Kategoriearchiv: Forschung und Wissenschaft

Weihrauch als Heilmittel

Pharmazeuten der Universität Jena klären entzündungshemmende Wirkung von Boswelliasäuren auf

Er gehörte schon zu den Geschenken der drei Weisen aus dem Morgenland: Neben Myrrhe und Gold hatten sie für das neugeborene Jesuskind auch Weihrauch im Gepäck. Seit der Antike gehört der aromatische Duft des verbrennenden Weihrauchharzes zu vielen religiösen Zeremonien und ist bis heute in der Kirche Ausdruck besonderer Festlichkeit. Doch Weihrauch kann noch mehr: „Das aus dem Stamm des Weihrauchbaumes gewonnene Harz enthält entzündungshemmende Substanzen“, sagt Prof. Dr. Oliver Werz von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Diese machen Weihrauch als Arzneimittel u. a. für die Therapie von Krankheiten wie Asthma, Rheumatoider Arthritis oder Neurodermitis hochinteressant, ist der Lehrstuhlinhaber für Pharmazeutische und Medizinische Chemie überzeugt.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news487447

Quellen: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Multiple Sklerose: Zusammenhang zwischen genetischem Risikofaktor und Entzündungsprozessen entdeckt

Für Multiple Sklerose sind verschiedene genetische Risikofaktoren bekannt. Wie eine bestimmte Abweichung im Erbgut des sogenannten TNF-Rezeptors 1 die Krankheit fördert, beschreibt eine internationale Forschergruppe mit RUB-Beteiligung in Nature. Das Team unter Federführung von Prof. Lars Fugger aus Oxford deckte einen Zusammenhang zwischen einer Genvariante und chronischen Entzündungsprozessen auf. Die Daten von 7000 Menschen, unter anderem aus der Genbank der Neurologischen Uniklinik am St. Josef-Hospital Bochum, gingen in die Analyse ein.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news487468

Quellen: Ruhr-Universität Bochum, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Bockshornklee in der Diabetestherapie

Natürliche Waffe gegen die Zuckerkrankheit

Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) führt zur Senkung des Blutzuckerspiegels und wirkt somit antidiabetisch. Grund dafür ist eine besondere Aminosäure (4-Hydoxy-Isoleucin), die bisher nur im Bockshornklee gefunden wurde. Dies wurde jetzt an Ratten mit Diabetes Typ I gezeigt (1).

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/bockshornklee-hat-antidiabetische-eigenschaften.html

Quelle: Carstens-Stiftung

 

Starke Abwehr schon vor der Geburt

Bestimmte T-Zellen sind Teil der „Erstausstattung“ / Angeborenes Immunsystem umfassender als gedacht / MHH-Forscher veröffentlichen in Immunity

Das Immunsystem wächst mit seinen Aufgaben: In den ersten Lebensjahren lernt es, auf Krankheitserreger zu reagieren. So entsteht ein reaktionsfähiges immunologisches Gedächtnis aus spezifischen B- und T-Lymphozyten – das erworbene Immunsystem. Doch auch schon vor der Geburt schützt das sogenannte angeborene Immunsystem den Körper. Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben nun entdeckt, dass bestimmte T-Lymphozyten schon vor der Geburt wissen, welche Aufgaben sie später in der Immunabwehr erwarten.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news487299

Quellen: Medizinische Hochschule Hannover, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Schlüsselproteine bei Herzmuskelschwäche: Wirksam nur als Pärchen

Schlafstörungen, Wasser in den Beinen, Atemnot – Herzschwäche ist eine der häufigsten Diagnosen in Deutschland. Würzburger Wissenschaftler, unter anderem am Rudolf-Virchow-Zentrum, forschen an verschiedenen Einflüssen auf diese Krankheit – und sind dabei jetzt einen wichtigen Schritt weiter gekommen.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news487012

Quellen: Rudolf-Virchow-Zentrum / DFG – Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Kaugummikauen für gesunde Zähne

Magnolien-Rinde schützt vor Karies und Zahnfleischentzündung

Die Magnolie ist ein altes Heilmittel, das schon im asiatischen, aber auch im nordamerikanischen Raum früh Verwendung in der Behandlung von Krankheiten fand. So wurde Magnolien-Rinde bereits vor über zweitausend Jahren in der chinesischen Medizin zur Harmonisierung des Qi verwendet und bei akutem Schmerz, Durchfall, Husten und Harnwegsbeschwerden eingesetzt.
Die wirksamen Hauptbestandteile der Magnolien-Rinde sind Magnolol und Honokiol, die in experimentellen Versuchen unter anderem antimikrobielle Wirkungen zeigten.

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/kaugummikauen-fuer-gesunde-zaehne.html

Quelle. Carstens-Stiftung

 

Mit der richtigen Atemtechnik den Säurefluss eindämmen

Regelmäßige Atemübungen lindern Reflux-Symptome

Jeder Zehnte in westlichen Ländern leidet unter der sogenannten gastroösophagealen Refluxkrankheit. Charakteristisch für diese Erkrankung ist eine Funktionsstörung des unteren Schließmuskels der Speiseröhre, der eigentlich einen Rückfluss des Nahrungsbreis aus dem Magen verhindern soll. Mit gezieltem Bauchatmungstraining lässt sich die Situation erheblich verbessern.

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/sodbrennen-in-den-griff-bekommen-mit-der-richtigen-atemtechnik.html

Quelle: Carstens-Stiftung

 

Brokkoli-Wirkstoffe gegen Krebs

Inhaltsstoffe aus Brokkoli und verwandtem Gemüse hemmen das Krebswachstum und verstärken die Wirkung von Chemotherapien. Das zeigte Prof. Dr. Ingrid Herr vom Universitätsklinikum Heidelberg und Deutschen Krebsforschungszentrum in mehreren experimentellen Studien und ist dafür nun mit dem Sebastian-Kneipp-Preis 2012 ausgezeichnet worden.

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/brokkoli-wirkstoffe-gegen-krebs.html

Quelle: Carstens-Stiftung

 

Gar nicht bitter: Schokolade für ein gesundes Herz

Aber dunkel muss sie sein

Das Interesse der Wissenschaft an den gesundheitsfördernden Effekten von Kakao und Kakaoprodukten wie Schokolade ist groß. Eine systematische Übersichtsarbeit fasst die Ergebnisse der Forschung aus den letzten Jahren zusammen [1].

Mehr dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/taeglich-bitterschokolade-essen-fuer-ein-gesundes-herz.html

Quelle: Carstens-Stiftung

 

Entzündliche Herzerkrankungen: Neuer Signalweg als Auslöser identifiziert

Kürzlich wurde bekannt: Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) war wohl ursächlich für den plötzlichen Tod des italienischen Fußballspielers Piermario Morosini im Frühjahr. Oft werden solche Herzmuskelentzündungen und etwa die schwerwiegendere inflammatorische Kardiomyopathie von Viren wie dem Coxsackie-Erreger oder durch eine verschleppte Grippe ausgelöst. Diese verschiedenen Ursachen haben eine Gemeinsamkeit: Stets ist der molekulare Signalweg IKK/NF-kappaB (IKK/NF-κB) im Herzen aktiviert.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news486901

Quellen: Universität Ulm, Informationsdienst Wissenschaft (idw)