Archiv der Kategorie: Ernährung

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Exotische Frucht: Kaki

Auf Reifegrad achten

In der kalten Jahreszeit bringt die Kaki Abwechslung auf den Obstteller. Ihr saftig-süßes Fruchtfleisch erinnert geschmacklich an Aprikose und Honigmelone mit einer zarten Vanillenote. Das exotische Obst schmeckt pur ebenso gut wie in Müsli, Joghurt oder Smoothies. In Gebäck, Kompott und Konfitüre lässt es sich wunderbar mit Zitrusfrüchten und Nüssen kombinieren.

Die Frucht vor dem Essen gründlich unter fließendem Wasser waschen, halbieren und von Stielansatz und eventuell vorhandenen braunen oder matschigen Stellen befreien. Anschließend wie eine Kiwi auslöffeln oder die dünne Schale abziehen und das Fruchtfleisch klein schneiden.

Ursprünglich stammt die Kaki (Diospyros kaki) aus Zentralchina. Die rot- bis gelb-orangen Beerenfrüchte wachsen an bis zu 15 Meter hohen Bäumen und sind an ihren vier großen Kelchblättern am Stielansatz und einer dünnen, glatten und glänzenden Schale zu erkennen. Ihr optimales Aroma entfalten sie erst voll ausgereift, wenn die Schale auf leichten Druck nachgibt und das saftige, weiche Fruchtfleisch glasig durchschimmert. Unreife, harte Früchte schmecken durch den hohen Gehalt an Gerbstoffen (Tanninen) bitter-herb und hinterlassen ein leicht pelziges Gefühl auf der Zunge. Sie können bei Zimmertemperatur nachreifen, während reife Früchte sich gekühlt ein bis zwei Tage lang halten. Druckstellen möglichst vermeiden, da die empfindlichen Früchte dort schnell schimmeln können.

Neben der klassischen Kaki als Ursprungsfrucht mit verschiedenen Sorten, wie etwa „Tipo“, werden im Handel auch weitere Zuchtformen angeboten. Aus Spanien kommt unter dem Handelsnamen Persimon ® die Sorte „Rojo Brillante“. Sie hat einen geringeren Gerbstoffgehalt und ist sogar unreif genießbar – wie ein Apfel, mit Schale und festerem Fruchtfleisch. Das gilt ebenso für die tomatenähnlich abgeplattete Sharonfrucht (z.B. die Sorte „Triumph“), die aus Israel stammt. Der Name geht auf das dortige Anbaugebiet, die Sharon-Ebene, zurück. Sie kommt auch aus Südafrika zu uns. Kakis enthalten heute in der Regel keine schwarzen Kerne mehr, die früher vorkamen. Unabhängig von der Sorte enthält die Frucht reichlich Ballaststoffe, Mineralstoffe wie Kalium und Phosphor, Carotinoide wie Provitamin A, B-Vitamine und Vitamin C, aber auch weitere wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole.

Kakis sind das ganze Jahr über erhältlich. Besonders empfehlenswert sind Bio-Früchte, die unter anderem ohne den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln angebaut werden. Von Oktober bis Dezember kommen die exotischen Früchte vor allem aus den europäischen Ländern Spanien und Italien. Israel liefert von Oktober bis Anfang März Sharonfrüchte. Im Frühjahr und Sommer werden Kakis meist aus Übersee eingeführt. Dann haben sie aufgrund der langen Transportwege eine deutlich schlechtere CO2-Bilanz.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: How-to: Kaki

BZfE: Was hat mein Essen mit Klima zutun?

BZL: Wie kann ich Südfrüchte nachhaltig einkaufen?

BZfE: Exotische Frucht: Banane – Alltagssnack aus der Ferne

BZfE: Ananas – auf Saison und Siegel achten

BZfE: Physalis – exotisches Obst für die Küche

BZfE: Der Granatapfel – kerniger Genuss

BZfE: Durian – Stinkfrucht mit Vanillearoma

BZfE: Nashi-Birne – saftig wie eine Birne, knackig wie ein Apfel

BZfE: Papaya – auch die Kerne sind essbar

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Honig – mehr als nur süß

Die große Geschmacksvielfalt

Honig ist einer der beliebtesten süßen Brotaufstriche in deutschen Haushalten und wird auch gerne als Süßungsmittel genutzt. Rund ein Kilogramm Honig beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch hierzulande. Davon stammt immerhin rund ein Drittel aus Deutschland. Die für uns mengenmäßig wichtigsten Herkunftsländer für den Import sind die Ukraine, Argentinien, Rumänien und Mexiko.

Dank zahlreicher Trachtquellen – also dem Angebot an Nektar, Pollen und Honigtau, das die Bienen in den heimischen Bienenstock eintragen – gibt es auch eine große Vielfalt an Honigarten. Sie unterscheiden sich in Konsistenz, Farbe und Geschmack. Generell gilt: Honig, der von Honigbienen aus dem Nektar von Blütenpflanzen erzeugt wird, ist Blütenhonig oder Nektarhonig. Honig, der vollständig oder überwiegend aus Pflanzensekreten oder den zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukten von an Pflanzen saugenden Insekten – zum Beispiel Blattläusen – stammt, ist Honigtauhonig. So ist Waldhonig ein Honigtauhonig, der nur von Pflanzen aus Wäldern stammt.

Blütenhonig – ohne weitere Bezeichnung einer botanischen Herkunft (Tracht) – ist eine Mischung aus verschiedenen Blütenhonigen. Je nach Ergiebigkeit und Vorkommen der einzelnen Blüten in den verschiedenen Trachtgebieten fällt der Honig in Geschmack, Farbe und Konsistenz von Jahr zu Jahr und von Gebiet zu Gebiet sehr unterschiedlich aus. Markenhersteller verschneiden (vermischen) den Honig vieler verschiedener Imkereien meist bewusst so, dass ein gleichbleibender Geschmack dabei herauskommt.

Sortenhonige hingegen entstammen vollständig bis überwiegend – unter Berücksichtigung der natürlichen Schwankungsbreite – den angegebenen Blüten oder Pflanzen. Diese Honige weisen die für die angegebene Herkunft typischen Merkmale auf, zum Beispiel hinsichtlich Farbe, Geruch, Geschmack und Konsistenz. Einige Beispiele:

  • Heideblütenhonig (Heidehonig) ist aus Nektar von Blüten der Heidekrautarten Calluna vulgaris und/oder Erica spp., wobei in Deutschland Heidehonig nahezu ausschließlich von Besenheide (Calluna vulgaris) gewonnen wird. Charakteristische Merkmale sind die hellbraune bis rötlich-braune Farbe, der kräftig aromatische bis herbe Geruch und Geschmack, manchmal mit Bitternote und seine geleeartige Konsistenz mit einzelnen Kristallen.
  • Rapsblütenhonig (Rapshonig) ist aus dem Nektar von Rapsblüten (Brassica napus). Charakteristische Merkmale sind die weiße bis hellbeige (Permutt-) Farbe, der milde, schwach blumige Geruch und Geschmack mit leicht kühlendem Mundgefühl und die feste, durch Bearbeitung feinkristalline, cremige Konsistenz.
  • Fichtenhonig ist Honigtauhonig von Fichtenarten (Picea spp.). Charakteristische Merkmale sind die rotbraune Farbe, der malzig-würzige Geruch und Geschmack mit säuerlicher Komponente und die  zähflüssige bis kristalline Konsistenz.

Eine hochpreisige Honig-Spezialität ist der Manuka-Honig. Er wird aus dem Nektar der Südseemyrte (Leptospermum scoparium) gewonnen, die in Neuseeland und Teilen Australiens heimisch ist. Manuka-Honig werden antimikrobielle und heilende Eigenschaften nachgesagt und er wird häufig als „Superfood“ bezeichnet. Das Besondere an diesem Honig ist der Inhaltsstoff Methylglyoxal. Nach dem Verzehr von Manuka-Honig wird dieser spätestens im Dünndarm abgebaut, sodass sich eventuelle antibakterielle Heilwirkungen lediglich äußerlich auf die Schleimhäute im Mund und in der Speiseröhre auswirken können. Diese Speisehonig-Spezialität ist unbedingt vom sterilen medizinischen Produkt Manukahonig abzugrenzen, dessen Nutzung beispielsweise zur Wundbehandlung stets in ärztliche Hände gehört.

Die Honigverordnung definiert noch weitere Honigarten, zum Beispiel Tropfhonig – der durch Austropfen der entdeckelten, brutfreien Waben gewonnen wird; die traditionelle Art und Weise vor Erfindung der Honigschleuder (1865). Bisweilen findet man auch den Begriff „Rohhonig“, der allerdings lebensmittelrechtlich nicht gebräuchlich ist. Dieser besondere Honig wird weder geschleudert, noch cremig gerührt. Er behält sein volles Aroma, seine natürliche Konsistenz und alle natürlichen Inhaltsstoffe, Enzyme und Aromen. Backhonig ist für industrielle Zwecke oder als Zutat für andere Lebensmittel, die anschließend verarbeitet werden, geeignet.

Rüdiger Lobitz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZL: Honig

DLMBK: Leitsätze Honig

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Zuckerhaltige Getränke könnten Depressionen begünstigen

Zuckerhaltige Getränke könnten Depressionen begünstigen

Darmmikrobiom als möglicher Schlüssel – die Bioresonanz-Redaktion erläutert neuen Erkenntnisse

Eine Studie unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) liefert Hinweise darauf, dass Softdrinks nicht nur Stoffwechsel und Gewicht belasten, sondern auch die psychische Gesundheit. Verantwortlich könnte das sensible Mikrobiom im Darm sein.

Bereits bekannt ist, dass zuckerhaltige Getränke das Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs erhöhen. Neu ist nun: Auch die Stimmung könnte darunter leiden. Forschende der Marburg-Münster Affective Cohort (MACS) haben Daten von 932 Erwachsenen ausgewertet – darunter 405 Personen mit Major Depression und 527 gesunde Kontrollpersonen – und fanden einen deutlichen Zusammenhang zwischen Softdrink-Konsum und depressiven Symptomen.

Besonders Frauen scheinen betroffen: Wer regelmäßig zuckerhaltige Getränke konsumiert, hat demnach eine um 17 % höhere Wahrscheinlichkeit für eine Depression und zeigt schwerere Symptome.

Bakterien im Darm als vermittelnder Faktor

Die Forschenden entdeckten eine mögliche biologische Erklärung: Frauen, die viel Zucker tranken, wiesen erhöhte Mengen des Darmbakteriums Eggerthella auf – ein Mikroorganismus, der in früheren Studien bereits mit Depressionen in Verbindung gebracht wurde.

Zuckerhaltige Getränke enthalten nicht nur Glukose und Fruktose, sondern auch Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel und künstliche Süßstoffe. Diese Mischung kann das Gleichgewicht der Darmflora stören: Entzündungsfördernde Bakterien breiten sich aus, schützende kurzkettige Fettsäuren gehen zurück. Tierstudien deuten darauf hin, dass dies entzündliche Prozesse im Nervensystem auslösen und depressive Verhaltensweisen verstärken kann.

Auffällig: Bei Männern zeigte sich kein vergleichbarer Effekt. Ob hormonelle Unterschiede oder geschlechtsspezifische Immunreaktionen dafür verantwortlich sind, bleibt unklar.

Neue Perspektiven für Prävention und Therapie

Die Ergebnisse eröffnen auch neue therapeutische Ansätze: Mikrobiom-basierte Strategien – etwa gezielte Ernährung oder Probiotika – könnten künftig depressive Symptome lindern. Bereits kleine Veränderungen im Konsumverhalten könnten demnach große Wirkung entfalten – besonders angesichts der weiten Verbreitung von Softdrinks.

Die Forschenden betonen, dass die Ernährung künftig stärker in Aufklärung, Prävention und Versorgung psychischer Erkrankungen einbezogen werden sollte.

(Quelle: Zuckerhaltige Getränke beeinflussen Psyche über den Darm, Deutsches Zentrum für Diabetesforschung, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Dass Probiotika dabei behilflich sein könnten, zeigte bereits eine frühere Studie. Die Bioresonanz -Redaktion erläutert sie in dem Beitrag: Mildern Probiotika Depressionen?

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.

Die Redaktion von www.bioresonanz-zukunft.de veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.

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Fitness- und Kalorienzähler-Apps

Motivation oder Frustration?

Die Nutzung von Fitness- und Kalorienzähler-Apps kann sich negativ auf Motivation und psychisches Wohlbefinden auswirken. Das äußerten einer britischen Studie zufolge Nutzerinnen und Nutzer in den sozialen Medien. Demnach seien sie enttäuscht, frustriert oder beschämt, wenn sie die von den Apps vorgegebenen Ziele nicht erreichen.

Fitness-Apps können grundsätzlich dabei helfen, eine gesunde Lebensweise im Alltag umzusetzen. Über mögliche Nachteile ist jedoch bislang wenig bekannt. Um diese Lücke zu schließen, analysierte ein britisches Forschungsteam knapp 59.000 Social-Media-Beiträge zu fünf besonders erfolgreichen Fitness-Apps. Mit Hilfe einer „Machine-Assisted Topic Analysis“ (MATA) – einer Kombination aus Themenanalyse durch Künstliche Intelligenz und qualitativer Auswertung durch Menschen – konnten rund 13.800 Beiträge mit negativer Stimmung identifiziert werden.

Offenbar gibt es viele Herausforderungen, die Menschen in Bezug auf Fitness-Apps beschäftigen. So werden Kalorienverbrauch und körperliche Aktivität oft über stark vereinfachte Algorithmen erfasst, was zu unrealistischen oder sogar „ungesunden“ Zielvorgaben führen kann – etwa bei der täglichen Kalorienzufuhr. Benachrichtigungen der App können Schuldgefühle oder Selbstvorwürfe auslösen, etwa wenn die Nutzenden zu viel oder kalorienreiche Lebensmittel gegessen hatten. Dagegen kann es durch technische Fehler zu Frust kommen, wenn zum Beispiel Daten zu Trainingseinheiten verlorengehen.

„Wenn Gesundheit auf Kalorienzählen und Schrittziele reduziert wird, kann dies dazu führen, dass Menschen sich demotiviert und beschämt fühlen und den Bezug zu dem verlieren, was wirklich zu dauerhaftem Wohlbefinden führt“, fasst Paulina Bondaronek vom University College London zusammen. Das Forschungsteam betont, dass Fitness-Apps sich stärker an individuellen Bedürfnissen orientieren sollten. Eine umfassende Bewertung sei jedoch nur möglich, wenn neben negativen Aspekten auch die Vorteile solcher Apps berücksichtigt würden.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Zur Studie: Living well? The unintended consequences of highly popular commercial fitness apps through social listening using Machine-Assisted Topic Analysis: Evidence from X

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Das Geheimnis der Trauben: Wie ein Bitterstoff den Körper schützt

Das Geheimnis der Trauben: Wie ein Bitterstoff den Körper schützt

Trauben – Wirkstoff Resveratrol: Wie Bitterstoffe Entzündungen bremsen können

Trauben gelten seit jeher als Symbol für Genuss und Lebensfreude. Doch hinter ihrer süßen Hülle steckt ein wertvoller Bitterstoff: Resveratrol. Dieser sekundäre Pflanzenstoff, der vor allem in der Schale roter Trauben vorkommt, entfaltet erstaunliche Effekte auf unsere Gesundheit – besonders, wenn es um Entzündungsprozesse geht.

Bevor Sie weiterlesen… Interessiert an natürlichen Inhaltsstoffen für Ihren gesunden Alltag? Hier reinschauen (Anzeige)…weiter im Beitrag:

Eine Studie hat gezeigt, dass Resveratrol über einen speziellen Bitterrezeptor, den sogenannten TAS2R50, wirkt. Dieser Rezeptor spielt offenbar eine entscheidende Rolle bei der entzündungshemmenden Wirkung des Trauben – Inhaltsstoffs.

Bitterstoff aus Trauben kann heilsam sein

Was viele beim Geschmack als unangenehm empfinden, ist für den Körper offenbar von Vorteil: Bitterstoffe wie Resveratrol regen nicht nur die Sinne an, sondern auch die Immunabwehr. In Zellstudien konnte gezeigt werden, dass Resveratrol die Ausschüttung entzündungsfördernder Signalstoffe – insbesondere des Markers Interleukin-6 – um bis zu 80 Prozent reduziert. Wird der Bittergeschmack mit bestimmten Substanzen maskiert, nimmt die Wirkung deutlich ab – ein möglicher Hinweis darauf, dass der Bitterrezeptor selbst an der Regulation beteiligt ist.

(Quelle: Bitterrezeptor an entzündungshemmender Wirkung von Resveratrol beteiligt? Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Genuss trifft Wissenschaft

Bitterstoffe könnten künftig helfen, Entzündungsreaktionen auf natürliche Weise zu regulieren. Lebensmittel wie Trauben, deren Schalen reich an Resveratrol sind, könnten damit zu einer wertvollen Unterstützung der Zellgesundheit beitragen – besonders in Zeiten, in denen viele Menschen unter stillen, chronischen Entzündungen leiden.

So zeigt sich: In den Trauben steckt ein bemerkenswertes Potenzial. Ihr Bitterstoff Resveratrol erinnert uns daran, dass Gesundheit oft dort beginnt, wo Geschmack auf Wissenschaft trifft – und manchmal eben auch ein Hauch Bitterkeit dazugehört.

Mehr Interesse an solchen Erkenntnissen?

Die Meldung wurde inspiriert durch einen Beitrag in dem Buch „Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?“. Das Buch steckt voller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Wirksamkeit natürlicher Heilmittel und Hilfsmittel.

Buchdaten: Michael Petersen, Reaktion mediportal-online.eu, Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?, ISBN 978-3-384-60436-1, Info-Seite zum Buch beim Verlag.

Eine Buchbeschreibung findet sich im Bücher-Blog.

Das Spezialportal gesundheit-ratgeber-buecher.de bietet regelmäßig Besprechungen zu Gesundheits-, Persönlichkeits- und Ernährungs-Ratgebern, zu Neuerscheinungen und Neuauflagen. Rezensiert werden Bücher, E-Books und Portale.

Die Redaktion mediportal-online veröffentlicht regelmäßig Meldungen zu Themen der Gesundheit und Medizin im Internet. Hintergrundinformationen, Gesundheitstipps, Informationen aus Forschung und Wissenschaft, ergänzt um hilfreiche Links.

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So gelingt gute Ernährung

Heft „Einfach besser essen“ zeigt Praxisbeispiele

Wie kann es einfacher werden, besser zu essen? Das fragen sich wohl viele Menschen. Sich im Alltag gut zu ernähren, fällt oft nicht leicht. Besonders im Internet und in den Sozialen Medien finden sich viele Informationen und Tipps rund ums Essen – oft nicht wissenschaftlich fundiert, manchmal widersprüchlich und nicht wirklich alltagstauglich. Die Ernährungspyramide des Bundeszentrums für Ernährung bietet einen guten Überblick im täglichen Ernährungsdschungel und unterstützt bei ausgewogenen Essentscheidungen.

Das aktualisierte Heft „Einfach besser essen“ stellt die Ernährungspyramide und ihre Botschaften mit vielen praktischen und alltagstauglichen Beispielen vor. Es steht zum kostenfreien Download im BLE-Medienservice bereit. Inhaltlich geht es natürlich um Essen und Trinken, aber auch um Bauchgefühl, Genuss und Bewegung. Dabei kann man beispielsweise ausprobieren, wie leicht Portionen mit der eigenen Hand abgeschätzt werden können.

In der Ernährungsberatung dient das Heft den Klientinnen und Klienten als wertvolles Nachschlagewerk und Ergänzung zum Ernährungstagebuch. Das Tagebuch ermöglicht ein 7-Tage-Protokoll sowie einen Wochenüberblick. Das unterstützt und motiviert, bei einer Ernährungsumstellung am Ball zu bleiben: Das Tagebuch zeigt, was schon gut läuft, wo sich etwas verändert hat und wo noch Entwicklungsbedarf besteht.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

BLE: Heft „Einfach besser essen“

BLE: Einfach besser essen – Mein Ernährungstagebuch

BZfE: Die Ernährungspyramide – ausgewogen, abwechslungsreich, nachhaltig

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Wenig Zucker in den ersten 1.000 Tagen

Das kann Herzleiden vorbeugen

Wer im Mutterleib und als Baby nur eingeschränkt Zucker aufnimmt, hat im Erwachsenenalter offenbar ein deutlich geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Das lässt eine Studie vermuten, für die Daten von rund 63.000 Teilnehmenden der britischen Kohortenstudie UK Biobank ausgewertet wurden.

Es gibt Hinweise, dass die Ernährung im Mutterleib und in den ersten zwei Lebensjahren (also den ersten 1.000 Tagen) nachhaltige Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Um die Zusammenhänge zwischen Zuckerzufuhr und späterem Herz-Kreislauf-Risiko genauer zu untersuchen, nutzten die Forschenden die kriegsbedingte Zuckerrationierung in Großbritannien.

In den 1940er Jahren wurde dort im Rahmen der allgemeinen Lebensmittelrationierung auch Zucker eingeteilt, um eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung zu sichern. Bis zum Ende der Rationierung im September 1953 war die Zuckerzufuhr auf unter 40 Gramm pro Tag begrenzt, wobei Kinder unter zwei Jahren keinen zusätzlichen Zucker erhielten. Das entspricht weitestgehend den aktuellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Nach Ende der Rationierung stieg der Zuckerverzehr innerhalb eines Jahres auf 80 Gramm pro Tag, was mit dem derzeitigen Pro-Kopf-Konsum in Deutschland vergleichbar ist.

Für die Studie verglichen die Forschenden die Krankheitsgeschichte von Briten und Britinnen, die zwischen Oktober 1951 und März 1956 geboren wurden. Rund 40.000 von insgesamt 63.000 Personen hatten im frühen Kindesalter aufgrund der Rationierung begrenzt Zucker aufgenommen.

Das Resultat: Menschen, die im Mutterleib und in den ersten ein bis zwei Lebensjahren wenig Zucker aufgenommen hatten, besaßen ein um 20 Prozent geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Allgemeinen sowie für Herzinfarkt (25 %), Herzinsuffizienz (26 %), Schlaganfall (31 %) und Tod aufgrund von Herz-Kreislauferkrankungen (27 %). Wer dennoch betroffen war, erkrankte bis zu zweieinhalb Jahre später, steht im British Medical Journal (BMJ).

Eine frühere Studie hatte bereits gezeigt, dass eine verringerte Zuckerzufuhr in den ersten 1.000 Tagen im Rahmen der Rationierung mit einem geringeren Risiko für Diabetes (minus 35 %) und Bluthochdruck (minus 20 %) in Zusammenhang stand – zwei wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Es handelt sich zwar um Beobachtungsstudien, die keine kausalen Zusammenhänge nachweisen können. Dennoch ist das Studiendesign außergewöhnlich und die Studie hat große Relevanz, da es sich um ein „natürliches Experiment“ handelt. In zukünftigen Untersuchungen sollte die Nahrungsaufnahme nach Ansicht der Forschenden auf individueller Ebene betrachtet und auf weitere Faktoren wie Lebensweise, Umwelt und Genetik ausgewertet werden. Auch die biologischen Hintergrundmechanismen sind noch nicht abschließend geklärt.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Zur Studie: Exposure to sugar rationing in first 1000 days after conception and long term cardiovascular outcomes: natural experiment study

Zur Studie: Exposure to sugar rationing in the first 1000 days of life protected against chronic disease

Das „Netzwerk Gesund ins Leben“ unterstützt Familien beim gesunden Aufwachsen ihrer Kinder – von der Zeit vor der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter.

BZfE: Kohlenhydrate – Power für den Körper

BZfE: Unterrichtsmodul – dem Zucker auf der Spur

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Studie zu Kost für Herz und Kreislauf

Möglichst ausgewogen und unverarbeitet

„Eine pflanzenbetonte Ernährung fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit – allerdings nur, wenn vorwiegend hochwertige und unverarbeitete Lebensmittel auf dem Teller landen.“ Das besagt eine französische Studie unter Beteiligung des Nationalen Forschungsinstituts für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt (INRAE) und der Université Sorbonne Paris Nord.

Eine pflanzenbetonte Kost enthält reichlich Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Um pflanzliche Ernährungsweisen und ihre Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-Risiko umfassender bewerten zu können, nahm das Forschungsteam Gesundheitsdaten von knapp 64.000 Erwachsenen aus der sogenannten NutriNet-Santé-Kohorte unter die Lupe.

Die Teilnehmenden füllten zu Beginn und dann alle sechs Monate online drei 24-Stunden-Ernährungsprotokolle aus und wurden über einen Zeitraum von durchschnittlich neun Jahren medizinisch begleitet. Es wurde nicht nur zwischen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln unterschieden, sondern auch der Einfluss von Nährstoffqualität (z. B. Gehalt an Zucker, Fett, Salz, Vitaminen, Mineralstoffen) und Verarbeitungsgrad berücksichtigt.

Das Ergebnis: Wer sich überwiegend mit hochwertigen und wenig oder gar nicht industriell verarbeiteten pflanzlichen Lebensmitteln ernährte, hatte ein um 44 Prozent geringeres Risiko für koronare Herzerkrankungen und ein um 32 Prozent geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Leiden. Bei einer ungesunden Pflanzenkost mit vielen hochverarbeiteten Produkten (z. B. Kartoffelchips, zuckerhaltige Frühstückscerealien) stieg dagegen das Erkrankungsrisiko (46 bzw. 38 %), steht im Fachblatt „The Lancet – Regional Health Europe“.

Die Studie bestätigt, dass „pflanzlich“ nicht automatisch „gesund“ bedeutet. Entscheidend sei die Nährstoffqualität der Lebensmittel. Das Fazit lautet: Für eine ausgewogene Ernährung sollten pflanzliche Produkte daher möglichst gering verarbeitet und ernährungsphysiologisch wertvoll sein. Allerdings sind weitere Studien notwendig, um die Zusammenhänge noch besser zu verstehen. Nach Ansicht der Forschenden wäre es zum Beispiel sinnvoll, die gesundheitlichen Auswirkungen des Konsums verschiedener Kategorien hochverarbeiteter Produkte (z. B. pflanzliche Alternativprodukte für Milch und Fleisch) genauer zu untersuchen.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Zur Studie: Cardiovascular disease risk and the balance between animal-based and plant-based foods, nutritional quality, and food processing level in the French NutriNet-Santé cohort: a longitudinal observational study

BZfE: Was sind hochverarbeitete Lebensmittel?

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Hafer ist glutenhaltig – oder doch nicht?

Keine ganz einfache Antwort

In einer Meldung zu Gluten in Getreide schreibt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): „Ferner sind Roggen, Gerste und Hafer glutenhaltig.“ Darauf kamen mehrere verwunderte Nachfragen bei der Redaktion an. Eine Leserin antwortete: „Sämtliche Suchanfragen im Internet widersprechen der Aussage, dass Hafer glutenhaltig ist.“ Tatsächlich steht auf vielen Internetseiten: „Hafer ist von Natur aus glutenfrei“. Grund genug, einen genauen Blick auf Hafer und Gluten zu werfen. Kleiner Spoiler: Die Aussage in der BZfE-Meldung ist nicht falsch.

Aber beginnen wir vorne: Was ist überhaupt „Gluten“? Gluten ist ein Sammelbegriff für Speicherproteine in einigen Getreidearten. Der Verzehr glutenhaltiger Lebensmittel kann bei der Autoimmunkrankheit Zöliakie zu entzündlichen Veränderungen der Dünndarmschleimhaut führen. Die Gluten-Proteine des Weizens lösen die stärksten Immunreaktionen aus. Bei knapp einem Prozent der Menschen in Deutschland liegt eine diagnostizierte Zöliakie vor. Da selbst Spuren von Gluten Beschwerden auslösen können, ist die einzige Therapie der lebenslange Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel.

Hafer kommt hier eine Sonderstellung zu: Er enthält die Gluten-Proteine „Avenine“, die bei etwa 95 Prozent der Menschen mit Glutenunverträglichkeit keine Reaktion auslösen und somit gut vertragen werden. Der Verzehr von Hafer oder Haferprodukten bei bestehender Glutenunverträglichkeit kann jedoch nur unter dem Vorbehalt der individuellen Verträglichkeit empfohlen werden, da im Einzelfall dennoch Beschwerden auftreten können.

Es gibt zusätzlich noch eine andere Ursache für Gluten in Hafer: Durch eine Kreuzkontamination (Verunreinigung) mit glutenhaltigen Getreidearten auf dem Feld, beim Transport und/oder der Verarbeitung entsteht in Hafer und Haferprodukten häufig ein immunreaktiver Gehalt an Gluten. Eine EU-Verordnung schreibt daher fest, dass „Hafer in einem Lebensmittel, das mit dem Hinweis „glutenfrei“ versehen ist, so hergestellt, zubereitet und/oder verarbeitet [ist], dass eine Kontamination durch Weizen, Gerste, Roggen oder Kreuzungen dieser Getreidearten ausgeschlossen werden kann.“ Zöliakie-Betroffene sollten nur Hafer verwenden, der aufgrund des Herstellungsprozesses als glutenfrei gekennzeichnet ist. Diese Produkte sind meist mit dem Symbol einer durchgestrichenen Ähre gekennzeichnet.

Das Fazit lautet daher: Hafer enthält Gluten, aber in einer Form die von den meisten Menschen mit Zöliakie vertragen wird. Mit Haferprodukten können diese ihren Speiseplan erweitern und auch bedarfskritische Nährstoffe einer glutenfreien Ernährung aufnehmen, wie zum Beispiel komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Im Zweifel sollte der Verzehr von Hafer fachärztlich abgeklärt werden.

Julia Seeher, bzfe.de

Weitere Informationen:

KErn: Faktenübersicht Hafer in der glutenfreien Ernährung

Deutsche Zöliakie Gesellschaft e.V.

DGE: Essen und Trinken bei Zöliakie

BZfE: Übeltäter Gluten? Für gesunde Menschen unbedenklich

BZfE: Getreide-ABC: Gluten – Was ist das? Und wer sollte es meiden?

BZfE: Getreide ABC: Hafer – Flocken und noch viel mehr

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Gesunde Ernährung für Kinder und Jugendliche

Problem Alltag

Für viele Familien ist es eine Herausforderung, eine gesunde Ernährung in ihrem Alltag konsequent umzusetzen – selbst, wenn ihnen die Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung bekannt sind. Gründe dafür sind laut einer aktuellen Studie des Instituts für Kinderernährung am Max-Rubner-Institut (MRI) vor allem Zeitmangel, fehlende Motivation und darüber hinaus ungünstige Essensangebote in Kita und Schule.

Das Konzept der Optimierten Mischkost des Forschungsdepartment Kinderernährung (FKE) an der Ruhr-Universität Bochum wurde in den 1990er Jahren entwickelt und zuletzt 2017 aktualisiert. Es beschreibt eine ausgewogene Ernährung für Kinder und Jugendliche: reichlich pflanzliche Lebensmittel, maßvoll tierische Produkte und nur wenig Süßes oder Fettiges, verteilt auf fünf Mahlzeiten täglich.

In der Praxis weicht das Essverhalten vieler Familien jedoch von diesen Empfehlungen ab. Um die Gründe zu erforschen, führten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des MRI eine Online-Befragung durch. 261 Mütter und Väter gaben Auskunft darüber, ob sie das Konzept und die darin enthaltenen Empfehlungen kennen. Anschließend versuchten 20 Familien über drei Wochen hinweg, mithilfe einer Broschüre mit Rezepten die Optimierte Mischkost im Alltag umzusetzen. Danach berichteten sie über ihre Erfahrungen.

Das Ergebnis: Nur rund elf Prozent der Mütter und Väter kennen das Konzept der Optimierten Mischkost, aber 65 Prozent der Befragten konnten Wissensfragen zu den enthaltenen Ernährungsempfehlungen korrekt beantworten. Da die Teilnehmenden überwiegend einen höheren Bildungsstand aufwiesen, sind die Ergebnisse allerdings nicht unbedingt auf die Gesamtbevölkerung übertragbar.

Aber auch bei vorhandenem Wissen bleibt die Umsetzung schwierig. Eltern nannten als Hürden vor allem hohe Preise für bestimmte Lebensmittel, ungünstige Verpflegungsangebote in Kita und Schule, zu wenig Zeit oder Motivation. Hinzu komme, dass Kinder bestimmte Speisen häufig ablehnen oder wenig Appetit zeigen.

Die vorläufigen Studienergebnisse verdeutlichen: Informationskampagnen allein reichen nicht aus, um das Ernährungsverhalten in Familien nachhaltig zu verbessern. Nach Ansicht der Forschenden sind zusätzliche Maßnahmen notwendig – etwa eine stärkere Aufklärung der Eltern über ihre Vorbildfunktion sowie die Umsetzung von Qualitätsstandards in der Gemeinschaftsverpflegung von Kitas und Schulen.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Max Rubner-Institut: Was hindert Familien an einer gesünderen Ernährung?

Forschungsdepartment Kinderernährung (FKE):  Empfehlungen für die Ernährung von Kindern und Jugendlichen – Die Optimierte Mischkost

BZfE: Prävention von Adipositas bei Kleinkindern – was elternbasierte Programme leisten können

Das „Netzwerk Gesund ins Leben“ unterstützt Familien beim gesunden Aufwachsen ihrer Kinder – von der Zeit vor der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter

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