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Diabetes in der Familie erhöht das Risiko für Prädiabetes

Forschung Wissenschaft Gesundheit

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Wenn nahe Verwandte an Typ-2-Diabetes leiden, erhöht sich das Risiko für Prädiabetes um 26%, wie von einer Gruppe von Wissenschaftlern vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) festgestellt wurde.

Einen besonders deutlichen Zusammenhang konnten die Forscher bei schlanken Personen messen. Prof. Dr. Andreas Fritsche und seine DZD-Kollegen veröffentlichten die Ergebnisse der mehr als 8000 Teilnehmer umfassenden Studie jetzt in der Fachzeitschrift „Diabetologia“.

Mehr Infos dazu unter http://idw-online.de/de/news547990

Quellen: Deutsches Zentrum für Diabetesforschung, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Genetischer Zusammenhang zwischen Diabetes und Krebs entdeckt – Aktuell in Cell Metabolism

Forschung Wissenschaft Gesundheit

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In der aktuell in Cell Metabolism erschienene Arbeit „The Cancer-Associated FGFR4-G388R Polymorphism Enhances Pancreatic Insulin Secretion and Modifies the Risk of Diabetes“* beschreibt eine Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlern des Krebsforschungsinstituts Ontario, Canada, des Max-Planck-Instituts für Biochemie, Martinsried, der Harvard Medical School, USA, der Universität Kuopio, Finnland und der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen eine genetische Veränderung, die hilft, den Zusammenhang zwischen Typ 2 Diabetes und Krebs besser zu verstehen. Der translationale Ansatz konnte die Bedeutung der krebsinduzierenden Genvariante FGFR4-G388R für Insulinproduktion und Diabetesrisiko aufzeigen.

Mehr Infos unter http://idw-online.de/de/news537713

Quellen: Universitätsklinikum Tübingen, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Lichtsmog – das unterschätzte Gesundheitsrisiko

Pressemeldungen Gesundheit

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Schlafstörungen, Bluthochdruck, Diabetes oder gar Krebs können die Folgen stetig künstlich beleuchteter Städte sein. Der Bonner Fachinformationsdienst (FID) „Länger und gesünder leben“ warnt aufgrund neuer Studien vor ständig erhellten Umgebungen, auch zuhause.

Die massiv zunehmende Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen wie Straßenlaternen, Leuchtreklamen, Industriebeleuchtungen oder Flutlichtanlagen verhindert, dass es in unseren Städten nachts richtig dunkel wird. Was der Sicherheit dient, macht jedoch uns Menschen auf Dauer krank.

„Mensch, Tiere und Natur benötigen einen deutlichen Wechsel zwischen hellem Tag und dunkler Nacht“, erklärt Dr. Ulrich Fricke. Wenn dieser wichtige Taktgeber wegen der Lichtverschmutzung ausfällt, bringt das alles durcheinander, betont der Chefredakteur des FID-Gesundheitsinformationsdienstes Länger und gesünder leben. Beim Menschen gerät beispielsweise der Hormonhaushalt durcheinander. So wird das Hormon Melatonin nur bei Dunkelheit ausgeschüttet. Es sorgt unter anderem dafür, dass wir müde werden, fährt den Energiestoffwechsel herunter und senkt den Blutdruck.

Studien belegen Risiken

 „Die Negativwirkungen der Lichtverschmutzung sind bisher wissenschaftlich kaum untersucht“, weiß der promovierte Biologe. Doch erste Studien aus Israel sind seines Erachtens besorgniserregend. „Die Brustkrebsrate war in gut beleuchteten Wohngegenden um 37 Prozent höher als in dunkleren Vierteln. Außerdem hatten Frauen, die bei Licht schliefen, ein um 22 Prozent erhöhtes Brustkrebsrisiko“, fasst er die Befunde zusammen.

Dr. Fricke rät daher, am Abend in den eigenen vier Wänden sparsam mit Licht umzugehen. Helle Lampen, Fernseh- oder Computerbildschirme stören die Schlafbereitschaft des Körpers. Sinnvoll sei es beispielsweise, nicht den ganzen Raum, sondern nur den Esstisch zu beleuchten. Zimmerlampen dürften keinesfalls blenden. Auch zum Lesen ist nicht unbedingt helles Licht erforderlich. Die alte Warnung: „Im Dunkeln lesen verdirbt die Augen“, ist laut Dr. Fricke wissenschaftlich längst widerlegt. Wichtig für einen erholsamen Schlaf sei es außerdem, das Schlafzimmer durch dichte Vorhänge oder Jalousien gut abzudunkeln. Der Rat des Chefredakteurs: „Schlafen Sie auf gar keinen Fall bei Licht oder gar vor dem laufendem Fernseher.“

Quellen:

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Kontakt: FID Fachverlag für Gesundheit, Christina Weiß, Koblenzer Straße 99, 53177 Bonn, cwe@fid-verlag.de, 49 (0) 228 / 82 05 77 61, http://www.fid-gesundheitswissen.de

Flohsamenschalen zur Cholesterinsenkung

Neue Anwendungsgebiete bei Diabetes und Stoffwechselstörungen

Indische Flohsamenschalen sind ein bewährtes Naturmittel bei Verdauungsbeschwerden. Die darmregulierende Wirkung kommt durch ihren hohen Gehalt an löslichen Fasern zu Stande, die im Darm durch Bindung von Flüssigkeit eine schwammartige faserhaltige Matrix bilden: Die Schalen der Flohsamen können bis um das 40-fache ihres Trockenvolumens aufquellen. Aktuelle Untersuchungen* zeigen nun auch günstige Wirkungen von Flohsamenschalen bei Diabetes mellitus Typ 2 und bei Fettstoffwechselstörungen.

Anwendung bei Diabetes mellitus

Die als Arzneimittel zugelassenen Flohsamenschalen erhöhen die Viskosität des Dünndarminhaltes und führen dadurch zu einer verminderten Geschwindigkeit in der Kohlenhydrataufnahme, was mit einer reduzierten Insulinausschüttung verbunden ist. Sie eignen sich in einer Dosierung von 2 x 5 g pro Tag bei Typ-2-Diabetikern ergänzend zur diätetischen und medikamentösen Therapie, wie in einer randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudie belegt werden konnte. Dort kam es zu einer signifikanten Abnahme von Nüchternblutzucker und Glykohämoglobin (HbA1c) bei dieser Dosierung.

Doppelte Wirkung

Flohsamenschalen eigenen sich auch als Ergänzung zu diätetischen Maßnahmen bei Patienten mit leichter bis mäßiger Hypercholesterinämie. Zwei Mechanismen erklären ihre Wirkung auf diesem Gebiet: Zum einen können sie im oberen Dünndarm zu einer verminderten Absorption von Cholesterin und Fettsäuren führen und binden zudem Gallensäuren im Darm, so dass deren Wiederaufnahme unterbunden wird. Zum anderen führt die bakterielle Fermentation der löslichen Fasern aus den Flohsamenschalen im Dickdarm zur Bildung kurzkettiger Fettsäuren. Diese werden schnell im Darm aufgenommen und hemmen als Folge die körpereigene Cholesterinsynthese in der Leber. Eine Metaanalyse, die 8 randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studien mit 656 Patienten berücksichtigt, zeigt weitere Abnahmen von 3,9 % beim Gesamtcholesterin und von 6,7 % beim LDL-Cholesterin, wenn nach einer 8- bis 12-wöchigen fettreduzierten Kost zusätzlich 10,2 g Flohsamenschalen pro Tag für 8-26 Wochen eingenommen wurden. Die Spiegel von HDL-Cholesterin und Serumtriglyzeriden wurden nicht verändert.

Langzeiteffekt

Bei der cholesterinsenkenden Wirkung handelt es sich um einen Langzeiteffekt, wie ebenfalls in einer randomisierten, doppelblinden, kontrollierten Studie mit 248 Patienten gezeigt wurde. Die Probanden erhielten zusätzlich zu einer spezifischen Diät täglich 10,2 g Flohsamenschalen über einen Zeitraum von 24-26 Wochen. Als Resultat der Einnahme fielen das Gesamt- bzw. LDL-Cholesterin im Vergleich zum Placebo im Schnitt um 4,7 % bzw. 6,7 % ab.

Gute Verträglichkeit

Flohsamenschalen und die enthaltenen löslichen Fasern werden von den Anwendern gut vertragen. Flohsamenschalen können mit anderen Cholesterinsenkern, insbesondere Statinen, kombiniert werden.

Bewährtes Produkt: Flosine® Balance

Flosine® Balance ist ein bewährtes und qualitativ hochwertiges Arzneimittel auf Basis von Flohsamenschalen. Das pflanzliche Quellmittel ist wirksam bei chronischer Verstopfung. Es dient der natürlichen Regulation der Darmtätigkeit, wirkt rein physikalisch, führt zu keinem Gewöhnungseffekt und ist gut verträglich und damit langfristig anwendbar. Flosine® Balance ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

*Quelle: Karin Kraft: Phytotherapeutische Optionen bei Diabetes mellitus Typ 2 und Phytotherapeutische Optionen bei Fettstoffwechselstörungen. Zeitschrift für Phytotherapie 34(1):6-11 und 12-15, 2013. doi: 10.1055/s-0032-1331479 und 10.1055/s-0032-1331480

Quellen:

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Kontakt: QUIRIS Healthcare GmbH & Co. KG, Tina Thiesbrummel, Am Kreuzkamp 5-7, 33334 Gütersloh, thiesbrummel@quiris.de, 05241/40343-31, http://www.quiris.de

 

 

„Gesündere Hormone“ durch Ernährung und Sport

 

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Gewichtsabnahme – durch Ernährungsumstellung allein oder in Kombination mit Sport – wirkt günstig auf die Produktion von Fettgewebshormonen: Die Fettzellen bilden weniger Leptin, dagegen aber mehr Adiponektin, das Diabetes und Krebs entgegenwirkt. Das erklärt auf molekularer Ebene den gesundheitsfördernden Effekt von Sport und einer Ernährungsumstellung, wie Heidelberger Krebsforscher nun gemeinsam mit amerikanischen Kollegen zeigten.

Mehr Infos dazu unter http://idw-online.de/de/news522266

Quellen: Deutsches Krebsforschungszentrum, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Diabetes bei Kindern

Diabetes bei Kindern erfordert eine altersgerechte, einfühlsame Betreuung. Claudia Galler, Gesundheitsredakteurin von Deutschlands größter Arztempfehlung jameda (http://www.jameda.de), erklärt, dass man dabei den Blutzucker durch Medikamente und sinnvolle Ernährung optimal einstellen und den Kindern gleichzeitig einen weitgehend unbeschwerten Alltag ermöglichen kann.

Der Insulin-Stoffwechsel ist gestört, Zucker wird im Harn ausgeschieden

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit, „süßer Durchfluss“) ist eine Stoffwechselkrankheit, die durch eine verminderte Wirkung von Insulin oder einen Insulinmangel im Körper entsteht. Zucker aus dem Blut kann nur unzureichend oder gar nicht in die Zellen transportiert werden, so dass die Energiegewinnung gestört ist. Der erhöhte Blutzucker schädigt auf Dauer Organe und Blutgefäße, man kann den Zucker im Harn nachweisen. Es werden die Diabetesformen Typ 1 und Typ 2 unterschieden. Bei Typ 1 zerstören körpereigene Abwehrzellen, die Betazellen der Bauchspeicheldrüse, so dass kein Insulin mehr gebildet werden kann. Diabetes vom Typ 2 entsteht, wenn die Ausschüttung und Wirkung des vorhandenen Insulins beeinträchtigt ist.

95 % der Diabetiker-Kinder haben Diabetes Typ 1

In Deutschland leben etwa 25.000 Kinder und Jugendliche, die an Typ 1 Diabetes erkrankt sind. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt vor allem bei Kleinkindern an, die Ursache hierfür ist noch ungeklärt. Deutliche und heftige Symptome des Typ-1-Diabetes treten auf, wenn 80-90 % der insulinproduzierenden Beta-Zellen zerstört sind: Großer Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme und Müdigkeit. Kinder mit Typ-1-Diabetes werden sofort mit Insulin behandelt. Es wird in mehreren Dosen über den Tag verteilt gespritzt oder mit Hilfe einer Insulinpumpe automatisch an den Körper abgegeben.

Immer im Gepäck: Insulin, Blutzuckermessgerät und Traubenzucker für den Notfall

In speziellen Schulungen lernen Kinder mit Typ-1-Diabetes und ihre Eltern, den Blutzucker zu messen sowie den Insulinbedarf zu bestimmen, auf eine sinnvolle Ernährung zu achten und Notfallsituationen zu meistern. Die Insulin-Therapie muss individuell auf den Kinderalltag abgestimmt werden. So beeinflussen beispielsweise ein hoher Bewegungsdrang, häufige Infekte, wechselnde Speisevorlieben und Wachstumsschübe den Blutzuckerspiegel und Insulinbedarf.

Diabetes Typ 2 und Übergewicht gehen Hand in Hand

Typ-2-Diabetes, früher „Altersdiabetes“ genannt, tritt heute vermehrt auch bei Kindern und Jugendlichen auf. Man schätzt die Zahl der Neuerkrankungen in Deutschland auf etwa 200 pro Jahr. Auch Kinder mit Typ-2-Diabetes haben großen Durst und müssen oft Wasserlassen. Anders als Typ-1-Diabetiker nehmen sie aber nicht ab, sondern zu. Ein Teufelskreis entsteht: Übergewicht, oft durch Bewegungsmangel und falschen Ernährungsgewohnheiten bedingt, verschlechtert die Wirkung von Insulin. Zusätzlich vom Körper ausgeschüttetes Insulin bewirkt aber gleichzeitig die Bildung von Fettdepots, so dass wiederum das Körpergewicht steigt …Wichtig für diese Kinder ist neben einer ausgewogenen, kalorienreduzierten Ernährung regelmäßiger Sport, der die Pfunde purzeln lässt. Wenn diese Umstellung den Blutzucker nicht normalisieren kann, werden Medikamente wie z. B. Metformin gegeben.

Bei weiteren Fragen zum Thema Diabetes sollten Sie einen Arzt konsultieren. Gut bewertete Diabetologen finden Sie z.B. auf jameda (http://www.jameda.de/aerzte/fachaerzte-f-diabetologie-und-endokrinologie/fachgebiet/).

Quelle:

Übermittelt durch www.pr-gateway.de

Kontakt: jameda GmbH, Elke Ruppert, Klenzestraße 57b, 80469  München, presse@jameda.de, 089/2000 185 85, http://www.jameda.de

 

 

Typ-2-Diabetes: 14 neue Biomarker für Krankheitsvorhersage gefunden

Der Manifestation eines Typ-2-Diabetes gehen häufig jahrelang Stoffwechselveränderungen voraus, die im Blut als „Biomarker“ nachweisbar sind. Ein deutsches Wissenschaftlerteam hat jetzt 4000 Blutproben aus verschiedenen Forschungsprojekten untersucht und in einer sogenannten Metabolom-Analyse 14 neue Biomarker für Typ-2-Diabetes identifiziert. Die Marker liefern nicht nur neue Einsichten in die Entwicklung der Volkskrankheit Typ-2-Diabetes. Sie könnten nach Einschätzung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) auch die Vorhersage der Erkrankung verbessern.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news504189

Quellen: Deutsche Diabetes Gesellschaft, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Neuer Risiko-Test kann Diabetes-Typ-1 bei Kleinkindern vorhersagen

Deutsche Diabetesforscher haben einen Risiko-Test entwickelt, der bereits im Neugeborenenalter eine Erkrankung am Typ-1-Diabetes vorhersehbar macht. „Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den Ausbruch eines Typ-1-Diabetes vielleicht künftig verhindern zu können“, erklärt Professor Dr. med. Stephan Matthaei, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Gelingen könnte dies möglicherweise mithilfe einer Impfung, an der Forscher derzeit arbeiten.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news503222

Quellen: Deutsche Diabetes Gesellschaft, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

 

DDG: Adipositas paradox: Schlanke Typ-2-Diabetiker stärker gefährdet

Das Sterberisiko normalgewichtiger Menschen mit Diabetes mellitus ist doppelt so hoch wie von übergewichtigen Diabetes-Patienten, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Auf dieses „Adipositas paradox“ weist jetzt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich einer Veröffentlichung amerikanischer Wissenschaftler hin. Auch bei schlanken Menschen sei es deshalb wichtig, einen Diabetes früh zu erkennen und entsprechend therapeutisch gegenzusteuern, so die DDG.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news499663

Quellen: Deutsche Diabetes Gesellschaft, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Erstmals diagnostische Marker für Prädiabetes gefunden

Typ-2-Diabetes schon vor seinem Ausbruch festzustellen und zu verhindern, könnte ein konkreter Nutzen einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München sein: Sie beschreiben in der aktuellen Ausgabe von „Molecular Systems Biology“ erstmalig drei Biomarker, die Prädiabetes anzeigen können.

Die aktuelle Studie von Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung, die in der aktuellen Ausgabe des renommierten Fachjournals Molecular Systems Biology erscheint, berichtet erstmals über neue Biomarker für Prädiabetes. Für die Frühform der Zuckerkrankheit – einer der wichtigsten Volkskrankheiten – standen bisher keine diagnostisch einsetzbaren Marker zur Verfügung. Das interdisziplinäre Team aus Epidemiologen, Genetikern und Metabolomics-Experten um Dr. Rui Wang-Sattler, Arbeitsgruppenleiterin in der Abteilung Molekulare Epidemiologie, identifizierte drei neue Biomarker für die Entwicklung des Prädiabetes, von denen zwei es zudem ermöglichen, den individuellen weiteren Verlauf der Erkrankung vorherzusagen.

„Die Konzentration, in der die Marker im Blut vorliegen, zeigt Prädiabetes auch in frühen Stadien an – Präventiv-Maßnahmen können daher sofort eingeleitet werden“, erklärt die Korrespondenzautorin Wang-Sattler den Vorteil der neuen Marker. Wird Typ-2-Diabetes bereits als Prädiabetes diagnostiziert, kann seine Entwicklung aufgehalten oder sogar verhindert werden. An Typ-2-Diabetes mellitus, einer Störung des Glucose-Stoffwechsels, leiden etwa acht bis zehn Prozent der deutschen Bevölkerung. Neue Ansätze für Diagnose, Therapie und Prävention der Volkskrankheit sind wissenschaftliche Ziele des Helmholtz Zentrums München. Für die Studie arbeitete Wang-Sattler mit mehreren Instituten des Helmholtz Zentrums München und zwei Partnern im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung zusammen, dem Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf und dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke.

Link zur Fachpublikation: http://www.nature.com/msb/index.html

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg, www.helmholtz-muenchen.de