Archiv der Kategorie: Forschung und Wissenschaft

Der krebsbedingten Erschöpfung die Sporen geben

Heilpilz gegen Nebenwirkungen der Krebstherapie?

Viele Krebspatienten haben nicht nur mit ihrer Erkrankung zu kämpfen, sondern auch mit Nebenwirkungen der konventionellen Krebstherapie wie z.B. dem Erschöpfungssyndrom. Eine chinesische Studie untersuchte nun die Wirksamkeit der Sporen eines Heilpilzes (auch bekannt unter dem Namen „Reishi-Pilz“) auf dieses Phänomen.

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/der-krebsbedingten-erschoepfung-die-sporen-geben.html

Quelle: Carstens-Stiftung

 

Bienen liefern nicht nur wertvollen Honig …

Propolis im Tiermodell

Propolis, auch als Bienenharz oder Bienenleim bekannt, ist eine harzartige Masse, die von Bienen dazu genutzt wird, Öffnungen und Spalten im Stock zu verschließen. Sie besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Substanzen und hat antibakterielle und pilzhemmende Eigenschaften. In der vorliegenden Studie wurde der Effekt von Propolis auf die Heilung von Knochenbrüchen bei Ratten untersucht (1).

Mehr Infos dazu: http://www.carstens-stiftung.de/artikel/bienen-liefern-nicht-nur-wertvollen-honig.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Schnelle Herzinfarkt-Diagnose

Bei Herzinfarkt schnelle Diagnose lebenswichtig

Klarheit und schnelles Handeln ist bei einem Herzinfarkt lebenswichtig. Umso erfreulicher ist es, dass Forscher des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf jetzt einen Labor-Test entwickelt haben, der es ermöglicht, schon in einem Zeitraum von drei Stunden die Diagnose zu stellen, mit einer Treffsicherheit von rund 96 Prozent.

Mehr Infos dazu unter http://idw-online.de/de/news457464

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, www.idw-online.de

Informationen zum Thema Kreuzschmerz

Von vier Deutschen berichten etwa drei, dass sie zumindest einmal Kreuzschmerzen hatten. Damit gehört das Beschwerdebild zu den häufigsten Schmerzsyndromen. Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin hat darauf hingewiesen, dass unter http://www.versorgungsleitlinien.de/patienten/kreuzschmerzinfo neue Kurzinformationen für betroffenen Patienten zur Verfügung stehen.

Mehr dazu unter http://idw-online.de/de/news457180

Bewegung kann Lebenserwartung verlängern

Die Forscher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie weisen darauf hin, dass bereits eine tägliche Bewegung von nur einer Viertelstunde ausreichen kann, um die Lebenserwartung um drei Jahre zu verlängern. Dies ergab eine Langzeitstudie, die in Zeit zwischen 1996 und 2008 mit mehr als 400.000 Probanden durchgeführt wurde.

Mehr dazu unter http://idw-online.de/de/news457610

 

Drei neue Risikogene für Neurodermitis ermöglichen neue Ansätze zur Vorhersage und Prävention

Die bisher größte genetische Studie zu Neurodermitis hat drei Gene identifiziert, die entscheidend zum Entstehen der chronischen Hauterkrankung beitragen. Die Ergebnisse der vom Helmholtz Zentrum München initiierten internationalen Studie wurden am 25.12.2011 beim renommierten Fachjounal Nature Genetics veröffentlicht.

Das EAGLE-Konsortium (EArly Genetics and Lifecourse Epidemiology) hat drei neue Gene identifiziert, die das Risiko für Neurodermitis deutlich erhöhen. Zwei der Gene tragen dazu bei, die natürliche Hautbarriere aufrecht zu erhalten. Das dritte gefundenen Gen hat Auswirkungen auf die Immunregulation und beeinflusst auch die Entstehung von Asthma und Allergien. Im Rahmen der bisher weltweit umfassendsten genomweiten Studie wurden über 10.000 Neurodermitis-Patienten und 40.000 gesunde Vergleichspatienten untersucht.

“Unsere Ergebnisse ermöglichen es, die genetischen Ursachen von Neurodermitis besser zu verstehen. Damit können wir nicht nur Tests für genauere Risikoabschätzungen entwickeln, sondern auch neue Präventions- und Behandlungsansätze ableiten,” sagt Dr. Joachim Heinrich, Initiator des multizentrischen Forschungsprojektes und kommissarischer Leiter des Instituts für Epidemiologie I am Helmholtz Zentrum München. “Die gemeinsame statistische Auswertung der Daten von 26 Kohorten aus 12 Ländern, darunter Australien, Kanada, USA sowie neun europäischer Staaten stellte eine besonders anspruchsvolle Herausforderung dar”, sagt Marie Standl, die als Doktorandin am Helmholtz Zentrum München federführend die zentrale Datenanalyse erfolgreich durchführte. Das Verständnis der Entstehungsmechanismen von Volkskrankheiten und die Ableitung neuer Angriffspunkte für Diagnose, Therapie und Prävention sind Ziele des Helmholtz Zentrums München.

Weitere Informationen

Neurodermitis ist mit einer Häufigkeit von ca. 20 Prozent bei Kindern und ca. 5 Prozent bei Erwachsenen in westlichen Industrienationen eine der häufigsten chronischen Hauterkrankungen. Sie geht oft der Entwicklung von Heuschnupfen und Asthma voraus. Ein großer Teil des Risikos, Neurodermitis und Allergien zu entwickeln, wird vererbt. In Kombination mit Umwelteinflüssen kommt es zur Krankheitsentstehung.

Originalveröffentlichung

L. Paternoster*, M. Standl* et al., Meta-analysis of genome-wide association studies identifies three new risk loci for atopic dermatitis. Nature Genetics 2011; Advance online publication; doi:10.1038/ng.1017. [Epub ahead of print]

* gleichberechtigte Erstautoren

Link zur Fachpublikation: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Meta-analysis%20of%20genome-wide%20association%20studies%20identifies%20three%20new%20risk%20loci%20for%20atopic%20dermatitis

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 17 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören.  www.helmholtz-muenchen.de

Quelle:

Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg, www.helmholtz-muenchen.de, Aufsichtsratsvorsitzende: MinDir´in Bärbel Brumme-Bothe, Geschäftsführer: Prof. Dr. Günther Wess und Dr. Nikolaus Blum, Registergericht: Amtsgericht München HRB 6466, USt-IdNr: DE 129521671

Frühe Periodenblutung kann höheres Diabetesrisiko bedeuten

Je jünger Mädchen bei ihrer ersten Periodenblutung sind, umso höher ist ihr Risiko im Laufe des Lebens an Vorstufen von Diabetes oder auch Diabetes selbst zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler des Helmholtz Zentrum München bei Auswertung von Daten der KORA-Kohorte. Mit dem jetzt vorab online bei dem Fachjournal Diabetologia veröffentlichten neuen Risikofaktor hoffen die Forscher, künftig Diabetes präventiv besser begegnen zu können.

Frauen mit einem erhöhten Diabetesrisiko könnten künftig anhand ihrer ersten Regelblutung identifiziert werden. Denn je früher diese eintritt, so haben Dr. Christine Meisinger, Dr. Doris Stöckl und ihre Kollegen vom Helmholtz Zentrum München jetzt herausgefunden, desto wahrscheinlicher treten im weiteren Leben Vorstufen von Diabetes oder auch Diabetes selbst auf. Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher nach der Untersuchung von 1.503 Frauen im Alter von 32-81 Jahren im Rahmen der KORA-F4-Studie, wobei das durchschnittliche Alter, in dem die erste Regelblutung auftrat, 13 Jahre beträgt. Anders als bisher vermutet ist dieser Zusammenhang unabhängig vom BMI, den die Studienteilnehmer als Erwachsene haben

„Wir hoffen, dass es so möglich sein wird, Personen mit einem erhöhten Diabetes-Risiko frühzeitig zu erkennen und vorbeugende Maßnahmen zu treffen“, sagt Doris Stöckl. Sie und Ihre Kollegen untersuchen nun, inwiefern der entdeckte Zusammenhang auf genetische beziehungsweise sozialökonomische Faktoren beruht. Das Verständnis der Entstehungsmechanismen von Volkskrankheiten und die Ableitung neuer Angriffspunkte für Diagnose, Therapie und Prävention ist Ziel des Helmholtz Zentrums München.

Weitere Informationen

Hintergrund

Über sechs Millionen Menschen in Deutschland sind an Typ 2 Diabetes mellitus erkrankt, die Dunkelziffer könnte ebenso hoch sein. Bisher gibt es keine Therapie, die die Volkskrankheit heilen könnte. Typ 2 Diabetes ist eine Erkrankung des Glukosestoffwechsels. Charakteristisch ist, dass Wirkung und ausreichende Produktion des Hormons Insulin verloren gehen. Die Entstehungsmechanismen der Erkrankung sind nicht vollständig geklärt. Es ist jedoch bekannt, dass die Kombination von genetischen und Lebensstilfaktoren zu Diabetes führt. Das Verständnis der Entstehungsmechanismen von Volkskrankheiten und die Ableitung neuer Angriffspunkte für Diagnose, Therapie und Prävention ist Ziel des Helmholtz Zentrums München.

Original-Publikation:

Stöckl, D. et al. (2010). Age at menarche is associated with prediabetes and diabetes in women (aged 32-81 years) from the general population: the KORA F4 Study, Diabetologia, DOI: 10.1007/s00125-011-2410-3

Link zur Fachpublikation: http://www.springerlink.com/content/b527xmhm84128151/

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 17 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören.  www.helmholtz-muenchen.de

Das Helmholtz Zentrum München ist Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (www.dzd-ev.de) und im Kompetenznetz Diabetes mellitus ( www.kompetenznetz-diabetes-mellitus.net).

Die Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg (KORA) untersucht seit über 20 Jahren die Gesundheit tausender Bürger aus dem Raum Augsburg. Ziel ist es, die Auswirkungen von Umweltfaktoren, Verhalten und Genen zu verstehen. Kernthemen der KORA-Studien sind Fragen zu Entstehung und Verlauf von chronischen Erkrankungen, insbesondere Herzinfarkt und Diabetes mellitus. Hierzu werden Risikofaktoren aus dem Bereich des Gesundheitsverhaltens (u.a. Rauchen, Ernährung, Bewegung), der Umweltfaktoren (u.a. Luftverschmutzung, Lärm) und der Genetik erforscht. Aus Sicht der Versorgungsforschung werden Fragen der Inanspruchnahme und Kosten der Gesundheitsversorgung untersucht. www.helmholtz-muenchen.de/kora

 Quellen: www.helmholtz-muenchen.de

 

Diabetes mellitus – Neue Erkenntnisse

Adipokine fördern Diabetes mellitus und Adipositas?

Die Wissenschaftler des Deutschen Diabetes-Zentrums haben festgestellt, dass sogenannte Adipokine an der Entstehung von Stoffwechselerkrankungen beteiligt seien. Adipokine sind biologisch aktive Proteine, die vom Fettgewebe freigesetzt werden. Sie kommunizieren unter anderem mit der Leber. Eine gestörte Sekretion des Fettgewebes könne die Entstehung von Erkrankungen des Stoffwechsels, wie Diabetes mellitus und Übergewicht, begünstigen. Außerdem habe man rund vierzig Faktoren identifiziert, die möglicherweise mit der Krankheitsentstehung zusammenhängen.

Quelle: http://idw-online.de/de/news455490

Anmerkung von mediportal-online: Einmal mehr wird bewiesen, dass Diabetes mellitus nicht nur ein Problem der Bauchspeicheldrüse ist.

Genetische Grundlagen der Leukämie

Sind veränderte Chromosomen Auslöser für Leukämie?

Wissenschaftler der Universität Ulm nehmen das Chromosom 13 des Erbguts ins Visier. Sie vermuten, dass Chromosom 13 einen Schutzmechanismus hat, der verhindert, dass Leukämie entsteht. Dieser Schutzmechanismus sei in Zellen bestimmter Krebsarten außer Kraft gesetzt. Dies begünstige möglicherweise die Entstehung der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL), die häufigste Blutkrebsart der westlichen Welt.

Quelle: Universitätsklinikum Ulm, Wilhelm-Sander-Stiftung, http://idw-online.de/de/news455952

 

Was gehört in ein Entspannungsbad?

Kneipp-Bäder mit Zusätzen

Kneipp-Bäder erfreuen sich in der physikalischen Therapie großer Beliebtheit. Durch Zugabe von pflanzlichen Aromastoffen können zusätzliche wohltuende Effekte erreicht werden; insbesondere bei Erkältungen, Unruhe und Hautproblemen. Unterschiedliche Badezusätze wurden nun in einer Studie ob ihres Nutzens untersucht (1).

Weiter Infos unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/entspannendes-baden.html

Quelle: Carstens-Stiftung