Schlagwortarchiv: BZfE

Essbare Blüten

So kommt der Frühling auf den Teller

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWenn der Frühling erwacht, zeigt die Natur ihre Farben. Viele Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern bringen auch Abwechslung in die Alltagsküche. So werden Butterbrote zum bunten Hingucker, wenn sie mit Blüten von Löwenzahn, Gänseblümchen, Wiesenschaumkraut oder Gundermann belegt werden. Auch Salate, Suppen und Soßen lassen sich auf diese Weise dekorieren und mit wertvollen Mineralstoffen und Vitaminen bereichern.

Kapuzinerkresse hat einen würzig-pfeffrigen Geschmack, der in Quark und Frischkäse gut zur Geltung kommt. Für eine Blütenbutter werden Blüten und Blätter fein gehackt, mit geschmolzener Butter vermischt und in einer Form im Kühlschrank abgekühlt. Die Blütenknospen vom Löwenzahn sind gedünstet eine rosenkohlartige Delikatesse. Für „falsche Kapern“ gibt man die Köpfchen mit Essig, Estragon, Petersilie, Knoblauch und Zwiebelringen in ein verschließbares Glas. Nach acht bis zehn Wochen sind sie fertig.

Wer es süß mag, genießt ein Blütengelee zum Frühstück. Für den Brotaufstrich mischt man verschiedene Blüten, auch von Holunder, Stiefmütterchen und Veilchen. Sie werden mit Zitronenscheiben in Apfelsaft kurz aufgekocht und durch ein Sieb gegossen. Anschließend die Flüssigkeit mit Gelierzucker zu Gelee aufkochen und in saubere Schraubgläser füllen.

Eine edle Dekoration für Eis und Quarkspeisen sind kandierte Blüten von Veilchen, Rosen und Wiesensalbei. Dazu wird Eiweiß mit wenig Puderzucker halbsteif geschlagen. Die Blütenblätter mit einer Pinzette durch die Eischneemasse ziehen und die Blüten rundum mit Zucker bestreuen, auf Backpapier legen und im lauwarmen Backofen trocknen lassen. Alternativ können Sie die Blüten auch mit geschmolzener Schokolade überziehen. In Eiswürfel eingefrorene Blüten von Borretsch und Rosenblätter schmücken Bowle und Cocktails.

Am besten pflückt man die Blüten selbst – im eigenen Garten, am Waldrand und auf ungedüngten Wiesen. Sie dürfen nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sein, sodass Zierpflanzen aus dem Handel in der Regel nicht geeignet sind. Greifen Sie nur zu genießbaren Blüten, die Sie ohne Zweifel bestimmen können. Auch der Zeitpunkt der Ernte ist wichtig. Für die meisten Arten ist der Vormittag ideal, wenn sich die Blüten gerade erst geöffnet haben. In einer Schale mit kaltem Wasser bleiben sie für einige Stunden frisch.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
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Harald Seitz, BLE
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Ernährungskompetenz von Anfang an

Infos, Tipps und Tools für Eltern, Ernährungsberater, Erzieher und Lehrer

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenDie perfekte werdende Mutter ist schlank und sportlich, trinkt keinen Alkohol und raucht nicht. Ist das Baby auf der Welt, stillt sie mit Hingabe und kocht später den Babybrei mit frischem Gemüse. Nach und nach gewöhnt sie das Kleinkind an ausgewogene Mahlzeiten am Familientisch – natürlich unterstützt durch Vater, Geschwister, Oma und Opa. Und kommt das Kind in die Kita und in die Schule, genießt es dort leckeres Essen nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

So wäre es ideal, denn das Fundament für ein gutes Essverhalten und lebenslange Gesundheit wird sehr früh gelegt. Trotzdem läuft in der Realität nicht immer alles nach Plan, selbst bei den besten Vorsätzen. Das ist völlig normal und auch kein Problem, solange die grobe Richtung stimmt. Und bei der Richtung helfen das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und andere Organisationen.

Denn besonders beim ersten Kind sind Eltern oft unsicher und dankbar für jegliche Hilfe. Brauche ich in der Schwangerschaft Nahrungsergänzungsmittel? Was tun, wenn es mit dem Stillen nicht klappt? Darf ich mein Kind vegan ernähren? Antworten auf solche und weitere wichtige Fragen sowie praktische Tipps für den Alltag gibt das zum BZfE gehörende Netzwerk „Gesund ins Leben“ im Internet, in kostenlosen Printmaterialien oder über die App „Baby & Essen“.

Für Fachleute wie Hebammen, Kinderärzte und Ernährungsberater gibt es Fortbildungsangebote und Handlungsempfehlungen zur Ernährung und Bewegung für Schwangerschaft, Stillzeit und Kleinkindphase. Danach sind Erzieher und Lehrer gefragt. Sie können sich mit passenden Materialien Unterstützung in Sachen Ernährungsbildung holen. Und Best-Practice-Beispiele zeigen Kitas und Schulen wie sich eine ausgewogene und schmackhafte Mittagsverpflegung umsetzen lässt.

So lassen sich die Weichen von Anfang an richtig stellen und Kinder erhalten so von allen Seiten die besten Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung.

Gabriela Freitag-Ziegler, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bzfe.de/inhalt/ernaehrungskompetenz-foerdern-1013.html

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Diabetes mellitus Typ 2

Vorsorge ist besser als Krankheit

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenEtwa jeder zehnte Deutsche ist von Diabetes mellitus Typ 2 betroffen. Leitsymptom dieser Stoffwechselkrankheit ist eine erhöhte Blutglucosekonzentration. Ab etwa 180 mg/dl passiert die Glucose die Nierenschwelle und ist im Urin nachweisbar.

Bei der Entstehung des Diabetes mellitus Typ 2 spielen Übergewicht und Adipositas sowie mangelnde Bewegung eine wichtige Rolle. Auch Nikotin, Schlafmangel und bestimmte Medikamente können diese Form des Diabetes begünstigen. Ein gesunder Lebensstil ist ausschlaggebend für den Verlauf der Krankheit.

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen daher: Essen Sie mehr Gemüse, Salat und Rohkost. Diese liefern wenig Energie und helfen so, das Gewicht zu halten oder abzunehmen.

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Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und versorgen den Körper mit gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffen. Außerdem enthalten sie kaum Zucker und gleichzeitig viele Ballaststoffe – dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Beratungsmaterial „Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus – Beratung bei nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ 2“, Ringordner, Bestell-Nr. 1631, 79,00 Euro

www.ble-medienservice.de

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Herausforderung Diabetes mellitus Typ 2

BZfE-Leitfaden für die Ernährungsberatung

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenIn Deutschland gibt es ca. 8,5 Millionen Menschen, die an Diabetes mellitus erkrankt sind, 95 Prozent davon am nicht-insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ 2. Etwa 6 Millionen Menschen sind in Behandlung. Die Krankheit verursacht anfangs kaum Beschwerden, daher geht man von einer großen Dunkelziffer aus.

Eine Veränderung des Lebensstils durch eine gesundheitsfördernde Ernährung und mehr körperliche Aktivität kann das Risiko für Komplikationen infolge von Folgekrankheiten erheblich verringern und die Lebenserwartung erhöhen.

Für die Ernährungsberatung von Typ 2-Diabetikern hat das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ein Modul für die Therapie erarbeitet. Ein Beraterleitfaden führt Schritt für Schritt durch acht mögliche Beratungstermine – angefangen von der Anamnese bis zum Schlussgespräch. Dabei können einzelne Einheiten individuell an die Wünsche, Interessen und Ziele der Patienten zugeschnitten werden. Eine Begleitbroschüre informiert über das Krankheitsbild Diabetes mellitus Typ 2 sowie aktuelle Ernährungsempfehlungen und alternative Kostformen. Die wichtigsten Informationen gibt es zusammengefasst für die Patienten zum Nachlesen.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.bzfe.de/ernaehrungstherapie-bei-diabetes-mellitus-typ-2.html

Beratungsmaterial „Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus –
Beratung bei nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ 2“
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Chronische Krankheiten

Ballaststoffreiche Ernährung beugt vor

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWer reichlich Ballaststoffe und Vollkornprodukte mit der Nahrung aufnimmt, kann chronischen Krankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2, Schlaganfall und Herzinfarkt entgegenwirken. Zu diesem Resultat kommt eine große Übersichts-Studie aus Neuseeland. Die Wissenschaftler der University of Otago hatten 185 Beobachtungsstudien und die Ergebnisse von 58 klinischen Untersuchungen mit über 4.600 Teilnehmern ausgewertet. Die zu Beginn gesunden Probanden machten detaillierte Angaben zu ihren Ernährungsgewohnheiten und wurden für den Studienzeitraum medizinisch begleitet. In den klinischen Untersuchungen analysierten die Wissenschaftler, wie sich eine ballaststoffreiche Ernährung auf verschiedene Parameter wie Blutdruck, Blutzucker und Blutfette auswirkt.

Ein hoher Ballaststoffverzehr (mindestens 25 bis 29 g täglich) verringerte die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Leiden im Vergleich zu einem geringen Verzehr (weniger als 15 g täglich) um 15 bis 30 Prozent. Das Auftreten von Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes mellitus Typ 2 und Darmkrebs war um 16 bis 24 Prozent reduziert.

Eine weitere Auswertung der klinischen Studien zeigte, dass sich durch eine ballaststoffreiche Kost Körpergewicht, Cholesterin- und Blutdruckwerte senken lassen. Für manche Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 und Darmkrebs konnten die positiven Effekte durch einen höheren Ballaststoffverzehr als 30 g täglich noch gesteigert werden. Generell gaben die Autoren allerdings zu bedenken, dass Beobachtungsstudien keine ursächlichen Beziehungen nachweisen können. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann mit einer insgesamt gesünderen Lebensweise verbunden sein. Daher sind noch weitere Untersuchungen notwendig, um die Hintergründe besser zu verstehen.

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Laut Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten Erwachsene mindestens 30 g Ballaststoffe pro Tag verzehren. Vielen Menschen fällt es schwer, diesen Richtwert zu erreichen. „Mit viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten lässt sich der Ballaststoffverzehr ganz einfach steigern“, erklärt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). „Greifen Sie bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln und Reis öfter mal zur Vollkornvariante“, so Seitz. „Der etwas herbere Geschmack von zum Beispiel Vollkornpasta ist nur zu Beginn etwas ungewohnt.“ Ballaststoffe haben auch andere positive Wirkungen auf die Gesundheit. Sie erhöhen zum Beispiel das Sättigungsgefühl und helfen dadurch bei der Gewichtskontrolle. Zudem fördern sie eine gesunde Darmflora.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(18)31809-9

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0140673618318099?via%3Dihub

Heft „Herzgesund leben – cholesterinbewusst essen“
Bestell-Nr. 1301, Preis: 1,50 Euro

Heft „5 am Tag – Gesund mit Obst und Gemüse“
Bestell-Nr. 1542, Preis: 1,25 Euro

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Vitamin B12 in der Ernährung

Neuer Referenzwert festgelegt

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenDie Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat den Referenzwert für die Zufuhr von Vitamin B12 aktualisiert. Die Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Daten und sind altersabhängig. Im Verlauf der Kindheit erhöhen sie sich von 0,5 Mikrogramm für Säuglinge auf 4,0 Mikrogramm pro Tag für Jugendliche und Erwachsene. Schwangere (4,5 µg) und Stillende (5,5 µg) haben einen erhöhten Tagesbedarf. Die Referenzwerte werden von den Gesellschaften für Ernährung in Deutschland (DGE), Österreich (ÖGE) und der Schweiz (SGE) gemeinsam herausgegeben.

Vitamin B12 ist ein Sammelbegriff für verschiedene Verbindungen mit der gleichen biologischen Wirkung und demselben chemischen Grundgerüst mit einem Kobalt-Ion im Zentrum. Daher wird Vitamin B12 auch als Cobalamin bezeichnet. Das Vitamin ist lebensnotwendig und unter anderem an der Zellteilung und Blutbildung beteiligt. Bei einem dauerhaften Mangel kann es zu Blutarmut, neurologischen Störungen und psychischen Auffälligkeiten wie Gedächtnisschwäche kommen.

Für die Aufnahme von Vitamin B12 aus der Nahrung in die Darmzellen ist die Bindung an ein Glykoprotein notwendig, das in den Magenzellen gebildet wird. Daher können auch Magenerkrankungen wie eine chronische Gastritis zu einem Vitamin B12-Mangel führen. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen verringern die Aufnahme von Vitamin B12 in den Körper.

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Vitamin B12 wird ausschließlich von Mikroorganismen hergestellt und gelangt über die Nahrungskette in den tierischen und menschlichen Organismus. Gute Lieferanten sind Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte, Eier, Milch und Milchprodukte. Der Schätzwert für Erwachsene von 4,0 Mikrogramm pro Tag lässt sich zum Beispiel mit einem kleinen Glas Milch, einem Becher Joghurt, einem Ei und 60 g Camembert erreichen. Lebensmittel pflanzlicher Herkunft wie Sauerkraut, Meeresalgen wie Nori und Shiitake-Pilze können Spuren von Vitamin B12 enthalten. Allerdings liegt das Vitamin häufig nicht in einer für den Menschen verfügbaren Form vor. Daher empfiehlt die DGE Veganern, dauerhaft ein Vitamin B12-Präparat einzunehmen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin B12:
www.dge.de/index.php?id=1023

Handlungsempfehlungen zu vegetarischer und veganer Ernährung in der Schwangerschaft:
https://www.gesund-ins-leben.de/vegane-ernaehrung-in-der-schwangerschaft-29550.html
https://www.bzfe.de/was-im-essen-steckt-vitamine-und-mineralstoffe.html

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Übergewicht bei Kleinkindern

Ist Stress der Mutter im ersten Lebensjahr ein Faktor?

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenKleinkinder leiden offenbar häufiger an Übergewicht, wenn ihre Mütter das erste Lebensjahr als sehr stressig empfunden haben. Vor allem Mädchen sind betroffen, lassen die Ergebnisse einer Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) vermuten.

Für die Untersuchung wurden Daten von knapp 500 Müttern mit ihren Kindern ausgewertet. Die Wissenschaftler bestimmten jährlich den Körpermassenindex (BMI) der Jungen und Mädchen. Der BMI gibt das Verhältnis des Gewichts (in kg) zur Körpergröße (in Meter zum Quadrat) an. Bei Kindern und Jugendlichen verändert sich der normale Körperfettanteil ständig, je nach Alter und Geschlecht. Anhand von Normwertkurven lässt sich ablesen, wie das Gewicht einzuordnen ist. Zudem berichteten die Mütter in Fragebögen von ihrem Gefühlsleben. Dazu zählten Sorgen und Ängste, Anspannung, allgemeine Zufriedenheit und Umgang mit täglichen Anforderungen. Mit Hilfe dieser Daten wurde der subjektiv empfundene Stress in der Schwangerschaft und in den ersten zwei Lebensjahren eingeschätzt.

Nach den Studienergebnissen gibt es einen Zusammenhang zwischen dem empfundenen Stress der Mutter und der Gewichtsentwicklung ihres Kindes im Alter von ein bis fünf Jahren. Mütter, die im ersten Lebensjahr überlastet waren, hatten häufiger übergewichtige Kinder als entspanntere Frauen.

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Interessanterweise waren Mädchen besonders „anfällig“ für den mütterlichen Stress. Das könnte daran liegen, dass sie eher mit Heißhungerattacken auf negative Stimmungen reagieren. Jungen nehmen die Belastung der Mütter möglicherweise weniger intensiv wahr oder können sie besser kompensieren. Der Stress in der Schwangerschaft und im zweiten Lebensjahr hatte keinen Einfluss auf das Gewicht des Nachwuchses.

Das erste Lebensjahr scheint eine sensible Phase für die Gewichtsentwicklung des Kindes zu sein, betonen die Wissenschaftler im Fachjournal „BMC Public Health“. Daher ist es wichtig, Mütter vor allem in den ersten Monaten nach der Geburt im Alltag zu unterstützen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.ufz.de

www.bihealth.org

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30376822

https://www.bzfe.de/inhalt/wenn-kinder-kein-gemuese-moegen-30462.html

https://www.bzfe.de/inhalt/17-aid-forum-leichter-aktiver-gesuender-1015.html

Heft „Das beste Essen für Kleinkinder – Empfehlungen
für die Ernährung von 1- bis 3-Jährigen“
Bestell-Nr. 1566, Preis: 2,50 Euro

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Allergie oder Lebensmittelunverträglichkeit

Was ist der Unterschied?

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenJeder fünfte US-Amerikaner glaubt, auf bestimmte Lebensmittel allergisch zu reagieren. Allerdings ist dieser Verdacht nur bei zehn Prozent medizinisch bestätigt. Vermutlich leiden viele Betroffene nicht an einer Allergie, sondern an einer Lebensmittelunverträglichkeit. Das ist das Resultat einer aktuellen Studie, für die Daten von über 40.000 Erwachsenen mittleren Alters in den USA ausgewertet wurden.

Bei einer Allergie besteht eine Überreaktion des Körpers gegen bestimmte Lebensmittel wie Erdnuss oder Fisch. Es ist eine immunologisch vermittelte Abwehrreaktion auf kleine Eiweißbausteine, sogenannte Allergene. Es erfolgt eine Sensibilisierung, und der Körper bildet spezifische Antikörper. Bei erneutem Kontakt können Hautreaktionen wie Nesselausschlag bis hin zum anaphylaktischen Schock auftreten.

Wer regelmäßig mit Magen-Darm-Beschwerden zu kämpfen hat, könnte unter einer Unverträglichkeit gegen Milchzucker (Lactoseintoleranz) oder Fruchtzucker (Fructosemalabsorption) leiden. Bei einer Lebensmittelunverträglichkeit ist das Immunsystem nicht beteiligt. Meist ist der Stoffwechselprozess gestört. Bei einer Laktoseintoleranz fehlt beispielsweise das Enzym Laktase, sodass der Milchzucker nicht oder nicht ausreichend abgebaut werden kann.

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In Deutschland wird von ähnlichen Zahlen wie in den USA ausgegangen. Vor diesem Hintergrund ist es keineswegs sinnvoll, nur auf Verdacht bestimmte Lebensmittel zu meiden. Das verringert die Lebensqualität und erhöht das Risiko für einen Nährstoffmangel. „Wer eine Lebensmittelallergie vermutet, sollte zum Facharzt gehen“, rät Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler am Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Für eine korrekte Diagnose wird zunächst die Krankheitsgeschichte aufgenommen. Erst nach Haut- und Blutuntersuchungen und diätetischen Verfahren folgt eine Ernährungsempfehlung. „Bei einer Allergie muss das Lebensmittel strikt gemieden werden, da schon Spuren gefährliche Reaktionen hervorrufen können. Im Gegensatz dazu sind bei einer Unverträglichkeit geringe Mengen meist kein Problem“, erklärt Seitz. Glutenfreie und laktosefreie Produkte haben nur dann einen gesundheitlichen Nutzen, wenn ein ärztlicher Befund für Zöliakie oder eine Laktoseintoleranz vorliegt. „Frei-von-Produkte sind deutlich teurer und nicht per se gesünder“, so Seitz.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://jamanetwork.com/journals/fullarticle/2720064

http://www.bzfe.de/lebensmittelallergien-3737.html

http://www.bzfe.de/unvertraeglichkeiten-frei-von-im-trend-29170.html

Heft „Lebensmittelallergie und Neurodermitis: Was darf mein Kind essen?“
Bestell-Nr. 1469, Preis: 3,00 Euro

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Gesund mit guten Darmbakterien

Neuer Beitrag auf www.in-form.de

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenJeder Mensch besitzt eine einzigartige Zusammensetzung der Bakteriengemeinschaft im Darm, der sogenannten Mikrobiota. Sie ist vergleichbar mit dem individuellen Fingerabdruck. Der Grund ist, dass viele Lebensstilfaktoren die Bakteriengemeinschaft prägen. Eine niederländische Forschergruppe konnte 126 verschiedene Faktoren identifizieren, wovon 60 mit der Ernährung zusammenhingen.

Je nachdem wie die Nahrung zusammengesetzt ist, entwickeln sich bestimmte Bakterienarten stärker und andere schwächer, denn jede Bakterienart hat spezielle Vorlieben und Ansprüche.

Neben der Ernährung wirkt sich möglicherweise auch die Bewegung auf die Mikrobiota aus. Finnische Wissenschaftler fanden Hinweise darauf, dass regelmäßiger Ausdauersport wie Radfahren einen positiven Einfluss ausüben könnte. Welche Aufgaben die Mikrobiota im Darm übernehmen und wie diese sich auf die Abwehrkräfte auswirken, beleuchtet der Beitrag „Gesund mit guten Darmbakterien“ unter: https://www.in-form.de/wissen/gesund-mit-guten-darmbakterien/.

www.bzfe.de

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Heft „Nahrung und Verdauung – Wissen kompakt“, Bestell-Nr. 3706, Preis: 2,50 Euro

Essen geht durch den Magen – Die kleine Ernährungslehre, Bestell-Nr. 1231, Preis: 2,50 Euro

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Campylobacter-Infektionen vermeiden

Hygiene ist das A und O

Gesundheit_Nachrichten,_Pressemeldungen„500 Zellen reichen für eine Infektion aus“, erklärte Dr. Daniel Windhorst vom Biotechnologie-Unternehmen IDT Biologika beim Campylobacter-Workshop des Wissenschafts- und Informationszentrums Nachhaltige Geflügelwirtschaft. Schon wenige Bakterien der Gattung Campylobacter verursachen beim Menschen Durchfallerkrankungen.

Etwa 74.000 nachgewiesene Fälle wurden 2016 gemeldet, damit kommt den Campylobacter eine weit größere Bedeutung zu als den Salmonellen-Infektionen, von denen im gleichen Zeitraum nur ca. 13.000 festgestellt wurden. EU-weit gibt es geschätzt etwa 9 Millionen Infektionen im Jahr, was zu Krankheitsfolgekosten von etwa 2,4 Milliarden Euro führt. Trotz der Häufigkeit ist das Bakterium den Verbrauchern weitgehend unbekannt: Bei einer Umfrage des TÜV Süd nannten nur 1 % der Befragten Campylobacter als Verursacher bakterieller Lebensmittelinfektionen.

Die Campylobacter-Infektion ist eine sogenannte Zoonose. Der Erreger wird von Tieren oder über Lebensmittel tierischen Ursprungs auf Menschen übertragen. Verschiedenen Arten von Campylobacter kommen natürlicherweise im Darm von Geflügel, Rindern und Schweinen vor und auch bei Wildvögeln und Heimtieren sind sie nachweisbar. Hund und Katze, die eng mit dem Menschen zusammenleben, stellen ebenfalls eine mögliche Infektionsquelle dar. Auch Geflügelkot, der auf Eischalen haftet, kann die Bakterien enthalten.

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Hauptinfektionsursache ist aber mangelnde Küchenhygiene bei der Verarbeitung von Geflügelfleisch. Vor allem im Sommer, in der Grillsaison, kommen die meisten Erkrankungen vor. Die Bakterien werden vom Geflügel heruntergewaschen, sie spritzen mit Spülwasser oder Fleischsaft auf Geräte oder andere Lebensmittel. Wer Hände, Messer oder Schneidebretter nicht zwischen Arbeitsgängen mit Fleisch und solchen mit z.B. Rohkost wäscht, überträgt damit Bakterien auf Lebensmittel, die nicht erhitzt werden. Campylobacter sind temperaturempfindlich, können sich aber in nicht ausreichend durchgegartem Fleisch halten.

Einfache Regeln zur Küchenhygiene des Bundeszentrums für Ernährung finden Sie unter:
https://www.bzfe.de/inhalt/lebensmittel-hygienisch-zubereiten-27464.html.

Regina Bartel, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.tuev-sued.de/presse/umfrage-campylobacter-weitgehend-unbekannt

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