Archiv der Kategorie: Forschung und Wissenschaft

DIRECT – Gemeinsam gegen Diabetes

Personalisierte Medizin im Bereich Diabetes ist das Ziel von DIRECT*, einer Initiative von Partnern aus Forschung und Pharmaindustrie, unter anderem dem Helmholtz Zentrum München. Startschuss für das von der Innovative Medicines Initiative (IMI)* geförderte Projekt war der erste Februar. Insgesamt 45 Millionen Euro stehen zur Verfügung, um die Entwicklung von Medikamenten und Therapien gegen Diabetes zu forcieren. 2,4 Millionen Euro davon erhält das Helmholtz Zentrum München.

Als eine der großen Volkskrankheiten ist Diabetes einer Forschungsschwerpunkte des Helmholtz Zentrums München. Deswegen ist das Helmholtz Zentrum München eine von 21 akademischen und vier pharmazeutischen Institutionen, die sich an der DIRECT*-Initiative beteiligen.

Ziel von DIRECT* ist die Definition verschiedener Subtypen von Typ-2-Diabetes mellitus, das Auffinden und Entwickeln von Biomarkern oder Testverfahren für die frühzeitige Diagnose und die Etablierung möglicher personalisierter Therapien. Dazu werden die etwa 150 Wissenschaftler aus neun Forschungsgebieten gemeinsam phänotypische und genetische Daten von über 100.000 Proben von Typ-2-Diabetes-Patienten auswerten. Das Projekt wird von der Innovative Medicines Initiative (IMI) gefördert und hat eine Laufzeit von sieben Jahren.

Am Helmholtz Zentrum München tragen vor allem das Genomanalysezentrum unter der Leitung von Prof. Dr. Jerzy Adamski, die Abteilung für Molekulare Epidemiologie unter der kommissarischen Leitung von Prof. Dr. Annette Peters und die Arbeitsgruppe Diabetische Epidemiologie mit der Leiterin Dr. Barbara Thorand zum Gelingen des Projektes bei. Sie werden sich vor allem der genomischen, epigenomischen und metabolischen Fragestellungen annehmen und die Auswahl und Validierung der Biomarker voranbringen.

Weitere Informationen

Hintergrund

*DIRECT: Diabetes REsearCH for patient stratification (http://www.direct-diabetes.org)

*IMI: Die Innovative Medicines Initiative (IMI) ist eine gemeinsame Initiative der Europäischen Union und des europäischen Verbandes der pharmazeutischen Industrie EFPIA. Ziel ist die Entwicklung innovativer, sicherer Medikamente, um die pharmazeutische Innovation in Europa zu beschleunigen. (www.imi.europa.eu)

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören.  www.helmholtz-muenchen.de

Das Diabetes Research Department (DRD) am Helmholtz Zentrum München versteht Diabetes als System, bei dem Genetik und Umwelteinflüsse – insbesondere der Lebensstil – zusammen kommen. Im Fokus steht dabei ein integrierter Forschungsansatz, der Grundlagen- und klinische Forschung eng verzahnt. Ziel ist es neue Therapie-, Präventions und Diagnosewege zu finden. Deswegen arbeitet das Forschungszentrum eng mit den beiden Münchner Universitäten zusammen. www.helmholtz-muenchen.de/drd

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg, www.helmholtz-muenchen.de, Aufsichtsratsvorsitzende: MinDir´in Bärbel Brumme-Bothe, Geschäftsführer: Prof. Dr. Günther Wess und Dr. Nikolaus Blum, Registergericht: Amtsgericht München HRB 6466, USt-IdNr: DE 129521671

 

Rückenschmerzen: Weniger Arztbesuche nach Akupunkturbehandlung

Studie zum LWS-Syndrom aus Kanada

Rückenschmerzen sind ein Volksleiden und sind der Hauptgrund für Arbeitsunfähigkeit der unter Fünfundvierzigjährigen (1, 2). Damit sind Rückenschmerzen nicht nur ein massives Problem für die darunter leidenden Menschen, sondern auch ein Kostenfaktor, der die Gesundheitskassen belastet. Jetzt wurde in Kanada untersucht, ob und wie sich Akupunkturbehandlungen auf die Anzahl der Arztbesuche nach einem Rückenvorfall auswirken (3).

Mehr Infos unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/weniger-arztbesuche-nach-akupunkturbehandlung.html

Quelle: Carstens-Stiftung

 

Früherkennung von Krankheiten unterstützen

Analog zu Urin und Blut sind auch im Atem Stoffwechselprodukte in winzigen Spuren enthalten. Solche Stoffwechselprodukte können auch Signale für Infektionen, Entzündungen oder Krebs sein. Für ihre Analyse entwickeln Bioinformatiker vom Exzellenzcluster „Multimodal Computing and Interaction“ an der Universität des Saarlandes spezielle Computer-Algorithmen die Ärzte schnell und verlässlich bei der Diagnose unterstützen können.

Mehr Infos unter  http://idw-online.de/de/news466247

Quellen: Universität des Saarlandes, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Überlebensstrategien von Bakterien unter Beteiligung Greifswalder Forscher aufgeklärt

Einem internationalen Forscherteam ist es gelungen, aufzuklären, wie sich einfach strukturierte Bakterien auf molekularer Ebene an wechselnde Umweltbedingungen anpassen und damit ihr Überleben sichern. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des fachübergreifenden Wissenschaftsmagazins SCIENCE veröffentlicht.

Mehr Infos unter http://idw-online.de/de/news466284

Quellen: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Informationdienst Wissenschaft (idw)

 

DGIM: Lebererkrankung schädigt oft auch das Gehirn

Bei Menschen mit chronischen Lebererkrankungen ist häufig die Fahrtüchtigkeit herabgesetzt, warnt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Denn wenn die Leber das Blut nicht reinigt, gelangen Gifte in das Gehirn. Diese sogenannte hepatische Enzephalopathie mindert unter anderem Konzentration und Aufmerksamkeit.

Mehr Infos dazu unter http://idw-online.de/de/news466236

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V., Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Antibiotika – die Diskussion geht weiter

Die zunehmenden Resistenzen, bis hin zu den katastrophalen Ereignissen wie bei den Frühgeborenen-Todesfällen in Bremen, lassen die Diskussion um die Antibiotika nicht enden. Jetzt hat sich auch der Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) mit dem Thema auseinandergesetzt. Besprochen wird dort auch eine interessante Studie.

Mehr unter http://dzvhae-homoeopathie-blog.de/?p=4213

Josef Senn, Redaktion mediportal-online

 

Regulatorischer Schlüssel der Myelinbildung im zentralen Nervensystem gefunden

Mainzer Wissenschaftler haben einen Mechanismus identifiziert, der eine wichtige Rolle bei der Bildung von Myelin im zentralen Nervensystem spielt. Myelin beschleunigt die Reizweiterleitung im Gehirn, indem es die Fortsätze der Nervenzellen, die Axone, umgibt und diese somit isoliert – vergleichbar mit der Plastikisolierung eines Kabels.

Mehr dazu unter http://idw-online.de/de/news466406

Quellen: Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Rotwurz-Salbei schützt das Herz

Diabetes-Patienten mit koronarer Herzkrankheit könnten profitieren

Die Herzen von Diabetes-Patienten sind besonders gefährdet, da ihr Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln, erhöht ist. Chinesische Wissenschaftler haben im Rahmen einer (vorläufigen) kontrollierten Studie Hinweise auf die herzschützenden Eigenschaften des Rotwurzel-Salbeis gefunden.

Mehr dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/rotwurz-salbei-staerkt-die-herzen.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Leber: Kontrolle zu Hause

Viele Menschen leiden unter einer kranken Leber. Etwas fünf Millionen sollen es alleine in Deutschland sein. Das Gefährliche: Ein Ausfall der Leberfunktion (Leberversagen) führt rasch zu lebensbedrohlichen Situationen. Zu wichtig ist das Organ für die Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen und der Entgiftung. Neue Wege für die Überwachung entsprechend betroffener Patienten ist daher geboten.

Das Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik arbeitet an einem Leberunterstützungssystem auf telemedizinischer Basis. Dabei soll es möglich sein, dass die Leber im häuslichen Umfeld überwacht und möglichst schnell eingegriffen werden kann. Damit will man die häufigen Krankenhausaufenthalte reduzieren und die Lebensqualität Betroffener verbessern.

Mehr Infos unter http://idw-online.de/de/news463621

Quellen: Fraunhofer Institut, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Josef Senn, Redaktion mediportal-online

 

Warum Immun-Stammzellen im Alter schwinden

Forscher aus Ulm und Braunschweig klären Mechanismus auf.

Im Alter wird das Immunsystem meist schwächer. Eine Ursache dafür ist das allmähliche Schwinden der Stammzellen, aus denen der Körper immer neue Immunzellen bilden kann. Forscher der Universität Ulm haben jetzt gemeinsam mit Kollegen vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig den dafür verantwortlichen Mechanismus identifiziert.

Weitere Infos dazu unter http://idw-online.de/de/news466022

Quellen: Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung, Informationsdienst Wissenschaft (idw)