Schlagwortarchiv: Immunsystem

Neu entdecktes Gen verursacht Immundefekt

Einer Arbeitsgruppe des Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI) am Universitätsklinikum Freiburg gelang es gemeinsam mit Forschungspartnern in Europa, den USA, Israel und dem Iran in mehrjähriger Arbeit, ein Gen zu identifizieren, dass für das Funktionieren der menschlichen Abwehr sowie für Autoimmunerkrankungen eine Schlüsselrolle spielt.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news482913

Quellen: Universitätsklinikum Freiburg, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

DFG-Schwerpunktprogramm soll Wirkung von Darmbakterien auf Immunsystem aufklären

Eine Billon Bakterien pro Quadratmeter – das mikrobielle Ökosystem im Darm ist komplex und beeinflusst die Gesundheit. Die Entstehungsmechanismen von entzündlichen Darmerkrankungen und die Anfälligkeit für Infektionen stehen im Mittelpunkt eines neuen Schwerpunktprogramms, dessen Einrichtung die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beschlossen hat.

Mehr dazu unter http://www.idw-online.de/de/news475831

Quellen: Technische Universität München, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Bessere Früherkennung und bessere Prognose bei einer seltenen Erkrankung des Immunsystems

Neues Testverfahren zur schnelleren Diagnostik des Hämophagozytose-Syndroms entwickelt

Dem Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI) am Universitätsklinikum Freiburg gelang gemeinsam mit drei weiteren europäischen Forscherteams ein wichtiger Schritt in der Diagnostik von Hämophagozytose-Syndromen (HLH). Die Erkrankung ist eine schwere Störung des Immunsystems, die unbehandelt zum Tod führen kann. Bei manchen Menschen ist sie angeboren. Die frühe Diagnose der genetisch bedingten HLH ist wichtig, weil die rechtzeitige Einleitung einer Stammzelltransplantation die einzige Aussicht auf Heilung ist.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news472738

Quellen: Universitätsklinikum Freiburg, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Mechanismus für Entstehung von Autoimmunerkrankungen entdeckt

Im Laufe von Entzündungsprozessen treffen Zellen unseres Immunsystems nicht nur auf Krankheitserreger, sondern auch auf Reste toter körpereigener Zellen, die durch begleitenden Gewebsschaden akkumulieren. Um eine fehlgerichtete Immunreaktion gegen solche toten Zellen und die Entstehung von Autoimmunerkrankungen zu verhindern, müssen abgestorbene Zellen von Krankheitserregern getrennt und „entsorgt“ werden. Wie beides durchgeführt wird, war bisher unklar. Erstmalig konnte nun die Arbeitsgruppe von Dr. Gerhard Krönke an der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Uni-Klinikums Erlangen ein Enzym identifizieren, das diesen grundlegenden Entscheidungsprozess steuert.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news472462

Quellen: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

 

Theodor-Frerichs-Preis der DGIM: Immunsystem unterscheidet zwischen lebendigen und toten Bakterien

Auf lebende Krankheitserreger reagiert der Körper mit Abwehr, tote dagegen ignoriert er – diese beseitigen Fresszellen. Wie das Immunsystem die Lebenszeichen von Bakterien – die sogenannte Viabilität – erkennt, zeigte der Nachwuchsforscher Dr. med. Leif Erik Sander aus Berlin in mehreren Experimenten.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news472353

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V., Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Mit den Waffen des Immunsystems

Mikroorganismen entscheiden über die Entstehung von rheumatischen Erkrankungen

Wenn die richtigen Mikroorganismen am Werk sind, können Immunzellen, die an der Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie Schuppenflechte, Multiple Sklerose und Arthritis beteiligt sind, antientzündliche Eigenschaften entwickeln. Diese Entdeckung machten jetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Institute for Research in Biomedicine in Bellinzona, Schweiz.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news471260

Quelle: Charité-Universitätsmedizin Berlin, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Bakterien täuschen Immunsystem mit molekularer Tarnkappe

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg und der Universität Mainz veröffentlichen im Journal of Experimental Medicine

Bestimmte Bakterien können mit Hilfe einer molekularen Tarnkappe Abwehrreaktionen des Immunsystems verhindern: Minimale Veränderungen an einzelnen Molekülen reichen aus, um nicht als Eindringling erkannt und bekämpft zu werden. Diese Ergebnisse von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Heidelberg und der Universität Mainz wurden jetzt – vorab online – im renommierten Journal of Experimental Medicine veröffentlicht. Nun wollen die Forscher klären, wie diese Tarnkappen funktionieren und ob sie eine Rolle bei Infektionen spielen.

Mehr Infos unter http://www.idw-online.de/de/news467089

Quellen: Universitätsklinikum Heidelberg, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

 

Überlebensstrategien von Bakterien unter Beteiligung Greifswalder Forscher aufgeklärt

Einem internationalen Forscherteam ist es gelungen, aufzuklären, wie sich einfach strukturierte Bakterien auf molekularer Ebene an wechselnde Umweltbedingungen anpassen und damit ihr Überleben sichern. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des fachübergreifenden Wissenschaftsmagazins SCIENCE veröffentlicht.

Mehr Infos unter http://idw-online.de/de/news466284

Quellen: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Informationdienst Wissenschaft (idw)

 

Warum Immun-Stammzellen im Alter schwinden

Forscher aus Ulm und Braunschweig klären Mechanismus auf.

Im Alter wird das Immunsystem meist schwächer. Eine Ursache dafür ist das allmähliche Schwinden der Stammzellen, aus denen der Körper immer neue Immunzellen bilden kann. Forscher der Universität Ulm haben jetzt gemeinsam mit Kollegen vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig den dafür verantwortlichen Mechanismus identifiziert.

Weitere Infos dazu unter http://idw-online.de/de/news466022

Quellen: Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Immunbremse aktiviert Viren

Gerät das Immunsystem in einen Stress-Zustand kann dies dazu führen, dass sich gefährliche Viren nahezu ungehindert vermehren.

Neue Forschungsergebnisse

Kürzlich wurde veröffentlicht, dass Forscher der Universität Heidelberg zusammen mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Versuchen nachgewiesen haben, welche Auswirkungen Immunsuppressionen auf die Entwicklung von Viren haben. Sie fanden heraus, dass sich bei Behandlung von mit Hepatitis-Viren infizierten Leberzellen im Labor mit immundämpfenden Mitteln die Hepatitis-Viren sich deutlich stärker vermehrten.

Die Ursachen der Viren-Vermehrung

Der Grund: Die Immunsuppression blockiert die Synthese von Erbgutbausteinen. Dadurch komme es zum Stresszustand in den Zellen. Dies führe dazu, dass ein Stressprotein (namens p38) aktiviert werde, welches wiederum die Vermehrung der Hepatitis-Viren aktiviere. (Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum)

Fazit:

Damit wird die doppelte Brisanz gegenüber Viren, und wohl auch Bakterien, klar: Neben einer angeborenen oder durch Infekte erworbene Immunschwäche kann es passieren, dass unter bestimmten Umständen zusätzlich die Vermehrung der Antigene angefacht wird. Ein Grund mehr dafür, den Organismus mit natürlichen Mitteln bei seiner Arbeit zu unterstützen.

Josef Senn, Redaktion mediportal-online