Archiv für den Monat: März 2012

Erstaunliche Leistung: 30 Jahre biologische Krebsabwehr

Seit dreißig Jahren setzt sich die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. für die biologischen Heilmethoden bei Krebserkrankungen ein. Sie berät Patienten und Ärzte rund um dieses Thema. Was ursprünglich mit einer kleinen Gruppe von sechsundzwanzig Ärzten und Wissenschaftlern begann, ist heute eine Organisation mit über 20.000 Mitgliedern und Förderern. Die Gesellschaft hat damit nicht nur Gewicht, sondern ganz entscheidend mit zur Verbreitung dieser sehr begrüßenswerten Methoden der komplementären Onkologie beigetragen. Diese Pionierleistung verdient höchsten Respekt.

Josef Senn, Redaktion mediportal-online

Wüstenpflanze bei Diabetes?

Laborversuch mit vielversprechenden Hinweisen

In den trockenen Gebieten Vorderasiens und Nordafrikas wächst Samwa oder Sameva (Cleome droserifolia), die traditionell als Heilpflanze für verschiedene Krankheiten eingesetzt wird. Die Beduinen der südlichen Sinai-Halbinsel wenden sie zur Behandlung von Diabetes an. Ägyptische Wissenschaftler haben nun versucht, die traditionelle Heilanwendung mit wissenschaftlichen Daten zu untermauern (1).

Mehr Infos unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/antidiabetische-wirksamkeit-von-wuestenpflanzen.html

Quelle: Carstens-Stiftung

 

DIRECT – Gemeinsam gegen Diabetes

Personalisierte Medizin im Bereich Diabetes ist das Ziel von DIRECT*, einer Initiative von Partnern aus Forschung und Pharmaindustrie, unter anderem dem Helmholtz Zentrum München. Startschuss für das von der Innovative Medicines Initiative (IMI)* geförderte Projekt war der erste Februar. Insgesamt 45 Millionen Euro stehen zur Verfügung, um die Entwicklung von Medikamenten und Therapien gegen Diabetes zu forcieren. 2,4 Millionen Euro davon erhält das Helmholtz Zentrum München.

Als eine der großen Volkskrankheiten ist Diabetes einer Forschungsschwerpunkte des Helmholtz Zentrums München. Deswegen ist das Helmholtz Zentrum München eine von 21 akademischen und vier pharmazeutischen Institutionen, die sich an der DIRECT*-Initiative beteiligen.

Ziel von DIRECT* ist die Definition verschiedener Subtypen von Typ-2-Diabetes mellitus, das Auffinden und Entwickeln von Biomarkern oder Testverfahren für die frühzeitige Diagnose und die Etablierung möglicher personalisierter Therapien. Dazu werden die etwa 150 Wissenschaftler aus neun Forschungsgebieten gemeinsam phänotypische und genetische Daten von über 100.000 Proben von Typ-2-Diabetes-Patienten auswerten. Das Projekt wird von der Innovative Medicines Initiative (IMI) gefördert und hat eine Laufzeit von sieben Jahren.

Am Helmholtz Zentrum München tragen vor allem das Genomanalysezentrum unter der Leitung von Prof. Dr. Jerzy Adamski, die Abteilung für Molekulare Epidemiologie unter der kommissarischen Leitung von Prof. Dr. Annette Peters und die Arbeitsgruppe Diabetische Epidemiologie mit der Leiterin Dr. Barbara Thorand zum Gelingen des Projektes bei. Sie werden sich vor allem der genomischen, epigenomischen und metabolischen Fragestellungen annehmen und die Auswahl und Validierung der Biomarker voranbringen.

Weitere Informationen

Hintergrund

*DIRECT: Diabetes REsearCH for patient stratification (http://www.direct-diabetes.org)

*IMI: Die Innovative Medicines Initiative (IMI) ist eine gemeinsame Initiative der Europäischen Union und des europäischen Verbandes der pharmazeutischen Industrie EFPIA. Ziel ist die Entwicklung innovativer, sicherer Medikamente, um die pharmazeutische Innovation in Europa zu beschleunigen. (www.imi.europa.eu)

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören.  www.helmholtz-muenchen.de

Das Diabetes Research Department (DRD) am Helmholtz Zentrum München versteht Diabetes als System, bei dem Genetik und Umwelteinflüsse – insbesondere der Lebensstil – zusammen kommen. Im Fokus steht dabei ein integrierter Forschungsansatz, der Grundlagen- und klinische Forschung eng verzahnt. Ziel ist es neue Therapie-, Präventions und Diagnosewege zu finden. Deswegen arbeitet das Forschungszentrum eng mit den beiden Münchner Universitäten zusammen. www.helmholtz-muenchen.de/drd

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg, www.helmholtz-muenchen.de, Aufsichtsratsvorsitzende: MinDir´in Bärbel Brumme-Bothe, Geschäftsführer: Prof. Dr. Günther Wess und Dr. Nikolaus Blum, Registergericht: Amtsgericht München HRB 6466, USt-IdNr: DE 129521671

 

Rückenschmerzen – die wirklichen Ursachen

Zum Tag der Rückengesundheit am 15. März (Teil 5)

Sehr viele Frauen leiden jeden Monat an Menstruationsbeschwerden. Auch sehr junge Frauen kennen das. An den Organen sieht man in den meisten Fällen nichts. Bei diesem Beschwerdebild weiß man inzwischen, dass das oft mit gestörten Hormonverhältnissen zusammen hängt. Und jetzt kommt´s: Im Laufe der Zeit bekommen diese Frauen häufig Kreuzschmerzen, in zunehmendem Alter der berühmte Ischias-Schmerz. Warum? Die dauernden Beschwerden verursachen einen Dauerreiz in den Nervenbahnen, dort, wo diese in das Rückenmark umschalten. Wer diese Beschwerden hat, begreift jetzt ganz schnell. Aber auch diejenigen, die chronisch krank sind und das gar nicht mehr als Symptome spüren, erleben genau dasselbe.

Noch ein Beispiel: der Asthmatiker, der immer wieder Nackenbeschwerden hat. Dort treten die Nervenbahnen der Atemwege in das Rückenmark ein.

Man sieht also: Eine chronische gesundheitliche Belastung kann eine wichtige Ursache für Rückenschmerzen sein. Ein wichtiger Hinweis, nicht nur für den Mediziner, der die Rückenschmerzen in den Griff bekommen will. Sondern auch für denjenigen, der aufgrund der Lokalisierung der Rückenschmerzen einen Wegweiser zu inneren Organstörungen erkennt.

Und noch eine Ursache spielt eine wesentliche Rolle: Wir wissen, dass sehr viele Menschen Stoffwechselstörungen haben. Krankheiten wie Diabetes, Übergewicht, Rheuma und Lebererkrankungen sind Hinweise darauf.

Aber auch diejenigen, die diese Krankheiten (noch) nicht haben, aber auf dem Weg dahin sind, neigen bereits zu Stoffwechselstörungen, selbst wenn klinisch alles noch in Ordnung zu sein scheint.

Alle diese Umstände können zu veränderten Versorgungsverhältnissen mit Nährstoffen im Körper führen, auch im Knochenbau der Wirbelsäule, den Bandscheiben und den dortigen Muskeln. Veränderungen, die ausreichen können, Verspannungen und Schmerzen auszulösen. Jeder ganzheitliche Mediziner wird das bestätigen können.

Wertvolle Info zu diesen Zusammenhängen und was man tun kann finden sich im Ebook „Warum Rückenschmerzen – was tun?“ unter www.ruecken-regeneration.de.

Josef Senn, Redaktion mediportal-online

Rückenschmerzen: Weniger Arztbesuche nach Akupunkturbehandlung

Studie zum LWS-Syndrom aus Kanada

Rückenschmerzen sind ein Volksleiden und sind der Hauptgrund für Arbeitsunfähigkeit der unter Fünfundvierzigjährigen (1, 2). Damit sind Rückenschmerzen nicht nur ein massives Problem für die darunter leidenden Menschen, sondern auch ein Kostenfaktor, der die Gesundheitskassen belastet. Jetzt wurde in Kanada untersucht, ob und wie sich Akupunkturbehandlungen auf die Anzahl der Arztbesuche nach einem Rückenvorfall auswirken (3).

Mehr Infos unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/weniger-arztbesuche-nach-akupunkturbehandlung.html

Quelle: Carstens-Stiftung

 

Früherkennung von Krankheiten unterstützen

Analog zu Urin und Blut sind auch im Atem Stoffwechselprodukte in winzigen Spuren enthalten. Solche Stoffwechselprodukte können auch Signale für Infektionen, Entzündungen oder Krebs sein. Für ihre Analyse entwickeln Bioinformatiker vom Exzellenzcluster „Multimodal Computing and Interaction“ an der Universität des Saarlandes spezielle Computer-Algorithmen die Ärzte schnell und verlässlich bei der Diagnose unterstützen können.

Mehr Infos unter  http://idw-online.de/de/news466247

Quellen: Universität des Saarlandes, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Schnarchen – Was tun bei gestörter Nachtruhe?

Übermüdete Bettnachbarn kennen es genau, das knatternde, röchelnde oder auch fiepende Atemgeräusch des Partners – das Schnarchen. Etwa jeder fünfte Erwachsene schnarcht, bei den über 60-Jährigen sogar jeder zweite. Claudia Galler, Gesundheitsredakteurin von Deutschland größter Arztempfehlung jameda (http://www.jameda.de), informiert über Auslöser, Folgen und Behandlung des Schnarchens.

Beim Schnarchen flattern Gaumen und Zäpfchen im Luftstrom

Im Schlaf entspannen sich die Muskeln. Dadurch fallen zum einen die Atemwege im Rachen leicht ein und verengen sich. Zum anderen können Gaumen und Rachenzäpfchen durch die Erschlaffung der Muskeln besonders leicht in der Atemluft vibrieren und so die typischen Schnarchgeräusche hervorrufen.

Zahlreiche Faktoren verstärken das Schnarchen

Alkohol, Schlaf- und Beruhigungsmittel fördern die Muskelentspannung und begünstigen so das Vibrieren des Rachengewebes. Bei übergewichtigen Personen können Fettablagerungen im Rachenbereich zu engen Atemwegen führen. Auch Schnupfen und Allergien behindern durch angeschwollene Nasenschleimhäute die Atmung. Schläft man auf dem Rücken, senkt sich der Zungengrund, was die Atemwege verengt. Anatomische Gegebenheiten wie eine verkrümmte Nasenscheidewand, Polypen oder übermäßig viel Rachengewebe können ebenfalls Auslöser für ein Schnarchen sein.

Atemaussetzer gefährden die Gesundheit

Treten die Schnarchgeräusche sehr laut und unregelmäßig auf, kann dies ein Hinweis auf eine Schlafapnoe sein. Hier kommt es durch eine Blockade der Atemwege zu Atemaussetzern im Schlaf. Diese können 10 Sekunden oder länger dauern und sich bis zu 100 Mal pro Nacht wiederholen. Sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut durch die aussetzende Atmung, ist das ein Alarmsignal für den Körper aufzuwachen. Wer auf diese Weise ständig in seiner Nachtruhe gestört wird, ist am Tage müde, reizbar und wenig leistungsfähig. Über einen längeren Zeitraum können die Atemaussetzer zu Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und unwillkürlichen Schlafattacken tagsüber führen.

Schlafapnoe muss vom Arzt behandelt werden

Schlafapnoe-Patienten werden nachts mit einer Überdruckmaske beatmet, so dass Nasen- und Rachenraum offen bleiben. Auch Aufbissschienen sorgen für eine bessere Atmung, indem sie Zunge, Gaumen und Kiefer weiter nach vorne verlagern.

Weitere Infos unter www.jameda.de

Quellen:

Übermittelt durch www.pr-gateway.de

Kontakt: jameda GmbH, Elke Ruppert, Klenzestraße 57b, 80469  München, presse@jameda.de, 089/2000 185 85, http://www.jameda.de

 

 

Überlebensstrategien von Bakterien unter Beteiligung Greifswalder Forscher aufgeklärt

Einem internationalen Forscherteam ist es gelungen, aufzuklären, wie sich einfach strukturierte Bakterien auf molekularer Ebene an wechselnde Umweltbedingungen anpassen und damit ihr Überleben sichern. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des fachübergreifenden Wissenschaftsmagazins SCIENCE veröffentlicht.

Mehr Infos unter http://idw-online.de/de/news466284

Quellen: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Informationdienst Wissenschaft (idw)

 

Rückenschmerzen: Bewegungsmangel wirklich die Ursache?

Zum Tag der Rückengesundheit am 15. März (Teil 4)

Wenn Menschen Rückenbeschwerden haben und dann vielleicht auch noch im Büro am Computer arbeiten, dann scheint die Ursache schnell gefunden: Mangelnde Bewegung und einseitige Belastungen. Und tatsächlich spüren diese Menschen dann nach einem arbeitsreichen Tag Verspannungen, Steifigkeit, Schmerzen.

Begründet wird das damit, dass die mangelnde Bewegung zu einer Schwächung der Muskelkraft führe. Das mag einleuchten bei einem schwer kranken Menschen, der den ganzen Tag im Bett liegt. Da schwindet tatsächlich Muskelmasse. Aber bei einem Menschen, der den ganzen Tag unterwegs ist, stellt sich doch die Frage, ob die Muskelkraft so weit herunter kommen kann, dass das solche Auswirkungen hat. Und bei der Zahl der Betroffenen, wie wir das in Teil 1 und 2 erfahren haben, scheint es doch sehr unglaubwürdig, dass wir ein Volk fortschreitenden Muskelschwunds geworden sind.

Die Wahrheit ist: Diese scheinbaren Ursachen sind wieder einmal „nur“ Auslöser. Hat also jemand eine kritische Situation in der Wirbelsäule, und kommt dann ein Bewegungsmangel oder eine einseitige Belastung dazu, dann läuft das Fass über.

Im nächsten Beitrag (Teil 5) lüften wir das Geheimnis, was wirklich Ursachen sein können.

Josef Senn, Redaktion mediportal-online