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Gemüsesaft im Trend

Vielseitig, gesund und einfach selbstgemacht

Verbraucher und Verbraucherinnen trinken mehr Gemüsesaft. Zumindest wird mehr gekauft: Im Jahr 2025 ist der Absatz um rund zehn Prozent gestiegen. Dennoch bleibt er mit durchschnittlich 2,2 Litern pro Kopf weiterhin auf niedrigem Niveau, berichtet der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie.

Gemüsesaft gilt grundsätzlich als sinnvolle Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung. Auch wenn der gekaufte Saft im Vergleich zu frischem Gemüse kaum noch Ballaststoffe enthält, weil die festen Rückstände nach dem Entsaften nicht in der Verpackung landen. Dennoch liefert er wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Aufgrund ihres hohen Energiegehalts sollten Gemüse- und Fruchtsäfte jedoch nur in Maßen konsumiert oder idealerweise als Schorle (ein Teil Saft, drei Teile Wasser) verdünnt werden.

Das Angebot an Gemüsesäften ist vielfältig – von Roter Bete über Sauerkraut bis hin zu Tomate und Möhre. Ein Blick auf das Etikett lohnt sich, da einige Produkte relativ viel Zucker oder Salz enthalten. Wer die Säfte selbst zubereitet, kann sie an den persönlichen Geschmack anpassen und auch Reste aus dem Kühlschrank verwerten. Dazu werden die Zutaten zerkleinert, mit Wasser püriert und anschließend durch ein feines Sieb gestrichen. Praktisch und besonders nährstoffschonend ist die Verwendung eines Kaltentsafters („Slow Juicer“).

In vielen Rezepten wird das Gemüse (zum Beispiel Spinat, Gurke, Staudensellerie, Brokkoli oder Möhre) mit etwas Obst (zum Beispiel Apfel, Birne, Banane oder Orange) gemischt. Gewürze wie Ingwer und Chili sowie frische Kräuter sorgen für zusätzliche Aromen. Für eine bessere Aufnahme fettlöslicher Vitamine wie Vitamin A kann dem Saft ein wenig Pflanzenöl zugefügt werden. In einer verschlossenen Glasflasche bleibt frisch zubereiteter Saft im Kühlschrank etwa zwei bis drei Tage lang haltbar.

Bei der Kombination der Zutaten darf experimentiert werden: Möhre harmoniert hervorragend mit Apfel und Kurkuma, während Rote Bete gut zu Orange und Ingwer passt. Bei Kindern sind mild-süßliche Säfte besonders beliebt – etwa Gurke mit Apfel, Birne und Minze.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

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Gemüse: Auch flüssig ein Genuss

Leitsätze für Gemüsesaft und Gemüsenektar

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenGemüse kann man nicht nur roh, gedünstet oder gekocht essen, man kann es auch in flüssiger Form als Saft oder Nektar trinken. Besonders beliebt ist zum Beispiel Tomatensaft, der vor allem beim Fliegen gut schmeckt. Ist es immer Saft, der ins Glas kommt oder doch Nektar? Worin unterscheiden die sich eigentlich? Wie ist Gemüsesaft beschaffen und wie Gemüsenektar? Das beschreiben die Leitsätze der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission.

Während Gemüsesaft unverdünnt ist, enthält Gemüsenektar zusätzlich zu einem Mindestgehalt von 40 Prozent Gemüsesaft und/oder -mark auch zugesetztes Wasser. Für den leichteren Transport kommt oft das Verfahren des Konzentrierens zum Einsatz – also das schonende physikalische Abtrennen eines Teils des natürlichen Wassergehalts. Danach wird die bei der Konzentrierung entzogene Menge an Wasser wieder hinzugefügt. Da tiefgefrorenes Gemüse mit seinen frisch geernteten Verwandten qualitativ vergleichbar ist, wird es ebenfalls zur Herstellung von Gemüsesäften und -nektaren verwendet.

Zur Haltbarmachung werden ausschließlich physikalische Verfahren eingesetzt. Stoffe wie z. B. L-Ascorbinsäure können zum Schutz vor Oxidation verwendet werden. Auch Zutaten für die geschmackliche Optimierung sind verkehrsüblich, seien es Salz, Essig, Honig, Zuckersirup oder Gewürze und Kräuter.

Bei den Beschaffenheitsmerkmalen sind die Leitsätze weniger tolerant: Gemüsesaft oder -nektar hat prinzipiell dieselbe charakteristische Farbe, das Aroma und den Geschmack der betreffenden Gemüseart, andernfalls gilt er als wertgemindert. Und: Zum ungetrübten Genuss gehört auch die Tatsache, dass Höchstwerte in den Leitsätzen beschrieben werden, z. B. für den Säuregehalt. Auch die Mischungen verschiedener Säfte werden beschrieben, wie für Gemüsesaft-Cocktails.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Die vollständigen Leitsätze und Informationen zur Arbeit der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission finden Sie unter www.deutsche-lebensmittelbuch-kommission.de

In loser Reihenfolge stellen wir im BZfE-Newsletter einige Leitsätze der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission vor: „So steht’s im Deutschen Lebensmittelbuch“. Die Geschäftsstelle des Sekretariats der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission (DLMBK) ist im Bundeszentrum für Ernährung angesiedelt.

http://www.bzfe.de/inhalt/gemuesesaefte-31667.html

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