Archiv der Kategorie: Nährstoffe

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Obst und Gemüse aus Deutschland?

Der Verbrauch ist höher als die Ernte

In Deutschland wird wesentlich weniger Obst und Gemüse angebaut als verbraucht. Der Selbstversorgungsgrad liegt für Obst nur bei 20 Prozent, für Gemüse bei 37 Prozent. Er fällt jedoch für einzelne Obst- und Gemüsekulturen sehr unterschiedlich aus. Entsprechend hoch sind die Mengen, die aus anderen Ländern importiert werden müssen. Warum bauen wir in Deutschland deutlich weniger Obst und Gemüse an als wir verbrauchen?

Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) erklärt in einem aktuellen Artikel auf seiner Website, dass die Gründe dafür vielfältig sind:

  1. Das hiesige Klima: Für viele Obst- und Gemüsearten sind die sommerlichen Vegetationsperioden zu kurz und die Temperaturen im Durchschnitt zu niedrig. Gemüsekulturen, die in unserem Klima gut wachsen, sind zum Beispiel verschiedene Kohlarten, Möhren und Rettich. An Obst wachsen hier vor allem Äpfel, aber auch Birnen, Kirschen und Erdbeeren. Für Tomaten und Paprika ist es nur in einer kurzen Zeitspanne im Sommer warm genug. Ihre Anbauzeit kann aber mit Gewächshäusern oder Folientunneln verlängert werden. Südfrüchten – wie Orangen oder Zitronen – ist es hierzulande zu kalt, Pfirsiche und Aprikosen überstehen den Winter nur in milden Regionen Süddeutschlands.
  2. Die Produktionskosten: Durch die relativ kleinen Anbaumengen – im Vergleich zu Mais oder Getreide – lohnt es sich oft nicht, hochspezialisierte Maschinen zu entwickeln, die menschliche Arbeit ersetzen könnten. Viele Obst- und Gemüsearten sind so empfindlich, dass sie von Hand gepflückt werden müssen. Das Lohnniveau ist in Deutschland aber hoch, besonders im Vergleich zu südlichen Ländern wie Spanien oder Marokko. Zudem ist der Arbeitsbedarf über das Jahr sehr unterschiedlich verteilt und Ernten werden oft von Saisonkräften übernommen. Der bürokratische Aufwand dafür und der steigende Mindestlohn sind für Gemüse- und Obstbetriebe eine Herausforderung. Auch die Energiekosten sind in Deutschland höher als in anderen Ländern. Gerade der Anbau im Gewächshaus und die Lagerung von Obst- und Gemüse verbrauchen viel Energie.
  3. Die Flächenkonkurrenz: Viele Böden in Deutschland sind sehr fruchtbar und eignen sich besonders gut für den Anbau von Obst und Gemüse. Doch in dem dicht besiedelten Land geraten diese wertvollen Flächen in Konkurrenz zu Wohn- und Gewerbegebieten. Mit der entsprechenden Bebauung ist ein Grundstück wesentlich rentabler, als es durch die landwirtschaftliche Nutzung sein kann.
  4. Der Lebensmitteleinzelhandel: Obst und Gemüse wird vor allem über Discounter und Supermärkte vertrieben. Diese gehören meist zu wenigen großen Konzernen, die durch ihre hohen Abnahmemengen eine große Marktmacht besitzen. Sie können zum Beispiel Konditionen aushandeln, die für einige Betriebe nur schwer zu erfüllen sind.
  5. Günstige Importe: Importländer haben oft andere Rahmenbedingungen, zum Beispiel in Bezug auf Klima, Lohnniveau und Umweltauflagen, und können daher große Mengen günstiger anbieten. Das kann sogar dazu führen, dass der Lebensmittelhandel marktreifes Obst oder Gemüse aus Deutschland nicht zu kostendeckenden Preisen abnimmt und die Pflanzen vernichtet werden, weil sich die Ernte nicht mehr lohnt.

Wie kann man beim Einkauf die heimische Produktion stärken? Je höher die Nachfrage nach inländischem Obst und Gemüse ist, umso höher ist der Anreiz für heimische Betriebe, ihre Produktion zu erweitern. Verbrauchende können dies unterstützen, indem sie zum Beispiel direkt im Betrieb oder im Hofladen einkaufen. Aber auch im Supermarkt lohnt sich ein Blick auf das Kleingedruckte: Das Ursprungsland ist auf jeder Packung oder am Preisschild angegeben. Außerdem kann man darauf achten, Obst und Gemüse möglichst saisonal einzukaufen. Also zu den Zeiten, in denen es auch hierzulande geerntet wird. Die Wahl von regionalen und saisonalen Produkten ist eine klima- und umweltfreundliche Wahl. Auf seiner Internetseite gibt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) Tipps, wann und wo Lebensmittel aus der Region zu finden sind.

bzfe.de

Weitere Informationen:

BZL: Warum bauen wir in Deutschland so wenig Obst und Gemüse an?

BZfE: Der Saisonkalender – wie weiß ich, welches Obst und Gemüse Saison hat?

BZfE: Saisonal einkaufen – Obst und Gemüse der Saison ist klima- und umweltfreundlich

BZfE: Regional einkaufen – Lebensmittel aus der Region haben viele Vorteile

BZfE: Regionale Vermarktungswege – lokale Lebensmittelversorgung fördern

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Eisenmangel – Erkennen, therapieren, kontrollieren

Neuer Ratgeber bei TRIAS

Folgen eines Eisenmangels können Müdigkeit, Haarausfall, Depressionen, Reizbarkeit, Anämie, Gedächtnisstörungen oder Restless Legs sein. Doch oft werden diese Beschwerden von Ärzten nicht mit dem Mangel dieses Spurenelements in Verbindung gebracht oder die richtigen Laborwerte werden nicht bestimmt.

Dr. Christian Schubert ist einer der führenden Eisenmangel-Experten. In seinem Ratgeber „Eisenmangel – Erkennen, therapieren, kontrollieren“ (Partner-Link*)(TRIAS Verlag, Stuttgart) teilt er seine Erfahrungen aus der Praxis. Er gibt Betroffenen das nötige Rüstzeug und Know-how und führt sie durch die einzelnen Schritte dieser Therapie: „Dieses Buch hilft Ihnen, rasch und zuverlässig zu erkennen, ob auch Sie an Ei­senmangel leiden. Es zeigt Ihnen, wie Sie einen Eisenmangel symptomatisch erken­nen, welche Laborparameter Sie benötigen, was Sie selbst tun können und wann Sie auf jeden Fall ärztliche Hilfe suchen sollten.“

Das Buch: Dr. med. Christian Schuberth. Eisenmangel – Erkennen, therapieren, kontrollieren. Das 3-Stufen-Konzept aus Ernährung, Medikamenten und Infusionstherapie. Mit leckeren Rezepten. (Partner-Link*) TRIAS Verlag, Stuttgart. 2025. Buch EUR [D] 24,00 EUR [A] 24,70. EPUB EUR [D] 23,99 EUR [A] 23,99. ISBN Buch: 9783432119298. ISBN EPUB: 9783432119304

Buchinhalte:

  • Diagnose: Egal ob sie zu Hause mit einem geeigneten Laborkit starten oder die Laborwerte beim Arzt bestimmen lassen – hier bekommen Leser*innen das notwendige Wissen. So können sie ihre Symptome einordnen, mögliche Ursachen eines Eisenverlust entdecken, beheben und die Aufnahme optimieren.
  • Therapie & Kontrolle: Welche oralen Eisenpräparate sind sinnvoll, wie sind sie zu dosieren, wann sollte man zum Arzt gehen? Wann sind Eiseninfusionen angezeigt und wie können sie helfen? Extra: Auf welche Laborwerte es wirklich ankommt und wie sie zu lesen sind.
  • Die optimale Ernährung: Mit pflanzlichen Lebensmitteln wie Spirulina & Co. kann man seine Eisenversorgung verbessern. Außerdem erklärt der Ratgeber, wie man mit einfachen Tricks mehr Eisen aus der Nahrung zieht und welche Hemmstoffe es zu meiden gilt.

Weitere Informationen wie das Vorwort, Stichwortverzeichnis sowie Musterseiten finden Sie unter dem Reiter „Mehr zum Produkt“ hier

Über den Autor:

Dr. Christian Schuberth ist einer der führenden Eisenmangel-Experten und einer der profiliertesten Eiseninfusions-Spezialisten in Österreich. Seit vielen Jahren widmet sich der ausgebildete Allgemeinmediziner seinen Patientinnen und Patienten in seiner Wiener Praxis in einem ganzheitlichen Ansatz, kombiniert schulmedizinische und komplementäre Ansätze, um eine best- und schnellstmögliche Genesung zu erreichen. Neben der Eisenmangeltherapie ist er auf Orthomolekular- und Komplementärmedizin spezialisiert und ist zudem FX-Mayr-Arzt. Mehr Informationen finden Sie unter  https://www.eisenmangel-experte.at/dr-schuberth/.

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Bettina Ziegler | Alexandra Hofmann

Thieme Communications, TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG, ein Unternehmen der Thieme Gruppe, Oswald-Hesse-Str. 50, 70469 Stuttgart, Tel.: +49 711 8931-319/-318, Fax: +49 711 8931-167

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Selen braucht Kupfer - aus der Reihe: Hilft das überhaupt?

Selen braucht Kupfer – aus der Reihe: Hilft das überhaupt?

Neue Forschung enthüllt überraschende Partnerschaft zweier Spurenelemente

Was haben Kupfer und Selen gemeinsam? Mehr, als bisher gedacht – und die neuen Erkenntnisse könnten unser Verständnis von Ernährung, Gesundheit und Alterung grundlegend verändern.

Wissenschaftler der Universität Jena haben in einer aktuellen Studie eine bisher unbekannte Verbindung zwischen den beiden lebenswichtigen Spurenelementen aufgedeckt. Das Ergebnis: Kupfer beeinflusst direkt, wie viel Selen in unserer Leber gespeichert wird – einem zentralen Ort für die Verarbeitung und Weiterleitung dieses essentiellen Mikronährstoffs.

Selen ist für viele Funktionen im Körper unersetzlich – vom Immunsystem über die Schilddrüse bis hin zum Gehirn. In den Organismus gelangt es meist über tierische Produkte wie Fleisch, Eier oder Milch. Doch wie es dorthin kommt, wo es gebraucht wird, war bislang nicht vollständig verstanden. Jetzt zeigt sich: Der Transport des Selens – vor allem über das sogenannte Selenoprotein P – wird maßgeblich vom Kupferhaushalt beeinflusst.

Die Entdeckung basiert auf sorgfältigen Analysen von Zellkulturen sowie Modellen der Wilson-Krankheit – einer seltenen Störung im Kupferstoffwechsel. Steigt die Kupferkonzentration, erhöht sich auch der Selengehalt in der Leber. Ein überraschendes Zusammenspiel, das weitreichende Konsequenzen haben könnte.

(Quelle: Wie der Selen-Status reguliert wird, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Warum das wichtig ist?

Diese neuen Einsichten sind nicht nur für die biomedizinische Forschung ein Meilenstein – sie könnten auch Millionen von Menschen betreffen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren. Denn da pflanzliche Lebensmittel tendenziell weniger Selen enthalten, könnte ein gezieltes Verständnis der Kupfer-Selen-Balance neue Wege eröffnen, um den Bedarf auch ohne tierische Produkte zu decken.

Ein kleiner Baustein mit großer Wirkung:

Kupfer, lange Zeit eher stiller Mitspieler in der Welt der Mikronährstoffe, rückt nun ins Rampenlicht – als potenzieller Schlüssel zur optimalen Selenversorgung und vielleicht sogar zur Vorbeugung altersbedingter Erkrankungen.

Einmal mehr zeigt sich: In unserem Körper hängt alles mit allem zusammen – und manchmal liegt die Lösung großer Gesundheitsfragen in den kleinsten Details.

Mehr Interesse an solchen spannenden Erkenntnissen?

Die Meldung wurde inspiriert durch einen Beitrag in dem Buch „Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?“. Das Buch steckt voller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Wirksamkeit natürlicher Heilmittel und Hilfsmittel.

Buchdaten: Michael Petersen, Reaktion mediportal-online.eu, Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?, ISBN 978-3-384-60436-1, Info-Seite zum Buch beim Verlag.

Eine Buchbeschreibung findet sich im Bücher-Blog.

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Warum kam das Jod eigentlich ins Salz?

Die Entdeckung des Jodmangels

Wer im Supermarkt Speisesalz kauft, findet oft mit Jod angereichertes Salz, kurz „Jodsalz“. Warum wird gerade das Lebensmittel Salz mit Jod angereichert? Dahinter verbirgt sich eine wichtige staatliche Gesundheitsmaßnahme und eine längere (Medizin-)Geschichte. Aber fangen wir vorne an.

Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement und muss regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden. Es ist unverzichtbar für die Bildung der Schilddrüsenhormone, die im Körper zahlreiche Stoffwechselvorgänge steuern. Sie sind von großer Bedeutung für das Wachstum, die körperliche und geistige Entwicklung sowie das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Das ist heute bekannt, aber das war nicht immer so.

Vor allem in den Deutschen, Österreichischen und Schweizer Alpenregionen war der Kropf früher sehr weit verbreitet. Er ist Zeichen eines chronischen Jodmangels und entsteht, wenn der Körper versucht, einem drohenden Hormonmangel durch fehlendes Jod über den Aufbau von mehr Schilddrüsengewebe entgegenzuwirken.

Warum trat und tritt Jodmangel vor allem in den europäischen Alpenregionen auf? Das Schmelzwasser der letzten Eiszeit wusch den Mineralstoff Jod im Laufe der Jahrtausende aus den Böden aus. Die Folge: Pflanzen, die auf diesen Böden wachsen, sind arm an Jod und liefern Menschen und Tieren, die sie essen, so gut wie kein Jod. Tierische Lebensmittel wie Milch und Eier sind heute nur deshalb Jodquellen für den Menschen, weil dem Futter im Sinne der Tiergesundheit Jod zugesetzt wird.

Es dauerte sehr lange, bis man herausfand, warum überhaupt ein Kropf und andere – deutlich schwerere – Mangelkrankheiten wie etwa Kretinismus entstehen. Letzterer zeichnet sich durch geistige und körperliche Entwicklungsstörungen, Kleinwuchs und Missbildungen aus.

Zwar gab es die ersten Berichte darüber, dass die Gabe von Jod die Schilddrüse abschwellen lässt, bereits kurz nach der Entdeckung des Spurenelements in den 1820er-Jahren. Doch zu jener Zeit herrschte die medizinische Auffassung vor, dass es sich bei einer Krankheit um ein „Zuviel“ eines Stoffes handeln müsse (zum Beispiel bei Infektionen zu viele Bakterien) – nicht um ein „Zuwenig“, wie es später die moderne Jodmangeltheorie beschrieb.

Es dauerte noch gut 100 Jahre bis neben der Quantität, also der ausreichenden Energieversorgung, auch die Qualität der Ernährung und mit ihr Vitamine und Mineralstoffe in den Fokus rückten. Von einem Schweizer Landarzt stammte dann zuerst die Idee, dass Jod als Nahrungsbestandteil fehlen könnte. Aufgrund der Beobachtung seiner Patientinnen und Patienten gelangte er zu dem Schluss, dass ein Kind, das entwicklungsgeschädigt zur Welt käme, schon im Bauch der Mutter an Jodmangel leiden müsse.

Ein weiterer Schweizer Hausarzt schloss sich dieser Theorie an, passte sie an und untermauerte sie: Ab 1918 führte er systematisch Tests durch. In einem abgelegenen, stark von Jodmangel betroffenen Bergdorf wählte er mehrere Familien aus, die er mit Jodsalz versorgte. Einige Monate später kontrollierte er die Ergebnisse und stellte fest: Die Schilddrüsen der Betroffenen waren deutlich kleiner als zuvor. Die Tests wurden in weiteren Dörfern mit positiven Ergebnissen durchgeführt.

In der Folge begannen sich die Schweizer Bundesbehörden für die Jodversuche zu interessieren. In einer „Kropfkommission“ wurde beraten, ob und wie das Jodsalz im ganzen Land verteilt werden sollte. Schließlich empfahl die Schweizer Kropfkommission 1922 den Kantonen offiziell, jodiertes Speisesalz zu verwenden. Die erste systematische Nahrungsmittelanreicherung weltweit war geboren. Salz wird und wurde als Trägermedium gewählt, weil Haushalte es üblicherweise täglich nutzen. Es ist preiswert, haltbar, überall verfügbar und wird nur in kleinen Mengen verwendet.

Hierzulande ist Jodsalz seit 1959 verfügbar, zunächst als diätetisches Lebensmittel. Jodsalz-Verpackungen waren durch den Aufdruck „nur bei ärztlich festgestelltem Jodmangel“ gekennzeichnet. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Deutschland als Jodmangelgebiet eingestuft hatte, begann 1981 eine breit angelegte Jodmangelprophylaxe. Seit Ende der 1980er-Jahre gilt Jodsalz als „Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs“ und kann im Privathaushalt, in der Lebensmittelherstellung und im Außer-Haus-Verzehr verwendet werden.

In erster Linie verwendet man Kalium- oder Natriumjodat zur Salzanreicherung. Der gesetzlich festgelegte Jodgehalt liegt in Deutschland zwischen 15 und 25 Milligramm (mg) Jod pro Kilogramm (kg) Speisesalz. Die Jodmenge ist so gewählt, dass bei einer üblichen Salzaufnahme gesundheitliche Beeinträchtigungen für gesunde Menschen und Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen jeden Alters sehr unwahrscheinlich sind.

Salzspezialitäten wie z. B. Himalaya-, Hawaii- oder Meersalz sowie Fleur de Sel tragen übrigens kaum zur Jodversorgung bei. Nicht jodiertes Speisesalz enthält im Durchschnitt rund 2 mg Jod pro kg Salz. Das reicht nicht aus, um die Deckung des Jodbedarfs nennenswert zu unterstützen. Jodiertes Speisesalz bietet etwa die 10-fache Menge des lebensnotwendigen Spurenelements. Es gilt also: Wenn Salz, dann Jodsalz.

Rüdiger Lobitz und Dr. Birgit Jähnig, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Wenn Salz, dann Jodsalz – Weniger Salz, mehr Kräuter und Gewürze für die Gesundheit

BMLEH: Wenn Salz, dann Jodsalz

BMLEH: Jod – ausgewählte Zahlen und Fakten

DGE: Referenzwerte Jod

Arbeitskreis Jodmangel

Spektrum.de: Kleine Geschichte von drei Schweizer Ärzten, die den Kropf ausmerzten

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Grüner Tee: Hilft das überhaupt?

Grüner Tee: Hilft das überhaupt?

Gesund durch gezielten Stress – Wie ein sanfter Zellschock unser Leben verlängern könnte

Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass bestimmt natürliche Inhaltsstoffe auf unsere Gesundheit positiv einwirken. Ein Beispiel aus dem Buch „Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?“ macht es deutlich zum Thema: Grüner Tee.

Grüner Tee – jahrtausendelang geschätzt in Asien, längst geliebt in Europa. Doch während wir ihn bisher als beruhigendes Elixier gegen Stress und Alterung getrunken haben, zeigt eine aktuelle Studie der ETH Zürich: Die Wahrheit ist deutlich spannender – und überraschender.

Die stille Kraft im Teebecher

Bislang galt: Die im grünen Tee enthaltenen Katechine – pflanzliche Polyphenole – gelten als Antioxidantien, die schädliche Sauerstoffradikale entschärfen und so Zellen vor dem Altern schützen. So weit, so vertraut. Doch Forschende von der ETH Zürich kamen zu ganz neuen Erkenntnissen: Die Katechine feuern den oxidativen Stress im Körper zunächst sogar an.

Ein Widerspruch? Nicht ganz. Was im ersten Moment beunruhigend klingt, entpuppt sich als geniale Strategie der Natur: Ein kontrollierter Reiz, der den Organismus stärker macht.

Mini-Stress mit Maximalwirkung

Statt den Körper in Watte zu packen, reizen Katechine die Zellen – ganz ähnlich wie ein Muskel, der beim Training gezielt belastet wird, um stärker zu werden. Dieser „zelluläre Weckruf“ aktiviert Gene, die körpereigene Schutzenzyme wie Superoxid-Dismutase und Catalase bilden. Diese wiederum räumen später effizient mit den gefährlichen Sauerstoffradikalen auf.

Der Effekt sei vergleichbar mit Sport oder Kalorienreduktion, die ebenfalls über temporären Stress ihre gesundheitsfördernde Wirkung entfalten.

Die Dosis entscheidet

Doch Vorsicht: Mehr ist nicht gleich besser. Während eine Tasse grüner Tee täglich klare Vorteile bringt, können hochdosierte Extrakte ins Gegenteil kippen. In zu großen Mengen blockieren Katechine die Energieproduktion der Zellen – besonders in der Leber kann das gefährlich werden.

Der neue Blick auf ein altes Ritual

Grüner Tee bleibt also ein treuer Verbündeter für Gesundheit und Langlebigkeit – aber auf ganz neue Art. Nicht weil er den Körper beruhigt, sondern weil er ihn herausfordert, stärker zu werden. Eine Tasse am Tag? Kein Lifestyle-Klischee, sondern vielleicht der klügste Zell-Workout überhaupt.

(Quelle: Katechine des Grüntees fördern oxidativen Stress, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich), Informationsdienst Wissenschaft (idw))

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Die scharf-würzige Kapuzinerkresse

Im Kräuterquark, als Salatzutat und Blütendeko

Die Kapuzinerkresse ist nicht nur ein toller Farbtupfer auf dem Balkon und im Garten. Auch in der Küche sorgt das Kraut für interessante Akzente. Ihr würzig-scharfer, leicht senfartiger Geschmack bereichert viele Gerichte wie Salate und Suppen. Dabei sind nahezu alle Teile der Pflanze essbar – von Blättern und Blüten bis zu den Knospen.

Die jungen Blätter sind fein gehackt ein würziger Belag für das Butterbrot. Sie schmecken aber auch im Salat und Kräuterquark, zu Kartoffeln und in Eierspeisen. Die meist orange-roten, gelben oder sogar weißen Blüten lassen sich als essbare Dekoration für Smoothies, Salate, Suppen und Desserts verwenden. Für einen Aufstrich werden die zarten Blüten mit Frischkäse und etwas Salz püriert oder sehr fein geschnitten. Die geschlossenen Knospen dienen, eingelegt in Essig, als Kapernalternative.

Ein besonderer Genuss ist ein Pesto aus Kapuzinerkresse. Dafür werden Blätter und Blüten grob zerkleinert und mit Öl, Nüssen, Parmesan sowie etwas Salz püriert. In ein sauberes Schraubglas füllen und vollständig mit Olivenöl bedecken, um die Haltbarkeit zu verlängern. Das Pesto schmeckt wunderbar zu Pasta und Brot, gebratenen Pilzen und Kartoffeln.

Nicht zuletzt punktet die Kapuzinerkresse mit wertvollen Inhaltsstoffen: Die enthaltenen Senfölglycoside sorgen nicht nur für das scharf-würzige Aroma, sondern haben auch antimikrobielle und schleimlösende Eigenschaften. Daher wird die Kapuzinerkresse in der Naturheilkunde etwa bei Atemwegsinfektionen und Blasenentzündungen eingesetzt.

Die Kapuzinerkresse ist ursprünglich in den Anden Südamerikas beheimatet. Der Name „Kapuziner“ kommt von den Blüten, die wie die Kapuzen von Mönchskutten aussehen sollen. In unseren Gärten ist vor allem die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) zu finden, die gelb, rot und orange blühen kann. Die Blätter werden ab Mai, die Blüten ab Juni bis in den Oktober geerntet. Vor dem Essen werden sie lediglich geschüttelt, um eventuell vorhandene Insekten zu entfernen und sehr sanft gewaschen. Da die Pflanze keinen Frost verträgt, wird sie jedes Jahr neu ausgesät.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Serie Wildkräuterküche

BZfE: Kleines Einmaleins der Küchenkräuter

BLE: Poster Küchenkräuter

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Großteil der Bevölkerung verwendet Nahrungsergänzungsmittel

Teilweise ohne gut informiert zu sein

In einer Studie im Auftrag des Projekts Lebensmittelklarheit der Verbraucherzentrale erklärten 77 Prozent der Befragten, regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen; über 50 Prozent mindestens einmal pro Woche. An der repräsentativen Onlinebefragung nahmen 2.070 Personen ab 16 Jahren aus Deutschland teil. 21 Prozent der Befragten glauben, Nahrungsergänzungsmittel seien notwendiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. 24 Prozent der Befragten sehen sie sogar als eine Art „natürliches Arzneimittel“. Die Studie zeigt auch, dass viele Menschen fälschlicherweise glauben, dass sie gesundheitsgeprüft oder zugelassen seien.

Den meisten Verbraucherinnen und Verbrauchern ist nicht bekannt, dass Nahrungsergänzungsmittel EU-rechtlich als Lebensmittel und nicht als Arzneimittel eingeordnet werden und ohne Zulassungs- oder Prüfverfahren auf den Markt kommen. Ernährungswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen stehen Nahrungsergänzungsmitteln für gesunde Menschen eher kritisch gegenüber. Eine ausgewogene Ernährung liefert in der Regel ausreichend Nährstoffe. Empfohlen wird eine Nahrungsergänzung nur bei bestimmten Lebensweisen oder in bestimmten Lebenslagen wie zum Beispiel bei veganer Ernährung oder vor und während der Schwangerschaft und Stillzeit.

Aber warum nehmen dann so viele Menschen Nahrungsergänzungsmittel?

Aus Sicht der Verbraucherzentrale hat das Bewusstsein für gesunde Ernährung in der Bevölkerung zugenommen. Die Umsetzung der selbst gesetzten Ernährungsziele misslingt im Alltag jedoch häufig. Viele Menschen sind laut der Studie subjektiv mit ihrer Ernährung unzufrieden. Da kommen die Nahrungsergänzungsmittel ins Spiel: Die Analyse der Kaufmotive zeigt, dass Nahrungsergänzungsmittel vielfach als praktische Lösung gesehen werden, um vermeintliche Nährstoffdefizite im Alltag zu vermeiden. Mit dem Kauf wird aber auch die Hoffnung verknüpft, der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun, Krankheiten vorzubeugen und im Krankheitsfall Beschwerden zu lindern. Die Stärkung der Immunabwehr ist dabei besonders wichtig.

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt: Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ermöglicht die Nährstoffversorgung im Alltag in der Regel problemlos. Wer dennoch ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchte, sollte sich vor dem Kauf klarmachen, wozu und sich gut informieren. Es gibt eine Reihe unabhängiger, wissenschaftlich abgesicherter Informationsangebote, die bei einer bewussten Kaufentscheidung helfen können, beispielweise von der Verbraucherzentrale, dem Bundesinstitut für Risikobewertung und dem BZfE.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Verbraucherzentrale: Nahrungsergänzungsmittel: Was Werbung verspricht – und was wirklich stimmt

Verbraucherzentrale: Nahrungsergänzungsmittel: Verbraucher:innen vor falschen Werbeversprechen schützen

BZfE: Nahrungsergänzungsmittel – Antworten auf die wichtigsten Fragen

Verbraucherzentrale: Klartext Nahrungsergänzung

Bundesinstitut für Risikobewertung: Mikronährstoffe und Co.

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Überraschend viel Salz in Brausetabletten

Verbraucherzentrale warnt vor Gesundheitsrisiken

Viele Menschen greifen zur Multivitamin- oder Magnesiumbrausetablette, weil sie mit einem sprudeligen Getränk ihre Nährstoffzufuhr verbessern möchten. Allerdings enthalten solche Produkte häufig viel Salz. Das schmeckt man jedoch nicht und es ist auf der Verpackung oft nicht ersichtlich. Das ist das Ergebnis eines Marktchecks der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen für den 72 Nahrungsergänzungspräparate geprüft wurden, die in Form von Brausetabletten angeboten werden.

Vitamine und Mineralstoffe, aber auch bestimmte Pflanzenstoffe wie Koffein, werden in Drogerie- oder Supermärkten häufig als Brausetabletten angeboten. Meist enthalten die Nahrungsergänzungsmittel Natrium in Form von Natriumhydrogencarbonat („Natron“), damit sie sich in Wasser besser auflösen. Dabei entsteht das Gas Kohlendioxid, was das Wasser zum Sprudeln bringt.

Im Marktcheck lag der Salzgehalt (Natriumchlorid) zwischen 0,17 und 1,46 Gramm pro Tagesdosis (meist eine Tablette), was einem Durchschnitt von 0,67 Gramm Salz entspricht.
Eine Multivitamintablette für Kinder enthielt mit einem Gramm Salz die höchste Menge pro Tablette. Empfohlen wird für Erwachsene eine Salzaufnahme von höchstens sechs Gramm täglich, was etwa einem Teelöffel entspricht.

Die Kennzeichnung des Natrium- oder Salzgehalts auf der Verpackung ist für Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln nicht verpflichtend. So waren im Marktcheck bei weniger als der Hälfte der Produkte auf dem Etikett Angaben zum Salzgehalt oder Natriumgehalt zu finden.

Die Mehrheit der Deutschen nimmt zu viel Natrium und Salz auf, was den Blutdruck in die Höhe treiben kann. Dadurch steigt langfristig das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Manche reagieren empfindlicher auf Salz als andere. Vor allem Menschen mit Bluthochdruck sollten auf Nahrungsergänzungsmittel in Form von Brausetabletten verzichten und stattdessen – falls überhaupt notwendig – zu Kapseln oder Pulvern ohne Sprudeleffekt greifen.

Im Allgemeinen ist eine Nahrungsergänzung nur in Absprache mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer zertifizierten Ernährungsfachkraft sinnvoll. Gesunde Menschen, die sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren, benötigen normalerweise keine Extra-Nährstoffe.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Verbraucherzentrale NRW: Nahrungsergänzungsmittel: Brausetabletten mit sprudelnder Nebenwirkung?

Verbraucherzentrale NRW: Marktcheck: „Salzgehalt in Nahrungsergänzungsmittel-Brausetabletten“

BZfE: Wenn Salz, dann Jodsalz – Weniger Salz, mehr Kräuter und Gewürze für die Gesundheit

BZfE: Nahrungsergänzungsmittel nur begründet einnehmen – Viel hilft nicht viel

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Mehr Pflanze auf den Teller bitte

So wird der Wunsch zur Wirklichkeit

Immer mehr Menschen möchten gesünder und bewusster essen. Das ergeben zumindest zahlreiche Umfragen. Pflanzliche Lebensmittel spielen dabei eine zentrale Rolle. Doch wie gelingt der Einstieg in eine pflanzenbetontere Ernährung im Alltag? Kreative Rezepte, alltagstaugliche Ideen und eine Menge fundiertes Hintergrundwissen bietet das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) aktuell unter dem Topthema „Bunt ist gesund – Mehr Pflanze wagen“ auf seiner Webseite. Die Seite richtet sich an alle, die mehr pflanzliche Lebensmittel auf ihren Speiseplan bringen möchten, unabhängig davon, ob sie sich vegan, vegetarisch oder flexitarisch ernähren.

Aber warum sollte man überhaupt pflanzenbetont essen? Die Vorteile liegen auf der Hand: Eine pflanzenbetonte Ernährung ist nicht nur lecker, sondern auch ideal für den Schutz von Umwelt und Klima. Gleichzeitig bringt die riesige Auswahl an Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst, Nüssen, Samen, Getreide und Kartoffeln Farbe, Geschmack und Abwechslung auf den Teller. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine Ernährung, die zu mehr als drei Vierteln pflanzlich und knapp einem Viertel tierisch ist. Grundsätzlich aber gilt: Alles ist erlaubt und es gibt keine strikten Regeln. Jeder Schritt hin zu einer klimafreundlichen, ökologisch nachhaltigen Ernährung zählt. Diese muss zu den eigenen Bedürfnissen, Vorlieben und Gewohnheiten passen und vor allem schmecken.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Pflanzenbetont essen ist nachhaltig und schont die Umwelt

DGE: Gut essen und trinken – die DGE-Empfehlungen

BZfE: Ernährungstrends 2025 – Nachhaltig, gesund, individuell

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Nahrungsergänzungsmittel für die schlanke Linie?

Internethandel macht keine gute Figur

Eigentlich ist sie ohnehin verboten: die Werbung mit der schlanken Linie. Wie andere Lebensmittel auch, dürfen Nahrungsergänzungsmittel nicht mit Aussagen über die Dauer und das Ausmaß einer Gewichtsabnahme beworben werden. Doch bei vielen Produktangeboten im Internet ist die unzulässige Werbung nur ein Teilproblem. Denn immer wieder enthalten vermeintlich harmlose Pillen zum Abnehmen hochwirksame Arzneiwirkstoffe, die nicht auf der Verpackung stehen. Das zeigen die Erfahrungen der amtlichen Lebensmittelüberwachung, aber auch Marktbeobachtungen.

25 EU-Mitgliedstaaten sowie die Schweiz und Norwegen überprüften beispielsweise in der ersten europaweit koordinierten amtlichen Kontrolle von Lebensmittelangeboten im Internet („eFood“) bereits 2017 fast 1.100 Webseiten. Dabei stellten sie fest, dass das Risiko hoch ist, im Internet auf falsch gekennzeichnete oder gar gesundheitsschädliche Nahrungsergänzungsmittel zu stoßen. Weitere EU-Kontrollen des Online-Handels ergaben außerdem, dass viele Online-Shops manipulative Techniken nutzten. Werbung ist dort zum Beispiel nicht immer als solche erkennbar.

Auch nationale Kontrollen zeigen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher im Internet auf risikobehaftete Nahrungsergänzungsmittel stoßen können. Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz zum Beispiel wies im Jahr 2023 insgesamt vier Mal den nicht gekennzeichneten gesundheitsschädlichen Wirkstoff Sibutramin in vermeintlich harmlosen Nahrungsergänzungsmitteln nach. Die Produkte waren dem Zoll bei Einfuhrkontrollen ins Netz gegangen. Dabei handelte es sich um Internetbestellungen von Privatpersonen. Sibutramin ist ein illegaler Arzneistoff, der einst als appetithemmender Wirkstoff zur Behandlung von Adipositas unter ärztlicher Aufsicht verabreicht wurde. Bereits 2008 verlor er wegen gravierender Nebenwirkungen weltweit seine Zulassung. Sibutramin kann den Blutdruck stark erhöhen und Herzerkrankungen hervorrufen. Auch Todesfälle sind bekannt.

Mehrere Staaten, darunter auch Deutschland, kämpfen seit 2011 gemeinsam gegen irreführende und betrügerische Handelspraktiken. Doch die amtliche Kontrolle steht vor großen Herausforderungen: Illegale Inhaltsstoffe stehen meist nicht auf dem Etikett, was es schwierig macht, sie überhaupt zu entdecken. Bei einer Aktion im Jahr 2019 spürte Großbritannien gemeinsam mit neun weiteren Staaten sogenannte Fatburner-Produkte auf, die den hochgefährlichen Inhaltsstoff DNP (2,4-Dinitrophenol) enthielten. Insgesamt konnte die Vermarktung von mehr als 50.000 gesundheitsschädlichen DNP-Kapseln in der EU verhindert werden.

Doch wie sollen sich Verbraucherinnen und Verbraucher vor den Angeboten schützen, wenn sie die Schädlichkeit „gepanschter“ Nahrungsergänzungsmittel in der Regel nicht erkennen können? Das Bundeszentrum für Ernährung rät daher: Begegnen Sie jeglicher Werbung für Nahrungsergänzungsmittel mit einer gesunden Portion Skepsis. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn für ein vermeintlich natürliches Nahrungsergänzungsmittel beispielsweise in Online-Foren eine effektive Wirkung bestätigt wird. Oft handelt es sich bei solchen „Erfahrungsberichten“ um getarnte Werbung. Auch eine unvollständige Produktkennzeichnung mit Rechtschreib- oder Grammatikfehlern oder falschen Übersetzungen in die deutsche Sprache können Indizien dafür sein, dass das Produkt die gesetzlichen Anforderungen an die Sicherheit nicht erfüllt.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Nahrungsergänzungsmittel – Antworten auf die wichtigsten Fragen

Verbraucherzentrale: Klartext Nahrungsergänzungsmittel

Bundesinstitut für Risikobewertung: Infoportal Mikronährstoffe und Co.

Europäische Union: Verbraucherschutz – Manipulative Praktiken bei 148 von 399 untersuchten Online-Shops

https://food.ec.europa.eu/system/files/2018-02/oc_oof_analysis_main_outcome_en.pdf

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