sechste Person sogar täglich. Dabei nimmt das Vitamin D eine gewisse Sonderstellung ein. In dem zitierten Verbrauchermonitor gaben 45 Prozent der Befragten an, Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel zu konsumieren, was ihm Platz 1 einbringt; bei Vitamin B12 waren es 36 und bei Vitamin C 32 Prozent. Dabei seien Nahrungsergänzungsmittel für die meisten Menschen verzichtbar, so BfR-Präsident Professor Andreas Hensel und weiter: „Wer hoch dosierte Vitamine einnimmt, ohne dass es nötig ist, riskiert eine Überversorgung und damit unerwünschte Auswirkungen auf die Gesundheit“.

Korrekterweise ist Vitamin D der übergeordnete Begriff für eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, die Calciferole. Zu den wichtigsten Formen gehören Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol). Die bekannteste Funktion von Vitamin D ist die Beteiligung am Knochenstoffwechsel. So fördert Vitamin D unter anderem die Aufnahme von Calcium und Phosphat aus dem Darm sowie ihren Einbau in den Knochen. Es nimmt damit eine Schlüsselrolle bei der Knochenmineralisierung ein. Zudem ist Vitamin D an weiteren Stoffwechselvorgängen beteiligt. Ein Vitamin-D-Mangel kann bedeutsame Auswirkungen auf die Knochengesundheit haben. Die gravierendsten Folgen sind die Entkalkung und letztendlich die Erweichung der Knochen (Osteomalazie und Osteoporose).

Der tägliche Bedarf wird für alle Altersgruppen auf 20 Mikrogramm (1 Mikrogramm [µg] = 0,001 Milligramm [mg]) geschätzt, für Säuglinge (unter 12 Monate) sind es 10 µg. Eine ebenfalls übliche Mengeneinheit für Vitamin D ist die sogenannte „Internationale Einheit“ (I.E.). 1 µg entspricht 40 I.E. beziehungsweise 1 I.E. entspricht 0,025 µg.

Die geschätzten Bedarfswerte gelten jedoch nur bei fehlender Eigensynthese; denn – und das ist eine echte Sonderstellung dieses Vitamins – es kann sowohl über die Nahrung aufgenommen als auch vom Menschen selbst durch UVB-Lichtexposition (Sonnenbestrahlung) gebildet werden. Bei letzterem wird das Vitamin aus einer in der Haut vorkommenden Vorstufe (7-Dehydrocholesterol) gebildet. Dieser Weg ist auch der wesentlich effizientere, denn nur wenige Lebensmittel enthalten das Vitamin in größeren Mengen. Hauptsächlich fettreiche Seefische wie Makrele, Lachs oder Hering sind hier zu nennen. So enthalten etwa Hering 25 µg, Lachs 16 µg, Avocados bringen es immerhin auf 6 µg, jeweils pro 100 Gramm. Mit unserer täglichen Nahrung nehmen wir durchschnittlich nur etwa 2 bis 4 µg zu uns.

Gemäß einer abgestimmten Empfehlung von wissenschaftlichen Institutionen, Fachgesellschaften und Fachverbände reichen für eine ausreichende Vitamin-D-Synthese in der warmen Jahreszeit bereits fünf bis 25 Minuten Aufenthalt in der Sonne aus, wenn etwa ein Viertel der Körperoberfläche (Gesicht, Hände und Teile von Armen und Beinen) unbedeckt sind. Eine Faustregel sagt: Ist unser Schatten draußen kürzer als wir groß sind, produzieren wir ausreichend Vitamin D. Das ist in unseren Breiten zwischen April und Oktober der Fall. Das Gute: wie andere fettlösliche Vitamine auch, speichert unser Körper das Vitamin und zwar hauptsächlich im Fett- und Muskelgewebe, geringere Mengen auch in der Leber. Die Speicherkapazität ist insgesamt relativ groß, so dass auch in Wintermonaten in der Regel eine ausreichende Versorgung sichergestellt ist.

Für wen ist eine Vitamin-D-Supplementierung gegebenenfalls sinnvoll? Hier sind als erstes Säuglinge zu nennen, da zum einen der Vitamin D-Gehalt von Frauenmilch sehr gering ist (durchschnittlich 0,073 µg pro 100 Milliliter) und zum anderen Säuglinge grundsätzlich nicht einer direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden sollen; zumal sich ihr hauteigener Schutzmechanismus erst noch entwickeln muss. Zu den Risikogruppen für eine Unterversorgung gehören ferner Menschen, die sich kaum oder gar nicht im Freien aufhalten (können). Ferner ältere Menschen, da die körpereigene Vitamin D-Bildung im Alter deutlich abnimmt und es in der älteren Bevölkerung durchschnittlich zusätzlich mehr mobilitätseingeschränkte, chronisch kranke und pflegebedürftige Menschen gibt. Im Alter von 70 Jahren hat sich die Kapazität der Haut zur Vitamin D-Synthese um etwa 75 Prozent reduziert. Der Grund ist die Hautbeschaffenheit selbst, aber auch die Tatsache, dass sich die Menge des Ausgangsstoffs 7-Dehydrocholesterol in den oberen Hautschichten im Alter drastisch vermindert. Freilich sollte die Einnahme von Supplementen unbedingt in Absprache mit einer Ärztin/einem Arzt erfolgen, wobei es empfehlenswert ist, vor einer Supplementierung den Vitamin D-Status überprüfen zu lassen.

Übrigens: Eine Vitamin D-Überdosierung und damit verbundene unerwünschte Wirkungen sind nur durch eine überhöhte orale Zufuhr (dauerhaft mehr als 100 µg = 4.000 I.E. pro Tag), nicht jedoch durch eine exzessive Sonnenbestrahlung der Haut möglich.

Rüdiger Lobitz,
www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bfr.bund.de/cm/350/bfr-verbrauchermonitor-2021-spezial-vitamine-als-nahrungsergaenzungsmittel.pdf

https://www.bfr.bund.de/de/ausgewaehlte_fragen_und_antworten_zu_vitamin_d-131898.html


https://www.dge.de/wissenschaft/faqs/vitamin-d/


https://www.gesund-ins-leben.de/fuer-fachkreise/bestens-unterstuetzt-durchs-1-lebensjahr/nachgefragt/warum-brauchen-saeuglinge-zusaetzlich-vitamin-d/#:~:text=Säuglinge%20erhalten%20zur%20Rachitisprophylaxe%20400,D%20im%20gesamten%20ersten%20Lebensjahr
.

https://www.bzfe.de/fileadmin/resources/import/pdf/eifonline_vitamin_d_unterschaetzter_mikronaehrstoff.pdf


https://www.bzfe.de/ernaehrung-im-fokus/aus-der-aktuellen-ausgabe/vitamin-d-in-lebensmitteln/


https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/01_lebensmittel/2016/2016_01_21_PI_VitaminD.html


https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/wirkung/akut/empfehlung-vitamin-d.html

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Lebensmittel mit Vitamin D

Viel hilft nicht viel

Viele Lebensmittel sind mit Vitamin D angereichert, obwohl die Hersteller dafür keine Genehmigung haben. So lautet das Fazit eines Marktchecks der Verbraucherzentralen. Das ist bedenklich, da eine zu hohe Vitamin-D-Aufnahme der Gesundheit schaden kann.

In Deutschland dürfen grundsätzlich nur Margarine und Streichfette mit Vitamin D angereichert werden. Hersteller anderer Lebensmittelgruppen müssen dafür erst einen Antrag stellen. Für viele Produkte ist eine Vitamin-D-Anreicherung nicht wünschenswert, da sie ein ungünstiges Nährstoffprofil haben oder von der Bevölkerung in sehr unterschiedlichen Mengen verzehrt werden. Seit einigen Jahren dürfen bestimmte Lebensmittel wie Pilze, Hefebrot und Milch mit UV-Strahlen behandelt werden, wodurch sich mehr Vitamin D bildet. Sie gelten als neuartige Lebensmittel und werden vor der Zulassung auf ihre Sicherheit geprüft.

Für den Marktcheck haben die Verbraucherzentralen 112 Vitamin D-angereicherte oder UV-behandelte Lebensmittel im Handel untersucht – darunter Getränke, Milch- und Milchersatzprodukte, Cerealien und Süßigkeiten. Davon dürften 68 Produkte laut Verbraucherzentrale nicht auf dem Markt sein, da sie keine Erlaubnis für die Vitamin-D-Anreicherung hatten (61 %). Bei zehn weiteren Erzeugnissen war die Lage nicht eindeutig. Bei 13 Produkten wurden die empfohlenen Höchstmengen überschritten (21 %). So enthielten mehr als die Hälfte der Milchprodukte mehr Vitamin D als die empfohlenen 1,5 μg pro 100 g. Bei einem Kinder-Müsli (7 μg) und einem Riegel für Schwangere (25 μg pro 100 g) wurde der Höchstwert für Cerealien überschritten. Margarine und Streichfette sowie UV-behandelte Champignons und Brote mit UV-behandelter Hefe entsprachen den Vorschriften (höchstens 7,5 bzw. 10 μg Vitamin D pro 100 g).

Vitamin D wird sowohl über die Ernährung zugeführt als auch durch Sonnenlicht in der Haut selbst gebildet. In den Wintermonaten ist die Versorgung in unseren Breiten nicht ideal. Aber auch zu viel Vitamin D kann dem Körper schaden und zu Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Nierenschäden führen. Die meisten Menschen brauchen keine angereicherten Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel, erklären die Verbraucherzentralen gleichlautend mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und dem Bundeszentrum für Ernährung. Wer täglich einen Spaziergang macht, kann schon seine Vitamin-D-Versorgung verbessern. Das wertvolle Vitamin ist auch in Seefisch, Eiern und Pilzen enthalten.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.verbraucherzentrale.de/

https://www.dge.de/wissenschaft/faqs/vitamin-d/

Vitamin D – ein unterschätzter Mikronährstoff

https://www.bzfe.de/eifonline_vitamin_d_unterschaetzter_mikronaehrstoff.pdf

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Vitamin-D-Mangel vorbeugen

Experten der ERGO Group informieren

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenDr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:

Besonders im Winter leiden viele Deutsche unter einem Vitamin-D-Mangel. Der Grund: Die wichtigste Vitamin-D-Quelle, das Sonnenlicht, macht sich rar. Der Körper braucht Vitamin D unter anderem, um Kalzium und Phosphat aufzunehmen. Diese beiden Stoffe sind wichtig für das Knochen- und Nervensystem.

Außerdem profitiert das Immunsystem von Vitamin D, denn es beeinflusst die Funktion und Aktivität der T-Lymphozyten. Sie wehren unter anderem Erkältungserreger ab. Zudem hat ein Mangel des Vitamins Auswirkungen auf die Stimmung und Psyche: Sind die Reserven aufgebraucht, kann es unter anderem zu Müdigkeit, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Haarausfall oder Schlafstörungen kommen. Hält der Mangel länger an, können beispielsweise Knochenschmerzen, Muskelschwäche oder sogar Osteoporose entstehen. Wer erste Anzeichen bemerkt, sollte einen Arzt aufsuchen. Er kann mittels eines Bluttests bestimmen, wie hoch der aktuelle Vitamin-D-Gehalt ist. Normal sind etwa 20 bis 30 ng/ml. Liegt der Wert darunter, kann der Arzt ein Vitamin-D-Präparat mit der richtigen Dosierung empfehlen. Damit es gar nicht erst zu einem Mangel kommt: Trotz Kälte und grauem Himmel regelmäßig an die frische Luft gehen. Und auf eine Vitamin-D-reiche Ernährung achten. In Frage kommen hier beispielsweise Pilze, fettreicher Fisch wie Lachs beziehungsweise Hering, Eier oder Milchprodukte.

Tipp: Ein Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D…>>>hier klicken   Anzeige

Weitere Ratgeberthemen finden Sie unter www.ergo.com/ratgeber Weitere Informationen zur Krankenversicherung finden Sie unter www.dkv.de

Über die DKV
Die DKV ist seit 90 Jahren mit bedarfsgerechten und innovativen Produkten ein Vorreiter der Branche. Der Spezialist für Gesundheit bietet privat und gesetzlich Versicherten umfassenden Kranken- und Pflegeversicherungsschutz sowie Gesundheitsservices, und organisiert eine hochwertige medizinische Versorgung. 2017 erzielte die Gesellschaft Beitragseinnahmen in Höhe von 4,85 Mrd. Euro.
Die DKV ist der Spezialist für Krankenversicherung der ERGO und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.
Mehr unter www.dkv.com

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Mehlwürmer ans Licht

Potenzielle Vitamin-D-Quelle entdeckt

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenDie gute Nachricht ist: Man muss keine Mehlwürmer zu sich nehmen, um seinen Vitamin-D-Haushalt zu verbessern. Aber man kann!

Wissenschaftler der Universität Wageningen haben nämlich herausgefunden, dass sich Mehlwürmer mit Vitamin D anreichern lassen, wenn man sie ultraviolettem Licht aussetzt.

Interessant ist diese Erkenntnis deshalb, weil essbare Insekten – und dazu zählen auch Mehlwürmer – ohnehin in industriell gefertigten Produkten als Beimischung eingesetzt werden könnten, um den Gehalt an tierischem Eiweiß zu steigern; als Alternative zu Fleisch.

Bisherige Studien haben nun gezeigt, dass dies möglich und vor allem in asiatischen Ländern schon Praxis ist. Auf der Liste der positiven Effekte standen bisher lediglich Proteine und auch einige Vitamine und Mineralstoffe, nicht jedoch Vitamin D. Dieses Vitamin ist vor allem für Menschen mit Vitamin-D-Unterversorgung wichtig. Diese kommt häufiger vor, wenn man selbst nicht genug Sonnenlicht ausgesetzt ist, wie beispielsweise im Winter und in Ländern mit kurzen Tagen. Vitamin D kann aber relativ leicht mit der Nahrung aufgenommen werden.

Tipp: Nahrungsergänzungsmittel zu Vitamin D…>>>Hier klicken.    Anzeige

Die der UV-Strahlung ausgesetzten Würmer enthielten im Versuch ähnliche Werte wie Lachs, Makrelen oder Thunfisch. Deshalb lautet der Rat an insektenproduzierende Betriebe, diese Erkenntnisse auch kurzfristig in die Praxis umzusetzen, um den ernährungsphysiologischen Wert dieser Proteinquelle relativ einfach zu steigern.

Friederike Heidenhof, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.wur.nl/en/Research-Results/Themes/Nutrition-Health/Show/UV-exposure-makes-mealworms-a-rich-source-of-vitamin-D.htm

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Renate Kessen, BLE

Vielen Kindern fehlt Vitamin D

Mangel gefährdet Entwicklung

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenFast zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben zu niedrige Werte an Vitamin D. Eine der Hauptursachen: Statt sich im Freien bei Sport oder Spiel zu bewegen und Sonne zu tanken, wird zu viel Zeit in geschlossenen Räumen vor Bildschirmmedien verbracht.

Kein Wunder, dass in der aktuellen KiGGS-Studie zur Gesundheit von Kindern bei den größten Stubenhockern auch der gravierendste Vitamin-D-Mangel festgestellt wurde. Weil dieses Vitamin wichtig für den Aufbau der Knochen sowie für die Versorgung des Herzmuskels und des Nervensystems ist, gefährdet das bewegungslose Sitzen im Haus die Entwicklung und das Wachstum. Eltern sollten ihre Sprösslinge deshalb täglich zu mindestens einer Stunde körperlicher Aktivität motivieren. Anregungen dazu finden sie auf Internetportalen wie z. B. www.familienaufstand.de, www.kindergesundheit-info.de sowie www.komm-in-schwung.de.

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