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Tipps für die „Darmgesundheit“

Und was man darunter versteht

Der Begriff „Darmgesundheit“ taucht in der Werbung, in den Medien und in der Forschung häufig auf. Seine Bedeutung ist jedoch nicht immer eindeutig und kann je nach Kontext unterschiedlich interpretiert werden. Ein internationales Gremium hat daher unter Beteiligung der Universität Hohenheim verbreitete Missverständnisse aufgegriffen und erstmals eine einheitliche Definition des Begriffs erarbeitet: „Zustand normaler Magen-Darm-Funktion ohne aktive Magen-Darm-Erkrankungen oder darmbezogene Symptome, die die Lebensqualität beeinträchtigen“.

Die Definition schafft nach Ansicht der Forschenden künftig einen zuverlässigen Rahmen für Forschung und Medizin sowie für Medien und Werbebranche. Zugleich bestehe weiterhin Forschungsbedarf, erklärt Professor Dr. Stephan C. Bischoff von der Universität Hohenheim – etwa um geeignete Biomarker für die Darmgesundheit zu finden und durch zuverlässige Tests nachzuweisen.

Wer ein paar Tipps befolgt, kann die eigene Darmgesundheit im Alltag gut unterstützen:

  1. Pflanzenbetont und ballaststoffreich essen: Eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung ist die beste Grundlage für die Darmgesundheit. Reichlich Ballaststoffe aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten fördern eine gute Verdauung und ein gesundes Darmmikrobiom.
  2. Fermentierte Lebensmittel wählen: Lebensmittel wie Joghurt, Quark oder Skyr, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi enthalten nützliche Mikroorganismen, die das Gleichgewicht der Darmflora unterstützen und das Immunsystem stärken können.
  3. Ausreichend trinken: Viel Flüssigkeit bringt den Darm in Schwung. Täglich sollten mindestens 1,5 Liter getrunken werden. Ideale Durstlöscher sind Wasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees und stark verdünnte Fruchtsaftschorlen.
  4. Routinen finden und Esspausen einhalten: Jeder hat seinen eigenen Mahlzeiten-Rhythmus. Es kann hilfreich sein, dem Verdauungstrakt zwischen den Mahlzeiten Pausen zwischen 2,5 und 5 Stunden zu gönnen. Vor dem Schlafengehen sollten keine größeren Portionen mehr gegessen werden.
  5. Achtsam und langsam essen: Wer sich Zeit beim Essen lässt und gründlich kaut, nimmt dem Darm Arbeit ab. Zudem hilft ein langsamer Genuss mit allen Sinnen dabei, intensiver zu schmecken und sich nicht zu „überessen“.
  6. Im Alltag mehr bewegen: Mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren, einen Spaziergang in der Mittagspause machen, öfter die Treppe anstatt den Fahrstuhl nehmen – mehr Bewegung im Alltag regt die Darmtätigkeit an und kann ein vielfältiges Mikrobiom fördern.
  7. Stress reduzieren: Zu viel Stress kann sich auf den Darm auswirken. Regelmäßige Pausen im Alltag, Entspannungsübungen oder Yoga können helfen, sich wohler zu fühlen und das Verdauungssystem zu entlasten.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Universität Hohenheim: Darmgesundheit: Wissenschaftliche Klarstellung räumt Begriffs-Wirrwarr auf

Studie: The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics (ISAPP) consensus statement on the definition and scope of gut health

BZfE: Ballaststoffe – gut für den Darm

BZfE: Präbiotika, Probiotika, Postbiotika – was ist der Unterschied?

BZfE-Unterrichtsmaterialien: Verdauung – Der Weg der Nahrung

Pressekontakt:

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Darmgesundheit im Fokus

Aus dem Trendreport Ernährung 2022

Eine Ernährung, die sich positiv auf die Darmgesundheit auswirkt, steht mehr denn je im Fokus der Aufmerksamkeit. Denn zum einen sind zum Beispiel Verdauungsprobleme längst kein Tabu-Thema mehr.

Zum anderen zeigen Forschungsarbeiten immer deutlicher, welche Zusammenhänge es zwischen den Mikroorganismen im Darm – der sogenannten Darmflora oder Mikrobiota – und der Gesundheit gibt. Darum ist es völlig nachvollziehbar, dass „Ernährung für den Darm und Probiotika“ bei 17 Prozent der für den Trendreport Ernährung 2022 von NUTRITION HUB und dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) befragten Fachleute zu den wichtigsten Ernährungstrends dieser Dekade gehört. „Viele meiner Klientinnen und Klienten sehen den Zusammenhang zwischen dem, was sie essen und wie es ihnen geht“, sagt zum Beispiel Diätassistentin und Ernährungsberaterin Peggy Dathe.

Das Thema Darmgesundheit wird auch regelmäßig von den Medien aufgegriffen. Die breite Berichterstattung stößt bei ernährungsbewussten Verbraucherinnen und Verbrauchern auf Interesse, wodurch diese sensibler auf Warnzeichen und Unstimmigkeiten reagieren. Ernährungswissenschaftlerin Julia Damrau berichtet, sie werde vermehrt auf das Thema angesprochen und nach Tipps gefragt. Auch die Diätologin Petra Eberharter berät und behandelt mehr und mehr Personen mit Verdauungsbeschwerden und Darmerkrankungen in ihrer Praxis. Sie ist überzeugt, dass ein ganzheitlicher Ansatz zur Ursachenbehandlung unumgänglich ist. „Viele haben zumindest einmal, meist jedoch schon öfter Probiotika eingenommen, um die Beschwerden zu lindern“, so die Erfahrung der Ernährungsberaterin Susanne Lindenthal. Probiotika sind Produkte mit lebenden Mikroorganismen, die dem Menschen einen gesundheitlichen Vorteil bringen, wenn diese in ausreichender Menge in den Darm gelangen. Bekannte Beispiele sind Bifidobakterien in Joghurt oder Milchsäurebakterien in fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut.

Im Blickpunkt steht aber nicht nur der Zusammenhang zwischen Ernährungsfaktoren, Mikrobiota und körperlicher Gesundheit, sondern immer stärker auch die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Über diese Verbindung kommunizieren Darm und Gehirn miteinander. Erstaunlich ist, dass dabei der Darm die Psyche stärker beeinflusst als umgekehrt. Er steuert nicht nur Appetit und Sättigung, sondern auch die Stimmung. So kann die Wiederherstellung einer gesunden, vielfältigen Darmflora durch eine angepasste Ernährungsweise eine neue Behandlungsoption bei Depressionen darstellen.

Den Trendreport Ernährung 2022 mit allen zehn Ernährungstrends können Sie auf der Nutrition-Hub-Webseite www.nutrition-hub.de kostenfrei als PDF herunterladen.

Melanie Kirk-Mechtel, www.bzfe.de

Weitere Informationen:


https://bzfe.de/ernaehrung-im-fokus/online-spezials/fit-und-gesund/highway-to-health/


https://bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/probiotische-getraenke/


https://bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/das-immunsystem-staerken/


https://bzfe.de/nachhaltiger-konsum/haltbarmachen/vergaeren/

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Das unterschätzte Organ: Wie der Darm das Wohlbefinden beeinflusst

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenDer Darm erfährt in letzter Zeit erhöhte Aufmerksamkeit innerhalb der medizinischen Forschung: Ärzte erkennen zunehmend, wie wichtig die Darmgesundheit für das allgemeine, menschliche Wohlbefinden ist. So ist eine ausgeglichene Darmflora, auch als Darmmikrobiom bezeichnet, wichtig für die Erhaltung der körperlichen Gesundheit. Antibiotika zum Beispiel können das Gleichgewicht der Mikroorganismen im Darm stören und unter anderem Darmentzündungen, Reizdarmsyndrom sowie Krankheiten außerhalb des Darms zur Folge haben.

Während in Europa der Darm als reines Verdauungsorgan betrachtet wird und Themen wie Verdauung und Stuhlgang eher als peinlich oder bestenfalls unterhaltsam empfunden werden, wird dem Organ vor allem in Asien viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Die japanischen Begriffe „Onaka“, was so viel bedeutet wie „geehrte Mitte“, oder „Hara“, was neben „Bauch“ eben auch „Zentrum der körperlichen und geistigen Kraft“ heißt, machen deutlich, dass dieser Teil des Körpers nahezu verehrt wird.

Wie weit verbreitet Darm-Beschwerden sind, belegen aktuelle Zahlen:
Rund 20 Prozent der Bevölkerung leiden an chronischer Verstopfung, 15 Prozent an Nahrungsmittelunverträglichkeiten und etwa zehn Prozent am Reizdarmsyndrom.

Im Darm ist das enterische Nervensystem lokalisiert – es steuert unsere Verdauungsvorgänge autonom. Dieses Nervengeflecht besteht aus rund 100 Millionen Nervenzellen und durchzieht den gesamten Magen-Darm-Trakt. Bis zu 100 Billionen Bakterien leben in einem Darm mit ausgeglichenem Ökosystem. Diese Darmflora aus bis zu 1.000 Bakterienarten ist für den Menschen überlebenswichtig, weil sie unter anderem bei der Nährstoffaufnahme hilft und lebenswichtige Vitamine bildet. Ebenso verdrängt die Masse der Bakterien mit positiver Wirkung Krankheitskeime und verhindert auf diese Weise infektiöse Magen-Darm-Erkrankungen.

 Darmbeschwerden und Verdauungsstoerungen – was ist mit Bioresonanz moeglich

Ernährung und Darmflora
Ernährungsgewohnheiten und Darmgesundheit stehen nach aktuellen Forschungsergebnissen in direktem Bezug zueinander. Letztere steht und fällt nämlich mit den Bakterienarten der Darmflora. Deren Zusammensetzung wird zu einem großen Teil dadurch beeinflusst, was wir essen.

Eine ballaststoffreiche Ernährung soll das Risiko einer Erkrankung an Diabetes mellitus senken. Vollkornbrot, Getreideflocken, Obst und Gemüse sowie Hülsenfrüchte, aber auch Kartoffeln, Vollkornnudeln und Naturreis sind Quellen für Ballaststoffe und damit gesünder als Nudeln oder Brot aus Weißmehl oder zuckerreiche Lebensmittel.
Lebensmittel, die Milchsäurebakterien enthalten, wie Naturjoghurt und Buttermilch, aber auch Sauerkraut, unterstützen die Darmflora.
Genügend Flüssigkeit ist außerdem wichtig. Das sind in der Regel täglich 1,5-2 Liter Wasser oder ungesüßte Tees, bei Hitze oder sportlicher Betätigung kann es auch mehr sein.

Die Verdauung fängt bereits mit dem Speichel im Mund an und deshalb ist gründliches Kauen wichtig, um dem Magen und Darm die Arbeit zu erleichtern. Auch Bewegung regt die Verdauung an und unterstützt so den Darm.

Für eine geregelte Verdauung ist eine Routine wichtig. Regelmäßige Essenszeiten einzuhalten und genügend Zeit für den Stuhlgang sollten daher priorisiert werden.

Die AOK Hessen gibt auf der Seite “ AOK erleben“ 7 Tipps, die bei Verdauungsproblemen helfen können.

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