Kategoriearchiv: Ernährung

Vitamin D3 - lindert es allergisches Asthma

Vitamin D3 – lindert es allergisches Asthma?

Forschende zeigten, wie das Sonnenvitamin das Immunsystem bei allergischem Asthma beruhigt

Allergisches Asthma betrifft Millionen Menschen – oft schon im Kindesalter. Dass ein Mangel an Vitamin D3 mit schwereren Symptomen einhergehen kann, ist aus früheren Studien bekannt. Inzwischen ist Forschenden ein entscheidender Durchbruch gelungen: Sie konnten zeigen, wie Vitamin D3 direkt in die zelluläre Entzündungsreaktion bei allergischem Asthma eingreift – und damit die Erkrankung messbar lindern kann.

Ein Forschungsteam der Molekularen Pneumologie des Uniklinikums Erlangen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat Erkenntnisse gewonnen, die das Verständnis von Asthma grundlegend erweitern. Die Studien zeigen: Vitamin D3 wirkt nicht nur unterstützend, sondern verändert aktiv das Immungeschehen bei allergischem Asthma.

Weniger Symptome, weniger Medikamente

Im Zentrum der Untersuchung stand die Frage, welchen Einfluss der Vitamin-D3-Spiegel auf die Schwere der Asthmaerkrankung hat. Die Wissenschaftler analysierten dazu Daten von Vorschulkindern und Erwachsenen mit allergischem Asthma – sowohl im Hinblick auf ihren Vitamin-D3-Blutspiegel als auch auf eine zusätzliche Einnahme des Vitamins.

Das Ergebnis ist bemerkenswert: Patienten mit ergänzender Vitamin-D3-Einnahme litten unter deutlich milderen Asthma-Symptomen, wiesen einen geringeren Schweregrad der Erkrankung auf und benötigten weniger inhalative, steroidhaltige Medikamente. Auf zellulärer Ebene fanden die Forschenden zudem vermehrt das Protein Blimp-1 in bestimmten Immunzellen – ein zentraler Regulator der T-Helferzell-Antwort und damit der Entzündungsprozesse im Körper.

Vitamin D3 verändert das Immunsystem nachhaltig

Um die zugrunde liegenden Mechanismen besser zu verstehen, untersuchten sie die Wirkung von Vitamin D3 zusätzlich in einem Mausmodell. Auch hier zeigte sich ein klarer Effekt: Asthma verlief weniger schwer, und es fanden sich weniger allergiefördernde IgE-Antikörper, die bei Erkrankungen wie Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis eine zentrale Rolle spielen.

Besonders spannend: Vitamin D3 förderte eine anti-entzündliche Immunantwort, unter anderem durch den Botenstoff IL-10 sowie durch Blimp-1-bildende Immunzellen. Erstmals konnte das Forschungsteam zudem nachweisen, dass Vitamin D3 auch langlebige Gedächtnis-T-Zellen beeinflusst – Zellen, die entscheidend für die langfristige Immunreaktion bei Asthma sind.

Wichtiger Baustein – aber kein Ersatz für ärztliche Therapie

Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie wichtig eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D3 für Menschen mit allergischem Asthma sein kann. Gleichzeitig betonen die Forschenden: Aus den grundlegenden Studien lassen sich noch keine direkten Therapieempfehlungen ableiten. Betroffene sollten Fragen zur Vitamin-D3-Einnahme daher stets mit ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem Arzt klären.

(Quelle: Wie Vitamin D3 bei allergischem Asthma hilft, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Mehr Interesse an solchen Erkenntnissen?

Die Meldung wurde inspiriert durch einen Beitrag in dem Buch „Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?“. Das Buch steckt voller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Wirksamkeit natürlicher Heilmittel und Hilfsmittel.

Buchdaten: Michael Petersen, Reaktion mediportal-online.eu, Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?, ISBN 978-3-384-60436-1, Info-Seite zum Buch beim Verlag.

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel

Was ist der Unterschied?

Vitamin D, Eisen oder Calcium – diese Nährstoffe beispielsweise gibt es als Nahrungsergänzungsmittel (NEM) und als Arzneimittel zu kaufen. Auf den ersten Blick ist es schwierig, beides auseinanderzuhalten. Worin unterscheiden sie sich also? Zunächst einmal gehören NEM rechtlich gesehen zu den Lebensmitteln und sollen die „normale“ Ernährung ergänzen. Arzneimittel unterliegen dem Arzneimittelrecht und sollen Krankheiten heilen oder dagegen vorbeugen. Mit einer gesundheitlichen Wirkung dürfen NEM nicht werben.

Ein weiterer wichtiger Unterschied: Im Gegensatz zu Arzneimitteln müssen NEM nicht geprüft werden, bevor sie auf den Markt kommen, etwa bezüglich Inhaltsstoffen, Wirkung oder Sicherheit. Sie dürfen ohne Zulassung verkauft werden und benötigen lediglich eine Anmeldung.

Ebenso gibt es für NEM (noch) keine Höchstmengenvorgaben. Die Herstellerfirmen dürfen selbst entscheiden, wie hoch die Dosierung in den Tabletten, Kapseln und ähnlichem ist. Die Europäische Union plant schon seit längerem, das zu ändern. Dieses Jahr sollen nun für einige Vitamine und Mineralstoffe zulässige Höchstmengen veröffentlicht werden; dazu gehören Vitamin D und E, Eisen und Selen. Übrigens: In NEM dürfen bis zu 50 Prozent mehr (oder weniger) des Nährstoffs enthalten sein, als auf der Verpackung stehen. Bei Arzneimitteln darf der Wirkstoffgehalt um höchstens 5 Prozent von der Deklaration abweichen.

Merle Schonvogel, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Was sind Nahrungsergänzungsmittel? Lebensmittel, keine Arzneimittel

BZfE: Wie informiere ich mich über Nahrungsergänzungsmittel? Verschiedene Quellen nutzen

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Tipps für die „Darmgesundheit“

Und was man darunter versteht

Der Begriff „Darmgesundheit“ taucht in der Werbung, in den Medien und in der Forschung häufig auf. Seine Bedeutung ist jedoch nicht immer eindeutig und kann je nach Kontext unterschiedlich interpretiert werden. Ein internationales Gremium hat daher unter Beteiligung der Universität Hohenheim verbreitete Missverständnisse aufgegriffen und erstmals eine einheitliche Definition des Begriffs erarbeitet: „Zustand normaler Magen-Darm-Funktion ohne aktive Magen-Darm-Erkrankungen oder darmbezogene Symptome, die die Lebensqualität beeinträchtigen“.

Die Definition schafft nach Ansicht der Forschenden künftig einen zuverlässigen Rahmen für Forschung und Medizin sowie für Medien und Werbebranche. Zugleich bestehe weiterhin Forschungsbedarf, erklärt Professor Dr. Stephan C. Bischoff von der Universität Hohenheim – etwa um geeignete Biomarker für die Darmgesundheit zu finden und durch zuverlässige Tests nachzuweisen.

Wer ein paar Tipps befolgt, kann die eigene Darmgesundheit im Alltag gut unterstützen:

  1. Pflanzenbetont und ballaststoffreich essen: Eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung ist die beste Grundlage für die Darmgesundheit. Reichlich Ballaststoffe aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten fördern eine gute Verdauung und ein gesundes Darmmikrobiom.
  2. Fermentierte Lebensmittel wählen: Lebensmittel wie Joghurt, Quark oder Skyr, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi enthalten nützliche Mikroorganismen, die das Gleichgewicht der Darmflora unterstützen und das Immunsystem stärken können.
  3. Ausreichend trinken: Viel Flüssigkeit bringt den Darm in Schwung. Täglich sollten mindestens 1,5 Liter getrunken werden. Ideale Durstlöscher sind Wasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees und stark verdünnte Fruchtsaftschorlen.
  4. Routinen finden und Esspausen einhalten: Jeder hat seinen eigenen Mahlzeiten-Rhythmus. Es kann hilfreich sein, dem Verdauungstrakt zwischen den Mahlzeiten Pausen zwischen 2,5 und 5 Stunden zu gönnen. Vor dem Schlafengehen sollten keine größeren Portionen mehr gegessen werden.
  5. Achtsam und langsam essen: Wer sich Zeit beim Essen lässt und gründlich kaut, nimmt dem Darm Arbeit ab. Zudem hilft ein langsamer Genuss mit allen Sinnen dabei, intensiver zu schmecken und sich nicht zu „überessen“.
  6. Im Alltag mehr bewegen: Mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren, einen Spaziergang in der Mittagspause machen, öfter die Treppe anstatt den Fahrstuhl nehmen – mehr Bewegung im Alltag regt die Darmtätigkeit an und kann ein vielfältiges Mikrobiom fördern.
  7. Stress reduzieren: Zu viel Stress kann sich auf den Darm auswirken. Regelmäßige Pausen im Alltag, Entspannungsübungen oder Yoga können helfen, sich wohler zu fühlen und das Verdauungssystem zu entlasten.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Universität Hohenheim: Darmgesundheit: Wissenschaftliche Klarstellung räumt Begriffs-Wirrwarr auf

Studie: The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics (ISAPP) consensus statement on the definition and scope of gut health

BZfE: Ballaststoffe – gut für den Darm

BZfE: Präbiotika, Probiotika, Postbiotika – was ist der Unterschied?

BZfE-Unterrichtsmaterialien: Verdauung – Der Weg der Nahrung

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Vitamin C – der Superstar unter den Vitaminen?

Neues Kurzvideo zu Nahrungsergänzungsmitteln

Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin C gehören zu den Verkaufsschlagern in Apotheken, Drogerien, Supermärkten und Co. Gerade in den Sozialen Medien wird oft der Eindruck erweckt, man bräuchte mehr Vitamin C als man regulär aufnimmt, um beispielsweise gegen Erkältungen geschützt zu sein. Aber brauchen wir die Extra-Portion wirklich?

Die kurze Antwort lautet: Nein, sie ist überflüssig. Gesunde Menschen, die sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren, sind normalerweise ausreichend mit Vitamin C versorgt. Das zeigt auch die aktuelle Studienlage. Zudem enthalten Nahrungsergänzungsmittel oft das zehnfache der empfohlenen Zufuhr – so hohe Mengen sind überflüssig, da der Körper sie nicht speichern kann. Die ausführliche Antwort gibt es anschaulich im neuen, kurzen Video des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE).

Weitere Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Nahrungsergänzungsmittel beantwortet das BZfE auf seiner Webseite und Youtube. Beispielsweise: Für wen sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll? Und wo kann man Nahrungsergänzungsmittel kaufen?

bzfe.de

Weitere Informationen:

Youtube: Vitamin C – der Superstar unter den Vitaminen?

BZfE: Nahrungsergänzungsmittel – Antworten auf die wichtigsten Fragen

Verbraucherzentrale: Klartext Nahrungsergänzungsmittel

Bundesinstitut für Risikobewertung: Mikronährstoffe und Co.

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Fasten gegen Krebszellen

Trotz medizinischer Fortschritte besteht bei fast jedem zweiten Menschen das Risiko, an Krebs zu erkranken.

Warum konnten wir das Risiko anderer tödlicher Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, waren aber bei der Krebsbekämpfung bisher nicht so erfolgreich? Der Grund: Tumore sind komplexe Erkrankungen, die oft keinen vorhersehbaren Verlauf haben. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie bestehen aus „fehlgeleiteten“ Zellen, die stärker wachsen als gesunde. Genau hier setzt Prof. Dr. Valter Longo mit „Fasten gegen Krebszellen“ (Partner-Link*) an.

Der international anerkannte Krebs- und Ernährungsexperte zeigt auf Basis seiner jahrzehntelangen Forschung, wie das von ihm entwickelte Scheinfasten dazu beiträgt, bösartigen Tumoren aller Art vorzubeugen und sie zu bekämpfen. Damit ermöglicht er einen neuen Weg, um das Krebsrisiko zu senken sowie die Behandlung und Genesung aktiv zu unterstützen.

Nina Ruge über das Buch von Professor Longo: „Ein unschätzbarer Erkenntnis-Wert für Krebspatienten, Onkologen, Medizinstudenten – und alle, die lange krebsfrei leben wollen!“

Der Autor:

Prof. Dr. Valter Longo, geboren 1967 in Genua, ist weltweit anerkannter Experte und führender Wissenschaftler auf dem Gebiet des Alterns sowie altersbedingter Krankheiten. Er ist Professor für Gerontologie und Biowissenschaften sowie Direktor des Institute of Longevity of the School of Gerontology an der University of Southern California in Los Angeles, einem der renommiertesten Zentren zur Erforschung des Alterungsprozesses. Für seine Arbeit erhielt Prof. Longo zahlreiche namhafte Auszeichnungen.

Homepage des Autors: valterlongo.com

Valter Longo auf Instagram: Valter Longo (@prof_valterlongo)

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Laura Giehl
Pressereferentin
Goldmann Verlage – Ratgeber

Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH | Neumarkter Str. 28 | 81673 München
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Gesunder Dreiklang: Ernährung, Schlaf, Bewegung

Kleine Schritte für ein langes, gesundes Leben

Wer ausreichend schläft, sich ausgewogen ernährt und regelmäßig bewegt, lebt nicht nur länger – sondern bleibt auch länger gesund. Schon kleine Veränderungen in diesen drei Bereichen können kombiniert einen deutlichen Unterschied machen. Das lässt eine Studie einer australischen Forschungsgruppe vermuten, die Daten von rund 60.000 Teilnehmenden der UK Biobank ausgewertet hatte.

Schlaf, körperliche Aktivität und Ernährung stehen in engem Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen und gelten daher als zentrale Einflussfaktoren für ein langes und möglichst gesundes Leben. Für die Untersuchung begleiteten die Forschenden Männer und Frauen mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren über einen Zeitraum von etwa acht Jahren. Bei einer Teilgruppe wurden Schlaf und körperliche Aktivität mithilfe eines Messgerätes am Handgelenk über sieben Tage erfasst. Zur Einschätzung der Ernährungsqualität diente ein Index, der den Verzehr von Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Ölen sowie zuckerhaltigen Getränken berücksichtigte. Auf Basis dieser Daten wurden die voraussichtliche Lebenserwartung und die krankheitsfreien Lebensjahre berechnet.

Das Ergebnis: Wer täglich sieben bis acht Stunden lang schläft, sich mehr als 40 Minuten moderat bis intensiv bewegt (beispielweise Treppensteigen, zügiges Gehen) und abwechslungsreich und ausgewogen isst, lebt den Berechnungen zufolge über neun Jahre länger als Personen mit schlechten Gewohnheiten – und bleibt etwa ebenso lange auch gesund.

Bemerkenswert ist, dass bereits kleine, kombinierte Veränderungen einen nachweisbar positiven Effekt zeigten. Rein rechnerisch verlängerten fünf Minuten mehr Schlaf, zwei zusätzliche Minuten körperliche Aktivität und eine weitere halbe Portion Gemüse (bzw. 1,5 Portionen Vollkorn) pro Tag die Lebenserwartung um etwa ein Jahr. Wer nur beim Schlaf ansetzt, müsste dafür die Dauer um rund 25 Minuten verlängern.

Die Forschenden sehen in kleinen, alltagstauglichen Anpassungen von Ernährung, Schlaf und Bewegung einen praktikablen und nachhaltigen Ansatz, um die Chancen für ein langes, gesundes Leben zu erhöhen. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Zusammenhänge nachweisen kann. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen und weitere Einflussfaktoren wie Rauchen oder Alkoholkonsum einzubeziehen.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Studie: Minimum combined sleep, physical activity, and nutrition variations associated with lifeSPAN and healthSPAN improvements: a population cohort study

BZfE: Die Ernährungspyramide – ausgewogen, abwechslungsreich, nachhaltig

BZfE: Der Weg zum Wohlfühlgewicht – so klappt es Schritt für Schritt

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Gemeinsam essen mit Kleinkindern

Tipps für Eltern

Rückt der erste Geburtstag näher, wächst ein Kind langsam aus dem Babyalter hinaus. Mit nur wenigen Ausnahmen kann es jetzt das Gleiche essen wie die Großen. Gemeinsam Essen ist nicht nur zum Sattwerden gut, sondern ein wichtiger Teil des Zusammenlebens. Dabei muss sich nicht immer die ganze Familie am Tisch versammeln: Studien zufolge wirkt es sich schon positiv aus, wenn das Kind mit einer Bezugsperson zusammen isst. Darauf können Eltern achten:

  • Vorbildfunktion: Bezugspersonen wie Eltern oder Geschwister sind Vorbilder für Kleinkinder – sowohl bezogen auf das Verhalten am Esstisch als auch auf die Lebensmittelauswahl. Essen diese Personen zum Beispiel mit Genuss Gemüse, schauen sich die Kinder dieses Verhalten ab.
  • Klare Strukturen: Gewohnte Abläufe und klare Regeln schaffen bei Kleinkindern Sicherheit und tragen zu einem entspannteren Essen bei. Am besten sind drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten täglich. Aber auch das gemeinsame Decken des Tisches oder Tischsprüche am Anfang einer Mahlzeit tragen dazu bei.
  • Essen und andere Aktivitäten getrennt halten: Wenn ein Kind spielt, sollte es nicht nebenher essen; wenn es isst, sollte es nicht nebenher spielen. Kinder lernen so, dass es bestimmte Zeiten für bestimmte Aktivitäten gibt. Das gleiche gilt für Bezugspersonen: Handys und andere Bildschirmmedien sollten beim Essen beiseitegelegt oder ausgeschaltet werden.
  • Mit Zeit und Ruhe essen: Für das gemeinsame Essen planen Eltern am besten bewusst Zeit ein. So ergibt sich eine zugewandte Atmosphäre mit Raum für Gespräche, Lachen und Genuss. Kinder lernen außerdem, sich Zeit zum Essen und Sattwerden zu nehmen.
  • Selbstständigkeit fördern: Essenlernen braucht Übung, besonders der Umgang mit Besteck. Ab welchem Alter ein Kind „unfallfrei“ essen kann, ist sehr unterschiedlich. Erstmal wird aber jedes Kleinkind beim Essen kleckern. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf, können Eltern Kleckse oder umgefallene Gläser vielleicht gelassener hinnehmen. Lob für Dinge, die das Kind schon kann, trägt zu einer guten Stimmung bei und macht es stolz und selbstbewusst.

bzfe.de

Weitere Informationen:

Netzwerk Gesund ins Leben: So lernen Kleinkinder essen – Abenteuer Esstisch

Netzwerk Gesund ins Leben: Was kommt auf den Teller? Ideen für kindgerechte Mahlzeiten

BLE-Medienservice: Was Kleinkinder brauchen – Abreißblock mit 25 Blättern

Netzwerk Gesund ins Leben: Was tun, wenn Kleinkinder sehr wählerisch beim Essen sind? Nachgefragt beim Netzwerk Gesund ins Leben

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Kresse von der Fensterbank

Würzig, vielseitig und frisch

Die scharf-würzige Kresse ist genau richtig, wenn man sich frisches Grün auf dem Teller wünscht. Sie keimt rasch, wächst schnell und benötigt kaum Pflege. Bereits nach wenigen Tagen ist das aromatische Kraut erntereif und lässt sich in der Küche vielseitig verwenden.

Die Gartenkresse (Lepidium sativum) ist die am häufigsten verwendete Kresseart und zugleich der bekannteste Vertreter der sogenannten Microgreens. Darunter versteht man junge Pflänzchen, die neben den beiden Keimblättern bereits mindestens zwei grüne Blättchen entwickelt haben. Für besonders Eilige gibt es im Handel vorgezogene Gartenkresse, meist in kleinen Kartons mit Nährboden, auch in Bio-Qualität. Im Kühlschrank hält sie sich etwa drei bis vier Tage lang.

Mehr Spaß bringt jedoch die eigene Anzucht. Die Samen sind in vielen Supermärkten, Bio-Läden, in Gartencentern und online erhältlich. Kresse liebt einen hellen, warmen Platz – ideal ist eine Fensterbank zum Beispiel in der Küche. Ein Teller oder eine flache Schale wird mit Küchenpapier oder Watte aus Bio-Baumwolle ausgelegt, gründlich befeuchtet und anschließend locker mit Samen bestreut. Erde ist nicht nötig, denn die im Samen enthaltenen Nährstoffe reichen für das Wachstum aus.

Generell gilt: Sauberkeit ist das A und O. Die Samen werden regelmäßig mit einer Sprühflasche befeuchtet, sodass sie stets feucht, aber keinesfalls nass sind – sonst kann sich leicht Schimmel bilden und die Anzucht ist nicht mehr nutzbar. Bereits nach etwa vier Tagen zeigen sich die ersten Sprossen, und nach acht bis zehn Tagen ist die Kresse erntereif. Die zarten Pflänzchen werden vorsichtig mit einer sauberen Schere abgeschnitten und möglichst sofort verwendet, da sie rasch an Aroma verlieren. Wer regelmäßig ernten möchte, sät am besten in kurzen Abständen nach. Von Mitte Mai bis September ist die Anzucht auch im Freien möglich.

Klassisch landet Kresse auf dem Butterbrot, doch ihr intensiv-würziges, leicht pfeffriges Aroma peppt viele weitere Gerichte auf: Smoothies und Salate, Eierspeisen, Sandwiches, Kartoffelgerichte und Gemüsepfannen. Auch für eine cremige Kressesuppe, grünes Pesto, Kräuterquark oder eine aromatische Kressebutter eignen sich die feinen Blättchen hervorragend.

Frische Kresse liefert wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Provitamin A, Eisen, Calcium und Kalium. Ihre charakteristische Würze verdankt sie vor allem den enthaltenen ätherischen Senfölen. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antimikrobiell und regen die Verdauung an.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZL: Kunstwerke mit Kresse – eine Aktionsidee für drinnen

BZfE: Sprossen und Microgreens – aus Kresse, Radieschen, Rettich & Co.

BZfE: Die scharf-würzige Kapuzinerkresse – im Kräuterquark oder als Salatzutat

BZfE: Brunnenkresse sammeln – Wildkraut mit pfeffriger Schärfe

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Wie Haferflocken den Cholesterinspiegel senken

Der Schlüssel liegt offenbar im Darmmikrobiom

Wer eine zweitägige Haferkur macht, kann seinen Cholesterinspiegel offenbar deutlich senken. Auch nach sechs Wochen ließ sich noch ein positiver Effekt der Diät nachweisen. Darauf deuten die Ergebnisse einer klinischen Studie der Universität Bonn hin, an der 68 Personen mit Metabolischem Syndrom teilnahmen. Bei diesem Krankheitsbild treten Übergewicht, Bluthochdruck sowie erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte gemeinsam auf.

Hafer wird meist als Haferflocken zum Frühstück im Porridge oder Müsli gegessen. Dass er positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat, ist nicht neu. Um die zugrundeliegenden Mechanismen auf den Stoffwechsel besser zu verstehen, führten die Forschenden eine randomisierte kontrollierte Studie durch. Sie gilt als „Goldstandard“ der klinischen Forschung: Die Versuchspersonen werden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt, von denen nur eine den potenziellen Wirkstoff – also hier den Hafer – erhält.

Im ersten Studienteil bekam eine Gruppe zwei Tage lang eine kalorienarme Diät, die fast ausschließlich aus Haferflocken bestand. Dreimal täglich wurden je 100 Gramm Haferflocken mit Wasser aufgekocht und mit etwas Obst oder Gemüse ergänzt. Die Kontrollgruppe erhielt eine kalorienarme, ballaststoffreiche Kost ohne Haferflocken. Im zweiten Teil der Studie ersetzte eine Teilgruppe sechs Wochen lang täglich eine Mahlzeit durch 80 Gramm Haferflocken.

In der Haferkur-Gruppe sanken nicht nur die Cholesterinwerte, sondern auch Blutdruck und Körpergewicht – im Durchschnitt um zwei Kilogramm. Besonders deutlich war der Rückgang des LDL-Cholesterins (minus 10 %), das als „schlechtes“ Cholesterin gilt und sich in den Blutgefäßen ablagern kann. Die Forschenden vermuten, dass diese positiven Effekte mit Veränderungen im Darmmikrobiom zusammenhängen. So fanden sich nach der Haferkur vermehrt Bakterien im Darm, die den Hafer in wertvolle phenolische Verbindungen wie Ferulasäure umwandeln. Diese Substanzen wirken sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus. Die tägliche Aufnahme einer einzelnen Hafermahlzeit über sechs Wochen hingegen zeigte nur geringe Effekte.

„Eine kurze Haferkur in regelmäßigen Abständen könnte eine gut verträgliche Möglichkeit sein, den Cholesterinspiegel im Normbereich zu halten und einem Diabetes vorzubeugen“, sagt Dr. Marie-Christine Simon von der Universität Bonn. Ob eine solche Maßnahme langfristig tatsächlich präventiv wirken kann, müsse jedoch in weiteren Studien untersucht werden.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Universität Bonn: Zwei Tage Haferflocken senken Cholesterinspiegel

Zur Studie: Cholesterol-lowering effects of oats induced by microbially produced phenolic metabolites in metabolic syndrome: a randomized controlled trial

BZfE: Getreide ABC – Hafer

BZfE: Hafer ist glutenhaltig – oder doch nicht?

BZfE: Warmes Frühstück für kalte Tage – Porridge & Co.

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Wie das Gehirn altert - und warum eine kurze Diät überraschend viel bewirken kann

Wie das Gehirn altert – und warum eine kurze Diät überraschend viel bewirken kann

Die Bioresonanz-Redaktion informiert: Neue Studie enthüllt tiefgreifende Veränderungen im Proteinhaushalt des alternden Gehirns

Was geschieht eigentlich im Gehirn, wenn wir älter werden? Eine Studie des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena gibt darauf eine überraschend detaillierte Antwort. Dem internationalen Forschungsteam ist es gelungen, zu zeigen, dass Alterungsprozesse das fein abgestimmte chemische Markierungssystem der Proteine im Gehirn deutlich aus dem Takt bringen kann. Und: Bereits eine kurzzeitige Ernährungsumstellung kann Teile dieses molekularen „Driftens“ sogar wieder zurücklenken.

Ein Blick hinter die Kulissen des alternden Gehirns

Proteine sind die Arbeitstiere der Zellen – sie sorgen dafür, dass Stoffwechsel, Signalweiterleitung und Energieversorgung reibungslos laufen. Damit dieses System stabil bleibt, werden Proteine fortlaufend erneuert, modifiziert oder abgebaut. Eine zentrale Rolle spielt dabei die sogenannte Ubiquitylierung: ein winziges Molekül-Etikett, das an Proteine angehängt wird und darüber entscheidet, ob sie aktiv bleiben oder entsorgt werden. Die Analysen zeigen, dass dieses Etikettierungssystem mit dem Alter seine Präzision verliert.

Wenn das zelluläre Recycling stottert

Einer der Gründe dafür: Das Proteasom, eine Art molekulare Reinigungsmaschine, verliert im Alter an Kraft. Es kann beschädigte oder überflüssige Proteine nicht mehr in gewohntem Tempo beseitigen. Die Folge: Ubiquitylierte Proteine häufen sich an – ein klares Zeichen, dass das Recycling der Zelle aus dem Rhythmus geraten ist.

Rund ein Drittel der beobachteten Veränderungen in der Ubiquitylierung lassen sich direkt auf diese nachlassende Proteasomaktivität zurückführen. Das Gleichgewicht zwischen neu gebildeten und abgebauten Proteinen verschiebt sich, und das wirkt sich langfristig auch auf die Funktion der Nervenzellen aus.

Erstaunlicher Einfluss: Eine kurze Diät verändert molekulare Alterungsspuren

Der vielleicht spannendste Teil der Studie betrifft die Frage, ob sich diese Veränderungen beeinflussen lassen. Die Forschenden wagten den Versuch: Ältere Mäuse erhielten vier Wochen lang eine kalorienreduzierte Ernährung – kein radikaler Einschnitt, sondern eine moderate Anpassung.

Das Ergebnis hat selbst das Forschungsteam überrascht. Bei zahlreichen Proteinen verschoben sich die Ubiquitylierungsmuster wieder in Richtung eines jüngeren Zustands. Einige molekulare Altersmerkmale ließen sich offenbar zumindest teilweise zurückdrehen.

Allerdings sei der Effekt differenziert: Manche Alterungsprozesse verlangsamten sich, andere blieben unbeeinflusst – wieder andere beschleunigten sich sogar leicht.

(Quelle: Altern verändert die Proteinlandschaft im Gehirn – Ernährung kann dem Entgegenwirken, Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI), Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Wichtig für das Gelingen

Damit eine solche Diät auch ihre gewünschte Wirkung hat, ist es erforderlich, dass die Regulationsmechanismen im Organismus reibungslos funktionieren, wie beispielsweise der Stoffwechsel, was im Alter oft nicht der Fall ist. Die Bioresonanz-Experten empfehlen deshalb, diesen ganzheitlichen Zusammenhang zu berücksichtigen und die Regulationssysteme energetisch zu unterstützen. Die Bioresonanz-Redaktion berichtet dazu in dem Beitrag: Gesunder Stoffwechsel im Alter von großer Bedeutung.

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.

Die Redaktion von www.bioresonanz-zukunft.de veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.

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