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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Den Ursachen für Übergewicht auf der Spur

Ernährung relevanter als Bewegung?

Für die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas spielt in Industrieländern offenbar die Kalorienzufuhr eine weitaus größere Rolle als der Bewegungsmangel. Das lässt eine Studie der US-amerikanischen Duke University vermuten, für die Daten von rund 4.200 Erwachsenen aus sechs Kontinenten ausgewertet wurden.

Immer mehr Menschen leiden weltweit an Übergewicht oder Adipositas – vor allem in Industrieländern. Grundsätzlich entsteht ein zu hohes Körpergewicht, wenn mehr Kalorien aufgenommen als verbraucht werden. Allerdings war bislang unklar, ob eine erhöhte Kalorienaufnahme oder ein zu geringer Energieverbrauch durch Bewegungsmangel für die Gewichtszunahme eine größere Bedeutung hat.

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben die Forschenden Energieverbrauch (insgesamt und durch körperliche Aktivität) und Körpergewicht (gemessen am Körperfettanteil und Körpermassenindex, BMI) von Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebensstilen ausgewertet. Zur Einschätzung des wirtschaftlichen Hintergrunds im jeweiligen Land diente der „Human Development Index“ (HDI) der Vereinten Nationen, der etwa Faktoren wie Wohlstand und Bildung einbezieht.

Die Ergebnisse: Je höher die wirtschaftliche Entwicklung des Heimatlandes, desto höher waren BMI, Körperfettanteil und die geschätzte Kalorienaufnahme. In der Frage ob der Grund für vermehrtes Übergewicht eine zu hohe Energieaufnahme oder eine zu geringe Bewegung ist, wurde in der Studie beobachtet, dass Ernährung einen zehnmal größeren Anteil hat als Bewegung. Das spricht gegen die Annahme, dass vor allem der Bewegungsmangel für Übergewicht verantwortlich ist. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine kausalen Zusammenhänge nachweisen kann. Zudem lagen für die meisten Bevölkerungsgruppen keine detaillierten Ernährungsdaten vor.

„Gut zu wissen, dass „mach einfach ein bisschen mehr Sport“ offenbar nicht ausreicht, um Pfunde zu verlieren“, sagt Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung. „Wichtig ist, dass es bei Ernährung und Bewegung kein „Entweder-oder“ sein muss, sondern am besten beides Hand in Hand geht“. Außerdem hat tägliche körperliche Aktivität viele weitere gesundheitliche Vorteile – etwa für das seelische Wohlbefinden und die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Zur Studie: Energy expenditure and obesity across the economic spectrum

Nationale Aktionsplan „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“: www.in-form.de

BZfE: Übergewicht und Adipositas in Deutschland: Massives gesellschaftliches Problem

BZfE: Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen nimmt weltweit zu

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Treffen wir wirklich jeden Tag 200 Ess-Entscheidungen?

Eine Zahl unter der wissenschaftlichen Lupe

In Publikationen, Medien und Gesundheitskampagnen kursiert seit etwa 20 Jahren die Zahl, dass Menschen am Tag mehr als 200 unbewusste Entscheidungen rund ums Essen treffen. Diese Zahl steht aus wissenschaftlicher Sicht aber auf wackeligen Füßen, beschreibt ein Artikel des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. Dieser zeigt, wie fehlerhafte Berechnungen zu irreführenden Vorstellungen über das Essverhalten führen können.

Die Zahl 200 geht auf eine US-amerikanische Untersuchung aus dem Jahr 2007 zurück. Die 154 Teilnehmenden sollten einschätzen, wie viele Entscheidungen sie täglich über Essen und Trinken treffen. Der Durchschnitt lag bei 14 Entscheidungen. Des Weiteren sollten sie die Zahl der Entscheidungen bezüglich weiterer Faktoren einer Mahlzeit angeben, beispielsweise „wann“, „was“, „wie viel“, „wo“, „mit wem“. Multipliziert mit der protokollierten Anzahl der Mahlzeiten und Getränke ergab sich ein Mittelwert von 226 Entscheidungen pro Tag. Die immense Differenz zwischen 14 und 226 Entscheidungen wurden als „unbewusste“ oder „gedankenlose“ Entscheidungen interpretiert.

Die Forschenden des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung stellen diese Schlussfolgerung infrage. Sie führen die hohe Anzahl der geschätzten Entscheidungen auf den sogenannten Subadditivitäts-Effekt zurück. Demnach geben Menschen tendenziell höhere Häufigkeiten an, wenn sie einzelne Aspekte einer Frage separat einschätzen sollen. Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass die hohe Zahl an „unbewussten“ Ess-Entscheidungen keine empirische Realität widerspiegelt.

„Diese Zahl vermittelt ein verzerrtes Bild davon, wie Menschen Entscheidungen über ihre Nahrungsaufnahme treffen und wie viel Kontrolle sie darüber haben“, sagt Maria Almudena Claassen vom Forschungsteam. „Vereinfachte Botschaften wie diese lenken davon ab, dass Menschen durchaus in der Lage sind, bewusste und fundierte Entscheidungen in Bezug auf ihr Essen zu treffen.“

Wie lassen sich also Ess-Entscheidungen besser untersuchen? Die Forschenden plädieren dafür, solche Entscheidungen konkret und im jeweiligen Kontext zu betrachten: Was wird gegessen? Wie viel? Was wird vermieden? Wann? In welchem sozialen oder emotionalen Kontext? Entscheidungen über Essen sind nur im jeweiligen situativen Zusammenhang verständlich. Um ein realistisches Bild von Alltagsentscheidungen rund ums Essen zu gewinnen, sei eine Kombination aus qualitativen Beobachtungen, digitalen Tracking-Tools, Tagebuchstudien und interkultureller Forschung sinnvoll.

Zahlen wie die angeblichen 200 Ess-Entscheidungen am Tag sind nach Ansicht der Forschenden problematisch, da sie den Eindruck entstehen lassen, das eigene Essverhalten nicht selbst bestimmen zu können.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Artikel: The (mis-)measurement of food decisions

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung: Der Mythos von 200 täglichen Ess-Entscheidungen

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Warum kam das Jod eigentlich ins Salz?

Die Entdeckung des Jodmangels

Wer im Supermarkt Speisesalz kauft, findet oft mit Jod angereichertes Salz, kurz „Jodsalz“. Warum wird gerade das Lebensmittel Salz mit Jod angereichert? Dahinter verbirgt sich eine wichtige staatliche Gesundheitsmaßnahme und eine längere (Medizin-)Geschichte. Aber fangen wir vorne an.

Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement und muss regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden. Es ist unverzichtbar für die Bildung der Schilddrüsenhormone, die im Körper zahlreiche Stoffwechselvorgänge steuern. Sie sind von großer Bedeutung für das Wachstum, die körperliche und geistige Entwicklung sowie das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Das ist heute bekannt, aber das war nicht immer so.

Vor allem in den Deutschen, Österreichischen und Schweizer Alpenregionen war der Kropf früher sehr weit verbreitet. Er ist Zeichen eines chronischen Jodmangels und entsteht, wenn der Körper versucht, einem drohenden Hormonmangel durch fehlendes Jod über den Aufbau von mehr Schilddrüsengewebe entgegenzuwirken.

Warum trat und tritt Jodmangel vor allem in den europäischen Alpenregionen auf? Das Schmelzwasser der letzten Eiszeit wusch den Mineralstoff Jod im Laufe der Jahrtausende aus den Böden aus. Die Folge: Pflanzen, die auf diesen Böden wachsen, sind arm an Jod und liefern Menschen und Tieren, die sie essen, so gut wie kein Jod. Tierische Lebensmittel wie Milch und Eier sind heute nur deshalb Jodquellen für den Menschen, weil dem Futter im Sinne der Tiergesundheit Jod zugesetzt wird.

Es dauerte sehr lange, bis man herausfand, warum überhaupt ein Kropf und andere – deutlich schwerere – Mangelkrankheiten wie etwa Kretinismus entstehen. Letzterer zeichnet sich durch geistige und körperliche Entwicklungsstörungen, Kleinwuchs und Missbildungen aus.

Zwar gab es die ersten Berichte darüber, dass die Gabe von Jod die Schilddrüse abschwellen lässt, bereits kurz nach der Entdeckung des Spurenelements in den 1820er-Jahren. Doch zu jener Zeit herrschte die medizinische Auffassung vor, dass es sich bei einer Krankheit um ein „Zuviel“ eines Stoffes handeln müsse (zum Beispiel bei Infektionen zu viele Bakterien) – nicht um ein „Zuwenig“, wie es später die moderne Jodmangeltheorie beschrieb.

Es dauerte noch gut 100 Jahre bis neben der Quantität, also der ausreichenden Energieversorgung, auch die Qualität der Ernährung und mit ihr Vitamine und Mineralstoffe in den Fokus rückten. Von einem Schweizer Landarzt stammte dann zuerst die Idee, dass Jod als Nahrungsbestandteil fehlen könnte. Aufgrund der Beobachtung seiner Patientinnen und Patienten gelangte er zu dem Schluss, dass ein Kind, das entwicklungsgeschädigt zur Welt käme, schon im Bauch der Mutter an Jodmangel leiden müsse.

Ein weiterer Schweizer Hausarzt schloss sich dieser Theorie an, passte sie an und untermauerte sie: Ab 1918 führte er systematisch Tests durch. In einem abgelegenen, stark von Jodmangel betroffenen Bergdorf wählte er mehrere Familien aus, die er mit Jodsalz versorgte. Einige Monate später kontrollierte er die Ergebnisse und stellte fest: Die Schilddrüsen der Betroffenen waren deutlich kleiner als zuvor. Die Tests wurden in weiteren Dörfern mit positiven Ergebnissen durchgeführt.

In der Folge begannen sich die Schweizer Bundesbehörden für die Jodversuche zu interessieren. In einer „Kropfkommission“ wurde beraten, ob und wie das Jodsalz im ganzen Land verteilt werden sollte. Schließlich empfahl die Schweizer Kropfkommission 1922 den Kantonen offiziell, jodiertes Speisesalz zu verwenden. Die erste systematische Nahrungsmittelanreicherung weltweit war geboren. Salz wird und wurde als Trägermedium gewählt, weil Haushalte es üblicherweise täglich nutzen. Es ist preiswert, haltbar, überall verfügbar und wird nur in kleinen Mengen verwendet.

Hierzulande ist Jodsalz seit 1959 verfügbar, zunächst als diätetisches Lebensmittel. Jodsalz-Verpackungen waren durch den Aufdruck „nur bei ärztlich festgestelltem Jodmangel“ gekennzeichnet. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Deutschland als Jodmangelgebiet eingestuft hatte, begann 1981 eine breit angelegte Jodmangelprophylaxe. Seit Ende der 1980er-Jahre gilt Jodsalz als „Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs“ und kann im Privathaushalt, in der Lebensmittelherstellung und im Außer-Haus-Verzehr verwendet werden.

In erster Linie verwendet man Kalium- oder Natriumjodat zur Salzanreicherung. Der gesetzlich festgelegte Jodgehalt liegt in Deutschland zwischen 15 und 25 Milligramm (mg) Jod pro Kilogramm (kg) Speisesalz. Die Jodmenge ist so gewählt, dass bei einer üblichen Salzaufnahme gesundheitliche Beeinträchtigungen für gesunde Menschen und Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen jeden Alters sehr unwahrscheinlich sind.

Salzspezialitäten wie z. B. Himalaya-, Hawaii- oder Meersalz sowie Fleur de Sel tragen übrigens kaum zur Jodversorgung bei. Nicht jodiertes Speisesalz enthält im Durchschnitt rund 2 mg Jod pro kg Salz. Das reicht nicht aus, um die Deckung des Jodbedarfs nennenswert zu unterstützen. Jodiertes Speisesalz bietet etwa die 10-fache Menge des lebensnotwendigen Spurenelements. Es gilt also: Wenn Salz, dann Jodsalz.

Rüdiger Lobitz und Dr. Birgit Jähnig, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Wenn Salz, dann Jodsalz – Weniger Salz, mehr Kräuter und Gewürze für die Gesundheit

BMLEH: Wenn Salz, dann Jodsalz

BMLEH: Jod – ausgewählte Zahlen und Fakten

DGE: Referenzwerte Jod

Arbeitskreis Jodmangel

Spektrum.de: Kleine Geschichte von drei Schweizer Ärzten, die den Kropf ausmerzten

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Gesundheit-NAchrichten-Pressemeldungen

Klimakrise und Ernährungssicherheit

Ernährungssysteme nachhaltiger machen

Für die Mehrheit der Menschen in Deutschland hat der Schutz von Umwelt und Klima zwar einen leicht gesunkenen, aber weiterhin hohen Stellenwert. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Umweltbewusstseinsstudie des Umweltbundesamtes (UBA). Die Umfrage zeigt auch, dass sich wissenschaftliche Erkenntnisse nur teilweise im Bewusstsein der Menschen niederschlagen. So weisen Forschende beispielsweise auf den prekären Zustand der ⁠Biodiversität im Zusammenhang mit der Klimakrise und deren gravierende Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit hin. Diese komplexen Risiken werden jedoch oft unterschätzt. Genau wie das Ausmaß, in dem das derzeitige Ernährungssystem zu Erderwärmung und Biodiversitätsverlust beiträgt.

Wie dies alles zusammenhängt und was in Sachen Ernährung getan werden muss, um die Folgen der Klimakrise einzudämmen, fasst die neue Webseite „Die Klimakrise“ des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) zusammen.

Das Ernährungssystem verursacht weltweit zwischen 25 und 30 Prozent der Treibhausgasemissionen und gefährdet neben der biologischen Vielfalt auch die Wasserversorgung. Um unsere Lebensgrundlagen nicht zu zerstören, ist es daher höchste Zeit, die Ernährungsversorgung nachhaltiger zu gestalten. Aber ist es überhaupt möglich, mehr für den Klima- und Umweltschutz zu tun und gleichzeitig ausreichend Nahrung zu produzieren? Schließlich hat die intensive Landwirtschaft in Deutschland erst dafür gesorgt, dass immer mehr Menschen von einem Hektar Nutzfläche mit hochwertigen und zugleich bezahlbaren Lebensmitteln ernährt werden können. Viele Studien zeigen mittlerweile, dass es auch mit geringerer Produktivität geht.

Der Schlüssel für eine klima- und umweltgerechtere Ernährung: Die Nutztierhaltung in Deutschland sinnvoll zu reduzieren und da zu erhalten, wo ohnehin kein Ackerbau möglich ist. Weniger Tierhaltung würde bedeuten, dass weniger Fläche für den Futteranbau genutzt würde. So könnten dort teilweise pflanzliche Lebensmittel für die menschliche Ernährung angebaut werden. Auch bislang landwirtschaftlich genutzte, trockengelegte Moore könnten zum Teil wiedervernässt werden und viel CO2 speichern. Zudem könnte der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln deutlich gesenkt und das Grundwasser noch besser geschützt werden. Selbst für den deutlichen Ausbau des Öko-Landbaus würde die Fläche dann noch reichen. Besondere Bedeutung bekommt in einem solchen Szenario das Grünland. Die Kulturlandschaft ist wichtig für die biologische Vielfalt und speichert ebenfalls viel CO2. Sie kann aber nur erhalten werden, indem sie genutzt wird, zum Beispiel durch Weidehaltung von Rindern und anderen Wiederkäuern. Sie fressen das für den Menschen unverdauliche Gras und liefern hochwertige Proteine in Form von Milch und Fleisch. Auf diese Weise tragen sie zur Ernährungssicherheit bei, ohne mit dem Ackerbau in Konkurrenz zu treten.

Eine Voraussetzung für die Transformation des Ernährungssystems ist allerdings, dass die Menschen in Deutschland ihren Konsum tierischer Lebensmittel reduzieren, zum Beispiel gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Landwirtschaft fair bezahlt wird. Dafür braucht es grundlegende Weichenstellungen in unserer Gesellschaft.

Melanie Kirk-Mechtel, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Die Klimakrise – Warum sie unsere Ernährung gefährdet und was getan werden muss, um ihre Folgen einzudämmen

BZfE: Klima und Wandel – was jetzt zu tun ist

Umweltbundesamt: Studie zum Umweltbewusstsein: Vielfältige Krisen beeinträchtigen die Wahrnehmung von Umwelt- und Klimaherausforderungen

BZL: Wie groß ist der Einfluss der Landwirtschaft auf den Klimawandel?

BZL: Klima- und Naturschutz in der Landwirtschaft versus Ernährungssicherheit – kein unlösbares Problem

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Die scharf-würzige Kapuzinerkresse

Im Kräuterquark, als Salatzutat und Blütendeko

Die Kapuzinerkresse ist nicht nur ein toller Farbtupfer auf dem Balkon und im Garten. Auch in der Küche sorgt das Kraut für interessante Akzente. Ihr würzig-scharfer, leicht senfartiger Geschmack bereichert viele Gerichte wie Salate und Suppen. Dabei sind nahezu alle Teile der Pflanze essbar – von Blättern und Blüten bis zu den Knospen.

Die jungen Blätter sind fein gehackt ein würziger Belag für das Butterbrot. Sie schmecken aber auch im Salat und Kräuterquark, zu Kartoffeln und in Eierspeisen. Die meist orange-roten, gelben oder sogar weißen Blüten lassen sich als essbare Dekoration für Smoothies, Salate, Suppen und Desserts verwenden. Für einen Aufstrich werden die zarten Blüten mit Frischkäse und etwas Salz püriert oder sehr fein geschnitten. Die geschlossenen Knospen dienen, eingelegt in Essig, als Kapernalternative.

Ein besonderer Genuss ist ein Pesto aus Kapuzinerkresse. Dafür werden Blätter und Blüten grob zerkleinert und mit Öl, Nüssen, Parmesan sowie etwas Salz püriert. In ein sauberes Schraubglas füllen und vollständig mit Olivenöl bedecken, um die Haltbarkeit zu verlängern. Das Pesto schmeckt wunderbar zu Pasta und Brot, gebratenen Pilzen und Kartoffeln.

Nicht zuletzt punktet die Kapuzinerkresse mit wertvollen Inhaltsstoffen: Die enthaltenen Senfölglycoside sorgen nicht nur für das scharf-würzige Aroma, sondern haben auch antimikrobielle und schleimlösende Eigenschaften. Daher wird die Kapuzinerkresse in der Naturheilkunde etwa bei Atemwegsinfektionen und Blasenentzündungen eingesetzt.

Die Kapuzinerkresse ist ursprünglich in den Anden Südamerikas beheimatet. Der Name „Kapuziner“ kommt von den Blüten, die wie die Kapuzen von Mönchskutten aussehen sollen. In unseren Gärten ist vor allem die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) zu finden, die gelb, rot und orange blühen kann. Die Blätter werden ab Mai, die Blüten ab Juni bis in den Oktober geerntet. Vor dem Essen werden sie lediglich geschüttelt, um eventuell vorhandene Insekten zu entfernen und sehr sanft gewaschen. Da die Pflanze keinen Frost verträgt, wird sie jedes Jahr neu ausgesät.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Serie Wildkräuterküche

BZfE: Kleines Einmaleins der Küchenkräuter

BLE: Poster Küchenkräuter

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Bessere Ernährung bei Adipositas

Gut für Herz und Kreislauf – auch ohne Gewichtsverlust

Wenn sich Menschen mit Übergewicht besser ernähren, können sie ihren Stoffwechsel verbessern und das Krankheitsrisiko senken, auch wenn sie durch die Ernährungsumstellung nicht an Gewicht verlieren. Das hat eine Langzeituntersuchung gezeigt, an der insgesamt rund 760 Personen mit Adipositas teilgenommen haben.

Fettleibigkeit, auch Adipositas genannt, ist eine komplexe chronische Erkrankung. Eine Gewichtsabnahme kann die metabolische und kardiovaskuläre Gesundheit von extrem übergewichtigen Menschen fördern, da sie das Risiko für Typ-2-Diabetes, Herzkrankheiten und Bluthochdruck senkt.

Unter Leitung von Forschenden der Harvard T.H. Chan School of Public Health in den USA und der Ben-Gurion-University in Israel wurden Daten von drei Interventionsstudien zur langfristigen Gewichtsabnahme zusammengefasst und ausgewertet. Die Teilnehmenden mit abdominaler Adipositas sollten sich für einen Zeitraum von 18 bis 24 Monaten „gesund“ ernähren, was je nach Studiendesign etwa einer fettarmen, kohlenhydratarmen oder mediterranen Kost entsprach. Neben dem Gewicht wurden mehrmals verschiedene kardiometabolische Risikomarker protokolliert.

Je rund 36 Prozent der Teilnehmenden erreichten eine klinisch signifikante Gewichtsabnahme (Verlust von mehr als fünf Prozent des ursprünglichen Körpergewichts) beziehungsweise einen moderaten Gewichtsverlust (bis zu fünf Prozent), während 28 Prozent ihr Gewicht hielten oder etwas zunahmen.

Die Gewichtsabnahme war mit Verbesserungen der kardiometabolischen Gesundheit verbunden, ist im „European Journal of Preventive Cardiology“ zu lesen. Aber auch bei Teilnehmenden, die kein Gewicht verloren, hatte die „gesunde“ Ernährungsweise nachweislich positive Effekte: So erhöhten sich die Werte des HDL-Cholesterins, das dabei hilft, Ablagerungen in Blutgefäßen zu verhindern und daher auch als „gutes“ Cholesterin bezeichnet wird. Die Leptinwerte verringerten sich, was sich auf die Steuerung von Hunger- und Sättigungsgefühl auswirkt und es wurde weniger viszerales („schädliches“) Fett im Bauchraum und zwischen den Organen gemessen. Pro Kilogramm verlorenen Gewichts stieg das HDL-Cholesterin prozentual an, Leptin- und Insulinspiegel sanken und auch der Blutdruck nahm leicht ab.

Eine Umstellung der Ernährung ist also in jedem Fall für Menschen mit Adipositas und Übergewicht sinnvoll, um das Risiko für Begleiterkrankungen zu verringern. Sie sollte immer Baustein einer ganzheitlichen und individuellen Therapie mit Bewegung- und Verhaltensveränderungen sein, auch wenn eine Gewichtsabnahme nicht im Vordergrund steht. Gezielte Unterstützung bei der Veränderung der Ernährung geben Ernährungsfachkräfte.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

Zur Studie: https://doi.org/10.1093/eurjpc/zwaf308

BZfE: Weltweiter Anstieg bei Übergewicht und Adipositas

Verbraucherzentrale: Ernährungsberatung gesucht: So finden Sie qualifizierte Hilfe

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Großteil der Bevölkerung verwendet Nahrungsergänzungsmittel

Teilweise ohne gut informiert zu sein

In einer Studie im Auftrag des Projekts Lebensmittelklarheit der Verbraucherzentrale erklärten 77 Prozent der Befragten, regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen; über 50 Prozent mindestens einmal pro Woche. An der repräsentativen Onlinebefragung nahmen 2.070 Personen ab 16 Jahren aus Deutschland teil. 21 Prozent der Befragten glauben, Nahrungsergänzungsmittel seien notwendiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. 24 Prozent der Befragten sehen sie sogar als eine Art „natürliches Arzneimittel“. Die Studie zeigt auch, dass viele Menschen fälschlicherweise glauben, dass sie gesundheitsgeprüft oder zugelassen seien.

Den meisten Verbraucherinnen und Verbrauchern ist nicht bekannt, dass Nahrungsergänzungsmittel EU-rechtlich als Lebensmittel und nicht als Arzneimittel eingeordnet werden und ohne Zulassungs- oder Prüfverfahren auf den Markt kommen. Ernährungswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen stehen Nahrungsergänzungsmitteln für gesunde Menschen eher kritisch gegenüber. Eine ausgewogene Ernährung liefert in der Regel ausreichend Nährstoffe. Empfohlen wird eine Nahrungsergänzung nur bei bestimmten Lebensweisen oder in bestimmten Lebenslagen wie zum Beispiel bei veganer Ernährung oder vor und während der Schwangerschaft und Stillzeit.

Aber warum nehmen dann so viele Menschen Nahrungsergänzungsmittel?

Aus Sicht der Verbraucherzentrale hat das Bewusstsein für gesunde Ernährung in der Bevölkerung zugenommen. Die Umsetzung der selbst gesetzten Ernährungsziele misslingt im Alltag jedoch häufig. Viele Menschen sind laut der Studie subjektiv mit ihrer Ernährung unzufrieden. Da kommen die Nahrungsergänzungsmittel ins Spiel: Die Analyse der Kaufmotive zeigt, dass Nahrungsergänzungsmittel vielfach als praktische Lösung gesehen werden, um vermeintliche Nährstoffdefizite im Alltag zu vermeiden. Mit dem Kauf wird aber auch die Hoffnung verknüpft, der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun, Krankheiten vorzubeugen und im Krankheitsfall Beschwerden zu lindern. Die Stärkung der Immunabwehr ist dabei besonders wichtig.

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt: Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ermöglicht die Nährstoffversorgung im Alltag in der Regel problemlos. Wer dennoch ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchte, sollte sich vor dem Kauf klarmachen, wozu und sich gut informieren. Es gibt eine Reihe unabhängiger, wissenschaftlich abgesicherter Informationsangebote, die bei einer bewussten Kaufentscheidung helfen können, beispielweise von der Verbraucherzentrale, dem Bundesinstitut für Risikobewertung und dem BZfE.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Verbraucherzentrale: Nahrungsergänzungsmittel: Was Werbung verspricht – und was wirklich stimmt

Verbraucherzentrale: Nahrungsergänzungsmittel: Verbraucher:innen vor falschen Werbeversprechen schützen

BZfE: Nahrungsergänzungsmittel – Antworten auf die wichtigsten Fragen

Verbraucherzentrale: Klartext Nahrungsergänzung

Bundesinstitut für Risikobewertung: Mikronährstoffe und Co.

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Überraschend viel Salz in Brausetabletten

Verbraucherzentrale warnt vor Gesundheitsrisiken

Viele Menschen greifen zur Multivitamin- oder Magnesiumbrausetablette, weil sie mit einem sprudeligen Getränk ihre Nährstoffzufuhr verbessern möchten. Allerdings enthalten solche Produkte häufig viel Salz. Das schmeckt man jedoch nicht und es ist auf der Verpackung oft nicht ersichtlich. Das ist das Ergebnis eines Marktchecks der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen für den 72 Nahrungsergänzungspräparate geprüft wurden, die in Form von Brausetabletten angeboten werden.

Vitamine und Mineralstoffe, aber auch bestimmte Pflanzenstoffe wie Koffein, werden in Drogerie- oder Supermärkten häufig als Brausetabletten angeboten. Meist enthalten die Nahrungsergänzungsmittel Natrium in Form von Natriumhydrogencarbonat („Natron“), damit sie sich in Wasser besser auflösen. Dabei entsteht das Gas Kohlendioxid, was das Wasser zum Sprudeln bringt.

Im Marktcheck lag der Salzgehalt (Natriumchlorid) zwischen 0,17 und 1,46 Gramm pro Tagesdosis (meist eine Tablette), was einem Durchschnitt von 0,67 Gramm Salz entspricht.
Eine Multivitamintablette für Kinder enthielt mit einem Gramm Salz die höchste Menge pro Tablette. Empfohlen wird für Erwachsene eine Salzaufnahme von höchstens sechs Gramm täglich, was etwa einem Teelöffel entspricht.

Die Kennzeichnung des Natrium- oder Salzgehalts auf der Verpackung ist für Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln nicht verpflichtend. So waren im Marktcheck bei weniger als der Hälfte der Produkte auf dem Etikett Angaben zum Salzgehalt oder Natriumgehalt zu finden.

Die Mehrheit der Deutschen nimmt zu viel Natrium und Salz auf, was den Blutdruck in die Höhe treiben kann. Dadurch steigt langfristig das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Manche reagieren empfindlicher auf Salz als andere. Vor allem Menschen mit Bluthochdruck sollten auf Nahrungsergänzungsmittel in Form von Brausetabletten verzichten und stattdessen – falls überhaupt notwendig – zu Kapseln oder Pulvern ohne Sprudeleffekt greifen.

Im Allgemeinen ist eine Nahrungsergänzung nur in Absprache mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer zertifizierten Ernährungsfachkraft sinnvoll. Gesunde Menschen, die sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren, benötigen normalerweise keine Extra-Nährstoffe.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Verbraucherzentrale NRW: Nahrungsergänzungsmittel: Brausetabletten mit sprudelnder Nebenwirkung?

Verbraucherzentrale NRW: Marktcheck: „Salzgehalt in Nahrungsergänzungsmittel-Brausetabletten“

BZfE: Wenn Salz, dann Jodsalz – Weniger Salz, mehr Kräuter und Gewürze für die Gesundheit

BZfE: Nahrungsergänzungsmittel nur begründet einnehmen – Viel hilft nicht viel

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Mehr Pflanze auf den Teller bitte

So wird der Wunsch zur Wirklichkeit

Immer mehr Menschen möchten gesünder und bewusster essen. Das ergeben zumindest zahlreiche Umfragen. Pflanzliche Lebensmittel spielen dabei eine zentrale Rolle. Doch wie gelingt der Einstieg in eine pflanzenbetontere Ernährung im Alltag? Kreative Rezepte, alltagstaugliche Ideen und eine Menge fundiertes Hintergrundwissen bietet das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) aktuell unter dem Topthema „Bunt ist gesund – Mehr Pflanze wagen“ auf seiner Webseite. Die Seite richtet sich an alle, die mehr pflanzliche Lebensmittel auf ihren Speiseplan bringen möchten, unabhängig davon, ob sie sich vegan, vegetarisch oder flexitarisch ernähren.

Aber warum sollte man überhaupt pflanzenbetont essen? Die Vorteile liegen auf der Hand: Eine pflanzenbetonte Ernährung ist nicht nur lecker, sondern auch ideal für den Schutz von Umwelt und Klima. Gleichzeitig bringt die riesige Auswahl an Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst, Nüssen, Samen, Getreide und Kartoffeln Farbe, Geschmack und Abwechslung auf den Teller. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine Ernährung, die zu mehr als drei Vierteln pflanzlich und knapp einem Viertel tierisch ist. Grundsätzlich aber gilt: Alles ist erlaubt und es gibt keine strikten Regeln. Jeder Schritt hin zu einer klimafreundlichen, ökologisch nachhaltigen Ernährung zählt. Diese muss zu den eigenen Bedürfnissen, Vorlieben und Gewohnheiten passen und vor allem schmecken.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Pflanzenbetont essen ist nachhaltig und schont die Umwelt

DGE: Gut essen und trinken – die DGE-Empfehlungen

BZfE: Ernährungstrends 2025 – Nachhaltig, gesund, individuell

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Abnehmspritzen unter der Lupe

Teure Hilfe gegen Übergewicht mit Nebenwirkungen

Die sogenannten „Abnehmspritzen“ sind in Deutschland inzwischen so begehrt, dass es immer wieder zu Lieferengpässen kommt und auch gefährliche Fälschungen auftauchen. Seit 2023 sind die verschreibungspflichtigen Spritzen als Mittel zur Behandlung von Übergewicht auch in Deutschland zugelassen und erhältlich. Aber ist der Weg zum Idealgewicht tatsächlich so einfach? Das Kompetenzzentrum für Ernährung in Bayern hat auf seiner Website „Ernährungsradar“ die wissenschaftliche Grundlage dazu beleuchtet und bietet einen guten Überblick.

Der bislang am häufigsten eingesetzte Wirkstoff, Semaglutid, kann zu einem Gewichtsverlust von über 20 Prozent führen. Der Wirkstoff Tirzepatid erwies sich in Studien als noch wirksamer. Beide Stoffe wirken ähnlich: Sie regen die Insulinproduktion an und das senkt den Blutzuckerspiegel. Sie hemmen die Glucagonausschüttung und verstärken das Sättigungsgefühl. Zudem sorgen sie dafür, dass der Magen langsamer geleert wird. Dieses Zusammenspiel führt zu einer geringeren Zufuhr an Kalorien und es kann zu einer Gewichtsabnahme kommen. Wie hoch diese ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, vor allem aber vom Grad des Übergewichts.

Hierzulande sind die Abnehmspritzen nur auf Rezept erhältlich. Voraussetzung für eine Verschreibung ist ein Body-Mass-Index (BMI) über 30 oder von über 27 bei Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten oder Typ-2-Diabetes. Voraussetzung ist auch, dass vorher Therapieversuche sowie Ernährungsberatung, Bewegungs- und Verhaltenstherapie erfolgt sind. Stand März 2025 erstatten die Krankenkassen die hohen Kosten von bis zu 4.000 Euro pro Jahr nur bei einer Diabetes-Erkrankung.

Mit der Abnehmspritze können erhebliche Nebenwirkungen wie Verstopfung, Völlegefühl, Übelkeit, Aufstoßen, Blähungen oder Magen-Darm-Beschwerden einhergehen. Selbst wenn diese Beschwerden mit der Zeit nachlassen, ist rund die Hälfte der Patienten davon betroffen. In seltenen Fällen kann es zu Gallenerkrankungen, einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse, einer Störung der Magenentleerung und möglicherweise einem Darmverschluss kommen. Dies erklärt, weshalb eine ärztliche Begleitung der Anwendung zwingend empfohlen wird. Zusätzlich ist das Krebsrisiko der Wirkstoffe noch nicht wissenschaftlich untersucht und geklärt.

Für einen dauerhaften Abnehmerfolg reicht eine Abnehmspritze alleine auf keinen Fall aus. Denn das Körpergewicht steigt nach dem Ende der Behandlung wieder an. Dies verdeutlichte eine Studie des Washington Center for Weight Management and Research. Die Wissenschaftler prognostizierten den Teilnehmenden, dass diese ohne Abnehmspritze innerhalb von drei Jahren ihr Ausgangsgewicht wieder erreichen würden. Das sei aber auch bei klassischen Diätprogrammen der Fall, so die Aussage.

Die Faszination für schnelle Abnehmerfolge lenkt von der eigentlichen Herausforderung ab: Eine langfristige Umstellung des Lebensstils und der Ernährungsgewohnheiten ist unbedingt nötig, um das Gewicht dauerhaft zu halten.

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Weitere Informationen:

Ernährungsradar: Abnehmspritzen – neue Hilfen gegen Übergewicht

Ernährungsradar: Die Debatte um die Abnehmspritzen

BZfE: Die Ernährungspyramide

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