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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Rhabarber küchenfertig machen

Gewusst wie

Freuen Sie sich auf erntefrischen Rhabarber – den fruchtig-herben Frühlingsboten aus heimischem Anbau. Die ersten Stangen kann man bereits im März kaufen, bevor im April die Hauptsaison für deutsche Ware startet und bis Juni andauert. In dieser Zeit kann man das Gemüse auf vielfältige Weise genießen. Und zum Gemüse zählt Rhabarber wirklich, denn obwohl meist fruchtig zubereitet, essen wir nicht die Früchte der Pflanze, sondern die Stiele. In den Lebensmittelgeschäften und auf Wochenmärkten findet man überwiegend rotfleischige Sorten. Sie schmecken etwas süßer als grünfleischige.

Ob lose, im Bund oder verpackt, frischen Rhabarber erkennt man an seinen festen, glänzenden Stangen und einer leicht feuchten Schnittfläche. Zu Hause wickelt man sie am besten in ein feuchtes, sauberes Küchentuch und legt sie in das Gemüsefach des Kühlschranks. So trocknen die Stangen nicht so schnell aus und bleiben ein paar Tage frisch.

Um die Rhabarberstangen küchenfertig zu machen, wäscht man sie gründlich unter fließendem Wasser und schneidet das obere und untere Ende ab. Dünnere Stangen schneidet man einfach in ein bis zwei Zentimeter große Stücke. Da bei dickerem Rhabarber die äußeren Fasern meistens etwas gröber sind, empfiehlt es sich, die Stängel zu schälen. Dafür setzt man mit einem scharfen Messer am unteren Ende an und zieht die äußeren, groben Fasern der Länge nach ab. Sehr dicke Stangen kann man längs halbieren und schneidet sie danach in mundgerechte Stücke.

Zum Rohverzehr ist Rhabarber zu sauer, man kann ihn aber für viele köstliche Kuchen, Kompotte, Desserts, Konfitüren, Chutneys und Saft verwenden. Selbst herzhafte Speisen und Salate kann man mit dem säuerlichen Gemüse zubereiten.

Wie wäre es zum Beispiel mit saftigen Rhabarber-Muffins? Die sind schnell zubereitet. Für den Teig rührt man 125 Gramm weiche Butter, 100 Gramm Zucker, ein Päckchen Vanillezucker und eine Prise Salz schaumig. Dann gibt man nach und nach drei Eier dazu und rührt 200 Gramm Mehl, einen Teelöffel Backpulver, 50 Gramm gemahlene Haselnüsse und fünf Esslöffel Milch unter. Zum Schluss hebt man 500 Gramm vorbereitete Rhabarberstücke unter den Teig und verteilt diesen gleichmäßig in gefetteten Muffinformen. Die Muffins bei 160 Grad Celsius (Heißluft) 20 bis 25 Minuten backen, etwas auskühlen lassen und genießen.

Köstlich schmeckt auch ein Rhabarber-Kompott. Zudem macht er nicht viel Arbeit: 500 Gramm vorbereitete Rhabarberstücke mit 70 Gramm Zucker, einem Päckchen Vanillezucker in einen Topf geben, vermengen und 30 bis 45 Minuten ziehen lassen. Dabei entsteht etwas Saft. Die Rhabarberstücke mit der Flüssigkeit nun vorsichtig aufkochen, etwa fünf Minuten leicht köcheln lassen bis die Rhabarberstücke weich sind, in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen. Das Kompott ist pur ein Genuss, harmoniert aber auch sehr gut mit Vanillepudding, Naturjoghurt, Milchreis oder einer Quarkspeise.

Ein Tipp: Kaufen Sie in der Hauptsaison ruhig etwas mehr Rhabarber. Er ist dann vergleichsweise preiswert und lässt sich prima zu Konfitüre, Chutneys und Saft veredeln und somit haltbar machen. Und wenn sie noch nicht genau wissen, wie sie den Rhabarber verarbeiten möchten, frieren Sie ihn einfach ein. Rhabarber muss man nicht blanchieren. Er wird geschält, in Stücke geschnitten, in gefriertaugliche Behälter oder Beutel gefüllt und eingefroren. Die Rhabarberstücke lassen sich später unaufgetaut weiterverarbeiten. Bequemer geht es nicht.

Hedda Thielking, www.bzfe.de

Weitere Informationen:
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher würden vermutlich häufiger frisches Gemüse oder Obst selbst zubereiten, wenn sie genau wüssten, wie es schnell und richtig geht: Wie schneide ich einen Kürbis gefahrlos? Wie wasche ich Porree am besten? Wie verarbeite ich Rosenkohl? Tipps und Tricks, wie Gemüse- und Obstarten der Saison schnell und sicher küchenfertig gemacht werden gibt es vom BZfE in anschaulichen, leicht verständlichen Informationsblättern und kurzen Videoclips zum Thema.

www.bzfe.de/lebensmittel/zubereitung/infoblaetter-lebensmittel/

YouTube-PlaylistIn meiner Küche“:

Weitere Informationen zu Rhabarber:


www.ble-medienservice.de/1710/rhabarber-lebensmittel-infoblatt?number=1710


www.youtube.com/watch?v=uIzm-VFdMvM&list=PL_JQLhd533yTGxk2lWUTOZe2IkRw9e4jN&index=22


www.ble-medienservice.de/0211/pocket-obst-und-gemuese?number=0211


www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2021/juni/ist-rhabarber-ein-kalziumraeuber/


www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2020/mai/rhabarber-einfrieren-gewusst-wie/

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Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
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Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
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Gegen Fake News und Ernährungsmythen

Interesse an seriösen Ernährungsinformationen wächst

„Essen wird in der Öffentlichkeit breit diskutiert; die Unsicherheit, was ich essen kann, darf oder soll, wird mindestens genauso breit diskutiert“, so die Einschätzung von Professorin Christine Brombach von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Trendreport Ernährung 2022. Für den in Kooperation von NUTRITION HUB und dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) herausgegebenen Report wurden 107 Fachleute aus verschiedenen Bereichen des Ernährungssektors befragt.

Wie die Antworten zeigen, ist es nach wie vor ein großes Problem, dass viele Fake News rund um die Ernährung kursieren: 15 Prozent der befragten Expertinnen und Experten nannten Ernährungsmythen, Falschaussagen und Widersprüchlichkeiten in Ernährungsinformationen an achter Stelle der zehn wichtigsten Trends in ihrem Tätigkeitsbereich.

Wie Forschungsarbeiten von Brombach zeigen, verursacht die Flut an Ernährungsinformationen und Produkten ein Grundrauschen, das viele Menschen schlicht überfordert und unsicher macht. Gerade im Internet und in den sozialen Medien sind viele Ernährungsmythen im Umlauf. „Entsprechend nimmt die Unsicherheit darüber zu, was gesunde Ernährung genau bedeutet“, sagt Ökotrophologin Sarah Dietrich. Auch Foodbloggerin Lisa Nentwich kann das bestätigen. Sie erreichen viele Fragen von Followerinnen und Followern zu Ernährungsmythen. „Bei ihnen herrscht schlichtweg Unklarheit darüber, was überhaupt noch ‚gesund‘ sein soll“, so Nentwich.

Es gibt aber auch Lichtblicke, denn die befragten Ernährungsprofis erleben, dass sowohl online als auch offline seriöse Quellen für Ernährungsinformationen verstärkt nachgefragt werden. So berichtet Ernährungsmedizinerin Dr. Marie Ahluwalia, dass sie in ihren Beratungen immer häufiger Menschen trifft, die keine Lust auf stumpfe Diäten haben, sondern ihre Ernährung verstehen möchten und sich auf die Suche nach zuverlässigen Quellen machen. Professorin Jasmin Godemann, Leiterin des Fachgebiets Kommunikation und Beratung in den Agrar-, Ernährungs- und Umweltwissenschaften an der Universität Gießen, beobachtet, dass Anfragen nach „guter“ Ernährungskommunikation zunehmen. Jan Rein, Mitgründer des Blogs „Satte Sache“ und Kommunikationschef beim Lebensmittelhändler KoRo, registriert ebenfalls einen Anstieg der Nachfrage nach wissenschaftlich fundierten Inhalten: „Von uns erwarten die User, dass Wissen rund um Gesundheit, Nachhaltigkeit oder Free-From unterhaltsam vermittelt wird“, so Rein. „Plumpes Influencer-Marketing funktioniert nur noch bedingt.“ So würden Lebensmittelmarken und -unternehmen zu Wissensvermittlern und betrieben vermehrt Ernährungsbildung. „Nur“ gute Produkte zu verkaufen, reiche nicht mehr aus.

Julia Icking vom was-wir-essen-Blog des BZfE sieht in diesem Trend sowohl Chancen als auch Risiken: „Die Risiken bestehen darin, dass mehr Interesse am Thema Ernährung auch mehr Leute auf den Plan ruft, die sich vielleicht doch nicht ganz so gut auskennen und dann falsche Infos verbreiten. Wenn aber gleichzeitig fundierte Infos gefragt sind, bekommt das Angebot von Fachkräften eine echte Chance“, schreibt sie in ihrem Beitrag. Deshalb möchte sie allen Ernährungsfachkräften Mut machen, sich in den sozialen Medien zu präsentieren und ihr Wissen zu teilen.

Melanie Kirk-Mechtel,
www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://bzfe.de/was-wir-essen-blog/blog-archiv/blog-archiv-2022/februar-2022/ernaehrungsmythen-und-falschinformationen/

https://bzfe.de/lebensmittel/lebensmittelkunde/fragen-mythen-halbwahrheiten/


https://bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungskommunikation/digitale-kommunikation-zu-ernaehrung-und-lebensmitteln/ernaehrungskommunikation-in-postfaktischen-zeiten/

Den Trendreport Ernährung 2022 können Sie auf der Nutrition-Hub-Webseite www.nutrition-hub.de kostenfrei als PDF herunterladen.

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Darmgesundheit im Fokus

Aus dem Trendreport Ernährung 2022

Eine Ernährung, die sich positiv auf die Darmgesundheit auswirkt, steht mehr denn je im Fokus der Aufmerksamkeit. Denn zum einen sind zum Beispiel Verdauungsprobleme längst kein Tabu-Thema mehr.

Zum anderen zeigen Forschungsarbeiten immer deutlicher, welche Zusammenhänge es zwischen den Mikroorganismen im Darm – der sogenannten Darmflora oder Mikrobiota – und der Gesundheit gibt. Darum ist es völlig nachvollziehbar, dass „Ernährung für den Darm und Probiotika“ bei 17 Prozent der für den Trendreport Ernährung 2022 von NUTRITION HUB und dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) befragten Fachleute zu den wichtigsten Ernährungstrends dieser Dekade gehört. „Viele meiner Klientinnen und Klienten sehen den Zusammenhang zwischen dem, was sie essen und wie es ihnen geht“, sagt zum Beispiel Diätassistentin und Ernährungsberaterin Peggy Dathe.

Das Thema Darmgesundheit wird auch regelmäßig von den Medien aufgegriffen. Die breite Berichterstattung stößt bei ernährungsbewussten Verbraucherinnen und Verbrauchern auf Interesse, wodurch diese sensibler auf Warnzeichen und Unstimmigkeiten reagieren. Ernährungswissenschaftlerin Julia Damrau berichtet, sie werde vermehrt auf das Thema angesprochen und nach Tipps gefragt. Auch die Diätologin Petra Eberharter berät und behandelt mehr und mehr Personen mit Verdauungsbeschwerden und Darmerkrankungen in ihrer Praxis. Sie ist überzeugt, dass ein ganzheitlicher Ansatz zur Ursachenbehandlung unumgänglich ist. „Viele haben zumindest einmal, meist jedoch schon öfter Probiotika eingenommen, um die Beschwerden zu lindern“, so die Erfahrung der Ernährungsberaterin Susanne Lindenthal. Probiotika sind Produkte mit lebenden Mikroorganismen, die dem Menschen einen gesundheitlichen Vorteil bringen, wenn diese in ausreichender Menge in den Darm gelangen. Bekannte Beispiele sind Bifidobakterien in Joghurt oder Milchsäurebakterien in fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut.

Im Blickpunkt steht aber nicht nur der Zusammenhang zwischen Ernährungsfaktoren, Mikrobiota und körperlicher Gesundheit, sondern immer stärker auch die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Über diese Verbindung kommunizieren Darm und Gehirn miteinander. Erstaunlich ist, dass dabei der Darm die Psyche stärker beeinflusst als umgekehrt. Er steuert nicht nur Appetit und Sättigung, sondern auch die Stimmung. So kann die Wiederherstellung einer gesunden, vielfältigen Darmflora durch eine angepasste Ernährungsweise eine neue Behandlungsoption bei Depressionen darstellen.

Den Trendreport Ernährung 2022 mit allen zehn Ernährungstrends können Sie auf der Nutrition-Hub-Webseite www.nutrition-hub.de kostenfrei als PDF herunterladen.

Melanie Kirk-Mechtel, www.bzfe.de

Weitere Informationen:


https://bzfe.de/ernaehrung-im-fokus/online-spezials/fit-und-gesund/highway-to-health/


https://bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/probiotische-getraenke/


https://bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/das-immunsystem-staerken/


https://bzfe.de/nachhaltiger-konsum/haltbarmachen/vergaeren/

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Convenience Food – Schnelles Essen wird gesünder

Convenience Food und Lieferdienste im Trend

„Convenience Food und gesundes Essen to go“ gehört zu den zehn wichtigsten Ernährungstrends unserer Dekade. Dass dieser Trend durch die Corona-Pandemie noch einmal verstärkt wurde, wird sicher niemanden überraschen. „Wir alle wollen schnelles Essen; bequem und ohne Aufwand. Denn auch im Homeoffice ist das Leben durchgetaktet und hektisch“, sagt Nanette Ströbele-Benschop vom Institut für Ernährungsmedizin der Universität Hohenheim. Die Professorin für Angewandte Ernährungspsychologie war eine der über 100 Ernährungsexpertinnen und -experten, die für den Trendreport Ernährung 2022 von NUTRITION HUB und dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) befragt wurden.

„Immer mehr Menschen können nicht kochen oder haben keine Zeit dafür, wollen aber gleichzeitig gesund essen. Sie sind daher auf Convenience Food angewiesen.“, sagt Jutta Dierkes, Professorin für Clinical Nutrition an der Universität Bergen. „Das Angebot an diesen Produkten ist zwar vielfältig, aber noch nicht überall modern und gesund.“ Aber es tut sich etwas: „Da Verbraucherinnen und Verbraucher kritische Inhaltsstoffe beachten, ist schon jetzt eine Optimierung dieser Produkte zu beobachten“, weiß Food-Journalistin Dagmar von Cramm. Von Kennzeichnungsmodellen wie dem Nutri-Score wird ebenfalls erwartet, dass sie den Trend zu Convenience-Produkten mit besseren Nährwertprofilen verstärken.

Auch im Bereich der Außer-Haus-Verpflegung wird die Kombination aus Nachhaltigkeit, Gesundheit und Genuss immer wichtiger. Vor allem in Großstädten zeigen innovative Angebote, dass Essen auf die schnelle Tour gesund sein kann. In Zukunft dürfte die Liefer-Branche die kaufkräftige Zielgruppe der Gesundheitsorientierten noch stärker in den Fokus nehmen, wie beispielsweise Frédéric Letzner konstatiert, Speaker und Autor für Ernährungs- und Gesundheitspsychologie. Dort, wo es solche gesunden Angebote noch nicht gibt, ist Meal Prepping häufig die einzige Möglichkeit, um sich schnell und unkompliziert mit ausgewogenen Mahlzeiten zu versorgen – egal ob unterwegs oder zuhause.

Den Trendreport Ernährung 2022 mit allen zehn Ernährungstrends können Sie auf der Nutrition-Hub-Webseite www.nutrition-hub.de kostenfrei als PDF herunterladen.

Melanie Kirk-Mechtel,
www.bzfe.de

Weitere Informationen:
https://bzfe.de/nachhaltiger-konsum/lagern-kochen-essen-teilen/meal-prepping/

https://bzfe.de/was-wir-essen-blog/blog-archiv/blog-archiv-2019/september-2019/meal-prep-vorbereitung-ist-alles/


https://bzfe.de/lebensmittel/einkauf-und-kennzeichnung/convenience/convenience-produkte-im-alltag/


https://bzfe.de/lebensmittel/einkauf-und-kennzeichnung/weniger-zucker-fette-und-salz/

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Fasten für die Gesundheit

Immunzellen helfen bei der Stoffwechselumstellung

Bald beginnt für viele Christen die bis Ostern dauernde Fastenzeit. Allerdings fasten heutzutage viele Menschen nicht mehr aus religiösen, sondern eher aus gesundheitlichen Gründen. Wer beim Fasten kontrolliert auf Nahrung verzichtet, kann nicht nur ein paar Pfunde loswerden, sondern auch Körper und Geist etwas Gutes tun. Offenbar spielt das Immunsystem dabei eine wichtige Rolle, lässt eine Studie des Helmholtz Zentrums München vermuten.

Fasten hat einen positiven Einfluss auf das Immunsystem und kann dadurch chronische Entzündungszustände verbessern. Aber welche Rolle spielt die Immunabwehr für einen gesunden Stoffwechsel? Die Forschenden haben im Labor untersucht, wie Leberzellen und Immunzellen in der Leber, sogenannte Makrophagen, während der Fastenperioden miteinander kommunizieren. Denn die Leber ist ein zentraler Regulator des Stoffwechsels. Es wurde bestimmt, welche Teile der Erbinformation (DNA) aktiv sind und welche Botenstoffe dadurch freigesetzt werden.

Tatsächlich gibt es während des Fastens einen aktiven Austausch zwischen den Zellen – und zwar über den sogenannten Glucocorticoid-Rezeptor. Auf diese Weise können Zellen des körpereigenen Abwehrsystems die Wirkung des Fastens auf den Stoffwechsel direkt beeinflussen und die sogenannte Ketogenese koordinieren. Bei der Ketogenese werden Fettsäuren in der Leber in Ketonkörper umgewandelt, die Energie für Gehirn, Muskeln und Organe liefern. Denn wenn von außen nicht genug Nahrung zugeführt wird, muss der Körper auf Energiereserven umschalten. Einer der Ketonkörper, nämlich Aceton, ist übrigens für den unangenehmen Mundgeruch beim Fasten verantwortlich. Demnach ist eine geringe Immunaktivität oder Entzündung für eine angemessene Stoffwechselanpassung beim Fasten sogar notwendig, betonen die Forschenden.

Freiwilliges Fasten wirkt sich nachweislich positiv auf die Gesundheit aus und kann Krankheiten wie Diabetes und Adipositas vorbeugen. „Unsere Erkenntnisse dienen dem Verständnis der molekularen Mechanismen, die diesen Erkrankungen zugrunde liegen. Sie werden maßgeblich dazu beitragen, wirksame Therapien auf Basis des Fastens zu entwickeln – mit dem Ziel, dass diese so schnell wie möglich bei den Patientinnen und Patienten ankommen“, resümiert Prof. Dr. Stephan Herzig vom Helmholtz Zentrum München. Allerdings sind weitere Studien notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen.

Heike Kreutz,
www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.helmholtz-munich.de

https://doi.org/10.1016/j.cmet.2022.01.004

Intervallfasten – Stunden zählen statt Kalorien
www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2021/januar/intervallfasten-stunden-zaehlen-statt-kalorien/

Intervallfasten – Auswirkungen auf Gewicht und Gesundheit
www.bzfe.de/ernaehrung-im-fokus/ernaehrung-und-gesundheit/intervallfasten/

Fasten – Moderne Aspekte eines klassischen Naturheilverfahrens
www.bzfe.de/ernaehrung-im-fokus/ernaehrung-und-gesundheit/fasten-moderne-aspekte-eines-klassischen-naturheilverfahrens/

Fasten – Auszeit für Körper und Geist
www.in-form.de/wissen/fasten-tee-gesundheit/

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Übergewicht bei Schulkindern

Studie zu Präventionspotenzial von Schulen

Ernährungsbildung, gesunde Schulmahlzeiten und viel Bewegung spielen eine entscheidende Rolle, um Übergewicht bei Schulkindern vorzubeugen. Zu diesem Schluss kommt eine lateinamerikanische Studie. Die Ergebnisse stellt das Nationale Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule (NQZ) vor.

Die Staaten Lateinamerikas und der Karibik weisen eine der höchsten Übergewichts- und Adipositasraten bei Kindern unter fünf Jahren weltweit auf. Inwieweit Regierungen und Schulen auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen Einfluss nehmen, war Gegenstand einer zweistufigen Studie. Als effektiv wurden u.a. die Etablierung von Ernährungsbildung in Schulen, Bewegungsförderung und gesundheitsförderliche Verpflegungsstandards für Schulmahlzeiten vorausgesetzt. Nur wenige Staaten setzen jedoch einen Teil dieser Präventionsmaßnahmen um.

Auch in Deutschland haben sich die Übergewichts- und Adipositasprävalenzen bei Kindern und Jugendlichen auf hohem Niveau stabilisiert. Hierzulande sind 15,4 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren übergewichtig, etwa 6 % von ihnen sind adipös. Studien zeigen auch in Deutschland das hohe Präventionspotenzial von Schulverpflegung.

Für mehr Qualität beim Essen und Trinken in Kita und Schule setzt sich das NQZ ein, das im Bundeszentrum für Ernährung angesiedelt ist und auf Bundesebene die Weiterentwicklung von Maßnahmen und Initiativen rund um gutes Essen in Kindertagesbetreuung und Schule koordiniert. Medien für die Ernährungsbildung in Schulen gibt es vom Bundeszentrum für Ernährung:

www.bzfe.de/bildung/

www.bzfe.de

Weitere Informationen:


www.nqz.de/service/aktuelles/die-rolle-von-schulen-in-der-uebergewichtspraevention

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Trend zu digitaler Ernährungsberatung

Corona-Pandemie treibt Online-Anwendungen voran

Die Corona-Pandemie hat viele Menschen aufgeschlossener gegenüber digitalen Lösungen gemacht – und damit im Bereich der Ernährungsberatung und -therapie eine bereits existierende Entwicklung nochmals beschleunigt. Das zeigt sich auch im Trendreport Ernährung 2022, der kürzlich in Kooperation von NUTRITION HUB, Deutschlands größtem Netzwerk für Ernährungsexpertinnen und -experten, und dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) veröffentlicht wurde. 30 Prozent der befragten Ernährungsprofis beobachten eine Zunahme der digitalen Angebote in der ernährungspräventiven und ernährungstherapeutischen Beratung.

So nutzen zahlreiche Fachleute Apps, um zum Beispiel Nährwertprofile zu erfassen oder das Erlernen eines neuen Verhaltens zu unterstützen. Die Befragten berichten zudem, dass Hausärztinnen und Hausärzte immer öfter Apps empfehlen und diese seit dem Jahr 2020 auch als „Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs)“ verschreiben können. „Ich beobachte das vor allem in der Adipositastherapie sowie in der Typ 2-Diabetes-Therapie zur Ernährungsumstellung“, sagt die Ernährungsberaterin Anne Graßmann.

DiGAs unterliegen den hohen Qualitätsprüfungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte und werden in einem zentralen Verzeichnis gelistet. Bei entsprechenden Indikationen haben Patientinnen und Patienten einen Anspruch auf diese Leistung. „DiGAs werden den Zugang zu Ernährungsberatung in Therapie und Prävention vereinfachen und Transparenz in den Markt bringen.“ Davon ist Uta Köpcke, Präsidentin des Verbandes der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e. V. (VDD), überzeugt.

Digitale Lösungen erleichtern Klientinnen und Klienten den Zugang zu zertifizierten Ernährungsberatungs- und -therapieangeboten und ermöglichen zudem eine unkomplizierte, engmaschige Betreuung. Laut Beobachtungen der Ernährungsexpertinnen und -experten nutzen Eltern immer häufiger Coaching-Angebote, um zum Beispiel auf die ersten 1.000 Lebenstage ihrer Kinder optimal vorbereitet zu sein oder sich zu Fragen rund um die Familienernährung zu informieren.

Generell sind die Ernährungsprofis überzeugt davon, dass Ernährungsberatungen vermehrt Teil des sogenannten „Life Coachings“ werden: „Die Faktoren, die nicht direkt mit der Ernährung verbunden sind, erweisen sich oft als zentrale Stellschrauben, um zu einer Verhaltensänderung zu gelangen. Die ganzheitliche Betrachtung des Wohlbefindens, physisch und psychisch, rückt in den Vordergrund“, sagt Juliane Isbrecht von der Akademie für Sport und Gesundheit. Das beobachtet auch Dr. Ann-Kristin Dorn, Ernährungswissenschaftlerin und Gründerin des FreeFrom Hero Festivals, bei Patientinnen und Patienten mit Lebensmittelintoleranzen. Hier könne die Reflektion des subjektiv wahrgenommenen Leidenswegs auf Basis einfach aufbereiteter Informationen zu selbstwirksamen Verhaltensänderungen führen.

Mit dem größeren Angebot an Ernährungs-Apps und Beratungsangeboten steigt auch die Nachfrage nach qualifizierten und online-affinen Ernährungsfachkräften: „Allein an der Anzahl der ausgeschriebenen Stellen für Diätassistentinnen und Diätassistenten im Bereich der digitalen Ernährungsberatung wird klar, dass hier ein großer Umbruch stattfindet“, so Dr. Daniel Buchholz, Leiter der Schule für Diätassistenten an der Universitätsmedizin Mainz.

Für den Trendreport Ernährung 2022 wurden über 100 Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen des Ernährungssektors befragt. Den vollständigen Bericht können Sie auf der Nutrition-Hub-Webseite www.nutrition-hub.de kostenfrei als PDF herunterladen.

Melanie Kirk-Mechtel, www.bzfe.de

Weitere Informationen:


bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungskommunikation/digitale-kommunikation-zu-ernaehrung-und-lebensmitteln/

www.bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungsberatung/ernaehrungsberatung-trotzt-corona/

„Baby & Essen“ – Kostenlose App fürs erste Lebensjahr

https://www.gesund-ins-leben.de/fuer-fachkreise/bestens-unterstuetzt-durchs-1-lebensjahr/materialien/baby-essen/

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Die Zukunft is(s)t vegan und pflanzenbasiert

Der Trend geht weg vom Fleisch

Im Trendreport Ernährung 2022 von NUTRITION HUB und dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) lautet ein großer Trend „Vegane & pflanzenbasierte Ernährung“. 49 Prozent der für den Report befragten Ernährungsprofis beobachten, dass die Nachfrage nach veganer und pflanzenbasierter Ernährung weiterhin stark zunimmt. Aber was bedeuten eigentlich die Begriffe „vegan“ und „pflanzenbasiert“?

Bei einer veganen Ernährungsweise sind alle tierischen Lebensmittel tabu, neben Fleisch, Käse, Milch auch Honig und Produkte mit Gelatine oder ähnlichen tierischen Inhaltsstoffen. Für die pflanzenbasierte Ernährungsweise gibt es bisher keine einheitliche Definition. Gemeint ist aber ein Speiseplan, der überwiegend pflanzliche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sowie Obst und Gemüse enthält, ergänzt durch kleine Mengen tierischer Produkte. Diese Ernährungsweise entspricht zum Beispiel der „Planetary Health Diet“, die eine Kommission internationaler Wissenschaftler als Referenzrahmen entwickelt hat, um die Gesundheit des Menschen und der Erde gleichermaßen zu schützen.

Weil sich immer mehr Menschen beim Einkauf für vegetarische oder vegane Lebensmittel entscheiden, sind die sich daraus ergebenden ernährungsphysiologischen Konsequenzen mittlerweile ein wichtiges Forschungsfeld, wie Dr. Robert Schaller angab. Er ist Leiter des Referats Ernährungswissenschaft und Ernährungsforschung im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Der Trendreport zeigt, dass es vor allem Mütter und Väter aus den Generationen Y und Z sind, die vermehrt pflanzliche Alternativen kaufen und bewusst nach pflanzenbasierten und nährstoffreichen Produkten suchen. „Dabei kommt der Produktzusammensetzung und den verwendeten Inhaltsstoffen große Bedeutung zu. Eltern erwarten hier Transparenz und Nachhaltigkeit“, so die Ernährungswissenschaftlerin Katrin Meyer vom Startup Mia & Ben. Wenn Eltern ihre Kinder vegetarisch oder vegan ernähren, suchen sie außerdem verlässliche Informationen bei Expertinnen und Experten, an oberster Stelle zur Umsetzung im Alltag. „Eltern möchten sicher sein, ihre Kinder dabei ausreichend mit essenziellen Nährstoffen zu versorgen und mögliche Mängel zu vermeiden“, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin Verena Dickson, Gründerin von Kinder Nutrition. Wie die Befragung außerdem ergab, nimmt die Zahl der Anfragen für Vorträge oder Bücher zu pflanzenbasierter Ernährung bei den Ernährungsfachleuten rasant zu.

Auch in der Gemeinschaftsverpflegung hat die rein pflanzliche bzw. pflanzenbetonte Ernährung Fahrt aufgenommen. Die befragten Expertinnen und Experten beobachten hier, dass vielerorts an innovativen Verpflegungskonzepten gearbeitet wird. Ökotrophologin Prof. Anja Carlsohn von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg berichtet, dass die Integration von Milch- und Fleischalternativen in den Speiseplänen voranschreite. Vegane Gerichte würden vor allem in Mensen vermehrt gewünscht. Gleichzeitig würden diese Entwicklungen aber durch starre Strukturen des Großhandels verlangsamt, wie die Nachhaltigkeitsforscherin Prof. Melanie Speck von der Hochschule Osnabrück betont, zum Beispiel durch zu kleine Verpackungseinheiten und den Fachkräftemangel.

Für den Trendreport Ernährung 2022 wurden im Herbst 2021 über 100 Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen des Ernährungssektors befragt. Den vollständigen Bericht mit allen zehn Ernährungstrends 2022 können Sie auf der Nutrition-Hub-Webseite www.nutrition-hub.de kostenfrei als PDF herunterladen.

Melanie Kirk-Mechtel, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://bzfe.de/nachhaltiger-konsum/lagern-kochen-essen-teilen/planetary-health-diet/

https://bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/fleischersatzprodukte/


https://bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/veganer-fischersatz/


https://bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/vegane-lebensmittel/


https://bzfe.de/nachhaltiger-konsum/lagern-kochen-essen-teilen/planetary-health-diet/


www.bzfe.de/ernaehrung/die-ernaehrungspyramide/die-ernaehrungspyramide-eine-fuer-alle/ernaehrungspyramide-wie-esse-ich-vegetarisch/

Broschüre „Vegetarisch essen und trinken mit der Ernährungspyramide – Informationen für Verbraucher*innen“, Bestell-Nr. 0122, kostenloser Download, www.ble-medienservice.de/0122/vegetarisch-essen-und-trinken-mit-der-ernaehrungspyramide-informationen-fuer-verbraucher-innen

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Abnehmen mit Sirtfood

Hält die Diät, was sie verspricht?

Abnehmen ohne Kalorienzählen, jung und fit bleiben – das verspricht die Sirtfood-Diät. Sie setzt auf die Kraft der körpereigenen Sirtuine, die durch eine verringerte Kalorienaufnahme und eine pflanzenbetonte Kost angeschaltet werden können. Aber wie wirksam ist die Ernährungsform?

Sirtuine sind Enzyme, die wichtige Stoffwechsel– und Alterungsprozesse steuern. Vermutlich werden sie bei verringerter Kalorienzufuhr aktiviert, wenn der Körper unter Stress steht. Sirtuine bringen den Stoffwechsel in Schwung, fangen freie Radikale ab und setzen Reparaturmechanismen in Gang. In diesem Bereich wurde in den vergangenen Jahren viel geforscht.

Vermutlich können Sirtuine auch durch verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe aktiviert und unterstützt werden. Das ist die Basis des Sirtfood-Diät-Konzepts: Durch die gezielte Auswahl von pflanzlichen Lebensmitteln soll ein ähnlicher Effekt erreicht werden wie durch eine Nahrungspause. Dazu zählen beispielsweise Obst wie Zitrusfrüchte, Äpfel und Beeren, grünes Blattgemüse, Kohl, Hülsenfrüchte und Gewürze wie Kurkuma, Zimt und Knoblauch. Auch hochwertiges Olivenöl und Cashewkerne sind reich an Sirtuin-aktivierenden Pflanzenstoffen, während Weißmehl und Zucker gemieden werden.

Meist ist die Diät in verschiedene Phasen geteilt. In den ersten drei Tagen wird reichlich Flüssigkeit, etwa als grüne Säfte und Smoothies, getrunken und die Kalorienaufnahme auf 800 bis 1.000 Kilokalorien begrenzt. In den nächsten vier Tagen wird die Kalorienaufnahme etwas erhöht, bis in der letzten Phase ohne Einschränkungen reichlich Sirtfood gegessen wird.

Die Sirtfood-Diät ist eine pflanzenbetonte Kost, die sich langfristig positiv auf die Gesundheit auswirken soll. Dafür ist aber wichtig, den Körper insgesamt ausgewogen zu ernähren und mit allen Nährstoffen zu versorgen. Als Diät ist sie eher für Menschen geeignet, die nur wenig Gewicht verlieren oder ihre Figur erhalten wollen. Noch ist nicht abschließend geklärt, ob die sekundären Pflanzenstoffe tatsächlich Sirtuine aktivieren und dadurch ein Gewichtsverlust begünstigt wird. Auch der Anti-Aging-Effekt lässt sich nicht eindeutig nachweisen.

Generell sind kurzfristige Diäten mit einer schnellen Gewichtsabnahme nur selten erfolgreich, da sie zum Jo-Jo-Effekt führen können. Am besten lässt sich das Wunschgewicht schrittweise erreichen: Ausgewogen und gesund ernähren (eventuell über eine Ernährungsumstellung nachdenken) und viel bewegen.

Weitere Tipps, wie es gelingen kann, dauerhaft abzunehmen gibt es von IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung: https://www.in-form.de/wissen/gesundes-abnehmen/

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:


www.bzfe.de/ernaehrung-im-fokus/online-spezial/sirtfood-einfach-abnehmen-und-jung-bleiben-2/


www.bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/wohlfuehlgewicht/


www.bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/wohlfuehlgewicht/genussvoll-kalorien-sparen/

Heft „Genussvoll Kalorien sparen“, Bestell-Nr. 1637, 2,00 Euro, www.ble-medienservice.de/1637/genussvoll-kalorien-sparen

www.in-form.de/materialien/kompass-ernaehrung/einfach-leichter-essen-mit-genuss-und-ohne-hunger/

Pressekontakt:

Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden

Deichmanns Aue 29

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Redaktion:

Harald Seitz, BLE

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Länger leben mit Olivenöl?

Neue Hinweise aus der Wissenschaft

Wer regelmäßig Olivenöl verzehrt, stirbt offenbar seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, neurodegenerativen Erkrankungen und Atemwegserkrankungen. Der positive Effekt war in einer US-amerikanischen Langzeitstudie bereits ab einem halben Esslöffel am Tag zu beobachten. An der Untersuchung nahmen über 90.000 Personen teil, die im medizinischen Bereich tätig und zu Beginn frei von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs waren.

Olivenöl ist ein wichtiger Bestandteil der traditionellen Mittelmeerkost. Es enthält reichlich einfach ungesättigte Fettsäuren wie Ölsäure, Vitamin E sowie Phenole und der regelmäßige Verzehr soll unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Allerdings sind noch viele Fragen ungeklärt. Die an der Studie teilnehmenden Testpersonen wurden alle vier Jahre zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Sie erfassten unter anderem, welche Öl- und Fettarten zum Kochen und Braten, für Salatdressings und bei Tisch verwendet wurden. Nach einer Beobachtungszeit von 28 Jahren wurden knapp 37.000 Todesfälle festgestellt.

Menschen, die mehr als einen halben Esslöffel Olivenöl (7 g) täglich verzehrten, hatten ein um 19 Prozent geringeres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Als Vergleichsgruppe dienten Personen, die selten oder nie Olivenöl konsumierten. Auch die Sterblichkeit an Krebs (minus 17 %), neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer (minus 29 %) und Atemwegserkrankungen (minus 18 %) war geringer. Wer etwa 10 Gramm Margarine, Butter oder Mayonnaise pro Tag durch die gleiche Menge Olivenöl ersetzte, hatte ebenfalls ein geringeres Sterblichkeitsrisiko (8 bis 34 %). Das haben Substitutionsanalysen gezeigt. Wenn das Olivenöl durch andere pflanzliche Öle wie Rapsöl ausgetauscht wurde, gab es keinen nachweisbaren Effekt. Vermutlich haben sie ähnliche gesundheitliche Vorteile wie Olivenöl, schreiben die Autoren im „Journal of the American College of Cardiology“.

„Unsere Ergebnisse unterstützen die aktuellen Ernährungsempfehlungen, den Verzehr von Olivenöl und anderen ungesättigten Pflanzenölen zu erhöhen“, fasst Hauptautorin Dr. Marta Guasch-Ferré im Journal of the American College auf Cardiology zusammen. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Zusammenhänge nachweisen kann. Es wäre möglich, dass ein höherer Olivenölkonsum ein Hinweis auf eine insgesamt gesündere Ernährung ist. Außerdem sei nicht abschließend geklärt, ob der Olivenölkonsum nur vor bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall oder auch vor anderen schweren Erkrankungen schützt und welche Mengen für eine positive Wirkung erforderlich sind. Weitere Studien sollen folgen, um den zugrundeliegenden biologischen Mechanismen auf die Spur zu kommen.

Ein Allheilmittel ist pflanzliches Öl aber leider nicht, denn der Mensch lebt nicht von Öl allein.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://doi.org/10.1016/j.jacc.2021.10.041

Qualität von Olivenöl

https://www.bzfe.de/was-wir-essen-blog/blog-archiv/blog-archiv-2019/august-2019/qualitaet-von-olivenoel/

Speisefette: Welches Fett wofür?

www.bzfe.de/lebensmittel/lebensmittelkunde/speisefette-und-oele/

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