Archiv für den Monat: Januar 2012

Buchtipp: Mein Herz – Stark wie mit 20

Herzerkrankungen, und vor allem der Herzinfarkt, zählen immer noch zu den häufigsten Todesursachen. Dabei kann man Vorsorge dafür treffen. Was man dabei beachten muss beschreibt das Buch Mein Herz – Stark wie mit 20.

Mehr dazu lesen Sie hier: Stärkung fürs Herz

Cor – das Herzprogramm der BKK advita

Telefonische Beratung und Telemedizin: Nachhaltiger Mehrwert für Patienten mit Herzinsuffizienz

Gut leben trotz und mit der Herzschwäche – das ist das Ziel des neuen Herzprogramms „Cor- das Herzprogramm der BKK advita“, das die BKK advita in Kooperation mit der 4sigma GmbH zum 01. Januar 2012 startete. Das Betreuungskonzept umfasst die intensive telefonische Beratung betroffener Versicherter sowie den Einsatz telemonitorischer Geräte im häuslichen Umfeld.

Unter dem Motto „Nachhaltig gesund“ stellt die BKK advita die individuellen Bedürfnisse ihrer Versicherten in dem Mittelpunkt – besonders in Zeiten der Krankheit. Die Herzinsuffizienz ist mit ca. 2 bis 3 Millionen Betroffenen eine der häufigsten internistischen Erkrankungen in Deutschland. Mit ihrem neuen Herzprogramm „Cor“ trägt die BKK advita diesem epidemiologischen Schwerpunkt Rechnung.  Die Betreuung per Telefon beziehungsweise via Telemonitoring bietet für das Klientel der BKK advita mit einer Herzschwäche klare Vorteile. Sie erhalten begleitend zur ärztlichen Behandlung eine bedarfsorientierte Unterstützung im häuslichen Umfeld – patientenfreundlich,

ortsunabhängig und zeitlich flexibel. Die Teilnahme an diesem neuen Herzprogramm ist freiwillig.

Basis des Herzprogramms ist die regelmäßige telefonische Beratung und Schulung betroffener Versicherter. Mit bedarfsorientierten Informations- und Motivationsgesprächen unterstützt ein persönlicher Coach von 4sigma den Erkrankten bei der aktiven Krankheitsbewältigung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Umsetzung eines (herz-)gesunden Lebensstils, die Stärkung der Therapietreue sowie die langfristige Befähigung des Patienten, die eigene Krankheit – im Rahmen der ärztlichen Therapie – weitgehend selbst zu managen. Ergänzt wird das telefonische Coaching durch den Einsatz telemedizinischer Geräte beim Programmteilnehmer zu Hause. Ziel der täglichen Überwachung des Gewichts sowie gegebenenfalls der Blutdruckwerte ist ein verbessertes Notfallmanagement: Durch die langfristige Dokumentation wird eine drohende Dekompensation der Herzschwäche frühzeitig erkennbar – der Coach kann schon bei den ersten Anzeichen einer Verschlechterung reagieren und eine bedarfsgerechte und zeitnahe Krisenintervention veranlassen.

Das Thema Nachhaltigkeit ist bei der BKK advita nicht nur Schlagwort, sondern integrativer Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Das Herzprogramm „Cor“ trägt diesem Anspruch Rechnung: Statt auf schnelle kurzfristige Erfolge zielt die Be¬treuung durch 4sigma vor allem darauf ab, den Patienten langfristig zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Gesundheit zu motivieren. Sie zeigt ihm Möglichkeiten auf, die Herzschwäche auf Dauer besser zu kontrollieren, die ärztliche Therapie aktiv zu unterstützen und trotz Krankheit eine hohe Lebensqualität zu erlangen. Zugleich ist die telemedizinische Begleitung nachweislich dazu geeignet, wiederholte Klinikaufenthalte aufgrund akuter Verschlechterungen und Komplikationen im Krankheitsverlauf zu vermeiden. Für die BKK advita und ihren Kooperationspartner 4sigma liegen die Chancen des Herzprogramms „Cor“ auf der Hand: Mehr Service, Sicherheit und Versorgungsqualität für die Versicherten bei gleichzeitiger Kostendämpfung im Bereich der stationären Ausgaben.   

Das Herzprogramm „Cor“ der BKK advita startete zum 01. Januar 2012. Die 4sigma als ausführender Kooperationspartner implementiert bereits seit 1995 erfolgreich strukturierte Konzepte zur telefonischen und telemedizinischen Betreuung chronisch kranker Menschen Mit der BKK advita verbindet das Unternehmen insbesondere das Ziel, mit seinen bedarfsgerechten Dienstleistungen die Versorgung betroffener Patienten nachhaltig zu verbessern.

Mehr Informationen: www.4sigma.de

 Quellen:

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Kontakt: 4sigma GmbH, Christina Dr. Weber, Bajuwarenring 19, 82041 Oberhaching, christina.weber@4sigma.de, 089/950084446, http://www.4sigma.de

 

Deutsche Internet Beratungsstelle Darmkrebs und Stoma gegründet

Die neue Internet Beratungsstelle Darmkrebs und Stoma des Onkologischen Informationsdienstes startet erfolgreich mit neuem, ganzheitlichen Ansatz.

Nach mehr als 18 Monaten Entwicklungszeit geht das Patientenportal Darmkrebs und Stoma online. Anliegen der Beratungsstelle ist es, umfassend zu beiden Indikationen zu informieren.

Internetportale zu den Themen Darmkrebs oder Stoma (künstlicher Darmausgang) gibt es bereits. Jedoch wird vornehmlich nur eine der Indikationen losgelöst betrachtet. Neu ist in dieser Internet Beratungsstelle der ganzheitliche Ansatz. So haben die Initiatoren von www.Ratgeber-Darmkrebs.de ein umfassendes Hilfsangebot entwickelt, das beide Fachgebiete vereint. Denn fast der Hälfte, der an Darmkrebs erkrankten Personen, wird operativ ein Stoma angelegt.

Noch heute werden die Themen Darmkrebs und Stoma stark tabuisiert. Fundiertes Wissen und Hilfe für eine schnelle Rückkehr in den Alltag nach dem Darmkrebs zu finden, ist nicht immer leicht. Dieser Aufgabe stellt sich das neue Patientenportal.

So erfahren Betroffene hier alles über den Darmkrebs; von der Entstehung bis hin zu Heilungschancen. Die Grundlage bildet eine enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden medizinischen Fachdisziplinen. Ein kostenfreies Beratungsangebot durch Spezialisten vor einer Operation rundet das Angebot ab.

Für Stomaträger bietet das Portal eine umfassende Wissensbibliothek rund um das Leben mit einem künstlichen Darmausgang. Dabei werden zahlreiche Lebensbereiche abgedeckt; von der richtigen Ernährung, über Einschränkungen im Beruf, der Freizeitgestaltung, bis hin zur Sexualität. Für sofortige Hilfe bei Problemen steht eine kostenlose online Sprechstunde zur Verfügung. Stoma-Experten beraten diskret und vertraulich per E-Mail oder Hotline.

Die Betreiber hoffen, mit diesem Beratungsangebot Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und so die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig positiv zu beeinflussen.

Quellen:

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Kontakt: Onkologischer Informationsdienst, Andrea Wehnert, Im kühlen Grunde 85, 58300 Wetter, info@ratgeber-darmkrebs.com, 0800-5893866, http://www.Ratgeber-Darmkrebs.de

 

DHA die Augen-Fettsäure

(ddp direct)  Der aktuell erschienene Ratgeber «Gesunde Augen  ein Leben lang» nimmt den oft zitierten Ausspruch das Auge isst mit wörtlich. Denn: Die Ernährung ist ein entscheidender Faktor für den Erhalt und die Optimierung der Sehkraft. In ihrem neuen Buch beschreiben die Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Michael Hamm und Dirk Neuberger die häufigsten Augenkrankheiten und Risiken für die Augengesundheit. Zu diesen zählt u. a. die Belastung der Augen durch Kontaktlinsen und lange Bildschirmarbeit. Man erfährt, welche Nährstoffe für die Augengesundheit besonders wichtig sind, wobei der Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) unter dem Titel «DHA  die Augen-Fettsäure» ein eigenes Kapitel gewidmet ist.

Die Autoren erklären, wie den Krankheitsbildern der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), Nachtblindheit und trockenen Augen durch Ernährung und Übungen vorgebeugt werden kann. Wichtig sind dabei Vitamin A, das so genannte antioxidative Schutzsystem und Energie. Eine ganz besondere Bedeutung hat die Omega-3-Fettsäure DHA  von Kindesbeinen an.

Neben leichtverständlichen Informationen bietet das Buch auch Rezeptideen und gibt Antworten auf häufige Fragen aus der Ernährungsberatung. Übungen zum gezielten Training der Sehkraft, zur Entspannung müder Augen sowie zur Vorbeugung gegen Erkrankungen runden den Ratgeber ab.

Die Autoren sind Mitglieder im Vorstand und wissenschaftlichen Beirat des Arbeitskreis Omega-3 e.V. Weitere Informationen zum Thema und dem Buch im Internet unter www.gesunde-augen-erhalten.de. Der Ratgeber erscheint am 16. Januar 2012 im Goldmann Verlag und ist als Taschenbuch und eBook erhältlich.

Informationen zu Omega-3-Fettsäuren, Empfehlungen für eine gute Versorgung sowie Literatur und Fotos sind im Internet zu finden unter www.ak-omega-3.de.

Über den Arbeitskreis Omega-3 e.V.

Der Arbeitskreis Omega-3 e.V. ist eine Initiative von Wissenschaft und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, den Austausch und die Diskussion von Wissenschaftlern zu fördern und die Bevölkerung über die Bedeutung der Omega-3-Fettsäuren aufzuklären und darüber zu informieren, wie jeder seine Versorgung mit diesen Fettsäuren sichern kann. Dies geschieht auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Shortlink zu dieser Pressemitteilung: http://shortpr.com/8wt12e Permanentlink zu dieser Pressemitteilung: http://www.themenportal.de/gesundheit/dha-die-augen-fettsaeure-66540

Quellen:

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Kontakt: Pressestelle des Arbeitskreis Omega-3 e. V., Iris Loehlein, Postfach 70 08 42, 60558 Frankfurt am Main, info@ak-omega-3.de, 069 963652 36, http://www.ak-omega-3.de

 

Trends: Homöopathie immer beliebter

Verändertes Gesundheitsbewusstsein fördert die Homöopathie

Untersuchungen bestätigen: Immer mehr Menschen nutzen die Homöopathie für ihre Gesundheit. Mediziner und Einrichtungen passen sich darauf an. Was das bedeutet, mehr Infos hier: http://www.premiumpresse.de/homoeopathie-wird-immer-beliebter-PR1649628.html

Josef Senn, Redaktion mediportal-online

Hormonell bedingter Haarausfall

sup.- 95 Prozent aller Haarausfälle sind erblich bedingt. In der Fachsprache wird dann von einer Androgenetischen Alopezie (AGA) gesprochen. Im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Meinung ist hormonell verursachter Haarverlust nicht nur ein Männerproblem. Auch bis zu 20 Prozent der Frauen unter 30 Jahren sind betroffen. Bei den über 70-Jährigen beträgt der Anteil sogar rund 38 Prozent. Sowohl bei Männern wie bei Frauen entsteht der Haarausfall durch eine Überempfindlichkeit mancher Zellen der Haarwurzel gegenüber Dihydrotestosteron (DHT), das aus dem männlichen Sexualhormon Testosteron hervorgeht. Durch die Verschiebung des Hormonhaushalts in den Wechseljahren verstärkt sich bei entsprechend veranlagten Frauen in dieser Lebensphase der Haarverlust. Anders als bei Männern, bei denen es zu den typischen Geheimratsecken kommt, äußert sich bei Frauen die AGA durch eine diffuse Ausdünnung des Haares entlang des Mittelscheitels.

Aber Männer wie Frauen können eine Menge dazu beitragen, dem Haarausfall entgegenzuwirken und das Haarwachstum zu stärken. Eine Transparenz über die unterschiedlichen Produkte und Medikamente, die hierzu angeboten werden, bietet ein Vergleich von Pharmatest, einer gemeinnützig anerkannten Stiftung (www.pharma-test.org). Testsieger in der Rubrik Tinkturen wurden hier z. B. patentierte Ampullen aus der Schweiz, die aktive pflanzliche Stammzellen enthalten (Crescina stem). Der Vorsitzende des Prüfausschusses von Pharmatest, Prof. Peter Schmidt-Rhode, attestiert diesem Produkt eine durch Studien belegte Wirksamkeit.

Quellen:

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Kontakt: Supress, Ilona Kruchen, Alt-Heerdt 22, 40549 Düsseldorf, redaktion@supress-redaktion.de, 0211/555548, http://www.supress-redaktion.de

 

Drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten ideal

Regelmäßiges Essen schützt Kinder vor Übergewicht

sup.- Die Entwicklung von Übergewicht beruht auf einem Missverhältnis zwischen dem Energieverbrauch, der wesentlich durch das Maß körperlicher Bewegung beeinflusst wird, und der Energiezufuhr aus Speisen und Getränken. Hinzu kommen eine Vielzahl von weiteren Einflussfaktoren. So weist Prof. Berthold Koletzko (Klinikum der Universität München)   darauf hin, dass auch der Mahlzeitenrhythmus relevant für das Risiko von Übergewicht ist. Der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin hat insgesamt sechs Querschnittsstudien aus Europa und den USA mit Teilnehmern im Alter zwischen fünf und 17 Jahren ausgewertet. Das eindeutige Ergebnis: Die Adipositashäufigkeit fiel mit zunehmender Zahl an täglich verzehrten Mahlzeiten. Eine mögliche Erklärung hierfür: Häufige kleine Mahlzeiten fördern eine anhaltende Sättigung und vermeiden Heißhunger-Attacken und übermäßiges Essen.

Prof. Koletzko empfiehlt deshalb Kindern und Jugendlichen den regelmäßigen Verzehr von täglich drei Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) und mindestens zwei kleinen Zwischenmahlzeiten. Insbesondere rät er von einem Weglassen des Frühstücks ab, gerade die erste Mahlzeit wird jedoch von vielen Kindern vernachlässigt. Wichtig ist zudem, dass möglichst viele Mahlzeiten im Kreis der Familie gegessen werden. Studien haben gezeigt, dass gemeinsame Mahlzeiten ebenfalls die Gefahr für Übergewicht reduzieren. Weitere Tipps und Anregungen zum Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Kindern finden interessierte Eltern z. B. auf dem Ratgeber-Portal www.komm-in-schwung.de, das vom Bundesministerium für Gesundheit ausgezeichnet wurde.

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Betriebliches Gesundheitsmanagement

Fettleibige Mitarbeiter kosten Arbeitgeber viel Geld

sup.- Investitionen in ein betriebliches Gesundheitsmanagement machen sich bezahlt. Das gilt vor allem auch für ärztlich begleitete Ernährungsberatung, die bei übergewichtigen Mitarbeitern zu einer Reduktion der Pfunde beiträgt. Das berichtet das lifestyle-telegramm unter Berufung auf eine Querschnittsanalyse mit US-amerikanischen Arbeitnehmern. Der zufolge entstehen Arbeitgebern bei Männern mit Übergewicht jährlich Kosten von schätzungsweise 322 Dollar, bei Fettleibigkeit sogar von mehr als 6.000 Dollar, bedingt durch Fehlzeiten und Produktivitätseinbußen. Bei Frauen mit zu vielen Pfunden wurden sogar noch etwas höhere Ausgaben ermittelt. Insgesamt liegen die Kosten pro Jahr, die in den USA bei Vollbeschäftigten auf Fettleibigkeit zurückzuführen sind, bei mehr als 73 Mrd. Dollar.

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Frauen mit Kinderwunsch

 Frühzeitig Folsäure-Mangel ausgleichen

sup.- Über 80 Prozent der Frauen in Deutschland erreichen laut Aussagen von Prof. Klaus Pietrzik (Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaft, Universität Bonn) nicht die empfohlene tägliche Aufnahme von 400 mg Folsäure. Da eine gute Versorgung mit Folsäure von wesentlicher Bedeutung für den optimalen Verlauf einer Schwangerschaft ist, rät Prof. Pietrzik Frauen mit Kinderwunsch, in Absprache mit dem Gynäkologen frühzeitig mit der Einnahme von entsprechenden Präparaten zu beginnen. Außerdem sollten sie bei ihrem Arzt per Bluttest abklären lassen, ob sie bereits Antikörper gegen den weit verbreiteten Cytomegalie-Virus (CMV) gebildet haben. Darauf weist Prof. Klaus Friese (München), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, hin. Denn eine CMV-Infektion in der Schwangerschaft kann zu schweren Schädigungen beim Fötus führen (www.icon-cmv.de).

Quellen:

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Antipsychotika können die Aktivität endogener Retroviren beim Menschen verstärken

Die Aktivität humaner endogener Retroviren (HERVs) in Gehirnzellen von Patienten mit Schizophrenie oder bipolaren Erkrankungen kann durch die Behandlung mit antipsychotischen Medikamenten verstärkt werden. Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München zeigen in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals PLoS ONE, dass Medikamente wie Valproinsäure wahrscheinlich über epigenetische Veränderungen im Genom die HERV Expression beeinflussen.

Die medikamentöse Behandlung von Schizophrenie und bipolaren Störungen* kann die Aktivität natürlich im menschlichen Genom vorhandener humaner endogener Retroviren (HERVs)* stimulieren. Das beschreibt Olivia Diem aus dem Wissenschaftler-Team um Prof. Christine Leib-Mösch vom Institut für Virologie am Helmholtz Zentrum München in einer aktuellen Publikation im Fachjournal PLoS ONE. Eine erhöhte Expression verschiedener HERV Gruppen wurde bei Schizophrenie bereits mehrfach beschrieben und mit der Erkrankung assoziiert – dass diese Stimulation teilweise durch die Medikation der Patienten verursacht werden kann, zeigt das Team des Helmholtz Zentrums erstmalig. Der Einfluss der Medikamente, den die Wissenschaftler auf epigenetische Effekte* zurückführen, erstreckt sich jedoch nicht auf alle HERV Typen.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Medikamente grundsätzlich auch daraufhin untersucht werden sollten, ob sie in den Zielzellen zu epigenetischen Veränderungen führen. Nicht nur endogene Retroviren, auch zelluläre Gene könnten aktiviert oder inaktiviert werden und dadurch möglicherweise schwerwiegende Nebenwirkungen auslösen“, erklärt Leib-Mösch den Hintergrund der Studie.

Schizophrenie ist eine multifaktorielle neuropsychiatrische Erkrankung. Neben der genetischen Disposition könnten verschiedene Umweltfaktoren wie Infektionen während der Schwangerschaft, aber auch endogene Retroviren eine Rolle spielen. Die Identifizierung von HERVs, die Medikamenten-unabhängig bei Schizophrenie aktiviert sind, könnten daher Aufschlüsse über Ursachen und Entstehungsmechanismen der Krankheit geben. Das Verständnis der Entstehungsmechanismen von häufigen menschlichen Erkrankungen und die Ableitung neuer Angriffspunkte für Diagnose, Therapie und Prävention sind Ziele des Helmholtz Zentrums München.

Weitere Informationen

Hintergrund

* Neuropsychiatrische Erkrankungen werden häufig mit Medikamenten behandelt, die wie z. B. Valproinsäure, durch Hemmung von Histondeacetylasen den epigenetischen Status der Zelle verändern können.

* Humane endogene Retroviren  (HERVs) umfassen etwa 9 % des Genoms und sind Relikte  von Keimbahninfektionen, die durch exogene Retroviren vor etwa 30 bis 40 Millionen Jahren erfolgten. Seitdem haben sich HERVs durch Retrotransposition und Reinfektion in unserem Genom vermehrt. Die Expression der HERVs wird normalerweise durch epigenetische Maßnahmen der Wirtszelle in Schranken gehalten. HERVs können jedoch durch Umwelteinflüsse wie Strahlung oder Chemikalien reaktiviert werden. Die Gruppe der HERV-K(HML-2) Elemente repräsentiert die jüngsten und die im Menschen aktivsten HERVs. Neben einigen anderen HERV Gruppen wurde HERV-K(HML-2) wiederholt mit Schizophrenie assoziiert — interessanterweise wird die Aktivität dieser HERVs in Gehirnzellen durch Valproinsäure nicht beeinflusst.

* Die Epigenetik beschreibt Merkmale des Genoms, die nicht die Basenabfolge der Erbsubstanz DNA, sondern deren chemischen Zustand in der Zelle (z. B. den Methylierungsgrad) betreffen, oder Merkmale, die auf Unterschieden in der Chromatinumgebung (z. B. Acetylierung oder Methylierung von Histonen) beruhen. Solche Veränderungen tragen zur Aktivierung oder Inaktivierung von Genen bei. Epigenetische Merkmale sind ebenfalls vererbbar, können aber durch Umwelteinflüsse verändert werden.

Original-Publikation:

Olivia Diem et al. (2012): Influence of Antipsychotic Drugs on Human Endogenous Retrovirus (HERV) Transcription in Brain Cells. PLoS ONE, in press.

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 17 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören. www.helmholtz-muenchen.de

Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH),Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg, www.helmholtz-muenchen.de, Aufsichtsratsvorsitzende: MinDir´in Bärbel Brumme-Bothe, Geschäftsführer: Prof. Dr. Günther Wess und Dr. Nikolaus Blum, Registergericht: Amtsgericht München HRB 6466, USt-IdNr: DE 129521671