Kategoriearchiv: Ernährung

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Sauberkeit und Hygiene in der Küche

So lassen sich lebensmittelbedingte Krankheiten vorbeugen

Im Jahr 2024 waren deutlich mehr Menschen von lebensmittelbedingten Erkrankungen betroffen. Das geht aus einem gemeinsamen Bericht des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und dem Robert-Koch-Institut (RKI) hervor.

Lebensmittelbedingte Erkrankungen entstehen durch Bakterien, Viren, Parasiten oder Toxine, die über verunreinigte Nahrung aufgenommen werden. Typische Symptome sind Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Von einem „lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch“ spricht man, wenn mindestens zwei Personen nach dem Verzehr desselben Lebensmittels erkranken.

Im Jahr 2024 wurden bundesweit 271 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche gemeldet, die zu mindestens 2.400 Erkrankungen führten. Zum Vergleich: In den vergangenen vier Jahren waren es jährlich im Durchschnitt etwa 190 Krankheitsausbrüche und 1.500 Erkrankungen. Wie bereits in den Vorjahren waren meist Bakterien wie Salmonellen (33 %) oder Campylobacter (26 %) die Übeltäter. Und das sind nur die gemeldeten Fälle, nicht die tatsächlichen.

Durch sorgfältige Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln lässt sich das Infektionsrisiko deutlich reduzieren. Bei einigen Lebensmitteln ist besondere Sorgfalt nötig, da sich Mikroorganismen sehr schnell ausbreiten. Hier ein paar wichtige Grundregeln:

  • Ausreichend erhitzen: Geflügel, Fleisch, Hackfleisch, Fisch, Rohmilch und Speisen mit Ei müssen bis ins Innere richtig erhitzt werden. Sie sollten mindestens zwei Minuten lang eine Temperatur von mindestens 72 Grad Celsius erreichen. Das kann mit einem Fleisch-Thermometer geprüft werden. Beim Erhitzen in der Mikrowelle öfter umrühren, damit sich die Hitze gleichmäßig verteilt.
  • Getrennt zubereiten: Besonders empfindliche oder auch unsaubere Lebensmittel nicht in Kontakt mit anderen Lebensmitteln bringen. Für die Zubereitung nicht die gleichen Küchengeräte verwenden. Oder die Küchengeräte dazwischen gründlich und heiß abwaschen.
  • Gründlich waschen: Rohe pflanzliche Produkte wie Obst, Gemüse, frische Kräuter, Blattsalate und Sprossen gründlich waschen und nach dem Schneiden bald verzehren oder kühl aufbewahren. Wer rohe Sprossen und tiefgekühlte Beeren vor dem Verzehr erhitzt, kann sich vor einer möglichen Infektion schützen.
  • Gut reinigen: Alle Oberflächen in der Küche und alle Geräte, die mit rohen Lebensmitteln in Kontakt kommen, regelmäßig und gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen. Mit klarem Wasser nachspülen. Viele Arbeitsgeräte und Schneidebretter aus Kunststoff können auch bei 60 Grad Celsius in der Spülmaschine gereinigt werden.

Weitere Regeln zur Küchen-Hygiene sind auf der Webseite des Bundeszentrums für Ernährung in Einfacher Sprache zusammengestellt, damit fällt Sauberkeit und Hygiene in der Küche leicht.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BVL: Jahresbericht 2024

BZfE: Einfache Sprache: Wie sorge ich zu Hause für Sauberkeit und Hygiene in der Küche?

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Grüntee: Hojicha und Matcha

Was ist der Unterschied?

Nach Matcha ist Hojicha der neue Trend unter den Grüntees; zumindest auf vielen Social-Media-Plattformen. Aber was ist das genau? Die japanische Spezialität hat einen milden, leicht nussigen bis schokoladigen Geschmack und enthält deutlich weniger Koffein als Matcha.

Bei beiden Sorten handelt es sich um japanischen Grüntee, der wie Schwarztee von der Teepflanze Camellia sinensis stammt. Nach dem Welken werden durch Dämpfen oder Rösten pflanzeneigene Enzyme inaktiviert, damit keine Fermentation – wie beim Schwarztee – stattfindet. Dennoch unterscheiden sich die beiden grünen Teesorten in Herstellung, Geschmack und Inhaltsstoffen.

Hojicha (japanisch für „Rösttee“) wird überwiegend aus älteren, gröberen Blättern und Stängeln der Teepflanze hergestellt. Nach dem Dämpfen wird das Pflanzengrün in rotierenden Trommeln bei Temperaturen von bis zu 200 Grad Celsius geröstet. Je länger die Röstung, desto dunkler der Farbton. Dadurch erhält der Tee seine bräunliche Farbe sowie seine leicht süßliche, karamellartige Schokoladennote.

Dagegen wird Matcha (japanisch für „gemahlener Tee“) aus den jüngeren, zarten und sehr hochwertigen Blättern gewonnen, die einige Wochen vor der Ernte beschattet werden. Die Blätter (ohne Stängel und Rippen) werden gedämpft, getrocknet und zu einem feinen Pulver vermahlen. Es ist intensiv grün gefärbt und hat ein herb-bitteres bis fruchtig-frisches Aroma.

Hoijcha wird meist als loser Blatt-Tee mit etwa 90 Grad heißem Wasser aufgegossen und ist nach kurzer Ziehzeit fertig. Es gibt ihn aber auch in Pulverform. Dagegen übergießt man Matcha-Pulver mit maximal 80 Grad heißem Wasser und schlägt es mit einem Bambusbesen schaumig. Als besonders edle Teesorte ist Matcha auch Teil der japanischen Teezeremonie, während Hojicha eher ein Alltagstee ist.

Auch im Nährstoffgehalt gibt es Unterschiede: Da Matcha ein Pulver aus jüngeren Teeblättern ist, sind mehr gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthalten. Polyphenole wie Catechine und Gerbstoffe sind in beiden Tees reichlich vorhanden. Hojicha ist dagegen koffeinarm und besser bekömmlich als Matcha.

Beide Teesorten können mit aufgeschäumter Milch oder einer pflanzlichen Alternative auch als Latte serviert werden. In der Küche können sie als Pulver Akzente setzen – etwa in Desserts, Konfekt, Smoothies, Pancakes und süßem Gebäck.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Mate-Tee richtig zubereiten

BZfE: Früchtetee – mit Obstresten und Kräutern selbst zubereiten

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Medical Cooking – Basenfasten

Neuer Ratgeber bei TRIAS

Beim Basenfasten kommen nur basische Lebensmittel auf den Tisch. Sie enthalten Makro- und Mikronährstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Deren Wirkung auf unsere Gesundheit ist durch unzählige Studien belegt – sowohl beim Basenfasten als Kurprogramm als auch bei der basischen Ernährung auf Dauer.

Die beiden Autorinnen Sabine Wacker und Martina Huber bieten in dem Ratgeber „Medical Cooking: Basenfasten“ (Partner-Link*)(TRIAS Verlag, Stuttgart 2025) – neben einem umfassenden Einblick in die wissenschaftlichen Hintergründe des Basenfastens – praktische Ansätze für eine nachhaltige basenreiche Ernährung. Außerdem finden Leser*innen viele Rezepten, die schmecken und gesund sind.

Das Buch: Sabine Wacker/Martina Huber. Medical Cooking: Basenfasten. Basische Ernährung für einen optimalen Stoffwechsel & ein starkes Mikrobiom. Aktiv gegen Entzündungen, Schmerzen, Bluthochdruck, Verdauungsbeschwerden. Mit über 100 Rezepten. (Partner-Link*) TRIAS Verlag, Stuttgart. 2025. Buch EUR [D] 28,00. EPUB EUR [D] 27,99. ISBN Buch: 9783432120010. ISBN EPUB: 9783432120027

  • Die Wirkung: Die basischen Lebensmittel – im wesentlichen Obst und Gemüse – liefern unserem Körper alles, was er für einen optimalen Stoffwechsel und für ein gut funktionierendes Immunsystem benötigt. Gleichzeitig verzichtet man beim Basenfasten auf Lebensmittel, deren gesundheitsschädigende Wirkung inzwischen weitreichend belegt ist. Basenfasten ist ein Entlastungsprogramm für den Körper.
  • Die Zutaten: Welche Lebensmittel gehören zum Basenfasten und in die basische Küche und was macht sie so gesund? Warum ist Saisonalität und Regionalität so wichtig? Leser*innen lernen die 10 besten Zutaten der Basenküche und deren Vorteile kennen.
  • Die Rezepte: Wie köstlich und bunt die gesunde Basenküche sein kann, zeigt der abwechslungsreiche Rezeptteil. Die Gerichte sind einfach und schnell zubereitet mit Zutaten, die man überall bekommt.

Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier in unserem Webshop.

Über die Autorinnen:

Sabine Wacker ist die Frau hinter der Erfolgsmethode Basenfasten – die wacker-methode®. Als Heilpraktikerin mit Medizinstudium und erstem Staatsexamen hat sie vor über 25 Jahren das Basenfasten entwickelt, mit dem Ziel, Menschen eine basische, pflanzliche Ernährung näherzubringen. Mittlerweile hat sie unzählige basenfasten Berater ausgebildet, mehr als 35 Bücher verfasst und eine eigene Praxis in Mannheim geführt. Seit 2014 hat sie zusammen mit ihrem Sohn Matteo das basenfasten Hotelkonzept entwickelt und so Basenfasten in vielen zertifizierten Hotels etabliert.

Martina Huber ist basenfasten Beraterin, Heilpraktikerin, ganzheitliche Ernährungsberaterin und klassische Homöopathin. Ihr Interesse an alternativen Heilmethoden und gesunder Ernährung war schon von Kindesbeinen an sehr groß, sodass sie an ihre ersten Ausbildungen als Hotelfachfrau und Kosmetikerin das Erlernen der Homöopathie und therapeutischen Ernährungsberatung anschloss. Sabine Wacker und das Konzept des Basenfastens lernte sie 2009 kennen und war sofort von der Erfolgsmethode begeistert. Seit dieser Zeit leitet sie basenfasten Kurse und gibt Einzelberatungen sowie Vorträge zum Thema Basenfasten. Seit 2015 arbeitet Martina Huber als basenfasten Ausbilderin für die basenfasten Hotels eng mit der Familie Wacker zusammen. Sie führt eine eigene Praxis für Ernährungsberatung und klassische Homöopathie, „Agens vitalis“, in Mainburg in der Nähe von Regensburg.

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Bettina Ziegler | Alexandra Hofmann

Thieme Communications, TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG, ein Unternehmen der Thieme Gruppe, Oswald-Hesse-Str. 50, 70469 Stuttgart, Tel.: +49 711 8931-319/-318, Fax: +49 711 8931-167

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Vitamin D und Omega-3: Studie zeigt überraschende Gesundheitsvorteile für ältere Erwachsene

Vitamin D und Omega-3: Studie zeigt überraschende Gesundheitsvorteile für ältere Erwachsene

Mehr Schutz vor Infekten und niedrigere Blutdruckwerte

Ein Plus für die Abwehrkräfte und den Blutdruck: Eine frühere europaweite große Altersstudie lieferte klare Hinweise darauf, dass Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren bestimmte Gesundheitsrisiken im Alter deutlich senken können.

Über drei Jahre hinweg wurden mehr als 2.150 Erwachsene ab 70 Jahren in fünf Ländern untersucht. Regelmäßige Gesundheitschecks und detaillierte Befragungen dokumentierten Blutdruck, Infektionen, Gedächtnisleistung, Knochen- und Muskeldichte sowie viele weitere Gesundheitsparameter.

Das überraschende Ergebnis

Omega-3-Fettsäuren senkten das Infekt-Risiko insgesamt um 11%, mit besonders deutlichen Effekten bei Infektionen der oberen Atemwege (10%) und Harnwege (62%). Vitamin D reduzierte das Infektionsrisiko bei jüngeren Senioren (70-74 Jahre) um 16%.

Außerdem hatte Vitamin D positiven Einfluss auf den systolischen Blutdruck – ein Effekt, der gerade im höheren Alter gesundheitsrelevant ist.

Die Ergebnisse zeigen, dass diese Supplemente im Alter gezielt eingesetzt werden können, um die Abwehrkräfte zu stärken und das Risiko von Bluthochdruck zu senken.

Die Studie lieferte zudem eine einzigartige Datenbasis, die künftig helfen soll, Prävention im Alter noch gezielter zu gestalten. Ziel ist eine frühzeitige, personalisierte Gesundheitsstrategie, die ein aktives, gesundes Altern ermöglicht.

(Quelle: Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren fördern Gesundheit in Untergruppen von aktiven älteren Menschen, Universität Zürich, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Mehr Interesse an solchen Erkenntnissen?

Die Meldung wurde inspiriert durch einen Beitrag in dem Buch „Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?“. Das Buch steckt voller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Wirksamkeit natürlicher Heilmittel und Hilfsmittel.

Buchdaten: Michael Petersen, Reaktion mediportal-online.eu, Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?, ISBN 978-3-384-60436-1, Info-Seite zum Buch beim Verlag.

Eine Buchbeschreibung findet sich im Bücher-Blog.

Das Spezialportal gesundheit-ratgeber-buecher.de bietet regelmäßig Besprechungen zu Gesundheits-, Persönlichkeits- und Ernährungs-Ratgebern, zu Neuerscheinungen und Neuauflagen. Rezensiert werden Bücher, E-Books und Portale.

Die Redaktion mediportal-online veröffentlicht regelmäßig Meldungen zu Themen der Gesundheit und Medizin im Internet. Hintergrundinformationen, Gesundheitstipps, Informationen aus Forschung und Wissenschaft, ergänzt um hilfreiche Links.

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mediportal-online, M+V Medien-und Verlagsservice Germany Unternehmergesellschaft(haftungsbeschränkt)
Michael Petersen
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Wenn der große Hunger kommt

So hat Heißhunger keine Chance

Ganz plötzlich kommt ein starkes Verlangen nach Schokolade, Chips oder anderen Leckereien auf – besonders in stressigen Situationen. Das kennt wohl jeder. Aber woher kommt dieser Heißhunger und wie lässt er sich verhindern? Für vier häufige Ursachen gibt es geeignete Gegenmaßnahmen:

  1. Zu süß gegessen: Gummibärchen, Schokolade oder gezuckerte Getränke – je süßer ein Snack oder eine Mahlzeit ist, desto schneller steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Essen an und fällt dann rasant wieder ab. Und desto schneller werden wir wieder hungrig. Ein Stück Kuchen verursacht eher Hunger auf den nächsten Happen als Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Co.
  2. Zu viel verboten: Wer sich etwas strikt verbietet, erhöht automatisch das Verlangen danach. Gelegentlich kann man sich ein kleines „Extra“ gönnen. Als Faustregel gilt: Eine Portion Süßes und Knabbereien sollte nicht mehr als eine Hand voll sein.
  3. Zu wenig getrunken: Hunger wird häufig mit Durst verwechselt. Das lässt sich leicht überprüfen, indem man beim ersten Hungergefühl ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee trinkt. Manchmal ist der Hunger dadurch schon nach wenigen Minuten verflogen.
  4. Zu unregelmäßig gegessen: Zu große Abstände zwischen den Mahlzeiten begünstigen Heißhungerattacken. Am besten regelmäßig essen und keine der drei Hauptmahlzeiten ausfallen lassen.

Die meisten Erwachsenen kommen mit drei ausgewogenen Hauptmahlzeiten ohne zu „heißhungern“ gut über den Tag. Falls zwischendurch doch mal der Magen knurrt, sollte man zu Hause, unterwegs oder auf der Arbeit gut darauf vorbereitet sein. Hier drei Vorschläge für gesunde Snacks:

  • Cremiger, fettarmer Naturjoghurt mit frischem Obst ist schnell gemacht und schmeckt köstlich. Besonders der süße Heißhunger lässt sich damit gut bekämpfen.
  • Knackige Rohkost mit einem würzigen Magerquark-Kräuterdip. Gurke, Radieschen, Paprika und Co. – da ist für jeden Geschmack das Passende dabei.
  • Nüsse sind vollgepackt mit Nährstoffen. Eine Hand voll reicht schon aus, um den Heißhunger zu stillen. Mehr schlägt kalorientechnisch schnell ins Gewicht. Am besten ungesalzene Varianten wählen.

Julia Seeher, bzfe.de

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BZfE: Der Weg zum Wohlfühlgewicht – so klappt es Schritt für Schritt

BZfE: Die Ernährungspyramide – ausgewogen, abwechslungsreich, nachhaltig

BLE-Medienshop: Genussvoll Kalorien sparen

Deutsche Gesellschaft für Ernährung: ICH-nehme-ab. Training für einen gesundheitsfördernden Lebensstil

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Gesund alt werden mit Nährstoff- und Hormontherapie

Prävention mit System

Ein gesunder Lebensstil reicht nicht aus, wenn wir lange bei bester Gesundheit leben möchten. Nephrologin und Stoffwechselexpertin Dr. Helena Orfanos-Boeckel weiß, welche Rolle Laborwerte für die Prävention haben: richtig gelesen, deuten sie nämlich bereits sehr früh auf altersbedingte Erkrankungen hin. In ihrem neuen Buch „Nährstoff-Hormontherapie – Der Präventions-Leitfaden“ (Partner-Link*)(TRIAS Verlag, Stuttgart. 2025) zeigt die Bestseller-Autorin, wie Nährstoffe und körpereigene Hormone gezielt eingesetzt werden können, um Stoffwechselprozesse zu optimieren, alterungsbedingten Zivilisationskrankheiten vorzubeugen und die eigene Widerstandskraft zu verbessern.

Prävention statt Reparaturmedizin

Die klassische universitäre Medizin behandle vor allem in der Inneren Medizin erst dann, wenn bereits eine Erkrankung vorliegt, so Orfanos-Boeckel. „Das ist viel zu spät. Diese Vorgehensweise im System muss geändert werden – weg von spät kurativ reparierend, hin zu früher präventiv schützend.“

Im Blut lasse sich bereits Jahrzehnte vorher ablesen, ob im Verlauf der normalen Alterung ein Erkrankungsrisiko bestehe oder nicht, erklärt die Autorin. Nährstoffe und Hormone könnten schon früh therapeutisch zur inneren Prävention genutzt werden. „Der Trick ist, die Zahlen der Labordiagnostik aus dem Blut, die sich im Rahmen von Alterung und Krankheit ‚normal‘ verschlechtern, nicht ‚schlecht‘ werden zu lassen. Wenn wir unser Gesundheitskonto schuldenfrei, also funktionell gesund mit positiven aufgebauten biochemischen Ressourcen ins Alter mitnehmen, sind wir besser geschützt“, so Orfanos-Boeckel.

Den Zeit-Gap überbrücken

Die Ärztin kritisiert, dass die klassische Medizin in der entscheidenden Phase der Lebensmitte zu passiv bleibt: In dem Zeit-Gap, in dem erhöhte ‚Krankwerte‘, wie die Autorin sie nennt, bereits messbar sind, aber noch keine gravierenden Organschäden beziehungsweise Krankheiten vorliegen. Genau hier setzt die individuelle Nährstoff- und Hormontherapie an. Sie ermöglicht es, funktionelle Störungen im Stoffwechsel rechtzeitig zu erkennen und aktiv mit körpereigener Biochemie gegenzusteuern.

Der Labor-Trick: Das Blut gibt die Therapie vor

„Wir können in der Labordiagnostik vieles herauslesen beziehungsweise suchen: neben Störungen oder Schwächen unseres Stoffwechsels deren mögliche genetische und epigenetische Ursachen, unser Krankheitsrisiko für die Zukunft sowie auch das, was wir an Nährstoffen und Hormonen in welcher Dosis für die funktionelle Therapie des Stoffwechsels brauchen“, erklärt die Autorin und Ärztin.

Eine laborkontrollierte individuelle und präventive Nährstoff- und Hormontherapie könne im Blut erhöhte Krank- und Schlüsselwerte senken, indem sie niedrige Gesundmachwerte, wie die Autorin sie nennt, anhebe. Damit sinkt auch das Risiko für die Entstehung einer Krankheit. Zeigt die Labordiagnostik beispielsweise einen erhöhten Wert für Homocystein, LDL, HbA1c und CRP, weise das auf ein erhöhtes Arteriosklerose-Risiko hin. Betroffene können dann früh die ungünstig erhöhten Laborwerte senken, indem sie die niedrigen Gesundmachwerten wie B-Vitamine, Selen oder den Omega-3-Index anheben. So lasse sich das Risiko, in den nächsten 20 Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden oder an einer Niereninsuffizienz oder Demenz zu erkranken, verringern.

Ultra-Prävention statt Abwarten

„Die Idee ist, mit individuell dosierter Nährstoff- und Hormontherapie ergänzt durch ein gesundes Verhalten und gegebenenfalls auch Medikamente, gar nicht mehr an den Folgen von vor allem Osteoporose und Arteriosklerose zu erkranken“, erklärt Orfanos-Boeckel. Dafür müssen – im Sinne einer Ultra-Prävention – aber lebenslang die entsprechenden Knochen- und Gefäßkrankwerte im Blut niedrig bleiben; sie dürfen eben nicht altersgemäß steigen. „Wenn wir früher wissen, wo wir innerlich bezüglich unseres ‚Krankwerde-Risikos‘ stehen, können wir gezielt etwas tun, um diese Prozesse zu stoppen.“ So lasse sich verhindern, dass Knochen und Organe wie Herz, Nieren oder Gehirn langfristig Schaden nehmen.In ihrem Buch gibt Orfanos-Boeckel Patient*innen das Wissen an die Hand, Labordiagnostik zu verstehen und ihre Ergebnisse einzuordnen. Sie erklärt, welche medizinischen Diagnosen man aus erhöhten ‚Krankwerten‘ im Blut formulieren kann und wo und wie sie sich damit Hilfe im Gesundheitssystem holen können.

Das Buch: Helena Orfanos-Boeckel
Nährstoff-Hormontherapie – Der Präventions-Leitfaden(Partner-Link*)
Orthomolekulare Medizin und bioidentische Hormone gezielt einsetzen
TRIAS Verlag, Stuttgart. 2025
Buch: € [D] 24,99 / € [A] 25,70
E-Book (EPUB): € 24,99
ISBN Buch: 9783432120669

Buch-Inhalte

  • Laborwerte richtig nutzen: Welche Laborwerte sind als Frühwarnsystem im Stoffwechsel wichtig, wie deutet man diese und handelt richtig? Was schützt uns, was macht uns krank?
  • Was wichtig ist: Langfristige Gesundheit gelingt nur auf dem Boden von starken Knochen und gesunden Gefäßen. Denn Osteoporose und Arteriosklerose sind die Grundlage für viele Erkrankungen im Alter wie Schenkelhalsfraktur, Herz- und Niereninsuffizienz mit Herzinfarkt und Dialyse, Schlaganfall und Demenz und letztlich Pflegebedürftigkeit.
  • Selbst Expertin werden: Leser*innen lernen Ihre Befunde zu lesen und zu verstehen, was schon krank oder noch gesund ist, und wie sie auf Basis der Laborwerte mit Nährstoffen, Hormonen und ggf. auch Medikamenten Ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen. Besonders wichtig ist dieses Wissen für Frauen vor, in und nach den Wechseljahren.

Die Autorin

Dr. med. Helena Orfanos-Boeckel ist Ärztin für Innere Medizin mit Schwerpunkt Nephrologie und Expertin für orthomolekulare Medizin sowie bioidentische Hormone. In ihrer Praxis in Berlin-Charlottenburg verbindet sie klassische Medizin mit modernen Ansätzen aus Hormon- und Stoffwechselforschung. Ihre Ratgeber „Nährstoff-Therapie“ (2022) und „Nährstoff-Therapie – der Praxisleitfaden“ (2023) wurden Bestseller. Mit dem neuen Präventions-Leitfaden legt sie nun ein kompaktes Werk für die tägliche Gesundheitsvorsorge vor.

Pressekontakt:

Bettina Ziegler

Thieme Communications, TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG, ein Unternehmen der Thieme Gruppe, Oswald-Hesse-Straße 50 | 70469 Stuttgart, Fon: +49 (0)711 8931-319, Fax: +49 (0)711/8931-167, bettina.ziegler@thieme.de, www.thieme.com

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Der Weg zum Wohlfühlgewicht

So klappt es Schritt für Schritt

Zu den häufigsten Neujahrsvorsätzen für das Jahr 2026 in Deutschland zählen laut Daten des Unternehmens Statista eine gesunde Ernährung (50 %), mehr Sport (48 %) sowie Gewichtsreduktion (37 %). Die zahlreichen Diätversprechen, die am Jahresanfang überall erscheinen, klingen sehr verlockend. Doch die meisten Diäten führen leider nicht zu dem erhofften Erfolg, sondern zu Frustration und dem Jo-Jo-Effekt – also einem höheren Körpergewicht als vorher. Zu weniger Gewicht führen meist nur eine langfristig gesündere Ernährung und mehr Bewegung. Aber die Zahl auf der Waage ist beim Abnehmen nicht das Wichtigste, sondern dass man sich mit seinem Gewicht wohlfühlt und es auch dauerhaft halten kann.

Es gibt kein Idealgewicht für alle, dafür sind Menschen viel zu verschieden. Das individuelle „Wohlfühlgewicht“ ist je nach Alter und Geschlecht verschieden und entspricht nicht einem Schlankheitsideal verschiedener sozialer Medien. Oft führen bereits ein paar Kilogramm weniger zu einem besseren Körpergefühl. Eine gewünschte Gewichtsabnahme gelingt am besten Schritt für Schritt:

Der Start: Was ist der eigene Antrieb? Welche positiven Veränderungen bringt ein geringeres Gewicht? Grundsätzlich ist man erfolgreicher, wenn das eigene Wohlbefinden das Ziel ist. Anfangs sollte man sich realistische Ziele für die nächsten zwei bis drei Monate setzen. Zu schneller Gewichtsverlust ist ungesund und das so erreichte Gewicht schwer zu halten. Ein bis zwei Kilogramm Gewichtsabnahme pro Monat sind das richtige Maß. Tägliches Wiegen ist unnötig und macht nervös, am besten einen festen Wiegetag pro Woche wählen.

Schritt für Schritt: Ein langfristiger Gewichtsverlust lässt sich am besten stufenweise erreichen: Wenn das Ziel der ersten Etappe erreicht ist (zum Beispiel 3 bis 6 kg Gewichtsabnahme), das neue Gewicht halten und mit dem Abnehmen pausieren. In dieser Zeit werden die neuen gesunden Gewohnheiten rund ums Essen, Trinken und Bewegen weiter trainiert und gefestigt. Um alte, eingefahrene Gewohnheiten zu verlernen, braucht es vor allem Geduld mit sich selbst. Erst wenn alles sitzt, startet die nächste Abnehm-Etappe.

Von Umwegen und Durststrecken: Eine Erfahrung machen viele beim Abnehmen: Zuerst läuft alles wie am Schnürchen, dann lösen sich plötzlich alle guten Vorsätze in Luft auf. Das Über-die-Stränge-Schlagen am Buffet oder das einmalige hemmungslose Naschen zählt als Ausrutscher und ist normal. Es hat nichts mit einem eigenen „Versagen“ zu tun und bedeutet nicht das Ende aller Bemühungen. Am besten gelassen bleiben und an die Erfolge erinnern: Was habe ich bis jetzt geschafft und was sind meine langfristigen Ziele? Aber auch ohne Ausrutscher sinkt das Gewicht nicht immer gleichmäßig: Oft kommt es nach einer Abnahme von 4 bis 5 Kilogramm zu einer Phase, in der das Gewicht scheinbar gleichbleibt. Der Körper steuert dagegen, mehr Gewicht abzunehmen. Jetzt heißt es: Geduld bewahren und nicht aufgeben – Hauptsache, die Richtung stimmt.

Der Weg ist das Ziel: Wenn das Wohlfühlgewicht erreicht ist, gilt es, dieses auch langfristig zu halten, indem man bei den neuen Gewohnheiten bleibt. Bei einer Ernährungsumstellung gibt es keine Zeit „nach der Diät“. Leichte Gewichtsschwankungen sind übrigens immer normal. Gemeinsam klappt es übrigens oft besser: Wer sich Verbündete in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis oder in Kursen sucht, bleibt oft länger motiviert.

bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Die Ernährungspyramide – ausgewogen, abwechslungsreich, nachhaltig

BLE-Medienshop: Genussvoll Kalorien sparen

Verbraucherzentrale: Von Stoffwechsel-Diäten bis Trennkost: Erfolgsaussichten und Gefahren

Deutsche Gesellschaft für Ernährung: ICH-nehme-ab. Training für einen gesundheitsfördernden Lebensstil

Deutsche Adipositas Gesellschaft

BZfE: Abnehmspritzen unter der Lupe – teure Hilfe gegen Übergewicht mit Nebenwirkungen

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Übergewicht bei Kindern – Auswirkungen auf das Herz

Gewichtsabnahme in der Pubertät schützt offenbar das Herz

Wenn übergewichtige Kinder bis zum jungen Erwachsenenalter ihr Gewicht normalisieren, haben sie offenbar im späteren Leben kein erhöhtes Herzinfarktrisiko. Das lässt eine schwedische Langzeitstudie vermuten, an der über 100.000 Männer und Frauen teilgenommen hatten.

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist weltweit die häufigste Todesursache. Durch eine Verengung der Herzkranzgefäße wird der Herzmuskel unzureichend durchblutet, was zu Herzinfarkt und plötzlichem Herztod führen kann. Übergewicht und Adipositas im Kindesalter erhöhen nachweislich das Herzinfarktrisiko im späteren Leben. Bislang war unklar, welche Rolle dabei die Gewichtsentwicklung vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter spielt.

Die aktuelle Untersuchung ist Teil der bevölkerungsbasierten „BMI Epidemiology Study“ (BEST) in Göteborg: Im Rahmen schulärztlicher Untersuchungen wurde zunächst der Körpermassenindex, kurz BMI, der Teilnehmenden im Kindesalter (7 bis 8 Jahre) und als junger Erwachsener (18 bis 20 Jahre) bestimmt. Der BMI dient als Maß zur Einschätzung des Körpergewichts und entspricht dem Verhältnis des Körpergewichts in Kilogramm zum Quadrat der Körpergröße in Metern. Mithilfe nationaler Gesundheitsregister erfassten die Forschenden, ob in den folgenden Jahrzehnten eine koronare Herzkrankheit diagnostiziert wurde.

Ein erhöhtes Körpergewicht, sowohl in der Kindheit als auch im jungen Erwachsenenalter, ließ das KHK-Risiko deutlich ansteigen. Besonders ungünstig war es laut Studie, wenn sich das Übergewicht erst in der Pubertät entwickelte. In diesem Fall stieg die Wahrscheinlichkeit um 83 Prozent, während ein bereits in der Kindheit bestehendes Übergewicht mit einer Risikoerhöhung von 53 Prozent verbunden war. Das ist vermutlich auf hormonelle Veränderungen während der Pubertät zurückzuführen, ist im Fachjournal „JAMA Pediatrics“ zu lesen. Das Herzinfarktrisiko war nicht mehr erhöht, wenn sich das Gewicht bis zum Erwachsenenalter normalisierte.

„Unsere Ergebnisse stützen die Annahme, dass die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Erwachsenen bereits im Kindesalter beginnen sollte“, erklärt Studienautorin Jenny Kindblom von der Universität Göteborg. Neben allgemeinen Maßnahmen sei insbesondere eine frühzeitige Erkennung und Behandlung von Übergewicht bei Kindern von großer Bedeutung. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Beziehungen nachweisen kann. Zudem sollten künftige Studien auch weitere Lebensstilfaktoren wie etwa das Rauchen einbeziehen.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Zur Studie der Universität Göteborg: Early normalization of weight can protect the heart from childhood overweight

BZfE: Weltweiter Anstieg an Übergewicht und Adipositas – Bis 2050 voraussichtlich ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen betroffen

BZfE: Prävention von Adipositas bei Kleinkindern: Was können elternbasierte Programme leisten?

BLE-Medienservice: Trainermanual Adipositas-Schulung für Kinder und Jugendliche

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Ingwer bringt das Immunsystem früher auf Trab

Ingwer bringt das Immunsystem früher auf Trab

Laborergebnisse deuten darauf hin, dass ein Liter Ingwertee genügt, um messbare Immunreaktionen auszulösen

Ingwer gilt seit Jahrhunderten als Kraftknolle, wenn es um Wohlbefinden und Abwehrkräfte geht. Eine Forschungsgruppe des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München hat untersucht, wie der beliebte Wurzelstock tatsächlich in Immunprozesse eingreifen könnte. In Laborversuchen zeigte sich: Schon kleinste Mengen eines Ingwerscharfstoffs versetzen bestimmte weiße Blutkörperchen in erhöhte Alarmbereitschaft.

Dass Ingwer geschätzt wird, zeigt ein Blick auf die Importzahlen: Rund 31.600 Tonnen werden jährlich nach Deutschland eingeführt – fast viermal so viel wie vor einem Jahrzehnt. Doch ob übliche Verzehrmengen wirklich reichen, um messbare Effekte im Körper hervorzurufen, war lange unklar.

Wie Ingwer wirkt

Das Forschungsteam ging dieser Frage nach. Grundlage war eine frühere Pilotstudie. Darin zeigte sich, dass nach dem Konsum eines Liters Ingwertee bereits nach einer halben Stunde nennenswerte Mengen des Scharfstoffs [6]-Gingerol im Blut nachweisbar sind – mit Konzentrationen zwischen sieben und siebzehn Mikrogramm pro Liter.

Bekannt ist, dass [6]-Gingerol den sogenannten TRPV1-Rezeptor aktiviert – ein Ionenkanal, der sowohl Hitze- und Schmerzreize als auch die Schärfe von Chili und Ingwer vermittelt. Hinweise aus Studien ließen vermuten, dass auch Immunzellen diesen Rezeptor tragen. Das Forschungsteam wollte wissen, ob sich darüber die Aktivität der Zellen beeinflussen lässt.

Nachweis des Wirkungsmechanismus von Ingwer

Tatsächlich gelang den Wissenschaftlern zunächst der Nachweis des Rezeptors auf neutrophilen Granulozyten, jenen Immunzellen, die eine zentrale Rolle in der Abwehr bakterieller Erreger spielen. Anschließend zeigte sich in Kulturen: Bereits eine sehr geringe Menge von rund 15 Mikrogramm [6]-Gingerol pro Liter Nährmedium genügte, um die Zellen empfindlicher auf einen bakterienähnlichen Stimulus reagieren zu lassen – im Schnitt um etwa 30 Prozent stärker als unbehandelte Kontrollzellen. Wurde hingegen ein spezifischer TRPV1-Hemmer zugesetzt, verschwand dieser Effekt wieder.

Auch wenn die Ergebnisse den seit Langem vermuteten immunmodulierenden Effekt von Ingwer stützen, braucht es weitere Forschung – von der molekularen Ebene bis hin zu klinischen Studien.

(Quelle: Scharfstoff aus Ingwer versetzt Immunzellen in erhöhte Alarmbereitschaft, Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Exotische Frucht: Kaki

Auf Reifegrad achten

In der kalten Jahreszeit bringt die Kaki Abwechslung auf den Obstteller. Ihr saftig-süßes Fruchtfleisch erinnert geschmacklich an Aprikose und Honigmelone mit einer zarten Vanillenote. Das exotische Obst schmeckt pur ebenso gut wie in Müsli, Joghurt oder Smoothies. In Gebäck, Kompott und Konfitüre lässt es sich wunderbar mit Zitrusfrüchten und Nüssen kombinieren.

Die Frucht vor dem Essen gründlich unter fließendem Wasser waschen, halbieren und von Stielansatz und eventuell vorhandenen braunen oder matschigen Stellen befreien. Anschließend wie eine Kiwi auslöffeln oder die dünne Schale abziehen und das Fruchtfleisch klein schneiden.

Ursprünglich stammt die Kaki (Diospyros kaki) aus Zentralchina. Die rot- bis gelb-orangen Beerenfrüchte wachsen an bis zu 15 Meter hohen Bäumen und sind an ihren vier großen Kelchblättern am Stielansatz und einer dünnen, glatten und glänzenden Schale zu erkennen. Ihr optimales Aroma entfalten sie erst voll ausgereift, wenn die Schale auf leichten Druck nachgibt und das saftige, weiche Fruchtfleisch glasig durchschimmert. Unreife, harte Früchte schmecken durch den hohen Gehalt an Gerbstoffen (Tanninen) bitter-herb und hinterlassen ein leicht pelziges Gefühl auf der Zunge. Sie können bei Zimmertemperatur nachreifen, während reife Früchte sich gekühlt ein bis zwei Tage lang halten. Druckstellen möglichst vermeiden, da die empfindlichen Früchte dort schnell schimmeln können.

Neben der klassischen Kaki als Ursprungsfrucht mit verschiedenen Sorten, wie etwa „Tipo“, werden im Handel auch weitere Zuchtformen angeboten. Aus Spanien kommt unter dem Handelsnamen Persimon ® die Sorte „Rojo Brillante“. Sie hat einen geringeren Gerbstoffgehalt und ist sogar unreif genießbar – wie ein Apfel, mit Schale und festerem Fruchtfleisch. Das gilt ebenso für die tomatenähnlich abgeplattete Sharonfrucht (z.B. die Sorte „Triumph“), die aus Israel stammt. Der Name geht auf das dortige Anbaugebiet, die Sharon-Ebene, zurück. Sie kommt auch aus Südafrika zu uns. Kakis enthalten heute in der Regel keine schwarzen Kerne mehr, die früher vorkamen. Unabhängig von der Sorte enthält die Frucht reichlich Ballaststoffe, Mineralstoffe wie Kalium und Phosphor, Carotinoide wie Provitamin A, B-Vitamine und Vitamin C, aber auch weitere wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole.

Kakis sind das ganze Jahr über erhältlich. Besonders empfehlenswert sind Bio-Früchte, die unter anderem ohne den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln angebaut werden. Von Oktober bis Dezember kommen die exotischen Früchte vor allem aus den europäischen Ländern Spanien und Italien. Israel liefert von Oktober bis Anfang März Sharonfrüchte. Im Frühjahr und Sommer werden Kakis meist aus Übersee eingeführt. Dann haben sie aufgrund der langen Transportwege eine deutlich schlechtere CO2-Bilanz.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: How-to: Kaki

BZfE: Was hat mein Essen mit Klima zutun?

BZL: Wie kann ich Südfrüchte nachhaltig einkaufen?

BZfE: Exotische Frucht: Banane – Alltagssnack aus der Ferne

BZfE: Ananas – auf Saison und Siegel achten

BZfE: Physalis – exotisches Obst für die Küche

BZfE: Der Granatapfel – kerniger Genuss

BZfE: Durian – Stinkfrucht mit Vanillearoma

BZfE: Nashi-Birne – saftig wie eine Birne, knackig wie ein Apfel

BZfE: Papaya – auch die Kerne sind essbar

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