Archiv der Kategorie: Herz

Herz-Kreislauf-Erkrankungen – frühere Diagnose durch Molekulare Bildgebung

Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzrhythmusstörungen zählen zu den häufigsten Todesursachen in den Industrieländern. Neue Verfahren der Molekularen Bildgebung ermöglichen nun ein besseres Verständnis ihrer Ursachen und ihres Verlaufs. Dadurch wird zukünftig eine frühere und genauere Diagnose möglich und schwere Folgeschäden können vermindert oder sogar vermieden werden.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news471797

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V., Informationdienst Wissenschaft (idw)

 

Immer mehr übergewichtige Kinder: Tägliche Sportstunde beugt Herzproblemen vor

Schüler, die täglich eine Stunde Sportunterricht haben, sind nicht nur fitter und körperlich leistungsfähiger als ihre weniger aktiven Altersgenossen. Sie leiden auch weniger häufig an Übergewicht. Damit sind sie auch vor Herz-Kreislauf-Risiken besser geschützt. Die positiven Langzeit-Effekte gezielter Bewegungsförderung in der Schule zeigt eine Leipziger Studie.

Weitere Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news471753

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V., Informationsdienst Wissenschaft (idw)

MDC-Forscher entdecken neuen Mechanismus für Herzmuskelerkrankung

Bei Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien) ist die Pumpfunktion des Herzens eingeschränkt und der Körper wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Jetzt sind Prof. Michael Gotthardt und Prof. Norbert Hübner vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch mit Kollegen in den USA einem molekularen Entstehungsmechanismus für diese lebensbedrohlichen Erkrankungen auf die Spur gekommen. Sie konnten zeigen, dass Titin, ein riesiges Protein im Herzen, bei besonders schweren Formen der Kardiomyopathie durch den Funktionsverlust eines Helferproteins in seinem Aufbau so verändert wird, dass das Herz schwächelt (Nature Medicine, doi http://dx.doi.org/10.1038/nm.2693)*.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news470141

Quellen: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Neu entdeckter Mechanismus erklärt, warum Übergewicht das Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko erhöht

Unter Führung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) hat ein Wissenschaftlerteam einen bislang unbekannten molekularen Mechanismus aufgedeckt, der erklären kann, warum krankhaftes Übergewicht* mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Wie die Forscher zeigen, führt der bei krankhaftem Übergewicht erhöhte Insulinspiegel zu einem verminderten Spiegel des atrialen natriuretischen Peptids (ANP). Hierbei handelt es sich um einen Botenstoff, der im Herz gebildet wird und blutdrucksenkend wirkt.

Mehr Infos unter  http://www.idw-online.de/de/news469565

Quellen: Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Rotwurz-Salbei schützt das Herz

Diabetes-Patienten mit koronarer Herzkrankheit könnten profitieren

Die Herzen von Diabetes-Patienten sind besonders gefährdet, da ihr Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln, erhöht ist. Chinesische Wissenschaftler haben im Rahmen einer (vorläufigen) kontrollierten Studie Hinweise auf die herzschützenden Eigenschaften des Rotwurzel-Salbeis gefunden.

Mehr dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/rotwurz-salbei-staerkt-die-herzen.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Atemlosigkeit: Zeit, die Symptome zu erkennen – Zeit, zu reagieren

Um die Bekanntheit für die lebensbedrohliche Herz-Lungenerkrankung Pulmonale Hypertonie (Lungenhochdruck) zu erhöhen und das Bewusstsein der Öffentlichkeit dafür zu stärken, wird zum Tag der Seltenen Erkrankungen die europaweite Kampagne „Breathtaking“ – ,“Atemlosigkeit“ – gestartet.

Zum Tag der Seltenen Erkrankungen, am 29. Februar, will eine Kampagne auf eine wenig bekannte, lebensbedrohliche Erkrankung aufmerksam machen: Pulmonale Hypertonie (PH). Im Besonderen auf die seltene Form Arterielle Pulmonale Hypertonie (PAH). Überall in Europa finden Veranstaltungen statt, um die Kampagne zu stärken und damit ein Bewusstsein für eine Erkrankung zu schaffen, die zu Herzversagen und letztendlich zum Tode führen kann.

In Deutschland startet der Selbsthilfeverein pulmonale hypertonie e. v. aus Rheinstetten deshalb eine Plakataktion mit dem Titel „Atemlosigkeit, blaue Lippen, Erschöpfung“. Vom 24. Februar bis zum 12. März werden insgesamt 1.500 Poster in den Städten Karlsruhe, Frankfurt, Leverkusen, Berlin, München und Hamburg auf PH aufmerksam machen. „Die Aktion soll dazu beitragen, die Bekanntheit dieser tückischen Krankheit zu steigern“, erklärt Heinrich Kowalski, 2. Vorsitzender von pulmonale hypertonie e.v. „Ziel ist es, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und Betroffenen durch Verständnis sowie Aufklärung beizustehen.“

Quellen:

Übermittelt durch www.pr-gateway.de

Kontakt: pulmonale hypertonie e.v., Heinrich Kowalski, 2. Vorsitzender ph e.v., Wormser Str. 20, 76287 Rheinstetten, 0721-3528 381, www.phev.de, info@phev.de

Pressekontakt: Durian GmbH, Michaela Düngen, Tibistr. 2, 47051 Duisburg, duengen@durian-pr.de, 0203-346783-0, http://www.durian-pr.de

 

Nach Herzinfarkt oder Schlaganfall viel trinken?

Wie die Westfälische Wilhelms-Universität Münster jetzt mitteilt, haben Studien ergeben, dass derjenige, der nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall viel trinkt, das Rückfall-Risiko reduziert.

Quelle: http://idw-online.de/de/news462274

Allerdings gilt das nicht generell. Bei Nierenleiden oder Herzschwäche kann zu viel trinken gefährlich werden. Auf jeden Fall sollte die Trinkmenge gut mit dem Therapeuten abgeklärt und abgewogen werden. Auch darauf weist die Veröffentlichung hin.

Josef Senn, Redaktion mediportal-online

Herzkranke:Vorsicht im Winter

Die Deutsche Herzstiftung e.V. warnt aktuell vor den Gefahren der extrem kalten Temperaturen für Herzkranke. Und gibt Tipps, auf was man achten sollte.

Hier geht’s zum Artikel: „Welche Herzpatienten müssen bei Kälte vorsichtig sein?“

Josef Senn, Redaktion mediportal-online

 

Gestörter Lipidhaushalt in Mitochondrien kann Kardiomyopathie verursachen

Störungen im Lipidhaushalt der Mitochondrien* und die damit verbundene funktionelle Beeinträchtigung der mitochondrialen Membranproteine sind mögliche Ursachen von Kardiomyopathien*. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München, die aktuell im Fachjournal The American Journal of Human Genetics publiziert wurden und unterstreicht damit die Bedeutung von Lipidmembranen für den Energiestoffwechsel.

Störungen im Fettstoffwechsel und der Lipidmembranen von Mitochondrien* beeinträchtigen die zelluläre Energiegewinnung und können zu Kardiomyopathien* führen. Das hat Dr. Holger Prokisch vom Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München in enger Zusammenarbeit mit Dr. Hans Mayr vom Universitätsklinikum Salzburg bei der Untersuchung der Genetik des Sengers-Syndroms* herausgefunden. Die Wissenschaftler hatten alle 20.000 Gene eines Sengers-Patienten der Universität Freiburg sequenziert, um die genetische Ursache der Erkrankung zu entschlüsseln.

„Unsere Arbeit beschreibt nicht nur eine genetische Ursache des Sengers-Syndroms, sie betont zudem die Wichtigkeit des Lipidstoffwechsels: Störungen haben gravierende Auswirkungen auf das Mitochondrium und die gesamte Zelle“, so Prokisch. Die Wissenschaftler werden nun die Lipidkomponenten und deren Dynamik in biologischen Membranen genauer bestimmen, um ihre Bedeutung im Energiestoffwechsel besser zu verstehen. Daraus könnten sich Zusammenhänge mit weiteren menschlichen Erkrankungen und Ansatzpunkte für neue Therapien ergeben.

Weitere Informationen

Hintergrund

* Mitochondrien: Zellorganelle, die der Energiegewinnung in der Zelle dienen. Diese erfolgt an der inneren der beiden mitochondrialen Lipidmembranen.

* Kardiomyopathien: Erkrankungen des Herzmuskels.

* Sengers Syndrom: autosomal rezessiv vererbte Erkrankung, die sich durch kongenitalen Katarakt, hypertrophische Kardiomyopathie, mitochondriale Myopathie und Laktatazidose auszeichnet, meist ohne Beteiligung des zentralen Nervensystems. Weltweit sind etwa 50 Fälle dokumentiert.

Original-Publikation:

Mayr, J.A. et al. (2012). Lack of the mitochondrial protein acylglycerol kinase causes Sengers syndrome, American Journal of Human Genetics, Online ahead of print

Link zur Fachpublikation: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0002929711005404

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 17 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören.  www.helmholtz-muenchen.de

Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 460 Professorinnen und Professoren, 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (einschließlich Klinikum rechts der Isar) und 25.000 Studierenden eine der führenden technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunktfelder sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin und Wirtschaftswissenschaften. Nach zahlreichen Auszeichnungen wurde sie 2006 vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Exzellenzuniversität gewählt. Das weltweite Netzwerk der TUM umfasst auch eine Dependance in Singapur. Die TUM ist dem Leitbild einer unternehmerischen Universität verpflichtet. www.tum.de

Institut für Humangenetik des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München: Das Institut beschäftigt sich mit der Identifizierung von Erkrankungsgenen und der Charakterisierung ihrer Funktionen. Zentrales Ziel ist es, krankheitsrelevante Genvarianten bei Mensch und Maus zu finden sowie Techniken zur Chromosomenanalyse und neue Methoden für die Bearbeitung spezifischer Fragestellungen im Bereich der prä- und postnatalen Diagnostik und der Tumorzytogenetik zu entwickeln.

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg, www.helmholtz-muenchen.de, Aufsichtsratsvorsitzende: MinDir´in Bärbel Brumme-Bothe, Geschäftsführer: Prof. Dr. Günther Wess und Dr. Nikolaus Blum, Registergericht: Amtsgericht München HRB 6466, USt-IdNr: DE 129521671