Archiv der Kategorie: Diabetes

Diabetes bei Kindern

Diabetes bei Kindern erfordert eine altersgerechte, einfühlsame Betreuung. Claudia Galler, Gesundheitsredakteurin von Deutschlands größter Arztempfehlung jameda (http://www.jameda.de), erklärt, dass man dabei den Blutzucker durch Medikamente und sinnvolle Ernährung optimal einstellen und den Kindern gleichzeitig einen weitgehend unbeschwerten Alltag ermöglichen kann.

Der Insulin-Stoffwechsel ist gestört, Zucker wird im Harn ausgeschieden

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit, „süßer Durchfluss“) ist eine Stoffwechselkrankheit, die durch eine verminderte Wirkung von Insulin oder einen Insulinmangel im Körper entsteht. Zucker aus dem Blut kann nur unzureichend oder gar nicht in die Zellen transportiert werden, so dass die Energiegewinnung gestört ist. Der erhöhte Blutzucker schädigt auf Dauer Organe und Blutgefäße, man kann den Zucker im Harn nachweisen. Es werden die Diabetesformen Typ 1 und Typ 2 unterschieden. Bei Typ 1 zerstören körpereigene Abwehrzellen, die Betazellen der Bauchspeicheldrüse, so dass kein Insulin mehr gebildet werden kann. Diabetes vom Typ 2 entsteht, wenn die Ausschüttung und Wirkung des vorhandenen Insulins beeinträchtigt ist.

95 % der Diabetiker-Kinder haben Diabetes Typ 1

In Deutschland leben etwa 25.000 Kinder und Jugendliche, die an Typ 1 Diabetes erkrankt sind. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt vor allem bei Kleinkindern an, die Ursache hierfür ist noch ungeklärt. Deutliche und heftige Symptome des Typ-1-Diabetes treten auf, wenn 80-90 % der insulinproduzierenden Beta-Zellen zerstört sind: Großer Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme und Müdigkeit. Kinder mit Typ-1-Diabetes werden sofort mit Insulin behandelt. Es wird in mehreren Dosen über den Tag verteilt gespritzt oder mit Hilfe einer Insulinpumpe automatisch an den Körper abgegeben.

Immer im Gepäck: Insulin, Blutzuckermessgerät und Traubenzucker für den Notfall

In speziellen Schulungen lernen Kinder mit Typ-1-Diabetes und ihre Eltern, den Blutzucker zu messen sowie den Insulinbedarf zu bestimmen, auf eine sinnvolle Ernährung zu achten und Notfallsituationen zu meistern. Die Insulin-Therapie muss individuell auf den Kinderalltag abgestimmt werden. So beeinflussen beispielsweise ein hoher Bewegungsdrang, häufige Infekte, wechselnde Speisevorlieben und Wachstumsschübe den Blutzuckerspiegel und Insulinbedarf.

Diabetes Typ 2 und Übergewicht gehen Hand in Hand

Typ-2-Diabetes, früher „Altersdiabetes“ genannt, tritt heute vermehrt auch bei Kindern und Jugendlichen auf. Man schätzt die Zahl der Neuerkrankungen in Deutschland auf etwa 200 pro Jahr. Auch Kinder mit Typ-2-Diabetes haben großen Durst und müssen oft Wasserlassen. Anders als Typ-1-Diabetiker nehmen sie aber nicht ab, sondern zu. Ein Teufelskreis entsteht: Übergewicht, oft durch Bewegungsmangel und falschen Ernährungsgewohnheiten bedingt, verschlechtert die Wirkung von Insulin. Zusätzlich vom Körper ausgeschüttetes Insulin bewirkt aber gleichzeitig die Bildung von Fettdepots, so dass wiederum das Körpergewicht steigt …Wichtig für diese Kinder ist neben einer ausgewogenen, kalorienreduzierten Ernährung regelmäßiger Sport, der die Pfunde purzeln lässt. Wenn diese Umstellung den Blutzucker nicht normalisieren kann, werden Medikamente wie z. B. Metformin gegeben.

Bei weiteren Fragen zum Thema Diabetes sollten Sie einen Arzt konsultieren. Gut bewertete Diabetologen finden Sie z.B. auf jameda (http://www.jameda.de/aerzte/fachaerzte-f-diabetologie-und-endokrinologie/fachgebiet/).

Quelle:

Übermittelt durch www.pr-gateway.de

Kontakt: jameda GmbH, Elke Ruppert, Klenzestraße 57b, 80469  München, presse@jameda.de, 089/2000 185 85, http://www.jameda.de

 

 

Können Gewürze als Heilmittel wirken?

Zimt senkt den Blutzucker, Safran kann bei Depressionen helfen und Ingwer schützt Schwangere vor Übelkeit und Schwangerschaftserbrechen

Viele Gewürze wurden im Europa des Mittelalters und der frühen Neuzeit nicht zum Würzen von Speisen verwendet. Dafür waren sie viel zu kostbar. Zudem war es sehr aufwendig, bestimmte Gewürze aus weit entfernten Regionen wie dem Orient oder Afrika zu beziehen. Gewürze kamen primär um Konservieren von Nahrungsmitteln oder bei der Herstellung von Medikamenten zum Einsatz. Eine der ersten Gelehrten im christianisierten Europa, die auf die Heilkraft verschiedener Gewürze und Kräuter hinwies, war im 12. Jahrhundert nach Christus die Benediktinerin Hildegard von Bingen. Noch heute werden Gewürze als Heilmittel oder zur Unterstützung bestimmter Therapie eingesetzt.

Praktische Helfer für Magen und Darm

Zu den bekanntesten Gewürzen zählt Pfeffer. Dieser eignet sich zum Würzen fast jeder Speise. Deshalb wird Pfeffer im englischen Sprachraum als „allspice“, zu Deutsch etwa „Universalgewürz“, bezeichnet. Außerdem wirkt Pfeffer verdauungsfördernd und regt den Speichelfluss an. Das ist auf die Wirkungsweise des Alkaloids Piperin zurückzuführen. Pfeffer eignet sich auch zum Abtöten von bestimmten Bakterien. Eine verdauungsfördernde Wirkung werden zudem Kümmel und Majoran nachgesagt. Kümmel kommt in Europa als Karminativum zum Einsatz. Darunter versteht man pflanzliche Heilmittel, die in ätherischen Ölen vorkommen und deren Wirkung auf einen krampflösenden Effekt in der Darmschleimhaut zurückzuführen ist. Diese Eigenschaft trifft auch auf andere Arzneidrogen wie die Gewürze Fenchel und Anis sowie die Heilpflanzen Pfefferminz und Kamille zu. Zur Förderung der Verdauung eignet sich außerdem das Lorbeer-Blatt. Ihm wurde im Mittelalter eine halluzinogene Wirkung nachgesagt. Das Gleiche gilt für die Muskatnuss, die zur Behandlung von Krankheiten im Magen-Darm-Trakt eingesetzt wird. Allerdings kann es ab einer Menge von 4 Gramm zu gefährlichen Vergiftungserscheinungen und Halluzinationen kommen. Muskat kam Mittelalter darüber hinaus als Aphrodisiakum zum Einsatz. In der Antike war Vanille als Aphrodisiakum beliebt.

Gewürze gegen Schmerzen

Verschiedene Arten aus der Gattung der Nelken-Gewächse können verwendet werden, um den Appetit anzuregen und Blähungen zu lindern. Dieses Gewürz ist selbst bei Magengeschwüren gut verträglich. Nelken kommen ebenfalls zum Einsatz, um Zahnschmerzen zu lindern. Dazu legt man ein getrocknetes Nelken-Blatt auf die kariöse Stelle des Zahns. Das in Cheyenne-Pfeffer enthaltene Capasaicin kommt als Schmerzmittel bei Muskelverspannungen, einem Hexenschuss oder Hautbeschwerden zum Einsatz. Zudem erhöht Capsaicin die Wärmebildung des Körpers und verbraucht Kalorien.

Weitere praktische Helfer für die Hausapotheke

Safran kam in der indischen Ayurveda-Lehre wegen seiner stimmungsaufhellenden Wirkung als Antidepressivum zum Einsatz. Über das teuerste Gewürz der Welt, das aus der Krokusblüte gewonnen wird, existieren sogar klinische Studien. Iranische Wissenschaftler fanden Parallelen zwischen der Wirkungsweise von Safran und Imipramin sowie Fluoxetin. Die blutzuckersenkende Wirkung von Zimt wird kontrovers diskutiert. Es gibt aber Untersuchungen, die Belege dafür sowie für eine Senkung des LDL-Cholesterins liefern. Zimt ist ein Gewürz, welches aus der Rinde des Zimtbaums hergestellt wird. Es kommt in unseren Breiten vornehmlich bei der Zubereitung von Süßspeisen zum Einsatz. In Indien und Pakistan ist Zimt als zusätzliches Gewürz von Curry-Gerichten beliebt. Autoren: Patrick Jiranek und Sven-David Müller, ellviva-Redaktion.

Der ellviva-Artikel „Leckere Gewürze für mehr Geschmack“ verrät unter http://www.ellviva.de/Gesundheit/Gewuerze-Geschmack.html, für welches Gewürz sich für die Zubereitung bestimmter Lebensmittel jeweils besonders eignet.

Quelle:

Übermittelt durch www.pr-gateway.de

Kontakt: ellviva, Sven-David Müller, Gutleutstraße 30, 60237 Frankfurt, presse@ellviva.de, 069 972 69 139, http://www.ellviva.de

 

 

Typ-2-Diabetes: 14 neue Biomarker für Krankheitsvorhersage gefunden

Der Manifestation eines Typ-2-Diabetes gehen häufig jahrelang Stoffwechselveränderungen voraus, die im Blut als „Biomarker“ nachweisbar sind. Ein deutsches Wissenschaftlerteam hat jetzt 4000 Blutproben aus verschiedenen Forschungsprojekten untersucht und in einer sogenannten Metabolom-Analyse 14 neue Biomarker für Typ-2-Diabetes identifiziert. Die Marker liefern nicht nur neue Einsichten in die Entwicklung der Volkskrankheit Typ-2-Diabetes. Sie könnten nach Einschätzung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) auch die Vorhersage der Erkrankung verbessern.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news504189

Quellen: Deutsche Diabetes Gesellschaft, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Neuer Risiko-Test kann Diabetes-Typ-1 bei Kleinkindern vorhersagen

Deutsche Diabetesforscher haben einen Risiko-Test entwickelt, der bereits im Neugeborenenalter eine Erkrankung am Typ-1-Diabetes vorhersehbar macht. „Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den Ausbruch eines Typ-1-Diabetes vielleicht künftig verhindern zu können“, erklärt Professor Dr. med. Stephan Matthaei, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Gelingen könnte dies möglicherweise mithilfe einer Impfung, an der Forscher derzeit arbeiten.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news503222

Quellen: Deutsche Diabetes Gesellschaft, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

 

Diät mit wenig Kohlehydraten

Besser für die Herzfunktion von Diabetikern als fettarme Kost

Eine kohlehydratarme, eiweißreiche Diät wirkt sich bei übergewichtigen Diabetikern deutlich besser auf die diastolische Herzfunktion und die Insulinresistenz aus als eine häufig empfohlene fettarme Kost. Das zeigt eine in München, Isny und Mainz durchgeführte aktuelle Studie. „Damit könnte diese Ernährungsform die Entwicklung einer Diabetes-bedingten Herzmuskelschwäche und des metabolischen Syndroms verhindern oder zumindest verzögern“, so Studienautorin Dr. Helene von Bibra vom Städtischen Krankenhaus Bogenhausen, München.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news501366

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V., Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

DDG: Adipositas paradox: Schlanke Typ-2-Diabetiker stärker gefährdet

Das Sterberisiko normalgewichtiger Menschen mit Diabetes mellitus ist doppelt so hoch wie von übergewichtigen Diabetes-Patienten, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Auf dieses „Adipositas paradox“ weist jetzt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich einer Veröffentlichung amerikanischer Wissenschaftler hin. Auch bei schlanken Menschen sei es deshalb wichtig, einen Diabetes früh zu erkennen und entsprechend therapeutisch gegenzusteuern, so die DDG.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news499663

Quellen: Deutsche Diabetes Gesellschaft, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Erstmals diagnostische Marker für Prädiabetes gefunden

Typ-2-Diabetes schon vor seinem Ausbruch festzustellen und zu verhindern, könnte ein konkreter Nutzen einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München sein: Sie beschreiben in der aktuellen Ausgabe von „Molecular Systems Biology“ erstmalig drei Biomarker, die Prädiabetes anzeigen können.

Die aktuelle Studie von Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung, die in der aktuellen Ausgabe des renommierten Fachjournals Molecular Systems Biology erscheint, berichtet erstmals über neue Biomarker für Prädiabetes. Für die Frühform der Zuckerkrankheit – einer der wichtigsten Volkskrankheiten – standen bisher keine diagnostisch einsetzbaren Marker zur Verfügung. Das interdisziplinäre Team aus Epidemiologen, Genetikern und Metabolomics-Experten um Dr. Rui Wang-Sattler, Arbeitsgruppenleiterin in der Abteilung Molekulare Epidemiologie, identifizierte drei neue Biomarker für die Entwicklung des Prädiabetes, von denen zwei es zudem ermöglichen, den individuellen weiteren Verlauf der Erkrankung vorherzusagen.

„Die Konzentration, in der die Marker im Blut vorliegen, zeigt Prädiabetes auch in frühen Stadien an – Präventiv-Maßnahmen können daher sofort eingeleitet werden“, erklärt die Korrespondenzautorin Wang-Sattler den Vorteil der neuen Marker. Wird Typ-2-Diabetes bereits als Prädiabetes diagnostiziert, kann seine Entwicklung aufgehalten oder sogar verhindert werden. An Typ-2-Diabetes mellitus, einer Störung des Glucose-Stoffwechsels, leiden etwa acht bis zehn Prozent der deutschen Bevölkerung. Neue Ansätze für Diagnose, Therapie und Prävention der Volkskrankheit sind wissenschaftliche Ziele des Helmholtz Zentrums München. Für die Studie arbeitete Wang-Sattler mit mehreren Instituten des Helmholtz Zentrums München und zwei Partnern im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung zusammen, dem Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf und dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke.

Link zur Fachpublikation: http://www.nature.com/msb/index.html

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg, www.helmholtz-muenchen.de

 

Blutzucker messen ohne Pieks

Der tägliche Stich in den Finger gehört für viele Diabetes-Patienten zum Alltag. Eine nicht-invasive Messmethode könnte sie von dem ständigen Pieksen befreien. Herzstück ist ein Biosensor von Fraunhofer-Forschern: Ein winziger Chip vereint Messung und digitale Auswertung – und kann die Daten sogar an ein mobiles Gerät funken.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news494267

Quellen: Fraunhofer-Gesellschaft, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Diabetes-Anstieg nicht allein mit Übergewicht erklärbar

Seit 1998 ist die Zahl der übergewichtigen Menschen in Deutschland insgesamt unverändert, die der adipösen Männer und Frauen leicht gestiegen. Im gleichen Zeitraum kam es zu einer deutlichen Zunahme von Erkrankungen mit Typ-2-Diabetes mellitus , wie eine aktuelle Studie des Robert Koch-Instituts belegt. Dieser Diabetes-Anstieg entspricht nicht dem Mehr an adipösen Menschen in unserer Gesellschaft, stellt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) fest.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news493331

Quellen:  Deutsche Diabetes Gesellschaft, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Auch kurzfristiges Rauchen fördert Diabetes-Vorstadien

Auch Menschen, die nur kurze Zeit rauchen, haben bereits ein deutlich höheres Risiko für Diabetes-Vorstufen (Prädiabetes) als Nichtraucher. Bereits fünf bis zehn Packungs-Jahre (pack years = Anzahl der Raucherjahre multipliziert mit der Zahl der täglich konsumierten Zigarettenpackungen) führten in der untersuchten Gruppe von jungen und gesunden Erwachsenen zwischen 25 und 40 Jahren bei Rauchern zu einem mehr als doppelt so hohen Risiko, Prädiabetes zu haben.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news493275

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V., Informationsdienst Wissenschaft (idw)