Archiv der Kategorie: Forschung und Wissenschaft

Schmerzfreie Gelenke mit Zitronenverbene und Fischöl?

Zur Wirksamkeit antioxidativer Stoffe

Oxidativer Stress spielt bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Arthritis oder der entzündlich aktivierten Arthrose eine primäre Rolle. Wie die Schädigung der Gelenke durch antioxidativ wirksame Stoffe aufgehalten werden kann, versucht nun eine spanische Studie zu klären.

Mehr dazu: http://www.carstens-stiftung.de/artikel/schmerzfreie-gelenke-mit-zitronenverbene-und-fischoel.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Nervensystem und Adipositas

Forscher des französischen Instituts für Gesundheitswesen und medizinische Forschung – Inserm – haben in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München (Lehrstuhl für Humanbiologie) erkannt, dass das Nervensystem des Verdauungstrakts maßgeblich an der Bildung von Adipositas beteiligt sein kann.

Mehr dazu unter http://idw-online.de/de/news461884

Josef Senn, Redaktion mediportal-online

Demenz: Antidepressiva erhöhen Sturzrisiko

Verordnung häufig fragwürdig

Viele ältere Menschen haben ein erhöhtes Sturzrisiko. Bei Demenzkranken, die in Pflegeheimen mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern als Antidepressiva behandelt werden, steigt dieses Risiko laut einer niederländischen Studie jedoch signifikant an.

Mehr dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/demenz-antidepressiva-erhoehen-sturzrisiko.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Leberschonende Diagnostik

Die Firma Siemens hat einen Biomarker-Test zur Diagnostik der Leberfibrose entwickelt. Das Positive: Zur Untersuchung braucht es nur einer Blutprobe. Eine die Leber belastende Biopsie ist nicht notwendig.

Mehr Infos dazu unter http://idw-online.de/de/news461046

Josef Senn, Redaktion mediportal-online

Neues Heilmittel gegen Durchfall?

Erweitertes Wirkspektrum von Cistus

Die Zistrose Cistus incanus wird erfolgreich zur Abwehr bei Erkältungen eingesetzt (1). Eine andere Cistus-Art, die Lack-Zistrose (Cistus ladanifer), wird in Marokko traditionell bei Bauchschmerzen und Durchfall angewendet. Die Wirksamkeit wurde jetzt in einer klinischen Studie untersucht (2).

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/erweitertes-wirkspektrum-von-cistus.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Toxoplasmose-Screening in der Schwangerschaft

Studie des Nationalen Konsiliarlabors Toxoplasma bestätigt: Toxoplasmose-Screening in der Schwangerschaft ist sinnvoll.

Eine regelmäßige Untersuchung von bisher nicht infizierten Frauen auf Antikörper gegen den Parasiten Toxoplasma gondii in der Schwangerschaft ist sinnvoll, um rechtzeitig mit einer effektiven Therapie beginnen zu können.

Mitteilung des deutschen Konsiliarlabors für Toxoplasmose und des Berufsverbandes der Ärzte für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie (BÄMI):

Eine Erstinfektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii während der Schwangerschaft kann auf das noch ungeborene Kind übertragen werden und bei ihm schwerste Hirn- und Augenschäden verursachen. Wie eine Studie des Nationalen Konsiliarlabors Toxoplasma in Zusammenarbeit mit dem Beratungslabor in Sindelfingen an mehr als 600 schwangeren Frauen mit akuter Toxoplasmose zeigt, kann die in Deutschland übliche Therapie bei frühem Beginn (innerhalb von 4 Wochen nach Infektion) im Vergleich zu einem späten Beginn (länger als 8 Wochen) die Wahrscheinlichkeit von Schäden beim Kind signifikant verringern. Eine regelmäßige Untersuchung von bisher nicht infizierten Frauen in der Schwangerschaft ist daher sinnvoll, um rechtzeitig mit einer effektiven Therapie zu beginnen und das Kind vor Schäden zu schützen.

Weitere Informationen: www.baemi.de , Berufsverband der Ärzte für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie

Quellen:

Übermittelt durch www.pr-gateway.de

Kontakt: Berufsverband der Ärzte für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie (BÄMI), Uwe Gross, Prof. Dr. med., Invalidenstr. 90, 10115 Berlin, berlin@baemi.de, 0174 350 9999, http://www.baemi.de

 

Gestörter Lipidhaushalt in Mitochondrien kann Kardiomyopathie verursachen

Störungen im Lipidhaushalt der Mitochondrien* und die damit verbundene funktionelle Beeinträchtigung der mitochondrialen Membranproteine sind mögliche Ursachen von Kardiomyopathien*. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München, die aktuell im Fachjournal The American Journal of Human Genetics publiziert wurden und unterstreicht damit die Bedeutung von Lipidmembranen für den Energiestoffwechsel.

Störungen im Fettstoffwechsel und der Lipidmembranen von Mitochondrien* beeinträchtigen die zelluläre Energiegewinnung und können zu Kardiomyopathien* führen. Das hat Dr. Holger Prokisch vom Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München in enger Zusammenarbeit mit Dr. Hans Mayr vom Universitätsklinikum Salzburg bei der Untersuchung der Genetik des Sengers-Syndroms* herausgefunden. Die Wissenschaftler hatten alle 20.000 Gene eines Sengers-Patienten der Universität Freiburg sequenziert, um die genetische Ursache der Erkrankung zu entschlüsseln.

„Unsere Arbeit beschreibt nicht nur eine genetische Ursache des Sengers-Syndroms, sie betont zudem die Wichtigkeit des Lipidstoffwechsels: Störungen haben gravierende Auswirkungen auf das Mitochondrium und die gesamte Zelle“, so Prokisch. Die Wissenschaftler werden nun die Lipidkomponenten und deren Dynamik in biologischen Membranen genauer bestimmen, um ihre Bedeutung im Energiestoffwechsel besser zu verstehen. Daraus könnten sich Zusammenhänge mit weiteren menschlichen Erkrankungen und Ansatzpunkte für neue Therapien ergeben.

Weitere Informationen

Hintergrund

* Mitochondrien: Zellorganelle, die der Energiegewinnung in der Zelle dienen. Diese erfolgt an der inneren der beiden mitochondrialen Lipidmembranen.

* Kardiomyopathien: Erkrankungen des Herzmuskels.

* Sengers Syndrom: autosomal rezessiv vererbte Erkrankung, die sich durch kongenitalen Katarakt, hypertrophische Kardiomyopathie, mitochondriale Myopathie und Laktatazidose auszeichnet, meist ohne Beteiligung des zentralen Nervensystems. Weltweit sind etwa 50 Fälle dokumentiert.

Original-Publikation:

Mayr, J.A. et al. (2012). Lack of the mitochondrial protein acylglycerol kinase causes Sengers syndrome, American Journal of Human Genetics, Online ahead of print

Link zur Fachpublikation: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0002929711005404

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 17 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören.  www.helmholtz-muenchen.de

Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 460 Professorinnen und Professoren, 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (einschließlich Klinikum rechts der Isar) und 25.000 Studierenden eine der führenden technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunktfelder sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin und Wirtschaftswissenschaften. Nach zahlreichen Auszeichnungen wurde sie 2006 vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Exzellenzuniversität gewählt. Das weltweite Netzwerk der TUM umfasst auch eine Dependance in Singapur. Die TUM ist dem Leitbild einer unternehmerischen Universität verpflichtet. www.tum.de

Institut für Humangenetik des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München: Das Institut beschäftigt sich mit der Identifizierung von Erkrankungsgenen und der Charakterisierung ihrer Funktionen. Zentrales Ziel ist es, krankheitsrelevante Genvarianten bei Mensch und Maus zu finden sowie Techniken zur Chromosomenanalyse und neue Methoden für die Bearbeitung spezifischer Fragestellungen im Bereich der prä- und postnatalen Diagnostik und der Tumorzytogenetik zu entwickeln.

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg, www.helmholtz-muenchen.de, Aufsichtsratsvorsitzende: MinDir´in Bärbel Brumme-Bothe, Geschäftsführer: Prof. Dr. Günther Wess und Dr. Nikolaus Blum, Registergericht: Amtsgericht München HRB 6466, USt-IdNr: DE 129521671

 

Schmerzmittel: Wissenschaftler warnen vor den Gefahren

Wer fürchterliche Schmerzen hat will nur eines: Sie so rasch wie möglich los werden. Schnell greift man in einer solchen Situation zu Schmerzmittel, wie Paracetamol oder Aspirin. Bei allem Verständnis sollte man sich aber auch der Gefahren bewusst sein und auf Dauer nach den Ursachen suchen.

Damit beschäftigt sich dieser Artikel: http://www.premiumpresse.de/schmerzmittel-und-ihre-gefahren-PR1661922.html

Josef Senn, Redaktion mediportal-online

 

Demenz: Grundlagen der Krankheit

Das Charakteristische an der Demenzerkrankung ist der Untergang von Nervenzellen. Forscher an der Universität Bonn haben entdeckt, wie es dazu kommt.

Mehr Infos dazu unter http://idw-online.de/de/news460174

Josef Senn, Redaktion mediportal-online

Vitamin C bietet keinen Schutz vor Erkältungen

Vitamin C gilt als Rettungsanker, wenn eine Erkältung im Anmarsch ist. Nun haben aber Wissenschaftler der University of Washington in einer Untersuchung gezeigt, dass Vitamin C keinen Schutz vor Erkältungen bietet. Das berichtet das Gesundheitsmagazin Medical Observer.

Wie das Gesundheitsmagazin Medical Observer berichtet, stärkt Vitamin C das Immunsystem. Wohl daher kam die Vermutung zustande, dass Vitamin C automatisch vor Krankheiten wie einer Erkältung schützen kann. Viele greifen daher zu Vitamin C-Tabletten, um einer Erkältung vorzubeugen. Bei den ersten Symptomen wie Schnupfen, Halsweh oder Husten steht die Ascorbinsäure hoch im Kurs. Doch bietet Vitamin C wirklich Schutz vor einer Erkältung? Und wirkt Vitamin C gegen Husten, Schnupfen.

In einer Studie mit 11.000 Teilnehmern wurde deutlich, dass Vitamin C einer Erkältung nicht vorbeugen kann. Die Forscher verabreichten den Teilnehmern dabei immerhin täglich 200 Milligramm. Der Referenzwert für Vitamin C liegt allerdings nur bei 100 Milligramm täglich. Aber selbst die hohe Dosis konnte keinen nennenswerten Beitrag dazu leisten, gesund zu bleiben. Vor Vorteil  „Es ist daher einfach nicht sinnvoll, 365 Tage im Jahr Vitamin C einzunehmen, nur um das Risiko eines Schnupfens zu verringern“, erklärt der Harri Hemilä von der Universität von Helsinki.

Eine hohe Vitamin C-Dosis wirke dabei aber immerhin bei Menschen, die zuvor zu wenig davon im Körper hatten. Und es kann verschiedenen Untersuchungen zufolge eine Erkältung verkürzen. Und natürlich stärkt Vitamin C das Immunsystem. Studien belegen zudem auch, dass es vor Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen schützt. Experten raten dabei in Sachen Vitamin C eher auf eine ausgewogene Ernährung zu vertrauen. Denn ob der Körper das unnatürliche Vitamin C in Tablettenform überhaupt aufnehmen kann, ist bislang noch nicht eindeutig belegt.

Quellen:

Übermittelt durch www.pr-gateway.de

Kontakt/Pressekontakt: MedicalOberver.com, Dr. John Pillay, Friedrichstraße 171, 10117 Berlin, 030 / 2241 0953, http://medicalobserver.com/, jp@medicalobserver.com