Archiv der Kategorie: Ernährung

Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Überwiegend pflanzliche Ernährung

Nachhaltig, gesund und auch preiswerter?

In Industrieländern können Verbraucher offenbar viel Geld sparen, wenn sie sich überwiegend pflanzlich mit viel Vollkorn und Hülsenfrüchten ernähren. Die Lebensmittelkosten ließen sich um bis zu ein Drittel senken, lautet das Resultat einer britischen Untersuchung.

Für ihre Modellierungsstudie berechneten die Wissenschaftler der Universität Oxford anhand aktueller Lebensmittelpreise für 150 Länder die Kosten einer gesunden und nachhaltigen Ernährung. Es wurden sieben verschiedene Ernährungsformen ausgewählt, darunter eine ausgewogen flexitarische, pescetarische, vegetarische und vegane Ernährungsweise und an die landestypischen Bedingungen angepasst. Flexitarier essen nur gelegentlich Fleisch, während Pescetarier auf Fleisch, aber nicht auf Fisch verzichten.

In Ländern mit hohem bis mittlerem Einkommen sind gesunde und nachhaltige Ernährungsmuster im Vergleich zur derzeit üblichen Ernährungsweise durchschnittlich um 22 bis 34 Prozent preiswerter. Am wenigsten wird das Portemonnaie durch eine vegane oder eine vegetarische Ernährung mit reichlich Vollkorn und Hülsenfrüchten belastet. Eine flexitarische Kost mit wenig Fleisch und Milchprodukten senkt die Ausgaben um bis zu 14 Prozent, so die Berechnungen. Pescetarier, die Fisch aus nachhaltiger Aquakultur und reichlich Obst und Gemüse essen, haben dagegen um zwei Prozent höhere Lebensmittelkosten. Das liegt an den hohen Preisen für Fisch. Die Wissenschaftler geben zu bedenken, dass stark verarbeitete Produkte wie Fleischersatz sowie Speisen von Restaurants oder Lieferdiensten nicht in die Berechnungen einbezogen wurden.

In ärmeren Ländern, etwa auf dem indischen Subkontinent oder in Afrika südlich der Sahara sieht die Lage dagegen anders aus. Eine gesunde und nachhaltige Ernährung wäre zwar bis zu ein Viertel günstiger als eine typische westliche Kost, aber immer noch mindestens 18 bis 29 Prozent teurer als die dort übliche Ernährungsweise.

Eine gesunde und nachhaltige Ernährung könnte in zehn Jahren überall auf der Welt und für jeden erschwinglich sein, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „The Lancet Planetary Health“. Dafür müsste aber insbesondere in ärmeren Ländern ein sozioökonomischer Wandel stattfinden, der mit weniger Verschwendung und gesundheits- und klimabewussten Preisen für Lebensmittel verbunden ist. Weitere Studien sind jedoch erforderlich, um die Resultate zu untermauern.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

The Lancet Planetary Health, Bd. 5, Nr. 11, e797-e807, 2021 (DOI: https://doi.org/10.1016/S2542-5196(21)00251-5)

Orientierung für den Einkauf: Gesund, nachhaltig und preiswert?

www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/gesund-nachhaltig-und-preiswert/

Unterrichtsmaterial „Was hat mein Essen mit dem Klima zu tun?“, Bestell-Nr. 3659, Preis: 4,50 Euro, https://www.ble-medienservice.de/3659/was-hat-mein-essen-mit-dem-klima-zu-tun

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Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden

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Renate Kessen, BLE

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Gesund mit Microgreens

Gesundheit wächst auf der Fensterbank

Microgreens setzen Trends in Spitzengastronomie und gesundheitsbewusster Ernährung. Sie heilen, nähren und wachsen als nachhaltiges Superfood direkt in der eigenen Küche. Das junge Grün von Pflanzen wie Basilikum, Erbse, Kresse, Linse, Radieschen oder Spinat ist gut erforscht, fördert eine gesunde Darmflora, verhilft zu mehr Leistungsfähigkeit, einer positiven Stimmung und gutem Schlaf. Es kann vor Osteoporose und Diabetes schützen und die Behandlung von Krebs unterstützen. Das Beste: Der Anbau von Microgreens ist sehr einfach und günstig.

Die Heilpflanzenexperten Anne Wanitschek und Sebastian Vigl erklären in ihrem Ratgeber „Gesund mit Microgreens“, bei welchen Erkrankungen und Beschwerden Microgreens angewandt werden können.

Microgreens und Sprossen richtig anbauen und genießen

Für den Anbau der kleinen Gemüse und Kräuter braucht man keinen grünen Daumen. Auch wer keine Erfahrung mit dem Gärtnern hat, bekommt mit der Fünf-Schritte-Methode von Anne Wanitschek und Sebastian Vigl gute Ergebnisse. Die beiden Autoren erklären in ihrem Ratgeber alles, was man über Pflanzbehälter, Erde, Saatgut, Bewässerung und Ernte wissen muss. Dazu liefern sie frische Rezeptideen und Pflanzenporträts mit allen Einzelheiten, die man zum Anbau und zur Verwendung der Microgreens kennen muss.

29 heilsame Microgreens im Porträt

Diese Microgreens werden im Ratgeber vorgestellt:

  • Adzukibohnen
  • Alfalfa
  • Basilikum
  • Bockshornklee
  • Brokkoli
  • Buchweizen
  • Erbse
  • Fenchel
  • Grünkohl
  • Kapuzinerkresse • Kichererbse
  • Knoblauch-Schnittlauch
  • Koriander
  • Kresse
  • Lein
  • Linse
  • Mizuna
  • Mungbohne
  • Radieschen
  • Rettich (Daikon-Rettich)
  • Rote Bete
  • Rotklee
  • Rotkohl
  • Rucola
  • Sellerie
  • Sonnenblume
  • Spinat
  • Weizen
  • Zwiebel

Die Autoren

Anne Wanitschek und Sebastian Vigl sind Experten für Heilpflanzenkunde und Heilpraktiker in eigener Praxis. Anne Wanitschek ist Mitglied beim Bund deutscher Heilpraktiker und bei der Gesellschaft für Vitalpilzkunde. Sebastian Vigl ist Mitglied bei der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie (ÖGPHYT), der Gesellschaft für Phytotherapie (GPT) und der Carstens-Stiftung sowie Mitherausgeber der Zeitschrift „Heilpflanzen“ (Thieme Verlag). Anne Wanitschek und Sebastian Vigl schreiben für diverse Fachzeitschriften und haben bereits mehrere Bücher veröffentlicht. „Gesund mit Microgreens“ ist ihr siebtes gemeinsames Buch. Zuletzt erschienen ist im Herbst 2020 „Natürlich gut drauf – Stimulanzien aus der Natur“.

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Melanie Asche, Kommunikationsmanagerin humboldt Ratgeber

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Lebensmittel mit Vitamin D

Viel hilft nicht viel

Viele Lebensmittel sind mit Vitamin D angereichert, obwohl die Hersteller dafür keine Genehmigung haben. So lautet das Fazit eines Marktchecks der Verbraucherzentralen. Das ist bedenklich, da eine zu hohe Vitamin-D-Aufnahme der Gesundheit schaden kann.

In Deutschland dürfen grundsätzlich nur Margarine und Streichfette mit Vitamin D angereichert werden. Hersteller anderer Lebensmittelgruppen müssen dafür erst einen Antrag stellen. Für viele Produkte ist eine Vitamin-D-Anreicherung nicht wünschenswert, da sie ein ungünstiges Nährstoffprofil haben oder von der Bevölkerung in sehr unterschiedlichen Mengen verzehrt werden. Seit einigen Jahren dürfen bestimmte Lebensmittel wie Pilze, Hefebrot und Milch mit UV-Strahlen behandelt werden, wodurch sich mehr Vitamin D bildet. Sie gelten als neuartige Lebensmittel und werden vor der Zulassung auf ihre Sicherheit geprüft.

Für den Marktcheck haben die Verbraucherzentralen 112 Vitamin D-angereicherte oder UV-behandelte Lebensmittel im Handel untersucht – darunter Getränke, Milch- und Milchersatzprodukte, Cerealien und Süßigkeiten. Davon dürften 68 Produkte laut Verbraucherzentrale nicht auf dem Markt sein, da sie keine Erlaubnis für die Vitamin-D-Anreicherung hatten (61 %). Bei zehn weiteren Erzeugnissen war die Lage nicht eindeutig. Bei 13 Produkten wurden die empfohlenen Höchstmengen überschritten (21 %). So enthielten mehr als die Hälfte der Milchprodukte mehr Vitamin D als die empfohlenen 1,5 μg pro 100 g. Bei einem Kinder-Müsli (7 μg) und einem Riegel für Schwangere (25 μg pro 100 g) wurde der Höchstwert für Cerealien überschritten. Margarine und Streichfette sowie UV-behandelte Champignons und Brote mit UV-behandelter Hefe entsprachen den Vorschriften (höchstens 7,5 bzw. 10 μg Vitamin D pro 100 g).

Vitamin D wird sowohl über die Ernährung zugeführt als auch durch Sonnenlicht in der Haut selbst gebildet. In den Wintermonaten ist die Versorgung in unseren Breiten nicht ideal. Aber auch zu viel Vitamin D kann dem Körper schaden und zu Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Nierenschäden führen. Die meisten Menschen brauchen keine angereicherten Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel, erklären die Verbraucherzentralen gleichlautend mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und dem Bundeszentrum für Ernährung. Wer täglich einen Spaziergang macht, kann schon seine Vitamin-D-Versorgung verbessern. Das wertvolle Vitamin ist auch in Seefisch, Eiern und Pilzen enthalten.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.verbraucherzentrale.de/

https://www.dge.de/wissenschaft/faqs/vitamin-d/

Vitamin D – ein unterschätzter Mikronährstoff

https://www.bzfe.de/eifonline_vitamin_d_unterschaetzter_mikronaehrstoff.pdf

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Abwehrstark im Covid Winter mit Sanddornöl aus Österreich

Sanddornfruchtfleischöl unterstützt die Schutzbarrieren der Haut & Schleimhäute auf natürliche Weise

Mit dem Herbst beginnt auch wieder die Grippezeit, was unsere Gesundheit während der noch andauernden Covid-19-Pandemie vor mehrere Herausforderungen stellt. Deshalb sollte der Körper schon jetzt vorbeugend unterstützt werden sein Immunsystem zu stärken, ob geimpft oder ungeimpft.

Eine intakte Haut sowie voll funktionsfähige Schleimhäute, z.B. in der Nase, den Bronchien oder im Darm, sind dabei eine wesentliche Voraussetzung für die Gesundheit. Das aus österreichischem Sanddorn gewonnene Sandicca Bio-Sanddornfruchtfleischöl unterstützt dabei als natürliche Nahrungsergänzung und als Wirköl die Schutzbarrieren der Haut und Schleimhäute. Damit wird verhindert, dass gefährliche Stoffe, Viren und Bakterien in den Körper eindringen können.

Hätten wir Haut und Schleimhäute nicht als intakte Schutzbarriere, wäre das Immunsystem dauerhaft, ohne Pausen gefordert. Diese Überbeanspruchung spielt vor allem im Darm eine besondere Bedeutung, da hier aufgrund der enormen Oberfläche über die tägliche Nahrungsaufnahme eine intensive Berührung mit Substanzen aus der Umwelt erfolgt.
Sind diese Grenzflächen defekt, können „Reizstoffe“ ungehindert die Barriere passieren und im Körper zu Überreaktionen des Immunsystems führen.

Wunderwaffe Sanddornfruchtfleischöl zum Schutz der natürlichen Barrierefunktion mit einer ausgesprochen hohen Bioverfügbarkeit

Das erstmals von Sandicca in Österreich kultivierte Superfood Sanddorn verfügt neben seinem hohen Vitamin C Gehalt auch über einen signifikanten Anteil an Sanddornfruchtfleischöl. Dieses wird in einem aufwändigen Verfahren ähnlich dem nativen Olivenöl gewonnen. Als Pionierpflanze speichert Sanddorn die Sonnenenergie im natürlich vorkommenden Beta-Carotin, der Vorstufe zu Provitamin A. Dieses verfügt in konzentrierter Form über eine zellerneuernde und hautregenerierende Wirkung, insbesondere für empfindliche und stark beanspruchte Schleimhäute. Es unterstützt damit das Reparatursystem der Haut. Auch als Strahlenschutzöl wird es zur Vorsorge vor Zellschäden, etwa durch ein zu viel an Sonne, angewendet. Aber auch zur Vor- und Nachsorge bei Chemo- oder Strahlentherapien findet es, in Abklärung mit der behandelnden Ärztin, Anwendung, weiß Tanja Kroisleitner, Gründerin und Geschäftsführerin von Sandicca, welche hierbei im Austausch mit Medizinern und Pharmakologen ist.

Die Verabreichung erfolgt als natürliche Nahrungsergänzung in oraler Form. Bereits zwei Teelöffel decken u.a. rd. 86% des Tagesbedarfs an Vitamin E welches als alpha-Tocopherol die Zellen vor freien Radikalen und somit vor oxidativem Stress schützt. Aufgrund seines natürlichen Vorkommens an Vitaminen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen verfügt es überdies über eine hohe Bioverfügbarkeit was die Geschwindigkeit bezeichnet, mit welcher ein Wirkstoff aus seiner vorliegenden Form in den Blutkreislauf gelangt. Auch bei äußerlicher Anwendung, etwa auf der Mund- oder Nasenschleimhaut, unterstützt es die Barrierefunktion der Haut auf natürliche Weise und stärkt so das Immunsystem.

Das in der steirischen Bergregion Joglland ansässige Familienunternehmen Sandicca kultiviert auf 860 Metern Seehöhe Österreichs ersten Bio-Sanddorn. Mittlerweise sind Österreichweit weitere Sandicca Sanddorngärten dazu gekommen, so etwa in den niederösterreichischen Donau-Auen, im burgenländischen Seewinkel sowie im steirischen Vulkanland. Eine Partnerschaft mit österreichischen Landwirtinnen mit Pioniergeist, die auf gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung basiert, freut sich Tanja Kroisleitner.

Das Sandicca Bio-Sanddornfruchtfleischöl ist in ausgewählten Apotheken und Aromapraktikerinnen sowie im eigenen Webshop für Deutschland und Österreich erhältlich. Im September 2021 wurde ein weiterer Vertriebskanal, der Sandicca Weg eröffnet, bei welchem selbstständige Vertriebspartnerinnen die Talente des Sanddorns in Form von österreichischen Sanddornprodukte von Sandicca anbieten können. Dabei unterstützt werden sie durch umfangreiche Produktschulungen sowie einem eigenen Mentoring-Programm sagt Gabriel Kroisleitner, Partner von Sandicca.

Sanddorn – natürliches Superfood aus der Steiermark
Sandicca beherbergt im Joglland Österreichs erste Sanddorngärten und beweist damit, dass gesundes Superfood keine weiten Strecken zurücklegen muss, um in Österreich zugänglich zu sein. Das Familien-Start-Up kultiviert nicht nur Österreichs ersten Bio-Sanddorn, sondern stellt neben Bio-Naturkosmetik auch Österreichs erste Frische-Nahrungsergänzung her. „Durch einen CO2-neutralen Versand, den regionalen Anbau und unser eigens entwickeltes, patentiertes Kaltrührverfahren zur Verarbeitung des Sanddorns wird nicht nur die Nachhaltigkeit, sondern auch die Frische der Produkte sichergestellt. Geerntet wurde der Sanddorn heuer Anfang September, erklärt Tanja Kroisleitner.

Das Familien-Start-up Sandicca kultiviert seit 2014 in der steirischen Bergregion Joglland Österreichs ersten Bio-Sanddorn. In eigenen Sandicca Sanddorngärten auf rund 860 Meter Seehöhe kreiert und entwickelt das GründerInnen-Duo Tanja und Gabriel Kroisleitner innovative Produkte im Einklang mit der Natur. Ziel ist es, immunstärkende Produkte aus der Region anzubieten, welche die Lebenslagen und Phasen der KundInnen begleitet und dabei das Superfood Sanddorn in den Mittelpunkt stellen. Das junge Unternehmen orientiert sich dabei an einer ökologischen Grundausrichtung – beginnend mit regionalem und biologischem Sanddornabbau über schonende Haltbarmachungsverfahren ohne thermische Erhitzung bis hin zu biologisch abbaubarem und kompostierbarem Versandmaterial sowie CO2-neutralem Versand. Mehr Informationen unter: www.sandicca.com

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SANDICCA GmbH
Tanja Kroisleitner
Sommersgut 55
8254 Wenigzell
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DASH-Diät gegen „Herz unter Druck“

Nachhaltige Ernährungsumstellung und weniger Salz

Etwa ein Drittel aller Erwachsenen in Deutschland hat einen zu hohen Blutdruck (Hypertonie), laut Daten aus der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS1) des Robert Koch Instituts. In der höchsten untersuchten Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen sind es sogar drei von vier Erwachsenen. Etwa vier Millionen der Hypertoniker leiden daran, ohne es zu wissen – eine besorgniserregend hohe Dunkelziffer, so die Deutsche Herzstiftung. Denn Bluthochdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Der Blutdruck wird in der Einheit „Millimeter Quecksilbersäule“ gemessen, abgekürzt mmHg. Die Messwerte werden stets paarweise angegeben. Dabei steht der höhere systolische Wert vorn und der niedrigere diastolische Wert hinten. Gemäß der Deutschen Hochdruckliga gelten Blutdruckwerte als

optimal, bei Werten unter 120/80 mmHg,

normal, bei Werten von 120-129/80-84 mmHg und als

noch normal, bei Werten von 130-139/85-89 mmHg.

Darüberhinausgehende Werte werden in unterschiedliche Bluthochdruck-Graden definiert. Unter dem Motto „Herz unter Druck“ wird vom 1. bis zum 30. November über Ursachen, Diagnose, Therapie und Gefahren des Bluthochdrucks für Herz und andere Organe informiert, so die Deutsche Herzstiftung. Generell können ausreichend Bewegung und eine langfristige Ernährungsumstellung dazu beitragen, erhöhte Blutdruckwerte zu senken. Bei letzterem sind Betroffene gut beraten, dem zu folgen, wofür es eine gute Evidenz gibt. Gut belegt ist die blutdrucksenkende Wirkung einer vornehmlich pflanzenbasierten Kost und der so genannten DASH-Diät, die die Deutsche Hochdruckliga empfiehlt. Die Abkürzung steht für „Dietary Approach to Stop Hypertension“, zu Deutsch: „Diätetischer Ansatz zum Stopp von Hochdruck“. DASH ist allerdings nicht als eine Diät über einen gewissen Zeitraum zu verstehen, sondern vielmehr als eine generelle nachhaltige Ernährungsumstellung.

Wichtig sei zum einen die Gewichtsreduktion auf einen Body Mass Index (BMI) von 20 bis 25 kg/m²; denn zwischen Übergewicht/Adipositas und Bluthochdruck besteht ein enger Zusammenhang. Pro Kilogramm Gewichtsabnahme könne der systolische Blutdruck um rund 1 mmHg reduziert werden. Ein weiterer Faktor ist die Elektrolytzufuhr. Natrium und Kalium wirken gegensätzlich: Eine erhöhte Natriumzufuhr – Natriumquelle Nummer eins ist Speisesalz – erhöht den Blutdruck, kaliumreiche Kost senkt ihn. Während die Kaliumzufuhr hierzulande kein relevantes Problem darstellt, sieht es beim Natrium anders aus: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schätzt die angemessene Zufuhr für Erwachsene auf 1,5 Gramm pro Tag. Gemäß der oben zitierten DEGS1-Studie sind es bei Frauen im Mittel jedoch rund 3,31 und bei Männern 3,94 Gramm pro Tag. Sechs Gramm Salz entsprechen bereits 2,4 Gramm Natrium. Auch wenn nicht alle Hypertoniker auf eine Kochsalzeinschränkung mit einer Blutdrucksenkung reagieren, ist es sinnvoll, die Ernährung sanft umzustellen und Salz zunehmend durch Kräuter und Gewürze zu ersetzen. Freilich darf man nicht übersehen, dass 75 bis 90 Prozent der täglichen Salzzufuhr aus verarbeiteten Lebensmitteln und dem Außer-Haus-Verzehr stammen. Hauptquellen sind Brot und Backwaren, Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte und Käse, Fertiggerichte und natürlich salziges Knabbergebäck. Es gibt jedoch in allen Produktgruppen auch salzarme Varianten.

Neben der Salzreduktion besteht der Speiseplan zum größten Teil aus Gemüse und Obst. Hinzu kommen magere Milchprodukte und Fisch sowie Vollkornprodukte. Bei Fetten sind pflanzliche Öle wie Oliven-, Raps- oder Nussöle zu bevorzugen. Einschränkungen gibt es bei zuckerreichen Lebensmitteln, Fertiggerichten, Alkohol sowie bei rotem Fleisch, gesättigten Fettensäuren, Gesamtfett und Cholesterin.

Auch wer nicht 100 Prozent an das Ideal der Dash-Diät herankommt profitiert, denn jede Verbesserung der Ernährungsweise ist mit einer Senkung des kardiovaskulären Risikos verbunden, wie eine US-Studie zeigt.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.bzfe.de/lebensmittel/einkauf-und-kennzeichnung/die-nationale-reduktions-und-innovationsstrategie-der-bundesregierung/

https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Chronische_Erkrankungen/Blutdruck_DZHK.pdf?__blob=publicationFile

https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsT/hypertonie.pdf?__blob=publicationFile

www.herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/gesund-bleiben/bluthochdruck/was-ist-bluthochdruck

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Diabetiker müssen auf ihre Ernährungsweise achten

Beliebte BE-Tabelle „Diabetes Ampel“ von PhDr. Sven-David Müller geht in eine neue Runde

Seit mehr als zehn Jahren nutzen Hunderttausende von Diabetikern die im Trias Verlag erscheinende Diabetes-Ampel, um auf einen Blick alles über Lebensmittel zu erfahren. Deutschlands bekanntester Diabetesberater PhDr. Sven-David Müller hat diese auf Basis seiner Erfahrungen im Diabetesteam an der Universitätsklinik Aachen herausgegeben. Jetzt erscheint das Werk in der neuen Auflage und ist in allen Buchhandlungen erhältlich. Diabetiker müssen über den Kohlenhydrat-, Ballaststoff-, Kalorien- und Fettgehalt von Lebensmitteln und Speisen genau informiert sein, um normnahe Blutzuckerwerte haben zu können.

Ampel-Konzept bestens bewährt

Diabetes mellitus ist eine Volkskrankheit, an der 15,3 Prozent der Bevölkerung in Deutschland erkrankt sind. 12,7 Millionen Menschen in unserem Land seien Diabetiker, stellte Müller bei der Präsentation der 9. Auflage der Diabetes-Ampel Ende August in Berlin fest. Diese zeigt die BE und KHE von mehr als 2.600 Lebensmitteln. Zudem zeigt sie, wie stark die Lebensmittel den Blutzuckerspiegel steigern. Hier hat sich das von Müller entwickelte Ampel-Konzept bestens bewährt. Mit einem Blick auf die Glyx-Ampel sieht der Leser, wie sich ein Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel auswirkt.

Auf die richtigen Lebensmittel achten

Alle Diabetiker müssen besonders auf ihre Ernährungsweise achten und Lebensmittel bevorzugen, die den Blutzucker milde steigern. Zudem sei es wichtig, dass die Ernährungsweise sättigend, aber kalorienarm sei, da das Gros der Diabetiker viel zu dick sei und abnehmen müsse, so Müller. Der renommierte Diabetesexperte leidet selbst seit 1976 an Diabetes mellitus. Die Diabetes-Ampel ist in allen Buchhandlungen erhältlich. Weitere kostenlose Informationen und Rezepte sind unter www.svendavidmueller.de zu finden.

Das im Jahr 2006 in Köln gegründete Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik ist das Netzwerk und Sprachrohr für alle Berufsgruppen, die in der wissenschaftlich fundierten Gesundheitsförderung tätig sind sowie alle an Gesundheit interessierten, die von dem Bündeln von Informationen und Aktionen profitieren möchten. Die medizinische Fachgesellschaft ist als gemeinnützig anerkannt und in das Vereinsregister eingetragen.

Übermittelt durch www.pr-gateway.de.

Kontakt
Zentrum für Kulturkommunikation
PhDr. Sven-David Müller, M.Sc.
Heckenstraße 36
38226 Salzgitter
0173-8530938
sdm@svendavidmueller.de
http://www.svendavidmueller.de

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Bio-Lebensmittel

Ab heute esse ich bio!

Wussten Sie, dass Lebensmittel zigtausende künstliche Stoffe enthalten, die sich eines Tages in den Knochen, im Herz und sogar im Gehirn wiederfinden. Jährlich kommen sogar noch etwa 10.000 Substanzen neu dazu. Gesundheitsrisiken sind dabei nicht ausgeschlossen. Hingegen zeigt sich,  dass Bio-Lebensmittel höhere Konzentrationen von wertvollen Substanzen enthalten, die zur Gesundheit beitragen und vor Krankheiten schützen können – solche Erkenntnisse gibt es zum Beispiel zu Vitamin C, Mineralstoffen und Antioxidantien.

Für Gesundheit und Umwelt

Dies ist eins der Argumente für Bio-Lebensmittel, die Dr. Andrea in ihrem Ratgeber „Bio-Lebensmittel“ liefert. Doch nicht nur mit Blick auf die eigene Gesundheit ist man mit Bio gut beraten. Weniger Chemie in der Landwirtschaft, keine Monokulturen, artgerechte Tierhaltung, nachhaltiges Wirtschaften – bei der Produktion von Bio-Lebensmitteln wird die Umwelt geschont. Durch ein bewusstes Einkaufsverhalten kann der Verbraucher so einiges zum Klimaschutz beitragen. Fundiert und verständlich erläutert die Autorin alle Fakten, die man rund um das Thema Bio kennen sollte.

Warum Bio seinen Preis wirklich wert ist

In diesem Buch geht es um Öko- bzw. Bio-Lebensmittel. Aber was genau ist das eigentlich? Welche Voraussetzungen muss ein Bauer mitbringen, um als Biobauer anerkannt zu werden? Wie können wir sicher sein, dass es sich bei einem Produkt tatsächlich um ein Bio-Lebensmittel handelt? Woher wissen wir, ob bei der Produktion die Vorschriften eingehalten werden? All diese Fragen beantwortet Dr. Andrea Flemmer und gibt u.a. einen Überblick über die wichtigsten Biosiegel, die uns beim Einkauf begegnen. Auch erklärt sie, warum Bio-Lebensmittel teurer als konventionell erzeugte sind, welcher Preis dennoch gerechtfertigt ist und warum Bio-Lebensmittel im Supermarkt oder Discounter oft billiger sind.

Der Ratgeber „Bio-Lebensmittel“ erschien erstmals im Jahr 2008 und ist seitdem ein Steadyseller. Nun erscheint der in neuer Aufmachung und umfassend aktualisiert.

Die Autorin

Dr. Andrea Flemmer ist Diplom-Biologin, Ernährungswissenschaftlerin und hat zahlreiche Ratgeber zu den Themen Medizin, alternative Therapien und Ernährung veröffentlicht. Zudem schreibt sie regelmäßig für verschiedene namhafte Gesundheitszeitschriften. Bereits ihre Mutter nutzte vor 40 Jahren jede Chance, an Bio-Lebensmittel zu kommen – eine Familientradition, die sie insbesondere zum Wohl der Tiere fortsetzt.

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Nachhaltige Ernährung als neuer Standard

Erkenntnisse aus der Nudging-Forschung

Welchen Beitrag kann Nudging für eine nachhaltige Ernährung und damit zur Erreichung unserer Klimaziele leisten? In einfachen Entscheidungssituationen einen verblüffend großen, wie einzelne Studien zeigen. So zum Beispiel Experimente in Kopenhagen, die untersuchten, wie sich in Konferenzeinladungen die Umkehrung der Standardeinstellung „Buffet mit Fleisch“ in „vegetarisches Buffet“ auswirkte. Bei der ersten Variante beließen es in Summe 94 Prozent der Teilnehmenden bei diesem Vorschlag und nur 6 Prozent bestellten eine vegetarische Verpflegung. Bei der zweiten Variante verhielt es sich genau anders herum: 87 Prozent akzeptierten das vegetarische Buffet und 13 Prozent bestellten explizit Fleisch.

Dieses Beispiel zeigt, wie einfach, effektiv und kostengünstig sich Menschen zu einem gewünschten Verhalten „anstupsen“ lassen – und zwar bei völliger Transparenz und Erhalt ihrer Wahlfreiheit. Es brauche jedoch noch mehr empirische Forschung, um die wirksamsten Nudges herauszufinden und ihre Effekte zu beziffern, betonte Dr. Jan Michael Bauer von der Copenhagen Business School auf dem 5. BZfE-Forum. Denn es mache einen großen Unterschied, ob jemand beispielsweise nur für sich zwischen zwei Speisenoptionen zu wählen hat oder in einem Supermarkt mit riesiger Auswahl für die ganze Familie einkauft. Kurz: Je komplexer der Entscheidungsprozess, umso schwieriger ist es, Verhalten vorherzusagen und die Entscheidungsarchitektur gezielt in Richtung Nachhaltigkeit zu gestalten.

Insgesamt sieht Bauer jedoch großes Potenzial im Nudging und einer nachhaltigkeitsorientierten Ausrichtung des Ernährungsumfelds. Es kann dabei helfen, die höheren Ziele Nachhaltigkeit und Gesundheit mit unserem weitgehend impulsgesteuerten und gewohnheitsmäßigen Verhalten in Einklang zu bringen. Natürlich ist Nudging nicht als alleinige Lösung gedacht. Es kann klassische Instrumente wie Verbote, Steuern, Preisanreize, Information und Bildung jedoch ergänzen. Dabei zeichnet sich im Bereich der gesunden Ernährung ab: Am besten funktionieren Nudges, die ganz konkret am Verhalten ansetzen. So sank nach Berechnungen einer Meta-Analyse von 90 Studien der Kalorienverbrauch durch kleinere Portionen um 18,4 Prozent und durch eine bessere Erreichbarkeit der kalorienärmeren Alternativen um 11,6 Prozent. Danach folgten das Hervorheben hedonistischer Aspekte wie guter Geschmack mit einer Reduktion um 10 Prozent und Gesundheitsaspekte mit 7,5 Prozent.

Die oft geäußerte Kritik der Bevormundung oder gar Manipulation von Verbraucherinnen und Verbrauchern sehen diese selber übrigens nicht zwangsläufig. In einer repräsentativen Umfrage in Deutschland befürworteten über die Hälfte der Befragten einzelne Nudges und Eingriffe in die Entscheidungsarchitektur als Maßnahme der Gesundheitsintervention. Dazu gehörten die Abschaffung von Süßigkeiten im Kassenbereich von Supermärkten und verpflichtende Kalorienlabel in Schnellrestaurants. Sogar den in den Medien stark kritisierten Veggie-Day in öffentlichen Kantinen fanden knapp über 50 Prozent in dieser Befragung gut.

Gabriela Freitag-Ziegler, www.bzfe.de

Quellen und weitere Informationen:

https://www.researchgate.net/publication/337680442

https://www.researchgate.net/publication/318420196

https://www.researchgate.net/publication/305944679

Nudging arbeitet mit Anreizen statt Verboten

bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungskommunikation

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Genbasierte Ernährungsempfehlungen zur Gewichtsreduktion

Wissenschaftlich bisher nicht belegt

Allgemeine Empfehlungen zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sind weithin bekannt. Die personalisierte Ernährung geht jedoch über diese Empfehlungen hinaus: Durch die Anpassung der Ernährung auf das Individuum – gewissermaßen geprägt durch die Blaupause des Humangenoms – soll Krankheiten vorgebeugt und das Wohlbefinden gesteigert werden. Doch wie weit ist die Wissenschaft und wie lassen sich personalisierte Ernährungskonzepte in den Alltag integrieren? Eine Standortbestimmung zu diesem Themenkomplex nahm kürzlich die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), Heilbronn, vor und lud zu einem Fachkongress ein: „Personalisierte Ernährung – Anwendungsreife auf dem Prüfstand“.

Personalisierte Ernährung sei bisher eindeutig eine Eliteernährung, so Professorin (emeritiert) Hannelore Daniel, in ihrer einleitenden Moderation; getrieben von den Life-Sciences, und eindimensional auf Gesundheit ausgerichtet. Dabei ignoriere sie meist ganz viele Lebensumstände, die wichtig für die Compliance sind, also die Bereitschaft eines Patienten zur aktiven Mitwirkung an therapeutischen Maßnahmen. Wenn man Menschen dazu bewegen möchte, ihr Ernährungsverhalten zu ändern, müsse man genau wissen, was sie mögen und was sie nicht mögen. Das sei wichtiger als Kenntnisse von eigenen Genvarianten und den damit verbundenen (statistischen) Risiken, so Daniel.

Einen Aspekt, nämlich den der genbasierten Ernährungsempfehlungen zur Gewichtsreduktion beleuchtete Dr. Christina Holzapfel vom Klinikum rechts der Isar, Institut für Ernährungsmedizin, Technische Universität München (TUM). Es gebe zahlreiche Angebote genbasierter Ernährung, so Holzapfel. Schaue man sich jedoch die jeweiligen Homepages dieser Anbieter an, so zeige sich, dass es dort viel um Lebensstile geht, wobei die Energiereduktion eine wesentliche Rolle spiele, plus Coaching und Feedbackinstrumente. Am Ende gehe ein Erfolg eben nicht auf die Genetik zurück, sondern auf die Kalorienrestriktion, auf Grundlage der Empfehlungen der jeweiligen Anbieter. Mit anderen Worten: Es gibt bis dato „keine Evidenz für einen klinischen Zusammenhang zwischen Genetik, Energie-, Kohlenhydrat- und Fettzufuhr“.

Und was meint die Allgemeinbevölkerung? Die TUM führte im Rahmen der Nachwuchsgruppe „Personalisierte Ernährung & eHealth“ hierzu eine repräsentative Umfrage durch (1.003 Erwachsene als repräsentatives Kollektiv plus 354 Erwachsene mit Adipositas). Demnach meinen rund 40 Prozent der Befragten, den Begriff ‚personalisierte Ernährungsempfehlungen‘ zu kennen, beim Begriff ‚genbasierte Ernährungsempfehlungen‘ sind es fast 20 Prozent. Mehr als 55 Prozent meinen, dass genbasierte Ernährungsempfehlungen ein effektives Konzept sind und nahezu 35 Prozent der Befragten können sich vorstellen, eine genbasierte Ernährungsempfehlung in Anspruch zu nehmen.

Die Frage ist, woher kommt die Idee der genbasierten Ernährung und wie lässt sich die Diskrepanz zwischen Anbietern, Verbraucherinnen und Verbrauchern und der Wissenschaft erklären? Es gibt Belege dafür, dass das Körpergewicht eine genetische Komponente hat. Die Schätzungen gehen von einer Heritabilität von 50 bis 90 Prozent aus. Die Heritabilität ist ein Maß für die Erblichkeit von Eigenschaften, bei deren phänotypischer Ausbildung (das äußere Erscheinungsbild betreffend) sowohl die Gene als auch Umwelteinflüsse eine Rolle spielen. Bezüglich der Gene zeigt das so genannte FTO-Gen (fat mass and obesity associated) bislang den stärksten Einfluss auf das Körpergewicht. Wer allerdings – vereinfacht ausgedrückt – das Risikoallel (Ausprägung) sowohl von Vater als auch Mutter vererbt bekommt, wiegt gerade mal drei Kilogramm mehr als derjenige ohne das Risikoallel. Das heißt, ein Effekt von drei Kilogramm erklärt am Ende nicht Übergewicht und Adipositas in Deutschland und weltweit. Es sind bis dato sehr viele einzelne Genlozi (Genorte; die physische Position eines Gens im Genom) identifiziert, die mit dem Körpergewicht vergesellschaftet sind, aber jeder einzelne Genort hat nur einen sehr kleinen Effekt. Die genbasierte Ernährung sei aktueller Forschungsgegenstand; eine genbasierte Ernährungsempfehlung auszusprechen, sei aufgrund der derzeitigen Datenlage nicht sinnvoll, da momentan nicht evidenzbasiert, so die Münchner Wissenschaftlerin Holzapfel.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Nach der Pandemie der Grippe- und Erkältungswelle trotzen

Virenexperte PhDr. Sven-David Müller erwartet Grippe- und Erkältungswelle in Deutschland

Weltweit warnen Experten vor einer schweren Grippe- und Erkältungswelle, so der Virenexperte PhDr. Sven-David Müller bei einem Viren-Kongress in Berlin im Oktober 2021. Millionen Menschen werden in den kalten und nassen Monaten 2021/22 an Grippe und grippalen Infekten erkranken. Husten, Schnupfen und Heiserkeit überall.

Nach Corona kommt die Erkältungswelle und der wichtigste Punkt gegen Viren sind Virenkiller. Mit guter Ernährungs- und Lebensweise kann der menschliche Körper Viren durch sein angeborenes und erworbenes Immunsystem abwehren. Grundlage im Kampf gegen Viren ist das Abwehrsystem und das kann man durch den Konsum von Virenkillern stärken. Selbst gegen die Corona-Pandemie kann man sich durch eine Virenkiller-reiche Ernährungs- und Lebensweise besser schützen, informiert der Virenexperte ( www.svendavidmueller.de) weiter.

Ein optimales Immunsystem ist auch eine bedarfsgerechte Versorgung mit den Vitaminen C und D, den Spurenelementen Zink und Selen, verschiedenen Heilkräutern wie der Graubehaarten Zistrose (Cistus incanus) und natürlich medizinisch relevante Probiotika gezielt aufgebaut werden. Wichtig ist eine gesunde Darmflora. Mindestens 70 Prozent aller Immunzellen befinden sich im Darm und die Abwehrkräfte, die sich im Darm bündeln, lassen sich durch diese Probiotika unterstützen. Durch Antibiotika, Konservierungsstoffe und ungesunde Ernährung haben fast alle Menschen in Deutschland eine ungesunde Darmflora, erläutert Müller.

Wer täglich medizinisch relevante Probiotika einnimmt und Tees oder Lutschtabletten mit graubehaarter Zistrose verwendet und sich gesund ernährt, muss sich vor Erkältung und Grippe nicht fürchten. Zehn Jahre war der Virenexperte an der Universitätsklinik Aachen tätig. In seinem neuen Bestseller wurden „Die 50 besten Virenkiller“ zusammengestellt. Das Buch erscheint im Trias Verlag und ist ab sofort in allen Buchhandlungen erhältlich.

Das im Jahr 2006 in Köln gegründete Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik ist das Netzwerk und Sprachrohr für alle Berufsgruppen, die in der wissenschaftlich fundierten Gesundheitsförderung tätig sind sowie alle an Gesundheit interessierten, die von dem Bündeln von Informationen und Aktionen profitieren möchten. Die medizinische Fachgesellschaft ist als gemeinnützig anerkannt und in das Vereinsregister eingetragen.

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