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Ist Hafer eine Lösung bei Unverträglichkeiten?

Ist Hafer eine Lösung bei Unverträglichkeiten?

Warum ausgerechnet ein jahrtausendealtes Getreide immer mehr Aufmerksamkeit von Wissenschaft und Ernährungsexperten erhält

Hafer erlebt seit Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung. Ob als Frühstück, Pflanzendrink oder Zutat in modernen Rezepten – das traditionsreiche Getreide gilt längst nicht mehr als Nischenprodukt. Doch was steckt hinter seinem guten Ruf? Wissenschaftliche Erkenntnisse liefern Hinweise darauf, warum Hafer von vielen Menschen besser vertragen wird als andere Getreidearten und welche Rolle seine Gene dabei spielen.

Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung von Helmholtz Munich, der Universität Lund und dem Forschungsverbund ScanOats hat erstmals das vollständige Erbgut des Hafers entschlüsselt und analysiert. Damit konnte auf genetischer Ebene nachvollzogen werden, weshalb Hafer in vielen Fällen weniger Allergien und Unverträglichkeiten auslöst als beispielsweise Weizen oder Roggen.

Weniger problematische Proteine als Weizen

Das Besondere: Die Forschenden stellten fest, dass Hafer deutlich weniger Proteine enthält, die den glutenhaltigen Speicherproteinen anderer Getreide ähneln. Diese Proteine stehen im Zusammenhang mit Zöliakie und verschiedenen Weizenunverträglichkeiten.

Die neuen Erkenntnisse bestätigen damit, warum reiner, nicht mit anderen Getreiden verunreinigter Hafer für viele Menschen im Rahmen einer glutenfreien Ernährung geeignet sein kann. Allerding sollte bei einer Weizenallergie oder anderen individuellen Unverträglichkeiten eine Ernährungsumstellung grundsätzlich ärztlich begleitet werden.

Ballaststoffe mit wissenschaftlich belegtem Nutzen

Neben seiner guten Verträglichkeit besitzt Hafer eine weitere Besonderheit: Er enthält außergewöhnlich hohe Mengen an Beta-Glucanen. Diese löslichen Ballaststoffe gehören zu den am besten untersuchten Inhaltsstoffen des Getreides.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt, dass Beta-Glucane aus Hafer zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels beitragen können. Zudem beeinflussen sie den Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit positiv und fördern ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.

Die entschlüsselte Genomsequenz zeigt erstmals auch, welche Gene für die Bildung dieser gesundheitsfördernden Ballaststoffe verantwortlich sind. Dieses Wissen eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Züchtung besonders nährstoffreicher Hafersorten.

Komplexer als das menschliche Genom

Dass diese Entdeckung überhaupt möglich wurde, ist bemerkenswert. Das Hafer-Genom gehört zu den komplexesten unter den Kulturpflanzen. Hafer besitzt sechs Chromosomensätze mit insgesamt mehr als 80.000 Genen – rund viermal so viele Gene wie der Mensch.

Über sechs Jahre hinweg arbeiteten Wissenschaftler daran, dieses außergewöhnlich komplexe Erbgut vollständig zu entschlüsseln. Die genetische Analyse liefert nun nicht nur Erkenntnisse für die Ernährungsforschung, sondern auch für die Landwirtschaft.

Nachhaltiger Anbau gewinnt an Bedeutung

Hafer überzeugt nicht nur durch seine ernährungsphysiologischen Eigenschaften. Im Vergleich zu vielen anderen Getreidearten benötigt sein Anbau häufig weniger Pflanzenschutzmittel und Dünger. Zudem gedeiht Hafer auch auf weniger ertragreichen Böden und gilt als vergleichsweise ressourcenschonende Kulturpflanze.

Die neuen genetischen Erkenntnisse ermöglichen künftig gezieltere Züchtungen. Ziel sind Hafersorten mit höheren Gehalten an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, besserer Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und Krankheiten sowie stabileren Erträgen – ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Landwirtschaft im Klimawandel.

Fazit

Hafer ist weit mehr als ein Ernährungstrend. Die erstmals vollständige Entschlüsselung seines Genoms liefert wissenschaftliche Erklärungen dafür, weshalb das Getreide häufig besser vertragen wird als andere Getreidearten und welche Inhaltsstoffe seine positiven Eigenschaften ausmachen. Gleichzeitig eröffnet die Forschung neue Perspektiven für gesündere Lebensmittel und eine nachhaltigere Pflanzenzüchtung.

Für Menschen mit Weizenunverträglichkeiten oder dem Wunsch nach einer ballaststoffreichen Ernährung könnte Hafer – je nach individueller Diagnose – künftig noch stärker in den Fokus rücken. Die Wissenschaft hat damit einen wichtigen Schritt gemacht, um die besonderen Eigenschaften dieses traditionsreichen Getreides besser zu verstehen.

Mehr Interesse an solchen Erkenntnissen?

Die Meldung wurde inspiriert durch einen Beitrag in dem Buch „Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?“. Das Buch steckt voller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Wirksamkeit natürlicher Heilmittel und Hilfsmittel.

Buchdaten: Michael Petersen, Reaktion mediportal-online.eu, Medizin & Gesundheit: Hilft das überhaupt?, ISBN 978-3-384-60436-1, Info-Seite zum Buch beim Verlag.

Eine Buchbeschreibung findet sich im Bücher-Blog.

Quellenverzeichnis:

Kamal, N., Tsardakas Renhuldt, N., Bentzer, J., Gundlach, H., Haberer, G., Juhász, A., Lux, T., Bose, U., Tye-Din, J. A., Lang, D., van Gessel, N., Reski, R., Fu, Y.-B., Spégel, P., Ceplitis, A., Himmelbach, A., Waters, A. J., Bekele, W. A., Colgrave, M. L., Hansson, M., Stein, N., Mayer, K. F. X., Jellen, E. N., Maughan, P. J., Tinker, N. A., Mascher, M., Olsson, O., Spannagl, M. & Sirijovski, N. (2022). The mosaic oat genome gives insights into a uniquely healthy cereal crop. Nature, 606(7912), 113–119. https://doi.org/10.1038/s41586-022-04732-y

Helmholtz Munich. (2022). The Oat Genome Unlocks the Unique Health Benefits of Oats. Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Verfügbar unter: https://www.helmholtz-munich.de/en/newsroom/news-all/artikel/the-oat-genome-unlocks-the-unique-health-benefits-of-oats-2

European Food Safety Authority (EFSA). (2010). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to beta-glucans from oats and barley and maintenance of normal blood cholesterol concentrations. EFSA Journal, 8(12), 1885. https://doi.org/10.2903/j.efsa.2010.1885

European Food Safety Authority (EFSA). (2011). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to beta-glucans and reduction of post-prandial glycaemic responses. EFSA Journal, 9(6), 2207. https://doi.org/10.2903/j.efsa.2011.2207

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). (2024). Vollkornprodukte und Ballaststoffe – Empfehlungen für eine gesundheitsfördernde Ernährung. Bonn: Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Verfügbar unter: https://www.dge.de

Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e. V. (DZG). (2024). Hafer bei Zöliakie – Informationen für Betroffene. Stuttgart: Deutsche Zöliakie-Gesellschaft. Verfügbar unter: https://www.dzg-online.de

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Hafer neu entdeckt: Wie zwei Tage Getreide den Stoffwechsel in Bewegung bringen

Hafer neu entdeckt: Wie zwei Tage Getreide den Stoffwechsel in Bewegung bringen

Die Bioresonanz-Redaktion erläutert die Hintergründe und zeigt Unterstützungsmöglichkeiten auf

Hafer rückt ins Rampenlicht der Wissenschaft. Forschende der Universität Bonn zeigen: Eine kurze, intensive Haferkur kann den Stoffwechsel messbar verbessern – und das überraschend deutlich. Die Bioresonanz-Redaktion fasst die Erkenntnisse zusammen und zeigt eine weitere spannende Lösung auf.

Ein Forschungsteam am Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften der Universität Bonn untersuchte, wie sich eine gezielte Kur mit Hafer auf Menschen mit metabolischem Syndrom auswirkt – also auf Personen mit Übergewicht, erhöhtem Blutdruck, auffälligen Blutzucker- und Fettwerten und damit einem erhöhten Diabetesrisiko.

300 Gramm Hafer, zwei Tage, ein klarer Effekt

Das Studienkonzept war ebenso simpel wie konsequent: Die Teilnehmenden aßen an zwei Tagen ausschließlich Haferflocken – insgesamt 300 Gramm pro Tag, in Wasser gekocht und nur minimal mit Obst oder Gemüse ergänzt. Zum Vergleich folgte eine Kontrollgruppe ebenfalls einer kalorienreduzierten Kost, allerdings ohne Hafer.

Beide Gruppen profitierten von der Ernährungsumstellung. Doch bei der Hafergruppe fielen die Effekte deutlich stärker aus. Das besonders ungünstige LDL-Cholesterin sank im Schnitt um zehn Prozent. Zudem verloren die Teilnehmenden rund zwei Kilogramm Gewicht, und auch der Blutdruck ging leicht zurück.

Gerade beim LDL-Cholesterin ist jede Senkung relevant: Zu hohe Werte begünstigen Ablagerungen in den Gefäßen, die langfristig Herzinfarkte oder Schlaganfälle auslösen können.

Der Darm als Schlüsselspieler

Warum Hafer eine solche Wirkung entfaltet, zeigt ein Blick in den Darm. Dort verändert der intensive Haferverzehr das Mikrobiom – also die Gemeinschaft der Darmbakterien.

Diese Mikroorganismen produzieren beim Abbau des Hafers bioaktive Stoffe. Darunter phenolische Verbindungen wie Ferulasäure, die in früheren Studien bereits mit einem günstigeren Cholesterinstoffwechsel in Verbindung gebracht wurden. Gleichzeitig helfen andere Darmbakterien dabei, Histidin abzubauen – eine Aminosäure, aus der im Körper Substanzen entstehen können, die eine Insulinresistenz begünstigen.

Kurz gesagt: Hafer wirkt nicht nur direkt, sondern setzt im Darm eine ganze Kettenreaktion in Gang.

Kurz und intensiv schlägt lang und moderat

Besonders spannend: Eine sechswöchige Ernährung mit täglich 80 Gramm Hafer zeigte deutlich geringere Effekte als die zweitägige Intensivkur. Die positiven Veränderungen der kurzen Haferphase waren sogar noch Wochen später nachweisbar.

Die Forschenden sehen darin großes Potenzial für die Prävention. Eine regelmäßig wiederholte, kurze Haferkur könnte helfen, Cholesterinwerte zu stabilisieren und dem Entstehen von Diabetes vorzubeugen – gut verträglich, einfach umzusetzen und ohne Medikamente.

(Zwei Tage Haferflocken senken Cholesterinspiegel, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Informationsdienst Wissenschaft (idw))

Schlussfolgerung und Empfehlung von Bioresonanz-Therapeuten

So hilfreich und empfehlenswert solche Maßnahmen sein können, um den Cholesterinspiegel zu senken, so wichtig ist es, die Selbstregulation des Organismus dabei zu stärken, den Stoffwechsel insgesamt im natürlichen Gleichgewicht zu halten. Welche Zentrale Rolle die Leber dabei spielt, erläutert die Bioresonanz-Redaktion in diesem Beitrag: Eine Lösung zur Cholesterin-Frage?

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.

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