Schlagwortarchiv: Echinacea

Echinacea bei Atemwegsinfekten: Was die Forschung über die Heilpflanze heute weiß

Echinacea bei Atemwegsinfekten: Was die Forschung über die Heilpflanze heute weiß

Die Bioresonanz-Redaktion erläutert: Neue Studien rücken Echinacea in den Fokus

Aktuelle Studien zeigen: Echinacea kann die körpereigene Immunantwort beeinflussen und wird deshalb seit vielen Jahren zur Unterstützung bei Atemwegsinfekten eingesetzt. Wissenschaftler sehen Hinweise auf einen möglichen Nutzen – betonen jedoch, dass die Wirkung von der Qualität und Zusammensetzung des jeweiligen Präparats abhängt. Die Bioresonanz-Redaktion fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen.

Kaum beginnt die Erkältungssaison, steigt das Interesse an pflanzlichen Mitteln zur Unterstützung des Immunsystems. Besonders Echinacea – besser bekannt als Sonnenhut – gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Heilpflanzen im Zusammenhang mit Atemwegsinfekten. Millionen Menschen greifen bei den ersten Anzeichen einer Erkältung zu Präparaten mit Echinacea. Doch was macht die Pflanze so besonders, und was sagt die moderne Wissenschaft über ihre Wirkung?

Echinacea – eine Heilpflanze mit langer Geschichte

Die verschiedenen Echinacea-Arten stammen ursprünglich aus Nordamerika und wurden bereits von den indigenen Völkern als Heilpflanzen genutzt. Heute werden insbesondere Echinacea purpurea, Echinacea angustifolia und Echinacea pallida medizinisch verwendet. Ihre Wurzeln und oberirdischen Pflanzenteile enthalten zahlreiche bioaktive Pflanzenstoffe. Diese natürlichen Inhaltsstoffe stehen seit vielen Jahren im Mittelpunkt der immunologischen Forschung. Dabei wird Echinacea heute weniger als klassischer „Immun-Booster“, sondern vielmehr als Immunmodulator betrachtet – also als Pflanze, die natürliche Immunprozesse unterstützen und regulieren kann.

Warum Atemwegsinfekte ein wichtiges Gesundheitsthema bleiben

Akute Atemwegsinfekte zählen weltweit zu den häufigsten Erkrankungen. Erwachsene leiden durchschnittlich zwei- bis viermal pro Jahr unter Erkältungen, Kinder sogar deutlich häufiger. Die meisten Infekte werden durch Viren verursacht und klingen innerhalb weniger Tage bis Wochen von selbst ab. Dennoch verursachen sie jährlich Millionen von Fehltagen im Beruf und stellen eine erhebliche Belastung für das Gesundheitssystem dar.

Vor diesem Hintergrund wächst das Interesse an Maßnahmen, die den Körper in dieser Zeit sinnvoll unterstützen können.

Was die Forschung heute weiß

Echinacea gehört zu den am intensivsten untersuchten Heilpflanzen weltweit. Dennoch fällt das wissenschaftliche Gesamtbild differenziert aus.

Die bislang bedeutendste wissenschaftliche Auswertung stammt von der unabhängigen Cochrane Collaboration. Für den systematischen Review wurden 24 randomisierte, placebokontrollierte Studien mit insgesamt 4.631 Teilnehmerinnen und Teilnehmern analysiert.

Das Ergebnis: Ein eindeutiger Nachweis, dass Echinacea Erkältungen zuverlässig verhindert oder deren Dauer deutlich verkürzt, konnte zwar nicht eindeutig erbracht werden. Gleichzeitig zeigte jedoch die Mehrzahl der Studien einen positiven Trend zugunsten von Echinacea. Die Autoren kommen deshalb zu dem Schluss, dass einzelne Präparate einen gewissen Nutzen haben könnten.

Als Schwierigkeitsgrad für die Beurteilung nennen die Forscher die große Vielfalt der untersuchten Präparate. Unterschiedliche Pflanzenarten, Pflanzenteile, Extraktionsverfahren und Dosierungen erschweren einen direkten Vergleich der Studien erheblich. (1)

Auch neuere wissenschaftliche Übersichtsarbeiten bestätigen dieses Bild. Eine 2019 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse kam zu dem Ergebnis, dass bestimmte standardisierte Echinacea-Präparate sowohl vorbeugend als auch zu Beginn einer Erkältung positive Effekte zeigen können. Gleichzeitig weisen die Autoren darauf hin, dass weitere hochwertige klinische Studien erforderlich sind, um die Ergebnisse eindeutig zu bestätigen. (2)

Eine weitere internationale Metaanalyse (ERA-PRIMA), veröffentlicht im Jahr 2024, wertete 30 klinische Studien mit insgesamt 5.652 Probanden aus. Die Autoren fanden Hinweise darauf, dass standardisierte Echinacea-Präparate das Risiko wiederkehrender Atemwegsinfektionen senken und dadurch möglicherweise auch den Einsatz von Antibiotika reduzieren könnten. Gleichzeitig betonen sie ausdrücklich, dass diese Ergebnisse nicht auf alle verfügbaren Echinacea-Produkte übertragbar sind. (3)

Qualität entscheidet

Ein wichtiger Aspekt wird in der öffentlichen Diskussion häufig übersehen: Nicht jedes Echinacea-Präparat enthält dieselben Wirkstoffmengen. Bereits kleine Unterschiede bei Pflanzenart, Anbau, Erntezeitpunkt oder Herstellungsverfahren verändern die Zusammensetzung der enthaltenen bioaktiven Stoffe erheblich. Deshalb empfehlen Wissenschaftler, Ergebnisse einzelner Studien ausschließlich auf die jeweils untersuchten standardisierten Präparate zu beziehen.

Natürliche Unterstützung – keine Wunderwirkung

Die heutige wissenschaftliche Einschätzung fällt ausgewogen aus. Echinacea gilt nicht als Wundermittel gegen Erkältungen und ersetzt weder medizinische Diagnostik noch notwendige Therapien. Gleichzeitig sprechen zahlreiche Laboruntersuchungen und mehrere klinische Studien dafür, dass bestimmte standardisierte Präparate die natürliche Immunantwort unterstützen und bei einigen Menschen einen positiven Einfluss auf den Verlauf von Atemwegsinfekten haben können.

Hinweis aus der Bioresonanz – Redaktion

Phytotherapie ist bei vielen Menschen sehr beliebt. Welche Bedeutung die Phytotherapie für uns heute hat und wie sich das ideal ergänzen lässt, erläutert die Bioresonanz-Redaktion in dem Beitrag: Phytotherapie – ihre Bedeutung und Ergänzungsmöglichkeiten mit der Bioresonanz.

Wissenschaftliche Quellen:

(1) Cochrane Database of Systematic Reviews (2014)
Shah SA et al. Echinacea for preventing and treating the common cold. DOI: 10.1002/14651858.CD000530.pub3
Cochrane: https://www.cochrane.org/evidence/CD000530_echinacea-preventing-and-treating-common-cold
PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24554461/
(2) David S, Cunningham R. (2019)
Echinacea for the prevention and treatment of upper respiratory tract infections: A systematic review and meta-analysis. Complementary Therapies in Medicine, 44, 18–26. DOI: 10.1016/j.ctim.2019.03.011
PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31126553/
(3) Schapowal A. et al. (2024)
Echinacea Reduces Antibiotics by Preventing Respiratory Infections: A Meta-Analysis (ERA-PRIMA).
PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38667040/

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt.

Die Redaktion von www.bioresonanz-zukunft.de veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.

Kontakt
bioresonanz-zukunft, M+V Medien- und Verlagsservice Germany UG (haftungsbeschränkt)
Michael Petersen
Ried 1e
88161 Lindenberg
01714752083
92347c85e5ef2653b816b811b241e341549115de
https://www.bioresonanz-zukunft.de/

Pflanzliches Darmmittel aus der Schatzkiste der Natur

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Indische Echinacea hilft auch bei Darmentzündung

Patienten, die an chronischer Darmentzündung (Colitis ulcerosa) leiden, werden standardmäßig mit Mesalazin behandelt. Nicht alle sprechen jedoch auf das entzündungshemmende Medikament an. In dem Fall weicht man auf sog. systemische Steroide aus, die jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sein könnten.

In einer vor zwei Jahren durchgeführten randomisierten Studie konnte ein Team chinesischer und US-amerikanischer Wissenschaftler aufzeigen, dass ein Andrographis paniculata-Extrakt (HMPL-004) nach acht Wochen Einsatz bei Colitis ulcerosa-Patienten genauso wirksam war wie das Standardmedikament Mesalazin [1]. Nun wiederholte das Forscherteam die Studie – diesmal unter Verwendung einer Placebokontrolle [2].

Weitere Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/pflanzliches-darmmittel-aus-der-schatzkiste-der-natur.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Von Echinacea bis Weißbier

Gesundheitsportal PhytoDoc nimmt Geheimtipps zur Immunstärkung unter die Lupe

Ich habe da einen ganz sicheren Tipp! So beginnen viele Hinweise auf die „Super-Stars“ der Immunabwehr-Mittel. Aber welche davon wirken tatsächlich? PhytoDoc nimmt Echinacea, Zistrose, Propolis und Zink unter die Lupe und schaut auch bei den Studienergebnissen hinter die Kulisse. Als interessant für die Abwehrstärkung entpuppte sich außerdem Weißbier.

Echinacea:

Es gibt drei medizinisch interessante Echinacea-Arten: E. purpurea, E. pallida und E. angustifolia. Die Unterschiede zwischen ihnen sind groß. Zudem werden manchmal die Wurzeln, manchmal der oberirdische Spross verarbeitet – dies alles mit verschiedenen Dosierungen der Präparate. „Es gibt immer noch eine Menge unbeantwortete Fragen“, fasst daher auch Edzard Ernst, Professor für Komplementärmedizin an der Universität Exeter, die Situation zusammen. Nach einer Metaanalyse, die sein Forscherteam 2007 vornahm, zieht er allerdings trotzdem eine vorsichtige positive Bilanz: „Es ergibt sich ein positives Urteil. Echinacea verkürzt die Dauer und verhindert den Ausbruch von Erkältungen, wenn auch nur marginal im Vergleich zu Placebos.“ Weitere Meinungen: Wissenschaftler der Universität Wisconsin kamen 2010 nach einer groß angelegten Studie zu dem Schluss, dass der Erkältungsschutz im Placebobereich liege. Nur drei Jahre zuvor vermeldeten Wissenschaftler von der University of Connecticut (USA) nach der Auswertung von 14 Studien allerdings ein völlig anderes Resultat: Echinacea reduziere das Erkältungsrisiko um 60 Prozent. Damit widersprachen sie wiederum Kollegen der Stanford-Universität, die im Jahr 2005 in einer Meta-Studie 322 Publikationen untersucht hatten, darunter neun Placebo-kontrollierte klinische Studien. Das Ergebnis: Echinacea zeige keinerlei immunstimulierende Wirkung. Solch widersprüchliche Datenlagen sind kein Zufall. Denn das Ergebnis einer solchen Studie hängt von diversen Faktoren ab: zum einem vom Studiendesign (Kontrollgruppen etc.), zum anderen auch wie eine Erkältung und das entsprechende Stadium überhaupt definiert wird.

Zistrose

Ein pflanzlicher Hoffnungsträger, dem derzeit viel Beachtung geschenkt wird, ist die Zistrose oder Cistus incanus ssp. tauricus. Erfolge verbuchte hier der Virologe Professor Stephan Ludwig von der Universität Münster. Mit einem Extrakt aus der Graubehaarten Zistrose konnte er einige Erkältungs- und auch echte Grippeviren im Reagenzgefäß daran hindern, in Zellen einzudringen. Ludwig: „Vielleicht haben wir mit der Zistrose sogar ein Mittel gefunden, um eine künftige Grippe-Pandemie einzudämmen.“ Auch eine klinische Studie an der Berliner Charité zeigte eine viel versprechende Wirkung der Zistrose bei bereits bestehenden Erkältungen. Zur vorbeugenden Wirkung von Cystus wurden bisher allerdings noch keine Humanstudien durchgeführt.

Propolis

Bei Propolis empfiehlt PhytoDoc-Experte Prof. Dr. Heinz Schilcher das Bienenharz als „bei guter Qualität, galenischer Aufbereitung und Standardisierung mit hoher Wahrscheinlichkeit wirksam – bei Abwehrschwäche und zur  Aktivierung des Immunsystems“. Für den Hausgebrauch empfehlen sich, vor allem im Winter, 10 Tropfen Propolislösung täglich zur Immunstärkung (kurmäßig über mehrere Wochen) einzunehmen. Sollte es dennoch zur Erkältung kommen, helfen bis zu fünfmal täglich je 10 Tropfen, die Erkältung zu lindern. Allerdings sei noch darauf hingewiesen, dass Propolis Kontaktallergien auslösen kann. Etwa fünf Prozent der Menschen sind gegen Propolis allergisch. Deshalb sollte man vor der ersten Anwendung einen Allergietest machen: einfach eine kleine Stelle am Unterarm mit Propolis behandeln. Treten innerhalb von 24 Stunden Hautreaktionen wie Rötung oder Juckreiz auf, so ist der Test positiv, und man sollte auf jede weitere Anwendung verzichten.

Wie streiten sich die Experten zum Thema Zink? Mehr dazu unter http://www.phytodoc.de/aktuelles

Was es sonst noch zu entdecken gab?

Eine Studie an Marathonläufern, die der Münchner Sportmediziner Dr. Johannes Scherr durchführte, ergab ein ungewöhnliches Ergebnis. Die Läufer, die wegen der körperlichen Überbelastung oft ein anfälliges Immunsystem haben, tranken drei Wochen lang täglich 1,5 Liter Weißbier. Dadurch konnte  die Zahl der Infekte der Atemwege um ein Drittel reduziert werden. Verantwortlich hierfür sind offenbar die im Bier enthaltenen Polyphenole. Es handelte sich bei dem Experiment allerdings um alkoholfreies Weißbier. Denn „normales“ Weißbier würde zu viel Alkohol enthalten: nämlich 4 Gramm auf 100 ml oder 20 Gramm auf einen halben Liter.

 Mehr bei PhytoDoc: Details zu den einzelnen Heilpflanzen und  ihren Wirkungen unter: http://www.phytodoc.de/heilpflanzen/, Im Blog können aktuelle Diskussionen verfolgt werden. Blog: http://www.phytodoc.de/blog/. Umfrage: Wie halten Sie sich in der kalten Jahreszeit fit? Umfrage unter www.phytodoc.de.  PhytoDoc bei Facebook. http://www.facebook.com/pages/PhytoDoc-Ihr-Naturheilkunde-Portal/126125370787555

Quellen:

Übermittelt durch www.pr-gateway.de

Kontakt/Verfasser:

phytodoc, Corinna Heyer, Siemensstr. 38, 69123  Heidelberg, 06221-894669-5,  ww.phytodoc.de, info@phytodoc.de

Pressekontakt: phytodoc Pressekontakt, Claudia Burkhardt, presse@phytodoc.de,        030-20188565