Schlagwortarchiv: BZfE

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Schon vor dem ersten Bissen

Wie unser Gehirn die Insulinproduktion ankurbelt

Wenn wir ein leckeres Essen sehen und riechen, läuft uns sprichwörtlich das Wasser im Mund zusammen. Auch das blutzuckerregulierende Hormon Insulin wird schon vor dem ersten Bissen freigesetzt. Forschende der Universität Basel und des Universitätsspitals Basel haben kürzlich entdeckt, dass dafür eine kurzzeitige Entzündungsreaktion im Gehirn notwendig ist.

Nach dem Essen steigt der Blutzuckerspiegel an. Das Insulin steuert die Aufnahme des Zuckers Glukose aus dem Blut in die Zelle, wo er benötigt wird. Die Ausschüttung des Hormons in der Bauchspeicheldrüse wird vor allem durch die Glukose selbst aktiviert. Es gibt aber noch weitere Einflussfaktoren. So beginnt die Freisetzung des Insulins schon beim Anblick der Mahlzeit. Bislang war unklar, wie der Körper die sensorischen Reize so schnell umsetzen kann.

Um dieser Frage nachzugehen, nutzte die Forschungsgruppe aus der Schweiz genetische und pharmakologische Mausmodelle. Offenbar liegt der Schlüssel in dem Entzündungsfaktor Interleukin-1 beta (IL-1 beta), der auch bei der Reaktion auf Krankheitserreger und Gewebeschäden beteiligt ist. Bestimmte Immunzellen im Gehirn, sogenannte Mikroglia, werden angeregt und schütten kurzfristig IL-1 beta aus. Der Entzündungsfaktor spricht über den sogenannten Vagusnerv das vegetative Nervensystem an, das die Funktion der inneren Organe steuert. Auf diesem Weg werden auch die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse aktiviert. Bei starkem Übergewicht ist diese frühe Phase der Insulinausschüttung gestört, ist in der Fachzeitschrift „Cell Metabolism“ zu lesen. Das liegt an einer überschießenden Entzündungsreaktion.

„Dass dieser Entzündungsfaktor bei Gesunden für einen erheblichen Anteil einer normal funktionierenden Insulinausschüttung verantwortlich ist, ist deshalb überraschend, weil er auch in die Entstehung von Typ-2-Diabetes involviert ist“, erklärt Studienleiter Prof. Dr. Marc Donath. Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, bei welcher der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist. Beim Typ-2-Diabetes spricht der Körper nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin an, da durch chronische Entzündungen unter anderem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse geschädigt werden. Dabei spielt IL-1 beta eine wichtige Rolle, da es bei Betroffenen übermäßig produziert und ausgeschüttet wird. Allerdings sind noch weitere Untersuchungen notwendig, um die Resultate zu bestätigen und den genauen Mechanismen auf den Grund zu gehen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de


Weitere Informationen:

Cell Metabolism, Bd. 34, Nr. 7, S. 991-1003, 5. Juli 2022 doi.org/10.1016/j.cmet.2022.06.001

Essen und Trinken bei Diabetes Typ 2: Die Blutzuckerwerte ins Lot bringen
bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/essen-und-trinken-bei-diabetes-typ-2/

Extreme Adipositas: Ein zunehmendes Problem
bzfe.de/extreme-adipositas-ein-zunehmendes-problem/

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Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
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Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Jetzt handeln: Pflanzlichen Anteil in unserer Ernährung erhöhen

Nationaler Dialog zu Ernährungssystemen

Wir haben seit vielen Jahren kein Wissens-, sondern ein Umsetzungsproblem, was die Ernährung in unserer Gesellschaft angeht, stellten die Experten und Expertinnen unterschiedlicher Fachrichtungen am 22. Juni 2022 in der Veranstaltung „Strategien und Akteure einer pflanzenbetonten Zukunft“ im Kontext des Nationalen Dialogs zu Ernährungssystemen einstimmig fest. Ein höherer Anteil von Pflanzen in der Ernährung fördert die Gesundheit, schont die natürlichen Ressourcen und das Klima und hilft die wachsende Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Mehr als 400 Teilnehmende verfolgten den Austausch und diskutierten digital mit. Übertragen wurde live von der Domäne Dahlem in Berlin.

„Veränderung ist ein Prozess. Unsere Ernährung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die alle Akteure vom Acker bis zum Teller einbeziehen muss“, resümierte Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und Leiter des Nationalen Dialogs zu Ernährungssystemen. Silvia Bender, Staatssekretärin des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), betonte in ihrer Eröffnungsbotschaft, dass fast jedes Land von Mangel- oder Fehlernährung betroffen ist. Sich gesund, nachhaltig und saisonal zu ernähren, müsse einfacher gemacht werden.

„Die enorme Bedeutung einer stärker pflanzenbetonten Ernährung wird zwar durchgehend von Wissenschaft und Politik erkannt, aber bislang unzureichend mit konkreten Maßnahmen hinterlegt“, hob Stefanie Wunder vom Ecologic Institut hervor, die einen Überblick über bisherige Ansätze ernährungspolitischer Strategien in Deutschland gab. Und dies sei gerade im Hinblick auf die von der Bundesregierung für 2023 angekündigte Nationale Ernährungsstrategie eine besondere Chance und Herausforderung. In die Diskussion gelte es weitere ernährungspolitische Themen zu integrieren und alle relevanten Akteure an einen Tisch zu holen, zum Beispiel auch zivilgesellschaftliche Verbände und von Ernährungsarmut Betroffene. Dabei müssten früh alle relevanten Ministerien eingebunden und Unterstützung auf höchster politischer Ebene gegeben sein. Durch eine ganzheitliche Betrachtungsweise (Food System Thinking) würden laut Wunder alle Dimensionen der Nachhaltigkeit sowie Zusammenhänge der verschiedenen Aspekte und Handlungsfelder berücksichtigt.

Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) in der BLE, hob hervor, dass alle Verantwortlichen ihren Beitrag leisten müssten. Die Verantwortung könne nicht einzelnen Verbraucherinnen und Verbrauchern überlassen werden. Man müsse faire Ernährungsumgebungen mitdenken.

Eva Bell, Leiterin der Abteilung „Gesundheitlicher Verbraucherschutz und Ernährung“ im BMEL, rückte in ihrem Fazit die Umsetzbarkeit der bundesweiten Er-nährungsstrategie in den Fokus, die bis Ende 2023 stehen soll. Diese werde intensiv vorbereitet und setze ebenfalls auf Partizipation und Dialog.

www.ble.de / www.bzfe.de

Livestream verpasst?

Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist unter https://ble-live.de/veranstaltungsuebersicht/ bereitgestellt. Impulse aus dem Dialog sowie weiterführende Hintergrundinformationen stehen auf einem Dialogboard der Plattform zur Verfügung: https://ble-live.de/themenfeld-5/dialogboard/. Jeder ist eingeladen, Kommentare, Ideen und Fragen zum Thema einzubringen.

Die Synopse „Ernährungspolitische Strategien zur Förderung pflanzenbasierter Ernährungsweisen in Deutschland“ des Ecologic Instituts kann hier herunterla-den werden:
https://ble-live.de/wp-content/uploads/sites/40/2022/06/Ecologic_UN-FSS_Themen-4-und-5_pflanzenbasiert_220624.pdf

Hintergrund:
Die Veranstaltung ist Teil des Nationalen Dialogs zu nachhaltigen Ernährungssystemen im Kontext des UN-Weltgipfels zu Ernährungssystemen (UN Food Systems Summit). Diesen führt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Akteure aus Land- und Ernährungswirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft haben auf der Plattform die Möglichkeit, sich direkt zu vernetzen und Lösungen für nachhaltige Ernährungssysteme in Deutschland zu entwickeln. Die Ergebnisse fließen in die politische Arbeit der Bundesregierung in die Agenda 2030 und die Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele sowie des UN-Weltgipfels zu Ernährungssystemen (UN FSS) ein.

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Essbare Blüten

Optisch und geschmacklich eine Bereicherung

Etwa 380.000 Pflanzenarten gibt es auf der Welt, schätzt die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN). Von diesen Pflanzenarten gelten ungefähr 80.000 als essbar. Davon wiederum landen nur circa 150 Arten auf unseren Tellern.

Wenn es schon so wenige sind, dann sollten doch auch alle essbaren Teile verwendet werden. Die Blüten zum Beispiel. Sie könnten in der heimischen Küche aber mehr Aufmerksamkeit verdienen. Blüten sind nämlich rein optisch nicht nur schöne Hingucker – und das Auge isst bekanntlich mit – sie werten das ein oder andere Gericht auch kulinarisch durch ein ausgeprägtes Aroma auf.

Bei einigen heimischen Pflanzen ist die Blütezeit nur kurz im Frühjahr, etwa Apfel und Bärlauch, bei anderen beginnt sie erst im Sommer und/oder dauert noch bis in den Herbst. Geerntet wird am besten im heimischen Garten oder in der freien Natur, hier natürlich nur an hygienisch unbedenklichen Stellen. Pflanzen aus dem Gartencenter oder aus dem Blumenladen dagegen können mit Pflanzenbehandlungsmitteln versehen sein und sollten nicht gegessen werden.

Kapuzinerkresse – blüht von Ende Juni bis zum ersten Frost. Es bilden sich immer wieder neue, bunte Blüten, mit einem würzig-scharfen Geschmack. Der Klassiker für Salate oder Brotbelag.

Jasmin – der Echte Jasmin (Jasminum officinale) blüht von Mai bis September. Die sternförmigen strahlend weißen Blüten verströmen einen intensiven, süßen Duft. Frisch oder getrocknet werden die süßen Blüten gerne zu Tee oder in Desserts verarbeitet.

Kornblume – blüht von Juni bis Oktober. Die strahlend blauen Blüten der Kornblume (Centaurea cyanus)  sind wunderschön anzusehen und entsprechend perfekt als essbare Dekoration geeignet. Geschmacklich sind die Blüten weniger aufregend: schwach würzig mit leicht bitterer Note.

Lavendel – blüht von Mai bis August/September. In der französischen, italienischen und spanischen Küche haben die typisch lavendelfarbigen Blüten ihren festen Platz als Würzzutat. Das intensive Aroma passt ebenso gut zu herzhaften Fleischgerichten wie auch zu süßen Nachspeisen. Geeignet ist vor allem der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia); andere Sorten schmecken nicht wirklich gut.

Löwenzahn – die Hauptblüte ist Anfang Mai, sie geht aber bis in den Herbst hinein. Die Blätter sind als Zutat für Salate und Suppen etabliert. Aber auch die gelben Blüten eignen sich mit ihrem süßlichen Geschmack prima für den Verzehr. Neben einer schönen Dekoration für Kuchen und Torten lassen sie sich auch zu Gelee und Marmelade verarbeiten.

Ringelblume – blüht von Juni bis Oktober. Die cremegelb bis karminroten Blüten sind in erster Linie ein echter Hingucker in Salaten und zahllosen anderen Speisen. Geschmacklich sind sie eher unauffällig.

Rose – Die Hochblüte beginnt im Juni und geht bis in den Hochsommer hinein. Die Blütenblätter verströmen einen intensiven Duft, machen optisch eine gute Figur und haben einen intensiven süßen Geschmack. Vorsicht: Pfingstrosen, Stockrosen und Christrosen teilen sich zwar mit der Rose den Namen, gehören aber nicht zur Gattung Rosa und sind in der Regel giftig!

Salbei – blüht von Mai bis Anfang Juli, es gibt noch eine Nachblüte im Spätsommer. Die blauvioletten Blüten schmecken leicht süß und hübschen Desserts auf, lassen sich aber durchaus auch für herzhafte Gerichte verwenden, ohne jedoch das intensive Aroma der Blätter zu haben.

Schnittlauch – blüht von Mai bis August. Die schönen violetten Blüten ähneln im Geschmack dem jungen Schnittlauch, sind aber wesentlich milder und dezenter. Die Blüten passen gut zu Fleisch oder Salat, können aber auch ein Butterbrot oder würzige Nachspeisen ergänzen.

Sonnenblume – blüht von Juni bis September/Oktober. Die kräftig gelben Blütenblätter sind eher zur optischen Aufwertung geeignet, geschmacklich bleiben sie unauffällig.

Zucchini – blüht ab Juni und von da an entstehen immer wieder neue große leuchtend gelbe Blüten. Diese sind ausgesprochen dekorativ. Geschmacklich punkten sie mit einem leicht nussigen Geschmack. Sie ergänzen Fleisch- und Fischgerichte, lassen sich aber auch – aufgrund ihrer Größe – prima füllen, zum Beispiel mit Ricotta, Parmesan, Ziegen- oder Schafskäse, aber auch mit Fleisch, Fisch oder Hirse.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/kraeuter/kraeuter-erzeugung/

www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/pflanzen/pflanzen-schuetzen/blumen-pfluecken.html

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Erdbeeren zum Nachtisch

Das schmeckt nach Sommer

Im Sommer sind fruchtige Desserts gefragt. Die Erdbeere ist dafür perfekt geeignet. Die roten Früchtchen schmecken beispielsweise im Quark, im Tiramisu oder im Frozen Joghurt.

Einfach und schnell gelingt ein Erdbeerquark. Dafür wird Magerquark mit etwas Zucker oder Vanillezucker, Zitronensaft und einer Prise Salz verrührt. Die Hälfte der Erdbeeren pürieren und mit dem Quark vermengen, die andere Hälfte stückig schneiden und vorsichtig unterheben.

Schichtdesserts mit Erdbeeren sehen hübsch aus und lassen sich gut vorbereiten. Wie wäre es mit einem Erdbeer-Joghurt zu knusprigen Amarettini? Dazu werden die Früchte würfelig geschnitten, Joghurt mit aufgeschlagener Sahne vermengt und die Amarettini-Kekse zerbröselt. Anschließend kleine Einmachgläser nacheinander mit Keksen, Joghurtsahne und Erdbeeren füllen. Mit einem Sahnehäubchen abschließen und mit ganzen Früchten und Minzblättern garnieren. Die fruchtige Nachspeise sollte mindestens eine halbe Stunde oder über Nacht im Kühlschrank ziehen.

Ein Erdbeer-Tiramisu wird an heißen Sommertagen am besten ohne rohe Eier zubereitet. Zunächst werden die Erdbeeren mit etwas Zitronensaft und Zucker püriert und eine Mascarpone-Creme zubereitet. Löffelbiskuits in eine Auflaufform legen und nacheinander mit Fruchtpüree, Mascarpone-Creme und klein geschnittenen Erdbeeren belegen. Nach einer weiteren Schicht das Tiramisu mit gehackten Pistazien bestreuen und für sechs bis acht Stunden in den Kühlschrank stellen.

Wer auf eine schlanke Linie achtet, kann mit den roten Früchtchen ein Frozen Joghurt zubereiten: Frische Erdbeeren einfrieren und in einem Mixer pürieren. Fettarmen Naturjoghurt und ein Löffelchen Honig hinzugeben und vermengen – fertig ist der eiskalte und kalorienarme Genuss.

Sehr lecker sind Erdbeeren auch mariniert. Dafür werden sie halbiert oder geviertelt und für eine halbe Stunde in Zitronensaft mit Puderzucker eingelegt. Nach Lust und Laune können frische Kräuter wie Zitronenmelisse, Basilikum und Thymian oder etwas Vanillemark ergänzt werden. Dazu schmeckt eine Kugel Vanilleeis, Panna Cotta oder selbst gemachte Waffeln.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Erdbeeren – vom Feld bis in die Küche
www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/erdbeeren/

Wie ein Frozen Joghurt gelingt
www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2017/august/eiskalter-genuss/

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Pflanzendrinks im Trend

Milchalternativen für Kaffee & Co.

Immer mehr Verbraucher und Verbraucherinnen verzichten auf Kuhmilch und greifen zu pflanzlichen Alternativen aus Soja, Hafer oder Mandeln. Aber welche Pflanzendrinks schmecken auch im morgendlichen Kaffee und lassen sich gut aufschäumen?

Damit der Milchschaum auf dem Cappuccino locker und zugleich cremig ist, muss vor allem das Zusammenspiel von Fett und Eiweiß stimmen. Das Eiweiß in der Milch macht den Schaum stabil, und das Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger und sorgt gleichzeitig für Cremigkeit. Da kann nicht jeder Pflanzendrink mit der Kuhmilch mithalten.

Die „Sojamilch“ ist der Klassiker unter den pflanzlichen Alternativen und in ihrer Zusammensetzung der Milch am ähnlichsten. Da sie relativ eiweiß- und fettreich ist, lässt sie sich auch gut aufschäumen. Der Geschmack ist angenehm süßlich bis getreidig. Bei zu viel Säure im Kaffee flockt sie aber leicht aus – ebenso wie Mandeldrinks. Eine Alternative sind Haselnussdrinks, die geschmacklich sehr gut zu den Kaffeearomen passen. „Cashewmilch“ lässt sich einfach selbst zubereiten und bildet aufgrund des hohen Eiweiß- und Fettgehalts eine gute Schaumkrone. Ihr Geschmack ist im Kaffee aber gewöhnungsbedürftig.

Im Trend liegen Haferdrinks, die dem Kaffee eine angenehm süßliche Note verleihen. Der Schaum ist passabel und besser als bei Reisdrinks, die kaum Fett und Eiweiß enthalten. Dafür können Reisdrinks mit einem dezenten Geschmack punkten, der den Umstieg von Kuhmilch auf Pflanzendrink im Kaffee erleichtern kann. Auch „Dinkelmilch“ ist eine gute Wahl. Sie gibt dem Heißgetränk eine leicht karamellige Note und bildet einen luftigen Schaum mit gutem Stand.

Inzwischen gibt es für viele Pflanzendrinks auch spezielle Barista-Varianten, die durch den Zusatz pflanzlicher Öle besser schäumen. Allerdings sind sie nicht nur deutlich teurer, sondern auch kalorienreicher und enthalten meist auch mehr Zusatzstoffe als die herkömmlichen Drinks.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Daher gibt es den idealen Milchersatz für den Kaffee nicht. Am besten probiert man sich durch das Sortiment und testet auch verschiedene Marken und Hersteller. Meist braucht es etwas Zeit, bis man sich an den neuen Geschmack gewöhnt hat. Wer eine besonders nachhaltige Wahl treffen möchte, greift zu Milchalternativen mit Zutaten europäischer oder deutscher Herkunft.

Aktuelle Zahlen bestätigen den Trend zu Pflanzendrinks, die je nach Sorte eine klimaschonende und tierfreundliche Alternative zur Milch sein können. So erhöhten sich zum Beispiel die Einfuhr-Zahlen: Im Jahr 2021 wurden 296,1 Millionen Liter Pflanzendrinks nach Deutschland eingeführt. Das waren 42 Prozent mehr als im Vorjahr (208,5 Millionen Liter). Seit 2017 haben sich die Importe mehr als verdreifacht. Pflanzendrinks werden vor allem aus Belgien eingeführt (35,4 %). Weitere Lieferanten sind Schweden (23,4 %), Italien (13,3 %), Österreich (10,8 %) und Frankreich (10,3 %).

Gleichzeitig verringert sich die Nachfrage nach Kuhmilch: Der Pro-Kopf-Verbrauch von Konsummilch ist mit 47,8 Kilogramm auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten gesunken. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) hervor. Auch die Produktion von Trinkmilch ist rückläufig. Im Jahr 2021 wurden hierzulande 7,6 Milliarden Liter zum Absatz erzeugt, informiert das Statistische Bundesamt (Destatis). Das waren rund sieben Prozent weniger als im Vorjahr und der niedrigste Wert seit 2002.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Statistisches Bundesamt Deutschland (destatis), Pressemeldung Nr. N034 vom 31. Mai 2022

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Pressemeldung vom 2. Mai 2022

Statistisches Bundesamt Deutschland www.destatis.de

https://www.bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/vegane-lebensmittel/


https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2021/juli/pflanzendrinks-unter-der-lupe/


https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2020/april/aus-hafer-mandeln-und-co/

Alles über Milch – vom Stall in die Küche https://www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/milch/

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Antibiotikaresistenzen vorbeugen

Vielseitig und ballaststoffreich essen

Wer abwechslungsreich isst und reichlich Ballaststoffe aus Getreide, Hülsenfrüchten und Nüssen zu sich nimmt, hat offenbar weniger antibiotikaresistente Bakterien in seinem Darm. So lautet das Ergebnis einer Studie des „Agricultural Research Service“, kurz ARS, des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums.

Wenn Darmbakterien gegen gängige Antibiotika resistent sind, ist im Infektionsfall die Gesundheit gefährdet. Verschiedene Faktoren wie der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung, aber auch der Klimawandel tragen dazu bei, dass sich dieses Problem in den kommenden Jahrzehnten verschärfen wird, so die Forschenden.

Ein Lösungsansatz ist die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Denn unser Essen dient den natürlichen Darmbewohnern als Nahrung und verändert ihre Zusammensetzung. Um mögliche Zusammenhänge näher zu untersuchen, machten 290 gesunde Erwachsene in Fragebögen und 24-Stunden-Protokollen Angaben zur Ernährungsweise und ließen die Bakteriengemeinschaft in ihrem Darm genauer untersuchen.

Probanden, die täglich mindestens 8 bis 10 Gramm lösliche Ballaststoffe und wenig tierisches Eiweiß verzehrten, hatte weniger antibiotikaresistente Bakterien in ihrem Darm. Je weniger Antibiotikaresistenzen, desto vielfältiger war das Mikrobiom und desto höher die Zahl an streng anaeroben Vertretern. Solche Bakterien, etwa aus der Familie der Clostridien, können nur in einer sauerstofffreien Umgebung gedeihen und sind ein Zeichen für eine gute Darmgesundheit. Sie bilden beim Abbau löslicher Ballaststoffe unter anderem wertvolle kurzkettige Fettsäuren, die sich positiv auf Stoffwechsel und Organe auswirken.

Lösliche Ballaststoffe sind vor allem in Getreide, Hülsenfrüchten wie Bohnen, Linsen und Erbsen, Samen und Nüssen, aber auch in einigen Obst- und Gemüsesorten wie Möhren, Beeren, Artischocken und Brokkoli enthalten. Für einen maximalen Nutzen sollten verschiedene Quellen genutzt werden, denn die Vielfalt der Nahrung war laut Studie der wichtigste Faktor im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen.

Ernährungsmaßnahmen verändern die Darmflora und können langfristig dazu beitragen, Antibiotikaresistenzen im Darmmikrobiom zu verringern, fassen die Forschenden zusammen. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Zusammenhänge nachweisen kann. Zudem wurden mögliche Auswirkungen einer früheren Antibiotikaeinnahme nicht betrachtet, steht im Fachblatt „mBio“. Weitere Untersuchungen mit mehr Probanden und über einen längeren Zeitraum sind erforderlich, um die Resultate zu untermauern.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:


https://doi.org/10.1128/mbio.00101-22


https://www.bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/mikrobiom/

Heft „Einfach besser essen“, Bestell-Nr. 1626_DL, kostenloser Download, https://www.ble-medienservice.de/1626/einfach-besser-essen

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Proteine der Zukunft

Wirksame Maßnahmen zur Konsumlenkung gefragt

Eines der Schlüsselthemen der Ernährung der Zukunft ist die Lösung der Proteinfrage. Wie viel pflanzliches Eiweiß muss, wie viel tierisches Eiweiß kann noch dazu gehören? Und was ist mit mit dem Einfluss von Technologien wie der Verarbeitung von Pflanzen zu Ersatzprodukten, Fermentation zur Gewinnung von Ersatzprotein und künftig vielleicht auch mit cultured meat? Eine Veranstaltung im Rahmen des Nationalen Dialogs zum UN Food Systems Summit (FSS) erläuterte Hintergründe, neueste Zahlen und mögliche Strategien für die Fragen: Wie viel Vielfalt brauchen wir auf dem Teller und wie kriegen wir sie dahin?

Nach Ansicht von Ivo Rzegotta vom Good Food Institute, können pflanzenbasierte Fleischalternativen, Fleisch aus Fermentation und Kultiviertes Fleisch deutlich zu Klimaschutz, Artenvielfalt und gesellschaftlicher Gesundheit beitragen. Die Politik sei in der Pflicht, diese Entwicklung voranzutreiben um den stark steigenden Bedarf decken zu können. Öffentliche Forschungsfinanzierung sei ebenso zentral wie eine bessere Kennzeichnung neuer Produkte.

Dr. Christian Schader vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau in der Schweiz formulierte als Kernforderung, dass die Transformation des Ernährungssystems nur möglich sei, wenn Landwirtschaft und Ernährung als Einheit gedacht werden. Nur so könne die notwendige Transformation des Ernährungssystems gelingen. Die Proteinversorgung der Zukunft sei eine der Schlüsselfragen. Schader sieht pflanzliche Proteine als die klimafreundlichste Lösung, gefolgt von Milch und Fleisch von Wiederkäuern vom Grünland. Nun seien wirksame Maßnahmen nötig, die den Konsum lenken. Reine Kommunikationsmaßnahmen seien hingegen keine Lösung.

Felix Ellwanger vom Karlsruher Institut für Technologie gab einen Überblick über die derzeitigen Möglichkeiten zum Einsatz von Insekten in der menschlichen Ernährung. Am Beispiel des Forschungsprojekts „Insekback“ zeigte er anschaulich, dass Insektenmehle bislang nur eingeschränkt in Produkte wie Backwaren eingebracht werden können. Insgesamt würden Insekten als Nahrungsmittel in Deutschland wahrscheinlich eher ein Nischenprodukt bleiben.

In seinem Kommentar forderte Frank Waskow von der Verbraucherzentrale NRW eine aktive Politik für eine Ernährungswende. Um neue, gewünschte Konsummuster zu etablieren sollen andere Ernährungssysteme und -umgebungen her. Sowohl nachhaltig erzeugtes Tierwohl-Fleisch als auch die Fleischalternativen müssten für Konsumentinnen und Konsumenten bezahlbar, geschmacklich und kulturell akzeptiert sein und dabei auch noch gesund. Stefanie Wunder vom ecologic Institut plädierte ebenfalls für einen ganzheitlichen Blick auf das Ernährungssystem. Es reiche keineswegs, einseitig auf Treibhausgas-Emissionen zu blicken. Wunder sieht eine Nationale Ernährungsstrategie bis 2023 als Chance, ein ressortübergreifendes Konzept, das die Zivilgesellschaft miteinbezieht, auf die Beine zu stellen.

Britta Klein vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hält den Stellenwert der Tierhaltung auch zukünftig für hoch. Allerdings müssten deutlich weniger Tiere gehalten und der Fokus auf mehr Tierwohl und eine nachhaltige Fütterung gelegt werden. „Mehr pflanzliche Vielfalt auf dem Feld ist nötig, wo immer das geht. Klimaschonende Ernährungssysteme können sonst nicht entstehen“, so Klein. Der One Health-Ansatz sollte für die gesamte Ernährungsszene die Grundlage sein. Dieser basiert auf dem Verständnis, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt eng miteinander zusammenhängen.

www.bzfe.de


Weitere Informationen:


bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/


bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/huelsenfruechte/

Der UN-Weltgipfel zu Ernährungssystemen (UN Food Systems Summit, UN FSS) ruft zum gemeinsamen Handeln auf, um die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN) zu erreichen. Insbesondere müssen Fortschritte für nachhaltigere Ernährungssysteme erzielt werden.

www.ble.de/DE/BLE/UN-Food-System/UN-Food-System_node.html

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Veggie im Trend

Produktion von Fleischersatz weiter gestiegen

Immer mehr Verbraucher ersetzen Fleisch durch pflanzliche Alternativen. Deutsche Unternehmen reagieren auf die steigende Nachfrage und haben die Produktion im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent erhöht. Seit dem Jahr 2019 ist sogar ein Anstieg von 62 Prozent zu verzeichnen, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis).

Im Supermarkt nimmt die Auswahl an veganen und vegetarischen Fleischalternativen zu. Das Sortiment ist vielseitig und reicht von Veggieburger, Seitanschnitzel und Sojabratling bis zu vegetarischer Wurst und Brotaufstrich. Häufig wird der Fleischersatz auf der Basis von Sojabohnen produziert – etwa Tofu, Tempeh und „Sojafleisch“. Seitan besteht aus Weizeneiweiß und Lopino aus den Samen der Süßlupine.

Insgesamt wurden im Jahr 2021 knapp 98.000 Tonnen Fleischersatzprodukte erzeugt, während es im Jahr 2020 rund 84.000 Tonnen und im Jahr 2019 noch 60.000 Tonnen waren. Die Zahl der Unternehmen in diesem Bereich hat von 34 im Jahr 2019 auf 44 im Jahr 2021 zugenommen. Im gleichen Zeitraum ist der Wert pflanzlicher Fleischalternativen um 68 Prozent auf rund 458 Millionen Euro gestiegen, so die Zahlen vom Statistischen Bundesamt.

Dennoch sind diese Summen im Vergleich zur Fleischproduktion in Deutschland verschwindend gering. So lag der Wert der hierzulande erzeugten Fleischprodukte im Jahr 2021 mit rund 35,6 Milliarden Euro 80-mal so hoch.

Der Fleischverzehr hat nach Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) seit Ende der 1980er Jahre einen Tiefstand erreicht mit einem Pro-Kopf-Verzehr von 55 Kilogramm im Jahr.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:


www.destatis.de

Versorgungsbilanz Fleisch 2021: www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2022/maerz/versorgungsbilanz-fleisch-2021/

www.bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/vegane-lebensmittel/

Seitan als Fleischersatz:
www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2017/maerz/seitan-im-trend/

Jackfrucht als Fleischersatz:
www.bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/jackfrucht/

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WHO-Bericht zu Übergewicht und Adipositas

Gesundheitliche Folgen werden unterschätzt

Immer mehr Europäer sind zu dick. Das hat ein aktueller Bericht des Regionalbüros für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt. Inzwischen leiden knapp 60 Prozent der Erwachsenen und fast jedes dritte Kind (29 % der Jungen, 27 % der Mädchen) an Übergewicht oder Adipositas. In keinem anderen Teil der Welt, außer in Amerika, ist Fettleibigkeit unter Erwachsenen so weit verbreitet wie in Europa.

Adipositas ist eine vielschichtige Erkrankung, die nicht allein auf eine ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung zurückgeführt werden kann. So spielt offenbar auch die Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft und vor der Empfängnis für die Entstehung eine wichtige Rolle. Kritische Lebensphasen sind die frühe Kindheit und die Jugend.

Viele unterschätzen die gesundheitlichen Folgen von Übergewicht und Adipositas. Ein zu hohes Körpergewicht erhöht das Risiko für verschiedene Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Typ-2-Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen. Für einige europäische Länder wird prognostiziert, dass die Adipositas in den kommenden Jahrzehnten das Rauchen als Hauptrisikofaktor für vermeidbare Krebserkrankungen ablösen wird. Die Coronapandemie hat das Problem verschärft, da sich der Lebensmittelkonsum und das Bewegungsverhalten verändert haben. Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden an Übergewicht und Adipositas. Auch das „moderne“ Leben begünstige die Epidemie – zum Beispiel durch die digitale Vermarktung ungesunder Lebensmittel an Kinder und die Verbreitung von Online-Spielen. Allerdings können digitale Plattformen auch genutzt werden, um Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern.

Die wachsende Adipositas-Epidemie ist eine große Herausforderung. Die Gegenmaßnahmen sollten auf vielen Ebenen ansetzen und den Einzelnen über seinen gesamten Lebensverlauf erreichen, rät die WHO. Statt individueller Ansätze sei es wichtig, die strukturellen Ursachen der Adipositas anzugehen. Mögliche politische Maßnahmen wären zum Beispiel die Besteuerung von zuckergesüßten Getränken, Subventionen für gesunde Lebensmittel und eine eingeschränkte Vermarktung von ungesunden Produkten für Kinder, heißt es in dem Bericht. Außerdem sollte der Zugang zu Therapien bei Fettleibigkeit und Übergewicht erleichtert werden. Zukünftige Untersuchungen sollen zeigen, wie Adipositas zu Ungleichheiten in der Gesellschaft beiträgt und wie gefährdete Gruppen besser unterstützt werden können.

Das Bundeszentrum für Ernährung gibt ein Trainermanual Adipositas-Schulung für Kinder und Jugendliche heraus, das sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Behandlung einsetzbar ist. Es basiert auf den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- & Jugendalter (AGA). Die Broschüren enthalten Vorschläge für die Durchführung von Schulungseinheiten, Übungen und Arbeitsmaterialien sowie Material für die begleitende Elternschulung.

Heike Kreutz,
www.bzfe.de

Weitere Informationen:

WHO European Regional Obesity Report 2022

https://www.euro.who.int/en/publications/abstracts/who-european-regional-obesity-report-2022


WHO European Regional Obesity Report 2022 (ISBN: 978-92-890-5773-8)


Podcast “Launch of the 2022 European Obesity Report”

BMI-Rechner: Bin ich übergewichtig?

www.bzfe.de/bmi-rechner/


www.bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/bauchumfang-entscheidend-fuer-das-gesundheitliche-risiko/


www.bzfe.de/extreme-adipositas-ein-zunehmendes-problem/


www.ble-medienservice.de/1657/trainermanual-adipositas-schulung-fuer-kinder-und-jugendliche-grundlagen?number=1657


www.ble-medienservice.de/1653/trainermanual-adipositas-schulung-fuer-kinder-und-jugendliche-ernaehrung?number=1653


www.ble-medienservice.de/1654/trainermanual-adipositasprogramm-fuer-kinder-und-jugendliche-bewegung?number=1654

Pressekontakt:

Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
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Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Mehr Mut für die Ernährungsbildung der Zukunft

BZfE-Ernährungstalk liefert wertvolle Impulse

Im zweiten Ernährungstalk „Tischgespräche“ des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) am 25. April 2022 ging es um die Kraft von Visionen bei der Ernährungsbildung. „Vielleicht werden wir eines Tages auf die Erkenntnisse dieser Talkrunde heute zurückblicken und uns freuen, dass alles, was wir heute besprochen haben, Wirklichkeit geworden ist“, sagte Moderator Philipp Pägler zu Beginn der Gesprächsrunde.

Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE), und Dr. Simone Frey, Gründerin von Nutrition Hub, erläuterten das Menü der Zukunft, den zweiten Teil des Trendreports Ernährung 2022. Darin geht es um Antworten auf die Frage, wie eine ideale Welt der Ernährung aussieht.

Jedes Kind lernt kochen und jede Schule hat einen Schulgarten, sind zum Beispiel zwei der positiven Zukunftsbilder, die die für den Report befragten Ernährungsprofis im Rahmen der Zukunftsvision zeichneten. Solche Bilder sind wichtig, da sie die Perspektive verändern und Bremsen im Kopf ausschalten. „Wenn man den Rucksack dessen, was alles da ist, einfach mal weglässt, frei in die Zukunft geht und sagt „So stelle ich mir das vor“, dann hat man eine andere Haltung“, betonte Büning-Fesel.

Und wie sieht nun die Ernährungsbildung der Zukunft aus? Schule soll ein lebendiger Lernort sein, an dem es Spaß macht sich aufzuhalten. „Das ist eigentlich die Vision, die man haben sollte.“, sagte Dr. Margareta Büning-Fesel. „Schule muss die Zukunft unserer Kinder ernst nehmen. Und wenn sie das tut, dann nimmt sie auch ernst, dass die Schule ein Ort ist, wo Alltagskompetenzen, wo Kultur und Technik der Nahrungszubereitung vermittelt werden.“ Um ein Thema wie Ernährung zu einer Priorität und Schulen zu Orten der gesellschaftlichen Transformation zu machen, braucht es Mut und neue Formate. Schülerinnen und Schüler müssen wesentlich mehr Chancen haben, sich aktiv zu beteiligen, was für Lehrende eine Herausforderung ist. Unterstützung könnten Schul-Ökotrophologinnen und -Ökotrophologen bieten oder Stellen, die neue Themen erst einmal aufnehmen und überlegen, wie und mit wem man sie umsetzen könnte.

Silke Ramelow, Gründerin und Vorstandsvorsitzende von BildungsCent e. V., plädiert dafür, von der eigenen Fachlichkeit wegzukommen und zu überlegen, welche die Transformationsthemen sind, die – am besten in Form innovativer Projekte – in die Schulen müssen. Für Prof. Dr. Ines Heindl ist es besonders wichtig, dass Schule zum geschützten Raum wird, bei dem die Rahmenbedingungen durch Ernährungs- und Bildungspolitik so gesetzt sind, dass Schülerinnen und Schüler eine ideale Ernährungsumgebung vorfinden. Wie wichtig Mut ist, unterstreicht Dr. Simone Frey: „In meiner Welt sind alle mutig“, antwortete sie auf die Frage nach ihrer persönlichen Vision für die Ernährungsbildung der Zukunft. „Ernährungsexpertinnen und -experten sind mutig, Kinder sind mutig zu sagen „Ich will hier mehr wissen“, die, die Ideen haben, sind mutig.“

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Einen detaillierteren Nachbericht sowie die Aufzeichnung des 2. BZfE-Ernährungstalks finden Sie hier: https://bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungskommunikation/ernaehrungstalk-tischgespraeche/2-bzfe-ernaehrungstalk/

Die Zukunftsvision „Das Menü der Zukunft“ finden Sie hier: www.nutrition-hub.de/post/menue-der-zukunft
Informationen des BZfE zu Ernährungsbildung finden Sie hier: https://bzfe.de/bildung/

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Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
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