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Die Parkinson-Erkrankung besser verstehen

Therapeuten haben festgestellt, dass der Einsatz von Kinesiotapes bei Parkinson-Patienten gleich mehrere Auswirkungen hat.

Obwohl sie im vorliegenden Falle für die Aufrichtung der Wirbelsäule gedacht waren, verbesserten sie auch den Gang und sogar die Stimmung. Uta Krugmann untersucht in ihrem im August beim GRIN Verlag erschienenen Buch Sensomotorische Interventionen bei Stoffwechselerkrankungen neue Zusammenhänge bei Morbus Parkinson.

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Die meisten Menschen gehen davon aus, dass unterschiedliche Körperfunktionen streng voneinander getrennt sind. Es zeigt sich jedoch immer häufiger, dass Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichsten Phänomenen bestehen. Selbst die Psyche ist eng mit dem Körper und dessen Funktionieren verbunden. In ihrer Publikation Sensomotorische Interventionen bei Stoffwechselerkrankungen macht Uta Krugmann besonders auf den wechselwirkenden Einfluss des Vegetativen Nervensystems auf Stoffwechselvorgänge durch motorische Interventionen wie Aktivieren von Wirbelsäulenrotationen aufmerksam.

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Neue Lösungsansätze für die motorische Therapie

Krugmann untersucht unter Studienbedingungen, ob sich auch das Schriftbild von Parkinson-Patienten verändert, wenn bei diesen Kinesiotapes zur Aufrichtung der Wirbelsäule verwendet werden. Ihr interdisziplinärer Ansatz deckt nicht nur die Wechselwirkungen zwischen sensomotorischen Interventionen und dem Vegetativen Nervensystem auf. Ihre Ergebnisse tragen auch grundlegend zum Verständnis der kausalen Zusammenhänge der Parkinson-Erkrankung bei. Außerdem eröffnet sie neue Behandlungsansätze, die eine medikamentöse Therapie ergänzen können. Uta Krugmann richtet sich mit Ihrem Buch “Sensomotorische Interventionen bei Stoffwechselerkrankungen” an Mediziner, Therapeuten und Studierende, die über die engen Grenzen ihres Fachgebiets hinausdenken möchten.

Über die Autorin

Uta Krugmann ist Physiotherapeutin und leitet eine eigene Praxis für Rehabilitation und Prävention. Darüber hinaus hat sie einen Bachelor of Science in Motorischer Neurorehabilitation inne. Sie engagiert sich im interdisziplinären medizinischen “Ganzheitlichen Arbeitskreis Bodensee” sowie der Gesundheitsbewegung “Living our Health”. “Sensomotorische Interventionen bei Stoffwechselerkrankungen” ist ihre erste Publikation beim GRIN Verlag.

Das Buch ist im August beim GRIN Verlag erschienen (ISBN: 978-3-346-00593-9).

Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/497513

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Kreuzschmerz im Sport

Tipps zur Vermeidung / Sportmedizin / GOTS

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenBewegungsmangel ist in der heutigen Gesellschaft das “neue Rauchen” und führt unter anderem zu Schmerzen am Bewegungsapparat, zum Beispiel am Kreuz. Doch auch Sport kann zu Kreuzschmerzen führen, wenn wichtige Punkte nicht beachtet werden. Welche das sind, dazu referiert Priv.-Doz. Dr. Karin Pieber von der Sportordination Wien auf dem internationalen Kongress der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin in Salzburg.

Bei der individuellen Sportauswahl ist zu beachten: Nicht jeder Sport ist für jeden gesund. Auch Trendsportarten, bei denen eine positive Wirkung auf Kreuzschmerzen beschrieben werden, zum Beispiel Bouldern, Yoga, Pilates können Beschwerden auslösen, wenn Sie nicht korrekt durchgeführt werden. Oder, wenn biomechanische Einschränkungen aufgrund bereits bestehender Verletzungen oder individueller anatomischer Konstitution nicht berücksichtigt werden.

Und: Grundsätzlich macht auch beim Sport – bezogen auf Kreuzschmerzen – die Dosis das Gift.

Kreuzschmerz trifft jede Altersgruppe. Frauen sind dabei häufiger betroffen. Die Schmerzen können vom Facettengelenk, der Bandscheibe, dem Iliosakralgelenk ausgehen oder auch von funktionellen Störungen wie Blockaden, Instabilitäten und muskulären Dysbalancen kommen. “Oft passen beim Kreuzschmerz der klinische Befund und die Bildgebung (Röntgen- bzw. MRT) nicht zusammen, da sich vor allem die funktionellen Störungen nicht in der Bildgebung darstellen lassen. Einerseits haben Sportler mit vielen Diagnosen in der Bildgebung teilweise geringe Beschwerden und andererseits kommen Sportler mit massiven Beschwerden trotz geringer Veränderungen in der Bildgebung zu mir in die Ordination”, so Dr. Pieber. “Eine entsprechend genaue Anamnese- und Statuserhebung inklusive manueller Untersuchungstechniken führt dann zur Diagnose und damit auch zur richtigen Behandlung des Sportlers.” Die Bildgebung sei vor allem nach Traumata und anderen red flags indiziert.

Lesetipp zum Thema: Report stellt innovative Lösung bei Rückenschmerzen vor. Mehr erfahren…>>>bitte klicken.       Anzeige

Für alle Sportarten ist grundsätzlich eine gestärkte Tiefenmuskulatur wichtig (core stability, Stammmuskulatur). Diese erreicht jeder mit einfachen Übungen, wie zum Beispiel “planken” und Gleichgewichtsübungen, welche im Rahmen der Physiotherapie erlernt werden und dann regelmäßig zu Hause durchgeführt werden müssen. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Physiotherapie ist der Ausgleich von muskulären Dysbalancen mit entsprechenden Dehnungs- und Kräftigungsübungen.

Ganz allgemein gesagt sind Sportarten wie Schwimmen, Tanzen, Klettern, Yoga, Pilates oder Nordic walken in mäßiger individueller Intensität gesund. Nicht gesund sind dagegen Sportarten mit einseitigen Belastungen und Kombinationen aus Rotations- und Flexions-/Extensionsbewegungen.

Insgesamt ist der Sport jedoch immer mehr Option als Risiko. Wichtig ist die individuelle Eignung, eine gute Betreuung durch einen Trainer und/oder Therapeuten, wenn es intensiver sein soll. Dazu die korrekte Durchführung sowie Präventivmaßnahmen, um Verletzungen und Überlastungen und damit auch dem lästigen Kreuzschmerz vorzubeugen!

Die trinationale (Deutschland, Österreich, Schweiz) Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der größte europäische Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. Sie ist erster Ansprechpartner in der Versorgung von Sportverletzungen und Garant für Qualität in der sporttraumatologischen Versorgung. Ihr Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Dafür fördert die GOTS die Aus-und Weiterbildung, die Forschung sowie den internationalen Austausch unter sportorthopädisch und sporttraumatologisch tätigen Medizinern und Berufsgruppen angrenzender Fachgebiete.

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Rückenschmerzen: Gezielt therapieren statt operieren

Viele OPs überflüssig oder vermeidbar

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenGerade in der nasskalten Jahreszeit trifft es fast jeden mehr oder weniger stark: Rückenschmerzen! Geschätzte 80 Prozent der Deutschen leiden unter “Rücken”, pro Jahr gibt es über 38 Millionen Arztbesuche1 und viele Millionen bildgebender Untersuchungen wegen akuter oder bereits chronischer Schmerzen. Anschließend wird immer häufiger zum Skalpell gegriffen.

Allein von 2007 bis 2015 stieg die Zahl der Rücken-OPs in Deutschland um 71 Prozent2, nicht selten mit unbefriedigendem Ergebnis. Dies alles ist oft unnötig, denn häufig bietet die in Fachkreisen schon länger etablierte, aber dennoch vielen Betroffenen unbekannte Orthopädische Manuelle Therapie, kurz OMT, gezielte und dauerhafte Hilfe gegen den Schmerz.

OP vermeiden oder signifikant herauszögern

Für Menschen mit chronischen oder akuten Rückenschmerzen werden alltägliche Bewegungen oft zur Qual. Die Ursachen und Auslöser sind dabei so vielfältig wie die Krankheitsbilder selbst. Mangelnde Bewegung in der Freizeit oder ergonomisch falsche Haltung am Arbeitsplatz sind nur zwei Beispiele. Spätestens wenn die Einnahme schmerzlindernder Medikamente nicht mehr ausreichend hilft, wenden sich Betroffene meist an ihren Hausarzt oder Orthopäden. Hier wird das körperliche Leiden zwar erkannt, aber die eigentliche Ursache der Schmerzen zumeist nur im Rahmen der jeweiligen medizinischen Möglichkeiten behandelt. Der Patient wird zudem oft nach aufwändiger und in vielen Fällen unnötiger Diagnostik in eine Klinik überwiesen und operiert. Danach sind Befragungen zufolge immer noch 10 – 40 Prozent aller Betroffenen nicht beschwerdefrei. Eine meist bessere Hilfe und effektive Alternative bietet die Orthopädische Manuelle Therapie (OMT), die das Übel direkt an der Wurzel packt und dem Gesundheitssystem dadurch zudem erhebliche Kosten erspart.

Schmerzlinderung durch hochspezialisierte Therapie

 Rückenschmerzen – was ist mit Bioresonanz moeglich

Die speziell ausgebildeten Orthopädischen Manualtherapeuten behandeln nicht vordergründig die Symptome, sondern gehen für eine dauerhafte Schmerzlinderung den eigentlichen Ursachen ganzheitlich auf den Grund. Nur so kann eine umfassende, tiefgreifende und individualisierte Behandlung von Wirbelsäulenbeschwerden konsequent und erfolgreich durchgeführt werden. In der OMT werden Muskeln, Gelenke, Sehnen und Nerven sowie das gesamte Körpersystem und alle Lebensbereiche des Patienten (Tagesablauf, physische/psychische Belastungen und vieles mehr) mit einbezogen. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse, zusammen mit den Ergebnissen aus der körperlichen Untersuchung, führen zu einem therapeutischen Ansatz. Die Behandlung wird also ganz individuell auf das jeweilige persönliche Problem abgestimmt. “Hierüber wird der Patient aufgeklärt und somit sein Verständnis für die Erkrankung und Behandlung geweckt. Gemeinsam wird ein Ziel formuliert und die Behandlungseffekte werden im Laufe der Therapie immer wieder überprüft”, erläutert Eva Schulte als Vorsitzende von proOMT e. V., einer Fachvereinigung, in der sich aktuell über 100 Orthopädische Manualtherapeuten unter anderem für mehr Patientenaufklärung engagieren. Die OMT-Therapeuten sind zudem in der Lage, gezieltere Fragen zu stellen und strukturierter zu untersuchen. Denn Schmerzen und Beschwerden sind einerseits von Mensch zu Mensch unterschiedlich und darüber hinaus auch nicht immer gleich: Am Abend sind sie oft anders als am Morgen und in der Bewegung wiederum anders als in Ruhe. Ist durch die Therapie letztendlich eine Schmerzlinderung erreicht, bekommen Betroffene zusätzlich Wege aufgezeigt, wie sie auch im täglichen Leben ihren Zustand eigenständig erhalten und sogar noch weiter verbessern können. “Schließlich soll der Patient auch in Zukunft aktiver am Leben teilnehmen können”, betont Eva Schulte.

Mehr als gegen “Rücken”

Ob Schmerzen im Rücken, Nacken, Kieferbereich, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden an Hüfte und Knie, schmerzhafte Gelenks- und Muskelprobleme, eingeklemmte Nerven oder Sehnen: Die OMT kann in den meisten Fällen durch allumfassende, ganzheitliche Untersuchungen und Behandlungen für nachhaltige und langfristige Schmerzlinderung, verbesserte Beweglichkeit und positive Körperwahrnehmung sorgen. Dies gelingt, weil die speziell ausgebildeten Orthopädischen Manualtherapeuten die wahren Ursachen im komplexen Körpersystem finden und langfristig therapieren. Sie behandeln nicht nur vordergründig und damit meist kurzfristig die Schmerzregion. Der ganzheitliche und individuell maßgeschneiderte Behandlungsansatz vereint Orthopädische Medizin, Chiropraktik, Osteopathie, Sportphysiotherapie, medizinisches Training und vieles mehr und bringt alle Systeme des Körpers wieder in Einklang – über den Bewegungsapparat hinaus. Auch Organbeschwerden werden durch OMT-Therapeuten mit einbezogen und können zum Teil gelindert werden.

Erfolgreiche Therapie wie aus Meisterhand

Der Orthopädische Manualtherapeut findet – nicht zuletzt aufgrund seiner wissenschaftlich fundierten Ausrichtung und nachweislichen Therapieerfolge – immer mehr Beachtung und Anerkennung; auch in schulmedizinischen Kreisen. Zu Recht, denn die Ausbildung ist lang, sehr anspruchsvoll und schließt mit einem internationalen Examen – vergleichbar eines Meisterabschlusses – ab. Die OMT hat sich Mitte der 1970er Jahre in Kanada und den USA entwickelt und weltweit verbreitet. In Deutschland gibt es momentan circa 500 OMT-Therapeuten, die im Anschluss an die Ausbildung zum Physiotherapeuten und einer Weiterbildung in “Manueller Therapie (MT)” in international zertifizierten Fortbildungsprogrammen berufsbegleitend über 2 bis 3 Jahre mehr als 660 Stunden Weiterbildungen und diverse Prüfungen absolviert haben. Inhalte der Weiterbildung sind neben manuellen Techniken und Untersuchungstechniken wissenschaftliches Arbeiten, Supervisionen, Kommunikation und vieles mehr. So können durch die Verknüpfung der eigentlichen Behandlungspraxis mit hochaktuellen Themen wie der klinischen Entscheidungsfindung (Clinical Reasoning) und der Einbeziehung klassischer Beurteilungsprozesse aus der modernen Schulmedizin körperliche Beschwerden noch schneller lokalisiert und eine umfassende Anamnese erstellt werden. Studien wie die des Medical Centre der Universität von Amsterdam bestätigen, dass eine Orthopädische Manuelle Therapie zügiger zu einer wahrnehmbaren Verbesserung führt und die Behandlung dadurch weniger kostenintensiv ausfallen lässt, als es für eine herkömmliche Physio- oder Schmerztherapie üblich ist. “Wir wollen mit den Patienten arbeiten, aber immer auch in Verbindung mit den Ärzten und anderen am Gesundheitsprozess Beteiligten”, macht Eva Schulte die Verknüpfung von Medizin und OMT deutlich. “Es geht darum Hand in Hand an den Problemen zu arbeiten.”

Für Patienten ist daher ein genauer Blick in die Qualifikationen und Weiterbildung der Therapeuten der Umgebung durchaus sinnvoll. Weitere Infos zur Orthopädischen Manuellen Therapie (OMT) und Therapeuten in Wohnortnähe: www.pro-omt.de

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