Archiv der Kategorie: Abnehmen, Übergewicht, Gewichtskontrolle

Ernährungstherapie und Diätberatung endlich als Heilmittel anerkannt

Ab Januar 2018 können Ärzte bei bestimmten Erkrankungen eine ambulante Ernährungstherapie und Diätberatung bei staatlich geprüften Diätassistenten verordnen

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenAb dem ersten Januar 2018 gehört die Ernährungstherapie und damit auch die Diätberatung (medizinisch-therapeutische Ernährungsberatung) bei Mukoviszidose und bestimmten seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen zu den verordnungsfähigen Heilmitteln, wie aus einer Veröffentlichung im Bundesanzeiger hervorgeht, die das Inkrafttreten des Beschlusses zur Heilmittel-Richtlinie beinhaltet, informiert Sven-David Müller, Vorsitzender des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte in seiner Sitzung vom 21. September 2017 beschlossen, dass die Ernährungstherapie bei Mukoviszidose und bestimmten seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen in die vertragsärztliche Versorgung aufgenommen werden soll [1].

Damit können insbesondere staatlich geprüfte Diätassistenten mit mindestens 1-jähriger Berufserfahrung und spezifischer Therapieerfahrung bei Mukoviszidose und bestimmten seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen das Heilmittel Ernährungstherapie inklusive der notwendigen Diätberatung auf ärztliche Verordnung in ihrer Praxis anbieten und mit den gesetzlichen Krankenversicherungen abrechnen. Das bedeutet eine deutliche Verbesserung der Versorgung von bestimmten Patientengruppen durch staatlich geprüfte Diätassistenten und Mediziner im ambulanten Bereich. Bisher gehörte die Ernährungstherapie inklusive Diätberatung nicht zu den verordnungsfähigen Heilmitteln. Lediglich im stationären Bereich konnten entsprechende Maßnahmen durchgeführt werden, sofern die Diätberatung in den Fallpauschalen der klinischen Einrichtungen vorhanden waren. Auch weiterhin bezuschussen die gesetzlichen Krankenkassen gemäß § 20 Sozialgesetzbuch (SGB) 5 die prophylaktische Ernährungsberatung und Schulungsmaßnahmen nach § 43 SGB 5 – es handelt sich dabei um eine Kann-Leistung für chronisch kranke Menschen.

Diätberatung bei seltenen Erkrankungen jetzt als Heilmittel anerkannt

Die Änderung der Heilmittel-Richtlinie, die am 23. November 2017 im Bundesanzeiger veröffentlich worden ist, tritt am ersten Januar 2018 in Kraft [2]. Ab diesem Zeitpunkt können Patienten, die unter Mukoviszidose oder bestimmten seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise spezifischen Störungen des Kohlenhydrat-, Protein- oder Lipidstoffwechsels, leiden, eine Ernährungstherapie inklusive der notwendigen Diätberatung vom behandelnden Arzt verordnet bekommen. Es handelt sich um einen langfristigen Heilmittelbedarf, der nach Expertenanhörung bei Mukoviszidose und bestimmten seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen gegeben ist. Ohne Ernährungstherapie inklusive Diätberatung käme es bei Mukoviszidose oder seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen ansonsten zum Tod oder es droht eine schwere Behinderung. Eine lebenslange phasen- und situationsgerechte Therapie mittels einer Ernährungstherapie inklusive Diätberatung ist demzufolge unerlässlich. Auf Grund der Langfristigkeit und Schwere der funktionellen/strukturellen Schädigungen des Verdauungs- und Stoffwechselsystems bei den vorgenannten Erkrankungsbildern und der daraus resultierenden Beeinträchtigungen der Aktivitäten kann von einem langfristigen Heilmittelbedarf mit Ernährungstherapie inklusive Diätberatung ausgegangen werden [3].

Staatlich geprüfte Diätassistenten als Heilmittelerbringer

Zur Erbringung des Heilmittels Ernährungstherapie inklusive Diätberatung sind insbesondere Ärzte und staatlich geprüfte Diätassistenten befugt. Staatlich geprüfte Diätassistenten gehören zu der Gruppe der Heilberufe und Heilmittelerbringer [6]. Gegenstand des Berufs des Diätassistenten ist gemäß des in § 3 des Gesetzes über den Beruf des Diätassistenten (Diät-AssG) definierten Ausbildungsziels die eigenverantwortliche Durchführung diättherapeutischer und ernährungsmedizinischer Maßnahmen aufgrund ärztlicher Anordnung oder Verordnung, das Erstellen von Diätplänen, das Planen, Berechnen und Herstellen wissenschaftlich anerkannter Diätformen sowie die Mitwirkung bei der Prävention und Therapie von Krankheiten mitzuwirken und ernährungstherapeutische Beratungen und Schulungen durch-zuführen [5]. Demzufolge sind staatlich geprüfte Diätassistenten mit spezifischer Berufs- und Therapieerfahrung berechtigt, Diätberatung bei Patienten mit Mukoviszidose und seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen durchzuführen und mit den gesetzlichen Krankenkassen abzurechnen. Zu den seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen gehören insbesondere (3, 4):

– proteinarme Diätkostformen bei angeborenen Stoffwechselstörungen,
– Störungen im Abbau von Aminosäuren,
– Störungen im Abbau des Phenylalanin-Stoffwechsels (Phenylketonurie),
– Störungen im Abbau der verzweigtkettigen Aminosäuren (MSUD),
– Störungen im Abbau des Lysin-Stoffwechsels (Glutarazidurie),
– Störungen im Abbau des Methionin-Stoffwechsels (Homocystinurie),
– Organoazidurie – Störungen im Propionat- und Methylmalonat-Stoffwechsel,
– Harnstoffzyklusdefekte,
– Kohlenhydratdefinierte Diäten bei Störungen im Kohlenhydratstoffwechsel,
– Glykogenose,
– Galaktosämie,
– hereditäre Fruktoseintoleranz,
– Lipiddefinierte Diätkostformen bei Störungen im Fettstoffwechsel),
– Störungen im Transport exogener Lipide (ß-Oxydationsstörungen),
– Störungen im Fett- und Energiestoffwechsel (PDH-Defekte, MAD-Defekte).
– Biotinidasemangel
– Galaktosämie
– Aminoacidopathien,
– Fettsäureoxidationsdefekte (z.B.: Medium-Chain-Acetyl-CoA-Dehydrogenase-Mangel, Long-Chain-3-OH-AcVI-CoA-Dehydrogenase-Mangel, Very-Long-Chain-Acetyl-CoA-Dehydrogenase-Mangel,
– Carnitinzyklusdefekte (z. B.: Carnitin-Palmityl-Translerase-I-Mangel, Carnitin-Palmityl-Transferase-II-Mangel, Carnitin-Acylcarnitin-Translocase-Mangel und
– Organoacidämien (z. B.: Glutaracidurie Typ I, Isovalerianacidämie).

Die Heilmittel-Richtlinie muss um weitere Erkrankungsbilder erweitert werden

Die ab dem ersten Januar 2018 definierten Indikationen und Patientengruppen sind nicht ausreichend, um Menschen vor den Schäden einer Fehl- und/oder Unterernährung zu schützen und vor Erkrankungsschäden zu schützen. Das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V. setzt sich dafür ein, dass das Indikationsspektrum der Ernährungstherapie inklusive Diätberatung erweitert wird. In jedem Falle ist es nach Ansicht der Experten des Deutschen Kompetenzzentrums Gesundheitsförderung und Diätetik not-wendig, insbesondere eine Ernährungstherapie inklusive Diätberatung bei chronisch dekompensierter Niereninsuffizienz (nicht-dialysepflichtige Niereninsuffizienz), dialysepflichtiger Niereninsuffizienz, glutensensitiver Enteropathie (Zöliakie/Sprue), dekompensierter Leberzirrhose mit hepatischer Enzephalopathie und/oder Ascites oder natriumsensitiver Hypertonie in die Heilmittel-Richtlinie aufzunehmen. Es ist davon auszugehen, dass eine Vielzahl von chronischen Erkrankungen der langfristigen Ernährungstherapie inklusive Diätberatung bedarf. Zudem fordert das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V. die Diätberatung, die im ambulanten Bereich bisher durch § 43 SGB 5 als Kann-Leistung bezuschusst wird, zu einer Regelleistung zu machen. Es wäre natürlich auch vor dem Hintergrund des Kostendrucks sinnvoll, bei morbider Adipositas (BMI über 35/40) mit metabolischem Syndrom und gegebenenfalls auch Diabetes mellitus vom Typ 1 und 2 eine Möglichkeit der Ernährungstherapie inklusive Diätberatung auf Verordnung zu Lasten der GKV zu ermöglichen.

[1] https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3072/
[2] https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?genericsearch_param.start_date%3A0=23&genericsearch_param.start_date%3A1=11&genericsearch_param.start_date%3A2=2017&genericsearch_param.stop_date%3A0=23&genericsearch_param.stop_date%3A1=11&genericsearch_param.stop_date%3A2=2017&%28page.navid%3Ddetailsearchlisttodetailsearchlistupdateresetpage%29=Dokumente+anzeigen&genericsearch_param.fulltext=BAnz+AT+23.11.2017+B1
[3]
https://www.g-ba.de/downloads/40-268-4317/2017-03-16_HeilM-RL_Ernaehrungsberatung-Stoffwechselerkrank-Mukoviszidose_ZD.pdf
[4]
https://www.g-ba.de/downloads/39-261-2907/2017-03-16_HeilM-RL_Ernaehrungsberatung-Stoffwechselerkrank-Mukoviszidose_BAnz-WZ.pdf
[5] http://www.gesetze-im-internet.de/di_tassg_1994/__3.html
[6] https://www.vdd.de/fileadmin/downloads/D_I/D_I_Fokus_2016/DundI_4_2016_SONDERTEIL_Web.pdf

Das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V. ist eine interdisziplinärer anerkannte Fachgesellschaft, die sich im deutschsprachigen Raum für ganzheitliche wissenschaftliche begründete Gesundheitsförderung und die Förderung der gesunden Lebensführung (Diätetik) einsetzt. Das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V. fordert die rechtliche Absicherung der Ernährungsberatung. Mitglied im Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V. sind insbesondere staatlich geprüfte Diätassistenten, Ärzte, Trainer, Physiotherapeuten, Apotheker, Ernährungswissenschaftler, Pädagogen, Psychologen und Heilpraktiker.

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Ernährungsrisiko Klimawandel – Klimarisiko Ernährung

Nichtstun wird teuer

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenUnser Ernährungsstil trägt maßgeblich zum Klimawandel bei und umgekehrt: Der Klimawandel gefährdet die Ernährungssicherheit. Neue Modellrechnungen zeigen, welche Folgen steigende Temperaturen für die Versorgung mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln haben können. Mit jedem Grad mehr stehen der Weltbevölkerung 6 Prozent weniger Weizen zur Verfügung, 7 Prozent weniger Mais sowie jeweils 3 Prozent weniger Reis und Soja. In manchen Ländern lässt sich dieser Negativtrend jetzt schon beobachten. Die Modellierungen wurden Ende August 2017 von einem 30köpfigen Wissenschaftlerteam um Zhao Chuang von der Peking Universität publiziert. An der Arbeit beteiligten sich auch Wissenschaftler vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der Universität Bonn.

Unser heutiges Ernährungssystem gilt gleichzeitig als Mitverursacher des Klimawandels. In Deutschland entstehen gut 25 Prozent aller klimawirksamen Emissionen bei der Herstellung, Vermarktung und Zubereitung von Lebensmitteln, schätzt der wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz des Bundesernährungsministeriums.

Zu den Maßnahmen mit dem größten Einsparungspotenzial gehört die Reduktion des Fleischverzehrs. Wenn alle Bundesbürger theoretisch nur die Fleischmenge essen würden, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen wird, dann sänken unsere ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen bereits um rund 9 Prozent. Das Einsparungspotenzial durch gezielte Auswahl von klimafreundlichen Lebensmitteln ist noch viel größer. Mittlerweile beschäftigen sich zahlreiche nationale und internationale Behörden und Forschungsteams mit der Frage, wie eine gesunde und zugleich klimafreundliche Ernährungsweise wohl aussehen könnte. Bislang gilt eine vielfältige mediterrane Ernährungsweise als beste  Schnittmenge zwischen Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Doch mit einer Ernährungsumstellung allein ist es noch nicht getan, erfährt man im Gutachten des verbraucherpolitischen Beirates. Er enthält ein umfangreiches Maßnahmenpaket aus dem Bereich Land- und Forstwirtschaft. Ein großes Gewicht haben aus Sicht des Beirates internationale Klimaschutzabkommen. Die Bundesregierung müsse deutlich mehr Ressourcen in die Entwicklung und Durchsetzung einer globalen Klimaschutzstrategie investieren und dabei gleichzeitig ambitionierte nationale und europäische Klimaschutzziele  verwirklichen. Sie soll sich u.a. dafür einsetzen Treibhausgasemissionen zu verteuern und den Verbrauch von fossilen Energieträgern zu besteuern, auch für internationale Transporte per Schiff oder Flugzeug.

 Vom Schmerz zur Heilung

Auch die monetären Kosten für eine Klimastabilisierung lassen sich mittlerweile abschätzen. Dafür trafen sich im Oktober 2017 auf der Impact World Conference über 500 Wissenschaftler in Potsdam. Eine aktive Begrenzung der globalen Erwärmung sei viel günstiger, als einfach nichts zu tun, so Professor Hermann Lotze-Campen, Leiter des Forschungsbereichs Klimawirkung und Vulnerabilität am PIK. „Nichtstun würde uns am Ende ein Vielfaches der rund zwei Prozent der globalen Wirtschaftsleistung kosten, die wir für die Klimastabilisierung aufbringen müssten“.

Gesa Maschkowski, www.bzfe.de

Weitere Informationen

https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/die-wahren-kosten-des-klimawandels-impacts-world-konferenz-in-potsdam

Klimagutachten des wissenschaftlichen Beirates für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz des Bundesernährungsminsterium: http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ministerium/Beiraete/Agrarpolitik/Klimaschutzgutachten_2016.pdf?__blob=publicationFile

Veröffentlichung: Temperature increase reduces global yields
http://www.pnas.org/content/114/35/9326.abstract

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Dr. Hanns-Christoph Eiden
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Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Nachhaltige Ernährung – warum eigentlich?

Fakten und Hintergründe

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenIm Juni 2015 kündigte die Rockefeller Stiftung an, 15 Millionen US Dollar in eine neue Wissenschafts-Disziplin zu investieren, genannt Planetary Health – die ökologische Gesundheitsförderung. Es ist Zeit für einen neuen Ansatz, heißt es auf der Website der Stiftung: Jedes Jahr verlieren wir 1 bis 2,9 Millionen Hektar fruchtbares Ackerland. Im Jahr 2050 werden 40 Prozent der Weltbevölkerung unter massivem Wasserstress leiden. Dem vorausgegangen war der Planetary Health Report, der die wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen Umwelt und Gesundheit aufarbeitete, veröffentlicht von 15 Wissenschaftlern und führenden Politikern aus acht Ländern.

Neu ist die Diskussion um die ökologischen Grenzen der Erde nicht. Schon vor gut 40 Jahren warnte der Club of Rome in seinem Gutachten „Die Grenzen des Wachstums“, vor den katastrophalen ökologischen Konsequenzen eines „weiter so wie bisher“. Neu sind die Akteure und Allianzen, die dieses Thema vorantreiben. Dazu gehören nicht mehr nur die Wissenschaft, sondern auch Vertreter der Politik, staatliche und internationale Behörden wie die Weltgesundheitsorganisation, Kirchen, Kommunen und unzählige bürgerschaftlich organisierte Initiativen und Organisationen.

Es gibt drei Problembereiche, die zu dieser Fehlentwicklung führten, heißt es im Planetary Health Report: An erste Stelle stehen falsche Prioritäten und zu wenig Mitgefühl. In den wachstumsgetriebenen Industrienationen sind kurzfristige Gewinne wichtiger als langfristig die Gesundheit der Menschen und die Erhaltung der Erde. Die Abhängigkeit vom Bruttosozialprodukt als Maßstab menschlichen Fortschritts ist nach Einschätzung der Wissenschaftler/innen ein grundlegender Fehler.

Eine weitere Ursache der Fehlentwicklung ist aber auch mangelndes Wissen. Darunter verstehen die Autoren die Unfähigkeit, soziale und ökologische Ursachen von Krankheit angemessen zu bearbeiten und zwar transdisziplinär mit Vertretern aus Wissenschaft und Praxis. Schließlich gibt es politische Herausforderungen. Regierungen und Institutionen erkennen Gefahren zu spät und handeln zu spät. Das ist der Fall, wenn es Unsicherheiten bei der Risikobewertung gibt, wenn Gemeingüter wie Wasser, Land und Luft betroffen sind und wenn es eine Zeitverschiebung gibt zwischen Ursache und Wirkung.

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Die Planetary Health Kommission hat acht Lösungsstrategien erarbeitet. Fast alle haben auch mit dem Ernährungssystem zu tun. Durch eine klimafreundliche Lebensmittelauswahl lassen sich beispielsweise bis zu 50 Prozent der Emissionen einsparen, auch die Verringerung des Lebensmittelverderbs ist zentral. Mindestens genauso wichtig aber sind koordinierte politische Rahmenbedingungen von der internationalen Ebene bis hin zur Kommune, die dafür sorgen, dass die Umweltschäden verringert werden. Ein weiterer Fokus ist die Entwicklung von nachhaltigen und resilienten Städten, die ihren Bewohnern einen zukunftsfähigen Lebensstil ermöglichen.

„Wir leben in einer Schicksalsgemeinschaft auf diesem Planeten und mit diesem Planeten. Die Auswirkungen unseres Handelns tragen wir alle, gleich ob reich oder arm. In einer Zeit wie heute ist Nichthandeln keine Option mehr, für niemanden von uns“. schreibt Alex Ezeh, Executive Director, African Population and Health Research Center (APHRC), Mitglied der Planetary Health Alliance.

Gesa Maschkowski, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Gebündeltes Wissen rund um nachhaltige Ernährung und nachhaltigen Konsum gibt es unter https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum-29922.html

Planetary Health Report: http://www.thelancet.com/journals/lancet/article

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Alarmierend: Immer mehr Kinder mit Fettleber

Bewegung ist die beste Vermeidungs-Strategie

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenImmer mehr Kinder leiden an einer durch Fehlernährung und Bewegungsmangel bedingten nicht-alkoholischen Fettleber (NAFL). Laut Zahlen der Deutschen Leberstiftung ist bei jedem zehnten Kind in Europa, das von einem Arzt behandelt wurde, eine NAFL festgestellt worden. Sogar schon bei Dreijährigen wurde diese Diagnose dokumentiert. „Bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen sollte der behandelnde Arzt immer auch eine Fettlebererkrankung abklären.

Eine einfache Ultraschalluntersuchung kann bereits Leberveränderungen sichtbar machen“, fordert Prof. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Eine rechtzeitig gestellte Diagnose, eine Behandlung sowie eine Ernährungsumstellung und Sport können bewirken, dass sich die Fettablagerungen in der Leber wieder zurückbilden.

Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Therapie einer Fettleber spielt regelmäßige körperliche Aktivität eine entscheidende Rolle. Die Leber ist ein ganz wesentliches Stoffwechselorgan und für einen funktionierenden Stoffwechsel ist unser Körper neben ausgewogener Ernährung vor allem auf Bewegung angewiesen. Eine Studie von australischen Forschern unter Leitung von Dr. Nathan Johnson (University of Sydney) hat eindrucksvoll belegt, welchen Stellenwert körperliche Aktivität hat: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass Sport – egal in welcher Intensität oder Wiederholung – immer hilft, die Fettleber zu reduzieren“, bestätigt Dr. Johnson.

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Die alarmierenden Zahlen der Deutschen Leberstiftung unterstreichen, wie wichtig es ist, dass Eltern wie auch Ärzte Übergewicht bei Kids nicht verharmlosen und für Folgeerkrankungen wie eine Fettleber sensibilisiert sind. Und sie machen offenbar, wie gefährlich der weit verbreitete Bewegungsmangel schon bei Kindern und Jugendlichen ist, mit dem die Weichen für chronische Erkrankungen im Erwachsenenalter gestellt werden. Grundvoraussetzung für gesundes Heranwachsen ist ein körperlich aktiver Alltag in der Kindheit. Genau daran hapert es heute jedoch in der Mehrzahl der Familien. „Weniger als ein Drittel der Kinder und Jugendlichen erreicht die Bewegungsempfehlung von mindestens 60 Minuten pro Tag“, warnt Prof. Axel Armbrecht (Institut für Bewegungstherapie, Eutin), der sich als Ratgeber u. a. für die Portale www.komm-in-schwung.de sowie www.familienaufstand.de engagiert.

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Basisches Baden für Gesundheit und Wohlbefinden

Tipps, worauf man bei basischem Baden achten sollte.

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWenn es darum geht, den Säure-Basen-Haushalt in Ordnung zu halten, greifen viele Menschen zu Basenpulver. Eine sehr angenehme Alternative kann basisches Baden sein.

Die Gelenke schmerzen, der Rücken tut weh und der Nacken ist verspannt. Eine der vielen möglichen Ursachen: der Körpers ist übersäuert. In diesem Falle werden Säuren in das Gewebe eingelagert, was zu Entzündungsreaktionen führt. Das ist es, was letztlich den Schmerz ausmacht. Dahinter steht sehr oft einen gestörter Säure-Basen-Haushalt. Dieser wiederum ist sehr wichtig dafür, dass unser Körper gesund bleibt und wir uns wohl fühlen.

Basisches Baden kann ausgleichen

Beliebt sind Basenpulver, um den Körper dabei zu helfen. Es soll den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringen. Üblicherweise wird Basenpulver oral eingenommen. Alternativ kann man auch basisch baden. Ein basisches Bad fördert die Ausscheidung über die Haut und entlastet die Ausscheidungsorgane. Wasser ist dafür ein ideales Resonanzmedium. Durch basisches Baden wird die elektrische Leitfähigkeit der Haut erhöht. Ideal zum Entspannen und Relaxen.

Tipps für basisches Baden

Damit basisches Baden optimal gelingt, sind wichtige Voraussetzungen zu beachten. Sie betreffen die Zubereitung des Badewassers, die Badezeit, die Badetemperatur, sowie einiges mehr. Auch braucht es ein dafür geeignetes Basenmittel. Tipps und Antworten zu allen diesen Fragen hat die Redaktion auf dieser Seite zusammengestellt: Basisches Baden – was es Ihnen bringt.

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Kennen Sie Ihre Energiebilanz?

Ernährung und Bewegung im Gleichgewicht

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenHaben Sie schon einmal etwas von Ihrer persönlichen Energiebilanz gehört? Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact müssen 60 Prozent der Bundesbürger diese Frage verneinen. Dabei genügt bei der überwiegenden Mehrheit der Menschen ein Blick in den Spiegel, um eine Antwort zu finden. Sind Sie normalgewichtig, so haben Sie eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine ausgewogene Energiebilanz.

Das heißt: Die Energiemenge, die Sie mit der Nahrung aufnehmen, und die Energiemenge, die Sie im Ruhezustand sowie durch körperliche Aktivität verbrauchen, stehen in einem gesunden Gleichgewicht. Zeigt Ihr Spiegelbild Ihnen hingegen, dass Sie eindeutig zu wenige oder zu viele Pfunde auf den Knochen haben, ist Ihre Energiebilanz mit hoher Wahrscheinlichkeit unausgeglichen. Entweder haben Sie dann Untergewicht, weil Sie Ihrem Körper eine zu geringe Energiemenge im Vergleich zu Ihrem Verbrauch zuführen. Oder Sie gehören zu der seit Jahren immer größer werdenden Gruppe der Übergewichtigen, die ihren Organismus kontinuierlich mit deutlich mehr Kalorien belasten, als sie ihm über Bewegung abverlangen.

Der beschriebene Zusammenhang zwischen der individuellen Energiebilanz und dem Körpergewicht ist eigentlich nicht besonders schwierig nachzuvollziehen und müsste relativ einfach nahezu jedem vermittelbar sein. Erstaunlicherweise spielt diese bei den meisten Menschen nachweisbare Kausalität dennoch in den zahlreichen öffentlichen Diskussionen über die Ursachen der wachsenden Übergewichtsproblematik in der Bevölkerung, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle. Dieses Phänomen ist umso verwunderlicher, als zahlreiche Studien bestätigen, dass die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt wie auch der Freizeit zu einem erheblichen Rückgang des Bewegungsniveaus geführt hat. Der weit verbreitete Bewegungsmangel gehört eindeutig zu den maßgeblichen Faktoren, die eine unausgeglichene Energiebilanz und damit Übergewicht beschleunigen.

 Wegweiser Abnehmen

Dennoch stehen im Mittelpunkt der Debatten, wie Übergewicht bekämpft werden kann, vor allem industriell gefertigte Lebensmittel und als besonderer Bösewicht in den letzten Jahren der angeblich heimtückisch versteckte Nährstoff Zucker.

„Zucker ist ein extrem dankbarer Kandidat, weil er jedem schmeckt, als Zutat traditionell in vielen Nahrungsmitteln enthalten ist und sich damit sehr gut eignet, um ideologisch motiviert grundsätzlich die Lebensmittelwirtschaft anzugreifen“, so lautet die Überzeugung des Gesellschaftskritikers Detlef Brendel, bekannt als Autor des kontroversen Buches „Die Zucker-Lüge: Wie das Lebensmittel-Kartell uns einredet, dass Essen krank macht„. Organisationen wie Foodwatch, die selbsternannten Essensretter, wie auch Politiker verleiten Menschen laut Brendel zu dem Irrglauben, würde die Lebensmittelindustrie ihre Rezepturen verändern und die Konsumenten mit Strafsteuern vor genussvollen Lebensmitteln abschrecken, würde die Energiebilanz schon wieder ins Lot kommen. Das ist aber verantwortungsloser, blinder Aktionismus, der den Blick auf die dominierende Ursache für Übergewicht versperrt: Mensch, beweg dich!

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Hunger und Appetit machen eine Diät zur Qual

Die Müller-Diät von Sven-David Müller ist so zusammengesetzt, dass Hunger und Appetit ausbleiben

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenEine übermäßige Körperfettmenge schädigt die Gesundheit. Hunger und Appetit machen eine vielen Menschen eine dauerhafte Gewichtsreduktion unmöglich. Die von Sven-David Müller entwickelte Müller-Diät bremst Hunger und Appetit effektiv aus. Ist es wirklich möglich, satt abzunehmen und dem Jo-Jo-Effekt zu entkommen? Wenn es nach dem bekannten Buchautor und ernährungsmedizinischen Wissenschaftler Sven-David Müller geht, lautet die Antwort eindeutig JA!

Er hat seine Erfahrungen aus mehr als 30.000 Beratungen und Schulungen von übergewichtigen Menschen in seinem Buch „Die Müller-Diät“ zusammengefasst. Müller war fast zehn Jahre an der Universitätsklinik der RWTH Aachen tätig und führt jetzt seine Praxis für Ernährungsberatung in Fürstenwalde an der Spree in der Nähe von Berlin. In seinem in der Schlüterschen Verlagsgesellschaft, Hannover, erscheinenden Diät-Ratgeber mit vielen alltagstauglichen beantwortet er alle entscheidenden Fragen, die ihm seine Patienten in den vergangenen 25 Jahren immer wieder gestellt haben und verrät seine besten Tipps und Tricks für ein gesundes Leben mit weniger Gewicht.

Dabei ist die Müller-Diät mehr als einfach nur eine gezielte Ernährungsumstellung. Wer auf eine Muskelaktivierung und Stressabbau verzichtet, nimmt nicht dauerhaft ab und muss sich vor dem Jo-Jo-Effekt fürchten, so der ernährungsmedizinische Wissenschaftler Sven-David Müller. „Daher habe ich ein Programm zusammengestellt, das auf allen drei Säulen ruht und mit dem schon mehr als 100.000 Übergewichtige schlanker geworden sind. Ganz wichtig ist, dass niemand hungern muss. Wer abnehmen möchte, muss ausreichend essen und darf nicht hungrig sein, denn Hunger ist der Feind aller Übergewichtigen“, fasste der staatlich geprüfte Diätassistent Sven-David Müller jüngst bei einem Seminar in Berlin sein Konzept zusammen. Aber neben Hunger gibt es natürlich auch den „gefährlichen Appetit“. Wer kennt das nicht? Wer in jeder Mahlzeit „süßes“ und „deftiges“ kombiniert, muss sich nicht vor dem Appetit fürchten. Zum deftigen Mittagessen gibt es also auch einen leckeren Schokoladenpudding. Und das Frühstück besteht eben nicht nur aus Marmeladenbrötchen – ein bisschen Schinken, Harzer Käse oder Soja“wurst“ muss schon sein, damit der Jieper ausbleibt.

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Ein anderes großes Problem ist sicher, dass viele Menschen, die gesund und dauerhaft abnehmen möchten, einfach viel zu wenig trinken. Wer nicht täglich mindestens 1,5 Liter trinkt, lebt nicht gesund. Und bei einer Ernährungsumstellung zur Gewichtsreduktion sollten es mindestens zwei Liter sein. Sonst funktioniert es einfach nicht. Ideal ist kaltes Wasser, das der Körper erwärmen muss und dabei reich Kalorien verbrennt. Optimal ist kaltes Mineralwasser mit Sprudel, denn das fördert zusätzlich auch noch die Sättigung. Viele Diäten enthalten im Gegensatz zum Ernährungskonzept der Müller-Diät viel zu wenig Eiweiß (Protein). Doch gerade Proteine sind wichtig, um dem Jo-Jo-Effekt vorzubeugen und den Stoffwechsel anzuregen. Dafür sind auch scharfe Gewürze mitverantwortlich. Zudem ist es wichtig, die Darmflora zu optimieren. Das geht preiswert und effektiv mit Kefir, Brottrunk oder Naturjoghurt, erläutert Müller. Mehr Tipps und Tricks, die schlanker machen, gibt es im Buch „Die Müller-Diät“, das in jeder Buchhandlung erhältlich ist. Sven-David Müller hat als staatlich geprüfter Diätassistent im Jahre 2005 das Bundesverdienstkreuz erhalten. Er hat sich zum Diabetesberater der Deutschen Diabetes Gesellschaft fortgebildet, Applied Nutritional Medicine (Angewandte Ernährungsmedizin) studiert und sein Studium als Master of Science (MSc.) angeschlossen. Er ist erster Vorsitzender des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik. Unter www.svendavidmueller.de finden Übergewichtige weitere hilfreiche kostenfreie Informationen und alltagstaugliche Rezepte.

Das im Jahr 2006 in Köln gegründete Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik ist das Netzwerk und Sprachrohr für alle Berufsgruppen, die in der wissenschaftlich fundierten Gesundheitsförderung tätig sind sowie alle an Gesundheit interessierten, die von dem Bündeln von Informationen und Aktionen profitieren möchten. Die medizinische Fachgesellschaft ist als gemeinnützig anerkannt und in das Vereinsregister eingetragen.

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Der Nahrungs-WAHN-SINN

Leben ohne Sucht- und Zusatzstoffe

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenEnergydrinks, Fabrikzucker, Weißmehle, Milch, Koffein … Überall hören wir von den Risiken, die von einer Ernährung ausgehen, die sich auf diese Komponenten stützt. Aber wie ist es möglich, darauf zu verzichten? Ist das nicht schrecklich aufwändig?

Die erfahrene Gesundheitsberaterin Alexandra Eideloth weiß, worauf im Alltag zu achten ist. Neben zahlreichen wachrüttelnden Informationen enthält das Nachschlage-Handbuch eine Anleitung für eine 4-Wochen-Detox-Kur, mit der es Schritt für Schritt gelingt, ein Gespür für den eigenen Körper zu entwickeln, die ungesunden Gewohnheiten loszulassen und dafür an Lebensfreude hinzuzugewinnen.

Die Kur wird begleitet von vielen Tipps aus dem Bereich Aromatherapie und Kräuterkunde sowie leicht umsetzbaren Anregungen zur Entspannung. Nicht nur durch ihre eigenen Erfahrungen als ehemaliger „Zucker-Junkie“ gereift, sondern auch durch den Erfolg zahlreicher Kursteilnehmer, weckt die Autorin mit ihrem Buch das Bewusstsein dafür, wie wertvoll und wohltuend natürliche Lebensmittel sind.

Wer auf eine konventionelle Ernährung mit Sucht- und Zusatzstoffen sowie zu viel Stress verzichten möchte, findet in diesem Buch alles, was er wissen muss, um damit zu beginnen, seinem Körper das zu geben, was er wirklich braucht. Und wer sein Wohlbefinden einmal selbst in die Hand nimmt, wird schnell bemerken, wie sich selbst kleinste Veränderungen positiv auf Körper und Psyche auswirken.

Über das Buch:
Alexandra Eideloth
Der Nahrungs-WAHN-SINN
Vergiftest du dich noch – oder lebst du schon?
208 Seiten
Paperback
978-3-96051-953-9, 19,99 EUR

Über die Autorin:
Alexandra Eideloth, geb. 1969, Mutter von 3 Kindern, ist seit über 20 Jahren als Ganzheitliche Gesundheits- u. Ernährungsberaterin in eigener Praxis tätig. Ihr Anliegen ist es, aufzuzeigen, wie einfach es ist, gesund zu leben, sobald man dem Körper wieder mehr Wertschätzung und Liebe entgegenbringt.
www.alexandra-eideloth.de

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* Die J. Kamphausen Mediengruppe mit den Verlagen J.Kamphausen, Aurum, Theseus, Lüchow, LebensBaum und der Tao Cinemathek sowie den Selfpublishing Portalen tao.de und Meine Geschichte wurde 1983 in Bielefeld gegründet. Das Lieferprogramm umfasst mehr als 1.000 Titel aus den Themenbereichen ganzheitliche Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung und Wirtschaft. Einzelne Titel erreichen Auflagen in Millionenhöhe.

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Vegan ist Trend

Die Produktvielfalt nimmt zu

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenImmer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegane Ernährung. Das heißt, sie ernähren sich rein pflanzlich und verzichten auf alle Lebensmittel tierischen Ursprungs. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat im Rahmen eines Forschungsprojekts Veganer zu ihren Einstellungen befragt, um Risiken einer veganen Kost angemessen kommunizieren zu können.

Anhand der Ergebnisse sollen laut BfR konkrete Empfehlungen entwickelt werden, die an die spezielle Ernährungsweise anknüpfen und gut umgesetzt werden können. Denn eine vegane Ernährung hat neben gesundheitlichen Vorteilen auch Risiken. So erschwert eine rein pflanzliche Kost die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen wie Vitamin B12 und Eisen, bestimmten Aminosäuren und langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Das betrifft vor allem Schwangere und Kinder.

Vegane Ernährung ist Trend. Inzwischen bieten nicht nur Bio- und Naturkostläden, sondern auch klassische Supermärkte und Discounter immer mehr vegane Lebensmittel an. Häufig sind die speziellen Produkte in Bio-Qualität erhältlich. Klassische Alternativen zu Kuhmilch sind Soja-, Hafer-, Reis- und Mandeldrinks. Wer weder Wurst noch Käse als Brotbelag essen möchte, greift zu pflanzlichen Brotaufstrichen. Das können Erdnuss-, Mandel- oder Haselnussmus sein, aber auch Aufstriche auf der Basis von Gemüse und pflanzlichem Öl. Mandelmus wird aus ganzen gemahlenen Mandeln zubereitet und ist auch eine hervorragende Grundlage für Salatdressing und Nudelsoßen. Im Handel werden Imitate für Schnittkäse angeboten, die meist pflanzliches Öl, Kartoffelstärke und Salz enthalten. Ohne Zusatzstoffe kommen solche Produkte jedoch nicht aus.

Von Tofu bis Tempeh – Fleischalternativen werden meist auf Sojabasis hergestellt. Inzwischen stehen Veganern aber auch tofuähnliche Produkte aus den eiweißreichen Samen der Süßlupine zur Verfügung, die unter dem Namen „Lupino“ im Regal zu finden sind. Der Vorteil: Diese Hülsenfrüchte werden auf heimischen Feldern angebaut und sind auch für Sojaallergiker verträglich. Seitan ist ein Fleischersatz aus Weizenprotein. Er lässt sich wie ein Schnitzel anbraten oder wird klein geschnitten als Gulasch oder Gyros serviert.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Pressemeldung Nr. 42/2017 und BfR-Wissenschaft 05/2017 vom 17. Oktober 2017

Weitere Informationen:

http://www.bzfe.de/inhalt/vegane-lebensmittel-559.html

http://www.bzfe.de/inhalt/vegane-lebensmittel-1445.html

Kontakt:

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Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
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Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Frei von Genuss

Ernährungsideologien schaden der Seele

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenEin gefährlicher Trend, der psychisch krank machen kann: „Ernährung soll kein Zuckerschlecken mehr sein, sondern je nach Ideologie frei von Fett, Kohlenhydraten, Gluten, Laktose, Fleisch – aber vor allem frei von Genuss!“, warnt der Gesellschaftskritiker Detlef Brendel, bekannt als Autor des Buches „Die Zucker-Lüge: Wie das Lebensmittel-Kartell uns einredet, dass Essen krank macht„. Die Zielgruppe der so genannten „Worried Well“, also der besorgten Gesunden, wächst seit Jahren kontinuierlich. Der Boom der „frei-von“-Produkte ist hierfür ein eindrucksvoller Beleg. Immer mehr Konsumenten greifen bevorzugt beispielsweise zu laktose- oder glutenfreien Lebensmitteln, obgleich sie weder eine Unverträglichkeit gegen Milchzucker noch gegen Getreideeiweiß haben. Aber es entspricht dem Zeitgeist, ein besseres Gefühl zu haben, wenn der Einkaufskorb gezielt mit „frei-von“-Ware gefüllt wird. Gesund ist das aber nicht!

Erste Studien belegen, dass diese Verzichtsmentalität zu organischen Problemen führen kann. Eigentlich nicht erstaunlich: Dass für gesunde Menschen eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung am förderlichsten ist, gehört zu den Grunderkenntnissen der Ernährungswissenschaft, die keineswegs an Gültigkeit verloren haben.

Aber nicht nur für das physische Wohlbefinden sind die Auswirkungen von einseitigen Ernährungsideologien risikoreich. Mindestens ebenso bedenklich ist der Schaden für die Psyche. Menschen, die sich mit der Priorität ernähren, ihrem Körper damit vermeintlich möglichst wenig zu schaden, vernachlässigen den Genuss-Aspekt meist nahezu komplett. Diese Einstellung ist für die seelische Gesundheit äußerst gefährlich. Wer verlernt hat zu genießen, wird psychisch krank, denn genießen zu können, ist ein wichtiger Bestandteil der Selbstfürsorge. In der Psychologie werden Genuss und Genießen dem Bereich des euthymen Erlebens und Verhaltens zugeordnet. Euthym bedeutet: Was der Seele gut tut! „Momente des Genießens helfen, uns gegen den alltäglichen Stress zu schützen und stellen den negativen Gefühlen positive entgegen“, erklärt der Psychologe Dr. Rainer Lutz (Marburg/Dreihausen), der das erlebenswerte Portal www.genuss-tut-gut.de mitgestaltet hat.

 Wegweiser Abnehmen

Genuss muss laut Dr. Lutz gewollt und akzeptiert sein. Und der täglichen Ernährung sollte in diesem Zusammenhang ein wichtiger Stellenwert eingeräumt werden. Wobei Genuss natürlich nichts mit Völlerei zu tun hat, denn zum Wohlfühl-Charakter des Genießens gehört immer auch das Wohlbefinden des Körpers. Nahezu allen Ernährungsideologien ist jedoch gemeinsam, dass das existenzielle Genuss-Bedürfnis von Menschen nicht nur keine Beachtung findet, sondern im Gegenteil als verwerflich und unmoralisch bewertet wird. Das Leben soll eben kein Zuckerschlecken mehr sein. Fragt sich nur, wem man mit dieser Gesinnung etwas Gutes tut.

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