Archiv der Kategorie: Ernährung

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Glaubwürdige Ernährungsinfos finden

Neue Übersicht schafft Transparenz

Tipps und Informationen rund um Ernährung und Gesundheit sind vor allem im Internet und den Sozialen Medien allgegenwärtig und es ist kaum möglich, den Überblick zu behalten. Vielen fällt es zudem schwer, die Vertrauenswürdigkeit der Inhalte einzuschätzen. Das unabhängige Onlineportal „Ernährungsradar“, verwaltet durch das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn), hat sich einen Überblick verschafft, welche Ernährungsplattformen es in Deutschland gibt und insbesondere, wie diese Plattformen zu bewerten sind.

Bei der Beurteilung der Glaubwürdigkeit hat Ernährungsradar diese fünf Kriterien zugrunde gelegt:

  1. Transparenz: Ist erkennbar, wer hinter dem Portal steht und wie es finanziert wird? Optimal sind unabhängige Träger wie Behörden, Universitäten oder gemeinnützige Vereine.
  2. Wissenschaftliche Basis: Glaubwürdige Portale stützen Aussagen auf anerkannte Studien und Quellen, verlinken idealerweise auf Primärquellen oder Leitlinien und erklären Fachbegriffe verständlich.
  3. Neutralität und Unabhängigkeit: Optimal sind Anbieter ohne Eigeninteresse. Bei werbefinanzierten Portalen sollte klar erkennbar sein, wenn Content durch Anzeigenkunden beeinflusst wurde.
  4. Klare Zielgruppe und angemessene Sprache: Gute Portale definieren, wen sie ansprechen und passen Sprache und Informationstiefe entsprechend an.
  5. Trennung von Information und Verkauf: Wenn ein Portal eigene Produkte anbietet, sollte dieser Bereich strikt von den Informationsinhalten getrennt sein.

Ernährungsradar hat über 50 Plattformen mit Ernährungs- und Gesundheitsinformationen unter die Lupe genommen und über 30 davon in einer Übersicht zusammengestellt. Die inhaltlichen Schwerpunkte reichen von allgemeiner Gesundheitsaufklärung in Prävention und Therapie über Ernährungstipps bis hin zu Nachhaltigkeit, Klimaschutz oder Ernährungsmedizin. Dabei wurden die Plattformen in folgende Rubriken unterteilt und jeweils nach Schwerpunkten, Träger und Finanzierung sowie Unabhängigkeit beschrieben:

  • Behördliche Informationsportale
  • Wissenschaftliche Fachgesellschaften, Forschungszentren und Stiftungen
  • NGOs, Vereine und Verbraucherplattformen
  • Öffentlich-rechtliche und kommerzielle Medien/Portale

Das Fazit von Ernährungsradar lautet: Wissenschaftlich neutrale Gesundheitsinformationen sind vor allem bei Behörden und anerkannten Fachgesellschaften zu finden. Verbraucherorganisationen und NGOs können helfen, kritisch nachzufragen und Missstände aufzudecken, da sie unabhängig von Wirtschaftsinteressen agieren. Kommerzielle Portale liefern zwar oft nützliche Tipps und ansprechende Inhalte, sollten aber immer auf ihren Werbe- und Marketingcharakter geprüft werden.

Neben den Portalen in der Übersicht existiert eine Vielzahl privater Blogs und anderer privater Angebote. Diese oft populären aber wissenschaftlich nicht fundierten Seiten erreichen häufig ein großes Publikum – vor allem über soziale Medien wie Instagram oder TikTok. Für Anbieter von seriösen Informationen ist es schwer, in diesem Umfeld Gehör zu finden.

Wer die fünf Kriterien zur Beurteilung der Seriosität beachtet und Informationen stets kritisch hinterfragt, kann sich online sicher und wissenschaftlich fundiert zu Ernährung informieren.

Julia Seeher, bzfe.de

Weitere Informationen:

ErnährungsRadar: Ernährungsplattformen: der Versuch einer Übersicht

BZfE: Ernährungstipps auf Instagram – so gelingt der Durchblick im Ernährungsdschungel

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Gefriergetrocknete Früchte

Knuspriger Trend mit Vor- und Nachteilen

Ob Erdbeere, Heidelbeere, Mango oder Ananas, das Angebot an gefriergetrockneten Früchten im Handel wird immer größer. Es gibt sie zum Beispiel pur, als Zutat im Müsli oder mit Schokolade überzogen. Typisch sind neben einem knusprigen Biss die leuchtende Farbe und das intensive Aroma.

Die Früchte werden reif geerntet, gewaschen und je nach Größe in Stücke geschnitten. Kleine Früchte wie Heidelbeeren oder Himbeeren bleiben ganz. Anschließend werden die Fruchtstücke bei sehr niedrigen Temperaturen von bis zu minus 85 Grad Celsius schockgefrostet. Dabei gefriert das enthaltene Wasser so schnell, dass die Zellen intakt bleiben. Beim vergleichsweise langsamen Einfrieren zu Hause dehnt sich das Wasser aus und lässt die Zellen platzen. Dadurch wird Obst beim Auftauen matschig. Zurück zum Gefriertrocknen: Nach dem Einfrieren wird den Fruchtstücken durch Unterdruck im Vakuum das Wasser entzogen. Das dauert mehrere Stunden. Dabei überspringt das gefrorene Wasser den flüssigen Zustand und wird sofort gasförmig. Das nennt man Sublimation.

Gefriertrocknen ist ein aufwendiges Verfahren, das sehr viel Energie braucht. Außerdem wird es oft für Früchte aus weit entfernten Ländern genutzt, so dass die Transportwege der Produkte weit sind. Auf der Verpackung ist das in der Regel nicht zu erkennen, da es für die Herkunft von verarbeitetem Obst keine Kennzeichnungspflicht gibt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Produkte deutlich teurer sind als frisches oder tiefgefrorenes Obst.

Der große Vorteil des Verfahrens ist, dass so gut wie alle Vitamine und Aromastoffe der Lebensmittel erhalten bleiben, genau wie Farbe und Struktur. Daher sind gefriergetrocknete Früchte hochwertige Lebensmittel. Gleichzeitig ist der Zuckergehalt deutlich höher als bei frischem Obst – bei Erdbeeren beträgt er zum Beispiel das Zehnfache. Da den Früchten das Wasser fehlt und sie dadurch auch viele Ballaststoffe enthalten, ist es sinnvoll, genug Wasser dazu zu trinken. Ein weiterer Vorteil gefriergetrockneter Früchte ist die lange Haltbarkeit ganz ohne Konservierungsstoffe. Nach dem Öffnen sollte die Packung luftdicht verschlossen oder der Inhalt in eine gut schließende Dose umgefüllt werden, damit alles knusprig bleibt und nicht schimmelt.

Im Alltag passen die Früchte gut ins Müsli, in eine Bowl oder als Knabberei für unterwegs. Mit Schokolade überzogen gehören sie trotz des fruchtigen Kerns zu den Süßigkeiten. Gefriergetrocknete Früchte sind ein guter Vorrat und können über die Zeit hinweghelfen, in der das Lieblingsobst keine Saison hat.

Julia Icking, bzfe.de

Weitere Informationen:

YouTube: Sendung mit der Maus: Wie funktioniert Gefriertrocknen?

BZfE: Rein ins Gefrierfach! Gemüse und Obst einfach einfrieren

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Hafer neu entdeckt: Wie zwei Tage Getreide den Stoffwechsel in Bewegung bringen

Hafer neu entdeckt: Wie zwei Tage Getreide den Stoffwechsel in Bewegung bringen

Die Bioresonanz-Redaktion erläutert die Hintergründe und zeigt Unterstützungsmöglichkeiten auf

Hafer rückt ins Rampenlicht der Wissenschaft. Forschende der Universität Bonn zeigen: Eine kurze, intensive Haferkur kann den Stoffwechsel messbar verbessern – und das überraschend deutlich. Die Bioresonanz-Redaktion fasst die Erkenntnisse zusammen und zeigt eine weitere spannende Lösung auf.

Ein Forschungsteam am Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften der Universität Bonn untersuchte, wie sich eine gezielte Kur mit Hafer auf Menschen mit metabolischem Syndrom auswirkt – also auf Personen mit Übergewicht, erhöhtem Blutdruck, auffälligen Blutzucker- und Fettwerten und damit einem erhöhten Diabetesrisiko.

300 Gramm Hafer, zwei Tage, ein klarer Effekt

Das Studienkonzept war ebenso simpel wie konsequent: Die Teilnehmenden aßen an zwei Tagen ausschließlich Haferflocken – insgesamt 300 Gramm pro Tag, in Wasser gekocht und nur minimal mit Obst oder Gemüse ergänzt. Zum Vergleich folgte eine Kontrollgruppe ebenfalls einer kalorienreduzierten Kost, allerdings ohne Hafer.

Beide Gruppen profitierten von der Ernährungsumstellung. Doch bei der Hafergruppe fielen die Effekte deutlich stärker aus. Das besonders ungünstige LDL-Cholesterin sank im Schnitt um zehn Prozent. Zudem verloren die Teilnehmenden rund zwei Kilogramm Gewicht, und auch der Blutdruck ging leicht zurück.

Gerade beim LDL-Cholesterin ist jede Senkung relevant: Zu hohe Werte begünstigen Ablagerungen in den Gefäßen, die langfristig Herzinfarkte oder Schlaganfälle auslösen können.

Der Darm als Schlüsselspieler

Warum Hafer eine solche Wirkung entfaltet, zeigt ein Blick in den Darm. Dort verändert der intensive Haferverzehr das Mikrobiom – also die Gemeinschaft der Darmbakterien.

Diese Mikroorganismen produzieren beim Abbau des Hafers bioaktive Stoffe. Darunter phenolische Verbindungen wie Ferulasäure, die in früheren Studien bereits mit einem günstigeren Cholesterinstoffwechsel in Verbindung gebracht wurden. Gleichzeitig helfen andere Darmbakterien dabei, Histidin abzubauen – eine Aminosäure, aus der im Körper Substanzen entstehen können, die eine Insulinresistenz begünstigen.

Kurz gesagt: Hafer wirkt nicht nur direkt, sondern setzt im Darm eine ganze Kettenreaktion in Gang.

Kurz und intensiv schlägt lang und moderat

Besonders spannend: Eine sechswöchige Ernährung mit täglich 80 Gramm Hafer zeigte deutlich geringere Effekte als die zweitägige Intensivkur. Die positiven Veränderungen der kurzen Haferphase waren sogar noch Wochen später nachweisbar.

Die Forschenden sehen darin großes Potenzial für die Prävention. Eine regelmäßig wiederholte, kurze Haferkur könnte helfen, Cholesterinwerte zu stabilisieren und dem Entstehen von Diabetes vorzubeugen – gut verträglich, einfach umzusetzen und ohne Medikamente.

(Zwei Tage Haferflocken senken Cholesterinspiegel, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Schlussfolgerung und Empfehlung von Bioresonanz-Therapeuten

So hilfreich und empfehlenswert solche Maßnahmen sein können, um den Cholesterinspiegel zu senken, so wichtig ist es, die Selbstregulation des Organismus dabei zu stärken, den Stoffwechsel insgesamt im natürlichen Gleichgewicht zu halten. Welche Zentrale Rolle die Leber dabei spielt, erläutert die Bioresonanz-Redaktion in diesem Beitrag: Eine Lösung zur Cholesterin-Frage?

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.

Die Redaktion von www.bioresonanz-zukunft.de veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.

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Gesundheitstrend: Scheinfasten

Da scheint was dran zu sein

„Scheinfasten“ ist Fasten ohne ganz aufs Essen zu verzichten. Wer scheinfasten möchte, verzichtet fünf Tage lang auf tierische Lebensmittel, wie Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier. Außerdem kommen weder Getreideprodukte wie Brot, Nudeln oder Kartoffeln auf den Teller noch Zucker oder Alkohol. Kaffee ohne Milch und Zucker – auch mit Koffein – kann in kleinen Mengen getrunken werden. Vorgesehen sind drei kleine Mahlzeiten mit insgesamt rund 700 Kalorien, am ersten Fastentag bis zu 1000 Kalorien. Das sind etwa 30 bis 50 Prozent eines durchschnittlichen Energiebedarfs. Auf dem Speiseplan stehen Gemüse, Beeren, Nüsse und hochwertige pflanzliche Öle sowie pflanzliche Milch- und Joghurtalternativen.

Die Mahlzeiten beim Scheinfasten enthalten insgesamt wenig Kohlenhydrate und wenig Protein, dafür viele günstige Fettsäuren und Ballaststoffe. Das sorgt dafür, dass die Mahlzeiten gut sättigen. Scheinfasten kann im Körper ähnliche Effekte wie das Heilfasten entfalten. Der Körper schaltet in den Überlebensmodus und verbrennt Fette, anstelle von Kohlenhydraten, was gesundheitliche Vorteile haben kann. Da bislang hauptsächlich Kurzzeit-Studien mit wenigen Teilnehmenden durchgeführt wurden, ist die wissenschaftliche Datenlage insgesamt noch nicht ausreichend, um allgemeine Empfehlungen aussprechen zu können. Es fehlen großangelegte Langzeitstudien. Einige Fragen sind deshalb noch nicht ausreichend erforscht. Zum Beispiel, wie oft das Scheinfasten durchgeführt werden sollte und wer genau davon profitiert.

Verschiedene kleinere Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass Scheinfasten positive Effekte auf die Gesundheit haben könnte. Dabei stellten die Probanden zum Beispiel in drei aufeinanderfolgenden Monaten für jeweils fünf Tage die Ernährung um. Die Forschenden konnten ein geringeres Risiko für zum Beispiel Diabetes mellitus Typ 2, Schlaganfall und Krebserkankungen feststellen sowie eine nachhaltige Senkung des biologischen Alters. Das zeigt sich etwa am stabileren Blutzuckerspiegel, an weniger Entzündungsfaktoren im Blut und daran, dass der Bauchumfang und damit das Bauchfett abnimmt. Außerdem wurden Zellerneuerung und Autophagie, also das Aufräumprogramm des Körpers, angeregt. Damit beseitigt der Körper zum Beispiel beschädigte Zellen, oxidierte Fettsäuren, Bakterien und Viren.

Grundsätzlich ist die Methode für gesunde Erwachsene geeignet. Kinder, Jugendliche, schwangere und stillende Frauen sowie Menschen mit Essstörungen sollten auf das Scheinfasten verzichten. Bei chronischen Erkrankungen könne das Scheinfasten mehrfach im Jahr durchgeführt werden, raten Forschende. Dann kann es besonders günstig wirken. Zuvor sollte aber ärztlicher Rat eingeholt werden.

Julia Icking, bzfe.de

Weitere Informationen:

nature communications: Fasting-mimicking diet causes hepatic and blood markers changes indicating reduced biological age and disease risk

Science: Five-day fasting diet could fight disease, slow aging

DGE: Einstieg in eine Ernährungsumstellung: Heilfasten

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Vitamin D3 - lindert es allergisches Asthma

Vitamin D3 – lindert es allergisches Asthma?

Forschende zeigten, wie das Sonnenvitamin das Immunsystem bei allergischem Asthma beruhigt

Allergisches Asthma betrifft Millionen Menschen – oft schon im Kindesalter. Dass ein Mangel an Vitamin D3 mit schwereren Symptomen einhergehen kann, ist aus früheren Studien bekannt. Inzwischen ist Forschenden ein entscheidender Durchbruch gelungen: Sie konnten zeigen, wie Vitamin D3 direkt in die zelluläre Entzündungsreaktion bei allergischem Asthma eingreift – und damit die Erkrankung messbar lindern kann.

Ein Forschungsteam der Molekularen Pneumologie des Uniklinikums Erlangen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat Erkenntnisse gewonnen, die das Verständnis von Asthma grundlegend erweitern. Die Studien zeigen: Vitamin D3 wirkt nicht nur unterstützend, sondern verändert aktiv das Immungeschehen bei allergischem Asthma.

Weniger Symptome, weniger Medikamente

Im Zentrum der Untersuchung stand die Frage, welchen Einfluss der Vitamin-D3-Spiegel auf die Schwere der Asthmaerkrankung hat. Die Wissenschaftler analysierten dazu Daten von Vorschulkindern und Erwachsenen mit allergischem Asthma – sowohl im Hinblick auf ihren Vitamin-D3-Blutspiegel als auch auf eine zusätzliche Einnahme des Vitamins.

Das Ergebnis ist bemerkenswert: Patienten mit ergänzender Vitamin-D3-Einnahme litten unter deutlich milderen Asthma-Symptomen, wiesen einen geringeren Schweregrad der Erkrankung auf und benötigten weniger inhalative, steroidhaltige Medikamente. Auf zellulärer Ebene fanden die Forschenden zudem vermehrt das Protein Blimp-1 in bestimmten Immunzellen – ein zentraler Regulator der T-Helferzell-Antwort und damit der Entzündungsprozesse im Körper.

Vitamin D3 verändert das Immunsystem nachhaltig

Um die zugrunde liegenden Mechanismen besser zu verstehen, untersuchten sie die Wirkung von Vitamin D3 zusätzlich in einem Mausmodell. Auch hier zeigte sich ein klarer Effekt: Asthma verlief weniger schwer, und es fanden sich weniger allergiefördernde IgE-Antikörper, die bei Erkrankungen wie Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis eine zentrale Rolle spielen.

Besonders spannend: Vitamin D3 förderte eine anti-entzündliche Immunantwort, unter anderem durch den Botenstoff IL-10 sowie durch Blimp-1-bildende Immunzellen. Erstmals konnte das Forschungsteam zudem nachweisen, dass Vitamin D3 auch langlebige Gedächtnis-T-Zellen beeinflusst – Zellen, die entscheidend für die langfristige Immunreaktion bei Asthma sind.

Wichtiger Baustein – aber kein Ersatz für ärztliche Therapie

Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie wichtig eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D3 für Menschen mit allergischem Asthma sein kann. Gleichzeitig betonen die Forschenden: Aus den grundlegenden Studien lassen sich noch keine direkten Therapieempfehlungen ableiten. Betroffene sollten Fragen zur Vitamin-D3-Einnahme daher stets mit ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem Arzt klären.

(Quelle: Wie Vitamin D3 bei allergischem Asthma hilft, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Mehr Interesse an solchen Erkenntnissen?

Die Meldung wurde inspiriert durch einen Beitrag in dem Buch „Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?“. Das Buch steckt voller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Wirksamkeit natürlicher Heilmittel und Hilfsmittel.

Buchdaten: Michael Petersen, Reaktion mediportal-online.eu, Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?, ISBN 978-3-384-60436-1, Info-Seite zum Buch beim Verlag.

Eine Buchbeschreibung findet sich im Bücher-Blog.

Das Spezialportal gesundheit-ratgeber-buecher.de bietet regelmäßig Besprechungen zu Gesundheits-, Persönlichkeits- und Ernährungs-Ratgebern, zu Neuerscheinungen und Neuauflagen. Rezensiert werden Bücher, E-Books und Portale.

Die Redaktion mediportal-online veröffentlicht regelmäßig Meldungen zu Themen der Gesundheit und Medizin im Internet. Hintergrundinformationen, Gesundheitstipps, Informationen aus Forschung und Wissenschaft, ergänzt um hilfreiche Links.

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Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel

Was ist der Unterschied?

Vitamin D, Eisen oder Calcium – diese Nährstoffe beispielsweise gibt es als Nahrungsergänzungsmittel (NEM) und als Arzneimittel zu kaufen. Auf den ersten Blick ist es schwierig, beides auseinanderzuhalten. Worin unterscheiden sie sich also? Zunächst einmal gehören NEM rechtlich gesehen zu den Lebensmitteln und sollen die „normale“ Ernährung ergänzen. Arzneimittel unterliegen dem Arzneimittelrecht und sollen Krankheiten heilen oder dagegen vorbeugen. Mit einer gesundheitlichen Wirkung dürfen NEM nicht werben.

Ein weiterer wichtiger Unterschied: Im Gegensatz zu Arzneimitteln müssen NEM nicht geprüft werden, bevor sie auf den Markt kommen, etwa bezüglich Inhaltsstoffen, Wirkung oder Sicherheit. Sie dürfen ohne Zulassung verkauft werden und benötigen lediglich eine Anmeldung.

Ebenso gibt es für NEM (noch) keine Höchstmengenvorgaben. Die Herstellerfirmen dürfen selbst entscheiden, wie hoch die Dosierung in den Tabletten, Kapseln und ähnlichem ist. Die Europäische Union plant schon seit längerem, das zu ändern. Dieses Jahr sollen nun für einige Vitamine und Mineralstoffe zulässige Höchstmengen veröffentlicht werden; dazu gehören Vitamin D und E, Eisen und Selen. Übrigens: In NEM dürfen bis zu 50 Prozent mehr (oder weniger) des Nährstoffs enthalten sein, als auf der Verpackung stehen. Bei Arzneimitteln darf der Wirkstoffgehalt um höchstens 5 Prozent von der Deklaration abweichen.

Merle Schonvogel, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Was sind Nahrungsergänzungsmittel? Lebensmittel, keine Arzneimittel

BZfE: Wie informiere ich mich über Nahrungsergänzungsmittel? Verschiedene Quellen nutzen

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Tipps für die „Darmgesundheit“

Und was man darunter versteht

Der Begriff „Darmgesundheit“ taucht in der Werbung, in den Medien und in der Forschung häufig auf. Seine Bedeutung ist jedoch nicht immer eindeutig und kann je nach Kontext unterschiedlich interpretiert werden. Ein internationales Gremium hat daher unter Beteiligung der Universität Hohenheim verbreitete Missverständnisse aufgegriffen und erstmals eine einheitliche Definition des Begriffs erarbeitet: „Zustand normaler Magen-Darm-Funktion ohne aktive Magen-Darm-Erkrankungen oder darmbezogene Symptome, die die Lebensqualität beeinträchtigen“.

Die Definition schafft nach Ansicht der Forschenden künftig einen zuverlässigen Rahmen für Forschung und Medizin sowie für Medien und Werbebranche. Zugleich bestehe weiterhin Forschungsbedarf, erklärt Professor Dr. Stephan C. Bischoff von der Universität Hohenheim – etwa um geeignete Biomarker für die Darmgesundheit zu finden und durch zuverlässige Tests nachzuweisen.

Wer ein paar Tipps befolgt, kann die eigene Darmgesundheit im Alltag gut unterstützen:

  1. Pflanzenbetont und ballaststoffreich essen: Eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung ist die beste Grundlage für die Darmgesundheit. Reichlich Ballaststoffe aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten fördern eine gute Verdauung und ein gesundes Darmmikrobiom.
  2. Fermentierte Lebensmittel wählen: Lebensmittel wie Joghurt, Quark oder Skyr, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi enthalten nützliche Mikroorganismen, die das Gleichgewicht der Darmflora unterstützen und das Immunsystem stärken können.
  3. Ausreichend trinken: Viel Flüssigkeit bringt den Darm in Schwung. Täglich sollten mindestens 1,5 Liter getrunken werden. Ideale Durstlöscher sind Wasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees und stark verdünnte Fruchtsaftschorlen.
  4. Routinen finden und Esspausen einhalten: Jeder hat seinen eigenen Mahlzeiten-Rhythmus. Es kann hilfreich sein, dem Verdauungstrakt zwischen den Mahlzeiten Pausen zwischen 2,5 und 5 Stunden zu gönnen. Vor dem Schlafengehen sollten keine größeren Portionen mehr gegessen werden.
  5. Achtsam und langsam essen: Wer sich Zeit beim Essen lässt und gründlich kaut, nimmt dem Darm Arbeit ab. Zudem hilft ein langsamer Genuss mit allen Sinnen dabei, intensiver zu schmecken und sich nicht zu „überessen“.
  6. Im Alltag mehr bewegen: Mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren, einen Spaziergang in der Mittagspause machen, öfter die Treppe anstatt den Fahrstuhl nehmen – mehr Bewegung im Alltag regt die Darmtätigkeit an und kann ein vielfältiges Mikrobiom fördern.
  7. Stress reduzieren: Zu viel Stress kann sich auf den Darm auswirken. Regelmäßige Pausen im Alltag, Entspannungsübungen oder Yoga können helfen, sich wohler zu fühlen und das Verdauungssystem zu entlasten.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Universität Hohenheim: Darmgesundheit: Wissenschaftliche Klarstellung räumt Begriffs-Wirrwarr auf

Studie: The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics (ISAPP) consensus statement on the definition and scope of gut health

BZfE: Ballaststoffe – gut für den Darm

BZfE: Präbiotika, Probiotika, Postbiotika – was ist der Unterschied?

BZfE-Unterrichtsmaterialien: Verdauung – Der Weg der Nahrung

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Vitamin C – der Superstar unter den Vitaminen?

Neues Kurzvideo zu Nahrungsergänzungsmitteln

Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin C gehören zu den Verkaufsschlagern in Apotheken, Drogerien, Supermärkten und Co. Gerade in den Sozialen Medien wird oft der Eindruck erweckt, man bräuchte mehr Vitamin C als man regulär aufnimmt, um beispielsweise gegen Erkältungen geschützt zu sein. Aber brauchen wir die Extra-Portion wirklich?

Die kurze Antwort lautet: Nein, sie ist überflüssig. Gesunde Menschen, die sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren, sind normalerweise ausreichend mit Vitamin C versorgt. Das zeigt auch die aktuelle Studienlage. Zudem enthalten Nahrungsergänzungsmittel oft das zehnfache der empfohlenen Zufuhr – so hohe Mengen sind überflüssig, da der Körper sie nicht speichern kann. Die ausführliche Antwort gibt es anschaulich im neuen, kurzen Video des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE).

Weitere Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Nahrungsergänzungsmittel beantwortet das BZfE auf seiner Webseite und Youtube. Beispielsweise: Für wen sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll? Und wo kann man Nahrungsergänzungsmittel kaufen?

bzfe.de

Weitere Informationen:

Youtube: Vitamin C – der Superstar unter den Vitaminen?

BZfE: Nahrungsergänzungsmittel – Antworten auf die wichtigsten Fragen

Verbraucherzentrale: Klartext Nahrungsergänzungsmittel

Bundesinstitut für Risikobewertung: Mikronährstoffe und Co.

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Fasten gegen Krebszellen

Trotz medizinischer Fortschritte besteht bei fast jedem zweiten Menschen das Risiko, an Krebs zu erkranken.

Warum konnten wir das Risiko anderer tödlicher Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, waren aber bei der Krebsbekämpfung bisher nicht so erfolgreich? Der Grund: Tumore sind komplexe Erkrankungen, die oft keinen vorhersehbaren Verlauf haben. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie bestehen aus „fehlgeleiteten“ Zellen, die stärker wachsen als gesunde. Genau hier setzt Prof. Dr. Valter Longo mit „Fasten gegen Krebszellen“ (Partner-Link*) an.

Der international anerkannte Krebs- und Ernährungsexperte zeigt auf Basis seiner jahrzehntelangen Forschung, wie das von ihm entwickelte Scheinfasten dazu beiträgt, bösartigen Tumoren aller Art vorzubeugen und sie zu bekämpfen. Damit ermöglicht er einen neuen Weg, um das Krebsrisiko zu senken sowie die Behandlung und Genesung aktiv zu unterstützen.

Nina Ruge über das Buch von Professor Longo: „Ein unschätzbarer Erkenntnis-Wert für Krebspatienten, Onkologen, Medizinstudenten – und alle, die lange krebsfrei leben wollen!“

Der Autor:

Prof. Dr. Valter Longo, geboren 1967 in Genua, ist weltweit anerkannter Experte und führender Wissenschaftler auf dem Gebiet des Alterns sowie altersbedingter Krankheiten. Er ist Professor für Gerontologie und Biowissenschaften sowie Direktor des Institute of Longevity of the School of Gerontology an der University of Southern California in Los Angeles, einem der renommiertesten Zentren zur Erforschung des Alterungsprozesses. Für seine Arbeit erhielt Prof. Longo zahlreiche namhafte Auszeichnungen.

Homepage des Autors: valterlongo.com

Valter Longo auf Instagram: Valter Longo (@prof_valterlongo)

Pressekontakt:

Laura Giehl
Pressereferentin
Goldmann Verlage – Ratgeber

Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH | Neumarkter Str. 28 | 81673 München
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Gesunder Dreiklang: Ernährung, Schlaf, Bewegung

Kleine Schritte für ein langes, gesundes Leben

Wer ausreichend schläft, sich ausgewogen ernährt und regelmäßig bewegt, lebt nicht nur länger – sondern bleibt auch länger gesund. Schon kleine Veränderungen in diesen drei Bereichen können kombiniert einen deutlichen Unterschied machen. Das lässt eine Studie einer australischen Forschungsgruppe vermuten, die Daten von rund 60.000 Teilnehmenden der UK Biobank ausgewertet hatte.

Schlaf, körperliche Aktivität und Ernährung stehen in engem Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen und gelten daher als zentrale Einflussfaktoren für ein langes und möglichst gesundes Leben. Für die Untersuchung begleiteten die Forschenden Männer und Frauen mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren über einen Zeitraum von etwa acht Jahren. Bei einer Teilgruppe wurden Schlaf und körperliche Aktivität mithilfe eines Messgerätes am Handgelenk über sieben Tage erfasst. Zur Einschätzung der Ernährungsqualität diente ein Index, der den Verzehr von Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Ölen sowie zuckerhaltigen Getränken berücksichtigte. Auf Basis dieser Daten wurden die voraussichtliche Lebenserwartung und die krankheitsfreien Lebensjahre berechnet.

Das Ergebnis: Wer täglich sieben bis acht Stunden lang schläft, sich mehr als 40 Minuten moderat bis intensiv bewegt (beispielweise Treppensteigen, zügiges Gehen) und abwechslungsreich und ausgewogen isst, lebt den Berechnungen zufolge über neun Jahre länger als Personen mit schlechten Gewohnheiten – und bleibt etwa ebenso lange auch gesund.

Bemerkenswert ist, dass bereits kleine, kombinierte Veränderungen einen nachweisbar positiven Effekt zeigten. Rein rechnerisch verlängerten fünf Minuten mehr Schlaf, zwei zusätzliche Minuten körperliche Aktivität und eine weitere halbe Portion Gemüse (bzw. 1,5 Portionen Vollkorn) pro Tag die Lebenserwartung um etwa ein Jahr. Wer nur beim Schlaf ansetzt, müsste dafür die Dauer um rund 25 Minuten verlängern.

Die Forschenden sehen in kleinen, alltagstauglichen Anpassungen von Ernährung, Schlaf und Bewegung einen praktikablen und nachhaltigen Ansatz, um die Chancen für ein langes, gesundes Leben zu erhöhen. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Zusammenhänge nachweisen kann. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen und weitere Einflussfaktoren wie Rauchen oder Alkoholkonsum einzubeziehen.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Studie: Minimum combined sleep, physical activity, and nutrition variations associated with lifeSPAN and healthSPAN improvements: a population cohort study

BZfE: Die Ernährungspyramide – ausgewogen, abwechslungsreich, nachhaltig

BZfE: Der Weg zum Wohlfühlgewicht – so klappt es Schritt für Schritt

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