Archiv der Kategorie: Forschung und Wissenschaft

Akupunktur bei chronischen Schmerzen wirksamer als Placebo

Eine große internationale Untersuchung, die online in der Fachzeitschrift Archives of Internal Medicine veröffentlicht wurde, zeigt, dass Akupunktur bei chronischen Rücken-, Schulter-, Kniegelenks- und Kopfschmerzen nicht nur wirksamer als eine Routinebehandlung ist, sondern auch besser hilft als eine so genannte Scheinakupunktur. Einer der Autoren der Untersuchung ist Prof. Klaus Linde vom Institut für Allgemeinmedizin am Klinikum rechts der Isar der TU München.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news495079

Quellen: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

UDE: Silber ist doch kein gut verträglicher Bakterienkiller

Das seit Langem wegen seiner antibakteriellen Wirkung medizinisch eingesetzte Silber schädigt in der benötigten Dosis auch menschliche Gewebezellen. Zusätzlich schwächt ein Bluteiweiß die Wirkung auf Bakterien. Das belegte jüngst ein Team um Prof. Dr. Stephan Barcikowski vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) in drei aufeinander aufbauenden Veröffentlichungen.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news495758

Quellen: Universität Duisburg-Essen, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Lizenz zur Selbstzerstörung

T-Zellen erlangen in der Lunge die Fähigkeit, das Gehirn anzugreifen

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen entdecken wichtige Details für die Ursachenforschung zur Multiplen Sklerose (MS). Veröffentlichung in der August 2012-Ausgabe von „NATURE“.

Autoimmunerkrankungen werden durch Immunzellen ausgelöst, die sich gegen das eigene Gewebe richten. So gelingt es den Immunzellen bei der Multiplen Sklerose (MS), in das Nervengewebe einzudringen und dort zerstörerische Entzündungen zu verursachen, die mit schweren Ausfallserscheinungen, z.B. Lähmungen und Gefühlsstörungen einhergehen können.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news494793

Quellen: Universitätsmedizin Göttingen – Georg-August-Universität, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Hepatitis C-Viren nutzen Überlebensstrategie infizierter Zellen für eine chronische Infektion aus

Wissenschaftler des Universitätsklinikums und der Universität Heidelberg zeigen: Viren profitieren vom Wechselspiel aktiver und passiver Phasen der Eiweißproduktion in infizierten Zellen / Veröffentlichung in der Fachzeitschrift „Cell, Host & Microbe“

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news494728

Quellen: Universitätsklinikum Heidelberg, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

DGRh: Frauen mit Rheuma kommen später zum Facharzt als Männer

Gender-Aspekte bei Rheuma-Therapie beachten
Rheumatoide Arthritis trifft Frauen häufiger, früher und stärker als Männer

Bochum/Berlin – Rheuma zu bekommen, bedeutet für Frauen nicht dasselbe wie für Männer: Frauen erkranken etwa ein Jahrzehnt früher als Männer an rheumatoider Arthritis (RA). Sie empfinden stärkere Schmerzen an den Gelenken, meist beginnend an Fingern und Zehen. Das schränkt sie im Alltag ein und führt zu einem erhöhten Risiko, erwerbsunfähig zu werden. Für diese Unterschiede machen Rheumatologen neben biologischen auch psychologische und soziale Aspekte verantwortlich und fordern, diese in der Therapie zu berücksichtigen.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news495255

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V., Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Sauer macht lustig …und hilft gegen Malaria

Limettensaft gegen Malariaerreger

Malaria ist ein großes Problem in tropischen Ländern und bleibt eine der Hauptursachen der Kindersterblichkeit in diesen Ländern. Laut Schätzungen sterben jährlich zwischen 1.5 und 3 Millionen Kindern pro Jahr an Malaria trotz umfangreicher Hilfsprogramme seitens der Weltgesundheitsorganisation. Ein großes Problem stellt dabei die zunehmende Resistenz der Malaria-Erreger gegen die herkömmlichen Medikamente dar. Die vorliegende Studie untersucht deshalb, inwieweit die Wirkung einer konventionellen Malariatherapie durch lokale Pflanzenextrakte verbessert werden kann.

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/sauer-macht-lustig-und-hilft-gegen-malaria.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Haut und Immunsystem beeinflussen Salzspeicherung und regeln den Blutdruck

Bluthochdruck ist die Ursache für zahlreiche Herz-Kreislauf-Krankheiten, die die häufigste Todesursache in Industrieländern sind. Schon lange gilt hoher Salzkonsum als Risikofaktor, nicht jede Art von Bluthochdruck ist jedoch vom Salzkonsum abhängig. Das hat lange Zeit Rätsel aufgeworfen. Neue Erkenntnisse von Prof. Jens Titze (University of Vanderbilt, USA und Universität Erlangen) geben jetzt jedoch Hinweise auf bisher unbekannte Mechanismen. Danach spielen die Haut und das Immunsystem eine wichtige Rolle bei der Regulation des Salzhaushalts und des Bluthochdrucks, wie er auf dem 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium am Max-Delbrück-Centrum (MDC) am 7. September 2012 in Berlin-Buch berichtete.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news494970

Quellen: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Aderlass bei Hypertonie

Carstens-Stiftung lässt kontrollierte Studie wiederholen

An der Berliner Charite startet unter der Leitung von Prof. Andreas Michalsen die zweite Studie zum Wirksamkeits-nachweis des Aderlasses bei arterieller Hypertonie. Die randomisierte Studie wird von der Carstens-Stiftung gefördert und soll prüfen, ob durch Aderlass eine Absenkung der Blutdruckwerte und weiterer kardiovaskulärer Risikoparameter bei Patienten mit arterieller Hypertonie induziert werden kann.

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/zweite-studie-zum-aderlass-gestartet.html

Quelle: Carstens-Stiftung

 

Warum der Schleim sich nicht löst: Neuer Therapieansatz bei schwerem Asthma entdeckt

Fehlt ein bestimmtes Protein in den Schleimhautzellen der Atemwege, wird Lungensekret nicht verdünnt / Wissenschaftler aus Heidelberg und Hannover veröffentlichen im „Journal of Clinical Investigation“

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news494683

Quellen: Universitätsklinikum Heidelberg, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Blutzucker messen ohne Pieks

Der tägliche Stich in den Finger gehört für viele Diabetes-Patienten zum Alltag. Eine nicht-invasive Messmethode könnte sie von dem ständigen Pieksen befreien. Herzstück ist ein Biosensor von Fraunhofer-Forschern: Ein winziger Chip vereint Messung und digitale Auswertung – und kann die Daten sogar an ein mobiles Gerät funken.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news494267

Quellen: Fraunhofer-Gesellschaft, Informationsdienst Wissenschaft (idw)