Archiv der Kategorie: Forschung und Wissenschaft

Helicobacter pylori – Ein Krebserreger und seine Giftspritze

Helicobacter pylori befällt den Magen des Menschen und kann verschiedene Leiden auslösen – auch Magenkrebs. Nun wurde das molekulare Werkzeug des Erregers entschlüsselt, was therapeutische Ansätze eröffnen könnte.

Mehr Infos unter http://www.idw-online.de/de/news492614

Quellen: Ludwig-Maximilians-Universität München, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Gesunde Rosenfrucht

Herzschützendes Potenzial der Hagebutte

Hagebutten, die Früchte der Hundsrose (Rosa canina), haben ihr antientzündliches Potenzial bereits in mehreren Studien zu rheumatischen Erkrankungen wie Arthritis oder Arthrose beweisen können [2-5].

Wissenschaftler wollten nun wissen, ob die vielseitige Rosenfrucht auch metabolische Effekte, wie unter anderem cholesterin- und blutdrucksenkende, gewichtsregulierende und den Glukosehaushalt betreffende Wirkungen bei übergewichtigen Patienten mit hohem Diabetes- und Herzinfarktrisiko zeigt.

Merh Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/gesunde-rosenfrucht.html

Quelle: Carstens-Stiftung

 

Pilz vs. Bakterium

Goldgelber Zitterling lindert Helicobacter-Beschwerden

In Laborversuchen hat sich ein Pilz aus der Familie der Zitterlinge, der goldgelbe Zitterling (Tremella mesenterica) bereits in der Wachstumshemmung von Helicobacter pylori-Bakterien bewährt. Aber bewährt sich der Pilz auch in klinischen Untersuchungen am Menschen?

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/pilz-vs-bakterium.html

Quelle: Carstens-Stiftung

TNIK aktiviert Immunsystem und Krebsentstehung

TNIK ist ein neu identifiziertes Protein, das in gesunden B-Zellen des Immunsystems die Aktivierung der Immunantwort vermittelt. Nach einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus fördert TNIK jedoch statt der Abwehr die unkontrollierte Zellteilung und damit die Tumorentstehung. Diese Erkenntnisse veröffentlichten Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München im renommierten Fachjournal PLoS Biology.

In der gesunden Zelle steuert TNIK Immunantwort, Zellteilung und Zelltod. Das neu gefundene Protein ist der zentrale Bestandteil eines Komplexes, der diese Prozesse über den NF-κB-Signalweg* reguliert. Die Steuerung des Immunsystems übt TNIK durch die Aktivierung der B-Zellen* aus. Werden diese mit dem Epstein-Barr-Virus* (EBV) infiziert, übernimmt das Virus die Steuerung der Zellen und aktiviert – ebenfalls über TNIK – die unkontrollierte Zellteilung, was zur Entstehung EBV-induzierter Karzinome und Lymphome führt. Mit der Veröffentlichung dieser Zusammenhänge haben die Wissenschaftler um Dr. Arnd Kieser in der Abteilung Genvektoren des Helmholtz Zentrums München nicht nur einen zellulären Steuerungsmechanismus erklärt, sondern zugleich herausgefunden, wie EBV-abhängige Tumore entstehen.

„Im nächsten Schritt wollen wir untersuchen, wie wir TNIK und den TNIK-Signalkomplex als Angriffspunkt für neue Krebsmedikamente nutzen können“, sagt Kieser. Das Verständnis der Entstehungsmechanismen von Volkskrankheiten und die Ableitung neuer Angriffspunkte für Diagnose, Therapie und Prävention ist Ziel des Helmholtz Zentrums München.

Weitere Informationen

Hintergrund:

* Der NF-κB-Signalweg ist einer der meist-untersuchten Signalwege in Zellen. Er übernimmt unter anderem die Steuerung von Zellteilung, Zelltod und Immunantwort.

* Die B-Zellen oder B-Lymphozyten des Immunsystems

* Das Epstein-Barr-Virus (EBV) ist ein weit verbreitetes humanes Herpesvirus, das das Pfeifersche Drüsenfieber auslöst. Bei immunsupprimierten Personen löst EBV häufig Lymphome und Karzinome aus.

Original-Publikation:

Shkoda A et al (2012) The Germinal Center Kinase TNIK Is Required for Canonical NF-κB and JNK Signaling in B-Cells by the EBV Oncoprotein LMP1 and the CD40 Receptor. PLoS Biol 10(8): e1001376

Link zur Fachpublikation: http://www.plosbiology.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pbio.1001376

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören. www.helmholtz-muenchen.de

Quelle:   Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg, www.helmholtz-muenchen.de

„Alzheimer-Protein“ scheint Neurotransmitter-Produktion zu bremsen

Wie krankhafte Proteinablagerungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen stören könnten, berichten Bochumer und Münchener Forscher in der Zeitschrift Molecular and Cellular Proteomics. In Zellkulturen variierten sie die Menge des mit der Alzheimer-Krankheit in Verbindung stehenden Proteins APP sowie verwandter Proteine. Dann analysierten sie, wie sich diese Manipulation auf andere Proteine in der Zelle auswirkte. Das Ergebnis: Die APP-Menge hing mit der Menge eines Enzyms zusammen, das für die Produktion von Neurotransmittern wichtig ist und somit für die Kommunikation der Nervenzellen untereinander.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news492301

Quellen: Ruhr-Universität Bochum, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Scharlach – eine weit verbreitete Kinderkrankheit

Die Stiftung Kindergesundheit informiert über eine weit verbreitete Kinderkrankheit und ihre richtige Behandlung. Nach wie vor zählt Scharlach zu den häufigsten Infektionskrankheiten bei Kindern – zum Glück nicht mehr zu den gefährlichsten. Scharlach kommt heute seltener vor als noch vor 50 Jahren, verläuft leichter und lässt sich mit Antibiotika so gut behandeln, dass praktisch kein Kind mehr an dieser Krankheit sterben muss.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news492243

Quellen: Stiftung Kindergesundheit, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Mit Naturstoffen gegen Krankheiten

Carl-Zeiss-Stiftung fördert den interdisziplinären Forschungsverbund „Chemische BioMedizin“ (ChemBioMed)

Neue Stoffe zur Aufklärung und Verhinderung von Krankheitsmechanismen beispielsweise aus Pilzen oder Tiefseeschwämmen zu gewinnen, ist das Ziel der ChemBioMed-Initiative. Mit einer Million Euro fördert die Carl-Zeiss-Stiftung das von der Universitätsmedizin und dem Fachbereich Chemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) gemeinsam initiierte zukunftsorientierte Forschungskonzept. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programms „Stärkung von Forschungsstrukturen an Universitäten“ der Carl-Zeiss-Stiftung.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news491928

Quellen: Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Altersschwache Abwehrkräfte

Braunschweiger Forscher zeigen Spätfolgen von chronischer Virus-Infektion

Das Cytomegalie-Virus (CMV) ist ein Mitglied der Familie der Herpes-Viren. Obwohl die meisten Menschen CMV ein Leben lang in sich tragen, macht es nur die wenigsten krank. Jetzt haben Forscher vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) zusammen mit Kollegen aus den USA herausgefunden, dass die Anwesenheit von CMV trotzdem Spätfolgen hat: Im Alter konzentrieren sich immer mehr Zellen des Immunsystems auf CMV, und daraufhin wird die Abwehrkraft gegen verschiedene andere Viren geschwächt. Diese Forschungsergebnisse erklären, warum Senioren oft anfälliger für Infektionskrankheiten sind als junge Menschen.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news491656

Quellen: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Akuter Stress verändert Kontrolle der Genaktivität

In belastenden sozialen Situationen verändern sich Methylierungsmuster (leuchtende Kugeln) der Erbsubstanz.

Akuter Stress verändert die Methylierung der Erbsubstanz und damit die Aktivität bestimmter Gene. Das berichten Forscher der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit Kollegen aus Basel, Trier und London erstmals in der Zeitschrift Translational Psychiatry. „Damit liefern wir einen neuen Ansatz, wie Stress mit einem höheren Risiko für psychische oder körperliche Krankheiten zusammenhängen könnte“, sagt Prof. Dr. Gunther Meinlschmidt von der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums der RUB. Das Team untersuchte Gen-Abschnitte, die für die biologische Stressregulation bedeutsam sind.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news491910

Quellen: Ruhr-Universität Bochum, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Knoblauch postiv für Magen-Darm

Studie mit Schwächen

Knoblauch (Allium sativum) wird wegen seiner kulinarischen und gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt. Traditionell wird er von den unterschiedlichsten Kulturen zur Behandlung und Prävention von Krankheiten eingesetzt. Eine neue Studie untersucht die Auswirkungen von Knoblauch auf die natürliche, bakterielle Darmflora.

Merh Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/knoblauch-mit-positiven-eigenschaften-fuer-den-magen-darm-trakt.html

Quelle: Carstens-Stiftung