Archiv der Kategorie: Abnehmen, Übergewicht, Gewichtskontrolle

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Adipositas – nicht heilbar, aber behandelbar

Diäten wenig erfolgreich

Von Adipositas (lateinisch adeps = das Fett) spricht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30. Gemäß der WHO-Klassifikation gilt ein BMI-Wert von 25 bis 30 als Übergewicht. Demzufolge ist über die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland übergewichtig: Laut Statistischem Bundesamt hatten im Jahr 2017 hierzulande 53 Prozent der Menschen im Alter von über 18 Jahren einen Body-Mass-Index von mindestens 25. Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI, 2018) sind 15,4 Prozent der Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig. Fast sechs Prozent davon haben Adipositas.

Auch wenn der BMI nur ein Richtwert ist, so sehen die Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e.V. ab einem BMI von 30 und darüber eine Adipositas-Behandlung für angebracht. Beträgt der BMI 25 bis 30 sollte ebenfalls eine Behandlung erfolgen, bei gleichzeitigem Vorliegen von

  • einer übergewichtsbedingen Gesundheitsstörung (zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes Typ 2),
  • einer vermehrten Ansammlung von Fett in der Gürtelregion (abdominale Adipositas),
  • Erkrankungen, die durch Übergewicht verschlimmert werden (zum Beispiel Gelenk- und Rückenleiden oder
  • einem hohen psychosozialen Leidensdruck.

Was sind die gesundheitlichen Folgen? Welche Rolle spielt das Mikrobiom und welche Behandlungsoptionen stehen zur Verfügung? – Das sind nur einige von vielen Fragen und Themen, die kürzlich auf den „Forschungstagen Bariatrie und Adipositas“ am Universitätsklinikum Leipzig diskutiert wurden.

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Adipositas wird mit einer Vielzahl von Folgeerkrankungen in Verbindung gebracht: Insulinresistenz, Diabetes mellitus Typ 2, Nierenkomplikationen, erhöhte Blutfettwerte, Leberverfettung, Bluthochdruck, ferner Auswirkungen auf die Lungenfunktion, auf Herz und Gefäße sowie auf das Hirn (Gedächtnisleistung, Verminderung der grauen Substanz) und die Psyche (erhöhtes Depressionsrisiko), um nur einige zu nennen.

Wie entsteht Übergewicht und Adipositas? Gewiss ist es vordergründig eine Frage der Energiebilanz: wer mehr isst, als sein Körper verbraucht, nimmt zu. Die spannende Frage ist, warum isst die betreffende Person zu viel? Hier lediglich Willensschwäche zu unterstellen, ist zu kurz gegriffen. Es kann ein ganzes Ursachenbündel in Frage kommen. Genetische Disposition, pharmakologische Ursachen, Veränderungen im neuronalen Belohnungsnetzwerk. Hier hat der Botenstoff Dopamin eine entscheidende Funktion bei der Assoziation zwischen Reiz und Belohnung. In jüngster Zeit ist auch die Rolle des Mikrobioms (älterer Begriff = Darmflora) stärker in den Fokus der Wissenschaft getreten. Deren Zusammensetzung wird von vielen Faktoren beeinflusst, Alter, Ernährung, Gewicht, Medikamente, Immunsystem u.v.a. Das Mikrobiom hat Einfluss auf Gesundheit und Krankheit des Menschen. Da liegt der Gedanke eines Fäkalen Mikrobiom Transfers (FMT) nahe: die Übertragung von Stuhl von gesunden Spendern an Empfänger zu therapeutischen Zwecken. FMT ist bei Adipositas denkbar und vielleicht auch erfolgreich. Aber es gibt zurzeit noch zu viele Unbekannte in dieser Gleichung, sodass sie aktuell nicht als eine Therapieoption angesehen wird, resümiert Doktor Jürgen Feisthammel, Gastroenterologe am Universitätsklinikum Leipzig.

Zum Basisprogramm einer jeden Adipositas-Behandlung gehören:

  • Ernährungstherapie – Nahrungsumstellung, Kalorienreduktion,
  • Bewegungstherapie – Steigerung der körperlichen Aktivitäten,
  • Verhaltenstherapie – Änderung des Verhaltens, „lifestyle“.

Leider haben Ernährungstherapien nur eine sehr geringe Erfolgsquote, so Professor Martina de Zwaan, von der Medizinischen Hochschule Hannover. Zum einen ist der Gewichtsverlust gering und zum anderen kann das Gewicht nicht gehalten werden: Sobald eine hypokalorische Diät gelockert wird, steigt das Gewicht wieder an; oft über das Ausgangsgewicht (Jojo-Effekt). Die Energiezufuhr müsste dauerhaft reduziert und mit abnehmendem Gewicht immer stärker reduziert werden. Wichtig ist hierbei, die eigenen Ziele nicht zu hoch zu stecken. Bei einem BMI von 25 bis 35 sollte eine Gewichtsreduktion von 5 Prozent angestrebt werden, bei einem BMI von über 35 sollten es 10 Prozent sein, so de Zwaan. Und weiter: „Um das Gewicht langfristig zu stabilisieren, bedarf es einer andauernden kognitiven Kontrolle der Nahrungsaufnahme. Eine adipogene Umwelt und die Biologie sind dabei mächtige Widersacher.“ Der Lohn: selbst eine moderate Gewichtsreduktion verbessert eigentlich alle Werte, metabolisch, hormonell und neuronal.

„Adipositas ist nicht heilbar – aber behandelbar“, so Professor Arne Dietrich, Leiter des Bereichs Adipositas- und metabolische Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig. Während konservative Therapien und auch pharmakologische Therapien oft nicht den erwünschten Gewichtsverlust bringen, zeigen operative Behandlungen nachhaltige Erfolge. Ab einem BMI von 40 und darüber, ohne Begleiterkrankungen und Kontraindikationen und nach Erschöpfung konservativer Therapien sowie nach umfassender Aufklärung über eine adipositaschirurgische Operation ist diese, gemäß der oben genannten Leitlinie, angezeigt. Das gleiche gilt für Patienten mit einem BMI von 35 und darüber, wenn Adipositas assoziierte Begleiterkrankungen vorhanden sind.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der chirurgischen Therapie. Bei einigen wird der Magen verkleinert oder es werden „Umgehungsstraßen“ (Bypässe) angelegt. Je nach Verfahren wird erreicht, dass nicht mehr so viel Nahrung aufgenommen werden kann, dass sich das Sättigungsgefühl eher einstellt oder dass die Nahrung nicht mehr vollständig vom Körper verwertet werden kann. Auf diese Weise verlieren Operierte 60 bis 80 Prozent ihres Übergewichts. Allerdings – und darüber muss man sich im Klaren sein – bedeutet dies, dass eine lebenslange prophylaktische Supplementation mit Vitaminen und Mineralstoffen notwendig ist, weil diese nicht mehr in ausreichendem Maße resorbiert werden können. Zur Stabilisierung des Gewichtsverlustes sollten ferner Diätvorgaben eingehalten sowie eine entsprechende körperliche Aktivität angestrebt werden.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.adipositas-gesellschaft.de/index.php?id=9

https://de.wikipedia.org/wiki/Bariatrie

https://www.bzfe.de/inhalt/bmi-rechner-5423.php

https://www.in-form.de/

http://www.bzfe.de/inhalt/trainermanual-adipositas

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Bewegungsförderung ist auch im Winter möglich

Outdoor-Aktivitäten als Gesundheitsvorsorge für Kinder

Ein Alltag mit viel Bewegung ist die beste Voraussetzung, um sich vor überzähligen Pfunden und den daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen zu schützen. Das gilt auch und gerade für Kinder, denn Übergewicht in jungen Jahren bildet nicht selten den Ausgangspunkt für lebenslange Probleme. Angesichts der massiv gestiegenen Nutzung digitaler Medien, die bei immer mehr Kindern das Spielen und Toben im Freien verdrängen, wächst auch die Verantwortung der Eltern.

Sie sollten stets für einen bewegungsfreudigen Familienalltag sorgen und dabei möglichst mit gutem Beispiel vorangehen. Auch in der kälteren Jahreszeit gibt es keinen Grund, diese Aktivitäten zu reduzieren. Übungen, mit denen Beweglichkeit, Kraft und Koordination von Kindern und Jugendlichen gestärkt werden, lassen sich auch in der Wohnung durchführen. Praktische Anregungen dafür finden sich beispielsweise bei der Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb). Deren Internetportal gibt Eltern zahlreiche Tipps für einen gesundheitsförderlichen Lebensstil ( www.pebonline.de).

Grundsätzlich gilt aber auch: Niedrige Temperaturen und eine ungemütliche Wetterlage müssen überhaupt kein Hindernis für Outdoor-Aktivitäten sein. Im Gegenteil: Sind Smartphone und PC erst einmal ausgeschaltet, können Kinder mit angemessener Bekleidung sich auch wieder für das Toben im Herbstlaub bzw. für Schneeballschlachten oder Rodelvergnügen im Winter begeistern. Dann sind es oft eher die Eltern, die sich für den Schritt nach draußen ein Beispiel am Nachwuchs nehmen müssen. Gerade während der Weihnachtszeit würden ansonsten in zahlreichen Familien die hartnäckigen Stubenhocker jeden Alters wesentlich mehr Kalorien aufnehmen als verbrauchen. „So erhöht sich das Risiko für Übergewicht„, erklären die peb-Experten: „Präventiv sollten sich Kinder unabhängig von der Jahreszeit ausgewogen ernähren und sich mindestens eine Stunde am Tag bewegen, am besten an der frischen Luft.“ Eine Empfehlung übrigens, deren gesundheitsfördernde Wirkung sich nicht nur auf den Gewichtsaspekt beschränkt: Wer dem schlechten Wetter trotzt und sich regelmäßig im Freien bewegt, der stärkt auch sein Immunsystem und beugt Erkältungen vor.

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Strategien zur Gewichtsabnahme

Menschen den richtigen „Schubs“ geben

Welche ist die richtige Richtung, in die Menschen gelenkt werden sollten, damit ihre Strategie zur Gewichtsabnahme wirklich erfolgreich ist? Da es zum Thema Übergewicht eine unübersichtliche Vielzahl von Studien gibt und es schwerfällt, einen Überblick über die richtigen Empfehlungen zu behalten, machten sich US-Wissenschaftler an die Arbeit, um eine „Studie zur Studienlage“ zum Thema Gewichtsabnahme anzufertigen.

So etwas nennt man „Meta-Analyse“, und sie zielt darauf ab, Licht in den Dschungel zu bekommen. Welches ist nun der vielversprechendste „Schubs“ in die richtige Richtung?

Sieben verschiedene Strategien und Empfehlungen wurden untersucht, indem die jeweils zugrunde gelegten Studien für diese Empfehlungen ausgewertet wurden. Zur Auswahl standen kurzgefasst: Nummer 1, die Kalorienkennzeichnung auf Verpackungen, Nummer 2, grafische Symbole auf Verpackungen, Nummer 3, gesunde Lebensmittel in den Regalen sichtbarer machen, Nummer 4, Hervorhebung „gesunder“ Merkmale auf Verpackungen, Nummer 5, Aufkleber mit Gesundheitsappellen, Nummer 6, vorgeschnittene Obst- und Gemüseportionen. Und last but not least: Nummer 7, die Verringerung der Portionsgrößen „ungesunder“ Lebensmittel.

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In der Tat, die letzte ist nicht die schlechteste, sondern nach den Ergebnissen des Instituts für anwendungsbezogene Forschung und Management in Catonsville/USA sogar die vielversprechendste Variante. Die Wissenschaftler stellten fest, dass Maßnahmen, die auf die Verhaltensänderung abzielten – in diesem Fall einfach weniger ungesunde Lebensmittel zu sich zu nehmen – die wirksamste Methode sei, Verbrauchern einen leichten Schubs in die richtige Richtung zu geben, um den Abnehmerfolg nachhaltiger wirken zu lassen.

Friederike Heidenhof, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.eurekalert.org/pub_releases/2019-10/ifor-ro9100919.php

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Trotz Hashimoto erfolgreich abnehmen

Leiden Menschen unter Hashimoto-Thyreoiditis fällt abnehmen nicht leicht, kann aber erfolgreich gelingen, weiß Frank Kechele von easylife

Erfolgreich Gewicht zu verlieren, sei bereits für gesunde Menschen durchaus herausfordernd. Komme jetzt noch eine Krankheit wie Hashimoto-Thyreoiditis hinzu, falle das Abnehmen nicht leicht, könne aber dennoch erfolgreich gelingen. „Wichtig ist hierbei zu wissen, was hinter der Krankheit steckt und mit welchem Programm eine erfolgreiche Gewichtsabnahme gelingen kann.

Bei easylife betreuen wir alle unsere Teilnehmer intensiv in der Abnehmphase und darüber hinaus – so kann es auch mit Hashimoto gelingen abzunehmen“, erklärt Ernährungsexperte Frank Kechele.

Bei Hashimoto handle es sich um eine Autoimmunerkrankung, die eine chronische Entzündung der Schilddrüse, bei der Schilddrüsengewebe zerstört wird, zur Folge hat. Auf Dauer führe Hashimoto zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Wie sich diese äußert erläutert Frank Kechele: „Patienten mit Hashimoto leiden häufig unter chronischer Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Sie haben ein erhöhtes Kälteempfinden, Konzentrationsschwierigkeiten, Muskelschmerzen und leiden unter einer Gewichtszunahme.“ Gerade zu Beginn der Krankheit seien die Symptome vielfältig und schwierig einzuschätzen, daher sei es wichtig einen Arzt aufzusuchen, um eine eindeutige Diagnose zu erhalten.

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Wie tückisch und herausfordernd Hashimoto sein kann, weiß der Ernährungsexperte: „Wenn die Waage jeden Morgen ein bisschen mehr anzeigt, obwohl man Sport macht und wenig isst, steigt der Grad der Verzweiflung. Irgendwann glaubt niemand mehr, dass man sich normal ernährt.“ Bedingt durch Hashimoto könne es schnell passieren trotz einer normalen Ernährung stetig zuzunehmen. Diese Kilos wieder abzunehmen, gelinge durch eine fachkundige und intensive Betreuung. Kechele führt hierzu an: „Im easylife Programm begleiten Ärzte und Berater/innen Hashimoto Patienten intensiv auf dem Weg zum Wunschgewicht. Auch nach der gewünschten Gewichtsabnahme steht easylife diesen mit Rat und Tat zur Seite, liefert wertvolle Tipps und leckere Rezepte.“ Einige Tipps zur Gewichtsabnahme seien unter anderem der Verzicht auf Zucker, die Vermeidung von fett- und kohlenhydratreichen Lebensmitteln und die ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit in Form von Wasser und ungesüßten Tees. Abschließend findet Kechele motivierende Worte für abnehmwillige Hashimoto Patienten: „Die Krankheit ist ein sehr starker Gegner, aber Sie können es trotzdem schaffen, abzunehmen. Der Körper braucht etwas mehr Zeit, um an Gewicht zu verlieren, lassen Sie sich also nicht entmutigen.“

Wer mehr zum Thema Abnehmen mit Hashimoto-Thyreoiditis erfahren möchte, kann sich an einem easylife Standort beraten lassen.

Weite Informationen zu nachhaltigem einkaufen finden Sie unter: https://www.easylife.de/news/detail/erfolgreich-abnehmen-mit-hashimoto/

Alles über easylife lesen Sie auf www.easylife.de

easylife steht seit über 25 Jahren für erfolgreiches Abnehmen ohne Sportprogramm. Hinter dem Erfolg des easylife-Konzepts steht stoffwechseloptimierte Ernährung mit Genuss und ohne Hungerattacken. easylife ermöglicht Abnehmen mit Einfachheit, Wissenschaft und Spaß. Von Ärzten und Abnehmexperten begleitet, haben Interessenten die Möglichkeit, ihr Wunschgewicht angepasst auf die individuellen Bedürfnisse zu erreichen. Durch die easylife-Methode, die sich optimal in den Alltag integrieren lässt, bekommen Abnehmwillige in jeder Phase ihrer Gewichtsreduzierung professionelle Begleitung. Durch die spezielle easylife-Programmform lernen die Teilnehmer, das erreichte Gewicht auch langfristig gut im Griff zu haben. Auf diese Weise hat easylife bereits Hunderttausenden von Menschen geholfen, gesund abzunehmen.

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Warum wir im Alter leichter zunehmen

Der Fettstoffwechsel verändert sich

Viele Menschen kämpfen mit ihren Pfunden, wenn sie älter werden. Da ist unter Umständen jedes Jahr ein Kilo mehr auf der Waage, auch wenn sich Essgewohnheiten und körperliche Aktivität nicht wesentlich geändert haben. Nach einer schwedischen Studie liegt das auch an einem im Alter veränderten Fettstoffwechsel.

Im Fettgewebe wird ständig Fett hinzugefügt und entfernt. Der Fettumsatz ist die Rate, in der Fett abgebaut und gespeichert wird. Sind diese Prozesse im Gleichgewicht, bleibt das Körpergewicht konstant. Die Wissenschaftler des Karolinska Institut in Stockholm untersuchten die Fettzellen von 54 Probanden, darunter 10 Männer, über einen durchschnittlichen Zeitraum von 13 Jahren.

Die Zellen wurden zu Beginn und Ende der Studie aus dem weißen Unterhautfettgewebe entnommen, das im Vergleich zu tiefsitzenden Fettdepots leichter zugänglich und sensibler für Veränderungen im Fettumsatz ist. Außerdem machten die Probanden in Fragebögen Angaben zu ihren Lebensgewohnheiten.

Das Fazit: Bei allen Probanden nahm der Fettumsatz mit dem Älterwerden ab – unabhängig davon, ob sie an Körpergewicht zu- oder abgenommen hatten. Wer den nachlassenden Fettabbau nicht mit einer geringeren Kalorienaufnahme und damit geringeren Fettspeicherung ausgleichen konnte, brachte mit den Jahren mehr Pfunde auf die Waage. Das Gewicht der Betroffenen stieg um durchschnittlich 20 Prozent, melden die Wissenschaftler im Fachjournal „Nature Medicine“.

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An einer weiteren Studie waren 41 extrem fettleibige Frauen beteiligt, die nach einer Magenverkleinerung stark abgenommen hatten. Nach vier bis sieben Jahren konnten nur Probandinnen mit einer geringen Fettabbaurate vor der Operation ihren Fettstoffwechsel ankurbeln und ihr Körpergewicht auf dem niedrigeren Niveau halten.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Prozesse in unserem Fettgewebe unabhängig von anderen Faktoren Veränderungen im Körpergewicht im Alter beeinflussen“, erklärt Peter Arner vom Karolinska Institut. Die Erkenntnisse der Studie können neue Wege eröffnen, Fettleibigkeit zu behandeln und die Gewichtszunahme im Alter zu begrenzen. Allerdings geben die Autoren zu bedenken, dass überwiegend Frauen untersucht wurden und der Fettumsatz je nach Geschlecht unterschiedlich sein könnte. Weitere Studien sind notwendig, um die Ergebnisse zu untermauern.

Auch wenn wir im Alter offenbar leichter zunehmen, hat es jeder selbst in der Hand. Durch eine bewusste Ernährung und mehr Bewegung können auch ältere Menschen den Pfunden den Kampf ansagen und ihr Wohlfühlgewicht langfristig halten.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.nature.com/articles

https://www.bzfe.de/ue60-das-beste-alter

https://www.bzfe.de/wohlfuehlgewicht

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Neue Studie zu US-Übergewichtsproblemen

Ursachen liegen Jahrzehnte zurück

In den Siebzigerjahren begann die US-amerikanische Lebensmittelindustrie in großem Stil, Sirup aus Maisstärke als Süßungsmittel zuzusetzen, vor allem in zuckerhaltigen Getränken. Bis zu 400 Kilokalorien nahm jeder Amerikaner 1999 im Schnitt pro Tag über solche exzessiven Zuckermengen zu sich.

Die Quittung präsentiert die Statistik heute: die Daten von 2016 legen nahe, dass heute der Höhepunkt der Übergewichtswelle erreicht ist, und eben auch, dass dieser ziemlich exakt eine Generation nach der großen Zuckerwelle auftritt.

Wissenschaftler der US-amerikanischen Universität von Tennessee beobachteten, dass in 2016 40 Prozent der Bürger der Vereinigten Staaten an Übergewicht litten – und das obwohl bereits seit den Neunziger Jahren der Konsum von Zucker in Lebensmitteln auf dem Rückmarsch ist. Sie schließen daraus, dass die Ursachen hierfür möglicherweise Jahrzehnte zurückliegen – wenn ein hoher Zuckerkonsum in der Kindheit oder auch schon während der Schwangerschaft nachhaltige Effekte hat.

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Um das nachzuweisen entwickelten die Forscher ein Rechenmodell und nutzten vorliegende Zuckerkonsum-Daten aus den Siebzigerjahren und Übergewichts-Daten aus 1990 bis 2004. Die Ergebnisse legen nahe, dass heutige Probleme ihre Ursache 30 oder 40 Jahre in der Vergangenheit haben, wenn Menschen als Kinder einem hohen Zuckerkonsum ausgesetzt waren. Besonders betroffen seien Menschen mit geringerem Einkommensniveau. Während noch in den Neunzigern kein großartiger Zusammenhang zwischen der Einkommenssituation und dem Auftreten von Übergewicht nachgewiesen werden konnte, gebe es 2016 eine starke Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren.

Friederike Heidenhof, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.eurekalert.org/pub_releases/2019-09/uota-toe092319.php

http://www.bzfe.de/inhalt/uebergewicht-3173.html

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Bewegung schützt vor Gesundheitsrisiken

Eltern unterschätzen oft ihre Vorbildfunktion

Die meisten Eltern kleiner Kinder nehmen ihre Aufgabe als Vorbilder sehr ernst. Selbstverständlich geht“s nur bei Grün über die Straße und auch wichtige Umgangsformen wie z. B. Begrüßen oder Bedanken kann sich der Nachwuchs bei Mama und Papa abschauen. Ein mindestens ebenso bedeutendes Verhaltensvorbild kommt dagegen oft zu kurz: Die tägliche körperliche Bewegung spielt im Alltag vieler Familien kaum eine Rolle.

Die Gründe ähneln sich: keine Zeit, keine Gelegenheit, kein Interesse oder auch fehlende Einsicht in den Handlungsbedarf. Dabei belegen wissenschaftliche Untersuchungen heute schon bei Vorschulkindern einen viel zu bewegungsarmen Lebensstil und häufig bereits eine Neigung zu Übergewicht. Das ist übrigens kein deutsches, sondern längst ein internationales Phänomen. Weltweit, so ein Studienergebnis des Europäischen Informationszentrums für Lebensmittel (EUFIC), gibt es rund 42 Mio. Kinder unter fünf Jahren mit Übergewicht oder Adipositas.

Aber wenn die Kleinen ihre Eltern regelmäßig am Computer oder Smartphone statt bei sportlicher Betätigung beobachten, darf dieses Ergebnis nicht überraschen. Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, dass nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Kinder übergewichtiger Eltern ein um 80 Prozent höheres Risiko haben, selbst Übergewicht zu bekommen. Ausgerechnet die Bezugspersonen aus dem engen familiären Umfeld werden auf diese Weise zur Gesundheitsgefährdung. Denn überzählige Pfunde im Kindesalter können die Ursache künftiger Erkrankungen wie z. B. Stoffwechselstörungen oder Problemen mit dem Herz, den Muskeln oder den Knochen sein.

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Eltern sollten sich deshalb immer bewusst sein, dass sie sowohl mit ihrem Ernährungs- als auch mit dem Bewegungsverhalten den künftigen Lebensweg ihrer Kinder entscheidend prägen. Zu einer verantwortungsvollen Erziehung gehört es, in beiden Bereichen folgenreiche Fehler möglichst zu vermeiden. „Beispiele für Ernährung sind die Verfügbarkeit von großen Portionen oder Fastfood-Restaurants mit einem geringen Angebot an gesunden Speisen“, heißt es in der Risikoeinschätzung von EUFIC: „Zu den Beispielen für körperliche Betätigung zählen arbeitssparende Technologien, die zu geringerer körperlicher Betätigung führen und für ein Verhalten sorgen, das von körperlicher Inaktivität geprägt ist.“ Also öfter mal Stufen statt Rolltreppe oder Fahrradtour statt Ausflug mit dem Auto! Praktische Tipps, wie sich körperliche Aktivitäten in den Familienalltag integrieren lassen, gibt es beispielsweise auf dem Ratgeber-Portal www.pebonline.de.

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Ernährung ohne Belehrung

Gesellschaftlicher Druck macht krank

Offenes Anstarren, verletzende Kommentare, soziale Ausgrenzung in vielen Situationen: Für Menschen mit krankhafter Fettleibigkeit gleicht der Alltag oft einem Spießrutenlauf. Von ihrem Umfeld werden sie nicht selten als willensschwach und undiszipliniert wahrgenommen. Der vermeintliche Makel durch Adipositas, so der medizinische Fachbegriff, wird manchmal sogar als das letzte sozial akzeptierte Stigma bezeichnet.

Allerdings führen Diskriminierung und gesellschaftlicher Druck kaum dazu, adipöse Menschen zum Abnehmen oder zu einer Lebensstiländerung zu motivieren. Im Gegenteil: „Sie neigen stärker zum Frustessen und treiben noch weniger Sport aus Angst vor sozialem Kontakt“ fasst die Medizinerin Prof. Claudia Luck-Sikorski von der Universität Leipzig aktuelle Studienergebnisse zusammen. Ihr Rat: „Wir sollten aufhören, ständig das Essverhalten Betroffener zu kommentieren. Wie viel hat er auf dem Teller? Wie viel im Einkaufskorb? Schauen wir lieber auf unseren eigenen Teller, in den eigenen Korb.“

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Da der Umfang von Resorption und Verdauung der Nahrung bei den Menschen ganz unterschiedlich ausfalle, könne man Übergewichtigen auch nicht ein allgemeines Therapiekonzept überstülpen.

Der Publizist Detlef Brendel weist darauf hin, dass Bevormundung und Belehrungen auch bei normalgewichtigen Menschen eher das Gegenteil dessen bewirken, was beabsichtigt war. Eine Flut von pseudo-wissenschaftlichen Ernährungsratgebern, Verzichtsempfehlungen und Verbotslisten sorge bestenfalls für Verunsicherung, zunehmend aber auch für gravierende Essstörungen. Aus Angst, etwas Falsches zu verzehren, wird der Genuss am Essen komplett dem Stress der vermeintlich gesunden Nahrungsmittelauswahl untergeordnet. In seinem Buch „Schluss mit Essverboten“ (Plassen-Verlag) plädiert der Autor stattdessen für ein einfaches Ernährungskonzept: „Ausgewogen und vielseitig essen und dabei auf eine gute Balance zwischen den aufgenommenen Kalorien und dem Verbrauch durch körperliche Aktivität achten. Der eigene Körper signalisiert, was er braucht, was ihm schmeckt und was ihm bekommt.“ Deshalb, so Brendel, könne es auch hier keine allgemeingültigen Vorgaben und Empfehlungen geben: „Diese Balance soll individuell sein, weil die Natur die Menschen nicht in Standardgrößen vorgesehen hat.“

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Ausgewogene Ernährung ohne Obst und Gemüse?

Kennzeichnung Nutri-Score verunsichert Verbraucher

Frische Produkte aus der Region oder Fertiggerichte mit Plastikverpackung und langen Handelswegen? Für umwelt- und ernährungsbewusste Verbraucher keine Frage: Lieber selbst zubereiten als aufwärmen! Wer so denkt, könnte allerdings demnächst durch eine neue Nährwertkennzeichnung für Lebensmittel verunsichert werden. Der so genannte Nutri-Score bewertet die gesundheitliche Wirkung eines Produktes mit einer Farbskala von rot bis grün. Das klingt zunächst nach einer praktischen Einkaufshilfe, hat aber ein großes Manko. Denn weder frisches Obst noch Gemüse tauchen bei den positiv, also grün eingestuften Lebensmitteln auf. Der Grund: Landwirtschaftliche Erzeugnisse, die nicht verarbeitet und fabrikverpackt sind, werden von dem Kennzeichnungssystem überhaupt nicht erfasst. Stattdessen sieht der Nutri-Score Produkte wie Fertigpommes oder Fischstäbchen ernährungswissenschaftlich im grünen Bereich. Ob auf diese Weise das erklärte Ziel einer ausgewogenen Ernährung tatsächlich erreicht werden kann, wird mittlerweile von zahlreichen Kritikern bezweifelt.

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Gesunder Lebensstil für alle

Den Menschen im Blick halten

Wie lassen sich die Deutschen zu einem Lebensstil motivieren, mit dem sie gesund alt werden können? Und wer ist dafür verantwortlich: Politik oder Wirtschaft, Ernährungsfachkräfte, Lehrer und Erzieher oder doch jeder Mensch für sich selbst? Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis des 3. BZfE-Forums anlässlich der Bonner Ernährungstage. Die Botschaft: Wir schaffen es nur gemeinsam und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, um der Zunahme von Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes den Kampf anzusagen.

Eines dieser Mittel ist die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten. „Uns ist wichtig, dass wir einen breiten Konsens haben. Die Strategie wurde deshalb gemeinsam mit Ärzten, Verbraucherschützern, Ernährungswissenschaftlern, dem Handel und Lebensmittelherstellern entwickelt“, betonte Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, in seiner Begrüßungsrede. Ein weiteres Beispiel ist die Entwicklung und Einführung einer Nähwertkennzeichnung, die sich nun auf der Zielgeraden befindet.

Das sind aber nur Steine im Mosaik auf dem Weg zu einem gesellschaftlichen Wandel in Sachen gesunder Lebensstil. Es tut sich etwas in Deutschland und das ist auch dringend notwendig, denn: „Weltweit sterben vorzeitig mehr Menschen an den Folgen einer unausgewogenen Ernährung als an irgendeiner anderen Ursache. In Deutschland ist sie allein für 46 Prozent aller Todesfälle verantwortlich, die durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht wurden“, so Professor Stefan Lorkowski von der Universität Jena. Um hier gegenzusteuern, gebe es kein Allheilmittel. Weder reformulierte Lebensmittel mit weniger Zucker, Fetten und Salz noch eine Nährwertkennzeichnung allein könnten es richten. Sie sind aber wichtige Elemente eines notwendigen Maßnahmen-Mix.

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Nudging: Gesunde Trigger

Ein weiteres Mittel ist das sogenannte Nudging, das Menschen ohne Zwang zu einem allgemein als vorteilhaft anerkannten Verhalten „anstupsen“ kann: „Ein Apfel ist im Vergleich zum Schokoriegel ohne Zweifel das gesündere Lebensmit-tel. Wenn er an der Kasse der Kantine oder im Supermarkt genau vor meiner Nase liegt – und nicht nur der Schokoriegel – erleichtert mir das die gesündere Wahl“, erläuterte Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), das Prinzip.

Niederländisches Beispiel als Vorbild?

Wie Nudging funktionieren kann, wenn alle an einem Strang ziehen, demonstrierte Dr. Kai Purnhagen von der Universität Wageningen mit einem Beispiel aus den Niederlanden: Beim Nationalen Aktionsplan Gemüse und Früchte arbeiten Ministerien, Industrie, Wissenschaft und Medien zusammen und machen Verbrauchern mit kreativen Kampagnen diese Lebensmittel schmackhaft: Beim Hausarzt, in Schulen, im Supermarkt, auf Events und zur besten Sendezeit im Fernsehen. „Hier haben es unsere Nachbarn ganz offensichtlich geschafft, ihre verschiedenen, durchaus legitimen Interessen für ein vorher definiertes und verbindliches Ziel unter einen Hut zu bringen“, sagte Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE). Dieses Beispiel zeige außerdem, dass Nudging nicht als Ersatz, sondern als hilfreiche Ergänzung zur Ernährungsbildung und -information gedacht ist.

Unternehmen als Präventionsorte

Als ideales Setting für solche und alle anderen Maßnahmen rücken zunehmend auch Unternehmen in den Fokus, denn hier lässt sich theoretisch die Hälfte der deutschen Bevölkerung erreichen. Mit dem Präventionsgesetz hat die Betriebliche Gesundheitsförderung neuen Schub erlangt „aber hier geht noch deutlich mehr“, stellte Professorin Annegret Flothow von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg fest. „In den Unternehmen erreichen wir nämlich nicht nur Menschen, die sich sowieso schon für Gesundheit interessieren, sondern auch diejenigen, die sich nur wenig Gedanken darüber machen.“

Am Ende des Tages brachte Dr. Büning-Fesel die Erkenntnisse für Wege zu einem gesünderen Lebensstil auf den Punkt: „Ob betriebliche Gesundheitsförderung, Nudging, Reformulierung oder Verbraucheraufklärung und -beratung: „Bei allem, was wir tun, müssen wir immer die Fragen im Blick behalten: Wie und womit erreichen wir die Menschen in ihrem Alltag? Welche Hilfestellung benötigen sie in Mensa oder Kantine, beim Lebensmitteleinkauf oder der Essenszubereitung zuhause? Und wie können wir neue Medien und digitale Tools so in unsere Arbeit integrieren, dass wir deren Chancen für unsere Ziele nutzen?“

Ohne Veränderungswille keine Entwicklung

BLE-Präsident Eiden appellierte an alle Ernährungsfachleute: „Uns eint das Ziel, den Menschen einen Ernährungs- und Lebensstil nahe zu bringen, mit dem sie gesund bleiben und gesund alt werden können. Das bedeutet in sehr vielen Fällen: Veränderung. Die Dinge werden nicht besser, wenn alles so weitergeht wie bisher“.

Damit auch künftig Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis gebaut werden können, werden die brennenden Fragen bei den 4. Bonner Ernährungstagen eine zentrale Rolle spielen, die für den 2. und 3. September 2020 geplant sind. Dann, wenn es nicht nur um einen gesunden Lebensstil für jeden Einzelnen geht, sondern um den Speiseplan der Zukunft, der zugleich nachhaltig sein und unser Klima schützen soll.

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