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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Grün oder versteckt

Algensnacks aus dem 3D-Drucker

Mikroalgen sind eine vielversprechende Zutat für innovative Lebensmittel. Denn sie versorgen den Körper mit wertvollem Eiweiß, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Kalium, Kalzium, Eisen und Selen. In der Praxis ist der Algenanteil aber begrenzt, da die intensiv dunkelgrüne Farbe für manche Produktgruppen wie zum Beispiel Backwaren vom Verbraucher kaum akzeptiert wird.

Wissenschaftler der niederländischen Universität Wageningen und der spanischen Universität Valencia haben sich mit der Frage beschäftigt, wie hoch das Potenzial des 3D-Drucks zur Einarbeitung von Mikroalgen in gebackene Getreidesnacks ist. In der Studie lag der Fokus auf den im Süßwasser lebenden Arten Chlorella vulgaris (Chlorella) und Arthrospira platensis (Spirulina). Die Lebensmitteltechnologen ersetzten einen Teil des Weizenmehls im Rezept durch unterschiedliche Mengen gefriergetrocknete Mikroalgen-Biomasse. Anschließend prüften sie die Auswirkungen des Algen-Zusatzes auf die Fließ- und Formbarkeit des Teiges, die Druckbarkeit in 3D und die Produkteigenschaften der „Kekse“ wie Form, Textur und Farbe.

Durch die Anreicherung mit Mikroalgen verbesserte sich die Druckbarkeit der Getreidesnacks mit einem Extrusionsverfahren. Dabei werden weiche oder flüssige Nahrungsmittel wie ein Teig durch eine Extrusionsdrüse in eine bestimmte Form gepresst. Offenbar ist die Masse durch den Zusatz von Mikroalgen formbeständiger. Die genauesten Strukturen lieferten Snacks mit einem Anteil von drei und vier Prozent Chlorella. Allerdings waren die Kekse nach dem Backen sehr dunkel und grün bis bräunlich gefärbt.

In einem weiteren Schritt testeten die Wissenschaftler eine andere Drucktechnik, die ein praktikabler Ansatz sein könnte. In ersten Experimenten wurden Snacks hergestellt, bei denen die Mikroalgen-angereicherte Masse im Innern platziert war. Von außen war die grüne Farbe nicht sichtbar. Zur Anwendung in der Praxis sind aber weitere Versuche notwendig.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.doi.org/10.1007/s11947-020-02544-4

Algen in der Ernährung

www.bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/algen/

Spirulina als Eiweißlieferant?

www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2018/september/mikroalgen-in-lebensmitteln/

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Schützt Beta-Carotin die Blutgefäße?

Enzymaktivität ist entscheidend

Möhren sind gesund, da sie reichlich Carotinoide wie Beta-Carotin enthalten. Mithilfe eines Enzyms wird Beta-Carotin im menschlichen Körper zu Vitamin A umgewandelt. Das senkt unter anderem den Spiegel des „schlechten“ Cholesterins im Blut und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vermuten Wissenschaftler der Universität Illinois. Allerdings ist das Enzym nicht bei jedem gleich aktiv.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind häufig auf eine fortschreitende Anhäufung von Fett und Cholesterin an den Innenwänden der Arterien zurückzuführen (Atherosklerose bzw. Arteriosklerose). Studien haben gezeigt, dass die Umwandlung von Beta-Carotin in Vitamin A das „schlechte“ LDL (Low-density-Lipoprotein)-Cholesterin im Blut reduziert und auf diese Weise vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen kann.

Um den Effekt von Beta-Carotin auf das Herz-Kreislauf-System besser zu verstehen, führten die Wissenschaftler eine Studie mit knapp 500 jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren durch. Die Probanden machten Angaben zu ihren Essgewohnheiten und gaben Blutproben ab, um die Cholesterinwerte zu bestimmen. Beta-Carotin wird mit Hilfe des Enzyms Beta-Carotin-Oxygenase 1 (BCO1) in Vitamin A umgewandelt. Eine genetische Variation bestimmt, wie aktiv dieses Enzym ist. Es ließ sich ein Zusammenhang zwischen der Enzymaktivität und dem Spiegel des „schlechten“ Cholesterins feststellen. „Menschen, die eine genetische Variante hatten, die das Enzym BCO1 aktiver macht, hatten weniger Cholesterin im Blut“, erklärt Jaume Amengual.

Aber hat Beta-Carotin auch langfristig einen Effekt auf das Herz-Kreislauf-System? Um diese Frage zu beantworten, führten die Wissenschaftler eine zweite Studie an Mäusen durch. Wenn die Tiere mit Beta-Carotin-angereichertem Futter versorgt wurden, hatten sie einen niedrigeren Cholesterinspiegel und entwickelten weniger Ablagerungen und Schädigungen in den Arterien. Das lässt vermuten, dass sie besser vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen geschützt waren als Tiere, die kein Beta-Carotin aufnahmen.

Bislang werden hohe Beta-Carotin-Werte im Blut mit gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht. Es könnte aber auch ein Zeichen für ein wenig aktives BCO1-Enzym sein, das das mit der Nahrung aufgenommene Beta-Carotin nicht ausreichend in Vitamin A umwandelt. Bis zu fünfzig Prozent der Bevölkerung haben die weniger aktive Variante des Enzyms, erklärt Amengual. Das bedeutet, ihr Körper ist langsamer bei der Vitamin-A-Produktion aus pflanzlichen Quellen. Sie könnten andere Vitamin-A-Quellen wie Milch und Käse benötigen, um ihren Bedarf zu decken. Es sind jedoch weitere Studien erforderlich, um die Resultate zu bestätigen und die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen zu erforschen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Quelle: University of Illinois, The Journal of Nutrition, Bd. 150, Nr. 8, S. 2023–2030, 2020; The Journal of Lipid Research, Bd. 61, Nr. 12, S. 1491-1503, 2020 (DOI 10.1194/jlr.RA120001066)

Weitere Informationen:

https://illinois.edu

https://doi.org/10.1093/jn/nxaa143

Ernährung im Fokus, Ausgabe 4/2020, „Update: Wasserlösliche und fettlösliche Vitamine“, Bestell-Nr. 5084, Einzelheft 4,50 Euro, www.ble-medienservice.de

www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2020/september/das-abc-der-vitamine/

Cholesterin: Fettbewusst essen – worauf es ankommt! www.bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/cholesterin-mythos-fruehstuecksei/

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Intervallfasten – Stunden zählen statt Kalorien

Klinische Evidenz und Relevanz für die Praxis

Die Hitliste der guten Vorsätze fürs neue Jahr wird laut Statista angeführt von „gesünder ernähren“ (52%), „mehr Sport treiben“ (47%) und „abnehmen“ (38%). Was das Abnehmen betrifft, so erfreut sich das Intervallfasten offensichtlich großer Beliebtheit, abzulesen an der Vielzahl wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Publikationen in den vergangenen Jahren.

Trotz der Vielzahl an veröffentlichten Arbeiten steht die Ernährungsmedizin immer noch am Beginn der Aufklärung der möglichen Mechanismen und gezielten Anwendungen des Intervallfastens. Als Intervallfasten – in wissenschaftlichen Publikationen auch als intermittierendes Fasten bezeichnet – werden unterschiedliche Ernährungsprotokolle beschrieben, die aus abwechselnden Fasten- und Essperioden bestehen. Professorin Krista Varady, Universität Illinois, ist eine der Wissenschaftlerinnen, die sich mit ihrer Forschungsgruppe sehr intensiv in Studien mit dem intermittierenden Fasten auseinandergesetzt hat. Auf der virtuellen Jahrestagung der Europäischen Diabetesgesellschaft, die im Herbst 2020 stattfand, definierte sie Intervallfasten als Überbegriff für drei verschiedene Formen des intermittierenden Fastens, die sich auch am häufigsten in der Literatur finden:

Beim zeitlich begrenzten Fasten isst man zum Beispiel nur innerhalb von 8 Stunden eines Tages und fastet die anderen 16 Stunden. Oder man isst nur innerhalb von 6 Stunden und fastet 18 Stunden oder man isst innerhalb von 4 Stunden und fastet 20 Stunden. Das 5:2 Protokoll bedeutet 5 Tage Essperiode und 2 Tage Fastenperiode und beim „alternate-day-fasting“ isst man einen Tag und am nächsten Tag versucht man möglichst wenig Nahrung aufzunehmen.

Je nach Studie ist auch die Definition der Fastenperiode unterschiedlich – von 0 Kilokalorien (kcal) bis zu etwa 700 kcal pro Fastenperiode. Dagegen werden während der Essperioden meistens keine Einschränkungen definiert, was die Qualität und Quantität der Nahrung betrifft. Dabei sind sich aber die meisten Wissenschaftler in diesem Bereich einig, dass eine ausgewogene Ernährung während der Essperioden die Wahrscheinlichkeit einer Mangelernährung deutlich reduziert.

Varady ermittelte, dass 8 Stunden essen und 16 Stunden fasten nicht so effektiv sind, wie wenn man 6 Stunden isst und 18 Stunden fastet oder auch 4 und 20 Stunden. Zwischen dem 6-stündigen und 4-stündigen Essen gab es keinen großen Unterschied. Im Vergleich zu Kontrollen haben beide Gruppen deutlich Gewicht verloren. Interessant auch: Egal ob man 18 oder 20 Stunden fastet – nicht nur das Gewicht verbessert sich, sondern auch verschiedene metabolische Parameter. Der Insulinspiegel sinkt, die Insulinresistenz und der oxidative Stress verbessern sich, der Blutdruck sinkt und auch die Lipidwerte bessern sich. Manchmal verändern sich diese Parameter auch ohne dass es zu einer Gewichtsabnahme kommt.

Dass das 8:16-Konzept keine Auswirkung auf das Gewicht hat, ermittelte eine Gruppe von US-Wissenschaftlern um Doktor Dylan A. Lowe, University of California, jüngst in einer Studie. Untersucht wurden 116 Männer und Frauen mit einem Body-Mass-Index von 27 bis 46. Die Kontrollgruppe bekam lediglich die Anweisung, täglich drei Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Beide Gruppen verloren im Schnitt dabei etwas Gewicht. Ein bekannter Effekt, erklärt der Ernährungsepidemiologe Dr. Tilman Kühn, Universität Belfast, der selbst bereits eine größere deutsche Studie zum Intervallfasten geleitet hat: „Auch in diesen Kontrollgruppen tut sich etwas, das liegt an Verhaltensänderungen, wenn man sich beobachtet fühlt. Das ist der Studieneffekt.“ Deshalb, so Kühn, seien Ergebnisse nur dann aussagekräftig, wenn es dabei einen klaren Unterschied zwischen beiden Gruppen gebe.

Bei vielen Studien zum Intervallfasten findet durch das Ernährungsprotokoll meist auch eine ungewollte kalorische Reduktion statt, so der Molekularbiologe Dr. Slaven Stekovic, Universität Graz. Diese könne 25 bis 40 Prozent der durchschnittlichen täglichen Kalorieneinnahme ausmachen. Somit bestehe die Möglichkeit, dass ein Teil der bisher identifizierten Effekte des Intervallfastens nicht durch die periodische Natur der Diät, sondern durch die ungewollte Kalorienrestriktion entstehe.

Am Ende des Tages bleibt die Erkenntnis, dass – wie eingangs gesagt – die Medizin erst am Anfang von Erklärungen steht. Die gute Nachricht: Bisherige Studien konnten keine negativen Effekte des Intervallfastens nachweisen, so Stekovic. Allerdings könne es neben einer Reduktion von Fettgewebe auch zu einem Verlust an Muskelmasse kommen. Dieser könnte durch ein ergänzendes, gezieltes Muskeltraining verhindert werden. Ein großer Vorteil des Intervallfastens ist die einfache Durchführbarkeit: keine komplizierten Gerichte, kein Kalorienzählen. Für welche Variante man sich auch immer entscheiden mag – wünschenswert wäre natürlich eine langfristige Ernährungsumstellung hin zu einer ernährungsphysiologisch günstigen Lebensmittelauswahl.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4909167?nlid=138896_3081&src=WNL_mdplsnews_201231_MSCPEDIT_DE&uac=392547SN&faf=1

https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4909332#vp_1

https://medicom.cc/de/publikationen/nutrition-news/202004/entries/02-Intervallfasten.php

www.bzfe.de/fileadmin/resources/import/pdf/online_spezial_7_2017_intervallfasten.pdf

www.dge.de/ernaehrungspraxis/diaeten-fasten/intervallfasten/?L=0

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/952182/umfrage/umfrage-in-deutschland-zu-den-beliebtesten-neujahrsvorsaetzen/

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Kalorienarme Snacks

Für den kleinen Hunger zwischendurch

Viele möchten sich im neuen Jahr mehr bewegen und gesünder ernähren. Die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie haben es nicht einfach gemacht, fit zu bleiben und das Wohlfühlgewicht zu halten. Ein Stück Kuchen am Nachmittag, Chips auf dem Sofa – wenn wir viel zu Hause sind, wird oft mehr genascht. Dabei kann der kleine Hunger zwischendurch auch mit kalorienarmen Snacks gestillt werden, die sich nicht gleich auf der Waage niederschlagen.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Früchte-Bowl? In einer Schüssel wird frisches Obst wie Apfel, Kiwi und Kaki mit einem Esslöffel Nussmus, ein paar Nüssen, Feigen und getrockneten Soft-Aprikosen kombiniert. Schnell gemacht ist auch ein Joghurt mit Früchten der Saison – verziert und angereichert mit gepufftem Amaranth, Kokosflocken, Granatapfelkernen oder Rosinen. Mit immer neuen Kombinationen und Gewürzen wie Zimt, Ingwer und Vanille kommt keine Langeweile auf.

Wer Lust auf eine süße Nascherei hat, füllt Datteln mit Mandel- oder Erdnussmus. Auch selbst gemachte Energyballs oder Müsliriegel sind ein leckerer Snack für zwischendurch. Reis- und Maiswaffeln, aber auch Knäckebrot können zum Beispiel mit Joghurt, Nussmus und Bananenscheiben belegt werden. Herzhaft wird es mit fettarmem Frischkäse, Gurkenscheiben und Räucherlachs. Rohkost wie Kirschtomaten, Möhrenstifte und Paprikastreifen kann ebenfalls den Heißhunger bekämpfen. Als Dipp eignen sich Magerquark oder körniger Frischkäse, vermengt mit ein wenig Öl, Salz, Pfeffer und frischen Kräutern.

Eine gesunde Alternative zu Chips sind geröstete Kichererbsen. Einfach eine Dose der gekochten Hülsenfrüchte in einem Sieb mit Wasser abspülen und abtropfen lassen. Mit etwas Öl, Salz, Pfeffer und weiteren Gewürzen wie Paprika, Curry oder Chilipulver in eine Schüssel geben und gut durchmischen. Die Kichererbsen auf einem Blech mit Backpapier bei 180 Grad Celsius etwa 15 Minuten backen – fertig ist die leckere Knabberei für den Fernsehabend. Oder Sie machen die Kartoffelchips selbst: Die Knollen sehr dünn hobeln, mit etwas Öl, Paprikapulver und Oregano mischen und auf einem Blech bei 200 Grad Celsius backen, bis sie leicht gebräunt und schön knusprig sind. Am besten zwischendurch die Ofentür aufmachen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Auch das Trinken sollten wir nicht vergessen, denn häufig verwechseln wir Hunger mit Durst. Also lieber erstmal ein Glas Wasser trinken, statt eine Süßigkeit aus dem Schrank holen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Energyballs und Müsliriegel selbst gemacht:

www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2019/april/energyballs/

www.bzfe.de/was-wir-essen-blog/blog-archiv/blog-archiv-2017/januar-2017/muesliriegel-ein-gesunder-snack/

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Für gesunde Blutgefäße

Brokkoli und Rosenkohl

Auch wenn Brokkoli und Rosenkohl nicht zu den beliebtesten Gemüsearten gehören, können sie rein ernährungsphysiologisch enorm punkten. Offenbar kann ein hoher Verzehr von Kohlgemüse bei älteren Frauen auch Blutgefäßerkrankungen entgegenwirken. Das lassen die Resultate einer australischen Studie mit über 680 Teilnehmerinnen vermuten.

Wissenschaftler der Edith Cowan University und der University of Western Australia hatten untersucht, ob der Verzehr von Weißkohl, Rosenkohl, Blumenkohl und Brokkoli mit der Verkalkung der Bauchschlagader (Aorta) zusammenhängt. Diese Gemüse gehören zur botanischen Familie der Kreuzblütler. Die Probandinnen waren über 70 Jahre alt und machten in Fragebögen Angaben zu ihren Ernährungsgewohnheiten. Das Ausmaß der Verkalkung der Aorta wurde mit Hilfe von röntgendiagnostischen Verfahren bewertet.

Die meisten Menschen sterben weltweit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Häufig sind sie auf eine fortschreitende Anhäufung von Fett, Kalzium und anderen Substanzen an den Innenwänden der Arterien (Atherosklerose) zurückzuführen. Durch die Ablagerungen werden die Blutgefäße im Laufe der Jahre immer enger, und der Blutfluss verringert sich. Herzinfarkt und Schlaganfall können die Folge sein.

Möglicherweise kann ein hoher Verzehr von Kreuzblütengemüse die Wahrscheinlichkeit für deutliche Kalziumablagerungen in der Aorta verringern. So war bei Frauen, die täglich mehr als 45 g solcher Gemüse aßen, das Risiko für eine starke Verkalkung um 46 Prozent geringer als bei Frauen mit einem geringen Verzehr (weniger als 15 g). Die Menge entspricht zum Beispiel einer viertel Tasse gedünstetem Brokkoli oder einer halben Tasse rohem Kohl. Vermutlich sind verschiedene Inhaltsstoffe des Kreuzblütengemüses wie Flavonole, Pektin und vor allem Vitamin K für die positive Wirkung verantwortlich. Zwischen der Gefäßverkalkung und dem gesamten Gemüseverzehr und dem Konsum anderer Gemüsearten ließ sich kein Zusammenhang nachweisen. Es soll aber weiter geforscht werden, da eine Beobachtungsstudie keine ursächlichen Zusammenhänge nachweisen kann. Außerdem sind die Ergebnisse nicht auf Männer oder andere Altersgruppen übertragbar.

Die Resultate geben Hinweise auf die gesundheitlichen Vorteile von Kreuzblütengemüse. Noch wichtiger ist es aber, sich ausgewogen zu ernähren und die Vielfalt der Lebensmittel zu nutzen, betonen die Wissenschaftler im „British Journal of Nutrition“. So wird der Körper mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt.

Das ist auch ganz im Sinne der Vereinten Nationen, die das Jahr 2021 zum Internationalen Jahr für Obst und Gemüse erklärt haben und mit Informationen und Aktionen Lust auf diese wichtige Lebensmittelgruppe machen und ihre Wertschätzung fördern möchten.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

doi.org/10.1017/S0007114520002706

www.ecu.edu.au

www.bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/mehr-gemuese-und-obst/

www.bzfe.de/lebensmittel/lebensmittelkunde/obst/

www.bzfe.de/lebensmittel/lebensmittelkunde/gemuese/

Heft „Herzgesund leben – cholesterinbewusst essen“ Bestell-Nr. 1301, Preis: 1,50 Euro

www.ble-medienservice.de/1301/herzgesund-leben-cholesterinbewusst-essen?number=1301

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Das ABC der Vitamine

Vitamin B12

Vitamine und Mineralstoffe sind für den Menschen lebensnotwendige Verbindungen, die der Körper nicht oder nur unzureichend selbst herstellen kann. Zu den wasserlöslichen Vitaminen des B-Komplexes gehört Vitamin B12 oder Cobalamin. Vitamin B12 umfasst verschiedene Verbindungen mit einem Kobaltion im Zentrum und gleicher biologischer Wirkung. Cobalamine werden ausschließlich von Mikroorganismen gebildet. Vitamin B12 ist in für den Menschen verfügbaren Form nur in tierischen Lebensmitteln enthalten. Gute Quellen für Vitamin B12 sind folglich Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte wie Käse und Joghurt.

Vitamin B12 ist lebensnotwendig. Es ist an der Zellteilung, Blutbildung und DNA-Synthese beteiligt sowie am Abbau von Fettsäuren und Aminosäuren.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr an. Bei Kindern steigen diese von 1,5 µg pro Tag (1 Mikrogramm (μg) = 1 Millionstel Gramm) für 1- bis 4-Jährige auf 4,0 µg bei 15-Jährigen und Erwachsenen. Für Schwangere liegen die Schätzwerte bei 4,5 und Stillende bei 5,0 µg pro Tag.

Ein Mangel an Vitamin B12 kann zu Störungen bei der Blutbildung sowie zu neurologischen und psychischen Auffälligkeiten führen, wie Ermüdungserscheinungen oder depressiven Verstimmungen.

Für eine ausreichende Zufuhr an Vitamin B12 genügen zum Beispiel eine Portion Seelachs oder eine Portion Truthahnbrust, ein Hühnerei und 1 Scheibe Emmentaler Käse.

Ausschließlich über pflanzliche Lebensmittel ist keine bedarfsdeckende Zufuhr an Vitamin B12 möglich. Das ist für Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren von besonderer Bedeutung. Informationen zu und Hinweise auf Risiken einer rein veganen Ernährung in der Schwangerschaft oder von Kleinkindern gibt es u.a. vom Netzwerk Gesund ins Leben: www.gesund-ins-leben.de.

Renate Kessen, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2020/november/vegan-und-schwanger

www.dge.de/presse/pm/neuer-referenzwert-fuer-die-vitamin-b12-zufuhr/

www.gesund-ins-leben.de/inhalt/vegetarische-oder-vegane-ernaehrung-fuer-kleinkinder-29594.html

www.gesund-ins-leben.de/inhalt/vegane-ernaehrung-in-der-schwangerschaft-29550.html

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Risiko für zweiten Herzinfarkt verringern

Spanische Studie zu Mittelmeerkost

Wenn sich Herzpatienten mediterran ernähren, können sie das Risiko eines weiteren Herzinfarkts verringern. Das lassen die Ergebnisse einer klinischen Studie der Universität von Córdoba in Spanien vermuten. Für die Untersuchung wurden rund 800 Patienten, die vor mehr als sechs Monaten einen akuten Herzinfarkt erlitten hatten, über einen Zeitraum von einem Jahr medizinisch begleitet.

Die Wissenschaftler prüften, wie sich zwei gesunde Ernährungsmuster – eine mediterrane und eine fettarme Kost – auf die innere Auskleidung der Blutgefäße, auch Endothel genannt, auswirken. Ist die Funktion des Endothels gestört, kann ein weiterer Herzinfarkt die Folge sein. Die Wissenschaftler bestimmten zu Beginn und Ende der Studie, wie stark sich die Gefäße ausweiten können. Das ist wichtig, wenn etwa beim Sport oder in stressigen Situationen ein höherer Blutfluss notwendig ist. Zudem bewerteten sie anhand verschiedener Marker den Grad der Schädigung und die Regenerationsfähigkeit der Gefäßwände.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache. Es gibt Hinweise, dass eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise vorbeugend wirkt. Aber hat die Ernährung auch einen Einfluss auf Menschen, die bereits krank sind? Die Herzpatienten wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Die Hälfte ernährte sich für ein Jahr mediterran mit viel nativem Olivenöl. Täglich standen mindestens fünf Portionen frisches Obst und Gemüse und wöchentlich Hülsenfrüchte, Fisch und Nüsse auf dem Speiseplan. Der Verzehr von Fleisch, Fetten wie Margarine und Butter sowie zuckerhaltigen Lebensmitteln war eingeschränkt. Die zweite Gruppe befolgte eine fettarme Ernährung und verzichtete weitestgehend auf Öle, Nüsse, Fleisch, Süßes und Gebäck.

Bei einer mediterranen Kost konnten sich die Arterien flexibler an Belastungssituationen anpassen als bei einer fettarmen Ernährung. Die endogenen Reparaturmechanismen des Endothels waren besser und Schäden auch bei Patienten mit einem hohen Risiko deutlich verringert. „Wenn wir bereits im Anfangsstadium eingreifen können, indem wir die Regeneration des Endothels und eine bessere Endothelfunktion anregen, können wir dazu beitragen, dass sich Herzinfarkte und Herzkrankheiten nicht wiederholen“, erklärt José López Miranda von der Universität von Córdoba. Vermutlich ist die positive Wirkung der Mittelmeerdiät unter anderem auf das günstige Fettsäureprofil und den hohen Gehalt an Antioxidanzien zurückzuführen, ist im Fachblatt „PLOS Medicine“ zu lesen. Allerdings müssen die Ergebnisse noch in weiteren Studien bestätigt werden.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:http://dx.doi.org/10.1371/journal.pmed.1003282 www.uco.es/internacional/extranjeros/en/

Heft „Herzgesund leben – cholesterinbewusst essen“ Bestell-Nr. 1301, Preis: 1,50 Euro www.ble-medienservice.de/1301/herzgesund-leben-cholesterinbewusst-essen?number=1301

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Für mehr Ernährungsgesundheit

Faire Ernährungsumgebungen gestalten – Krankheiten eindämmen

Richtige Ernährung ist der Schlüssel für ein längeres, gesundes Leben. Bei 17 Prozent der Bevölkerung in Europa sind Ernährungsrisiken verantwortlich für verlorene Lebensjahre. Und weltweit kann jede fünfte Todesursache mit ungesunder Ernährung in Verbindung gebracht werden. Diese beunruhigenden Zahlen nannte João Breda vom Europabüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Mitte November 2020 bei einer gemeinsamen Dreiländertagung der Ernährungsgesellschaften für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

„Unser Hauptproblem sind die sogenannten nichtübertragbaren Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen, Krebs, Diabetes und chronische Atemwegsleiden, die europaweit für 89 Prozent aller vorzeitigen Todesfälle verantwortlich sind“, sagte Breda, der bei der Onlinetagung. „Bis 2030 wollen wir diese Art vorzeitiger Todesursachen um ein Drittel reduzieren.“ Zwar gebe es in Europa erste Fortschritte, aber noch viel Luft nach oben. Maßnahmen zur Reduktion von Salz, Zucker und Transfettsäuren in Lebensmitteln und Verbesserungen bei der Kinderernährung zeigten Wirkung. Jedoch fehle es in vielen europäischen Ländern an einer noch ambitionierteren ganzheitlichen Ernährungspolitik, um das von der WHO gesteckte Ziel zu erreichen. Dazu seien Strategien notwendig, die gleichermaßen die Ernährungsgesundheit der Menschen wie eine umweltbezogene Nachhaltigkeit in den Blick nehmen. Dafür bietet das WHO-Regionalbüro den Regierungen praktische Unterstützung an, wie z.B. das „CLICK“-Tool zur Überwachung und Einschränkung der digitalen Vermarktung ungesunder Produkte an Kinder und Jugendliche. Für Breda sind Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit Eckpfeiler der Ernährung – und eine gute Ernährung zudem der Schlüssel, um eins der weltweit zentralen Ziele zur nachhaltigen Entwicklung umzusetzen: Gute Gesundheit und Wohlergehen.

Aus deutscher Sicht unterstützte Gesundheitspsychologin Britta Renner von der Universität Konstanz diese ernährungspolitischen Zielvorgaben, denn für die Erreichung von globalen und deutschen Nachhaltigkeitszielen wird zunehmend auch der Ernährung eine wichtige Rolle zugesprochen. Dabei hob sie die Bedeutung der Ernährungsumgebung hervor: „Jeden Tag treffen wir rund 200 Entscheidungen – was, wie viel, wann, wo und mit wem wir essen. Aber viele dieser Entscheidungen werden im Auto-Pilot-Modus getroffen, das heißt habituell und unbewusst.“ Deshalb hat der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in einem Gutachten zur nachhaltigeren Ernährung den zentralen Fokus auf diese Ernährungsumgebung gelegt, die das Konsum- und Essverhalten entscheidend prägt. „Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, beeinflusst unsere Gesundheit, Lebensqualität und unser Wohlbefinden. Verschiedene Lebensmittel tragen dabei einen nicht unerheblichen sozialen, klima- und tierbezogenen Fußabdruck“, so Professorin Renner. „Diese weitreichenden Einflüsse sind Verbrauchern und Verbraucherinnen, aber auch politischen Entscheidungsträgern und Entscheidungsträgerinnen häufig nicht bewusst.“ Renners zentrale Forderung lautete daher, faire Ernährungsumgebungen aktiv zu gestalten, die erstens auf die Menschen abgestimmt sind, und uns zweitens „mehr und leichtere Wahlmöglichkeiten für eine nachhaltigere Ernährung bieten“.

Heiko Zentgraf, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.euro.who.int/de/health-topics/disease-prevention/nutrition/publications/2019/monitoring-and-restricting-digital-marketing-of-unhealthy-products-to-children-and-adolescents-2019

WBAE-Gutachten: www.nachhaltigere-ernaehrung-gutachten.de

BZfE-Nachhaltigkeits-Webseite www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/grundlagen/

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Weniger süß, weniger salzig und die richtigen Fette

Mit diesen Praxistipps von IN FORM gelingt es

Wie sich die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz im Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern praktisch umsetzen lässt, erläutert das Portal www.in-form.de in der Mini-Serie „Gesundes Kochen“.

Drei Beiträge erklären, in welchen Lebensmitteln jeweils Zucker, Salz und Fette vorkommen, welche Mengen gesund sind und welche davon tatsächlich täglich gegessen werden. Praktische Tipps helfen Verbraucherinnen und Verbrauchern, Lebensmittel bewusster auszuwählen und zuzubereiten.

Wer Zucker langsam, aber stetig reduziert, braucht bald weniger für das süße Geschmackserlebnis. Einfache Tipps sind, Fruchtjoghurts selbst aus Naturjoghurt und frischem Obst herzustellen und mit Vanille oder Zimt zu verfeinern. Die oft zuckerhaltigen Fertigmüslis können mit Hafer- oder Getreideflocken ergänzt werden. Für die Vorratshaltung empfiehlt sich tiefgefrorenes Obst statt Konserven. Im Supermarkt lohnt sich ein Blick auf die Verpackung: Der Zuckergehalt eines Lebensmittels wird in der Nährwerttabelle unter ‚Kohlenhydrate – davon Zucker‘ angegeben. Fachgesellschaften empfehlen, dass Zucker maximal zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr entsprechen sollte. Bei 2.000 Kilokalorien pro Tag sind das 50 Gramm Haushaltszucker, etwa zwölf Teelöffel.

Auch bei Salz gilt: Wer stetig weniger salzt, wird sich bald geschmacklich daran gewöhnen. Von Natur aus salzarm sind Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Milch und Milchprodukte sowie Nüsse. Wer also mehr davon isst und anstelle von fertigen Salatdressings, Dips oder Quarkzubereitungen seine eigenen Kreationen bewusst und mit Kräutern würzt, kann bereits viel Salz einsparen. Die Nährwerttabelle auf Lebensmittelverpackungen gibt ebenfalls Auskunft über den Salzgehalt des Produkts.

Fette haben wichtige Funktionen im Körper, beispielsweise bei der Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Doch gilt es eher, ungesättigte und mehrfach ungesättigte Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren auszuwählen anstelle von gesättigten und trans-Fettsäuren. Wie geht das? In der kalten Küche können zum Beispiel natives Olivenöl, Lein-, Walnuss oder Sojaöl die Speisen verfeinern, zum Kochen und Braten eignet sich raffiniertes Rapsöl. Auch Nüsse und Fisch wie Makrele, Hering oder Lachs enthalten viele gesunde Fette. Fachleute empfehlen eine Handvoll Nüsse am Tag und ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche.

www.bzfe.de / www.ble.de

Weitere Informationen:

Die drei Beiträge finden Sie hier:

in-form.de/wissen/weniger-zucker-in-der-ernaehrung/

n-form.de/wissen/kochsalz-sparen-fuer-die-gesundheit/

in-form.de/wissen/auf-die-richtigen-fette-kommt-es-an/

Die NRI-Strategie wird hier erläutert:

www.bzfe.de/lebensmittel/einkauf-und-kennzeichnung/die-nationale-reduktions-und-innovationsstrategie-der-bundesregierung/

Hintergrund

Fertigprodukte sollen gesünder und kalorienärmer werden. Dafür macht sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit seiner Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten (NRI)stark.

IN FORM ist der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Ziel ist, dass Kinder gesünder aufwachsen, Erwachsene gesünder leben und somit alle von einer höheren Lebensqualität und einer gesteigerten Leistungsfähigkeit profitieren.

Unter der Leitung der beiden federführenden Ministerien, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), wurde der Bundesanstalt für Landwirtschaft (BLE) die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans übertragen. Die IN FORM-Geschäftsstelle im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) ist Teil der BLE.

Pressekontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Gesunde Kraftpakete

Nüsse in Maßen und ungesalzen genießen

Wer Lust auf eine Knabberei hat, greift immer häufiger zu Nüssen und Nuss-Frucht-Mischungen. Die Vielfalt der Produkte ist groß, meldet der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Neben salzigen Snacks und dem klassischen Studentenfutter finden Verbraucher auch Mischungen edler Sorten im Supermarktregal. Dabei ist nicht jede „Nuss“ auch botanisch eine Nuss. Pekannüsse, Kokosnüsse, Mandeln und Pistazien zählen zum Beispiel zu den Steinfrüchten, während die Erdnuss eine Hülsenfrucht ist. Hasel- und Walnüsse sind dagegen „echte“ Nüsse.

Nüsse sind im Rahmen einer vollwertigen und planetarischen Ernährung eine gesunde Ergänzung für den Speiseplan. Sie versorgen den Körper mit vielen Nährstoffen wie Vitaminen der B-Gruppe, Vitamin E und Mineralstoffen wie Kalium, Natrium, Magnesium und Phosphor. Die enthaltenen Polyphenole sind Antioxidantien und helfen gegen oxidativen Stress. Besonders wertvoll sind die einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die das Herz schützen und sich günstig auf die Blutfettwerte auswirken. Aufgrund des hohen Kaloriengehalts sollte aber nicht mehr als zwei Handvoll pro Tag (50 g) geknabbert werden.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind naturbelassene Produkte die beste Wahl. Gesalzene Nüsse erhöhen die Speisesalzzufuhr und sollten daher nur selten genascht werden. Die meisten Deutschen essen ohnehin zu salzreich und überschreiten die empfohlenen Mengen von höchstens 6 Gramm am Tag. Das kann auf Dauer der Gesundheit schaden und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Übergewicht erhöhen.

Achten Sie beim Einkauf auf Qualität. Aufgrund des hohen Fettgehalts werden Nüsse schnell ranzig und sollten daher an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort aufbewahrt werden.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2020/oktober/nussbilanz-2019-fuenf-kilogramm-nuesse-pro-person/

www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/nuesse/

www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/lagern-kochen-essen-teilen/planetary-health-diet/

www.bzfe.de/lebensmittel/zubereitung/weniger-zucker-fette-und-salz/

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