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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Ist mein Kind gut versorgt?

Infos für Eltern zu Nahrungsergänzungsmitteln

Viele Eltern kennen das: Ihr Kind mag kein Gemüse, verweigert Fisch, verzichtet auf Fleisch oder lebt gefühlt von „Nudeln mit Tomatensoße“. Andere Eltern sorgen sich um die Versorgung mit Vitamin D, weil ihr Kind wenig draußen ist, oder wünschen sich einen Extra-Schub an Nährstoffen für Konzentration und Immunsystem. Manche denken da an Nahrungsergänzungsmittel – schließlich möchte man nur das Beste für sein Kind.

Die Studienlage in Deutschland zeigt: Die Nährstoffzufuhr von Kindern ist insgesamt gut. Für gesunde Kinder sind Nahrungsergänzungsmittel somit in der Regel nicht notwendig. Darauf weisen unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hin.

Außerdem zeigt ein Marktcheck des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv): Viele speziell für Kinder beworbene Nahrungsergänzungsmittel sind willkürlich zusammengesetzt und teilweise deutlich zu hoch dosiert. Ohne medizinische Abklärung sollten diese Produkte daher nicht gegeben werden.

Kinder müssen nicht jedes Gemüse oder Obst mögen und Geschmäcker verändern sich. Häufig braucht es mehrere Anläufe, bis neue Lebensmittel akzeptiert werden. Es ist nicht schlimm, wenn ein Kind vorübergehend bestimmte Lebensmittel nicht oder nur sehr eingeschränkt isst. Wichtig ist, aktuell unbeliebte Lebensmittel und Speisen immer wieder anzubieten und Vielfalt vorzuleben – ohne Zwang. Auch das Umfeld spielt eine Rolle: Manche Kinder probieren in der Kita oder der Schule eher Neues als zu Hause oder umgekehrt.

Praktisch helfen kann es, Lebensmittel in unterschiedlichen Varianten anzubieten – roh, gedünstet, gebraten oder püriert. Beispielsweise kann Gemüse fein püriert als Suppe oder Soße angeboten werden, zusammen mit Obst in Smoothies oder „versteckt“ in Aufläufen. Mundgerecht geschnittene Rohkost, fantasievolle Namen wie „Piratensuppe“ oder „Zaubertopf“ sowie lustige Formen können zusätzlich motivieren. Auch wenn Kinder in die Speisenauswahl und Zubereitung einbezogen werden, steigt oft die Bereitschaft zu probieren.

Isst ein Kind wenig oder kein Fleisch, sollte besonders auf eine ausreichende Eisenzufuhr geachtet werden. Gute pflanzliche Eisenquellen sind beispielsweise Hülsenfrüchte, Haferflocken und Hirse. Vitamin C – etwa aus Zitrusfrüchten (z. B. einem Glas Orangensaft zur Mahlzeit) – verbessert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln.

Vitamin B12 ist vor allem in Eiern sowie Milch und Milchprodukten enthalten. Kinder, die keinen Fisch essen, nehmen häufig weniger langkettige Omega-3-Fettsäuren zu sich als empfohlen. Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, wird unterschiedlich bewertet; ein genereller Bedarf an Nahrungsergänzungsmitteln ist bislang nicht nachgewiesen. In jedem Fall ist es empfehlenswert Omega-3-reiche Pflanzenöle wie Raps-, Lein- und Walnusssöl sowie Nüsse und Samen regelmäßig zu verwenden.

Bei einer rein pflanzlichen – also veganen – Ernährung empfiehlt sich eine Begleitung durch eine Ärztin, einen Arzt oder eine qualifizierte Ernährungsfachkraft, um die Nährstoffversorgung sicherzustellen.

Anzeichen für eine mögliche Unterversorgung können sein, wenn ein Kind dauerhaft antriebslos wirkt, wenig spielt, schnell ermüdet oder auffallend blass ist. Solche Beobachtungen sollten Eltern ernst nehmen. Wichtig ist jedoch, nicht willkürlich zu Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen. Eine eigenständige Supplementierung birgt das Risiko einer Überdosierung– insbesondere bei fettlöslichen Vitaminen wie Vitamin D. Besteht der Verdacht auf einen Mangel, sollte eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert werden. Dort kann geklärt werden, ob tatsächlich eine unzureichende Versorgung vorliegt und ob eine gezielte Supplementierung sinnvoll ist.

Caroline Thiesmeier-Dormann, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Nahrungsergänzungsmittel – Antworten auf die wichtigsten Fragen

BZfE: Nur noch Nudeln mit Ketchup? Tipps für Eltern von „Picky Eaters“

BZfE: Kindliche Ess-Typen – typische Verhaltensmuster beim Essen achtsam begleiten

Pressekontakt:

Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsidentin
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Presserechtlich verantwortlich:
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Welche Nährstoffe braucht mein Kind?

Neuer Ratgeber bei TRIAS

Viele Kinder essen phasenweise am liebsten Nudeln ohne Soße und meiden Grünzeug. Eltern fürchten dann, dass wertvolle Vitamine und Mineralstoffe fehlen, die für die Entwicklung und Gesundheit so wichtig sind.

Die Autorinnen Dr. Judith Schaus, Dr. Silvia Kraatz und Dr. Franziska Delgas, zwei Ärztinnen und eine Ernährungswissenschaftlerin, kennen das Thema – auch von ihren eigenen Kindern. In dem Ratgeber „Welche Nährstoffe braucht mein Kind?“ (Partner-Link*)(TRIAS Verlag, Stuttgart 2025) zeigen sie Eltern, was Kinder brauchen und wie sie ihr Kind (fast) ohne Nahrungsergänzungsmittel optimal versorgen. Rezepte für 55 Snacks mit Nährstoff-Power runden den Ratgeber ab.

Das Buch: Judith Schaus, Silvia Kraatz, Franziska Delgas. Welche Nährstoffe braucht mein Kind? Eisen, Zink, Selen & Co: Wie Sie mit Ernährung die Gesundheit Ihres Kindes unterstützen. 55 kleine Vitamin-Booster: Smoothies und Fingerfood. (Partner-Link*) TRIAS Verlag, Stuttgart. 2025. Buch EUR [D] 24,00 EUR [A] 24,70. EPUB EUR [D] 23,99 EUR [A] 23,99. ISBN Buch: 9783432120072. ISBN EPUB: 9783432120089

Buchinhalte:

  • Steckbriefe der einzelnen Nährstoffe: Was bewirkt der Nährstoff? Was sind typische Anzeichen eines Mangels? Welche Kinder sind besonders gefährdet?
  • Versorgung leichtgemacht: Für jeden Nährstoff die Top-5-Lebensmittelquellen und die Menge, die Kinder brauchen. Mit Tipps für „Allesesser“, Vegetarier und vegane Familien.
  • 55 Snacks mit Nährstoff-Power: Leckere Leinsamencracker für ein fittes Gehirn, Schoko-Kirsch-Granola mit viel Eisen, Frosch-Smoothie fürs Immunsystem. Schnell zubereitet, gut aufzubewahren und ideal für die Brotbox und Sporttasche!

Weitere Informationen wie das Vorwort, Stichwortverzeichnis sowie Musterseiten finden Sie unter dem Reiter „Mehr zum Produkt“ hier

Über die Autorinnen:

Dr. med. Judith Schaus ist Allgemein- und Familienmedizinerin. Als Assistenzärztin hat sie drei Jahre in der Kinderheilkunde an der Charité – Universitätsmedizin Berlin verbracht und sich dort und in anschließenden wissenschaftlichen Tätigkeiten intensiv mit den speziellen Anforderungen von Kindern beschäftigt.

Dr. med. Silvia Kraatz ist Internistin. Sie beschäftigt sich intensiv mit funktioneller Medizin, Ernährung und Nährstofftherapie und hat eine Weiterbildung in Naturheilkunde absolviert.

Dr. oec. troph Franziska Delgas hat Ernährungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Ernährungsmedizin studiert und im Bereich Oecotrophologie promoviert. Sie arbeitet als Wissenschaftlerin, Dozentin und Buchautorin.

Silvia Kraatz und Judith Schaus betreiben gemeinsam die Praxis Pippa & Lotta, eine private Praxis für ganzheitliche Familienmedizin in Potsdam. Auf Instagram sind sie unter doctorlotta aktiv. Franziska Delgas veröffentlichte ein Sachbilderbuch für Kinder zum Thema Ernährung, worüber der Kontakt der drei Autorinnen zustande kam.

Als Mütter von zusammen 7 Kindern haben sie viele Gemeinsamkeiten: knappe Zeit im trubeligen Alltag mit Beruf und Familie, den Bezug zur Wissenschaft, die Leidenschaft für Ernährung, Kochen und eigenen Gemüseanbau und die Sorge um nicht-gemüse-essende Kinder.

Pressekontakt:

Bettina Ziegler | Alexandra Hofmann

Thieme Communications, TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG, ein Unternehmen der Thieme Gruppe, Oswald-Hesse-Str. 50, 70469 Stuttgart Tel.: +49 711 8931-319/-318, Fax: +49 711 8931-167, bettina.ziegler@thieme.dealexandra.hofmann@thieme.dewww.thieme.com

 

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Erkältung: Der Knirps ist verschnupft

Das muss in die Hausapotheke für erkältete Kinder

Gerade Kinder haben es in der Erkältungszeit schwer. Ihr Immunsystem ist noch nicht voll ausgebildet und kann deshalb Viren und Bakterien noch nicht gut abwehren. Gleichzeitig sind Kinder beim Spielen oder in der Schule häufig in engem Kontakt zu Gleichaltrigen und können sich dort gegenseitig leicht anstecken. So kommen sie in der Winterzeit oft von einer Erkältung in die nächste. Husten, Halsschmerzen, Schnupfen aber auch Ohrschmerzen prägen dann den Krankheitsverlauf. Was Eltern für die Erkältungssaison in der Hausapotheke parat haben sollten, erklärt der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV).

„Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung kann man mit Thymiantee noch viel erreichen. Deshalb sollte dieser immer bereit stehen. Wenn es dann schlimmer werden sollte, empfehle ich Hustensaft mit Thymian oder Efeu. Die Heilpflanzen können schleimlösend, entkrampfend oder teilweise auch antibakteriell wirken. Dazu kann ein kindgerechtes Nasenspray hilfreich sein. Dies lässt die Kinder besser atmen und damit leichter schlafen“, erklärt Friederike Habighorst-Klemm, Mitglied im Vorstand des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. Auch ein Erkältungsbalsam für Kinder auf Brust und Rücken aufgetragen kann Krankheitssymptome lindern. Hier sei es wichtig, auf die Inhaltsstoffe zu achten, zeigt Friederike Habighorst-Klemm auf. „Kampfer und Menthol sind für Kinder unter zwei Jahren nicht geeignet, sondern können sogar schaden.“

Oftmals entwickeln erkältete Kinder auch Ohrenschmerzen, da die Krankheitserreger auf das Ohr übergreifen können. „Der Grund ist, dass die Ohrtrompete, also die Verbindung zwischen Mittelohr und Rachenraum, noch sehr kurz ist. Entzündungskeime dringen so schneller vom Rachen zum Ohr vor. Von außen schützt als Barriere das Trommelfell vor infektiösen Einflüssen“, klärt die Apothekerin auf.

Werden Ohrenschmerzen auch von Fieber begleitet, kann eine Mittelohrentzündung vorliegen. „Dies sollte dann vom Kinderarzt abgeklärt werden. Der entscheidet dann auch, ob ein Antibiotikum verordnet werden muss. In der Regel versucht man heute aber, Schmerzen und Fieber symptomatisch mit einem Saft oder Zäpfchen zu behandeln“, so Habighorst-Klemm weiter. Unterstützend könnten ein abschwellendes Nasenspray oder bei kleinen Kindern niedriger dosierte Nasentropfen aus der Hausapotheke dafür sorgen, dass das Sekret im Ohr ablaufen kann und damit der Druck nachlässt.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.400 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

Weitere Informationen unter www.apotheker.de
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